Beiträge von Ianna

    Hallo jennyli,

    ich kann verstehen, daß du Angst hast dich zu trennen. Allerdings würde ich diesen Schritt auch nicht ankündigen bis du sicher bist, daß du es durchziehen wirst. Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich bestimmt nicht bis ans "Ende meiner Tage" zu Hause sitzen und auf ihn warten werde, bis er aus der Kneipe kommt. Eigentlich sollte das Grund genug sein etwas zu verändern...ist es aber wohl nicht.

    Ich hoffe du findest die Kraft es durchzuziehen!

    Hallo prof_schroeder,

    ich habe auch schon Flaschen entdeckt, allerdings eher zufällig beim aufräumen oder beim waschen, Flachmänner in der Hosentasche. Da ich sauer reagierte macht er das schon länger nicht mehr.

    Ich denke auch daran eine Therapie zu machen. Wie bist du die Sache denn angegangen? Warst du zuerst beim Hausarzt?


    Hallo co-Elfi,

    Trennung auf Zeit mit einer separaten Wohnung...daran habe ich auch schon gedacht aber ich bin eher der "ganz oder gar nicht Typ". Wenn ich darüber nachdenke war es schon immer so bei mir. Ich bin lange unglücklich in einer Beziehung bevor ich gehe, dann ist aber endgültig Schluß.


    Grüße

    Ianna

    Hallo ihr Lieben,

    ehrlich gesagt, das Gespräch bei der Beratungsstelle hat mir nicht allzu viel geholfen. Der Psychologe sagte mir, dass eine Paartherapie nichts bringt solange mein Mann trinkt. Tja, so blieb es bei diesem einen Gespräch.

    Das Erschreckende ist, dass ich nicht weiß ob ich meinen Mann überhaupt richtig kenne und ihn nüchtern überhaupt ertragen könnte, da ich nicht immer sagen kann ob er überhaupt getrunken hat oder wieviel er tatsächlich trinkt. Ich kann also nicht beurteilen inwiefern seine Launen mit dem Trinken oder dem Nicht-Trinken zu tun haben. :?:
    Ich werde ihm aber nicht hinterherspionieren!!

    Prof_schroeder hat Recht, mir ist es auch nicht egal ob mein Mann trinkt. Ich entwicklicke aber in vielen Situationen eine Gleichgültigkeit. Die dient wohl zum Schutz.

    Grüße

    Ianna

    Hallo zusammen,

    ich habe noch immer nicht gehandelt. Langsam glaube ich, ich brauche eine Therapie. Ich kann nicht sagen, dass die Situation mit meinem Mann schlimmer geworden ist...STAGNATION auf ganzer Linie!! Außer unsere Beziehung beschäftigen mich so viele anderere Dinge emotional, dass ich keine Lust mehr hab mich aufzuregen. Meine Nerven liegen so blank! Wenn er trinken will, dann soll er. Ist mir irgendwie egal und das ich das einmal sagen würde, hätte ich nie gedacht. Was mich interessieren würde,- haben sich eure Männer eigentlich "zugesoffen" oder auch "nur" soviel getrunken, dass man es eigentlich kaum merkt.
    Manchmal zweifle ich an meinem eigenen Menschenverstand. :(

    Hallo Melinak,

    ich würde gerne trotzdem hier auf deine Frage antworten. Ich finde man kann vieles sagen....auf die richtige Art und Weise. Da jeder Fall unterschiedlich ist, kann man auch nicht immer von "Fakten" sprechen. Entmutigen lasse ich mich aber nicht so schnell. :)

    Der Termin in der Beratungsstelle war so lala. Einerseits war es gut sich den ganzen Frust mal von der Seele zu reden, andererseits hatte ich den Eindruck, dass der Herr nach einem langen Arbeitstag schon etwas müde ist. Am Ende des Gesprächs haben wir dann die 2 Optionen herausgearbeitet die ich nun habe. Die kannte ich allerdings auch schon vorher. 1. Ultimatum setzten: Hör bis Dezember auf zu trinken oder ich gehe! 2. Bleiben und abwarten: bis die Kinder älter sind ...bis ich finanziell unabhängig bin....bis Ostern auf Weihnachten fällt (Achtung Selbstironie!!)

    Sorry, muß später weiter schreiben...

    Hallo zusammen,

    wow, ich weiß nicht, vielleicht bin ich ein Sensibelchen...aber manche Äußerungen würde ich als kränkend empfinden.

    Was heißt denn schon, "jammern auf hohem Niveau"?

    Wenn es Menschen schlecht geht und sie sich aus Verzweiflung bei diesem Forum anmelden, dann wohl nicht aus Langeweile!

    Who are you to judge how one feels?!

    Hallo co-Elfi,

    leider hat die Beratungsstelle sich noch nicht gemeldet. Ich warte noch diese Woche ab und werde dann wieder anrufen.

