Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Matts,

    Du schriebst:

    Zitat

    In die Alkohol-Regale schaue ich trotzdem, ja es ist eine gewisse Strategie, um Selbstsicherheit im Alltag zu erlangen. Das gelingt mir gut.

    Darf ich fragen, warum Du das tust und welche Strategie verfolgst Du damit?

    Und wie bekommt man damit Selbstsicherheit?

    Mir ist ja klar und bewusst, das wir dem Alk nicht immer völlig aus dem Weg gehen können, allein der nächste nötige Tankstopp

    bringt das ja schon mit sich, ebenso Supermarkteinkäufe, wo an der Kasse die Flachmänner stehen.

    Aber ich bin in meinen trockenen Jahren nie wieder vor einem Alkoholregal gestanden, was sollte ich auch da?

    Das würde bei mir auch schon unter "dem Alkohol entgegen gehen" fallen und das hatte ich nie mehr vor.

    Empfindest Du es denn als eine Art Stärke, vor einem Wein-oder Schnapsregal zu stehen und nichts zu kaufen?

    Mir ist seit langem klar, das ich keinen Kampf gegen den Alkohol gewinnen kann, darum begebe ich mich auch nicht in die nächste Runde mit ihm.

    Meinetwegen können andere gerne vor den Alkregalen stehen und die ach so guten Tropfen begutachten und kaufen.

    Meine Welt ist das allerdings nicht mehr.

    Ich ziehe lieber Selbstsicherheit aus meinem bisher Erreichten in meinem trockenen Leben, und nicht dadurch, das ich beweisen muss, das ich vor einem Schnapsregal stehe und mir das üüüüberhaupt nix ausmacht.

    Mein Suchtgedächnis hat sich zwar seit Jahren nicht mehr gemeldet, aber es schläft auch nur.

    Ich lasse es auch gerne weiter vor sich hinschlummern... und werde es auch nicht mit riskanten Verhalten aufwecken.

    LG Sunshine

    Hallo Eismann,

    mit tut es auch leid wegen der Trennung X/

    Manchmal sind Beziehungen einfach am Ende oder es ergeben sich Wünsche, die nicht mehr überein passen.

    Dann ist eine Trennung sicher besser, ehe man sich weiter miteinander rumquält, Hass und Wut auf den anderen entwickelt etc.

    Ich habe übrigens auch noch eine sehr freundschaftliche Beziehung zu meinem Ex-Mann, ebenso zu seiner jetzigen Frau, die zu meinen besten Freundinnen und Ratgeberinnen zählt.

    Und ehrlich gesagt, wenn sich zwei Menschen in unterschiedliche Richtungen entwickeln, kann auch keiner was dafür.

    Alles ist nun mal in Veränderung und das bringt dann auch mitunter sowas mit sich.

    Wenn man sich in Freundschaft trennen kann, finde ich das eine sehr erwachsene Art und super :thumbup:

    Denn man hat den Partner doch auch mal von Herzen geliebt, sonst wäre man ja nicht so lange zusammen geblieben.

    Ich finde es schade, wenn am Ende einer Beziehung nur noch Wut und Hass bleibt und gegenseitige Vorwürfe.

    Dann hat man sich eindeutig zu spät getrennt, meine Meinung.

    Mein Ex und ich sind erstmal auf Abstand gegangen die erste Zeit nach der Trennung.

    Er heiratete dann auch bald seine jetzige Frau. Die beiden passen auch besser zusammen als es bei uns der Fall war, und gut is.

    Wir merkten aber auch, das wir uns nun nicht egal sind, und das wir dem anderen auchr nichts schlechtes wünschen für die Zukunft.

    So wurde aus der Ex-Beziehung eine gute und feste Freundschaft, die nun schon seit Jahrzehnten besteht.

    Auch sowas ist ja möglich.

    Vielleicht auch bei Euch...?

    Tja...und manchmal merkt man auch gerade nach einer Trennung, wie viel einem der andere noch bedeutet. ;)

    Auch diese Erfahrung habe ich gemacht, aber nicht in der Beziehung zu meinem Ex-Mann, sondern zu meinem jetzigen Mann.

    Und man merkt vielleicht auch, das das Gras woanders auch nicht grüner ist, obwohl es verdammt so aussah 8)

    Wie es in so einem Fall weiter geht... keine Ahnung, open End ... ;)

    Eismann, ich bin in meiner nun schon sehr langen trockenen Zeit natürlich auch schon in emotionale Schieflagen geraten.

    Durch Schicksalsschläge, durch sehr schwierige Situationen, die mich enorm belasteten etc.pp.

    Das ganz normale Leben eben, was nicht immer so glatt läuft wie man es gern hätte.

    Und auch mit Todesfällen muss man lernen umzugehen. Auch das war leider dabei, der Tod meiner Mutter hat mich sehr mitgenommen.

    Und weißt Du was?

    Ich hätte mir nicht diese Situationen mit Alkohol erleichtern wollen. Denn ich glaube nicht mal dran, das es eine wirkliche Erleichterung wäre. Vielleicht nicht mal für einige Stunden, bei mir zumindest nicht, schätze ich.

    Zu allem Schlimmen käme dann ja noch ein Rückfall obendrauf...und man hätte vieles einfach weggeschmissen, was einem viel bedeutete. X/

    Nö, will ich nicht, ich ertrage Schmerz lieber nüchtern.

    Selbst wenn ich wüsste, das ich eine schwere Krankheit hätte und nicht mehr lange zu leben hätte, ich glaube, selbst dann würde ich mich nicht mit Alk wegschiessen wollen.

    Ich glaube, durch erneute Sauferei macht man es sich nicht leichter, sondern noch viel schwerer, mit allem.

    Und Probleme sind nüchtern auch besser zu lösen.

    LG an Dich und mach weiter so, bist ja bisher auf einem guten Weg :thumbup:

    Sunshine

    Hallo Hanseat,

    Willkommen hier im Forum, ich hatte Dich noch gar nicht begrüßt.

