Hallo zusammen, ich wollte nur kurz schreiben bevor es wieder zur Uni geht. Heute Abend dann mehr. Ich hatte gestern einen echten Verhaltensrückfall-SuperGAU
. Gestern habe ich einer Kommilitonin auf der Arbeit etwas erlaubt, was eigentlich nicht gemacht werden darf (ohne darauf näher eingehen zu wollen). Es gab dann Probleme, ich musste meinen Chef darüber informieren und es hat einen riesigen Ärger gegeben. Ich hoffe, das hat nicht später irgendwann Folgen für den Job.
Tja, und das wo ich mich in den letzten Tagen so intensiv mit dem Thema Eigenverantwortung und Nein-Sagen beschäftigt habe... Ich habe wieder versagt. Ich hatte in dem Moment einen unendlichen Druck verspürt und habe dem nachgegeben, habe "ja" gesagt wo ich hätte "nein" sagen sollen. Dabei habe ich nichtmal daran gedacht, dass derjenige mich nicht mögen könnte wenn ich ihm das verbiete; es war wirklich ein stumpfer Druck, das Gefühl "Ich kann nicht nein sagen, ich kann ihr das nicht verbieten".
Ich habe mich gestern noch mit einer Arbeitskollegin und in der Gruppe darüber unterhalten; jetzt steht der vorläufige Beschluss, dass ich theoretisch alles weiß und nun üben muss, um das Wissen in die Praxis umsetzen. Anders geht es nicht, da muss ich durch.
Es ging mir gestern wirklich sehr schlecht, ich wollte mich einfach nur wegmachen, konnte mich selbst nicht mehr ertragen. Mich in Wasser legen und mich einfach auflösen und mit mir all den Schmerz, die Erinnerungen und die Schatten in meiner Seele. Suchtdruck hatte ich keinen, ich hoffe darauf, dass da keiner mehr kommen wird.
Heute geht es mir besser, aber ich habe gemerkt, dass Eigenverantwortung zwei Seiten hat: Ich bin für alles Gute in meinem Leben selbst verantwortlich, aber auch für alles Schlechte. Gestern habe ich mir dann was von Letzterem gegeben.
Bis heute abend
Plejaden