mein freund trinkt viel

  • Liebe Leni...kannst Du dein Bett nicht woanders aufstellen, erstmal? Mein Freund trinkt auch...aber selten soviel, dafür jeden Tag. Aber wir haben jeder unsere eigene Wohnung und schlafen nie in einem Bett. Würd ich auch nicht aushalten. Der Alkohol wird Nachts einfach ausgedünstet, das find ich schon eklig. Und außerdem schnarcht er total... durchs trinken.
    ich würd ja sagen Zieh aus! Aber das ist sicher schwer...und vielleicht willst Du es auch gar nicht...
    Mit geht es in dieser Hinsicht so...das ich auch versuche Kontrolle auszuüben...z.B. mit solchen Anrufen... oder Ihm sage mach das mach dies...aber es nützt nix - man fühlt sich dadurch nur verantwortlicher. Wahrscheinlich bist Du auch oft hin- und her gerissen zwischen Liebe und Mögen und dem Trauig sein, Wütend sein und Ekel... So geht es mir zumindest. Und oft frage ich mich warum ich eigentlich noch mit Ihm zusammen bin. Was ich eigentlich an Ihm liebe.

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ja, damit habe ich auch meine Probleme...die Zukunft. Wie soll das alles noch werden? Manchmal denke ich er hat sich noch immer nicht für mich entschieden bzw. sind Ihm viele Sachen wichtiger. Wie z.B. das trinken. Und ich möchte auch irgendwann mal Familie haben. Würde auch gern mal mit meinem Partner zusammen wohnen. Aber eben unter anderen Umständen. Ich möchte auch definitiv mehr Gemeinsamkeit. Wir gehen nie zusammen aus. Und ich hätte auch Angst davor. Angst das er mit steigendem Alkoholpegel kaum noch Notiz von mir nimmt, Agressiv feiert, kein Ende findet, andere Mädels anbaggert etc. Außderdem kann ich kaum noch etwas alkoholisches genießen. Obwohl ich gerne mal nen Wein zum Essen hätte. Ich lege inzwischen unheimlich viel Aufmerksamkeit auf Alkohol trinken...immer und überall. Hab schon ein Problem damit wenn Nachmittags bei ner Familiengeburtstagsfeier ein Wein rausgeholt wird. Er hat sogar schon mal gesagt das er es sehr Schade findet das ich nicht mittrinke, z.B. bei Feiern. Aber ich kann das nicht mehr. Vielleicht ein Glas Wein. Vertrag auch nicht mehr viel. Er hätte gern das ich auch mal mehr trinke. Betrunken bin. Das will ich auf keinen Fall. Ich will nicht so meine Kontrolle verlieren wie er das tut.
    Wenn ich ganz logisch denke sehe ich keine Zukunft. Außer ich vergesse mich und lebe ein Leben welches nicht meins ist.
    Auf der anderen Seite denke ich: Man er ist schon ein toller Mensch, ich kann im Grunde genommen sehr offen und über fast alles mit Ihm reden. Er läßt mir meine Freiheiten und und und. Ich könnte mir auch vorstellen das er ein guter Vater wäre etc.
    Ich kann nur hoffen das er selber merkt das er sich sein Leben so kaputt macht. Ich habe gemerkt das ich nichts machen kann. Außer: Ich kaufe keinen Alkohol für Ihn. Und mache Ihn auf Hilfsangebote aufmerksam. Es graust mir vor Weihnachten. Klar gibts da Bier und Wein etc.
    Manchmal habe ich das Gefühl die halbe Welt ist Alkoholiker. Und um mich drumrum sinds soooo viele.

    Was meinst Du denn, stellst Du dein Bett woanders hin? Ich find das ehrlich gesagt auch n bisschen komisch das viele Leute heute immer noch diese klassische Aufteilung von Schlafen und Wohnen haben...ich möcht, wenn ich mit jemandem Zusammenziehe mein eigenes Zimmer haben...

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Leni und Karotte !

    Ich sehe in Euren Fällen (obwohl ich Karottes Geschichte nicht kenne) große Parallelen zu meinem "Fall".

    Ich kenne diese Wut die man hat, wenn der Partner sich im Suff total daneben benimmt, sich lächerlich macht, schnarcht und im Bett nichts mehr läuft...

    Ich kann nur raten: GETRENNT WOHNEN und KEINE FAMILIE gründen.
    Wenn ihr die anderen Threads hier mal anschaut, wißt ihr wie schlimm es ist Kinder mit einen Alki zu haben.