    Das hier las ich gerade von Dir:

    Zitat

    Für mich liegt in der Vorstellung, daß Alkoholismus eine Krankheit ist, die Möglichkeit, mir selbst zu vergeben und mutig in die Zukunft zu gucken. Andererseits will ich meine Verfehlungen auch nicht einfach so abhaken und so tun, als wäre nichts gewesen, denn dann hätte ich wohl nichts gelernt. Eine gute Balance ist wohl wichtig. Ich weiß nur, daß ich mich nicht dauerhaft darauf reduzieren möchte, ein trockener Alki zu sein.

    Genau so habe ich es auch gehalten.

    Nach der Entgiftung musste ich erstmal begreifen, das ich eine Krankheit habe und keine Willensschwäche.

    Und diese Krankheit Alkoholismus habe ich mir auch nicht so ausgesucht.

    Diese Krankheitseinsicht hat bei mir auch bewirkt, das ich mir so auch selbst verzeihen konnte.

    Von Außenstehenden wurden mir auch nie Vorwürfe gemacht im Nachhinein, die waren nur froh, das ich mit der Sauferei aufgehört habe.

    Allerdings gab es auch keine derartigen Anlässe, das mir die Freundschaft gekündigt wurde, mein Partner hatte am meisten unter meiner Sauferei zu leiden.

    Und der vergab mir auch. Auch ihm war erst nicht klar, das ich wirklich alkoholkrank geworden bin.

    Das ich das alles nicht aus böser Absicht gemacht habe oder Leichtsinnigkeit oder weil mir alles eh egal war. Er hat das verstanden, was mir passiert ist und als ich aufhören konnte, auch im Grunde sofort alles vergeben.

    Und ich denke, das war auch für uns eine gute Voraussetzung, eine Art Neuanfang zu machen.

    Für mich wäre es schlimm gewesen, wenn er alles immer wieder aus der Kiste gezogen hätte, was vorgefallen ist.

    Und ich denke, hätte er das getan, wären wir heute nicht mehr zusammen.

    Ich halte die Fähigkeit, Vergeben und Verzeihen zu können, übrigens für sehr wichtig im Leben, das heißt ja nicht, das alles auch vergessen ist.

    So allgemein jetzt mal.

    Alles andere führt meiner Meinung nach zu Verbitterung und zu einer negativen Lebenseinstellung und die will ich nicht haben.

    Jemanden zu verzeihen, damit macht man es sich auch oft selbst einfacher, finde ich. Und ich darf es mir auch mal einfach machen ;)

    Ich bin auch kein Mensch, der vorhatte, nur aufgrund der vorhandenen Alkoholkrankheit in Sack und Asche zu gehen.

    Habe ich heute ja auch schon an anderer Stelle geschrieben. ;)

    Und ich habe mich auch immer wieder mit meiner Alkoholkrankheit auseinander gesetzt. Wie es überhaupt so weit kommen konnte etc.

    Das diente aber nicht der Selbstkasteiung, sondern ich wollte damit vermeiden, in altes Verhalten zurück zu fallen. Und so einen Rückfall zu bauen. Denn der Rückfall in altes Verhalten ist doch meist die Ursache.

    Außerdem lebe ich auch nicht in der Vergangenheit, sondern heute. Ich schaue nicht dauernd zurück, sondern lieber nach vorn.

    Ich reduziere mich auch selbst nicht darauf, eine trockene Alkoholikerin zu sein. Ich reduziere ja auch keinen Diabetiker oder Allergiker auf seine Krankheit, das wäre ja geradezu bekloppt.

    Ich habe doch da auch Menschen in ganz unterschiedlichen Facetten/Charakteren vor mir, die Krankheit spielt dabei überhaupt keine Rolle, da denke ich nicht mal groß dran, weil das für MICH nicht wichtig ist.

    Darum habe ich mich übrigens nach einer Zeit auch wieder aus einer realen SHG verabschiedet.

    Die hatten da dauernd irgendwelche Aktivitäten, Radtourtreffen, Ausflüge, Weihnachtsbasteln, Preisskat und all son Kram.

    Das war mir alles zu viel, und ich wollte mich auch nicht nur noch in diesen Kreisen aufhalten, denn ich hatte "nebenbei" auch noch einen Fulltime-Job, Familie, Haus und Garten...und auch Freunde, die mit Alk nix am Hut haben.

    Ich mag nicht meine Krankheit täglich zum Thema irgendwo machen und möchte auch einen Freundeskreis mit Nicht-Betroffenen und nicht nur noch Treffen mit Mitgliedern der realen SHG.

    So ist diese hier für mich auch geeigneter.

    LG an Dich und weiterhin alles Gute auf Deinem Weg. Du bist nun schon ein ganzes Stück weit gekommen, Hanseat! Weiter als sonst, nicht wahr? Wenn Du einen Rat hören möchtest: Wirf es nicht leichtfertig weg für irgendeine Abteilungsfeier, Grillparty mit konsumierenden Gästen etc.

    Da ist das nächste Glas noch weniger als ne Armlänge entfernt...und solche Feiern sind es niemals wert, sich in eine Gefahr zu begeben.

    Andere mögen dafür vielleicht auch mal kein Verständnis haben, aber die sind es auch nicht, die sich evtl. mit den nächsten Rückfall ins Grab saufen.

    Es sei denn, sie sind selbst abhängig. Da gelten dann wieder andere Gesichtspunkte, warum die einen gern auf jeder Party dabei haben wollen.

    Sunshine

    Hallo MeaCulpa,

    Willkommen hier im Forum.

    Erstmal: Alkoholkrank zu sein bedeutet nicht, das man fortan in Sack und Asche gehen müsste.

    Oder sagst Du zu anderweitig chronisch Erkrankten auch "Selbst schuld!" ?

    Und trocken darf man auch erhobenen Hauptes seinen Weg gehen, von daher hoffe ich, das Du bald deinen Nick hier ablegen kannst, weil Du aufhörst, Dich zu schämen. :)

    Der Kumpel war ein Saufkumpel, nicht wahr?

