Trennung oder finden wir noch einen Weg aufeinander zu ??

  • Hallo Kim,

    ich denke mal, dass allein der Arztbesuch nichts an der Situation ändert, es nur ein erster Schritt ist.
    Sicher kannst du dich mit Gleichbetroffenen hier gut austauschen.

    Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg.

    Gruß, Freund.

  • ... und als Meisterin des Ultimatums empfehle ich Speedy53 (und Lavendel natürlich nicht zu vergessen).

    Gruß, Freund.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (4. Oktober 2007 um 21:08)

  • Hallo kim!
    Woher kennst du mein trinkverhalten?
    Genauso war meine trinkerei, immer den pegel halten (sprich spiegel) und nur nicht auffallen. (dachte ich ) ich habe über jahre so gesoffen und wenn ich mich beobachtet fühlte, konnte ich auch weniger trinken oder mal aussetzen. Habe es aber schnell wieder nachgeholt, so das mein spiegel wieder den level hatte, den ich brauchte um zu funktionieren. Dein mann weiss schon, das mit seinem trinkverhalten was nicht stimmt, wird es aner nicht eingestehen, weil er schon zu tief drin ist. Wenn du glaubst, sie würden es an der arbeit nicht merken, so ist das irrglaube. Sie sagen nur nichts, weil er doch seine arbeit noch gewissenhaft macht. Auch sein umfeld wird nicht viel merken, weil sie deinen mann nicht anders kennen. Das gleich war bei mir. Ging ich auf eine feier, so soff ich vorher mehr um dort nicht aufzufallen. Was glaubst du, wie viel mal meine frau gesagt bekam, das ich nicht viel trank und andere mehr trinken würden als ich. Wer es merkte, war meine familie, die mich eben anders kannten. Was glaubst du, wie viel mal meine frau gesagt hat ich soll nicht so viel trinken. Ich habe ihr versprochen weniger zu trinken aber nie lange eingehalten. Sie drohte mich zu verlassen, bettelte, liebte, hasste, verfluchte, wünschte das ich mich tod soff und vieles mehr. Das alles nutzte nichts, denn sie hielt nicht das was sie versprach uind so soff ich weiter.
    Erst als sie phsychisch am ende war, gab sie auf was an mir zu ändern und holte sich hilfe.
    Sie lies mich saufen und sagte mir das es nicht ihr sache wäre, sondern ich für mich verantwortlich wäre und nicht sie.
    Sie zeigt mir, wie weit ich bei ihr gehen könnte und hielt das ein was sie mir sagte. Sie lies los von den gedanken mir helfen zu wollen, hat mich aber nicht verlassen, weil doch noch hoffnung war, das sich was ändert. Die kraft um das alles ertragen zu können, holte sie sich in einer SHG, wo viele co-abhängige sind die das alles von sich kannten.
    Du kannst an deinem mann nichts ändern aber du kannst was an dir ändern, in dem du ihn zeigst, wie weit er bei dir gehen kann. Als meine frau sich nicht mehr um mich kümmerte und mich machen lies was ich wollte, ging es mir immer schlechter. Ich wurde vom familienleben isoliert und wenn ich dann streit anfing, ging sie gar nicht darauf ein und sagte nur, das es an mir läge,wenn sich was ändern solle. Um das alles aushalten zu können hatte sie di unterstützung von unseren kindern und ihrem neuen umfeld. Du hast doch auch die unterstützung von deiner schwiegermutter. Gehe doch mal auf in eine beratungsstelle und hole dir dort informationen, wie man mit alkoholkranken umgeht. Gehe in eine Shg, denn dort sitzen die richtigen menschen, die sich mit deinem problem auskennen und dir die unterstützung geben und dir hilfreich zur seite stehen.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich alk und co-alk

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hi Kim,

    Zitat

    Mein Problem war (vielleicht auch immer noch ist) u.a. , dass man nichts merkt von dem Alkoholkonsum, es ist kaum etwas konkretes vorhanden.
    Unser Leben läuft korrekt weiter. Nur mein Verhältnis zu meinem Mann wird immer schlechter. Ich habe mich immer weiter von ihm zurückgezogen, weil ich keine Lust mehr hatte, mit ihm auf der Coach abzuhängen, mitzutrinken. Unsere Gesprächsthemen werden immer weniger, außer Kinder und vielleicht noch Beruf.


