Lösung aus der Co-Abhängigkeit - auf in ein schönes Leben?!

  • Hallo allerseits,
    ein paar von euch kennen meinen ersten Thread mit Sicherheit :https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…ftopic3880.html, aber jetzt möchte ich doch mal auf ein paar andere Dinge hinaus.

    Ich bin seit meiner Trennung im Oktober 2006 von meinem alkoholabhängigen Mann dabei, mich sehr mit mir selbst auseinanderzusetzen. Lese viele Bücher, mache mir viele Gedanken. Genieße mein Leben mit meinen 2 Kindern (3 und 5 ) und habe auch vor ein paar Wochen einen sehr netten, zuvorkommenden und liebevollen Mann kennengelernt. Kann aber mit der Situation irgendwie (mit dieser Nähe) total nicht umgehen...

    Bin halt geprägt von Ärschen *g* und nichts anderes gewohnt. Ich bin dabei, mich weiterzuentwickeln, hart zu arbeiten, damit es nicht so weitergeht wie bisher... aber das entwickelt sich alles erst mit der Zeit. Im letzten halben Jahr hab ich echt einen Sprung gemacht - dass ich mich überhaupt getrennt habe hätte ich niemals gedacht. Aber dass es mir auch gut dabei geht, das schon mal gar nicht. Ich bin dabei, die Verhaltensweisen abzulegen, die ich in den letzten Jahren "angewandt" habe, wie zB. das alles über sich ergehen lassen oder dieses ewige Aufopfern für nichts und wieder nichts oder eher gesagt für einen Arschtritt, den man dann hinterher noch immer bekam.

    Die Aufregung, der vertraute "Knoten im Bauch" - all das ist nicht da bei dem Mann, den ich kennengelernt habe, und weil es früher zu meinem Gefühl von Liebe einfach dazugehörte, hab ich Angst, dass dieser Beziehung (oder wie man das auch immer nennen soll) etwas Entscheidendes fehlt. Was fehlt ist die Verrücktheit, der Schmerz, die Angst, das Warten und Hoffen. Er hat diese ganzen "Qualitäten" schon, die ich bei den Männern eigentlich schon ewig gesucht habe. Ich hab lediglich erfahren, wie es war, als ich es nicht hatte und meinte, mich mächtig anstrengen zu müssen, um es doch noch zu bekommen... Nun weiß ich überhaupt nicht, wie ich damit umgehen soll, wenn ich das habe, was ich haben will! Ich bin an Sehnsucht und Ungewissheit gewöhnt. Das bewirkt eine Menge Aufregung und das bewirkte Herzklopfen. Will er, will er nicht... Wird er, wird er nicht...Nicht zu haben was man will ist viel stimulierender, als es zu bekommen... Auf jeden Fall war das bisher immer so - und das auch nicht bewusst... Durch die vielen Bücher ist mir das alles erst nach und nach bewusst geworden.

    Angst spielt dabei natürlich eine sehr große Rolle, aber auch, weil man sonst (und das war bei mir wirklich immer so) in jeder Beziehung kämpfen musste, um Liebe, um Anerkennung, um Beachtung, um was auch immer... Und das hat die Beziehung dann lebendig gemacht (ich weiß, ist krank, ist aber so). Weiß nicht, wie ich das anders beschreiben soll... Mit „Arschlöchern“ kommt nie Langeweile auf, weil man ständig streitet, diskutiert, macht, tut (ist zwar nichts Tolles, aber irgendwie Bewegung), und man in der Beziehung ständig unter Strom steht. In einem Buch stand mal: "Ein liebevoller, zärtlicher Mann wird Ihren Adrenalinpegel nie so hoch treiben, wie..." Und das ist bei mir - wenn ich an ihn denke - genauso. Ich stelle diese "Beziehung" (oder wie man das auch immer zwichen uns nennen soll) immer wieder in Frage, weil ich es irgendwie schon als selbstverständlich betrachte, denn ich weiß, wie viel ihm an allem liegt. Ich weiß, dass er für mich da bist. Es gibt keinen Grund dafür, "besessen" zu sein und ihm zB. krankhaft hinterher rennen zu müssen (so wie sonst)... All diese starken Gefühle früher (Aufregung, Vorahnung, auch Furcht) ergeben zusammen eine explosive Mischung, die dann Liebe genannt wird, obwohl es alles andere war als das! Wenn uns dann etwas widerfährt, das nicht so "verrückt" ist, dann können wir nicht damit umgehen, wir "Frauen, die zu sehr lieben" ;) Dieser Begriff kommt im Buch sehr oft vor. Und das stimmt wirklich alles! Kann das echt auf mich übertragen!

