Beiträge von Engel85

    Hi

    Da ich mich hier bisher sehr gut mit anderen ausgetauscht habe, schreibe ich euch auch heute wieder, wie so eine Art "Situationsbedingtes Tagebuch". :)

    Nach nun 4 Monaten Funkstille zwischen mir und meiner Mutter (Sie Alkoholiker) musste ich wieder Kontakt aufnehmen. "Musste" deshalb weil ich einen "Besuchstermin" bei Oma nicht verlegen konnte und somit kam dann Muttern nachmittags auch dazu.

    Alles lief recht harmonisch. Es wurde natürlich kein Wort von dem erwähnt was passiert war, alles wurde wie immer wie "ist nie passiert" behandelt. Oma war natürlich unendlich glücklich das sie wieder ihre Tochter und ihre Enkelin zusammen am Tisch sitzen hatte. Auch meiner eigenen Tochter (7) ging es recht gut mit der Situation.

    Nach ca. einer Woche sahen wir uns nochmals wieder und halfen Oma im Garten (Oma ist schon 78 ).

    Ich weiß nicht was in mich gefahren ist aber es gab einen Moment da habe ich sie einfach fest gehalten, sie gedrückt und meiner Mutter gesagt wie sehr ich sie vermisst habe. Hatte fast Tränen in den Augen. :cry:

    Statt das sie zurück sagt das sie mich auch vermisst hätte sagte sie leider nur "Wird ja auch mal Zeit" und "das ich das nie wieder machen solle", also Schuld habe weiterhin ich. Hatte sie bei jemandem wegen ihres Konsumes "verraten".

    Nun nochmal eine Woche später passiert jetzt aber wieder folgendes und ich bereue erneut es wieder versucht zu haben einen normalen Kontakt herzustellen. Ich bin sooo doof, anders kann ich es nicht ausdrücken.

    Ich habe vor kurzem einen jungen Mann kennengelernt, schreibe dazu das ich seit fast 6 Jahren Alleinerziehend bin, zumindest ist mir nie annähernd der richtige begegnet, dieses mal habe ich jedoch ein anderes Gefühl.

    Meine Mutter wusste das und sie wusste auch das wir das jetzige WE das erste mal zusammen verbringen.

    Ich rief sie heute nachmittag an und wollte ihr eigentlich nur mitteilen das ich ihrer Bitte für sie etwas bestimmtes zu kaufen, nachgekommen bin (habe mehr Möglichkeiten als sie einzukaufen).

    Sie frug dann aber wie es denn bisher so war. Ich wollte ansich nicht drauf eingehen da ich schon am anfang des Telefonates merkte das sie wieder getrunken hat und das nicht zu wenig.

    Zu guter letzt fielen dann bei ihr die Worte das ich alles falsch mache, wie ich denn gleich mit ihm im Bett landen könne (was ich ihr nicht sagte, sie schlussfolgerte dieses), das dass nie was wird und das alles ja sooo traurig ist.

    Ich sagte ihr das ich die Verantwortung für mein Leben selber trage, das ich alt genug bin und und und.

    Das Telefonat war dann irgendwann beendet.

    Eine halbe Stunde später rief sie wieder an. Es folgten wieder die gleichen Worte wie oben schon und sie legte dann einfach auf.

    Nochmal eine Stunde später fast das gleiche Spiel. Sie rief an, sagte jedoch nix und legte nach ca. 15 Sek. einfach auf.

    Und was mach ich? Sacke auf den Fussboden und fange an zu weinen aber nicht wegen ihr sondern wegen mir.

    Wie konnte ich nur? Warum bin ich denn bitte so dumm und versuche es wieder? Ich wusste doch wie es wieder enden würde?

    Und jetzt gerade, während des Schreibens hier rief mein Bruder an und sagte mir außerdem das meine Mutter gesagt habe ich käme ihr vor wie eine "unbezahlte Hure". Wie es mir nach diesen Worten ging könnt ihr euch sicher vorstellen. Und das nur weil ich mit meinem Partner binnen weniger Wochen im Bett gelandet bin. Was geht in dieser Frau nur vor? Noch nie habe ich diese Worte auch nur gedacht... Ich bin wirklich sprachlos darüber. Wie kann eine Mutter nur so etwas über ihre Tochter denken und auch noch vor anderen aussprechen?

    Das letzte mal das ich mit einem Mann geschlafen habe war im Januar. Wo bitte bin ich eine Hure? Tut mir leid, mich macht das alles so endlich traurig. :(

    Kommende Woche fangen bei mir leider erst wieder die "Psychologischen Gespräche" an und ich hoffe das ich dank ihr es schaffe beim erneuten versuch den Kontakt zu unterbinden, durchzuhalten.

    Ist es denn wirklich die einzige Möglichkeit - Kontaktabbruch?

    Grüße und danke fürs Lesen

    Hallo Hope :)

    Mir geht es mittlerweile schon wieder viel besser.

    Ich nehme seit nun fast 5 Wochen meine Antidepressiva und diese schlagen sehr gut an und sie werden auch bald wieder abgesetzt.

    Auch die Symptome von Herzstolpern, über Herzrasen und dieser Kopfdruck sind fast so gut wie wieder weg.

    Ich mache regelmäßig meine Physiotherapie die auch ihr Gutes dazu beiträgt und seit letzte Woche gehe ich nun auch wieder zu "Psychologischen Gesprächen", zwar nicht bei einem Facharzt aber beim Wegweiser e.V., die haben auch dort Personal was sich auf die Psyche spezialisiert hat.

    Ich bin sehr froh das man mir dort hilft, hatte anfangs doch starke Bedenken ob ich da nicht falsch wäre da es hieß man würde nur Kinder und Teenager beraten, bin ja nun aber schon 28.

    Kontakt zur Mutter habe ich weiterhin nicht, zum Bruder nur sehr wenig und zur Oma so aller 2 Wochen. Es läuft alles recht gut muss ich sagen und ich bin doch etwas stolz auf mich wie ich das alles meister und vor allem durch halte.

    Nur das Wetter macht mir etwas zu schaffen. Dieser Dauerregen ist furchtbar und geht aufs Gemüt aber das geht uns momentan wohl allen so.

    Liebe Grüße und Danke für Deine Nachfrage

    Mich würde in ihrer Situation der Satz "Ich denk an Dich" sehr nahe gehen und ja, ich glaube ich werde diesen mit dem Gruß zum Muttertag hinein schreiben und ich nehme auch die eventuelle Reaktion von ihr in Kauf.

    Diese könnte zb. ein Anruf sein im betrunkenen Zustand, anders traut sie sich das nicht, die dann lauten würde "Deine Karte hättest dir sparen können" mit dem urplötzlichen Auflegen des Hörers oder andere für mich böse Dinge, mit ihrem wütenden Unterton.

    Das ist wohl noch so ein Punkt der es schwierig macht. Gar keine Reaktion von ihr wäre mir da lieber aber wir werden es sehen.

    Grüße und habt vielen Dank

    "schreib ihr doch einfach was nettes und auch, dass du sie vermisst. "

    Tja, genau das ist das Problem.

    Bei "was nettes" fällt mir nur -Alles Gute zum Muttertag- ein und das ich sie vermisse trifft nicht wirklich zu, auch wenn das jetzt hart klingt.

    Sie als Person vielleicht aber nicht ihre Lebensweise und ihren Charakter und dieser macht ja einen Menschen aus.

    Ich kann mich an keinen harmonischen Tag mit ihr erinnern, an kein liebes Wort oder irgendwelche positiven Emotionen.

    Nur an Alkohol, Streit, Unterdrückung, Erpressung, Wut, Zorn und Aggressionen, das macht das ganze so schwierig.

