Beiträge von Linde66

    Hallo LfL,

    Menschen die ihr Leben an an die Wand gefahren haben und wieder aufgestanden sind, haben in ihren Songs mehr zu erzählen als Menschen, bei denen immer alles glatt ging.

    Ich schau mir gerne yt-Videos an z. B. von englischsprachigen Comedians oder Songwritern. Inzwischen verstehe ich das ziemlich fließend. Jedenfalls gibts so viele gute Leute aus Südafrika, Malawi, Iran, Finnland usw. usw., die ihre teils ziemlich verkorkste Vergangenheit und ihre schwierigen Lebensumstände einfach für ihren Beruf nutzen, statt ihr iaS-Syndrom zu pflegen.

    Hallo LfL,

    bei mir war es so, daß ich meiner Mutter nie gesagt habe, warum ich den Kontakt habe einschlafen lassen. Ich habe mich schon früh von der Vorstellung verabschiedet, daß auch nur irgendwas was ich mache oder sage den geringsten Einfluß auf ihren Konsum hat.

    Prio 1 wurde sehr früh ich selber. Ich meine das jetzt nicht im Sinne von Egoismus, sondern im Sinne von Eigenschutz. Im nassen Umfeld wäre ich mit kaputt gegangen. Daher also Kontakt einschlafen lassen und jahrzehntelang Abstand.

    Ich wurde nie gefragt, warum ich weg bin und weggeblieben bin. Hat entweder nicht interessiert oder sie selbst bzw. der Rest der Familie konnten es sich denken. Ich habe ganz woanders gelebt, gearbeitet und mich stabilisiert.

    Von mir aus hätte und habe ich es nicht angesprochen. Warum auch.

    Ich möchte dir Mut machen, auf deine Eigensicherung zu achten. Nimm dich wichtig.

    Lieber Gruß, Linde

    Ich stehe dazu: Wenn man 1 Jahr hier im Forum im Angehörigenbereich der SHG ist und immer noch in der Schleife festhängt, daß der andere oder die Umstände einem die Lebenszeit klauen, dann wird es höchste Zeit aufzuwachen und die Verantwortung fürs EIGENE Leben in die Hand zu nehmen. Das ist ungewohnt, das ist schwierig, man fällt auch mal auf die Schnauze - aber es ist machbar. Man kann natürlich ein weiteres Jahr jammern, daß der Alki immer noch trinkt, daß die Umstände immer noch kompliziert sind, daß man aus mindestens 97 Gründen nix an der eigenen Situation ändern kann...

    Guck mal den Spruch unter meinen Texten.

    Liebe Grüße, Linde

    Ich findes es gut und richtig, daß du ihm hilfst, auch wenn es scheinbar vergebene Liebesmüh` ist. Aber du tust es letztendlich für dich.

    Hallo achelias,

    solche Sätze sind Wasser auf der Mühle von Co-Abhängigen.

    Das Helfersyndrom als "Hilfe" und "Liebe" schönreden und es "für sich" machen...

    Wenn sich jemand vor 1 Jahr angemeldet hat mit der Fragestellung, ob man dem Partner noch eine Chance gibt und immer noch im Helfermodus festhängt, da braucht es nicht noch Ermutigungen genau so weiterzumachen, oder?

    Grüße, Linde

    Zitat

    Wenn ich einen Anruf bekomme, dass er Hilfe braucht, dann bekommt er das auch.

    Zitat

    Aber immerhin habe ich ihm geholfen dort anzurufen und den Termin zu vereinbaren.

    Und ich würde ihn auch hinfahren am Montag.

    Gibt dir das ein gutes Gefühl zu springen, wenn er sagt: Spring... ?

    Was ist das für eine "Beziehung", in der man sich monatelang nicht sieht und wenn, dann nur unter definierten Bedingungen? Wo ist da die Leichtigkeit, Lebendigkeit, die Zukunft? Das hört sich nach einem einzigen Krampf an. Aber auch dir scheint es noch nicht schlecht genug zu gehen, um wirklich konsequent einen Haken dahinter zu machen.

    Für mich wäre sowas nichts.

    Was hält dich? Ist er nüchtern ganz toll? oder gefällt dir deine Helferposition?

    Hallo Peter-Paul,

    ich habe die Beiträge deiner 3 Themen hier zusammengefasst, damit es übersichtlich bleibt.