    Bei ihm fühle ich mich sicher! Wir können stundenlang reden, und er gibt mir Halt! Das kenne ich so in dieser Art und Weise nicht. Und damit komme ich irgendwie nicht zurecht. Das heißt nicht, dass ich es nicht schön finde - im Gegenteil! Aber diese Nähe, die fühlt sich irgendwie auch bedrohlich an... Ich versuche nicht mehr, irgend etwas Besonderes zu machen, damit er mich "toll" findet. Er hat auch so Interesse an mir. Und alles andere ist auch so einfach. Manchmal denke ich, es ist alles viel zu einfach ;) Kaum beginnt man, sich zu entspannen, fürchtet man sich auch schon wieder, dass das gar keine Liebe ist, weil man nicht besessen ist und weil es einem - ja - einfach zu angenehm vorkommt... und das bin ich überhaupt nicht gewohnt. (Wenn ich das hier so schreibe, dann denke ich wirklich, ich bin verrückt.) Und natürlich hab ich auch Angst davor, meinen "Panzer" zu verlieren, mein Schutzschuld gegen tiefe Verletzungen. Er ist jemand, dem alles daran liegt, diese Nähe zu mir aufzubauen, und in mir bricht Panik aus... Und ich fühle mich irgendwie unwohl. Das ist die Angst vor dem Unbekannten. Alles komplex und irrational, ich weiß.

    Er steht so zu seinen Gefühlen und diesen ganzen Dinge... das finde ich einfach super! Aber ich kann damit nicht umgehen. Seitdem ich ungefähr 20 Bücher über Alkoholismus gelesen habe, bei der Suchtberatung im Oktober war, und klipp und klar meinen Standpunkt dargestellt habe über die ganze Situation usw und auch als ich mit meinem Ehemann bei der Eheberatung war (1x)..., seitdem entwickel ich mich weiter. Da hat es bei mir irgendwie klick gemacht. Wie so einen Hebel, den man umschaltet. Und man weiß, was zu tun ist, muss das Ganze aber auch umsetzen! Dann hab ich ja auch noch dieses Forum, ohne das ich mich NIEMALS getrennt hätte (glaube ich) usw. Naja, ich beschäftige mich auf jeden Fall sehr damit und möchte auch immer die Ursachen für alles verstehen.

    Ja, und das habe ich mir ja auch im ernst schon mal überlegt. So was tut sich doch keiner freiwillig an. Eine alleinerziehende Mutter mit einem durchgeknallten, alkoholabhängigen Mann, der sie ständig nervt... und man nie mal ein paar Stunden für sich hat, weil ständig die Kinder dazwischenhängen. Das kann ich wirklich nicht ganz nachvollziehen...

    So, ich denke, das reicht fürs Erste ;)
    Habt ihr auch so komische Gedanken und so Probleme, eine neue Partnerschaft einzugehen?

    PS: Manche erinnern viele Sätze dieses Threads mit Sicherheit an ein Buch, das sie schon einmal gelesen haben. Habe einiges davon übernommen. Aber es sind alles die Gefühle, die sich zur Zeit in mir abspielen...

  • Liebe Ayki,

    ist es nicht normal, dass man sich einen Panzer aufbaut?

    Du hast in Deiner Ehe soviel erlebt, dass es eigentlich für ein ganzes Leben reichen würde.

    Das Du jetzt ganz behutsam an die Sache ran gehst finde ich ganz normal!

    Du hast Dir in den letzten Monaten ein Leben aufgebaut, für Dich und Deine Kinder!

    Da ist es sicher nicht einfach, einen anderen Mann so einfach "eindringen" zu lassen!

    Ich kann Deine Ängste und Sorgen sehr gut versten!

    Gehe es behutsam an! Lasse nur soviel zu, wie Du auch bereit bist anzunehmen!

    Es ist ganz sicher eine schwierige Situation, aber auch Du wirst wieder lernen, Dich fallen zu lassen! Das konntest Du ja all die Jahre nicht!