    Da hast Du keine Chance, auf Verständnis zu treffen.

    Versuche doch einfach mal, mit einem Menschen drüber zu reden, der nicht selbst auch ein Alkoholproblem hat.

    Kann auch ruhig jemand sein, der gar nicht so drin im Thema Sucht ist.

    Ich denke, da wirst Du erheblich mehr Verständnis finden als bei einem Saufkumpel.

    Wie gut warst Du denn erreichbar oder wärest es gewesen, wenn es umgedreht gewesen wäre?

    Stell Dir vor, Du wärest noch "lustig" am zechen (lustig ist es allerdings ab dem abhängigen Trinken ja nicht mehr, aber das weißt Du selbst) und ein Saufkumpel hätte Dir erzählt, das er aufhören will mit der Sauferei.

    Hättest Du es erst genommen?

    (Denn wie oft haben wir es denn versprochen und nicht gehalten?)

    Hättest Du gern einen Saufkumpel verloren?

    Und stellt Dir vor, der wäre schon eine Weile nüchtern, und sein Leben würde wieder bunter, er würde zufriedener wirken, gesünder, fitter...

    Da würde einem ein Spiegel vorgehalten, in den man ungern schauen möchte aufgrund des eigenen Schlamassels, in dem man vielleicht schon tief drin steckt.

    Da kommt vielleicht sogar Neid auf...und um den anderen das wieder kaputt zu machen, sagt man dann schnell:

    "Ach komm, so schlimm war es doch auch noch nicht"

    "Einen kannste doch wohl mal mittrinken"

    "Jetzt relax doch endlich mal wieder "richtig"

    "Heute trinkst Du mal mit und morgen hörst Du dann wieder auf, okay?"

    Ich könnte Dir noch ne ganze Menge Labereien aufschreiben, die abgelassen werden, wenn man einem nassen Alkie einen trockenen Spiegel vorhält 8)

    Du hast Dir von einem Menschen Verständnis erhofft, der dazu aufgrund seiner eigenen Situation nicht fähig ist.

    Das konnte also nicht gut gehen.

    Mein Vorschlag wäre also, versuche es mal bei Menschen, die selbst kein Alkoholproblem haben.

    Oder eben bei trockenen Selbstbetroffenen... denen brauchst Du nicht mal viel zu erzählen, die verstehen auch so, weil sie all den gleichen Mist ebenso erlebt haben, den die Sauferei so üblicherweise mit sich bringt.

    LG und noch einen schönen Sonntag

    wünscht

    Sunshine

    Hallo MarMer,

    Ich habe das hier mal komprimiert (bitte auf "alles anzeigen" gehen):

    MarMer, lese das doch bitte mal durch.

    Dein XY ist der typische Drehtürpatient. Andere sollen ihn "trocken machen", das funzt aber nicht ohne den Willen und der intensiven Mitarbeit des Betroffenen.

    Geht`s zu schei*e, gehts ab in die Klinik, dort lässt man sich dann wieder auf die Beine bringen, und kaum ist man wieder draussen, hat man die Pulle auch bald wieder am Hals.

    Ich sage es Dir ganz ehrlich, ich glaube nicht dran, das er es in ein trockenes Leben schafft.

    Das kann noch sehr viele Jahre so weiter gehen!

    Würdest Du Dir so ein Elend wirklich nochmals antun wollen? Das macht Dich auch mit krank, glaub mir das. Dann ist da am Ende nicht nur Dein großes Mißtrauen ihn (und auch anderen?) gegenüber, sondern da bekommst Du irgendwann psychosomatische Erkrankungen.

    Warum sollte man sich denn sowas antun?

    Sich so mit in den Sumpf ziehen lassen?

    In diesem Sumpf geht nicht nur einer unter, sondern alle beide!

    Du kannst echt froh sein, das es vorbei ist. Egal wer die Bez. beendet hat. Im Grunde hätte Dir nichts besseres passieren können.

    Ich kenne übrigens jemanden, der sich ganz genau so verhält.

    Immer wieder Entgiftungen, immer wieder Therapien, immer wieder angebliche Krankheitseinsicht...und immer wieder nach kurzer Zeit die Pulle am Hals.

    Es ist jemand, der in meiner Nähe wohnt, den ich seit der Schulzeit kenne und mit dem ich auch jahrelang in einer Clique war...und ich sehe ihn auch öfters, und kann den körperlichen Verfall mitverfolgen.

    Und das ist soooo traurig...er ist seit Ewigkeiten arbeitslos.

    Verkommt äußerlich auch immer mehr. Er hat mittlerweile starke Erkrankungen vom Alkoholmissbrauch.

    Und er war mal ein sehr attraktiver Mann, charismatisch, lustig, nett, freundlich und hilfsbereit.

    Du kannst Dir nicht vorstellen, wie er heute manchmal drauf ist, er hat seine eigene Mutter bestohlen weil er Geld für Stoff brauchte.

    Und hat so viele Menschen ausgenutzt.

    Der Alkohol hat ihn zu einem menschlichen Wrack gemacht, in allen Belangen.

    UND immer waren natürlich andere schuld, das er wieder saufen musste.

    Naja, viele können da nicht mehr sein, da sich seine gesamte Familie abgewandt hat und er schon mehrmals geschieden ist.

    Das letzte Mal, als ich mit ihm sprach, war letztes Jahr, klagte er mir mal wieder sein Leid...und das er ja wüßte, das er krank sei.

    Und fragte mich schon im nächsten Satz, ob ich denn dieses WE auch aufs Schützenfest ginge?

    Häää, was soll ich bei so einem Säufertreffen, nicht meine Welt.

    Er aber hatte vor, dort hinzugehen, und Wasser zu trinken.

    Ja neee , is klar. Die gleiche Woche habe ich ihn dann noch mit Schnaps auf dem Kassenband angetroffen, er war wieder voll drauf.