    Hi

    Morgen ist ja Muttertag, doch ich weiß nicht was ich in die Karte die ich ihr heute Abend in den Briefkasten legen werde, hinein schreiben soll.

    Das macht mich wirklich sehr traurig, da ich meine Karten an sich immer mit schönen Sprüchen fülle, die oftmals die Menschen vor Freude zu Tränen rühren. Nur würde das alles gerade einfach nicht passen, auch weil ich zugeben muss das ich momentan nicht so empfinde.

    Ich musste den Kontakt zu meiner Mutter (Alkoholikerin) abbrechen, das war im Februar. Seitdem haben wir kein Wort mehr miteinander gesprochen.

    Vor kurzem hatte ich Geburtstag und meine Tochter davor auch. Zu beiden Anlässen hat sie über meine Oma Geschenk und Glückwünsche übermitteln lassen.

    Kann mir jemand helfen? Es ist so schwierig.

    Hallo.

    Nach nun doch etwas längerer Zeit wollte ich mich mal wieder melden.

    Ihr habt mir damals sehr geholfen was meine Mutter bzw. meine Familie und deren Alkoholkonsum anbelangt.

    Ich habe auf die damaligen Ratschläge von Psychologen und auch auf euch gehört und im Februar die Kraft gefunden um den Kontakt zu meiner Mutter abzubrechen.

    Der Kontakt zur Oma verläuft seitdem aller 2 Wochen für ein paar Stunden, auch dies tut mir gut weil sie in die ganze Sache ja involviert ist und unter anderem dafür sorgt das Muttern zu ihrem Alkohol kommt. Mit "Das tut mir gut" meine ich das die Konsequenz den Kontakt zur Oma komplett zu verlieren, durch den Abbruch zur Mutter, nicht in diesem Maße eingetroffen ist.

    Während den Besuchen bei ihr ist Mutti natürlich nicht da. Wäre sie spontan da würden ich und meine Tochter wieder gehen.

    Zu meinem Bruder habe ich ansich guten Kontakt. Erst vor ein paar Wochen half er mir bei gewissen Tätigkeiten.

    Doch auch hier hattet ihr wohl Recht denn -> er ist am abstürzen!

    Seit dem Kontaktabbruch gab es versch. Situationen ua. das er mitten in der Nacht an meinem Fenster stand, ich und meine Tochter schliefen (Schulwoche) und sie kommt nachts auch immer in mein Bett. Er stand zumindest draußen, es war sehr kalt und verregnet und er war fix und alle, stockbetrunken und brauchte für seine Wohnung den Ersatzschlüssel, er hatte seinen verloren. Ich bat ihn erstmal rein und versuchte natürlich mit ihm zu reden. In seinem Zustand war mir jedoch klar das da nicht viel hängen bleibt. Letzten Endes saß er hier fast eine Stunde auf meiner Couch, weinte etc. bis ich sagte das er jetzt lieber zu sich gehen solle.

    Dann die Situation das er mitten in der Nacht einfach anrief und mir auch da das Ohr voll heulte von wegen er sei fix und alle und könne nicht mehr. Nach zehn Minuten machte ich ihm klar das mein Handy nur für wirkliche Notfälle gedacht ist und nicht für jemanden dem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und er sich vorher die Kante gegeben hat.

    Alles ganz lieb und freundlich versteht sich.

    Vor 2-3 Tagen rief mich ein ansich sehr guter und der auch einzig wahre Freund meines Bruders an und frug mich ob wir reden können, er bräuchte Hilfe. Da ich mir denken konnte was Phase ist hörte ich zu.

    Er merkt das M. langsam die Kontrolle verliert, er immer mehr trinkt, mittlerweile seinen Ruf weg hat. M. sagte in letzter Zeit vermehrt Verabredungen ab etc. Der Freund weiß nicht mehr ob er M. "hängen lassen soll" oder wie man ihm sonst, außer mit reden, helfen könne.

    Ich schlug ihm ein Gespräch zu dritt vor indem wir meinem Bruder (seinem Freund) nochmal ganz konkret sagen was für ihn alles auf dem Spiel steht, wie wir uns fühlen (Ängste/Sorgen) und er zb. mit mir die Möglichkeit hat durch eine Gesprächstherapie Pädagogin/Psychologin wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Entweder er nimmt an und zieht es durch oder das wars, so hart wie es ist aber keiner von uns beiden mag ihm weiterhin zusehen.

    Dieses Gespräch fand bis jetzt noch nicht statt, da sich benannter Freund bisher noch nicht wieder gemeldet hat. Es kann sein das er sich doch für das "hängen lassen" entschieden hat. Ich selbst könnte es ihm nicht verübeln. Ich liebe meinen Bruder, versteht das nicht falsch.

    Die letzte Situation -> in 2 Tagen habe ich Geburtstag und wollte wenigstens Oma und Bruder zum Kaffee einladen. Ich rief also als erstes Bruder an und frug nach ob er Samstag nachmittag bereits etwas vor habe und falls nicht ob er evtl. zum Kaffee kommen möchte (er wohnt nur 2 Häuser weiter). Ich war schockiert als ich ihn bereits gegen 18 uhr am Telefon lallen hörte und hätte weinen können. Er konnte weder ja noch nein sagen und entschied sich für ein "Ich weiß es noch nicht". Folglich entschied ich mich um und sagte er solle meine Frage einfach vergessen, denn so möchte ich ihm nirgendswo begegnen oder ihn bei mir haben, mich selbst macht das psychisch einfach fertig.

    Nach diesem Gespräch rief ich Oma an und erzählte ihr was ich mir für Sorgen mache und was mit M. momentan so los ist. Muss zugeben das dem erst so gravierend der Fall ist seitdem ich den Kontakt zu allen so sehr herunter geschraubt habe. Nun muss er sich sämtliche Probleme von den anderen anhören und macht sich kaputt.

    Ich habe Oma nochmals ans Herz gelegt M. finanziell nicht mehr zu unterstützen, das es nicht mehr lange dauern wird bis er ganz tief unten liegt. Aber so wie sie Muttern unterstützt macht sie es mit ihrem Enkel auch. Mir tut das wirklich verdammt weh.
    Sie selbst sagt nur immer wieder "Ich kann das nicht", also den Geldhahn zudrehen. Für mich unverständlich wie man nicht mit 400€ im Monat auskommen kann und das nur zum leben. Nein, M. hat mitte des Monats nichts mehr und Oma hält die Geldbörse auf.

    Nun ist es so das ich mit Oma und meiner Maus am Samstag einfach in ein Cafe´gehen und ein Stückchen Torte essen werden. Nix besonderes, wie jedes Jahr. Das gute ist das ich allein mit Oma sehr gut auskomme, sie kann zwar kaum etwas nachvollziehen von dem was ich nun umgesetzt habe aber es fällt kein einziges Wörtchen hierüber wenn wir zusammen sind, das ist sehr gut.

    Jetzt zu mir selbst und das ist evtl. etwas wo ihr mir nochmal aus Erfahrung berichten könntet.

    Im Februar hatte ich wie bereits geschrieben den Kontakt eingeschränkt bzw. ganz unterbunden. Zu diesem Zeitpunkt war ich selbst sehr krank (Influenza). Durch meine Vorerkrankungen Multiple Sklerose, Monokulare Diplopie, Fettablagerungen in beiden Augen bin ich psychisch eh schon etwas down und körperlich setzte mir die Influenza durch meine MS natürlich gehörig zu. Mal davon abgesehen das diese leider auch eine Panikattacke mit sich brachte - war der Horror.