    Du hast Dir und Deinen Mäusen ein schönes, zufriedenes Leben erarbeitet, also geniesse es.

    Alles andere ergibt sich von alleine, wenn es denn so sein soll!

    Liebe Ayki, ich wünsche Dir von Herzen alles Glück dieser Erde, aber lass es einfach auf Dich zukommen!

    Lieben Gruß an Dich
    Speedy

  • Hi Ayki,

    Zitat

    Lese viele Bücher, mache mir viele Gedanken

    Das ist sicherlich ein Knackpunkt. Du beschäftigt Dich immer noch viel zu viel mit der Sucht Deines (Ex)Mannes. Warum ? Du hast dich getrennt - Du willst keinen Neuanfang - PUNKT ! Auch das beinhaltet das Loslassen. Welche Informationen suchst Du eigentlich noch ? Wo hast Du das Gefühl, dass Dir noch "Wissen" fehlt ?

    Zitat

    Die Aufregung, der vertraute "Knoten im Bauch" - all das ist nicht da bei dem Mann, den ich kennengelernt habe, und weil es früher zu meinem Gefühl von Liebe einfach dazugehörte, hab ich Angst, dass dieser Beziehung (oder wie man das auch immer nennen soll) etwas Entscheidendes fehlt.

    Ayki, das war aber doch keine positive Aufregung - keine Schmetterlinge im Bauch ! Das war Adrenalin pur welches immer wieder ausgeschüttet wurde, weil man nie wusste - was passiert jetzt wieder ? All die Ahnungen und Vorahnungen - das Verletzt werden - den Ärger - das "runtermachen" der eigenen Person.
    Du musst lernen, dass diese Gefühle nichts mit Liebe zu tun hatten. Steig in eine neue, noch schnellere und gefährliche Achterbahn - der "Kick" ist der gleiche.

    Dieser Mann den Du jetzt kennengelernt hast strahlt sicherlich Ruhe und Sicherheit aus. Du kannst dich anlehnen, sein wie Du bist - aber auch das muss man erst mal annehmen können. Auch das gehört zum "loslassen". So wie Du das alles gerade siehst zeigt eigentlich, wie unentschlossen Du tatsächlich noch bist.

    Zitat

    Bei ihm fühle ich mich sicher! Wir können stundenlang reden, und er gibt mir Halt! Das kenne ich so in dieser Art und Weise nicht. Und damit komme ich irgendwie nicht zurecht. Das heißt nicht, dass ich es nicht schön finde - im Gegenteil! Aber diese Nähe, die fühlt sich irgendwie auch bedrohlich an... Ich versuche nicht mehr, irgend etwas Besonderes zu machen, damit er mich "toll" findet. Er hat auch so Interesse an mir. Und alles andere ist auch so einfach. Manchmal denke ich, es ist alles viel zu einfach Kaum beginnt man, sich zu entspannen, fürchtet man sich auch schon wieder, dass das gar keine Liebe ist, weil man nicht besessen ist und weil es einem - ja - einfach zu angenehm vorkommt... und das bin ich überhaupt nicht gewohnt. (Wenn ich das hier so schreibe, dann denke ich wirklich, ich bin verrückt.) Und natürlich hab ich auch Angst davor, meinen "Panzer" zu verlieren, mein Schutzschuld gegen tiefe Verletzungen. Er ist jemand, dem alles daran liegt, diese Nähe zu mir aufzubauen, und in mir bricht Panik aus... Und ich fühle mich irgendwie unwohl. Das ist die Angst vor dem Unbekannten. Alles komplex und irrational, ich weiß.

    Wo bleibt Dein Selbstvertrauen Ayki ? Nimm doch einfach mal etwas von jemand anderen an. Hinterfrage nicht schon wieder, sondern genieße ! Seine Macken wirst Du noch kennenlernen :wink: und er wird sie haben; wie wir alle.

    Eines kannst Du mir glauben, würde Dein Mann nicht mehr trinken, sich dem "Trockenwerden" öffnen, neu gelerntes umsetzen - wärst Du fast am gleichen Punkt wie jetzt. Weist Du womit ich jetzt gerade idiotischerweise kämpfe ? Mit Langeweile und einer Erwartungshaltung. Jeder von uns beiden wendet seine Strategie an - irgendwie belauern wir uns gegenseitig und haben noch keine neuen Gemeinsamkeiten finden können. Irgendwie leben wir gerade WG-Leben.

