Beiträge von Merenda

    Hallo karlotta,

    habe in meinem Thread geantwortet, wäre sonst zu lang geworden hier ;)
    Ja, das kenn ich auch von früher, das mit der Isolation!
    Da dieses Thema ja "niemanden was angeht" seiner Meinung nach, und der Partner nur einen selbst hat als Vertrauensperson,
    da ist es ganz schön schwer die "Last" zu tragen...man hat ja selbst auch ein ganz großes Redebedürfniss wenn man merkt, da läuft doch was nicht normal.
    Aber Dein letzter Beitrag klingt doch schon vieel besser :)
    Das muß ich mir auch bewußt machen,
    dass ich für mein Wohlergehen zuständig bin, denn das bin ich!
    Und erst dann kann ein Partner ins Spiel kommen und, naja, das Wohlergehen eben noch perfektionieren, irgendwie so, oder?

    Also dann mal Liebe Grüße
    Merenda

    Hallo,

    wollte mich mal wieder melden...
    also wie´s bei mir aussieht...Gespräch wg. Ausziehen seinerseits war, kurz gesagt, ganz ok...wohne seitdem wieder bei meinen Eltern, wir haben uns darauf geeinigt, dass er sich eine Wohnung sucht bis April, seitdem gabs mehrere Anrufe seinerseits, aber immer nüchtern, da ich aber auch vorgeschlagen habe, Kontakt zu halten, kann ich ihm das natürlich nicht vorwerfen, und dass man von jetzt auf gleich einfach über belanglose Dinge redet und nicht über Gefühle, eventuelle Chancen auf einen Neuanfang ist ja auch verständlich, ich bin ja auch schon 2 Mal wieder zu ihm zurück!
    ...nur solche Gespräche gehen mir arg an die Substanz...er überlegt auch in meiner Nähe wohnen zu bleiben, da er Angst hat, dass wir uns völlig aus den Augen verlieren usw...

    Außerdem bekomme ich den Gedanken nicht aus dem Kopf,
    dass er "nur" wegen unserer Beziehung (also eine irgendwann in Zukunft) aufhört mit dem Trinken...auch wenn er sagt, er weiß dass er krank ist und ihm das sein Leben verbaut usw...aber da fängt bei mir auch schon wieder das Mitdenken an, ich merks ja selbst!
    Desweitern hat mich eine Sache wieder völlig aus dem Konzept gebracht, die letzten Tage über gings mir mehr oder weniger gut, konnte mich auf der Arbeit ablenken, ich war beruhigt, dass die Sache mit dem Wohnen soweit besprochen ist, bin auch davon ausgegangen dass er nüchtern bleibt/ist, doch als ich gestern mit dem Auto heimfuhr (also zu meinen Eltern) sah ich auf der Straße seinen Hut, den hatte er oft auf wenn er ausgegangen ist um zu trinken, weiß ja auch nicht, klingt komisch...dann dachte ich mir, Mensch, das kann doch nicht sein, der gehört doch bestimmt jmd. anders...aber ich war total unruhig und, tada, die Co-Merenda ruft bei ihm an um zu kontrollieren, besser gesagt um mich zu beruhigen, ich hoffte dass er rangeht und nüchtern ist...
    aber weit gefehlt, er ging nicht ran (wie immer wenn er getrunken hat), also ich rein ins Auto, voller Kontrollwut (mich hats voll überkommen) an die Wohnung gefahren und wollte die Wohnungstür aufschliessen, aber sein Schlüssel steckte von innen!
    Deja-Vu, das gabs doch alles schonmal!
    Nur dass ich damals noch "normal"mit ihm zusammen gewohnt hab.
    Naja, selbst schuld! Und das Absurde und Schlimme ist, ich war sogar ein bisschen beruhigt darüber, dass er daheim war und nicht in eine Böschung gestürzt, da doch der Hut auf diesem Weg lag.
    Wie bescheuert bin ich?
    Und jetzt fängt bei mir wieder die Spirale an, wie gehts ihm, wie lange trinkt er jetzt wieder, sucht er weiter nach einer Wohnung...

