Beiträge von Wacholderfrau

    Hallo,

    es ist mir schon so lange ein Bedürfnis, hier einiges aufzuschreiben, aber ich wusste nicht, wo anfangen, wo aufhören...

    Die letzten Monate waren sehr anstrengend und haben viel Kraft gekostet. Ich habe viel gearbeitet, bekam eine ziemlich heftige Grippe, und ich habe meine Mutter die letzten beiden Monate ihres Lebens begleitet. Sie ist im Dezember gestürzt und hat sich davon nicht mehr erholt.

    Ich schrieb hier schon davon, dass unser Verhältnis nicht gerade das beste war und ich durch die Tatsache, dass mein Bruder (Mutter und Bruder wohnten zusammen) nasser Alkoholiker ist, die Besuche sehr eingeschränkt habe. Wenn ich zu ihr gefahren bin, dann war es oft sehr widerwillig. Das tut mir heute unsagbar leid und weh, auch wenn die Situation sehr schwierig und problembehaftet war, was durch die Trauer nicht in Vergessenheit gerät.

    Es gibt vier Dinge, die ich hier dazu sagen möchte:

    Veränderung ist möglich, auch wenn man eigentlich davon überzeugt ist, dass dies nicht mehr geschehen wird. Durch die intensive Begleitung meiner Mutter hat sich noch eine Nähe bei uns beiden entwickelt, die ich nie für möglich gehalten hätte. Friedlich Momente, vertraute, schöne und viele Stunden ruhiges Zusammensein, für die ich unendlich dankbar bin und in denen ich viel gelernt habe und durch die mir viel bewusst geworden ist.

    Dann wurde ich auch immer wieder auf schreckliche Weise mit dem Alkoholismus und entsprechendem Verhalten des Bruders konfrontiert. Er brachte es fertig, rotzbesoffen - und das nicht nur einmal - ans Sterbebett seiner Mutter zu kommen, so betrunken, dass er kaum noch gehen, geschweige denn sprechen konnte...
    Ich komme aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen, Es gab in den letzten Wochen einige sehr schwierge Situationen, denen ich ausgesetzt war (weil ich bei meiner Mutter sein sollte und es Dinge zu regeln gab, wo es um Würde und Menschlichkeit ging) und wo mich meine Vergangenheit zeitweise schier einholte.
    Ich könnte ich ganze Seiten damit füllen, zu was ein nasser Alkoholiker alles fähig ist. Das will ich nicht - mir zuliebe.

    Ich habe im geschützten Bereich des Forums sehr viel geschrieben, immer und immer wieder - und habe unsagbar große Unterstützung erfahren, für die ich sehr dankbar bin und die mir sehr geholfen hat, diese Zeit zu überstehen.

    Ja, Punkt vier ist: ich habe nicht getrunken! Ich bin inzwischen ein Jahr und acht Monate trocken, und ich spüre festen Boden unter mir. Es gab keinen einzigen Moment in dieser letzten Zeit, in dem ich hätte trinken wollen oder müssen.


    Zur Zeit brauche ich noch viel Ruhe und Aus-Zeit, die ich mir auch nehme. Ich will viel für mich sein, es arbeitet noch viel in mir, das spüre ich. Ich denke viel und gerne an meine Mama, und ich bin traurig, dass sie nicht mehr da ist. Aber es gibt immer auch schöne Dinge, die ich bereit bin zu sehen und an mich heranzulassen.

    Liebe Grüße von Wacholderfrau

    Hallo Lena,

    du wirkst auf mich sehr reflektiert und differenziert.
    Ich finde deinen Beitrag sehr wichtig und ein sehr schönes Beispiel dafür, was sich wie verändern kann, wenn man Verantwortung für sein Leben übernimmt und vor allem, wenn man nicht mehr trinkt. Du hast das toll zum Ausdruck und auf den Punkt gebracht.

    Ich drücke dir die Daumen für dein Gespräch.

    Liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Liebe Nys,

    ich finde Andreas Beitrag klasse.
    Klar ist es deine Entscheidung, ob du dich zurückziehst - ich meine nur, Rückzug ist selten der Weg nach vorne.
    Ich jedenfalls möchte, dass du bleibst - weil ich dich mag.

    Liebe Grüße von W.

    Liebe Samsara,

    ich hatte dich schon richtig verstanden :wink:

    Hallo Zotti,

    Zitat

    ... allerdings denke ich heute, dass es eben ganz spontane Handlungen waren, ohne den Kopf einzuschalten.
    Gegen Kummer, Sorgen, schlechte Laune oder nur gegen Langeweile konnte ich mich mit Alk "abschalten".

    Heute denke ich viel mehr nach und analysiere die Situation, so dass ich letzlich gar keinen ALK brauche.

    Irgendwie ist das schwer zu verstehen, warum ging es damals nicht?
    War es einfach nur der bequemste und schnellste Weg, um Problemen aus dem Weg zu gehen?

    sternenhimmel hat dir darauf in deinem Faden geantwortet, und genau so sehe ich es auch.
    Ich wollte den Rausch, ich wollte mich in den Rausch fallen lassen, ich wollte trinken. Probleme, Sorgen - Gründe dafür ließen sich "problemlos" finden, da musste ich nur in die richtige Richtung greifen, irgendwas gab es immer, das ich zum Anlass nehmen konnte.

    Es ist ja auch nicht so, dass sich Probleme, Unstimmigkeiten, Schwierigkeiten mit dem Nichttrinken in Luft auflösen. In den letzten Wochen hatte ich durchaus etwas zum Anlass nehmen können, um wieder trinken zu müssen, wenn ich gewollte hätte. Ich will aber nicht.
    Ich will eine zufriedene Trockenheit, und so bleibt mir nichts anderes übrig, als mich mit mir und meiner Krankheit auseinanderzusetzen - oder zusammenzusetzen :lol:
    Schritt um Schritt gelingt es mir, Gefühle auszuhalten, die mir unangenehm sind - oder auch angenehm, manchmal waren Glücksgefühle, so schön sie auch sind, ebenso unerträglich.

    Mir stellt sich nun die Frage, wann läuft es denn dann aus dem Ruder?

    Oder/und sitze ich denn nicht auch noch da und habe die Ruder in den Händen, wenn auf den Abgrund zusteuere?

    Zerstört der Alkohol mein Leben oder zerstöre ich mein Leben mit dem Alkohol?

    Gruß
    Wacholderfrau

    Liebe Samsara,

    dann folge ich doch gleich deinem Aufruf :lol:

    Zitat

    Teilt Euch hier mit, bevor Ihr dem Alk das Ruder überlässt und die nächste Runde dreht. Sehr zu, dass Ihr hilfreiches Werkzeug in Eurem Notfallkoffer habt und dass dieser nicht nur zur Deko unbenutzt in einer Ecke verstaubt.


    Der erste Abschnitt deines Satzes macht mich nachdenklich.

    Glaubst du wirklich, dass der Alkohol das Ruder übernimmt? Übernehmen kann? Ich glaube, du sprichst damit einen (für mich) wichtigen Teil des Suchtdenkens an. War ich jemals wie ferngesteuert und bin deswegen losgezogen, um ALk zu kaufen? Warst du das? Hätten wir nicht in vielen Momenten davor sagen können, nein und nochmals nein? Hat der Alkohol eine Eigendynamik? Was glaubst du?
    Ich kann mich an sehr viele Tage erinnern, dass ich mich mit einem furchtbaren Kater durch den Tag geschleppt und mir geschworen habe, nie, nie wieder trinke ich. Endgültig! Und abends habe ich weitergetrunken.
    Ich stelle mir diese Frage ernsthaft und mich interessieren sehr die Meinungen anderer dazu.
    Klar kann ich sagen, ich fühlte mich wie eine Marionette - aber ich weiß, dass ich die Fäden gezogen habe, weil ich trinken wollte - und nichts anderes tun wollte, als zu trinken.