    Nach der Grippe (6 Wochen) ging es langsam Bergauf. Ich muss noch dazu schreiben das ich ein Kopfschmerzpatient bin/war. Von 30 Tagen im Monat hatte ich 25 Tage Kopfschmerzen. Im März habe ich mit Physiotherapie (Manuelle Therapie) begonnen, dort ging es hauptsächlich erstmal darum die Kopfschmerzen weg zu bekommen.

    Ende März litt ich hauptsächlich Abends unter Extrasystolen (Herzsprünge), nach ca. 2 Wochen wechselte es sich zu abendlichem Herzrasen.

    Noch kurz zwischendurch, in der Zeit vom 04.04.-25.04. hatte ich keinerlei Kopfschmerzen. :)

    Nun habe ich aber zu dem schnelleren Herzschlag seit letzte Woche Freitag einen wirklich heftigen Druck im Kopf. Anfangs war auch dieser nur Abends, mittlerweile hab ich ihn den ganzen Tag. Das brachte und bringt natürlich auch Panikattacken mit sich. Angstgedanken wenn mir jetzt was passiert. Was ist mit meinem Kind? Meinen Tieren? Meiner Wohnung? Könnte ich vielleicht dies und das und jenes im Kopf haben.... Vieleicht kennt ja der ein oder andere diese Erkrankung auch. Ist nicht einfach.

    Heute bin ich nach der Arbeit zum Doc und dieser sagt das dass alles psychischer Herkunft sein -könnte- und nun fange ich heute Abend an mit Antidepressiva. Sollte es bis nächsten Dienstag nicht besser sein, bekomme ich Antid. mit Beta Blocker und er wird wohl ein MRT veranlassen.
    Psychotherapie schlug er vor doch ich verneinte.....erstmal.

    Noch zur Vorgeschichte für die die mich hier noch nicht wirklich kennen:

    Multiple Sklerose seit meinem 15. Lebensjahr, werde 28.
    Angst.- und Panikattacken die auch mit 15 begonnen.
    Mit 22 (meine Tochter war ca. 1 1/2) bin ich dem dann nachgegangen. Fast ein Jahr Therapie beim Psychologen (Kindheit/Jugendzeit aufgrund Alkohol der Mutter nicht so rosig).
    Anschließend noch eine Reha in einer psychosomatischen Klinik. Danach fast geheilt, mein Leben war bis Februar diesen Jahres super.

    2011 habe ich nochmal eine Kur gemacht um wieder die Psyche zu stabilisieren, weil ich es auch da immer noch nicht geschafft habe den Kontakt zur Mutti zu unterbinden was aber für mich, mein Leben und meine Gesundheit einfach am besten gewesen wäre. Nein, ich habe diesen Schritt erst dieses Jahr gewagt.

    Geht es mir nun wirklich momentan nur so mies wegen meiner Psyche? Ich verstehe das aber nicht. Ich habe doch den richtigen Weg gewählt!? Den der mir aus psychologischer Sicht schon damals mit 17 empfohlen wurde. Vielleicht liegt es noch an meinem Bruder, vielleicht an allen? Vielleicht auch an meiner Tochter die sich immer mehr abnabelt? Hab ich zu viel Zeit für mich um unterbewusst nachzudenken? Oder könnte es doch organisch sein?

    Ich weiß nicht mehr was ich machen soll? Doch Psychotherapie? Könnte eine Pädagogin als Gesprächstherapie schon reichen? Ich merke nur wie ich mich wieder nach und nach zurück ziehe, Situationen vermeide usw. aber diesen Kopfdruck mit der Psyche in Verbindung zu bringen fällt mir schwer. Dieses Symptom kenne ich nicht. Wisst ihr etwas darüber?

    Momentan könnte alles so schön sein und es ist das ganze Gegenteil. :(

    Grüße und habt herzlichen Dank fürs lesen

    So, auch das Gespräch mit der Arge lief toll. :)

    Es gibt für mich keine Konsequenzen.

    Auch privat muss ich sagen das es, trotz das es gerade mal knapp über eine Woche ohne Kontakt zur Mutter ist, sehr gut läuft. Es fühlt sich gut an sich nur auf sich zu konzentrieren.

    Ich mache nun regelmäßig meine Physiotherapie. Kümmere mich um meine Zweitdiagnose und habe morgen schon einen Termin bei einem Facharzt bekommen der mir da hoffentlich helfen kann.

    Auch einen neuen Neurologen habe ich gefunden bei dem ich mich bereits im Juli vorstellen darf.

    Momentan könnte es nicht besser sein, außer meine abendlichen Probleme (Herzstolpern), will noch nicht wirklich verschwinden aber ich bin guter Hoffnung. Wird wohl psychisch sein. Bewusst mache ich mir keine Gedanken aber unbewusst scheint es anders auszusehen.

    Grüße

    Ich freue mich :) Dann teile ich euch natürlich gern weiterhin mit wie es mir geht.

    Das Arbeitgeber - Gespräch verlief heute sehr gut. Ich kann zwar momentan an keiner anderen Position arbeiten aber ich werde für die nächste Maßnahme nach den Sommerferien schon mit eingeplant, natürlich nur wenn Muttern nicht auch dort arbeitet wobei ich davon nun nicht mehr ausgehen werde. Sie wird dann sicherlich wieder andere Aufgaben und Arbeitsorte zugewiesen bekommen. Nun steht nur noch das Gespräch mit der Arge an.

    Ich übrigen hat sich heute herausgestellt das meiner Mutter garnichts erzählt wurde von wegen "Deine Tochter hat gesagt.....Alkoholkonsum....". Sie wurde lediglich darauf angesprochen ob sie physisch und psychisch stabil ist. Sie hat es also falsch interpretiert, wie so oft.

    Im Grunde also alles ein Missverständnis.

    Ich bin aber froh das es soweit kam und ich bin auch froh das ich die Grundsteine dafür gelegt habe. Es gibt immer einen Grund warum manche Dinge so verlaufen wie sie es tun.

    Dadurch fällt es mir nun leichter Abstand zu nehmen, für mich und meine Tochter. :) Ich freue mich auf die Zeit die kommen mag.

    Das mit meinem Bruder stimmt natürlich aber auch hier werde ich mich zukünftig raus halten und neutraler denken, wenn ich überhaupt noch nachdenken will. ;) Das gleiche zählt für Oma.

    Es ist Sein Leben und er hat sich dafür entschieden, er geht seinen eigenen Weg, genau wie sie.

    Ich habe mich nun um entschieden, beide wissen von meinem Vorhaben und müssen es akzeptieren. Ich habe nur ein Leben.

    Grüße

    Das waren jetzt wirklich *Augen öffnende Worte*.

    "Ihr tragt es von einer Generation zur nächsten,schon dein Kind bekommt doch vorgelebt welche Macht Alkohol hat und wie Erpressung etc ablaufen und hält das dann irgendwann für den Normalzustand. "

    "oder möchtest du weiter zusehen ,mitmachen bis Mama dran stirbt,ihr dabei zusehen?"

    "Auch für die folgende Generation, die erleben kann das es nicht normal ist in einer alkoholkranken Familie auszuhalten. "

    Teilweise schockierend wenn ich darüber nachdenke. Opa trank, Mutter trinkt, Oma und Bruder brauchen es auch regelmäßig.

    -Nur ich fall aus der Rolle raus-

    Ich rauche, das ist mein Laster aber dadurch verändere ich mich nicht als Mensch und ich tue niemandem weh. Ich rauche draußen, nicht in der Wohnung und dies auch bei anderen. Das gleiche gilt für mich auch in Gastronomien egal ob das rauchen erlaubt ist oder nicht. Ich achte auf meine Mitmenschen sowie auch Tieren ;) , auch wenn ich mir selbst schaden damit zufüge aber auch dies zu unterlassen ist mein Vorhaben für das Jahr 2013. Und vieleicht schaffe ich es auch eher wenn ich und meine Tochter ein wirklich normal harmonisches Leben führen können.