    Zitat

    ...mit einem durchgeknallten, alkoholabhängigen Mann, der sie ständig nervt

    So richtig fair ist Deine Denkweise nicht ! Warum nennst Du ihn durchgeknallt ? Du hast sein komplettes Leben auf den Kopf gestellt, Du hast Dich getrennt und Du hast seine letzte Hoffnung begraben. Er ist verletzt, seine Ansätze kommen ihm mom. sinnlos vor und er muss jetzt erst mal zu sich selber finden. Verletzter Stolz und Eitelkeit führen oft dazu, dass man dem anderen auch noch mal richtig weh tun möchte !
    Du hast Dich immer noch nicht ganz gelöst Ayki - und deswegen bist Du für eine neue Beziehung noch nicht bereit.

    Wünsche Dir, dass Du zur Ruhe kommst und völligst entspannt einen zufriedenem lieben Menschen wieder vertrauen schenken kannst.

    LG
    Diandra

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • @Speedy

    Zitat

    Es ist ganz sicher eine schwierige Situation, aber auch Du wirst wieder lernen, Dich fallen zu lassen! Das konntest Du ja all die Jahre nicht!


    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Das ist es - das Fallen lassen! Es fällt mir unheimlich schwer!

    Diandra

    Zitat

    Das ist sicherlich ein Knackpunkt. Du beschäftigt Dich immer noch viel zu viel mit der Sucht Deines (Ex)Mannes. Warum ? Du hast dich getrennt - Du willst keinen Neuanfang - PUNKT ! Auch das beinhaltet das Loslassen. Welche Informationen suchst Du eigentlich noch ? Wo hast Du das Gefühl, dass Dir noch "Wissen" fehlt ?


    Ich lese Bücher über die Co-Abhängigkeit und über Frauen, die zu sehr lieben zB. Vor einem halben Jahr hab ich Bücher gelesen über Alkoholismus usw.
    Jetzt beschäftige ich mich ausschließlich mit mir und meinem Leben!!

    Zitat

    Warum nennst Du ihn durchgeknallt ?


    Dass er verletzt ist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich nenne ihn durchgeknallt, weil er einfach unberechnenbar ist. Er hat zwei Gesichter, man kann sich nicht auf ihn und sein Wort verlassen. Mein Satz ging eher in diese Richtung... War vielleicht nicht so ganz richtig ausgedrückt.

    Zitat

    Du hast Dich immer noch nicht ganz gelöst Ayki - und deswegen bist Du für eine neue Beziehung noch nicht bereit.


    Ich weiß nicht. Meinst du wirklich, dass das so ist? Ich denke eher nicht. Ich glaube, ich muss einfach weiterhin an mir arbeiten. Und mir nicht so viele Gedanken über alles machen. Ich rede viel mit ihm darüber - über die ganze Problematik, und er weiß viel über mich - ich auch über ihn. Das finde ich wichtig. Dass man viel redet (wir telefonieren mindestens 1,5 Std. pro Tag). Und auch dass man sich so etwas nicht verschweigt!

    Hobbit

    Zitat

    Tut dir die Beziehung gut?


    Ja, er tut mir gut! Und ich versuche ab jetzt, zu genießen!

  • Hallo Ayki,

    ich bin zwar von der anderen Fraktion, kann das aber gut nachvollziehen. Hätte ich ex und hopp gemacht, hätte sich alles bei uns anders entwickelt. Du hast Deinen Weg gefunden, wir unseren. Tatsache ist, dass ich mir oft überlegt habe, was machst du eigentlich, wenn es dich irgendwohin treibt und das doch eher mit Skepsis und Ablehnung betrachtet habe, trotz all der beflügelnden Gedanken.

    Ich denke, das Fallen lassen wäre sehr schwierig geworden und meine Beine schnell, aber sie wären langsamer geworden. PS, ich liebe Dich, beschreibt sehr schön was in uns abläuft. Das Zauberwort heißt nicht Liebe, Streit, Hass, Federn fliegen lassen und S.., es ist einfach Kommunikation, der Austausch von Anerkennung, Achtung, Respekt und „sprich mit mir“ und das hast Du jetzt.

