Lösung aus der Co-Abhängigkeit - auf in ein schönes Leben?!

  • Hallo Ayki,

    ich lese Dich auch oft, auch wenn Du das gar nicht weißt.
    Und ich spüre auch bei Dir viel Kraft, die Du nun hoffentlich FÜR DICH nutzen wirst.
    Aber ich denke, Du bist da auf dem richtigen Weg.

    Als ich die Geschichte mit dem neuen Freund las, hatte ich gleich so ein komisches Gefühl.
    Ich denke einfach, er ist noch nicht so ganz der Richtige. Ich kann jetzt nur von mir reden, als Nicht-CO. Aber richtig verliebt sein ist einfach anders. Es fühlt sich komplett anders an, man möchte immer mir dem jenigen zusammen sein, die Schmetterlinge flattern wie verrückt, man denkt auch an eine gemeinsame Zukunft, alles andere erschiene mir „merkwürdig“.
    All dieses konnte ich bei Dir so nicht spüren. Ich wollte aber auch nichts falsches sagen. :wink:
    Ich kenne das auch, wenn es nicht der Richtige ist. Dann kann alles so schön sein, er ist lieb und nett, gibt sich Mühe, will natürlich auch gefallen, erfüllt Wünsche, aber wenn dieses Gefühl nicht sofort da ist, wird es nix. Da hilft dann auch kein Abwarten, vielleicht wird es noch etc.
    Aber ich denke, dann muß man auch den anderen möglichst schnell die Wahrheit sagen, mit netten Worten, aber auch ganz klar, das man diese Gefühle nicht erwidern kann. Zögert man da zu lange, tut man dem anderen nur unnötig weh.
    Ich wünsche Dir sehr, das Du nun erstmal Dein Leben genießt, in Freiheit ohne weitere Bindung, Du hast die Kinder und ihr könnt es Euch schön miteinander machen. Und keine Angst, es kommt noch der RICHTIGE Partner, bei dem alles dann wie oben geschrieben ist.
    Du wirst es dann wissen.

    Aber natürlich mache ich mir auch ein wenig Sorgen. Ich habe auch Angst, das Du Dich wieder nach einem Partner umsiehst, bei dem Du wieder ganz CO sein kannst, wenn auch nicht bewusst. Hoffentlich kannst Du dann unterscheiden und real beurteilen und wirst so nicht mehr rückfällig. Ich schrieb gerade bei Leominda, das ich denke, man kann auch die Anlage zur CO-Abhängigkeit nicht heilen, nur stoppen, weiß aber nicht, ob es wirklich stimmt. Ich denke aber, Du bist in der Lage, es wirklich zu stoppen, aber ich würde trotzdem wohl bei einer neuen Beziehung mich sehr argwöhnisch sozusagen von außen betrachten und mich genau abchecken.
    Denn würde das passieren, wärest Du wieder unfrei.
    Ich wünsche Dir sehr, das Du einen Partner findest, mit dem Du eine gleichberechtigte Beziehung führen kannst, wo das Geben und Nehmen ausgeglichen ist.

    Ich möchte an dieser Stelle noch mal aus Xenias Beitrag zitieren und was ich darüber als Nicht-CO denke, falls es interessiert, sonst war oben geschriebenes eigentlich erstmal alles, was ich Dir dazu sagen wollte. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute weiterhin auf Deinem Weg.

    Zitat

    Diese Art von Adrenalinspiegel muß ich nicht haben, denn das ist keine positive Adrenalinausschüttung und verursacht nur körperlichen Stress, der bishin zu Schmerzen geht. WER will sowas schon? Da müßte man ja masochistisch veranlagt sein....oder ist man das? *grübel*

    Mhh, darüber habe ich auch schon gegrübelt und ich bin eher zu dem Schluss gekommen, das bei CO`s ein Hang zum Masochismus durchaus vorhanden sein könnte. Ich kann mir viele Verhaltensweisen sonst nicht erklären, z.B. das Dulden von Beschimpfungen und Demütigungen und die oft mangelnde Liebe zu sich selbst. Muß ich mal zu googeln, ob das auch masochistisches Verhalten ist ? Ich denke, Ja.

    Zitat

    Alle "starken" Frauen haben damit ein Problem, weil sie irgendwo immer eine "Führungsrolle" inne haben in der Beziehung oder ihnen aufgedrückt wird/wurde. Nur keine Schwäche zeigen

    Ich empfinde CO`s durchaus auch als starke Frauen. Aber auf der anderen Seite auch als unfrei. Ich denke auch, CO`s haben nicht gelernt, loszulassen, obwohl der Zenit schon lange überschritten ist. Lieber noch ein bisschen weiter machen in der oft doch durchaus muggelich eingerichteten CO-Abhängigkeit. Die Angst vor Neuen ? Die Angst vorm Alleinsein ? Die Angst vorm Leben überhaupt ? Spielt wahrscheinlich alles mit rein, oder ?