    Noch kurz hierzu "oder glaubst du wirklich dein Bruder trinkt nixmehr wenn Mama mal weg ist".

    Nein, natürlich nicht, das habe ich auch so nicht geschrieben. Er wird sicher weiter trinken in seinem Maße. Ich meinte das er aufhören wird Muttern ihren Alk ran zu schaffen wenn Oma nicht mehr ist. Und dies glaube ich ihm zu 100%. Es ist dann für ihn eine Erleichterung dies nicht mehr tun zu müssen weil eben niemand mehr hinter ihm steht und ihm Druck oder ein schlechtes Gewissen macht, ja ihn sogar erpresst wenn er es nicht holt. Aber auch dies ist seine Entscheidung. Jeder entscheidet für sich selbst und sein Leben.

    Ich habe mich entschieden, ich steige aus! Kann ich denn hier dennoch weiterhin schreiben wie es mir so ergeht oder auch wie es sich entwickelt? Zb. morgen das Arbeitgeber - Gespräch und alles was evtl. noch kommen wird?

    Grüße

    Hmm....vorstellen kann ich mir das ehrlich gesagt nicht. Er holt sich sein Zeug immer selbst und steht auch allein dafür gerade. Keiner nimmt ihm etwas ab. Sicher kann es so sein das er durch sie auch damit angefangen hat aber auch er musste bereits sehr viel erdulden und einstecken.

    Ich gehe nicht davon aus das er danach so weiter macht. Er wird froh sein wenn es ein Ende hat, also was das ranschaffen des Alkohols anbelangt.

    "Eigentlich müssten dein Bruder und du viel mehr zusammenhalten und euch eine Strategie ausdenken, die ihr konsequent durchzieht"

    Wie gesagt ist das leider nicht möglich. Sehr oft sagte er schon das er das nicht mehr mit macht, er dies nicht mehr will, saß auch schon weinend bei mir aber auch er ist wie ich und geht immer wieder zurück und schluckt jede Beleidigung, jedes Geschrei vom Vorabend/Vortag herunter. Das habe ich bisher auch fast immer so gemacht. Ich weiß daher was in ihm vorgeht und wie er sich fühlt. Er sitzt zwischen zwei Stühlen.

    "Ihr lasst euch beide Erpressen. Sowohl von euerer alkoholkranken Mutter als auch von euerer Oma, deren 78 Jahre euch scheinbar enorm fertig machen."

    Das ist richtig. Habe vorhins noch etwas vergessen zu schreiben. Heute vormittag rief mich meine Oma an. Erst wollte ich nicht ans Telefon gehen (ihr Name wird angezeigt), bin dann aber doch ran. Sie lud mich mit meiner Tochter zum Kaffee ein weil meine Tante und mein Onkel zum monatlichen Besuch kommen. Ich sagte ihr das ich das gerade nicht für gut heiße, vorallem weil sie am Vortag auch nicht gerade kooperativ war. Ich bin nicht der Typ der in so einer Situation so tun kann als ob nichts passiert wäre. Und wenn ich es angesprochen hätte, wäre die Hölle los gewesen. Aber auch sie hat am Telefon anfangs wieder so getan als wenn nichts passiert wäre.

    Wir kamen dann wieder auf das Thema zu sprechen, sie kann es nicht nachvollziehen, fing an zu weinen, sagte das dies ein großer Fehler war, das Muttern auch nur noch weinen würde, das sie nun denkt jeder würde sie anstarren etc. das sie eben nun das Theater täglich bei sich hätte. Ich erklärte ihr das auch so Theater sein würde, nur aus einem anderen Grund, das ich nun nichts mehr ändern kann und alles so ist wie es momentan ist und jeder seinen Weg finden muss um damit umzugehen. Schließlich habe auch sie Möglichkeiten sich dies vom Hals zu halten, dies tat sie aber bei ihrem Mann nicht und tut sie bei ihrer Tochter auch nicht.

    Was dann noch kam war das sie mir auf deutsch gesagt den Mund verboten hat. Sie sagte wenn du mich lieb hast dann tuh mir den Gefallen und sprich es nicht noch bei anderen Menschen an wie zb. auf der Arge, im Falle ich muss mich rechtfertigen. Bin mir nicht sicher ob es reicht zu sagen das ich Probleme mit meiner Mutter habe und daher nicht mit ihr zusammen arbeiten kann. Auch hier könnte Mutti wieder angesprochen werden. Ja das ist eindeutig Erpressung von ihr.

    "Aber dein Leben, das kannst du beeinflussen."

    Das stimmt.

    Gruß

    Ms_Linda

    Du hast in allen Dingen vollkommen Recht.

    Ich sehe die negative Spirale, ich sehe sie seitdem ich mit einem Psychologen sprach. Es ist ein Kreis folglich ohne einen Anfang und ein Ende und ich kann das nur beenden wenn ich aus diesem ausbreche.

    "wäre vielleicht ein totaler Cut mit Umzug sinnvoll"

    Diesen Gedanken hatte ich schon sehr oft, leider kann ich nicht einfach so meine Sachen packen, so gern ich das manchmal täte aber wenn man abhängig vom Staat lebt weil ich mit meinen 3 kleinen Jobs unseren bedarf nicht decken kann, geht das leider nicht so einfach.

    Auch gesundheitlich birgt dies Schwierigkeiten. Vor kurzem erst war ich sehr krank. Die Influenza die ich hatte brachte zusätzlich noch mehrere Infekte (Bronchitis, Magen Darm, Angina, Kreislauf) und durch meine Multiple Sklerose brauchte ich fast ganze 6 Wochen um wieder auf die Beine zu kommen. Wenn mein Bruder nicht gewesen wäre, hätte ich nicht gewusst was ich tun sollte. Es ging wirklich gar nichts mehr. Ich lag auf der Couch/im Bett wie ein Schluck Wasser und das über 2 Wochen. Ziehe ich weg ist niemand mehr da der einfach mal so spontan her kommen kann und hilft.

    Renate

    "Dein Beruder sollte auf keinen Fall Alkohol ins Haus bringen ,auch nicht um es lieben Friedens Willen.
    Ihr fördert/verschlimmert damit ihren Zustand.
    Sprich also unbedingt mit Ihm."

    Das habe ich, mehrfach. Doch er kann da nicht aus seiner Haut. Wie geschrieben ist es bereits eine Art Erpressung. Oma brauch dann nur zu sagen "Dann muss ich das halt holen" und schwups macht er sich auf die Socken. Bei Oma ists das gleiche. Soviel sie schon erdulden musste, sie unterstützt sie weiterhin. Sie wissen das es falsch ist, aber es wird eben nichts geändert. Wie ich schon schrieb ändert er sich selbst erst wenn Oma nicht mehr unter uns ist. :( Dann hat er keinen Druck mehr, kein schlechtes Gewissen was ihm gemacht wird oder er es sich so annimmt.

    "Sieh den Alkohol mal als ein Monster das ihr so groß und fett füttert."

    Das sagten die Psychologen mir auch bereits und das stimmt natürlich auch. Gut ist das ich das nie unterstützt habe, zumindest was den Alkohol ran schaffen anbelangt. Ich habe ihr noch nie etwas gebracht oder ihr finanziell dabei geholfen.