    Irgendwann werde ich wohl eine Traueranzeige lesen...oder auch nicht...er hat ja keine Angehörigen mehr, die im Kontakt mit ihm sind.

    Zitat

    Was ich von den Rehas hauptsächlich gehört habe war, dass er viele Kontakte mit Frauen dort geschlossen hatte und es mit einigen von ihnen auch Beziehungsversuche gab.

    Ich bezweifle, dass er bis auf diese Frauenkontakte bisher etwas anderes aus seinen Rehas mit genommen hat.

    Ich hatte auch mal so einen Typen am Start. Erst habe ich mir gar nix dabei gedacht, das er eigentlich nur weibliche Bekannte hatte. Nur einen Freund, aber der wohnte weit weg, der Kontakt zu dem war eher sporadisch.

    Die vorhandenen Bekannten reichten aber nicht!

    Also mußten immer neue Kontakte geknüpft werden. Ausschließlich zu Frauen. Auf REHA`s fand er regelmäßig neue Beziehungen, die allerdings nie lange hielten.

    Auch in der Zeit unserer Beziehung knüpfte er immer neue Kontakte zu Frauen, aber ich wußte das nicht, war da voll naiv, da er doch immer wieder von seiner großen Liebe zu mir sprach und schrieb.

    Ich bekam es aber durch einen Zufall doch heraus.

    Ich war sehr verletzt darüber, und er nannte mich krankhaft eifersüchtig und ähnliches.

    Tja, der Kranke war aber ER!

    Er benutzte Frauen, die ihn bewundern sollten. Und ihn aus seinen immer wiederkehrenden Depressionen ziehen sollten.

    Tja, und das klappt nun mal mit neuen Frauen besser als mit alten Bekannten.

    Da wird man ja erst noch angehimmelt, bewundert und pipapo.

    Und genau das brauchte er, es war wie eine Art Lebenselexiert für ihn.

    Und es streichelte sein kaum vorhandenes Selbstwertgefühl.

    Alles das erkannte ich noch nicht so gut, als ich noch in der Situation bzw. Beziehung involviert war.

    Später schon...und es wäre auch immer so weiter gegangen. Ich weiß es sogar, das es so war...und wahrscheinlich reitet er auch immer noch auf der Nummer, bin ich mir fast sicher.

    Es besteht aber schon lange kein persönlicher Kontakt mehr.

    MarMer, als die Beziehung zerbrach, hatte ich monatelang großen Liebenskummer. Suchte auch die Schuld bei mir, und der Gedanke, das er ne Neue hat (hatte er ja auch...mehrmals) verletzte mich auch sehr.

    Heute bin ich HEILFROH, das diese Beziehung scheiterte!

    Ich wäre kaputt gegangen in einer weiteren Beziehung mit ihm.

    Und nichts von dem, was ich mir so im Leben wünsche, wäre in Erfüllung gegangen mit ihm an meiner Seite, ich wurde im Grunde auch nur ausgenutzt, genau so wie alle anderen Frauen vor und nach mir.

    Aber es braucht Zeit und Abstand, um sowas zu erkennen....

    Ich wünsche Dir, das Du auch erkennst, das es besser so ist, wie es ist.

    Die Zeit heilt diese Wunde!

    Aber an Deinem Misstrauen müsstest Du vielleicht arbeiten, woher das kommt, ob es grundsätzlich vorhanden ist und wie kann man damit leben, ohne einen neuen Partner damit in die Flucht zu schlagen?

    Denn ein gesunder Mensch, dem von vornherein grundsätzlich misstraut wird, der wird nicht lange bleiben können, wenn er nicht selbst Schaden nehmen will.

    Ohne Vertrauen zueinander fehlt ja dann auch die wichtigste Basis.

    Übrigens, als ich damals so ausgenutzt und verarsch*t wurde, war ich danach sehr misstrauisch andern Menschen gegenüber, egal wem.

    Und ich litt darunter, das ich mein Vertrauen in andere Menschen verloren hatte!

    Zum Glück kam es bald wieder von allein zurück.

    Denn ich habe zum Glück ein ausgesprochenes Urvertrauen, was zwar lädiert, aber immer noch vorhanden war.

    LG an Dich

    Sunshine

    Hallo Lea,

    und Willkommen hier im Forum!

    Die Geschichte von Deinen Kindern und den Großeltern macht mich traurig.

    Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meinen 3 Enkelkindern und die kloppen sich drum, wer hier am WE sein darf. :lol:

    So haben wir eigentlich fast jedes WE eines hier.

    Für mich ist es schwer vorstellbar, das man sich nicht für seine Enkelkinder interessiert ?( . Aber es gibt sowas tatsächlich.

    Da ist das Verwirklichen der eigenen Pläne immer viel wichtiger, und die Ruhe ebenfalls.

    In Deinem Fall wohl auch die häusliche Ruhe...

    Dabei halten einen gerade Enkelkinder jung und fit ;) Ruhe werde ich genug haben, wenn ich inner Kiste liege.

    Ich würde es so machen, das ich die Schwiegermutter wissen lassen würde, das sie bei Euch Willkommen ist, hätte sie denn die Möglichkeit, mit Öffis zu Euch zu gelangen?

    Meene Jüte, hier im Forum nehmen Großmütter (und auch Großväter!) sonstwas auf sich, um die Enkelkinder sehen zu können, man wohnt ja nicht immer gleich nebeneinander.

    Wenn Deine Schwiegermutter also ihre Enkelkinder sehen möchte, soll sie halt zu Euch kommen.

    Nimmt sie nicht mal das auf sich, oder lässt sich von ihrem Trinker zuhause derart bevormunden, das er sie nicht weg lässt...dann ist es wohl besser,

    wenn die Enkelkinder auch weiterhin keinen Kontakt haben. So traurig das auch ist. ?(

    Denn so ein Vorleben von Abhängigkeit von einer alkoholkranken Person tut ihnen sicher nicht gut.