    @ Leni: Habe das Gefühl, das es für viele "schicker" ist zu sagen das er eine Depression hat als Alkoholsucht.
    Andere denken irgendwie : Für die Depression kann er ja nichts, fürs saufen schon.

    Bei meinem Freund ist es offensichtlich aber er hat auch (gerne Frauen) in der Vergangenheit immer von seiner Depression, seiner großen Verantwortung und Belastung in seinem sehr "außergewöhnlichen" Job, seinen Eltern die ihn immer unter Druck gesetzt haben usw. erzählt und das alle anderen Schuld haben und die ganze Welt so schlecht UND IHN KEINER WIRKLICH VERSTEHT !
    Die Frauen (wie auch ich) sind natürlich ZERFLOSSEN VOR MITLEID.

    Das eigentliche Problem seiner Alkoholsucht haebn andere oft gar nicht so wahrgenommen.

    Getrennt Betten bringen nichts.

    Habt die Kraft ein Ultimatum zu setzten. Eure Partner müssen Eure Grenzen kennen. Wenn sie sie dann überschreiten - AUS !

    Eure Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
    To heal the wounds of lovers past - Until a new one comes along

    (Billy Joel)

  • Hallo Leni,

    es geht doch gar nicht darum ob er ein Alkoholiker ist oder nicht.

    Es geht darum ob es dir gut geht oder nicht.

    Lebe dein Leben so wie du es möchtest.

    Ich bevorzuge das Leben in dem es mir gut geht.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Ihr,

    gestern habe ich mit meinem Freund ein Gespräch geführt. Bevor er trank. Und super toll: Er sieht das er ein Alkoholproblem hat. Total beschissen: Er denk er kriegt es mit dem Willen weniger zu trinken in den Griff und denkt sein abendliches Trinkverhalten ist nicht mit denen zu vergleichen die auch tagsüber trinken, bzw. sich regelmäßig abschießen.

    Mein Problem dabei: Ich thematisiere die Sauferei ja schon länger, wie mach ich jetzt weiter. Klar ich hab auch schon oft gedacht ich gehe. Aber ich liebe Ihn. Wie soll ich denn ein Leben führen das für mich schön ist wenn er dabei untergeht? Ich glaube er würde vieles nicht auf die Reihe kriegen wenn ich dabei nicht helfe. Z.b. pünktlich morgens aufzustehen..ich will nicht das er sich beruflich alles versaut. Ich habe Angst das er sich total gehen läßt wenn ich sage Schluß aus...etc. Ich will eigentlich nicht das die Beziehung zu Ende ist, sondern ich wünsche mir das er sein Problem einsieht und dagegen was tut. Ich kann Ihn doch nicht einfach fallen lassen. Aber auf der anderen Seite möchte ich auch nicht noch weitere Jahre vertun und warten und mich und meine Vorstellungen von einer Beziehung zurückstellen. Ich habe hier im Forum gelesen das viele Jahrelang gewartet haben und es nur schlimmer wurde.

    Irgendwann ist man zu alt zum Kinderkriegen. Und ich glaube auch das um so tiefer mein drin ist umso schwerer kann man sich motivieren etwas zu ändern. Das Gewohnte fällt einem leichter weil man sich da auskennt.

    Gibt es denn keine andere Lösung als zu gehen?

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Liebe Leni !

    Bitte, bitte rede Dir nicht ein, dass Du übertreibst und das alles nicht so schlimm ist.

    Ich kenne das auch. Habe mir Beiträge durchgelesen, wo die Partner gewalttätige Dauersäufer waren usw. Das sollte kein Maßstab sein. Es gibt genug Männer die wenig trinken, bzw. ein normales Trinkverhalten haben.

    Deine Situation ist schlimm und Dir geht es nicht gut dabei.


    Deine Leidensfähigkeit hat einfach nur zugenommen und zwar in dem Maße das Du Dich schon freust, wenn gerade mal Ruhe ist, glaube mir.

    Überlege es Dir einmal andersrum (wurde hier auch schon oft diskutiert)
    Dein Freund ist mit Dir zusammen und Du würdest:

    - Depressionen und pychische Probleme haben :shock:
    - oft betrunken sein und er müßte das mitansehen :shock:
    - im Vollrausch andere Männer anbaggern IHN aber nicht mehr ranlassen. :shock:
    - Dich weigern zur Therapie zu gehen und auf stur schalten oder gereizt reagieren, wenn er Dich darauf anspricht. :shock:
    - ins Bett pinkeln :shock:

    Ich wette, er hätte von Dir schon bei einem dieser Dinge "die Schnauze voll" und hätte sich getrennt.