    Gruß und Danke

    Hallo Ms_Linda

    Danke auch dir für deine Antwort. :)

    Ja das stimmt, ich denke sehr viel nach (manchmal wirkt es sich negativ aus, manchmal positiv), seit 2 Tagen sogar zu viel. Ich schlafe momentan sehr schlecht, Abends habe ich das Gefühl das mein Herz kleine Aussetzer hat so das es sogar auf der Couch ungemütlich wird. Ich bin mir sicher das es psychisch ist. Ich habe natürlich auch ein mulmiges Gefühl morgen mit meiner Chefin und demnächst auch mit meiner Betreuerin auf der Arge zu sprechen damit ich den Arbeitsbereich wechseln kann. Ich weiß nicht inwieweit dies alles verstanden und nachvollziehbar für die Personen ist und ich möchte Sanktionen vermeiden.

    "deine Tochter ist 7 Jahre alt und könnte inzwischen verstehen"

    Ich habe heute morgen mit meiner Tochter gesprochen. Kurz und bündig ihre Worte -> Das ist in Ordnung Mama, es wird zu viel gestritten und mir tun dann die Ohren weh. Sie sagt also momentan aus das sie es einsieht und versteht wenn der Kontakt zur Oma und Uroma abgebrochen wird. Ihr tut es ja selbst auch nicht gut. Sie hat mich dann ganz doll in den Arm genommen. :)

    "Warum schützt du deine Mutter eigentlich noch immer?"

    Psychologen sagten das unsere Mutter - Kind Rolle schon immer vertauscht war. Meine Mutter kann kaum etwas von alleine, zumindest das was von Bedeutung ist. Für manche sind es Kleinigkeiten zb. eine Druckerpatrone wechseln, mit dem Anbieter wegen umstellung von analogen auf digitalen TV Empfang sprechen und Unterlagen einreichen - Geräte anschließen und einstellen, wichtige Unterlagen ausfüllen für Behörden, mit ihrem Vermieter sprechen weil die Heizkosten zu hoch sind und diese umverlegt werden müssen - dazu die Berechnungen und und und. Das waren jetzt die Dinge die die letzten Wochen so anfielen. Ganz vergessen noch Arztbesuche wo sie sich nicht allein hintraute. Auch hier hapert es gewaltig, sie geht zu keinen Kontrollen die wichtig sind, sei es Zahnarzt, Frauenarzt etc. Sie jammert sehr viel, da tuts weh, da zwickt es und dort aber wir können eben nur reden und sagen das sie doch lieber mal gehen sollte aber es geht kein Weg rein. Ist aber nicht meine Gesundheit und es wird mir so langsam egal was sie ihrem Körper antut. Sie brauch immer und überall jemanden der mit ihr irgendwo hin fährt, sei es nur Schuhe kaufen in der nächsten Stadt. Eigentlich traurig das ganze. Sie ist unselbstständig, fällt mir jetzt erst auf.

    Wenn so etwas ist wendet sie sich an mich "Engel hilf mal" so in der Art. Sie kommt einfach mit teils den einfachsten Dingen nicht mehr klar oder gibt die Verantwortung einfach ab. Sie ist vom Typ her auch sehr ruhig, wirklich sehr ruhig, wobei ich auch hier jetzt weiß das dies andere Gründe hat als das es nur Charaktereigenschaften sind. Sie will nirgends auffallen denn dann könnte den Menschen ja was auffallen. ;)

    Ich habe ihr ihr ganzes Leben lang zu viel abgenommen eben weil ich weiß wie vieles funktioniert und weiß ich es mal nicht dann informiere ich mich zb. im Netz oder rufe die Personen an die irgendetwas wollen und frage nach. Für meine Mutter ist dies arg schwer.

    Ich sehe nun also das dies auch ein großer Fehler von mir war aber ich hatte immer im Hinterkopf das es um die Familie geht, man füreinander da ist, zusammen hält, sich unterstützt. Ich habe ihr zu viel abgenommen. Selbst auch dafür gesorgt das ich die Erwachsenere bin, schon als Kind und Teenager. Ich habe zu früh Verantwortung auch für ihr Leben übernommen, teils ganz automatisch.

    Dies hat sich so sehr eingebrannt das es mir schwer fällt aus diesem Rhythmus, diesen Ritualen auszubrechen, bisher.

    Angst vor dem Kontaktverlust? Ich würde es nicht Angst nennen. Mich selbst schmerzt es wirklich nur noch was Oma anbelangt. Sie ist wie geschrieben schon 78 Jahre alt und ich glaube ich hätte wenn sie irgendwann nicht mehr unter uns weilt ein schlechtes Gewissen. Immerhin war im grunde auch nur sie die jenige warum ich wieder Kontakt aufnahm. Ich kann euch nach allem nicht mal hier sagen warum. Ich wüsste nicht mal warum ich ein schlechtes Gewissen haben sollte. Anders wäre es wenn sie uns als Kinder in Bezug auf unsere Mutter beschützt hätte, wenn sie mal das Jugendamt angerufen hätte oder ähnliches aber das tat sie nicht. Hätte sie es getan wären wir heute nicht da wo wir als Familie stehen. Sogar heute schafft sie es noch nicht ihre Tochter in die Schranken zu weisen - aus Angst vor ihr. Und ihr Enkel wird auf deutsch gesagt erpresst und mit hineingezogen, weil er seine Oma liebt, er ist ja bei ihr aufgewachsen.

    Ich denke oder weiß das ich, sollte der Fall eintreffen (Tot), mir wahrscheinlich Vorwürfe machen würde von wegen "Wieso hast du nicht wenigstens noch die 2 Jahre durchgehalten um noch ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen, danach hättest du immer noch den Kontakt zu deiner Mutter abbrechen können". Weißt du was ich meine?

    Ja dieser Gedanke ist falsch denn das ganze liegt nicht an mir. Auch wenn ich den Kontakt zur Mutter abbreche, könnte Oma weiterhin den Kontakt zu uns halten. Sie könnte genauso wie wir zur Ihr bisher immer gegangen sind, auch zu uns kommen. Sie ist für ihr Alter wirklich noch topfit, nicht wie fast 80, sondern eher wie 50. :)

    Auf der anderen Seite behandelt sie mich momentan ja selbst auch wie ein St. Dreck, beschützt ihre Tochter, versteht nicht wie ich das Alkoholproblem auch nur im geringsten ansprechen konnte.. Ja ich fühle mich ein wenig wie ein Verräter. Meine Mutter geht nirgends mehr hin. Sie traut sich nicht mal mehr einkaufen zu gehen. Mein Bruder steht nun wieder dafür gerade und schafft ihren Alk ran. Er sagte das er am Mittwoch einen Kasten gekauft habe und am Freitag sei dieser schon wieder leer gewesen und er musste wieder los, ich betone nochmals das er dies nicht wegen Muttern tut, sondern wegen Oma. Er ist noch nicht so weit wie ich. Schafft den Absprung nicht, spielt nicht mal mit dem Gedanken solange wie Oma noch lebt.

    "Wieso baust du nicht auf diese analytische Fähigkeit auf und grenzt dich ab?"

    Das ist genau das was ich jetzt möchte. Ich bin bereit dazu und werde es tun. Nur muss eben einer meiner Arbeitgeber mit ziehen. Ich kann nicht mehr mit meiner Mutter zusammen arbeiten. Ich weiß nicht wie es weiter geht sollte dieser sagen das ich keine andere Wahl habe.

    Ja ich habe genug von alledem. Ich will nicht mehr!

    Und hoffe sehr das mein AG mit sich reden lässt, das ist ein Anfang ihr aus dem Weg zu gehen.

    Ich habe kein einziges Wort von dir böse aufgefasst. :) Ich weiß das ihr mir helfen möchtet und dafür bin ich sehr dankbar.