    Nun, um aber noch was positives an meiner "Entwicklung" herauszustellen (obwohl dieser Beitrag nicht unbedingt dafür spricht), ich habe in letzter Zeit mehr und mehr erkannt, dass solche Verhaltensweisen seinerseits krankhaft bedingt sind, dass er es selbst glaubt wenn er sagt er geht in SHG´s usw...also ich habe ihm immer die alkoholbedingten Verhaltensweisen vorgeworfen, bis ins kleinste Detail, die Unzuverlässigkeiten, aber ich hätte ja schon viel früher klare Grenzen setzten können, und das einzige, was ich ihm vorwerfen kann, wenn überhaupt, ist, dass er sich keine Hilfe holt, viell ist er noch nicht soweit.
    Ich habe erkannt, dass ich mir das zuzuschreiben hab, dass ich das habe mit mir machen lassen, dass ich in dieser Beziehung geblieben bin.
    Und das fühlt sich rückblickend sehr traurig (trifft es nicht ganz), schwach, hilflos, abhängig an...
    Nunja, soweit mal wieder zu mir,

    Grüß Euch
    Merenda

    Hallo Lillifee,

    Durch Deine Anmeldung hier tust Du was für Dich, das ist doch super!

    Ich bin auch erst seit ein paar Tagen hier angemeldet, aber allein dass man hier über das Thema schreiben kann, das einem am meisten belastet, und andere findet, die in sehr ähnlichen Situationen waren oder sind, hilft schon ungemein.
    Man fühlt sich nicht mehr so alleingelassen...

    Und nach und nach wirst du Deinen Weg finden, Du hast erkannt dass Du Dir noch was wert bist!
    Das war der Anfang!

    Willkommen auch von mir :)

    Gruß Merenda

    Hallo karlotta,

    also die Seite kenne ich an mir auch allzu gut, es jedem Recht machen zu wollen...Einladungen abzuschlagen weil ich einfach keine Lust hatte, mich mehr als es gut tut mich mit Problemen anderer beschäftigen...ich hatte immer gleich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mal in den Vordergrund stellte. Wann der Punkt war, an dem ich das erkannt habe, weiß ich nicht, nur dass es so war und z.T. immer noch so ist, das ist mir bewußt geworden...irgendwann im letzten Jahr, sehr spät, aber besser wie nie, gell?
    Vielleicht, oder eher bestimmt, hängt dieser Wesenszug bei mir auch eng damit zusammen, dass ich so viel habe über mich ergehen lassen in meiner Beziehung zu einem Alkoholiker. Das mal so nebenbei als "Selbstanalyse" :lol:
    Das mit dem fehlenden Bekanntenkreis kommt mir auch sehr bekannt vor von meinem Ex, wenn er Probleme hatte oder hat, sprach er mit mir darüber, wenn es dabei um uns ging, dann mal auch noch mit seinen Eltern (was ja nicht schlecht ist), nur ich denk mir auch immer, das hilft doch ungemein, sich mit jmd. "gleichalten, gleichgestellten" auszutauschen, also mir hats schon oft geholfen von meinen Freunden in bestimmten Situationen einfach die Augen geöffnet zu bekommen, oder aber einfach mal reden zu können, Ratschläge oder so zu bekommen...
    Bei ihm hab ich mir manchmal gedacht, wenn was total Absurdes von ihm kam ,(Bsp. ist jetzt schwer, aber in der Richtung: "weil du das jetzt so gemacht hast heißt das dann das, folglich kann das ja jetzt nur heißen dass unsere Beziehung so und so ist" Punkt). Da dran war dann nichts mehr zu rütteln. Da hab ich dann gegen eine Wand geredet um ihm was auszureden, was wirlich total irrational war. Und genau dann, aber auch wenn er normale Probleme hatte, wären Freunde zum reden meiner Meinung nach auch wichtig. Nur meiner nahm das nie in Anspruch.
    Ich hoffe das war einigermaßen verständlich. :lol:
    Finde ich übrigens gut, dass du dich weiterhin mit Freunden triffst wie vorher auch, auch wenn er sich, zumindest offenkundig, nicht direkt darüber beklagt...ist wichtig, aber du schreibst ja auch, dass er auch oft eifersüchtig auf den Ex (aber sind das nicht die meisten?) aber auch auf Freunde ist...und sich dann auch mal, an diesen Abenden, an denen Du wegwarst, betrunken hat.
    Ich möchte da nicht zuviel interpretieren, aber bei mir wars eben so, dass, wenn ich mal für eine Nacht bei meiner Freundin übernachtet habe und wir ausgegangen sind, er sich immer betrunken hat, so auf die Art: wenn du weggehst ohne mich, dann betrinke ich mich eben, habe ja allen Grund dazu.
    Und dann morgens gleich angerufen hat, ob ich noch schlafe, ich nannte sie immer "Kontrollanrufe". Und das war ja nicht normal.
    Ich habe oft auch auf längere Freundesbesuche verzichtet wegen ihm, das war nicht gut!