    Da würde ich lieber meinen eigenen Traum von einem harmonischen Oma,Opa,Enkelkinder-Verhältnis sausen lassen, als sowas meinen Kindern zuzumuten.

    Ich sehe gerade, das Du eben noch was geschrieben hast...

    Zitat

    Aber kann man die Oma irgendwie erreichen oder sind die beiden längst viel zu verstrickt in einander. Und wenn ja, wie ???

    Das ist schwer so von außen zu beurteilen.

    Wenn sich eine Frau derart von einem alkoholkranken Partner bevormunden lässt, liegt ja oft eine CO-Abhängigkeit vor.

    Und da steht dann oft der Wunsch nach einem "harmonischen Miteinander" über allem und man erträgt sehr viel, um keinen Stress mit seinem Säufer zu bekommen.

    Denn Ärger hat man mit dem meist sowieso aufgrund seiner Sauferei.

    Du kannst es ja ganz einfach drauf ankommen lassen...entweder mag sie kommen oder si ehat zu viel Angst vor ihrem Säufer daheim.

    Oh man, wie weit CO-Abhängigkeit gehen kann, wird mir gerade wieder klar.

    Und da soll mir noch jemand sagen, ein zufriedenes Leben mit einem nassen Alkoholiker sei unter Umständen möglich.

    Im Lebtach nicht!

    Es tut mir voll leid, das die Enkelkinder wegen einer Abhängigkeitsbeziehung auf Großeltern verzichten müssen.

    Aber was soll man machen?

    Sie werden auch so groß... klar...aber traurig is schon ?(

    LG an Dich

    Sunshine

    Hallo MarMer,

    ich habe mir eben nochmal Deine Geschichte durch gelesen.

    Ich denke, es ist gut, das ihr mittlerweile getrennt seid!

    Da ist einfach zu viel vorgefallen, das ist doch nicht mehr reparabel.

    Und man muss sich nicht an einen Typen hängen, der jedem Rock nachsteigt und sich sogar auf Partnerbörsen anmeldet.

    Dazu ist er nasser? Alkoholiker.

    Okay, er ging immer wieder in Kliniken, hatte zusätzlich anderweitige Unterstützung, aber er trank trotzdem weiter.

    Vielleicht ein typischer Drehtür-Patient?

    Ich hoffe, Du kannst ihn doch loslassen. Das wird aber erst gelingen, wenn Du das auch innerlich tust.

    Und eins mag ich Dir mal sagen: Auch wenn man denkt, man könne nur mit diesem EINEN Menschen glücklich werden, so ist das ein Irrtum.

    Man wird einen zukünftigen Partner ebenso sehr lieben können, wie einen Verflossenen.

    Wir Menschen sind in der Lage, mehrmals im Leben "die große Liebe" zu erleben und das ist auch gut so! :)

    Ich spreche da aus eigener Erfahrung ;)

    LG Sunshine

    Hallo MarMer,

    Ich möchte zu dem oben zitierten und Deine Antwort darauf was schreiben, auch aus eigener Erfahrung:

    Als ich noch gesoffen habe, war ich sehr eifersüchtig.

    Und ich habe meinem Mann dadurch echt mehrmals unrecht getan.

    Ich bin eigentlich kein besonders eifersüchtiger Mensch, von Natur aus.

    Aber ich habe jahrelang gesoffen. Und dabei mein gesamtes Selbstwertgefühl verloren.

    Ich habe es nicht geschafft, das allein in den Griff zu bekommen, ich habe es immer wieder versucht.

    Fühlte mich dadurch als Komplett-Versagerin. Und ich schämte mich für meine Sauferei.

    Ich dachte, mein Mann kann doch überall ne bessere Partnerin finden, was soll er denn mit mir und meiner Sauferei?

    Mir war damals nicht klar, das ich wirklich alkoholKRANK bin und ich es auch nicht mehr allein schaffen kann, da wieder raus zu kommen.

    Irgendwann brach alles zusammen, ich entgiftete und konnte ein abstinentes Leben beginnen.

    Ich konnte alles wieder selbst, mein Leben regeln, meinem Job gut nachgehen, und wieder eine gute Partnerin sein.

    Das alles ließ nach und nach mein Selbstbewußtsein auch wieder wachsen. Und damit verschwand die Eifersucht auch wieder.

    Heute trifft sich mein Mann öfters mal, auch allein, mit Frauen, ehemalige Kolleginnen und so.

    Und ich gönne ihm das von Herzen, will auch gar nicht dabei sein, weil das allein sein Ding ist, ich bin da ja auch ein bisschen wie ein fünftes Rad am Wagen,

    denn dann wird viel über Kollegen erzählt, die ich nicht kenne, über Abteilungsstukturen, wozu ich nix sagen kann usw.

    Das soll er lieber allein machen. :lol:

    Will damit sagen, der Partner macht vielleicht gar nix falsch, geschweige denn, er geht fremd.

    Es lag an mir und meinem verschwundenen Selbstbewußtsein durch den Alkoholmissbrauch.

    Und ich glaube, darauf beruht auch alles, auf dem eigenen Selbstbewußtsein.

    (ich lasse hier notorische Fremdgänger mal vollkommen außen vor, die gibt es natürlich auch!)

    Von daher denke ich, man muss an seinem Selbstbewußtsein arbeiten, wenn man so eifersüchtig und kontrollierend ist,

    und darf nicht den anderen damit drangsalieren.

    Denn das tut man ja damit und tut ihm vielleicht auch ganz bitter unrecht.

    Und vielleicht hält es der andere dann auch wirklich nicht mehr mit einem aus und will nur noch weg?

    Also ich kann mir das durchaus vorstellen, wenn einem immer was unterstellt wird, man kontrolliert wird, ich würde dann auch nur noch weg wollen.

    Nun ist es aber auch so, das manche Menschen gar keine Chance hatten, ein gesundes Selbstbewußtsein aufzubauen, denn das muss schon in der Kindheit passieren.