    Bitte eröffne nicht immer wieder neue Themen.

    Was machst du als Frischtrockener auf einem Betriebsausflug, wo vermutlich vorher schon klar war, daß getrunken wird?

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Mimose,

    schön, daß du dich nach einem halben Jahr wieder meldest. Aber was ist mit dir?? :shock:

    Er hängt in seiner Dauerschleife fest, aber du ja auch, oder?

    Hast du irgendwelche Pläne für dich, also außer seine Sucht zu deinem "Beruf" zu machen? Das ist etwas provozierend geschrieben, ich weiß. Ich meine es auch nicht böse, sondern es erschüttert mich einfach, wie viel Zeit vergeht, ohne daß eine Frau endlich geht.

    Aber es ist ein halbes Jahr später und das ist doch DEINE Lebenszeit. Du hast es doch in der Hand, aus deinem Leben was zu machen.

    Von der Ausgangsbasis träumen hier manche: noch nicht zusammengezogen und noch keine Kinder. Da sollte der Absprung doch leichter fallen. Was hält dich in der Co-Abhängigkeit?

    Wie gesagt, nicht böse gemeint. Ich bin einfach erschüttert. Du hast doch alle Möglichkeiten.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Fischerin,

    ich habe deine beiden Themen zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt.


    Siehst du dich selber als Alkoholikerin? Regelmäßig 2 Bieren oder 2 Gläsern Wein ist eine ganze Menge... Wobei es nur bedingt auf die Menge ankommt, eher auf die regelmäßige Zufuhr. Der Körper gewöhnt sich dran und braucht den Stoff irgendwann.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Lapislazura,

    ich finde das nicht gut, daß du Interna aus deiner betreuenden Einrichtung hier ins Internet schreibst.

    Wer was wann wem erzählt, wer mit wem warum wo ist... :?

    Ich kann mir vorstellen, daß du auf sowas sehr achtest, weil du ein Teil davon bist.

    Uns gehen diese Interna nichts an. Es sollte hier im Forum schwerpunktmäßig um dich gehen.

    Wenn andere über einem reden, fühlt man sich ein Stück weit ohnmächtig. Andererseits hat sich dein Azubi-Kollege vielleicht einfach selber was von der Seele reden müssen, weil ihn dein Rückfall beschäftigt. Du hast nicht wirklich Einfluß darauf, was andere Menschen fühlen, denken, reden, machen.

    Wichtig ist, was du selber mit deinem Rückfall machst: Stoppen oder zum Anlaß nehmen weiterzutrinken?

    Aktuell warst du wütend und enttäuscht. Hat das Saufdruck ausgelöst?

    Grüße, Linde

    Hallo Eri,

    hier findest du Infos zum Thema Co-Abhängigkeit.

    Das Forenteam
    15. Mai 2021 um 17:15

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Eri,

    das stimmt, kein Angehöriger kann einen Alkoholiker vom Trinken abhalten.

    Nun hat ja nicht er sich hier angemeldet sondern du.

    Siehst du dich selber in Gefahr, in eurer Beziehung mit der Zeit in eine Co-Abhängigkeit zu geraten, selbst wenn er aktuell trocken ist?

    In dem Sinne, daß du versuchst, vorbeugend alles richtig zu machen, ihm Hindernisse aus dem Weg zu räumen, keinen Anlaß für Streit oder Sorgen zu geben..., weil pausenlos das Damoklesschwert 'Rückfall' über ihm zu schweben scheint?

    Das wäre ja das Gegenteil einer unbefangenen Liebesbeziehung.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    Das Thema Cannabiskonsum wäre allerdings durchaus ein eigenes Thema wert

    Aber nicht hier bei uns im Alkoholikerforum!

    Du hast mich vielleicht mißverstanden. Unsere Überschrift ist Alkoholikerforum. DAS ist der Schwerpunkt.

    Bitte hier keine Infos über Cannabiskonsum posten.

    Falls du allgemein über das Thema Suchtverlagerung im Zusammenhang mit Alkoholismus schreiben möchtest, ist das was anderes.

    Lieber Gruß, Linde

    Als Angehörige ist man weder verantwortlich noch schuldig.... nichts dergleichen.

    Der Alkoholiker ist ja ein ganz eigener Mensch, der seine eigenen Entscheidungen trifft, so krass die einem auch vorkommen.