    Dann habe ich noch eine Frage, liebe Samsara. Magst du verraten, was in deinem Notfallkoffer drin ist?

    Liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo,

    danke schnuffig.

    Zitat

    Jetzt kann ich selbst entscheiden, wo ich meine Energie reinstecke oder auch nicht.


    Ja, so ist es. Und wenn ich dabei bin, in alte Verhaltensmuster reinzurutschen oder über's Ziel hinauszuschießen, habe ich die Möglichkeit stop zu sagen. Ich merke, das kommt immer weniger vor.
    Ich halte den mir wichtigen Sicherheitsabstand ein, weil ich ganz gut weiß, wo und wann es brenzlig werden könnte.

    Weil wir es gerade vom Weg hatten - mein Weg gefällt mir zur Zeit ganz prima.

    Ich habe mich heute an eine extrem unschöne Zeit erinnert und im geschützten Bereich davon geschrieben

    Zitat

    Ich habe unendlich viel geschrieben, zum Teil auch Texte, die gar nicht mal so schlecht waren - und ich habe sie verworfen, gelöscht, verbrannt. Vor etwa 3 Jahren habe ich um Suff alles, was bis dato existierte, verbrannt. Eineinhalb Meter handgeschriebene Tagebücher, ausgedruckte Prosa und Lyrik.
    Am Tag danach war es, als hätte ich ein Stück aus mir herausgerissen. Weiterzutrinken war damals die Lösung und die Linderung des Schmerzes, den ich lapidar fand.


    Später gab es noch einen 100 Seiten computergeschrieben Brief in Romanform an meinen damaligen Freund, auch den habe ich einfach gelöscht (den Text meine ich :lol: ) Das ist schon traurig, wenn ich daran denke.

    Meine Achtlosigkeit mir gegenüber war in trinkenden Zeiten oft sehr heftig, und mit dem Alkohol habe ich meinen Selbsthass geschürt.

    Wenn ich das bewusst mache, kommt es mir vor, als wäre ich eine völlig andere Frau geworden. Aber das stimmt nicht. Ich bin die Trinkerin gewesen, die sich fast ruiniert hätte, nun bin ich die trockene Alkoholikerin, die mit ihrem Leben respektvoll umgeht und die gerne lebt. Ich wollte die Trinkerin gar nicht aus meinem Leben streichen, weil sie mir hilft, so zu leben, wie ich es inzwischen tu. Anderes eben.

    Viele Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo schnuffig,

    dass du uns hier an deinen kreativen Ideen teilhaben lässt, finde ich sehr schön und anregend. Vielen Dank. Ich habe richtig Lust bekommen, mal wieder etwas mit Blättern und Tonpapier zu gestalten.

    Ich bin eine leidenschaftliche Sachensucherin und bringe von meinen Spaziergängen oft kleine Schätze mit nach Hause. In den letzten Wochen habe ich viel Treibholz vom Fluss gesammelt, das ich nach und nach mit Acrylfarbe bemalen werde, das gibt dann lustige Mobiles, eine Lampe und/oder einen Kerzenleuchter. Ansonsten gibt es hier eine große Sammlung mit Federn und weißen Schneckenhäusern.

    Zitat


    Ich kann diese Dinge in die Hand nehmen und somit begreifen und sehen, dass meine zufriedene Trockenheit ebenfalls schöne Blüten treibt wenn ich sie pflege.

    Der Satz ist nicht nur sehr poetisch und wunderschön sondern auch sehr aussagekräftig und gefällt mir total gut. Danke.

    Liebe Wacholdergrüße :lol:

    Hallo Maria,

    Zitat

    Der ist nicht ungewöhnlich und es wird sich der/die eine oder andere Alkoholiker/in drin wieder erkennen. So tickt die Sucht.