    Ich hoffe. dass dieser Termin etwas Klarheit in mein Gedankenwelt bringt. Ich bin zu durcheinander um eine Entscheidung zu treffen und bin einfach nur froh wenn ich alles andere irgendwie geregelt kriege.

    Lg

    Ianna

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade den aktuellen Thread von "Emma2010" gelesen und dort wurde sinngemäß geschrieben, dass es hier im Forum nicht um "Plauderei" gehe, sondern um den Willen etwas verändern zu wollen. (So habe ich es verstanden)

    Ich fand es war zwar etwas harsch ausgedrückt, hat aber seine Richtigkeit.
    Genau aus diesem Grund habe ich eine Weile nichts geschrieben, denn...
    alle guten Tipps wurden mir von euch bereits gegeben und nun liegt es an mir in die Gänge zu kommen.

    Nach einem unschönen Zwischenfall am WE habe ich heute bei einer Beratungsstelle um einen Termin gebeten. So kann es nicht weiter gehen!

    co-Elfi : Tief im Inneren möchte ich lieber frei sein!

    Hallo Sonne5 und Grazia,

    ihr habt Recht, ich sollte mir das nicht gefallen lassen und mir mehr wert sein. Ja, ich bin wohl absolut Co-Abhängig! Jetzt weiss ich es!!! Es hat ca 6 Jahre gedauert bis ich kapiert hab`, was mit ihm und mit mir los ist. Vorher war der seelische Druck noch viel extremer, weil ich mich ständig bemühte es ihm recht zu machen, es aber nie schaffte. Dann waren aber wieder Tage dazwischen, da war alles wunderbar. Er sah seine Fehler ein, sagt mir wie super ich alles im Griff habe, sagte ich solle etwas ausspannen und shoppen gehen etc. Wenn ich mir dann aber tatsächlich etwas Freiraum nahm, wurde genau das mir beim nächsten Streit prompt zum Vorwurf gemacht.
    Dazu muß ich sagen, mein Mann ist ein Arbeitstier und Perfektionist! (Das ist schon krankhaft) Er hilft viel im Haushalt und kümmert sich um die Kinder. Auch wenn er trinkt, läßt er sich nie hängen nimmt alles in die Hand. Gerade das hat mir am Anfang sehr gefallen.

    Als er gestern Abend nach Hause kam roch er sehr nach Alkohol. Sein schlechtes Gewissen hielt sich in Grenzen und er wollte mit mir plaudern. Ich ging darauf ein, um Streit zu vermeiden. Als ich ihm sagte ich sei müde war er leicht eingeschnappt.

    In meinem Kopf rattert es in einem fort.... soll ich einen Schlußstrich ziehen, wiel soll ich das anstellen, was mit den Kindern, was mit den Tieren, was mit dem Haus, was mit einer Arbeitsstelle????
    Alleine wäre das alles so nicht mehr möglich. Dabei geht es mir nicht ums Geld. Ich will nur das die Kinder glücklich sind und das sind sie momentan.

    Ich sitze hier und lese im Forum, es ist schon recht spät und mein Mann hat sich nach der Arbeit noch nicht blicken lassen. Die Kinder sind schon im Bett und ich fühle mich schlecht. Habe viel nachgedacht und ich glaube etwas gravierendes wird nur passieren wenn ich mich verweigere. Ich meine emotional und physisch. Ich glaube das gäb´richtig Ärger! Mein Magen fährt gerade Achterbahn...

    Hallo zusammen,

    wir waren im Urlaub und es war anstrengend. Noch davor ist mein Mann an zwei verschiedenen Tagen nach der Arbeit nicht direkt nach Hause gekommen und war bis spät abends in der Kneipe. Ohne vorher Bescheid zu sagen!!! Das sollte ich mal machen... Ich habe es allerdings aufgegeben ihn deswegen Vorwürfe zu machen. Im Urlaub hat er zwar nicht viel getrunken, wurde aber wütend als ich es ablehnte Wein für uns zu kaufen. Da kam eine Einladung zum Grillabend gerade recht um ein paar Bierchen zu rechtfertigen. Ansonsten war er, wie immer, rastlos und voller Stimmungsschwankungen. Mal fröhlich, mal traurig, mal agressiv (aber nie handgreiflich).
    Es gab immer wieder Spannungen zwischen uns. Ich bin mir nicht sicher ob das mit Alkohol zu tun hat und wahrscheinlich bin ich auch nicht unschuldig, weil ich mittlerweile auf bestimmte Dinge genervt reagiere. Er sagt mir ständig, dass ich alles für ihn bin etc. Dann denkte ich, was kann eine Frau mehr wollen?! Welche Ehe ist schon perfekt? Nachdem wir zu Hause ankamen ist er noch kurz in die Kneipe gefahren.
    Vielleicht mache ich mir auch etwas vor und ich verschwende meine Zeit. Ich weiß es noch nicht und langsam wünsche ich mir es würde etwas gravierendes passieren. Positiv oder negativ, damit ich etwas mehr Klarheit bekomme. Ich hänge in den Seilen :(

    Hallo Clärchen,

    teilweise erinnert mich deine Geschichte sehr an meine eigene. Besonders das dein Mann dich ganz für ihn alleine haben will, das ist bei uns genauso. Gerade letzten Samstag gab es Streit weil ich abends noch zu einer Freundin wollte und er mich gerne bei sich gehabt hätte. Das nimmt mir die Luft zum Atmen! In solchen Momenten fühle ich mich so schlecht. Leider kann ich solche Situationen sehr gut verdrängen. Toll wie du deine eigenen Interessen durchsetzt!