    Dass er diesen Satz gesagt hat,

    Zitat

    eigentlich bräuchte er den Therapeuten und die AA-Gruppe nicht. Er muss aufhören mit dem Trinken. Es muss Klick machen und dann sollte der Weg klar sein.


    hätte mich auch stutzig gemacht, er hat ihn zwar revidiert, aber trotzdem...da bleibt wohl nur abwarten.
    Ist ja schonmal gut, von diesem Standpunkt aus betrachtet, dass ihr nicht zusammen wohnt, da fällt es auch leichter Abstand zu wahren wenn Du ihn brauchst.

    Ja, bei mir isses so, dass er sich gestern gemeldet hat, nüchtern, und wieder damit angefangen hat, was er doch jetzt alles für unsere Beziehung tun möchte, Therapie, SHG usw., er wollte dass wir das zusammen machen, weil ich doch die größte Unterstützung wäre. War nicht einfach für mich, aber ich habe mittlerweile erkannt (früher nicht!), dass ich nichts tun kann, ich habs immer wieder probiert, da muß er durch, wenn er wirklich will. Ich habe ihm gesagt, dass ich die Trennung nach wie vor möchte, und auch getrennt wohnen. Er war ziemlich fertig, er könne das alles nicht realisieren...
    Nunja, morgen treffen wir uns um über die praktischen Dinge zu reden...wird schwer, vor allem wenn ich ihm das ins Gesicht sagen muß, bisher wars telefonisch, an dem Tag, an dem ich ihm das zum ersten Mal gesagt hab, war er noch angetrunken, da fällt einem das sowieso leichter. Da muß ich jetzt durch.
    :roll:

    Also dann mal Alles Gute!

    LG Merenda

    Danke für die Blumen :)
    Nun, solche Gespräche hatten wir aber auch schon nach der letzten Trennung, da war ich auch drauf eingestellt, also in den Zeiten, in denen er nüchtern ist, kommt manchmal schon was Vernünftiges.
    Nur gemacht hat er nicht wirklich was. Auch in der letzten Woche nicht, doch, getrunken.
    Stimmt, ist dann nicht einfach bei seiner Meinung zu bleiben, bei seinem Vorhaben, aber ich habe die Erfahrungen gebraucht, die ich gemacht habe, um diesmal durchzuhalten. Hoffentlich!

    Ach, und

    Zitat

    Jede den, den sie verdient. Lachen


    Schön wärs, ne? :lol:

    LG Merenda

    Hallo Doro,
    schreibe auch jetzt hier noch was dazu, habe etwas in diesem Thread gelesen, und was mir spontan einfällt:
    Wie sieht der Satz andersrum formulieret aus:
    "Wie kann es sein, dass ein Ehemann sich so überhaupt nich um seine Familie kümmert?"
    Du hattest geschrieben:" Wie kann es sein dass eine Ehefrau sich so überhaupt nicht um ihren Mann kümmert?"
    Engagieren ist gut, aber nicht Du, sondern er. Für sich. Du für Dich und die Kids. Seh ich auch so wie Julchen.
    Oder ein Leben führen wie schon erlebt.
    Ich weiß dass Du das weißt, aber manchmal...
    Aber Du kannst das, hast Du ja auch schon bewiesen!

    Wegen dem Geburtstag, also ich hatte den von meinem Freund auch ignoriert, damals waren wir schonmal getrennt, haben aber noch mehr oder weniger zusammen gewohnt, ich hatte ihn, auch gesehen an dem Tag. Ich fand damals dass es einfach unpassend war, mit Geschenk und allem...er hatte aber auch nichts erwartet in dieser Richtung.

    Tja, und die Sache mit der Schuld, ist schwer zu sagen, da müßte ich mir mal gezielt Gedanken dazu machen, da bin ich irgendwie "schizophren",
    einerseits ja, selbst schuld, sie sind ja nicht dauerbetrunken und durchaus auch mal für länger nüchtern und erkennen dann ja auch (wenn ich von meinem Ex-Freund ausgehe), dass sie krank sind und professionelle Hilfe brauchen, wenn sie´s nicht machen, dann ist das ja ein Ja-Sagen zum Weitertrinken und Süchtigsein.
    Auf der andern Seite ist das ja auch Teil des "Krankheitsbildes", das Nicht-sehen-wollen, abwarten, läuft-doch- gut -Gehabe?
    Sich was vormachen, oder?


    Nun, genug geschrieben,
    wünsch Euch ´ne gute Nacht!

    LG Merenda

    Guten Abend Doro,

    hoffe Dir gehts schon ein bißchen besser?