    Und ob sich da Eine wieder erkennen kann! Du hast etwas sehr Wichtiges mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo,

    vielen Dank, Katha, ich hoffe, du hast auch etwas Schönes geschlafen :lol:

    Ich schrieb oben - Manchmal empfand ich diese Energie-Quelle als Fluch. - und musste darüber noch eine Weile nachdenken. Denn das sehe ich natürlich nicht mehr so.
    Meine Energie und meine Kraft sind ein wahres Geschenk, ein kostbarer Schatz. Dass mir das zur Falle, sag ich jetzt mal, wurde, hat damit zu tun, dass ich erst damit umgehen lernte, als ich über 40 Jahre alt war.
    Als Kind und Jugendliche brauchte ich Stärke, die ich aus dieser Kraft und mit dieser Energie gewann.
    Als Trinkerin konnte ich diese grauenvolle Zeit nur überstehen, weil ich Durchhaltevermögen und Energie habe.

    Ich frage mich, hat nicht jede(r) Alkoholiker(in) sehr viel Energie? Wie sonst kann man so unmäßig trinken und den nächsten Tag nicht nur überstehen sondern auch noch (einigermaßen) zu funktionieren?

    Ich erinnere mich daran, dass ein Teilnehmer einer SHG, der schon länger trocken war, sagte, ein trockener Alkoholiker ist zum Erfolg verdammt, weil er ein hohes Potential an Energie hat/haben muss. Damals hat mir dieser Satz imponiert, das weiß ich noch. Erfolg interessiert mich nicht mehr. Ich habe den Ehrgeiz - oder das Bestreben (die Bezeichung gefällt mir besser), meine Arbeit gut zu machen. Das reicht. Ich möchte mich nicht mehr beweisen, zeigen, dass ich toll bin.

    Das Schöne ist nun, dass ich diese Energie für mich nutzen kann, sie mir zur Verfügung steht, ohne sie für excessives Betrinken und anschließendem Kater zu vergeuden und auszubeuten.

    Mein Wunsch ist es, einen sorgsamen Umgang zu lernen. Ich mache das schon ganz gut, glaube ich, vielleicht bin ich an einer "tieferen" Schicht angelangt, einer die für Andere vielleicht völlig normal ist, das mag sein, aber für ein schönes Gefühl ist, es überhaupt zu spüren.

    Es geht weiter auf meinem Weg. Und ich freue mich, mehr und mehr meine Bekanntschaft zu machen :lol: und mich mit mir und in mir wohlzufühlen.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich.

    Liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo,

    ich habe mich sehr über die Rückmeldungen gefreut. Vielen Dank schnuffig, Matthias, Frank und Katha.

    Ja, wie geht es mir mit dem Schlafen gehen? Seit ich mich damit beschäftige eher nicht so gut :lol: . Ehrlich gesagt bin ich "plötzlich" jeden Abend sowas von müde und kaputt und lag diese Woche sage und schreibe schon zweimal um kurz nach 21 Uhr im Bett.
    Ich glaube, inzwischen ganz gut reflektieren zu können, was ich brauche und was ich will, was mir gut tut und was nicht. Mein Schlafverhalten gehört da allerdings nicht dazu, das ist mir klar geworden. Ich will aufbleiben, wach bleiben, ich genieße die Nachtstunden, fühle mich wohl, bis in die Puppen schöne Dinge zu tun, Dinge, die mir wichtig sind und die ich jahrelang völlig außen vor gelassen habe, weil mir trinken wichtiger war. Trinken und mich in meinem Elend suhlen is nicht mehr. Trinken und mich nach einem schöneren, einem erfüllten Leben sehnen, traurig sein, völlig idiotische Gedanken zu habe, auf die ich gegebenfalls auch noch stolz war - das ist auch nicht mehr. Das erfüllte Leben gibt es jetzt - und nicht die abgefüllte Frau. Das gefällt mir.