    Gruß

    Hallo Renate und vielen Dank für Deine Antwort. :)

    Du hast natürlich Recht, vergessen kann ich nicht mehr, weder das negative was passiert war oder auch weiterhin passieren wird, noch das was mir Therapeuten geraten haben damit es MIR gut geht.

    Ja richtig, ich bin die erste. Viele andere unserer Familie wissen auch das meine Mutter ein Alkoholproblem hat aber es wird tot geschwiegen. Sie wissen auch das ihre eigene Mutter (meine Oma) unter dem aggressiven und zornigen Verhalten ihrer Tochter leidet aber es wird nur zugesehen und nichts getan. Das ist auch in Ordnung so, jedem das seine aber ich möchte nicht mehr zusehen.

    Ich möchte nicht mehr sehen wie sie sich ihr Leben ruiniert, wie sie mich psychisch belastet und dies teils auch so das es meine Tochter schon mitbekommen hat, auch ihre Wutanfälle musste sie schon mit erleben, sie hat zusehen müssen wie ich als ihre Mutter fast Zusammenbrach, sie hat oft erlebt wie ich nach Telefonaten in Tränen ausbrach. Ich will nicht mehr sehen wie sie ihre eigene Mutter zu einem Nervlichen Frack macht und auch nicht wie sie ihren Sohn mit allem belastet. Für Oma tut es mir leid das auch sie leider sehr blind ihr Leben lebt und ihre Tochter auch noch dabei unterstützt und meinem Bruder wünsche ich ganz viel Kraft, trotz den negativen Konsequenzen, weiterhin für Oma da zu sein und somit automatisch auch meine Mutter zu unterstützen in ihrem Konsum. Ich weiß das er es nicht mehr tun wird wenn eine gewisse Situation eintreten wird die Vorhersehbar ist wenn alles so weiter geht. Manchmal frage ich mich woher Oma noch ihre Kraft nimmt.

    "Besuche würde ich nur unter Aufsicht zulassen damit nichts passiert"

    Besuche gibt es nicht. Genau das ist ja auch der Grund warum immer ich die jenige war die wieder einen Schritt auf meine Mutter zugegangen ist. Nicht wegen ihr selbst, sondern wegen Oma weil sich eben dort immer alles abspielt. Das was vorgefallen war wurde unter den Tisch gekehrt, so als ob nie was passiert war und für ein paar wenige Tage war dann alles wieder in Ordnung, bis ihr Verhalten sich wiederholte, hierbei brauch nur irgendjemand etwas falsches sagen und dann wars das oder irgendeine Situation in ihrem Alltag der ihr nicht passt, womit wir als Familie garnichts zu tun haben, bringt sie so in Rage das die Familie leidet. Hier zu uns kommen sie wie schon geschrieben maximal 2x im Jahr, außer mein Bruder, er ist immer für uns da wenn was ist. Breche ich den Kontakt ab, fallen sicher auch die 2 Besuche im Jahr weg. Was meine Mutter anbelangt -> damit kann ich evtl. umgehen, bei meiner Oma tut es extrem weh.

    Was ist zu deren Geburtstagen im Falle ich komme mit meiner Oma wieder ins Reine? Da laufe ich meiner Mutter über den Weg. Habe ich auch da die Kraft? Bisher kam es noch nie so weit.

    Auch trotz schon mehrmaligem Kontaktabbruch mal in kurzen Abständen, mal in einem längerem, kamen die zwei nicht hier her. Es wurde mir nur immer berichtet wie sehr meine Tochter vermisst werden würde und das man sich erkundet hat wie es uns denn so gänge. Oma war oft verständnislos am Telefon, immerhin sei meine Mutter ja meine Mutter und das wir uns doch immer wieder, trotz aller Vorfälle wieder verstanden hätten. Es ist schwierig damit umzugehen. Psychologen sagten ich solle dann "meiner Oma den Mund verbieten" :wink: Ihr mitteilen das ich was Muttern anbelangt nicht mehr reden will. Ist schwer jemanden zu sagen das er gewisse Dinge unterlassen soll.

    Dieses mal werde ich mir kein schlechtes gewissen mehr machen lassen. Ich will einfach nicht mehr und kann nicht mehr und meine Gedanken im Kopf von einer ruhigeren, Belastungsfreieren Zukunft werden immer lauter.

    Danke für deine vielen Ratschläge, ich werde sie beherzigen. :)

    "Sage ihr das oder schreibe es ihr in einem Brief. "

    Das habe ich bereits mehrfach getan, 1x davon schriftlich. Es bringt rein garnichts, im Gegenteil. Sie liest nur Vorwürfe heraus, denkt nicht mal über meine Sätze nach.

    Nochmals vielen herzlichen Dank.

    Meinen ersten Schritt in die richtige Richtung werde ich am Montag tun. Ich müsste ab diesem Tag gemeinsam mit meiner Mutter arbeiten. Das kann ich nicht mehr und werde versuchen woanders unter zu kommen.

    Gruß

    Da ich kein verschlossener Mensch bin und mich hin und wieder anderen mitteile, auch wegen dem Problem meiner Mutter, weiß ich nun warum sie mich vor ein paar Tagen anrief und wortwörtlich sagte "Danke das du meinen Guten Ruf zerstört hast, du widerst mich nur noch an".

    Ich rief heute morgen meine Oma an und sogar diese war sehr böse am Telefon und legte auch hier irgendwann einfach auf. Ich wollte wissen ob sie weiß was eigentlich los sei und sie sagte mir das meine Mutter auf den Alkohol angesprochen wurde. Ich weiß nicht wie sie darauf reagierte aber folglich kam dann ihr Anruf an mich.

    Ich bin jetzt die böse, die ganz schlimme, wie konnte ich nur? Alles was in unserer Familie passiert soll doch in dieser auch bleiben. Niemanden geht irgendetwas irgendwas an was in mitten dieser passiert. Schon während meiner Therapien wurde ein Fass aufgemacht weil ich erzählen musste von meinem Leben, damit man mir half. Oma schützt nun meine Mutter statt zu sehen was sie ihr selbst immer wieder antut oder das was in der Vergangenheit passiert ist.

    Nun sollte es mir leichter fallen alles abzublocken oder abzubrechen. Aber ich würde nun meine Tochter verletzen, wobei auch hier Psychologen sagen würden "Wenn ihre Oma oder Uroma ihre Tochter lieben würden, könnten sie sich dennoch um sie bemühen". Natürlich schmerzt es auch mir weil ich gerade bei Oma mit meinem Verständnis für ihre Situation nicht ganz weiter weiß.

    Ja, sie ist ihre Tochter und wird immer Vorrang haben. Ja auch sie hätte uns als Kinder damals helfen können aber tat es nicht. Ja auch sie könnte ihrer Tochter helfen aber tut es nicht ua. aus Angst. Es ist schwierig wenn man einen Menschen lieb hat.

    Jetzt muss ich wieder aufhören, sehe bald vor Tränen nichts mehr.

    Gruß

    Hallo

    Jetzt schaffe ich es mal meine Geschichte nieder zu schreiben und hoffe auf gute Ratschläge. Für mich spielt es auch keine Rolle ob diese von Alkoholikern geschrieben werden, oder von Menschen die gerade dabei sind auf diesen zu verzichten oder ob es sogar gleich Gesinnte sind die vielleicht auch zwischen einigen Stühlen sitzen so wie ich.

    Ich bin mittlerweile fast 28 Jahre jung und Alkohol spielt in meinem Leben keine Rolle. Ich bin natürlich nicht strickt dagegen aber aufgrund meiner Erfahrung bin ich sehr vorsichtig was den Konsum anbelangt und erst Recht vorsichtig bei Menschen die ihn regelmäßig benötigen.