    Genau wie Du es beschreibst, begann unsere Beziehung vor 3 ½ Jahren und fast wäre es durch etwas beendet worden, was wir nie gedacht hätten. Als ich von Komaerwachen und Scheidung schrieb, war das nicht dahergeredet, kein Angstmachen, das war endgültig, felsenfest beschlossene Sache und auch Dein „das denke ich nicht“ hat dazu beigetragen.

    Warum sollst Du verrückt sein? Weil da etwas Unbekanntes ist? Etwas Neues? Ist das nicht viel schöner als all die Kicks zusammen? Nimm es einfach, genieße es, was immer daraus wird, wir sind alle wachsam geworden und können jeder Klinge ausweichen, weil wir etwas Unschätzbares gelernt haben, hier.

    Ayki, ich habe seit 30 Jahren den Führerschein, fahre selten nach Vorschrift, mit dem Auto unfallfrei, bin vielleicht auf paar Punkte gekommen, vorausschauend, denke für andere mit, aber ich weiß, dass mich genau dann, wenn ich es nicht erwarte, jemand abschießen kann. Deshalb wird trotzdem weiter gefahren und der dickste Panzer kann mich nicht davor schützen.

    Für dieses „Umgehen“ brauchst Du keine dreißig Jahre, das liegt jetzt in Deiner Hand.

    Lieben Gruß kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Kaltblut,
    danke für deine Worte! Du weißt, wie sehr ich sie schätze!

    Zitat

    Das Zauberwort heißt nicht Liebe, Streit, Hass, Federn fliegen lassen und S.., es ist einfach Kommunikation, der Austausch von Anerkennung, Achtung, Respekt und „sprich mit mir“ und das hast Du jetzt.


    Da hast du Recht! Es ist so schön, mit jemandem über Gott und die Welt zu reden und immer wieder ein neues Thema zu finden, ohne dass es langweilig wird! Und auch manchmal einfach nur die Stille und Ruhe zu genießen, die der andere einem übermittelt...

    Zitat

    Für dieses „Umgehen“ brauchst Du keine dreißig Jahre, das liegt jetzt in Deiner Hand.


    Ich weiß, und ich bin dabei, das alles in die Tat umzusetzen, aber es fällt mir nicht leicht!

    LG und einen schönen Abend noch!! AYKI

    PS: Wie wäre es, wenn du ganz schnell dein Buch fertig schreibst, damit ich es mir zur Hand nehmen kann ;)

  • Hallo Ayki,

    Du gehst Deinen Weg. Konsequent und beharrlich. Das gefällt mir und ich bewundere Dich teilweise für die Konsequenz, die Du an den Tag legst. Du hast sehr viel geschafft im letzten halben Jahr und ich finde, darauf kannst Du getrost stolz sein.

    Die Unsicherheit, was Deine neue -vielleicht noch ganz zarte - Beziehung betrifft, ist nachzuvollziehen. Bis jetzt mußtest Du Dich für Annerkennung und Liebe abstrampeln, mußtest sie vielleicht auch einfordern. Und hast sie vielleicht doch nicht immer bekommen, wenn Du sie brauchtest.

    Und nun ist da ein Mensch, der Dir vielleicht Gefühle und Aufmerksamkeit schenkt ohne, dass Du Dich dafür verrenken mußt. So ganz uneigennützig eben. Das ist schön aber ungewohnt.

    Aber ich schätze Dich als eine ganz starke junge Frau ein. Und darum glaub ich auch, daß Dein Gefühl und Dein Bauch Dir schon sagen, was für Dich richtig ist.

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute.

    Nur eines verstehe ich nicht ganz:

    Zitat

    Ich glaube, ich muss einfach weiterhin an mir arbeiten.

    Was willst Du noch an Dir verändern? Magst Du Dich? Hast Du Dich selber lieb?

    Diese Fragen sollen auf keinen Fall provozierend auf Dich wirken. Ich habe selber nur die Erfahrung, dass ich mich erst lernen musste, mich selber zu lieben, um zufriedener zu werden.

    Herzliche Grüße - sunas

  • Hallo Sunas,

    Zitat

    Was willst Du noch an Dir verändern? Magst Du Dich? Hast Du Dich selber lieb?