    Ich habe sehr viel Energie, was ja schön ist, die meiste Zeit meines Lebens habe ich energiemäßig aus dem Vollen geschöpft, hatte selten ein Maß, wann es denn mal gut war. Manchmal empfand ich diese Energie-Quelle als Fluch.
    Es hat sich mit Sicherheit bereits viel geändert, mein Umgang mir mir ist ein völlig anderer geworden. Aber ich glaube, mein Körpergefühl, meine Körperwahrnehmung ist noch nicht so, dass ich sagen könnte, sie wäre gesund. Hm, ich weiß nicht, nee, ich glaube nicht.

    Jedenfalls habe ich nun die "Unschuld" verloren, hingebungsvoll Nacht für Nacht aufzubleiben bis ich denke, ach, jetzt könnte ich doch mal ins Bett gehen...

    Zitat

    Hab das nie verstanden, wie jemand müde werden konnte.


    Das ist eine Aussage, die mir bekannt vorkommt.

    schnuffig, du hast dich an Delfinen orientiert? :lol: Delfine waren mal meine Lieblingstiere - jetzt sind es die Krähen und Raben.

    Zitat

    früher bin ich eingeschlafen (oder hab s bewustsein verloren) wenn ich voll- und die flasche leer war. wenn ich dann aufgewacht bin war ich müde und hab mich durch n tag gekämpft.


    Schrecklich, Matthias, dass das so war und wie das war, einfach grauenvoll!

    Zitat

    Was mich betrifft gibt es diese Verbindung auf jeden Fall. Ich hatte sehr lange damit zu tun, wieder in einen halbwegs annehmbaren Schlafrhythmus zu kommen nachdem ich nicht mehr getrunken hatte - auch dann noch als es mir körperlich und seelisch schon recht lange wieder gut ging. Ich glaube, dies ist eines der Dinge die sich sehr spät wieder einspielen;


    Ich glaube, ich fange jetzt damit erst an, Frank, meinen Schlafrythmus zu suchen und zu finden, nachdem mir erstmal überhaupt bewusst geworden ist, dass ich mich so wenig schlafen lasse.

    Zitat

    Heute ist mir der regelmäßige und ausreichende Schlaf wichtiger als alles andere.


    Katha, diesen Satz habe ich inzwischen immer wieder "wirken" lassen, er gefällt mir, und ich wünsche mir, dass ich das auch bald sagen kann.

    Im Moment ist es so, dass ich es als fürsorglich empfinde, mich damit ernstzunehmen. Und in diesem Moment, also jetzt, sitze ich ein wenig verschmitzt hier, komme mir ein bisschen vor wie ein Kind, das die Erwachsene ausgetrickst hat... :lol: , weil es nämlich schon fast halb zwölf ist...
    Mag das auch nicht so bitterernst sondern mich auch ein wenig auf den Arm nehmen... :lol:

    Liebe Grüße
    Wacholderfrau

    Hallo,

    ich möchte gerne hier schreiben, was mich gerade beschäftigt. Eine liebe Forumsfreundin hat sich besorgt über meine Schlafgewohnheiten geäußert.

    Eigentlich gehört ausreichend Schlaf zu meinen erweiterten Grundbausteinen. Eigentlich. Was ich allerdings mache ist, dass ich mich im wahrsten Sinn des Wortes zu wenig schlafen lasse. Ich gehe oft erst um 1 Uhr oder später ins Bett und lese dann noch... Wenn ich arbeite steh ich spätestens um 6.30 Uhr auf.. Im Urlaub schlief ich dann schon mal bis 9.30, die Ins-Bettgehzeit war dann aber auch entsprechend später.

    Indem ich mir nun meine Schlafgewohnheit etwas bewusst mache, wird mir leider deutlich, dass ich noch immer wenig Körpergefühl habe bis zu gar keinem. Seit einem Jahr wundere ich mich, dass mich mein Körper ständig ausbremst, ich krank geschrieben werden muss(te), sozusagen lahmgelegt werden muss(te).