    Und gerade diese Menschen, besonders Frauen haben da einen hohen Anteil, rutschen dann viel eher in eine CO-Abhängigkeit als Frauen mit einem gesunden Selbstbewußtsein..

    CO-Abhängige fühlen sich vielleicht auch erstmal stark in dieser Rolle, weil sie helfen wollen, und vielleicht sogar denken, sie könnten es auch.

    Leben ja auch oft ein Helfersyndrom auf diese Weise aus.

    Und versuchen so vielleicht auch ein stärkeres Selbstbewußtsein aufzubauen?

    Das Blöde an der Sache ist, es wird nicht funktionieren, weil ein Angehöriger einem Alkoholkranken im Grunde nicht helfen kann.

    Und dieses scheinbare Selbstbewußtsein steht und fällt dann ja auch mit dem Trinker, weil es zu viel mit seinem Verhalten zu tun hat.

    Ich denke, ein besserer Weg wäre, mit therapeutischer Hilfe ein gesünderes und stärkeres Selbstbewußtsein aufzubauen. Was nicht vom Verhalten eines anderen abhängig ist.

    Und ich glaube, wir sind auch erst wirklich beziehungsfähig, wenn wir den anderen wirklich auch loslassen können, erst dann hat das alles überhaupt was mit Liebe zu tun. Vorher ist es doch nur Zwang und Kontrolle.

    Vielleicht hat man aber auch sehr schlechte Erfahrungen mit einem Mann gemacht, weil der wirklich immer wieder fremd ging?

    Auch das ist ja unglaublich verletzend für die meissten und kann mächtig am eigenen Selbstwertgefühl rütteln.

    Dann kann man nur hoffen, das der nächste Parter nicht so ein Typ ist, der sowas nötig hat, um sein eigenes Selbstwertgefühl daraus zu ziehen.

    Denn oft geht es doch auch darum bei notorischen Fremdgängern, da ist ja auch oft was komplett im Argen.

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    LeaLux schrieb:

    Zitat

    Bei meinem Ex muss ich dazu sagen, dass er quasi alles verwirklicht hat, was ich nicht auf die Kette gekriegt habe ... also Familie, Kinder. Das schmerzt sehr muss ich sagen. Obwohl es 10 Jahre her ist, beschäftigt mich das noch ... was vielleicht doch mein Anteil an seinem Verhalten war.

    Naja...das ist ja auch wirklich kränkend und es verletzt einen auch in seiner persönlichen Eitelkeit, oder?

    (Aber war er auch ein alkoholabhängier Mensch??

    Ich kenne nämlich keinen nassen Alkoholiker, der irgendwas auf Kette bekommen hat bezüglich "was wirklich auf die Beine zu stellen und nicht nur davon labern...")

    Du überlegst wenigstens schon mal, ob Du auch eigene Anteile am Scheitern der Beziehung haben könntest!

    Das ist doch schon mal ein Ansatzpunkt, wo man genau hinschauen kann, und dran arbeiten kann, evtl. auch mit fachlicher Unterstützung.

    Auch im Hinblick auf eine spätere Beziehung, wo man dann hoffentlich ein gewissen Verhalten nicht mehr an den Tag legen muss.

    Zitat

    Jetzt mit meinem Partner, der trinkt, sind meine Gedanken ganz ähnlich. Ich traue mich nicht zu gehen, da er vielleicht genau in dem Moment den Schritt nach vorne macht, auf den ich immer gewartet habe.

    Hmmm...also das er den "Schritt nach vorn" macht, damit ist eher weniger bei uneinsichtigen Alkoholikern zu rechnen.

    Aber man kann damit rechnen, das man als CO schneller ausgewechselt wird, als man sich das vorstellen kann.

    Tja, aber was bekommt denn die Nachfolgerin?

    Das gleiche Elend, das gleiche Leid und das gleiche Drama, was man selbst erlebt hat.

    Die Chance, das das eintrifft ist erheblich höher, als das er ein trockenes Leben beginnt.

    Also mir würde da eine Nachfolgerin ganz ehrlich sehr leid tun, mehr nicht.

    Ich würde lieber das ganze Trennungsding, auch mit allen Ängsten und Zweifeln und Schmerzen auf mich nehmen, um nochmal neu anfangen zu können.

    Erstmal allein, würde ich versuchen, mir mein Leben wieder so schön wie möglich zu machen.

    Und wenn ein neuer potentieller Parter daher kommen würde, würde ich da auch sehr genau hinschauen, vielleicht auch erstmal misstrauisch sein, denn so schmerzhafte Erfahrungen in der vorherigen Beziehung verwachsen ja auch nicht von jetzt auf gleich.

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, dass dies auch bei mir ein sehr großes Thema ist und ich schäme mich dafür.

    Sich für was schämen finde ich immer blöd :cry:

    Man ist ja erstmal so wie man ist...und für vieles kann man auch nichts.

    Wenn einem die Eltern beispielsweise nicht schon früh helfen, ein gesundes Selsbtbewußtsein aufzubauen, dann hat man daran doch keine Schuld, man ist ja noch ein Kind!

    Schlechte Erfahrungen im späteren Leben hinterlassen auch ihre Spuren... ich denke, man ist ja irgendwie auch das Produkt des eigenen Erlebten.

    Ich kann jeder CO-Abhängigen Frau nur raten, aus einer Beziehung mit einem nassen, uneinsichtigen Alkie auszusteigen, denn das kann nix gutes geben.

    Und das eigene Selbstbewußtsein kann so auch nicht aufgebaut werden, es schwindet eher immer mehr.

    Ich glaube, da muss man wirklich was für sich selbst tun.

    Denn was wäre, wenn man sich trennt, in einer neuen Beziehung aber das alte eifersüchtige, kontrollierende Verhalten an den Tag legt?

    Und dem neuen Partner damit wirklich großes Unrecht zumutet?