    Zitat

    In deiner früheren Beziehung war es meiner Meinung nach ein falsch verstandenes Gefühl von Liebe. Wieso mußt DU dich anstrengen, um geliebt zu werden? Liebt man nicht einen Menschen seiner selbst Willen? Und nicht deshalb, weil er ach so was tolles macht oder tut für einen?

    Natürlich liebt man „normalerweise“ einen Menschen um seiner selbst Willen. Doch nicht für besonders toll erbrachte Leistungen oder weil er alles für einen tut. Das ist zwar ganz nett, aber mit Liebe hat doch das eher wenig zu tun. Viele CO`s verwechseln meiner Meinung nach Liebe mit dem heißersehnten Gefühl, gebraucht zu werden.

    Zitat

    Oder braucht man das als Selbstbestätigung, um später, nach einer Trennung sagen zu können: Alles hab ich doch für ihn gemacht. Und wie dankt er mir es?

    Nöö, das ist wohl eher eine Ausrede dafür, sowas so lange mitzumachen. Was soll man denn sonst sagen ? Alles andere wäre ja offensichtlich. Wer mag schon gern sagen, ich hab immer alles gemacht, damit er mich liebt, dafür habe ich alles erduldet, mich demütigen und mich selber dafür fast aufgegeben. :(
    Da würde ja jeder sagen: Sach mal, hast Du einen anner Waffel oder was ? Und wer will schon gern so dastehen. Aber im Grunde haben wir schon einen an der Waffel. :wink: Alkies wie auch CO`s. Aber um das zu verstehen, müsste man ja erstmal beispielsweise bei CO`s erst erklären, warum es dazu kam und auch diese Veranlagung, die bereits in der Kindheit so angelegt wurde, erklären. Aber wer will das schon alles wissen? Also sagt man lieber, ich hab immer alles getan und wie dankt er es mir ? Damit steht man gut da und wird auch noch bemitleidet, was für ein armes Hascherl man ist. Ist der einfachere und auch angenehmere weg, oder ?

    Zitat

    Ist es nicht selbstverständlich, dass man möchte, dass es dem geliebten Partner gut geht? Dann gehts einem ja auch selber gut.

    Ja, natürlich möchte man das. Alles andere wäre ja auch wieder „krank“. Es kommt aber immer darauf an, wie hoch der Preis dafür ist. Ist der Preis die Selbstaufgabe, ist er eindeutig ZU HOCH.
    Und auch sein eigenes Befinden von einem Partner abhängig machen, halte ich für äußerst bedenklich. Hat der mal miese Laune, geht’s mir auch schlecht, oder wie ? Nööö, warum denn ? Außer ich habe die WIRKLICH durch unmögliches Verhalten verursacht, also ein konkreter Grund bestünde. Dann würde man hingehen, sich entschuldigen, der andere würde vielleicht noch etwas granteln und dann wäre es wieder gut.
    Man darf nur bis zu einer gewissen Grenze gutes für den anderen tun, dabei muß es einem selber aber auch noch gut gehen. Man darf sich nicht zu sehr für den anderen verbiegen, dann besteht nämlich die Gefahr des Zerbrechens ---> Selbstaufgabe. NICHT GUT.

    So, Schluss jetzt ma hier, hab mich mal wieder festgequatscht :oops: , sorry, ich hau schon wieder ab. :wink:

    Lieben Gruß
    Lilly

  • Ich hätte da eine Theorie:

    Ich zB habe von meinen Eltern nur Liebe bekommen, wenn ich Leistung erbrachte. Entweder gute Noten (die wurden vorausgesetzt) oder die Whg putzen oder einfach pflegeleicht sein.
    Eine eigene Meinung, Widerworte oder einfach nur " ich möchte lieber mit Freunden spielen als mit euch in der Whg sitzen" wurde mit Liebesentzug gestraft.
    Nein sagen habe ich erst mit Anfang 30 gelernt und auch heute gibt es anschreien, Liebesentzug und Ignoranz von meinen Eltern, wenn ich gut gemeinte Ratschläge ablehne und mir das Recht nehme, für mich selbst zu entscheiden. Seit 2 Jahren habe ich mit meiner Mutter keinen und mit meinem Vater nur Kontakt, wenn ICH ihn anrufe.