    Man ist einzig sich selber gegenüber verantwortlich, und klar auch den minderjährigen Kindern gegenüber.

    Hallo LustforLife,

    nach jedem einzelnen dieser Beiträge wurde dir hier im Forum reichlich der Kopf gewaschen. Das wurde ja nicht unkommentiert stehengelassen.

    Von daher ist dein Weg lesenswert und vielleicht sogar motivierend für andere, mit dem Mist auch aufzuhören.

    Ich würde es genau so stehenlassen. Es ist Teil deiner Biographie und du schreibst ja jetzt ein neues Kapitel. Deine Aktivitäten würde ich im Leben nicht alle unter einen Hut bringen. :lol: Aber genau dafür bist du ja trocken und clean geworden: für ein ausgefülltes lebendiges Leben.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Mollyfisch,

    alles hätte-wäre-wenn ändert nichts an der Vergangenheit. Jetzt bist du ja aktiv geworden für dich.

    Ich habe großen Respekt vor Menschen, die einfach irgendwann an einem bestimmten Punkt ihres Lebens etwas in die Hand nehmen. Egal was vorher war und egal wie schwer es fällt.

    Bei mir war es nicht ein alkoholkranker Partner, sondern ein alkoholkrankes Elternteil. Die räumliche Nähe war unerträglich geworden. Ich habe weit über 20 Jahre Abstand gehalten, räumlich sowieso, aber auch von gemeinsamen Festen oder sonstigen Anlässen. Das fiel mir sehr schwer, aber ich wäre bei dem Versuch den Kontakt aufrecht zu erhalten kaputtgegangen. Inzwischen sehe ich die Eltern wieder, aber ich bin gefestigt und meinen Abstand habe ich jetzt verinnerlicht. Ich kann bei mir bleiben und sie ihr Ding machen lassen. Wie gesagt, bei mir sind es die Eltern.

    Bei dir ist es der Partner. Da gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Aber aus der Erfahrung heraus wird es mit der Zeit einfacher sich selber zu stabilisieren, wenn man den räumlichen und sonstigen Abstand konsequent wahrt.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo mollyfisch,

    er kann doch jederzeit zum Arzt gehen, eine Entgiftung und anschließende Nachsorge machen. Das ist seine Verantwortung. Angehörige machen sich teils über Jahrzehnte beim Versuch jemanden trocken zu bekommen kaputt.

    Zitat

    Er hat sich bis heute nie selbst reflektiert, hat nie Ratschläge angenommen, immer auf andere geschaut und vor allem hat er nie versucht auch mal ernsthaft etwas zu verändern.

    Wäre es für dich machbar, daß du seine Lebensentscheidung akzeptierst?

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Alex,

    daher wird der Begriff "Kontrolliertes Trinken" hier im Alkoholiker-Forum meistens in Anführungszeichen gesetzt - eben weil es nicht funktioniert. Es ist eine Illusion.

    Der Kontrollverlust ist Symptom bei Alkoholismus. Wie soll das mit "kontrolliertem Trinken" zusammenpassen...?

    Wenn es Institute gibt, die für Programme fürs "Erlernen von kontrolliertem Trinken" werben, ist das reine Geldmacherei. Die Hoffnung wird geschürt, als Alkoholiker einfach aus der Nummer rauszukommen.

    Aber unterm Strich verlängern Alkoholiker lediglich ihr Leid.

    Gruß, Linde

    SOS - Bitte seht in meinen Thread

    Wir haben jetzt auch im offenen Forenbereich einen "SOS-Button", also die Möglichkeit schnell um Hilfe hier aus der Gruppe zu bitten.

    Meldet euch BEVOR ihr trinkt!

    Meldet euch, wenn irgendwas bei euch völlig eskaliert ist und ihr Rückmeldungen der SHG-Mitglieder braucht.


    Einfach ein neues Thema erstellen und kurz schreiben worum es geht.

    Danach gehts dann in eurem schon bestehenden Thread weiter.


    Bitte beachten:

    Wir sind hier keine Ärzte, keine Therapeuten und keine Beratungsstelle. Wir sind alle in irgendeiner Form selbst Betroffene.

    Bei uns gibts Hilfe zur Selbsthilfe.


    Euer Forenteam.