    Ich wohne mit einem großen Teil meiner Familie in der selben Stadt (ca. 3000 Einwohner - eher klein). Diese besteht aus meinem Bruder, meiner Mutter und meiner Oma (diese ist die Mama meiner Mutter) und meine eigene kleine Familie besteht aus mir und meiner fast 7 jährigen Tochter.

    Zur Geschichte:
    Meine Mutter hat sicher kein einfaches Leben gehabt, aber wer kann das heute mit knapp über 50 auch schon von sich behaupten? Die wenigstens aus dieser Generation hatten ein vollkommen Sorgenfreies Leben. Ich weiß aber auch das es Menschen gibt denen es viel schlechter ging als ihr. Einen festen Partner hatte sie nie, war auch nie verheiratet. Mein Vater verschwand kurz nach meiner Geburt. Ich selbst schaffe es leider nur mich bis zu meinem 6.-7. Lebensjahr zurück zu erinnern.

    Auch bei meinem Bruder (26) verschwand kurz nach der Geburt sein Vater. Ja, wir sind "nur" Halbgeschwister. Einiges weiß ich aus Erzählungen.

    Ich erinnere mich das es zu meinem Schulanfang noch jemanden gab, aber auch dieser war nicht lange da. Damals verstand ich vieles noch nicht und erkannte keine Zusammenhänge. Meine Mutter musste auch da schon ein großes Problem mit dem Alkohol gehabt haben. Beruflich war sie arbeiten bis ich in die erste Klasse ging, seitdem hatte sie weder einen Teilzeit, noch einen Vollzeitjob. 1,-Jobs sind das einzige was ihr mal hilft etwas raus zu kommen und einer Aufgabe nachzugehen, was sie dann auch sehr gern tut, auch ohne Alkohol. Sie ist sehr fleißig, da gibt es nichts zu meckern.

    Meine Mutter zog uns also größtenteils alleine auf. Ich erinnere mich aber auch hier nicht an sehr schwierige Zeiten mit uns. Wir sind auch sehr viel bei unserer Oma gewesen, ca. 5x die Woche. Das schlimme war das in der Zeit als wir spielten meine Mutter trank. Damals war es auch noch vermehrt Schnaps. Als Kinder wechselten wir uns an den Wochenenden oftmals ab um bei Oma zu übernachten.

    Irgendwann kam der Punkt das ich meinen Bruder geschützt habe und wollte das nicht er mit Mutti nach Hause geht und schön im Bett liegen bleibt, sondern ich. Es waren teils Zeiten um 22-23 Uhr als sie nach hause ging und einer von uns beiden musste ja mit, also ließ ich ihn schlafen. Was auf dem Nachhauseweg alles passierte und auch noch anschließend zu Hause, können sich sicher einige vorstellen.

    Es gab körperliche Gewalt die oftmals schmerzhaft war aber schlimmer war die Psychische Gewalt, die sich in meinem weiteren Leben aber erst zeigte, wie ich schon schrieb verstand ich es als Kind nicht. Heute denke ich auch soweit das ich weiterhin die Frage im Kopf habe warum niemand geholfen hat? Keine Nachbarn, keine weiteren Familienmitglieder die wussten was los war, auch wenn wir uns relativ selten sahen.

    Ich wurde natürlich älter. Verändert hat sich leider lange Zeit nichts. Meine Kind.- und Jugendzeit war begleitet von Ängsten. Angst zb. im Teenager Alter nach Hause zu kommen. Würde Mutter schon zu Hause sein? War sie vielleicht gar nicht weg und trank somit nichts und war nüchtern? Damals trank sie zu hause nämlich noch nicht. Ich versuchte ihr Freuden zu bereiten, versorgte die Tiere und bereitete das Abendbrot zu. Doch letzten Endes landete es in meinem Halbschlaf nur auf meinem Bett mit den Worten "Friss den Fraß selber".

    Zu meinen Lehrzeiten wurde ich oftmals Nachts aus dem Schlaf gerissen und das nur weil ich meine Schuhe habe im Treppenhaus stehen lassen. Sie stand im Türrahmen und ich hatte Angst und Tränen in den Augen. Ich wollte nicht an ihr vorbei gehen weil ich wusste was ich dann am Hinterkopf spüren würde.

    Oftmals hörte ich mitten in der Nacht ein schnarchen und erschrak. Da lag sie mitten im Flur, noch mit Straßenkleidung bekleidet da und schlief.

    Ich erinnere mich auch noch an eine Situation als sie meine Oma fast verletzt hätte. Wir Kinder standen nur da und schrien.

    Problem hierbei ist das meine Oma den Alkoholkonsum ihrer Tochter unterstützt. Ich und mein Bruder lieben unsere Oma. Sie war sehr oft mehr eine Mutter für uns als unsere leibliche. Hierbei begang und begeht sie aber weiterhin einen großen Fehler, möchte aber auch hier nichts daran ändern, sie ist bereits 78 Jahre alt. Da mein Bruder seit seinem 5.-6. Lebensjahr bei unserer Oma lebte, hat auch er eine noch viel tiefere Beziehung zu ihr als ich.

    Damit nicht Oma den Alkohol "ran schleppen" muss, geht mein Bruder 1x die Woche los und holt einen vollen großen Kasten Bier. Zusätzlich geht aber auch meine Mutter noch ca. 3x unter der Woche einkaufen und da sind nochmals jeweils 10 Flaschen dabei. Ich bin mir ziemlich sicher das sie es mittlerweile schafft ca. 50 Flaschen pro Woche zu trinken.

    Als sie aufgrund des Alkohols ihren Führerschein verlor (Unfall mit Fahrerflucht) beschloss sie anscheinend den Schnaps weg zu lassen und stieg anfangs auf Wein und dann auf Bier um, da war ich ungefähr 15.

    Noch kurz zu mir:
    mit 15 bekam ich die Diagnose Multiple Sklerose. Ein halbes Jahr zuvor, mit Beginn meiner Lehre, litt ich ca. 5 Jahre unter Ängsten und Panikattacken. Mit 17 zog ich von zu Hause aus und war sehr froh darüber.

    Als ich mit 21 meine Tochter gebahr wurde mir bewusst das es so nicht weiter geht. Ich ließ die Ängste psychologisch behandeln. Es gab zu viel was ich negatives erlebt habe, was ich verarbeiten und aufarbeiten musste. Ich wusste das alles mit meiner Kind.- und Jugendzeit zusammenhängt. Nach knapp einem Jahr Therapie und einer anschließenden Reha in einer Psychosomatischen Klinik fand man den Grund für meine Ängste und Panikattacken. Seitdem schaffe ich es wieder richtig am Leben teilzunehmen, mich nicht mehr einzuschließen und zu verstecken, oder Nachts wach zu werden und einen kreislaufzusammenbruch zu erleiden.

    Wie soll ich schreiben? Ich bin immer für meine Mutter da gewesen und das auch jetzt noch. Hatte sie irgendwelche Probleme zb. mit elektrischen Geräten, mit Ämtern und Behören, sämtlichen Papierkram.....auch bei Veranstaltungen in der Stadt nahm ich sie mit.

    Doch kaum trinkt sie einen Schluck bin ich der letzte Dreck. Vor kurzem habe ich ihr einen 1,- Job besorgt der für sie angemessener ist. Da sie diesen schon einmal hatte und er ihr von allen bisher am besten gefiel, dachte ich das sie sich freuen würde. Das tat sie auch, bis sie mal wieder zu viel trank. Urplötzlich bekomme ich einen Anruf von wegen "du widerst mich an".

    Und wieder mal rutsch ich auf den Fussboden, fange an zu weinen und frage mich warum?