    Grüße

    Ianna

    @Malinek

    also du hast das mit der "Hobbydiagnose" etwas zu ernst genommen. Man fragt sich doch schon mal was ist bloß mit diesem Menschen los und fängt an zu googeln. Keine Angst, ich werde meinen Mann nicht eigenmächtig Medikamentös behandeln :-). Ich bin auch nicht perfekt, bilde mir aber ein recht umgänglich zu sein.

    co-Elfi

    das mit dem Grenzen setzten habe ich in letzter Zeit durchgezogen. Es ist bloß nicht einfach Nein zu sagen, denn das bedeutet Diskussionen und wenn ich dazu nicht bereit bin, dann bedeutet es seinerseits Geschreie. Wenn die Kinder in der Nähe sind versuche ich das zu vermeiden. Das kommt jetzt aber auch nicht jeden Tag vor. Wahrscheinlich bin ich noch nicht ünglücklich genug um den nächsten Schritt zu wagen.

    @ Grazia

    das ist es ja, ich weiß nicht welche anderen Möglichkeiten ich habe. Ehrlich gesagt habe ich Angst ganz auf mich alleine gestellt zu sein. Ich bekomme keine Unterstützung durch meine Familie (bezügl. Babysitting). Es wäre möglich...aber nicht einfach!!

    Hallo Doro,

    Zwansneurotisch ist meiner glaub ich auch. Ich bin in letzter Zeit zum absoluten Hobbypsychologen geworden. Meine Diagnose: Borderlinesyndrom!!!
    Ich mach auch andauernd Dinge damit es keinen Streit gibt. Irgendwann ist dann bei mir Schluß mit lustig. Ich laß mir dann nichts mehr gefallen und das Endet meist im dicken Streit. Alles verbal und laut :( !!

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Nici
    Meine Töchter sind 5 und 13 Jahre alt. Mein Mann ist auch öfters depressiv und das zieht mich mit runter. An anderen Tagen ist er ein Sonnenschein und wir lachen viel etc. Du hast allerdings absolut Recht mit der Aussage, "er bestimmt den Ablauf seines Lebens"denn wenn er keine Lust hat nach der Arbeit nach Hause zu kommen, dann bleibt er halt weg. Das kam früher öfters vor und jetzt nur noch selten...aber troztdem!!!

    Aurora

    Das ganze ist so verwirrend für mich, weil ich eben mal glücklich bin und mal nicht. Wäre die Lage extremer, hätte ich z.B. jeden Tag einen Volltrunkenen im Haus, dann wäre ich schon getrennt. Das ganze ist wie eine Achterbahnfahrt und ich habe immer noch jede Menge Hoffnung. Natürlich ist es im Endefekt egal was andere Leute darüber denken aber wenn man in diesem Forum schreibt erhofft man sich doch gute Tipps bzw. andere Erfahrungswerte, oder nicht?

    Grüße

    Ianna

    Hallo,

    ich bin 38 Jahre alt, Mutter von 2 Töchtern und mein Mann ist Alkoholiker....denke ich. Da ich mit dem Thema Alkoholmissbrauch noch nie etwas zu tun hatte, habe ich sehr lange gebraucht um überhaupt ein Problem zu vermuten. Mein Mann trinkt meistens Bier, manchmal auch Schnaps. In den letzten Jahren habe ich ihn 3 mal richtig besoffen gesehen. Ansonsten steht er voll im Leben, arbeitet hart und versorgt seine Familie. Er ist ein gebranntes Kind, seine Mutter war auch alkoholkrank. Wir hatten viele Diskussionen und Streit aufgrund seines Alkoholkonsums. Denn, obwohl er sich nicht volldröhnt trinkt er fast jeden Tag etwas. Ich weiß nicht ob es der Alkohol ist aber er ist manchmal sehr kontrollierend und übt emotionalen Druck auf mich aus. Z.B. will er dann mit mir reden und ich soll dann nicht am Telefon sprechen, soll bestimmte Kleidungsstrücke nicht tragen etc. Es gab auch eine Alkoholpause von ca 2 Monaten und dann fing es wieder an. Das alles macht mich fertig und langsam gebe ich die Hoffnung auf. Besonders dieser emotionale Druck macht mich nervös. Ich weiß nicht ob ich das alles noch mitmachen soll!! Wie denkt ihr darüber?