    Vielleicht liegt da auch ein Schlüssel zum "gebraucht werden"

    Gruß
    Heike

  • Hallo Pott,

    möchte Dir hier mal in Aykies Thread antworten, ist erlaubt, oder ?

    Was Du da schreibst, kann gar keine Theorie sein, schon schlicht die Realität, das sieht man ja sofort. Natürlich ist das eine der Erklärungen für Dein Verhalten, du hast es eben so erlernt. Das haben eindeutig Deine Eltern verbockt. Kinder werden das tun, was die Eltern sagen, sie glauben ihnen doch, wem denn sonst ? Und wenn man ihnen einbläut, das man nur geliebt wird, wenn man Leistung erbringt, glaubt man auch das. Wenn man auch später weiß, das es nicht so ist, bleibt es trotzdem immer im Hinterkopf.

    Allerdings ist es ein starkes Stück, das Deine Eltern das noch taten, als Du längst erwachsen warst. Aber sie können sicher nicht anders, haben es vielleicht auch nicht anders erlernt ? Dann muß man sich eben selber vor ihnen schützen, auch mit Kontaktabbruch.
    Meine Mutter fährt auch immer so komische Schienen, wenn ich nicht so funktioniere, wie ich soll. Dann werde ich kritisiert, das lass ich mir aber nicht mehr gefallen. Dann versucht sie, mich mit meinem Bruder eifersüchtig zu machen, was er ja alles macht und tut und wie toll er das kann. Aber da ich ihr Spielchen durchschaue, geh ich dann immer. Ich habe im letzten Jahr auch begonnen, den Kontakt auf ein Minimum runterzuschrauben. Ich will nichts mehr tun, was mich runterzieht. Zum Glück bin ich nie eifersüchtig auf meinen Bruder geworden, dafür liebe ich ihn viel zu sehr.

    Wenn ich meine Tochter, die mittlerweile 28 ist, anschreien oder ignorieren würde, die würde sicher nur fragen, ob ich noch alle beisammen habe und sagen, das sie wieder kommt, wenn es mir beser geht, oder sowas in der Art.

    LG
    Lilly

  • Ihr habt schon Recht, viele von diesen ganzen co-Verhaltensmustern liegen selbstverständlich in der Kindheit und der eigenen Erziehung... Und es ist auch richtig, Abstand von den Personen zu nehmen, die sich immer noch so verhalten. Von einem Dinge verlangen und nur dafür dann z. B. Liebe geben... Das ist pure Beeinflussung und Egoismus zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Kinder werden „geimpft“, kontrolliert, psychologische Macht wird so ausgeübt, um ans eigene Ziel zu kommen usw. Und es schädigt die Kinder so dermaßen – über diese Auswirkungen sind sich die Eltern in den meisten Fällen überhaupt nicht bewusst, weil sie sich schlicht und ergreifend auch überhaupt keine Gedanken darüber machen und es sehr wahrscheinlich auch selbst nicht anders gelernt haben...

    Ich lese viele Bücher über dieses Thema, und eins hat sich bei mir ganz besonders eingeprägt "Wenn Frauen zu sehr lieben"! Dieses Buch hält einem einen Spiegel vor die Augen und man erkennt sich in vielen Situationen selbst. Es zeigt einem Wege auf, wie man sich selbst verändern kann und den Weg in ein glückliches Leben geht. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich mit der Thematik auseinandersetzen möchte.

    So, jetzt muss ich mal schnell zur Arbeit *g*

  • Hallo zusammen,

    einfach machen, nicht so viel denken, Männergedanken. Es gab da einmal eine Frau in meinem Leben, die sagte plötzlich, sie sei noch nicht bereit für eine Beziehung und wolle es lieber fließen lassen, mal sehen wo das Leben sie hinträgt, einfach so, ohne Bindung. Da war sie weg und ich habe es nicht verstehen können.

    Ob eine Beziehung hält, was wird oder wieder eine/r enttäuscht ist, lässt sich nicht in Schubladen stecken. Darüber zu analysieren, gut das ist Eure Sache, Frauen haben mehr Tiefsinn, der bei uns was auf der Strecke geblieben ist. Das ist nun mal so, wir wurden anders ausgestattet und bei manchen Threads bleibe ich einfach auf der Strecke. Tatsache ist doch und da können wir noch so beschädigt und Co. sein, Verliebtheit ist etwas Wunderschönes, kann Krankheiten heilen, Kraft geben und uns Dinge machen lassen, die wir nie für möglich hielten. Wir haben unmögliche Dinge gemacht, den Kopf geschüttelt, irgendwann gesagt bis hier und nicht weiter. Betonpfeiler und gegen laufen, heute kann ich darüber wieder lachen.