    Ich kann das alles super gut nachvollziehen! Zieh es nicht unnötig in die Länge... Viel Glück für deinen Weg und für das Gespräch!

  • Zitat

    Auf Alkohol ganz verzichten würde er niemals. Ich könnte nur Forderungen stellen.


    Das mit den Forderungen kenne ich nur allzu gut! Meiner hat auch immer gesagt, ich würde nur Forderungen stellen. Und wenn er jetzt darauf eingehen würde (keinen Alkohol mehr zu trinken), dann käme doch eh die nächste Forderung meinerseits :roll: alles nur Ausreden, um von der Sucht abzulenken!!

    Zitat

    Ich habe keine handfesten Argumente in der Hand.


    Du brauchst keine Argumente. Sein Konsum stört dich. Entweder er trinkt nichts mehr, oder du trennst dich. Punkt!

    Zitat

    Am Montag fahren wir mit Tochter / Freundin eine Woche in ein Ferienhaus an die See. Ich möchte die beiden Mädchen ungern mit meinem Mann alleine fahren lassen. Lust habe ich gar keine. Aber auf eine Woche kommt es wohl jetzt auch nicht an.


    Dreh den Spieß doch um: Nimm die Beine in die Hand und fahrt ohne deinen Mann! Das ist DIE Gelegenheit, um einen klaren Kopf zu bekommen und Abstand zu gewinnen. Und um deinem Mann noch einmal deutlich zu zeigen, wie ernst du es meinst! Mach dir ein paar schöne Tage ohne ihn! Und lass dich nicht weiterhin so behandeln! Du musst ihm endlich Grenzen setzen! Du hast noch genau 2 Tage, um dir den Weg rauszusuchen (das wäre mein Problem, denn ich hab's überhaupt nicht mit der Orientierung - dafür sind ja normalerweise die Männer zuständig :-)) Du hast mit dem Gespräch den ersten Schritt getan. Mach weiter, und bleib nicht stehen!

  • Hallo Kim,

    na ja, das war ja klar, dass er nicht sofort einsichtig ist und sagt, ja, du hast Recht und ich trinke nieniemehr Alkohol und alles wird gut! Ich habe auch endlose solcher Gespräche geführt, eigentlich Monologe, denn mein Mann saß dann immer mit so leerem Gesichtsausdruck da, hat auf Durchzug geschaltet. Und dann kamen auch immer nur die Anschuldigungen, also Schuld an seinem Trinken hatte natürlich nur ich, oder das schlechte Wetter, oder das schlechte Fußballspiel, oder das schöne Wetter...aber meistens ich, weil ich keine Lust mehr auf Intimitäten hatte... :(

    Du hast sehr wohl ein gutes Argument, wie Ayki schon schrieb, du kommst mit seinem Alkoholkonsum nicht klar. Also wirst du Konsequenzen daraus ziehen müssen, so ist das. Und wenn er sich auf den Kopf stellt...das wird nicht einfach werden, aber was hast du für eine Wahl. Nur du kannst etwas für dich ändern, niemand anders.