    Danke für deine Tips, Du hast recht, bei solchen Mietsachen gibts doch Probleme en masse (schreibt man das so?), selbst wenn ich vom schlimmsten ausgehe, also dass ich kündige, er nicht auszieht, in dieser Richtung, wirds wohl kein Weltuntergang...ich habe vorhin bei einer Suchtberatungsstelle angerufen und wollte einen Termin festmachen, war aber leider nicht mehr besetzt...ich probiers gleich nochmal am Montag. Ich denke auch dass die Mitarbeiter dort Erfahrung und/oder Ratschläge parat haben wie am besten vorzugehen ist...
    Außerdem hat mein Ex- Freund angerufen vorhin, nüchtern, geklärt ist nichts, ich bin aber froh dass ich meine Ansprüche und Vorhaben klar geäußert habe und nicht auf seine Vorschläge eingegangen bin.
    Nämlich zusammen in Therapie gehen, zusammen in SHGs gehen, zumindest zusammen wohnen, wenn auch nicht gleich wieder als "Liebespaar".
    Ich habe ihm gesagt, dass ich mich heute für mich selbst informiert habe über SHG und Suchberatung für Angehörige...so ganz verstehen tut er´s nicht. Muß er auch nicht. Ich hatte immer das Gefühl, er muß doch kapieren wie schlecht es mir geht, die Anzeichen waren ja nicht zu übersehen, und habe erwartet, dass ers einsieht, mich versteht. Aber so langsam merke ich, dass ich seine "Absolution" nicht wirklich brauche. Ich muß zugeben, zum Teil habe ich im Gespräch wieder davon angefangen, ihm zu erklären, warum ich das mache, wollte dass er es versteht, aber als ich merkte in welche Richtung das wieder geht, hab ich das auch so gesagt und damit aufgehört.
    Nun, er sagt, er könne das immoment nicht verarbeiten, die Trennung und das Ausziehen, könne nicht drüber reden...ich solls mir doch nochmal überlegen,aber ein Fünkchen Hoffnung habe ich aber durch das Gespräch doch irgendwie bekommen dass wir das viell. doch rational regeln.
    Als ich ihm gesagt habe, falls er nicht auszieht, würde ichs tun, ich hätte auch schon was in Aussicht (eine bekannte zieht nächsten Monat aus, die Wohnung könnt ich mir leisten...), ich glaub, dass war nochmal ein Schlag für ihn. Das klingt jetzt hart, aber da muß er durch.
    Aso, da fällt mir ein, ich mußte schmunzeln als ich diesen Satz von Dir gelesen hab:

    Zitat

    wenns an den Verkauf geht, noch nicht mal Leute reinlassen, weil da ein Alki rumhockt und das Feld nicht räumt.


    Klar, in wirklichkeit isses nicht witzig, aber die Vorstellung doch schon, oder? :lol:

    Zitat


    Es kann ja nicht sein, dass du jetzt bis ans Ende deiner Tage an diesen Mann gebunden bist, bloß weil ihr diesen Mietvertrag habt.

    Nein, das kann echt nicht sein! :lol:

    So, dann wünsch ich noch mal ´nen schönen Abend

    LG Merenda

    Ja, ich habe schon das Gefühl dass es sich schnellstmöglich klären soll, wie gesagt, ich muß für meine Ausbildung lernen, Sachen fertig stellen, außerdem mich bewerben...dazu brauch ich klare Verhältnise.
    Momentan hab ich keine Ruhe, er sitzt in der Wohnung, ich kann schauen wo ich bleibe? Da komm ich nicht wirklich klar mit...naja...

    Wünsche schonmal einen entspannten Abend,
    ich versuch jetzt mal noch fernzusehen,

    Lg Merenda

    Oh Mann, was soll ich sagen, ist schon ganz übel das alles, aber, wir habens erkannt, können uns selbst mittlerweile, (zumindest meistens ) beurteilen,werden gedanklich leider immer mal wieder weich,
    und haben doch schon Schritte in die Richtige Richtung getan...
    was heißt Schritte, du hast ja schon einen ganz gewaltiges Stück Weg hinter Dir, und zwar auf dem richtigen!!

    Zitat

    Ich kann doch jetzt nicht möglicherweise Jahrzehnte lang mir Sorgen um ihn machen.
    Deshalb bleibt mir eigentlich nur: Loslassen, verdrängen.