    Männergedanken: was nützten mir 250ps, wenn ich morgens eh immer im Stau stecke und keinen Parkplatz finde? Da schiebe ich mich doch lieber mit 2m in jede Lücke und parke direkt vor der Tür. Ist einfach praktischer. Wenn ich jetzt die Vor- und Nachteile aufwiege, dann habe ich zum Schuss einen ganzen Fuhrpark und bin nur noch mit putzen beschäftigt.

    Co sein ist eine klar definierte Sache die wir vorher nicht sahen, nicht kannten, nicht verstanden, so wie jahrelanges ärgern über den fehlenden Parkplatz und dann fahren wir irgendwann mit der Bahn und gut ist. Tiefsinn OK, aber jeder Mensch ist und bleibt einzigartig. Da das passende Gegenstück zu finden, ist praktisch ausgeschlossen, es sei denn, jedes Einzelstück gibt etwas von sich ab, bis es passt, dazu sind wir bereit oder auch nicht und je mehr wir geben, je verletzbarer sind wir, aber nur wir lassen das zu.

    Wenn jeder Autofahrer etwas mehr in den Rückspiegel sehen würde und daran denkt, dass Bikes etwas schneller angeflogen kommen und jeder Biker daran denkt, dass da hinter dem Steuer auch Träumer sitzen, würden manche Unfälle nicht passieren, trotzdem knallt es. Weil Frauen zu viel lieben? Kann man zu viel lieben? Liebe Deinen Nächsten, wenn wir das aufhören, gibt es uns nicht mehr.

    Wir haben hier einen riesigen Werkzeugkasten, wissen nach Monaten des Begreifens zu deuten, aber schützen können wir uns nur indem wir es wachsam fließen lassen. Gedanken eines Kerls.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • "Wenn Frauen zu sehr lieben" - Das Buch heißt nur so - es beschäftigt sich mit tiefgründigen Dingen, die jeden einzelnen von seiner Kindheit an prägen. Wie FRAU damit umgeht, was diese Erziehung bewirkt und warum sich FRAU regelrecht Männer mit Problemen "aussucht"...

    Ja, man kann definitiv zu viel lieben!!! Kontrolle, Macht, Beeinflussung, Psycho - all diese Dinge spielen dabei eine große Rolle... Hauptsache nicht mit sich selbst auseinandersetzen und beschäftigen. Eine Beziehung zu sich selbst gibt es nicht. Alleine sein - gibt es nicht... Sich in andere Probleme reinhängen und diese versuchen zu lösen steht auf jeder Tagesordnung. Leiden, bis hin zur Selbstaufgabe auch! Zu sehr lieben ist die Co-Abhängikeit! Eine Krankheit, die man in den Griff kriegen muss, damit man überhaupt glücklich sein kann!

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…75701962&sr=8-1

  • Hallo zusammen,

    sicher werden wir alle durch unsere Eltern in irgendeiner Weise geprägt.
    Ich denke aber auch, dass ein gewisser gesellschaftlicher Druck auf einen jungen Menschen von vielleicht 20 Jahren sitzt. Er braucht einen Freund(in), heiratet dann ein paar Jahre später, bekommt Kinder usw.
    All dieser Druck ist dann nicht mehr da, wenn man sich nach dem Scheitern in eine neue Partnerschaft wagt. Es muß dann nichts mehr überstürzt werden.
    Man wird reifer und wird sich sicher auch mehr Gedanken machen, was man an einem Partner schätzt, was man will und was überhaupt nicht geht.

    Gruß Apfel

  • Hallo Lilly,

    ich wollte dir gestern schon sagen, dass ich deine Art zu schreiben, auch mal provokant zu sein, sehr schätze!!!!!!!!!!!!!!! Unbedingt solltest gerade du mir antworten - finde ich toll, danke!!! Ich mag es, wenn man meine wirren Aussagen aufschlüsselt und mir somit Klarheit verschafft. Es regt mich zum denken und handeln an.