    Die Sache mit dem Urlaub... oje, da kann und will ich nichts zu sagen. Das ist eine schwierige Entscheidung...

    erstmal viele Grüße

    Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • HAllo Kim,
    ich kenne deine Geschichte... ich habe nun 21 Jahre Beziehung hinter mir..immer wieder diskutiert und Hoffnung geschöpft.. Nach der Leugnungsphase kam die Phase der großen Versprechen....Ich höre auf..ich hole mir Hilfe..
    Als unsere erste Tochter geboren wurde fing ich langsam an zu begreifen, dass es weitaus mehr Alkohol ist, als ich immer gedacht hatte.. (überall versteckte Flaschen) Er ging, um mich zu halten zu einem Drogenberatungsarzt..dieser verschrieb ihm Antabus..die mußte er ein oder zweimal täglich nehmen..das fatale daran war, dass man nach der Antabuspille keinen Alkohol trinken durfte..(kann sogar tödlich wirken!!)Mein Mann hat die Pillen geschluckt und trotzdem heimlich getrunken...
    Erst als ich mein Ultimatum setzte vor fast 6 Jahren, da ging es mir kurz besser.. er trank ungehemmt ..bis unsere Große sich wünschte, dass er sich helfen lasse..1. Therapie und im Urlaub danach schon das erste Bier!!! Ein auf und ab des Trinkens..des wegsehens meinerseits -des Leugnens seinerseits usw. die zweite Therapie vor 3 Jahren (sonst hätte der Arbeitgeber ihn rausgeworfen) hielt auch nicht allzu lange Seither haben wir auch getrennte Wohnungen.. hat er sich dann aber wieder in mein Leben geschlichen...Seit Anfang Juli kann ich nicht mehr wegsehen..und akzeptiere meine Wahrnehmung..laß mir sie nicht mehr absprechen! Wir sind getrennt! Ich mache meine zweite Therapie ..habe eine Kur gemacht und kümmere mich um mein Leben und das Leben meiner wunderbaren Töchter..die nun auch endlich ihre eigenen Therapiestunden machen...
    Ich bin froh, das Forum entdeckt zu haben.. gerade,wenn ich gefühlsmäßig durchhänge (danke für klare Worte Ayki ;) )
    Auch du schaffst das..viel Kraft Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Zitat

    Ich habe auf jeden Fall jetzt den "schwarzen Peter". Ich muss mich jetzt verändern. Er hat Zeichen gesetzt. Jetzt bin ich daran.


    Das sehe ich völlig anders. Du musst überhaupt nichts tun, außer dich schleunigst auf die Socken machen und die Trennung durchziehen. Vonwegen Zeichen setzen! Lass dich nicht verarschen. Ohne Therapie und Entzug würde ich mich auf überhaupt nichts einlassen. Er will dich nur ruhig stellen. Und bald wird er wieder trinken!

  • Nein, nicht anerkennen. Es ist eh nicht ernst gemeint, denn alleine wird er niemals schaffen, aufzuhören zu trinken! Er hatte genug Zeit, um eine Therapie in die Wege zu leiten. Denn ich denke, du hast oft genug mit ihm über die Probleme geredet! Das hat er nicht getan. Weil er dich nicht ernst nimmt. Zur Zeit will er dich wieder um den Finger wickeln. So ticken Abhängige nun mal. Du musst selbst wissen, was du nun tust... entweder du machst das Spielchen weiterhin mit, oder du durchbrist den Kreis, trennst dich und gehst OHNE IHN deine eigenen Wege! Das wäre das, was ich dir rate...

  • Hallo Kim!

    Ein Zeichen setzt du, indem du deinen nun eingeschlagenen Weg weiter gehst und dich nicht wieder einlullen läßt... Merkst du nicht, dass er dich damit an der Leine hält???r wiegt dich in Sicherheit mit viel schlechten Gefühlen für dich (denn warum sonst, fühlst du dich mit dem schwarzen Peter allein gelassen???)
    Wenn er wirklich etwas ändern will, dann sollte er es für sich tun und nicht für dich oder sonst wen.. dann würde er sich auch professionelle Hilfe holen...allein wird er es nicht schaffen.. (ich habe es selber erlebt...zieh die Bremse und konzentriere dich auf dich und dein Leben..)
    Ich wünsche dir, dass du ganz zu dir selber kommst und DEINEN Weg findest!!
    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

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