    Ich weiß das dass alles nicht gut für mich ist, vor allem aufgrund meiner eigenen Gesundheit und auch weil meine Tochter schon genüge von den "Ausrastern" meiner Mutter mitbekommen hat. Auch die zwei haben kein wirkliches Oma-Enkelin Verhältnis. Meine Tochter schlief zb. noch nie bei ihrer Oma, unter anderem auch weil ich meiner Mutter sagte das ich nicht möchte das sie etwas trinkt wenn die kleine bei ihr ist.

    Als meine Maus noch ein Baby bzw. Kleinkind war, gab es 2 Situationen wo sie mal 2-3 Stunden mit Oma unterwegs war. Vor kurzem gab es auch wieder einen Vormittag an dem sie bei ihrer Oma war, für ca. 3 Stunden weil ich in die Klinik musste und leider niemand anderes zur Verfügung stand. Getrunken hat Mutti aber nichts und meiner Tochter hat es auch gefallen. Kaum sind die 2 aber von Muttis zu Hause, zur Oma gegangen wird zur Flasche gegriffen.

    Vor 2 Jahren war ich nochmal zur Kur. Ich wollte mir nochmals Psychologisch Hilfe holen. Die Psychologin sagte mir im Grunde nichts anderes als die vorherigen auch, mit einem Unterschied -> wenn ich den Kontakt abbreche müsste ich einen für mich hohen Preis bezahlen -> gleichzeitig würde nämlich der Kontakt zu meiner Oma viel weniger werden da Mutter sehr oft bei ihr ist und auch sehr oft unverhofft bei ihr auftaucht. Doch auch meine Tochter liebt ihre Uroma. Sie ist für sie wie eine Oma zu ihrer Enkelin sein sollte.

    Kurz nach der Reha brach ich den Kontakt für ca. ein viertel Jahr ab. Doch ihr wisst ja sicher wie Omas sein können. Immer wieder erzählte sie mir das Mutti nicht weiß was überhaupt los ist, das sie ihre Enkelin mal wieder sehen möchte und und und. Auch Oma selbst konnte es nicht verstehen. Logisch -> ich war die erste die versucht hat Konsequenzen daraus zu ziehen und nicht weiter mit zu spielen. Oma kann das nicht nachvollziehen, für mich auch verständlich denn sie kennt es nicht anders. Sie selbst sagte aber auch schon das sie Angst habe vor ihrer Tochter aber eben auch das sie ihre Tochter ist.

    Ich habe dann versucht meiner Mutter einen Brief zu schreiben, ich war wirklich sehr lieb, habe nichts böses geschrieben. Habe ihr lediglich versucht mitzuteilen wie ich mich fühle, was ich mir wünschen würde etc..Sie fasste natürlich alles negativ auf.

    Hilfe nimmt meine Mutter im übrigen nicht an, zumindest sobald es um ihre Gesundheit und den Alkohol geht. Ich habe ihr mehrfach angeboten diesen Weg mit ihr zu gehen, sie auf deutsch gesagt an die Hand zu nehmen, sie zu begleiten, ihr so zu helfen. Im nüchternen Zustand geht sie darauf ein aber da dies nur wenige Stunden vom Tag der Fall ist, ist das Thema ganz schnell wieder vom Tisch.

    Im Dezember war sie für 3 Wochen in einem Krankenhaus, sie war gestürzt und hätte fast ihr Augenlicht auf einem Auge verloren. In dieser Zeit trank sie nichts und ihr ging es auch gut, keine Entzugserscheinungen oder ähnliches. Doch kaum war sie wieder zu Hause griff sie zum Bier. Mittlerweile spielt auch der Schnaps wieder eine größere Rolle -> ist etwas günstig im Angebot wird eine Flasche mitgenommen. Natürlich trinkt sie auch schon seit längerem zu Hause und sollte mal kein Bier mehr da sein, bedient sie sich an Oma ihrem Wein.

    Ich weiß nicht was wirklich richtig ist. Ich möchte niemanden verletzen, vor allem nicht meine Tochter und auch nicht meine Oma. Zu meinem Bruder kann ich dennoch weiterhin einen normalen Kontakt haben da auch er sich seit fast 3 Jahren auf eigene Beine gestellt hat.

    Er trinkt jedoch auch, nur nicht in Massen und erst recht wird er nicht aggressiv, wütend und zornig oder ähnliches und bei ihm handelt es sich eher um ein Feierabend - Bierchen. Wenn Oma ihren Wein trinkt befindet sie sich für mich auch in keinem anderen ersichtlichen Gemütszustand als wenn sie nüchtern ist.

    Der Kontakt zu weiteren Familienmitgliedern würde aber auch leiden - Onkels, Tanten. Diese haben regelmäßig Kontakt zur Oma und kommen aller paar Wochen nachmittags, hin und wieder sind wir auch da, meine Mutter jedoch so gut wie immer. Gut, hier könnte man zumindest telefonisch etwas auf die Beine stellen. Das mit Oma wird halt schwierig. Sie selbst und auch Mutti sind maximal 2x im Jahr bei uns und das ist wenn wir Geburtstag haben. Letztes Weihnachten habe ich versucht das wir alle mal bei uns feiern aber auch hier ging es nach hinten los. Es dauerte keine Stunde da musste ich meine Mutter zur Tür verweisen. Sie kam bereits mit genug Promille hier an. Oma würde das bei Streit bei ihr zu hause niemals tun, im Gegenteil, sie selbst sucht sich dann ein anderes Zimmer oder geht in den Garten, bis Mutti ihr Zeug nimmt und geht.

    Oma und Bruderherz wissen auch das es falsch ist meine Mutter so zu unterstützen mit dem Alkoholkonsum, sie tun es dennoch aus ihren Gründen.

    Versteht mich nicht falsch. Ich habe meine Mutter lieb, weil sie meine Mutter ist. Und ich würde ihr gern helfen wollen aber sie will nicht!

    Wie komme ich nun aus diesem Kreis heraus? Ich weiß was richtig und was falsch ist aber es sitzen zu viele weitere Personen dazwischen.
    Mein Bruder steht hinter mir, er tut das ganze wie geschrieben nur wegen seiner Oma. Und ich weiß auch das dass ganze ein Ende hat sobald *Gott bewahre* unsere Oma nicht mehr lebt. Doch Muttern wird dann wohl richtig abrutschen.

    Sie hat keine Perspektiven mehr, sieht keine Zukunft.

    Sie sieht nicht das sie viel mehr Gute Dinge in ihrem Leben hat als manch anderer Mensch. Sie hat 2 doch recht vernünftige Kinder die ihr Leben meistern und eine ganz liebe Enkelin, hat eine niedliche kleine Wohnung und auch einige Bekannte die man hin und wieder auf der Straße mal trifft aber das alles ist anscheinend zu wenig. Für mich läuft sie blind durchs Leben und ich kann ihr nicht helfen, so gern wie ich es würde. Auch Freunde hat sie keine. Trotz der vielen 1,- Jobs kann sie keine Beziehungen mehr aufbauen und es waren sehr oft wirklich vernünftige Menschen dabei.

    Wie würdet ihr nun vorgehen?

    Streitereien gibt es weiterhin zu genüge. Ob es mit mir ist, ihrer Mutter oder ihrem Sohn. Meine Oma sagt sie seie wie ihr Vater, auch dieser hatte im Laufe der Zeit ein immer größeres Alkoholproblem entwickelt, wurde aggressiv und gewalttätig.

    Was ist nun der bessere Weg für mich und meine Tochter? Wie schaffe ich es ihn zu gehen?

    Habt vielen dank fürs lesen und ich wünsche euch Alles Gute.

    Grüße