    Dann steht ja die neue Beziehung auch wieder unter einem denkbar schlechten Stern, oder? :(

    Das sind mal so meine Gedanken dazu....

    LG Sunshine

    Becki, Du DARFST doch so weiter machen!

    Wer sollte oder wollte Dir das denn verbieten?

    Aber dann lebe bitte auch mit den Konsequenzen, die sich aus einer Beziehung mit einem nassen Alkoholiker ergeben.

    Du darfst Dein Leben schrotten, und es wird Dich auch letztendlich niemand davon abhalten.

    Ebenso darf sich ja auch ein Alkoholiker FÜR die Sauferei entscheiden.

    Du willst aus Angst vor jeglicher Beziehungsveränderung und krankhafter Eifersucht nichts verändern.

    Wenn schon Du nicht, dann soll ihn auch keine andere haben, nicht wahr?

    Und trocken werden darf er natürlich auch nur mit Dir!

    Der Alptraum schlechthin ist doch bei Dir, das er mit einer anderen trocken wird oder trocken wird und sich dann einer anderen zuwendet.

    Du willst ihn kontrollieren. Du kannst ihn nicht machen lassen, Du willst ihn keinesfalls loslassen.

    Nicht das der Fall wie oben beschrieben eintritt.

    Weißt Du, wann mir echt schlecht wird?

    Wenn bei so einem Rumgemache noch von Liebe gesprochen wird!

    Denn Liebe hat mit dem allem so GAR NIX zu tun, auch von Deiner Seite aus nicht.

    Es geht hier nur um Eifersucht und Kontrollwahn und der Unfähigkeit, einen anderen Menschen mal loszulassen, ihm Freiheit zu geben, ihn mal selbst machen zu lassen, ohne minütlich über alles informiert zu sein, was er so tut.

    Zitat

    ich habe meine Wohnung, einen Job, nette Kollegen, einen Hund, Eltern, Freunde. Aber am liebsten habe ich Zeit nur für mich zum Lesen o.ä. In all das beziehe ich ihn nicht ein, ich mache da ganz allein mein Ding.

    Für mich alles nur Makulatur.

    In Wirklichkeit scheint sich doch alles nur um den Alkoholkranken zu drehen. Das lese ich jedenfalls aus den anderen Posts deutlich heraus.

    Das ist so viel Kontrollsucht und Eifersucht und Ängste...und erzähl mir nicht, das das ja nur manchmal hochkommt und ansonsten ist alles bei Dir in bester Ordnung.

    Becki, wir können hier nur Menschen helfen, die sich auch helfen lassen wollen.

    Ein "wasch mich, aber mach mich nicht nass" funzt nicht. Das ist aber das, was Du gern hättest.

    Du wirst also erstmal so weiter machen, weil Du ebenso eine Wand aufgebaut hast, wie ein nasser Alkie, der die Wahrheit nicht hören will.

    Ich bin hier raus, weil man hier einfach noch nicht helfen kann, da muss es leider erst noch viel schlimmer werden.

    Bequatsche ja auch keinen nassen Alkie, der weiter saufen will, weil ich weiß, das es nur verbrannte Zeit ist.

    Ich wünsche Dir alles Gute, und den Mut, mal die Augen aufzumachen, und hinzuschauen, was wirklich ist.

    Und den Mut zum Handeln.

    Aber auch eine Beendigung der Beziehung wird noch nicht viel bringen, Du müsstest ja auch an Deinen eigenen Süchten arbeiten, um überhaupt eine Beziehung führen zu können, wo der andere sich auch frei fühlen darf.

    "Nur den Säufer loswerden allein reicht nicht"... Du hast ja auch noch genug eigene Baustellen, die angegangen werden müssten.

    Hast Du mal an Hilfe durch eine Therapie diesbezüglich gedacht?

    LG Sunshine

    Hallo Becki,

    Du schriebst:

    Zitat

    Sunshine_33 Und so wie ich das hier im Forum gelesen habe und ich jetzt hoffentlich nichts verwechsle, ist dein Partner/Mann auch bei dir geblieben. Und du hast es geschafft. Auch wenn das eine nichts mit dem anderen zu tun hat i.S.v. dass das der Grund dafür war. Also seid ihr auch im weitesten Sinne diese Ausnahme. Wenn ich jetzt was durcheinander bringe, tut es mir leid.

    Richtig ist, das mein damaliger Partner und späterer Ehemann und ich heute (wieder) zusammen leben.

    Richtig ist aber auch, das ich mich nach 4 Jahren Trockenheit getrennt hatte, und wir dann über 2 Jahre lang getrennt lebten.

    Ich zog damals in eine eigene Wohnung und suchte mir einen neuen Job.

    Und er ging ins Ausland.

    Es war also nicht so, das ich aufhörte zu trinken und fortan lief alles supi und harmonisch.

    Uns passierte also auch das, was vielen anderen Paaren passiert, ich veränderte mich sehr, und irgendwann passte es nicht mehr zwischen uns.

    Außerdem war mein Mann nicht mein CO. Er hat keine CO-abhängigen Tendenzen, mit ihm hätte ich mit Sicherheit nicht das machen können, was ich hier manchmal so im CO-Bereich lese.

    Später fanden wir wieder auf anderer Ebene zusammen. Aber dazu mussten wir uns BEIDE verändern.

    Und auch dann war nicht immer alles gut, es gab immer wieder längere Trennungen, da er, wie erwähnt, beruflich ins Ausland

    gegangen war.

    Vor einigen Jahren folgte ich ihm dann und seitdem leben wir halb in D und halb im Ausland. Denn nur noch in D zu leben konnten wir uns nicht mehr vorstellen, mein Mann ist mittlerweile seit einiger Zeit in Rente.

    Es ist also eher so, das mein trockenes Leben und auch unsere Beziehung immer wieder voller Veränderungen war, teilweise auch unerwünschte, wo ich mit klar kommen musste.

    Es war ganz sicher nicht so, das ich aufhörte zu trinken und alles war paletti.