    Und Du überlegst ob Du damit nicht doch klarkommen kannst ? :roll:

    Keiner erwartet von Dir ihm zu helfen oder bei ihm zu bleiben.
    Nur er kann etwas tun NICHT DU !

    Denk mal darüber nach.

    Liebe Grüße

    Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
    To heal the wounds of lovers past - Until a new one comes along

    (Billy Joel)

  • Zitat von Karotte

    Total beschi***n: Er denk er kriegt es mit dem Willen weniger zu trinken in den Griff und denkt sein abendliches Trinkverhalten ist nicht mit denen zu vergleichen die auch tagsüber trinken, bzw. sich regelmäßig abschießen.

    Das ist in der Tat beschissen und ein Widerspruch: Wer kein Problem mit Alkohol hat, muss seinen Willen überhaupt nicht anstrengen, sondern hört einfach auf. Wer hingegen ein Alkoholproblem hat, hat keine Kontrolle über die Trinkmenge. Wille hilft da nichts. Dieser Weg ist zum scheitern verurteilt.

    Dir alles Gute
    Eric

  • Liebe Leni,

    ich nochmal, bin im letzten geschreibsel abgerutscht...in mein eigenes Thema. Sorry.

    Mein freund redet ja wenigstens mit mir und versteht mich auch...zumindest meistens. Aber wenn Du auf solchen mauern stößt wie es bei deinem Freund anscheinend ist - laß es bleiben.
    Mein erster Freudn war auch Alkoholiker. Nur das er sich immer total abgeschossen hat. Und dabei ziemlich viel Mist gebaut hat. Mit ihm konnte ich gar nicht reden und er hat auch mit mir nicht geredet. Er hatte mich immer wieder im Stich gelassen. Ich habe nach vielen Schrecklichen Erlebnissen und über einem Jahr nachdenken dann aber glücklicherweise einen Schlußstrich gezogen. War vorher auch schon ausgezogen. Ich weiß bis heute nicht wie es für Ihn war und ob er seine Therapie durchgezogen hat. Die hat er damals auf anraten seines Chefs angefangen (Echt ein toller Mann der Chef). Aber ich konnt Ihm nicht helfen. Es mußte erst eine Person von außen kommen, auch nachdem schon viel passiert war, wie z.B. Auto zu Schrot, Führerschein weg, Unfälle, Alkoholvergiftung, Arbeitstechnisch Strafversetzt etc.Vielleicht hatte er vor seinem Chef auch mehr Respekt.
    So wie ich deine Lage einschätze würde ich Dir auch raten auszuziehen. Ich bin damals in eine WG. Das hat mir geholfen - nicht ganz allein zu sein. Aber es hat schon nochmal so ein Jahr gedauert bis ich mich besser gefühlt habe. Und da habe ich dann auch nochmal neu durchgestartet.

    Liebe Leni, DU BIST NICHT SCHULD. ES IST SEIN PROBLEM. DU BIST NICHT FÜR IHN VERANTWORTLICH. ER IST SCHLIEßLICH ERWACHSEN. IRGENDWANN MUß MANN FÜR SICH SELBT VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN. Es ist egal was er über Dich denkt. Ich finde Du hast ganz schön lange durchgehalten.

    VIEL KRAFT und DURCHHALTEVERMÖGEN.
    SEI ES DIR WERT!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Das ist in der Tat beschi***n und ein Widerspruch: Wer kein Problem mit Alkohol hat, muss seinen Willen überhaupt nicht anstrengen, sondern hört einfach auf. Wer hingegen ein Alkoholproblem hat, hat keine Kontrolle über die Trinkmenge. Wille hilft da nichts. Dieser Weg ist zum scheitern verurteilt.

    Hallo Eric,

    ja das sehe ich auch so! Und jetzt? Ich weiß nicht was ich tun soll.

    Gruß :(

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karotte,


    Zitat

    Mein Problem dabei: Ich thematisiere die Sauferei ja schon länger, wie mach ich jetzt weiter. Klar ich hab auch schon oft gedacht ich gehe. Aber ich liebe Ihn. Wie soll ich denn ein Leben führen das für mich schön ist wenn er dabei untergeht? Ich glaube er würde vieles nicht auf die Reihe kriegen wenn ich dabei nicht helfe. Z.b. pünktlich morgens aufzustehen..ich will nicht das er sich beruflich alles versaut. Ich habe Angst das er sich total gehen läßt wenn ich sage Schluß aus...etc. Ich will eigentlich nicht das die Beziehung zu Ende ist, sondern ich wünsche mir das er sein Problem einsieht und dagegen was tut. Ich kann Ihn doch nicht einfach fallen lassen. Aber auf der anderen Seite möchte ich auch nicht noch weitere Jahre vertun und warten und mich und meine Vorstellungen von einer Beziehung zurückstellen. Ich habe hier im Forum gelesen das viele Jahrelang gewartet haben und es nur schlimmer wurde.