    Ich möchte mich immer weiterentwickeln, und meinen Weg auch weiterhin gehen. Keine Rückschritte machen, sondern immer nur nach vorne schauen! Ja, ich mag mich wieder nach all den Jahren. Ich schätze mich als Mensch und bin sehr stolz auf mich, dass ich so weit gekommen bin. Aber ich weiß auch, dass ich noch lange nicht das Ziel erreicht habe, wo ich hin möchte. In ein - ohne Wenn und Aber - unabhängiges Leben mit meinen Kindern. Ein Leben voller Offenheit, voller Vertrauen und Liebe, das ich zu schätzen weiß... und diese ganzen Dinge auch wieder von anderen annehmen kann!!

  • eieieieieieiei, das kenne ich!

    Weisst du, als ich aus der Beziehung mit dem Vater der beiden Kleinen kam, habe ich einen Panzer um mich herum gebaut.
    Ich konnte nicht damit umgehen, dass mein jetziger Mann zu seinem Wort steht. Ich habe immer auf den Knall gewartet....

    Er kam von der Arbeit nach Hause - sein Vorgänger nicht, er trieb sich sonstwo rum.
    Er ging einkaufen - und kaufte auch ein - sein Vorgänger nicht, der versoff das Geld und ich stand mit nichts da.
    Er sagte, wir machen das jetzt - sein Vorgänger sagte zwar viel, aber tat es nicht.

    Diese Liste kannst du beliebig lang weiterführen.
    Die Ehe hat dich geprägt, du hast Schwierigkeiten zu glauben, dass ein Mann dich um deiner selbst Willen liebt - das musst du lernen!
    Vertrauen ist auch nicht von Anfang an da - es muss erlernt werden!

    Genieß es einfach und mach dir nicht zu viele Gedanken, denn wenn du immer nach Fehlern suchst, bist du wirklich noch nicht bereit für eine neue Beziehung! Man kann nie im voraus sagen, wie sich was entwickeln wird...man muss es leben und mit offenen Augen durch die Welt gehen
    :)

    Schönen Sonntag
    Heike

  • Hi Pott,
    ja, ich weiß! Ich versuche immer etwas mehr Offenheit zu zeigen, ihm Vertrauen zu schenken. Denn er ist wirklich ehrlich zu mir, das weiß ich! Irgendwie suche ich auch nicht nach Fehlern. Es fühlt sich nur alles so ungewohnt an... ungewohnt schön ;) Ich genieße es, die wenige Zeit, die mir dafür zwischen dem Alltag (der Arbeit und den Kindern) übrig bleibt. Und ich merke, wie ich jeden Tag ein Stückchen mehr auf ihn zugehen kann. Und das tut verdammt gut! Aber es muss alles ganz langsam gehen - sonst wird es mir sofort zu viel - das merke ich auch! Ich bin froh, dass ich mich nicht verstecken muss hinter meiner Vergangenheit, und dass er bescheid weiß! Das kann nur nützlich sein, denn nur so kann er mir dabei helfen bzw. mich dabei unterstützen, dass ich mich wieder auf etwas Neues einlassen und "frei" sein kann... Frei von Sorgen, Ängsten, Enttäuschung und den ganzen Dingen, von denen die gesamte letzte Beziehung/Ehe einfach geprägt war.

    Danke für eure Antworten!
    Sie helfen mir jedes Mal richtig weiter! Ich wünsche euch allen einen schönen, sonnigen Sonntag. Hier scheint die Sonne, und wir werden gleich mal spazieren gehen 8)

  • Hallo Ayki....ich habe deine ersten Zeilen gelesen oben und gemerkt, GENAU DAS geht grad in mir vor, hat mich letzte Nacht ausrasten lassen....dieses Rauschgefühl, dieses Auf und Ab der Gefühle, dass ich erst zum Teufel gewünscht habe und nun, wo NICHTS mehr kommt von ihm, er mich sozusagen in Ruhe lässt, ich entzugsartig aufschreie und nun ICH den Kontakt suche um wieder an meine "Droge" zu kommen.

    Nur um gleichzeitig zu wissen, dass der Rausch (ich liebe dich doch über alles, du bist mir doch der wichtigtste Mensch) kurz ist und die Enttäuschung gleich immer wieder mit im Gepäck ist, weil sich nie nichts ändern wird.