    Nein, das wäre abartig und ja, Loslassen!
    Du hast es schon einmal geschafft, Deine Hilfe kommt nicht an, ganz einfach weil du ihm nicht helfen kannst! (aber wem sag ich das :oops: ), das weißt du auch, muß man sich immer vor Augen führen.
    Es ist ja auch nicht so dass ich hier sitze und mir nicht der Gedanke kommt, und wenn doch? wenn ich ihn doch untestützen sollte? aber das sind die Gewohnheitsgedanken, die möchte man gern glauben, die Liebesgedanken, wie auch immer man sie nennen mag...die ich- muß- doch- helfen- Gedanken,
    aber haben wir ihnen bisher helfen können?
    Hat es jemals was gebracht?
    Bei mir ist die Antwort nein, er muß sich selbst helfen, ich kann nichts tun. Ist verdammt schwer!
    Viell. ist deine Anrufbeantworter Geschichte etwas vergleichbar mit der Sache, dass jetzt nichts mehr von meinem Ex kommt, ich denk mir auch, da stimmt doch was nicht, aber Du weißt du hast Dir schon viel zu oft Gedanken über sowas gemacht, das ist nicht fair von ihm Dich anzurufen in so einer Situation!
    Und stimmt, das hast du wirklich gut gemacht damals, ihn in dieser Situation nicht aufnehmen, das beweist doch wie weit du schon bist, dass du dein Vorhaben umsetzten kannst! *lob


    :)
    Das wäre wohl fatal, vor allem für Dich, geworden!

    Ihn hats an seine unterste Grenze gebracht, es war das einzig Richtige, daraufhin war er ja 5 Jahre trocken wie du schreibst, leider ist es dann bei ihm von Neuem losgegangen...die Trinkerei mit allem drum und dran...wenn du dich nicht löst gehts wohl auch bei dir gleichzeitig mit seiner Trinkerei von Neuem los, mit Sorgen, Mitdenken usw...aber das siehst du ja selbst!
    Ich hoffe das kommt nicht besserwisserisch rüber, vor allem weil ich selbst am "Sorgenmachen, Mitdenken..."bin.

    Naja, nun zum Thema Mietvertrag,
    ich fürchte da warst nicht du naiv sondern ich, es wird bestimmt nicht so ablaufen dass wir rational drüber reden, er wird sagen ich warte hier auf dich, du mußt doch zurückkommen o.ä. ,wenn es denn soweit kommt dass wir reden können.
    Ansonsten ist Kündigen momentan schlecht, Kündigungsfrist beträgt ja 3 Monate, und ich habe in 3 Monaten meine Abschlussprüfung, für die ich mich vorbereiten muß und diese Zeit jetzt brauche.
    Ja, dann wär April gut für Kündigung, aber angenommen er wird nicht ausziehen, sprich einfach dableiben, und dann muß ja neu gestrichen werden, neue Mieter wollen Wohnung kucken, dann ev. einziehen, dann bekomme ich Probleme, aber viell. male ich momentan den Teufel an die Wand...
    Du meinst, wenn ich das mit dem Vermieter kläre, ob der jetzige "Mitbewohner", so heißt es glaub ich im Vetrag, die Wohnung übernehmen kann?
    Theoretisch auch gut, nur gibt es bei ihm finanzielle Gründe, die dagegen sprechen (würde viell. hier zu persönlich werden auf ihn bezogen)
    Ihm die Wohnung überschreiben haben wir außerdem schonmal bei der letzten Trennung besprochen, möchte er nicht, er hatte damals noch gesagt, er wird dann an seinen Studienort ziehen...aber mittlerweile stell ich das auch in Frage. Nun, ich muß mich einfach überwinden und anrufen. Schaff ich aber heut nicht mehr.

    Und die Angst, dass ihm was passieren könnte, ist nicht begründet, sie ist einfach da, er ist allein in der Wohnung, d.h. es würde ja auch keiner mitbekommen falls was sein sollte.

    Danke für deine Vorschläge und "Erfahrungsteilhabe"

    LG Merenda

    Hallo Chanell,

    also bei mir ist es seit der Trennung (erst vor einer Woche) so, dass ich keine Ambitionen verspüre, mich mit irgendwas zu befassen, das nicht zwingend notwendig ist.
    Habe auch keine Lust irgendwas zu unternehmen. Ich gehe auf die Arbeit, die lenkt mich meistens auch etwas von meinen Gedankenspiralen ab, aber ansonsten ist da nicht viel, habe zu nichts Nerven...

    Aber das Gefühl wie du es beschreibst kenn ich so nicht.
    Irgendwie ist eine Trennung aber auch ein kleiner "Tod", eine wichtige, intensive Phase des Lebens wird ja durch die Trennung beendet...Gleichzeitig wird Platz geschafft für was Neues. Dass das "Neue", was auch immer das sein wird, nicht zeitgleich mit dem Alten anfängt, ist klar. Zuerst muß man richtig abschließen, Gefühle verarbeiten, sich klar werden, irgendwie zu sich finden...
    In dieser Zeit verspürt man eben eine gewisse Leere, Situationen die man gewöhnt war, sind nicht mehr da, der Mensch den man immer um sich hatte ist nicht mehr da usw...
    Eine schwere Zeit, aber auch eine Chance!