    Zitat

    ES IST SEIN PROBLEM. DU BIST NICHT FÜR IHN VERANTWORTLICH. ER IST SCHLIEßLICH ERWACHSEN. IRGENDWANN MUß MANN FÜR SICH SELBT VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN.

    sorry ich kann dich nicht verstehen. Auf einer Seite gibst du Ratschläge und auf der anderen seite steckst du selber mitten drin und lebst dein Helfersyndrom aus.
    Bleib erstmal bei dir, ich denke da hast du genug mit zu tun.
    Aber das ist auch ein typisches Co Verhalten. Bei anderen schauen und Tipps geben damit man sich nicht selber anschauen muss.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Karotte,

    mach doch deinen eigenen Theard auf, dann vermischt sich das alles hier nicht und nix geht unter.

    Da bekommst dann auch ne Antwort von mir!!

  • Liebe Leni, vieles was Du schreibst kommt mir auch so bekannt vor...vieles habe ich immer in die Beziehungsecke geschoben. Bis jetzt als ich das Forum entdeckt habe. Da habe ich gemerkt das doch mehr am Alkohol liegt wie gedacht. Allerdings isses bei mir in soweit anders das ich meinen Freund eben noch Liebe. Und auch immer wieder doch auch Situationen da sind die das Gefühl bestätigen. Wir reden auch... Auch wenn er es noch nicht sehen will mit seiner Sucht
    Aber wie gesagt ich hatte auch schon anderes erlebt. Mit meinem ersten Freund.
    Deswegen, auch wenn es andere nicht mögen, der Tipp: Kümmere Dich um DICH. Ich versuche das auch. Ich habe immer gedacht wenn ich mich mehr zurückziehe und mehr Abgrenze macht das die Beziehung kaputt und wir haben dann keine Nähe mehr. Aber dem ist nicht so. Ich versuche momentan nicht mehr soviel für Ihn zu machen/erledigen und auf mich und mein Wohlergehen zu achten und mir Gutes zu tun. Aber ich habe halt auch das Glück meiner eigenen vier Wände, was viel Wert ist.

    Aber wie Elocin schon schreibt sollte ich mich wohl hier nicht einmischen da ich ja mein eigenes Problem habe und wie es aussieht wohl Co-abhängig bin... Und ich sollte wohl wirklich meinen eigenen Thread eröffen. Da bekomme ich vielleicht auch mehr Antworten.

    Schau aber sicher immer mal hier vorbei. Ich wünsch Dir Energie und Kraft! Und wenn da keine Gefühle mehr sind und Du dich nur noch ekelst dann geh lieber.

    Ganz liebe Grüße
    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Elocin

    Hallo Elocin,

    "sorry ich kann dich nicht verstehen. Auf einer Seite gibst du Ratschläge und auf der anderen seite steckst du selber mitten drin und lebst dein Helfersyndrom aus.
    Bleib erstmal bei dir, ich denke da hast du genug mit zu tun.
    Aber das ist auch ein typisches Co Verhalten. Bei anderen schauen und Tipps geben damit man sich nicht selber anschauen muss. "

    Wahrscheinlich bin ich wirklich Co-Abhängig bzw. habe ein Helfersyndrom...würde auch zum Rest meines Lebens passen. Allerdings war ich schon mal mit einem Alki zusammen und das war eine ähnliche Situation wie bei Leni. Meine Situation jetzt schätze ich aber anders ein. Ich möchte beide Beziehungen auch nicht über einen Kamm scheren...

    Und es ist auch nicht so das ich bei anderen schaue und nicht bei mir selber..Es ist eher das andere Extrem, das ich langsam gar nix mehr weiß weil ich alles hinterfrage und abwäge - manchmal nicht mehr weiß was ich fühle und denke etc. weil ich alles so genau beobachte - ständig an mir und meinen Gefühlen zweifle. Und total unsicher bin.

    @Pitato

    mach ich - dachte ich auch schon


    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Leni !

    Du schätzt da gar nichts falsch ein. Wirklich nicht ! Dein Freund gehört sicher auch zu denen, die das mit dem Saufen auch noch total lustig finden. Es gibt doch nichts schöneres für ihn als mit seinen Kumpels abends einen saufen zu gehen. Für ihn sind Leute die nichts trinekn bestimmt auch Spaßbremsen oder Weicheier.
    Wenn Du von ihm verlangen würdest nur für einen Abend am Wochenende nichts zu trinekn, würde er zu Hause bleiben und nicht mit den Kumpels weggehen. Für ihn heißt Spaß = Saufen und das heißt, das er ein ernsthaftes Problem hat.