    Käme jetzt wohl ein netter, normaler selbstbewusster Mann auf mich zu und zeigte Interesse OHNE dass ich für ihn irgendwas tun könnte, nichts finden würde, wo ich ihm weiterentwickeln helfen wollte, weil da nichts wäre oder aber es ganz allein schafft - Schreck! Ich müsste mich ja mangels Masse auf meine EIGENEN Nicht-Weiterentwicklungen zurückkonzentrieren! Oder schlimmer, ER könnte anfangen, MIR helfen zu wollen...geht ja gar nicht, dann müsste ich ja zugeben, mit mir stimmt was nicht, ICH bin doch nicht schwach und will es auch nicht sein und lass mir nicht helfen! Klar beschwer ich mich über Dinge in meinem Leben, die mich depri machen und an denen ich doch nix ändere...würd dem das dann auf den Keks gehen, auwei, würd er dann konsequent sein und eine Selbstauseinandersetzung mit mir fordern, würd ich wahrscheinlich auch ......alles entschuldigen, verdrehen, mir klein und mies vorkommen und zu guter Letzt ihn verlassen. Und mir wieder einen suchen, der ein Problem hat...der mich braucht und liebt für das, was ich für ihn tue...hab ich alles schon gehabt, diese beiden Arten Männer wechseln sich ab in meinem Leben.

    ...und täglich grüßt das Murmeltier!

    Ich finde es toll, dass dir ein Mann begegnet ist, der dir nach allem was geschehen ist, die "schönen" Seiten des Lebens wieder näher bringen kann und wünsche euch alles Gute, lacht und liebt! :)

    Gruß
    Leominda

  • Hallo alle zusammen,
    ja, Liebe war das nicht! Das weiß ich jetzt auch. Denn gerade sehe ich, wie sich Liebe wirklich anfühlt, wie bedingungs- und selbstlos sie ist. Ich bin dabei, zu versuchen, sie anzunehmen. Und jeden Tag kann ich ein Stück mehr auf ihn zugehen. Es tut so gut, einfach nur in seinen Armen zu liegen und zu reden *g* Die letzten Tage waren einfach nur schön! Und endlich bin ich dabei, mich zu öffnen. In kleinen Schritten, aber es funktioniert...

  • *grinsel* - na endlich - genau das wollen wir lesen :wink:

    Kein theoretisches was wäre wenn ... - einfach nur annehmen, glücklich sein und endlich mal das Thema Co in den Hintergrund schieben und das andere sowieso.

    Liebe Ayki, weiter so - die Sonne lacht, Ayki lacht :P jetzt wird gelebt.

    LG
    Dia

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • *lach*

    Genau, und das Gleiche tust du hoffentlich auch ;) Leben meine ich. Und nicht grübeln, ärgern oder sonst was... Ich hoffe, es geht dir gut!?!

  • Danke Ayki,

    es geht mir gut. Ja, ich lebe und mach das wozu ich Lust habe, gegrübelt wird nicht :D tja und gegrummelt wird schon hin und wieder :roll:

    Und in 4 Tagen habe ich Urlaub :P

    LG
    Dia

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • Hi Dia,
    freut mich für dich. Hoffentlich hast du dann auch noch so schönes Wetter wie zur Zeit! Das wäre ja dann doppelt schön :lol: Ich hätte auch mal gerne ein paar Tage frei, aber das dauert noch ca. 2 Monate... So, dann machs mal gut! Und grummel ruhig weiterhin *g*

  • Ich hatte ein wahnsinnig schönes Wochenende! Trotz allem fällt es mir unheimlich schwer, mich GANZ drauf einzulassen und mich z. B. auch in der Öffentlichkeit mit ihm zu zeigen... Es ist irgendwie wie verhext... Er ist unheimlich liebevoll und ich genieße einfach die Zeit mit ihm. Sie vergeht wie im Fluge... Trotzdem ist es anders als sonst, und ich frage mich, wie lange das noch so weitergehen wird... Es könnte echt was Ernstes draus werden. Wenn ich mich drauf einlasse (hab ich das nicht schön längst), aber ich bin einfach blockiert... es geht schon besser, jeden Tag kann ich etwas mehr auf ihn zugehen... aber es ist anders und fühlt sich komisch an. Weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll... Naja, ich bin halt ein tierischer Kopfmensch, und dieser Kopf, der lässt sich auch einfach nicht abschalten *gggrrrr*. Wünsche euch allen einen schönen, sonnigen, restlichen Sonntag!!!