    Ich ließ mich bisher glauben, nicht mehr als 5 Stunden Schlaf zu brauchen.
    Was mir klar ist, ich übergehe abends den Punkt, an dem ich ins Bett gehen könnte, weil es so viele schöne Dinge gibt, die mir gefallen, weil mir das Lesen und Schreiben im Forum so wichtig ist, weil ich die Nachtstimmung liebe, weil ich mich freue, allzeit klar und wach sein zu können. Wenn ich diesen sogenannten Punkt also übergehe, bin ich nicht mehr müde sondern kann locker bis 2 oder 3 Uhr nachts aufbleiben.

    Tatsache ist allerdings, dass ich einer Arbeit nachgehe, bei der ich fast den ganzen Tag auf den Beinen bin und ich abens erschöpft und müde bin. Erstmal.

    Gestern habe ich nun mal auf mich gehört - und lag um viertel nach neun im Bett, konnte noch maximal eine viertel Stunde lesen...

    Es ist so unsinnig zu sagen, yeah, ausreichend Schlaf gehört zu meinen Grundbausteinen... und das Gegenteil zu tun.

    Wie geht es euch mit Schlafen?, euerem Schlafrythmus?, gibt es eine Verbingung, die mit Alkohol zu tun hat? Ich würde mich über Rückmeldungen freuen.

    Gruß von Wacholderfrau

    Hallo Tina, hallo Hartmut,

    Zitat von Hartmut


    Ansonsten wundert es mich mal wieder welch Interpretationsspielraum genutzt wird um Verschwörungen oder Verknüpfungen zu bekannten Personen oder Ähnlichkeiten über Personen diskutiert wird , anstatt zur Frage zu kommen . Da sind wohl ganz tief die Co Knöpfe gedrückt und eine Schutzrolle für jemanden einzunehmen, der eventuell etwas damit zu tun at.


    Ich wundere mich auch, und zwar über den unpersönlichen und unfreundlichen Umgang mit mir. Ich habe einen Namen und wäre schön auch mit dem angesprochen zu werden, wenn ich gemeint bin.
    Deine Reaktion, Hartmut, ist für mich ein klassisches Beispiel von Interpretation. Ich habe lediglich mein Unbehagen geäußert. Ob ich nun Co bin, Verschwörungen anhänge oder eine Schutzrolle einnehme, kann ich gut im Raum stehen lassen.

    Zitat von Hartmut


    Nun erlaube ich mir ja auch zu Gegebenheiten aus dem normalen Leben zu diskutieren ohne explizit eine Person zu bestimmen. Man nimmt die Eindrücke auf und will für sich etwas erfahren . Und hier im Forum ist es nicht anderes da habe ich auch den A... in der Hose, es direkt mit der Person zu diskutieren und nicht woanders in einem fremden Thread, über Ihn, mit hypothetischen Annahmen .


    Mit meiner Person trifft das leider nicht zu. Das finde ich schade.

    Es ist also eine hyothetische Annahme meinerseits, wenn ich die Frage, um die es hier geht, auf Hellges Schreibweise beziehe, die kryptisch und orakelhaft bezeichnet wurde? Ist schon okay so.

    Ich bedaure und es tut mir leid, dass du dich angegriffen gefühlt hast, Tina. Zumindest hat deine schroffe Reaktion

    Zitat

    Ich hoffe, dass war deutlich genug

    auf mich so gewirkt.

    Zitat

    Da mag mir vielleicht der ein oder die andere was anderes unterstellen, aber das ist ja dann nicht meins.


    So viel zu klaren Worten.
    Danke schön.

    Gruß
    Wacholderfrau

    Hallo Mäuki,

    Zitat

    Mir kommt noch eine andere Aussage in den Sinn:
    Ich hätte eher sein können wie ich jetzt bin.