    Ich konnte nun nicht alles lesen, weil der Threat hier Überbreite bei mir im Monitor hat *grmpf*, aber ich bin dabei etwas für mich zu tun. Ich habe nach der Entgiftung meines Mannes sämtliche meiner Hobbies eingestellt, weil ich es toll fand mit ihm zusammen zu sein. Nun versucht er kontrolliert zu trinken, trinkt morgens heimlich, weil ich ja immer meckere.
    Darüber einen Komentar abzugeben ist nicht nötig, ich weiß es auch so, was ihr mir raten würdet. Und Recht habt ihr in jedem Fall!
    Ich habe ab morgen Urlaub und habe meinem Mann gestern gesagt, dass er sich einen Vollzeitjob suchen soll. Er fing an "die Kinder...." Ich habe ihm daraufhin gesagt, das solle er meine Sorge sein lassen, denn wenn er auszieht, müsste ich mich auch drum kümmern. Und meinen Job setzt ich als allerletztes in den Sand. Mein Mann meinte, dass mich das "Forum gut umgepolt hätte " und ich nich mehr wieder zu erkennen sei - für mich war das ein Kompliment.
    Ich werde ab nächste Woche in eine SHG gehen, weil ich merke, wie mich sein Verhalten runterzieht. Ich schaffe es nicht alleine und werde mir auch außerhalb des Forms Hilfe suchen.
    Am Samstag gehe ich nach langer Zeit mal wieder auf den Hundeplatz und dann werde ich mit meinen Kindern noch ins Freilichtmuseum fahren.

    Ich denke das ist ein guter Anfang und heute morgen bekommt er zum ersten Mal kein Zettelchen mit Morgengruß drauf. Auch ein Zeichen klarer Grenzen, finde ich.

    Ich finde es schade, dass ich keinen Kontakt zu meinen Eltern habe, vor allem für die Kinder tut es mir sehr Leid, wenn andere Kinder erzählen, dass sie bei Oma und Opa waren. Meine Älteste versteht es aber, denn sie hat meine Mutter live erlebt und fand es schrecklich, dass sie mit mir rumbrüllte, nur weil meine Tochter eine kokette Bemerkung machte und ich sie dafür nicht runtermachte.
    Ich denke ich bin auf einem guten Weg und wenn ich mich wieder in meine wirren Gedankengänge verstricke, kann ich mir sicher sein, dass mich hier einige wieder auf den Boden der Tatsachen bringen.
    So angsam kann ich Karstens Frustration verstehen: man weiß, was passiert und das Gegenüber wll es selbst austesten. Ohne Rücksicht auf die Gefühle der Anderen und man redet gege Wände!

    Grüße
    Heike

  • Klar, viele Verhaltensweisen rühren aus der Erziehung bzw. Kindheit. Aber ich finde, man kann auch nicht immer alles darauf schieben. Irgendwann ist man "sein eigener Herr". Und dann sollte man sich auch mal Gedanken darüber machen, ob das alles so richtig ist, was man selbst tut! Dinge hinterfragen, den Sachen auf den Grund gehen... Besonders dann, wenn man nur noch unzufrieden oder depressiv ist, pessimistisch durchs Leben geht und irgendwie mit sich selbst nicht mehr klar kommt. Wenn man z. B. schon x-Mal versucht hat, mit seinen Eltern zu reden über Verhaltensweisen, die sie an den Tag legen, die man einfach nicht mag. Und sie es - wenn man erwachsen ist - immer noch nicht sein lassen. Ja, dann muss man den Abstand suchen - finde ich! Anders geht es nicht. Aber meiner Meinung nach ist das auch nur eine vorübergehende Lösung. Ich finde auch, dass wir an solchen Dingen wachsen und uns ziemlich weiterentwickeln. Aber auch nur dann, wenn wir selbst erkannt haben, worum es hier eigentlich geht. Wenn wir mit uns selbst ins Reine kommen und uns selbst erforschen wollen. Denn wenn wir uns immer noch über unsere Eltern und diese ganzen Dinge aufregen, selbst wenn wir schon 40 sind (dann hab ich ja noch ein paar Jährchen *g*), dann stimmt etwas nicht! Und zwar ist es dann die Ablösung, die fehlt... Die Anerkennung usw., alles das, was wir uns ein Leben lang von unseren Eltern ersehnt haben... Davon muss man einfach Abstand nehmen - und im gleichen Zug nicht unbedingt den Kontakt abbrechen. Man muss nur seine Einstellung ändern! Man kann sich nicht ein Leben lang von seinen Eltern abhängig machen (es geht ja gerade um diese Verhaltensweisen - Liebesentzug, wenn man sich nicht so verhält, wie sie das wollen usw.) und sich deshalb schlecht fühlen!! Und es auch so an seine eigenen Kinder weitergehen... Aber um das zu erkennen, ihr wisst es ja bestimmt, braucht man oft sehr lange...

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