  • Hab mir viele Gedanken gemacht... Ich glaube, ich möchte einfach nichts Festes zur Zeit. Mich nicht binden, einfach frei sein und die Zeit genießen. Mein Leben leben halt, ohne die zusätzliche "Verpflichtung" einer Beziehung (Verpflichtungen und Verantwortung habe ich im Moment weitaus zur Genüge)... Klar war auch das WE super schön, aber jetzt immer aufeinanderhocken? Ich weiß nicht so recht... Ich brauche irgendwie zur Zeit sehr viel Zeit für mich, ich bin weitaus egoistischer als früher - das ist ganz komisch. Ich komme mir NICHT schlecht dabei vor - im Gegenteil - es tut irgendwie richtig gut, an sich zu denken, und das zu tun, was man WIRKLICH möchte! Ich hab mich echt verändert... Das ist glaube ich NICHT die Angst vor Nähe. Das ist einfach das "für sich sein", Entscheidungen treffen, an sich selbst denken, leben, Spaß haben, genießen... Klar, eine feste Beziehung mit allem Drum und Dran, wer möchte die nicht?! Aber ich frage mich immer mehr, ob ER wirklich der Richtige dafür ist? Und ob das mit mit ihm und meinen Kindern usw. passen würde etc. Ich mache mir zu viele Gedanken, um abzuschalten, und das zeigt mir irgendwie, dass ich es nicht RICHTIG will... Ich verbringe gerne meine Zeit mit ihm, bin gerne mit ihm zusammen und auch sonst verstehen wir uns super. Ich hab eben versucht, das Thema anzusprechen, da kam aber wieder etwas dazwischen (dieses Mal mein kranker Sohn)... und ich werde weiter dran bleiben. Denn ehrlich sein möchte ich schon... er bedeutet mir nämlich sehr viel! Aber es nervt mich auch schon wieder, dass ich mir jetzt darüber nur den Kopf zerbreche. Das möchte ich einfach nicht. Daran muss ich nun arbeiten ;) Er sagt zwar, er hätte keine Erwartungen, er wüßte schließlich, worauf er sich eingelassen hätte... aber das nehme ich ihm nicht so ganz ab... manchmal merke ich es an bestimmten Äußerungen, dass er schon etwas mehr erwartet, das ich aber nicht bereit bin zu geben. Nämlich meine Zeit, die ich ab und zu gerne anderweitig verbringen möchte - und wenn es nur mit mir selbst ist. Füße hoch und Glotze an *g* Ja, so ist das! Seltsam, ich bin wie verwandelt... so was kannte ich bisher noch nicht. Ein anderer Mensch. Und das ist gut so! Etwas wirr, aber mir war gerade danach, euch das mitzuteilen *lach*

    Eine gute Nacht!!

  • Hallo Ayki :D

    na das klingt doch ganz danach, dass Du jetzt all das für Dich umsetzt, was Du Dir hart erarbeitet hast.

    Eine neue Beziehung bedeutet doch nicht, gleich wieder in alte Verhaltensmuster reinrutschen zu müssen. Du weißt was Du willst und das ist auch gut so !

    Was wurde Dir zu Anfang gesagt ? Es muss nicht unbedingt daraus direkt wieder eine feste Beziehung werden. Geniesse und lebe! Wenn Du Vorbehalte hast - raus damit. Jedenfalls hast Du miterlebt, dass Du für andere Menschen interessant bist, dass man sich mit Dir beschäftigt und das man Dir sogar Gutes tun will.

    Also nicht alles zerdenken. Nicht wieder "Kopfkino" einführen. Reden und Zuhören und dann - wie Du es gelernt hast - Dir das Beste daraus aussuchen!

    Auch das wirst Du schaffen :D

    LG
    Dia

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • Kopfkino ist echt das richtige Wort für alles, was in mir zur Zeit so vorgeht! Ich versuch das mal wieder in den Griff zu kriegen und abzuschalten. Fällt mir im Moment unheimlich schwer! Aber wird schon wieder!

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