    Ich mache daraus mal eine Frage: hättest du denn eher sein können, wie du jetzt bist? Hättest du, bist du aber nicht.
    Ich stelle mir solche Fragen nicht mehr, weil ich sie für Energieverschwendung halte, und für Zeitverschwendung. Ich habe 6 Jahre getrunken und war 12 Jahre trocken, habe dann 8 Jahre (zum Teil mit langen Trinkpausen) wieder getrunken. Ich hatte das Wissen und die Erfahrung wie Nichttrinken geht. Tja, das hätte ich wohl besser nicht gemacht, wieder zu trinken, Mäuki, hab ich aber. Ich hätte mir einiges erspart, habe ich aber nicht. Dieses HÄTTE hilft mir nicht, es bringt mich höchstens zum Grübeln. Für mich zählt, dass ich heute auf den Tag genau 14 Monate trocken bin. Und das, was ich jetzt mache zählt und wie ich jetzt lebe.

    Zitat

    Ich bin zu dem Schluß gekommen es gibt keinen Sinn im Leben.
    Das ganze Geschwafel über den Sinn des Lebens ......
    alles sinnlos.
    Man kann also die schwachsinnige Suche danach aufgeben,
    Man wird ohne gefragt zu werden in das Leben unbeschützt hineingeworfen und muß zusehen wie man damit fertig wird.


    Das habe ich bereits gelesen, als du es geschrieben hast :lol:
    Ach, was habe ich saufend und sinnierend Zeit verbracht, über den Sinn des Lebens nachzudenken... Es gruselt mich, wenn ich nur daran denke...

    Zustimmen kann ich deiner Aussage beim 2. und 3. Satz, beim 4. habe ich meine Zweifel und beim 1. bin ich klar anderer Meinung als du. :wink:

    Natürlich gibt es den Sinn des Lebens! Ich will mich nur nicht mehr mit der Frage danach beschäftigen, oder damit wie ich meinem Leben einen Sinn geben kann und und und... Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Frage nach dem Sinn unsinnig ist. Das Leben, nein, das ist keinesfalls unsinnig!

    Zitat

    Also kann man seine Energie dafür aufwenden im Hier und Jetzt zu leben.


    Und sich seine Lebendigkeit :lol: spüren lassen und sich seiner Lebendigkeit bewusst sein.

    Zitat

    Ich habe Feierabend,meine Arbeit war schrecklich wie immer,
    ich kann sie nicht leiden sie ist einfach fürchterlich elendig.


    Das finde ich ziemlich schlimm, wenn du das so empfindest. Das tut mir leid. Ich stelle es mir als große Belastung vor - ich finde es gut, was Katha dazu geschrieben hat.

    Nun aber mal gut für heute.

    Liebe Grüße von Wacholderfrau

    Hallo Tina,

    ich möchte dir sagen, dass mir deine Frage Unbehagen bereitet.

    Zitat von Bruce


    Gibt es da irgendeinen Kontext, aus dem diese Frage entstanden ist?


    Mein Unbehagen entstand nicht bei deiner Frage ansich, sondern weil es "einen konkreten Anlass" oder wie Bruce schreibt und fragt, einen Kontext dafür gab, der nun indirekt thematisiert wird. Insofern empfinde ich deine Frage nicht allgemeingültig sondern auf die Art zu schreiben eines bestimmten Users, nämlich hellge, bezogen. Und somit beinhaltet nicht nur die Frage sondern auch ein Teil der Antworten sogenannte kryptische Worte für mich, wie ich sie verstehe und sie auf mich wirken

    Grüße von Wacholderfrau

    Hallo Mäuki,

    dich beschäftigen so viele Dinge, stimmt's?

    Die Frage "wer bin ich eigentlich" hat mich auch schon oft umgetrieben und noch mehr die Aussage "ich bin nicht die, die ich sein könnte", die mir mehr als eine schlaflose Nacht bereitet hat. Für mich kommt letzteres gleich nach der Frage, was den Sinn des Lebens betrifft, die ich irgendwo, weit weg von mir abgelegt habe.

    Zitat von hellge


    Wenn Du die Worte erst suchen musst, sind es dann die richtigen Worte für DICH ?


    Das war auch mein Gedanke beim Lesen deines letzten Beitrags.

    Lieben Gruß
    Wacholderfrau