    Zu der Sache mit den Stufen der Co- Abhängigkeit:
    ich habe das so verstanden, bin aber auch kein Experte auf diesem Gebiet, dass , wenn man in der Co-Abhängigkeit ist, sich so verausgaben kann, körperlich und psychisch, dass das letzendlich zu völligen Selbstaufgabe führen kann, vielleicht auch bis hin zum Tod?

    Hallo zusammen!
    der aktuelle Stand ist immernoch der, dass mein Ex-Freund in unserer Wohnung ist, ich dagegen bei meinen Eltern provisorisch wohne. Ich bin dahin geflüchtet da er wieder in einer alkoholischen Phase ist und momentan ja "allen Grund hat" sich zu betrinken, da ich Böse mich ja getrennt habe.
    Bis vorgestern hat er sich noch telefonisch gemeldet, das letzte mal als ich ihn gesehen habe (das war auch vor 2 Tagen da ich was aus der Wohnung geholt habe) war er betrunken. Seitdem ist Funkstille.
    Das Problem ist, dass ich mich nicht traue anzurufen, da ich Angst habe, er könne betrunken sein (wie naiv, natürlich wird er´s sein!).
    Weiterhin habe ich Angst, es könnte was passiert sein, ich steigere mich schon den ganzen Tag in dieses Gefühl rein...es ist zwar noch nie was ernsthaftes passiert, wird es wohl auch diesmal nicht, aber aber aber...
    Bin total fertig.
    Außerdem ist es ja höchste Zeit was zu unternehmen, ihm zu sagen er soll ausziehen,oder eben klären wie es weitergeht, dass ich dann ausziehe und wir den Mietvertrag ändern usw...
    aber mir wurde heute auch bewußt, dass ich das ganze einfach laufen lasse, und nicht handele. Momentan z.B. warte ich ja drauf dass er sich meldet und nüchtern ist.
    Ich habe zuviel Angst davor hinzufahren ohne zu wissen wie er drauf ist, außerdem wil ich gar nicht wissen wie die Wohnung aussieht (das ist momentan aber das kleinste Problem :)
    Ich versuch mich jetzt noch weiter abzulenken, das will mir heute aber nicht wirklich glücken...und um ehrlich zu sein, ich warte tatsächlich auf einen Anruf, verdammt!

    Grüße Merenda

    Hallo karlotta,
    momentan siehts ja so aus bei Euch, dass Dein Freund sich um sich kümmert, seine Sucht in den Griff bekommen möchte...wie du schreibst geht er in SHG und zum Therapeuten, das ist doch schonmal wirklich als gutes Zeichen zu bewerten, finde ich. Dies tut er ja erst seit kurzem, viell. ist momentan nicht der geeignete Augenblick um einen großen Schritt in eine bestimmte Richtung zu tun...vielleicht muß noch Zeit vergehen bis Du/Ihr erkennt wo das ganze hinführt?
    Bis Du/Ihr erkennt wie ernst es ihm ist, was ihm wichtiger ist?
    Vorallem ist es Deine persönliche Entscheidung
    ob du dich weiterhin involvieren sollst, ihn dabei unterstützen sollst usw...
    Wohnt Ihr eigentlich zusammen?
    Es ist schwierig jmd. einen Rat geben zu wollen, keiner weiß ja wie die Sache ausgehen wird!
    Einerseits ist es richtig auf sein Bauchgefühl zu hören, wobei da die Liebe zu jemanden einem (ich gehe da von mir aus!) auch mal die Realität verschönert vor Augen führt und einem hoffen lässt, wo es nichts mehr zu hoffen gibt (jedenfalls ohne Veränderung).
    Andererseits scheint Dein Partner das Suchtproblem früh erkannt zu haben und, wie gesagt, auch was aktiv dagegen zu unternehmen...
    Eure Beziehung muß sich nicht zwangsläufig in die Richtung entwickeln, wie sie hier oft zu finden ist, also mit Trennung enden, weil es sonst keinen andern Weg mehr gibt.
    Es ist aber nur richtig, sich darüber im klaren zu sein wo so etwas hinführen kann...und sich nicht blauäugig und verliebt immer weiter mit reinziehen lassen.
    Aber wie ich finde ist ein positiver erster Schritt bereits getan.