    Grüße Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
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    (Billy Joel)

  • Hallo nochmal von mir !

    Alkoholiker können leider nicht normal trinken. Unsereins hat ein normales Trinkverhalten und da schließe ich gelegentlich Alkohol sogar ein. Wie erwähnt, tu ich das auch gelegentlich mal (Glas Rotwein)
    Bei Alkoholikern hilft nur gar kein Alkohol mehr. So hat mir das eine seit 20 jahren trockene Freundin mal erklärt. So ist das nun mal.

    Aber bis Eure Partner das einsehen... Das dauert. Meiner hat es zumindest erkannt aber vorher hat er sogar Bildchen mit dem Handy von ihm beim Weizen und Schnapssaufen gemacht und das an seine Kumpels geschickt mit den Worten PROST ALTER - BIN SCHON WIEDER DABEI !

    Wie peinlich, vorallem seine Wortwahl. Er ist Ende 30, sehr gebildet, steht auf Klassik und arbeitet in einen Job wo gepflegtes Äußeres und sensible Kundenberatung wichtig ist UND DANN SOWAS ! Manchmal hätte ich mir gewünscht seine Kunden und sein Boss hätten ihn mal so erlebt.

    Mit Alkohol war er auf einmal der Oberproll :roll:

    Bei Euren Partner muß erst was passieren. Lappen weg, ihr trennt Euch oder Job weg, dass hilft dann wenigstens bei der Einsicht. Danach geht der lange Weg erst los.


    Grüße Emma

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    (Billy Joel)

  • Hi Leni,
    du hast ja mit Sicherheit hier schon einiges gelesen. Ich kann dir nur sagen: Entweder du trennst dich, oder du machst ewig so weiter. So lange du bei ihm bleibst, wird sich für dich nichts an der Situation ändern. Wenn du ihn abschießt - was ich dir dringend rate - und zwar mit 100%iger Konsequenz, dann wird er dir besser gehen und er kommt evtl. auch zur Einsicht. Dafür gibt es allerdings keine Garantie, und was er dann daraus macht, das ist seine Sache!

    Willst du wirklich dein weiteres Leben nur noch mit Sorgen um deinen Freund verbringen?

    Mach dir einen Plan, wie du weiter vorgehst, denn so kann es doch wohl nicht weitergehen! Und sag nichts, was du nicht auch halten kannst, das macht die ganze Sache nur noch schlimmer!!!

  • Ich meine, wenn du ihm sagst: Ich trenne mich! Dann musst du das auch so meinen! Wenn du es ihm sagst und es hinterher nicht machst, dann nimmt er dich ja nur wieder einmal nicht ernst! Sei einfach konsequent und geh deinen eigenen Weg. Am besten ohne ihn! Denn er tut dir nicht gut, und das weißt du mit Sicherheit auch selbst!

  • Ich hab ihm auch immer Briefe geschrieben - hab nen ganzen Ordner voll davon... wenn die Scheidung bei mir durch ist, werde ich all diese Sachen verbrennen. Das hab ich mir vorgenommen!

  • Du musst dir einfach im Klaren darüber sein, was du willst. Dein Freund hat auf jeden Fall ein Alkoholproblem und wird alles versuchen, um dir anderes zu beweisen! Bleib stark und mach nicht den ganzen Scheiß über Jahre mit. Wir kennen das hier fast alle! Du hast dein ganzes Leben noch vor dir (denke, du bist noch nicht so alt). Ich bin auch selbst 28 Jahre alt und hab 10 Jahre damit verschwendet, meinen Mann vom Alkohol weg zu bekommen. In dieser Zeit sind wir zusammengezogen, haben geheiratet, Kinder bekommen. Alles, weil ich dachte, er würde sich doch irgendwann ändern. Aber es wurde immer schlimmer. Und zum Schluss hab ich es einfach nicht mehr ausgehalten. So weit muss es bei euch nicht kommen! Lass dich bloß nicht weichkochen!

  • Hallo Leni,

    ich kann dir nur das gleiche sagen wie Ayki!!!

    Nur du hast im Gegensatz zu uns einen riesen Vorteil. DU BIST HIER und kannst von unseren Erfahrungen lernen.
    Wir hatten dieses Glück nicht, mir wär sehr viel Leid erspart worden. Wenn mir jemand so die Augen geöffnet hätte wie dieses Forum.

    Liebe Grüsse
    Elocin

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