    LG Merenda

    Liebe karlotta,

    ich befand mich in einer sehr ähnlichen Lage wie Du. Mein ehemaliger Freund war auch ein "Problemtrinker", wenn er nicht mehr weiter wußte griff er zur Flasche, um "wenigstens für ein paar Stunden den Alltag zu vergessen", aus diesen Stunden wurden dann ganze Tage des Rausches...
    Er konnte ebenso wenig damit umgehen dass ich auch ein eigenständiges Leben außerhalb der Beziehung führte,er war auf Freundinnen eifersüchtig, auf meinen Ex-Freund war er eifersüchtig, da gab er regelrechte Aussetzer, dabei hab ich den Ex wegen ihm verlassen, außerdem viell. 3 Mal im Jahr gesehen, dann auch nur auf Festen o.ä...
    Meine Meinung ist, dass er nie gelernt hat, Probleme anzupacken und zu bewältigen, bis jetzt half ihm immer der Alkohol seine Probleme zu vergessen, die Probleme zu lösen war dann Aufgabe seiner Familie bzw. die letzten 2 Jahre auch meine.
    Witerhin war es bei ihm auch so, dass er seine "Persönlichkeit gewechselt hat", klar, wie Du schreibst, Dagmar, stecken wohl tausend Seiten in einem Menschen, auch unschöne, und wenn Alkohol getrunken wird fällt es einem leichter, die naheliegenden Gefühle rauszulassen, den Deckmantel abzuwerfen...es ist nur schwer zu glauben dass solche "gemeinen" Seiten eben auch in dem Menschen stecken, den wir lieben...
    Mit dem Selbstmitleid komm ich auch nicht wirklich zurecht. Eine Woche ist meine Trennung jetzt her, seitdem ruft er mich fast täglich an, weint, beteuert dass er es nur mit mir zusammen schaffen kann usw..., aber auch Vorwürfe kommen, er wäre doch so arm dran, ich wäre ja schuld..
    .Es ist verdammt schwer da konsequent zu bleiben...
    aber mitlerweile weiß ich aus meiner persönlichen Erfahrung (3 Trennungsversuche mit Rückfällen), dass das Zusammenbleiben bei uns zu nichts führt! Ich mach mich kaputt, psychisch und physisch. Außerdem kam ich an einem Morgen nach einem seiner Anrufe unangemeldet in unsere Wohnung um etwas zu holen, und ich fand ihn betrunken vor.
    Das sind dann Situationen die mich weiterhin bestärken das richtige zu machen.
    Was ich positives entdeckt habe u.a. in deinem Beitrag, dass sich dein Freund nach relativ kurzer Zeit bereit erklärt hat, sich helfen zu lassen.(Suchtberater, SHG).
    Dass er erkannt hat dass da was nicht "normal" läuft.
    Wichtig ist: Achte auf Deine Grenzen, zeig ihm Deine Grenzen und lass dich nicht zu sehr in seine Probleme mit reinziehen! leichter gesagt als getan, aber da muß er durch, nicht Du!
    Alles Gute wünscht
    Merenda

    Hallo Doro,

    Danke für Deine Antwort!

    Man,man, bei solchen Konstellationen tun sich Parallelen auf, vor einem Jahr noch fühlte ich mich, als ob ich die einzige wäre mit solchen Problemen, mittlerweile entdecke ich nach und nach dass man nicht so alleingelassen ist wie man sich doch oft fühlt!

    Da hast du Recht, dass das "bei-ihm-bleiben" natürlich gar nichts bringt, sondern das Problem in die Länge zieht....wichtig ist dass man sich das immer wieder bewußt macht, ich fühl mich nämlich auch so wie du geschrieben hast, dass ich ihm durch meine Trennung den letzten Draht zum Leben nehme, vorallem auch da er mir ständig am Telefon damit in den Ohren liegt. Aber einfach nicht rangehen kann ich auch nicht.
    Erstens ist die Angst immer noch zu groß, dass was passiert, zweitens müssen wir ja noch reden um die Wohnsituation zu klären.

    Klar, den goldenen Tip gibt es nicht, wäre ja auch zu einfach :)
    Aber einfach zu lesen dass es Menschen gibt die es auch geschaftt haben hilft einem doch schon viel!

    Deinen Satz würd ich übrigens so unterschreiben:
    Er hat alle Möglichkeiten, ein gutes Leben zu führen, und macht alles kaputt, nur weil er sich nicht helfen lässt.
    Aber da ist doch schon wieder dieser Punkt, dass WIR das sehen, WIR uns das zu Herzen nehmen, aber wir (Angehörige) können oft im Leben, fast immer bei Suchtkranken, nichts tun, es ist nicht unsere Aufgabe, sollte sie nicht sein. Mich macht die Situation auch wütend, er könnte doch, hatt die besten Voraussetzungen, was will er mehr, usw...aber, und das ist jetz leichter geschrieben wie gemacht, es sind seine Voraussetzungen, er muß was draus machen.
    Sich Hilfe holen.

    Ich habe bis jetzt eher wahllos im Forum gelesen, weiß daher wenig über deine persönliche Geschichte, aber ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft!

    Gute Nacht
    Merenda

    Hallo zusammen,
    ich habe mich endlich mal dazu durchgerungen zu schreiben...Momentan schreibe ich als eine ehemalige Freundin eines Alkoholikers, hätte ich dieses Forum früher entdeckt gäbe es jetz bestimmt schon Beiträge von mir á la "Warum nur hat er wieder getrunken" usw...
    Jetzt hoffe ich auf Rückmeldung und vielleicht auch Bestärkung.
    Nunja, zu der Vorgeschichte:
    Dass mein Ex ein Alkoholproblem hat, ahnte ich schon bevor wir zusammen kamen, verliebt und damals noch naiv wie ich war, dachte ich, das wird sich schon geben, ich liebe ihn doch (ich weiß! :roll: ). Wir zogen zusammen, am Anfang war das Alkoholproblem kaum spürbar, er trank relativ wenig und nicht exzessiv, nach ein paar Monaten merkte ich aber wie der Alkoholkonsum Überhand nahm. Die Wochenenden bzw. Tage die er frei hatte verbrachte er damit zu trinken, seinen Rausch auszuschlafen und wieder zu trinken...Die Woche über hielt es sich dann wieder in Grenzen, aber ich merkte nach und nach, dass er seinen Fokus immer offensichtlicher auf die Gelegenheiten richtete, in denen er Gelegenheit hatte zu trinken, immer öfter exzessiv....Naja, die Dinge nahmen ihren Lauf, viele von Euch kennen diese Art von Geschichte. Mehrmals im ersten Jahr machte ich gedanklich schon Schluss in solchen Momenten indem ich mir sagte:
    "Du hast jederzeit die Wahl, du kannst jederzeit gehen...", das half mir eine ganze Zeit über mein/ unser damaliges Leben hinweg, das meiner Meinung nach nicht "normal" war. (war es ja auch nicht!).
    Ich vertuschte seine Ausfälle, konnte mich auf nichts mehr verlassen, floh für die Tage seines Rausches zu meiner Familie wenn gar nichts mehr ging...bis ich ihn eines Tages (nach 1 1/4 jahren circa) verließ, jedoch nur für ein paar Tage. Danach ließ ich mich überzeugen, dass es von nun an anders läuft (ich weiß!) , dies ging wieder ein paar Monate gut, dann verließ ich ihn wieder, immerhin für knapp 2 Wochen. Da hatte ich mich schon etwas informiert (heute weiß ich auch dass das seine Aufgabe war und vorallem ist!), sagte er solle eine Therapie machen, dann ging er einmal zu einem Therapeuten und das wars dann.
    Damals fing ich auch an über Co-Abhängigkeit zu lesen und das ließ mir die Dinge auch klarer erscheinen.
    Immerhin hielt er 3 Monate durch ohne etwas zu trinken, in der Überzeugung (mit der er mich irgendwie auch wieder überzeugen konnte, im Nachhinein kann ich es mir auch nicht erklären...), dass alles auch ohne Therapie gut läuft und sich im Sand verläuft. Dann gabs Probleme, er fing wieder an zu trinken, ganze Tage durch, er war wieder in seinem alten Schema! Jetzt hab ich mich getrennt, wohne nun schon eine Woche nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung und hoffe, ja, dass ich es diemal schaffe (wovon ich aber ausgehe).
    Dass jetzt erst die schwierige Zeit losgeht (bzw. weitergeht) ist mir bewußt und hab ich auch schon gemerkt, z.B. die Anrufe seinerseits er kann ja nicht ohne mich, er akzeptiert es nicht...mal nüchtern, mal betrunken. Ich weiß, dieser Schritt ist verdammt überfällig und notwendig, viele hier haben ihn schon hinter sich gebracht in viel verzwickteren Situationen (Kinder, gemeinsame Schulden, Haus...). Nun muß ich auch durch.Tschaka :) Zur Not überlasse ich ihm die Wohnung (die auf mich läuft) und ziehe aus. Aber da wird noch einiges an Nervenverzehrenden Situationen auf mich zukommen. Angst hab ich natürlich leider! immernoch, dass was passiert, er betrunken fährt, das übliche eben, gleichzeitig weiß ich auch dass das nicht meine Probleme sind. Das macht mich schon fertig.
    Ich habe auch schon nach SHG für mich geschaut und werde da auch mal hingehen...ich brauche meine Kräfte und Nerven momentan für meine Ausbildung.
    So, ist doch ziemlich umfangreich geworden, ich hoffe ich habe nicht zu viel über ihn geschrieben, ist aber, finde ich, auch schwer zu trennen, da ich mir seine Angelegenheiten auch zu meinen gemacht habe.

    Ich freue mich Euch gefunden zu haben!

    Grüße Merenda