    Es gab danach so einige Irrungen und Wirrungen...und auch heute führen wir keineswegs eine symbiotische Beziehung, sondern sind selbstständige Menschen geblieben, die beschlossen haben, zusammen zu leben ;)

    Becki, wenn ich eines im Leben gelernt habe, dann ist es, das Leben auch ständige Veränderung bedeutet.

    Alles ist immer im Fluss... und was heute noch beständig erscheint, kann sich morgen schon anders darstellen.

    Und das muss nicht immer was negatives haben, aus vielen Veränderungen ergeben sich nämlich auch echte Chancen auf eine Verbesserung des eigenen Lebens.

    Solange Du nicht bereit bist für Veränderungen, krampfhaft am Alten festhalten willst (und sei das auch noch so leidvoll), solange nimmst Du Dir auch selbst Chancen auf eine Lebensverbesserung.

    Aber es ist ja Dein Leben... Du kannst es an einen nassen und uneinsichtigen Alkie verschwenden....Du könntest aber auch was richtig tolles draus machen.

    Es liegt allein in Deiner Hand!

    Nur mal so als Info:

    Da draussen gibt es jede Menge Männer, die nicht trinken müssen... mit denen kann man dann auch wirklich was aufbauen.

    Mit einem Trinker ist das nicht möglich.

    LG Sunshine

    Hallo Becki,

    Einen nassen Alkoholiker kann man nicht wirklich erreichen, und schon gar nicht, wenn es um die Sauferei geht und er nichts daran verändern will.

    Äußert der Betroffene sich trotzdem mal dazu, weil er keine andere Wahl mehr hat, wird meist erstmal alles abgewiegelt.

    Zieht das nicht mehr, macht man Zugeständnisse und gibt vielleicht zu, ein kleines Alkoholproblem zu haben.

    Aber wirklich allerhöchstens ein kleines...was man selbstverständlich allein wieder in den Griff bekommt (Blödsinn, ich kenne keinen abhängig Trinkenden, dem das gelungen wäre!)...nicht das noch jemand, oder gar der CO auf die Idee kommt, das man als Betroffener nun auch handeln müsste, um das Alkoholproblem zu stoppen.

    Sprich, beim Arzt um Hilfe zu bitten, eine professionelle Entgiftung einzuleiten, danach SHG oder Therapie

    So also bitte auch nicht!

    Einen aktiven CO kann man auch kaum erreichen, wenn er nicht zu gewissen Lebensveränderungen bereit ist. Auch da redet man (oder schreibt hier) gegen eine Wand.

    Redet man Klartext, wird auch beim aktiven CO alles abgewiegelt und wieder schön geredet, was Du auch gerade tust.

    Sorry, aber das ist irgendwie so bekloppt (mir fällt gerade kein netteres Wort ein) weil wir hier doch alle entweder selbst betroffen sind von der Alkoholkrankheit oder als Angehöriger, die alles selbst miterlebt haben, was Du in Deinen ersten Posts beschreibst. Das typisch nasse Alkie-Leben und das abhängige Miteinander halt...

    Und dann ist plötzlich doch alles wieder "gaaaanz anders bei uns"... Jaja... aber doch nur, weil man nicht in die Handlung kommen will.

    Bei uns hier funzt diese Augenwischerei doch aber gar nicht, sowas zieht doch nur bei Menschen, die nicht im Thema sind.

    Und selbst da wird es irgendwann durchschaut.

    Vielen CO`s reicht es auch erstmal, sich hier auszukotzen, denn das erleichtert auch zumindest für eine kleine Weile.

    So benutzt man das Forum erstmal wie einen seelischen Mülleimer.

    (Dabei kann dieses Forum so viel mehr leisten, aber eben nur, wenn jemand auch bereit ist, in die Handlung zu kommen!)

    Und so kann man sogar wieder ein bisschen Kraft sammeln, um die katastrophale Beziehungssituation weiter auszuhalten.

    Dann wird hier geschrieben, das man "an sich arbeitet" und dieses und jenes für sich tut...aber eine konkrete Handlung erfolgt nur selten.

    Für mich ist das eigentlich nur Gewäsch und Zeitschinderei, um nicht handeln zu müssen, entschuldige bitte, aber ich mag nicht gern nett drum herumreden.

    Die eigene Situation ändert sich dadurch doch in Wirklichkeit kein Stück. Auch wenn man noch so viel "an sich arbeitet", hält das keinen abhängigen Trinker vom Saufen ab.

    Becki, ich will hier nicht alles auseinander nehmen, was Du geschrieben hast, nur noch eine Sache...die gleich folgt...

    Ich möchte Dir erstmal raten, Deine eigenen Texte vom April dieses Jahres nochmal durchzulesen.

    Mittlerweile ist September...schau mal ganz ehrlich drauf, ob sich irgendwas an Deiner Situation verändert hat, oder gar gebessert?

    Und überlege Dir gut, wie lange Du dieses Drama noch mitmachen willst. Und am Ende auch noch selbst schweren physischen Schaden nimmst, denn der psychische Schaden ist doch längst da, oder?

    So viel Ärger, so viel Leid, so wenig positive Veränderung, das geht doch an niemanden spurlos vorbei!

    Nun noch zu diese Sache:

    Ich schrieb Dir:

    Zitat

    Dein nasser Alkie wollte Dich nur loswerden, um in Ruhe und ohne Gezeter saufen zu können.

    Daraufhin schriebst Du:

    Zitat

    Dieser Gedanke kam mir erst auch. Aber stattdessen rief er ja dann mehrmals an und wollte, dass ich wieder zurückkomme und bei ihm bin. 🤷🏼‍♀️

    Also bitte! Genau SO läuft doch die typische Nummer.

    Er will saufen, also muss er Dich dazu los werden, weil er das Genörgel nicht hören will. Das hat er auch gut hinbekommen.

    Er sagte Dir, Du brauchst Dich erstmal nicht blicken zu lassen. Allein das wäre mir schon zu krass gewesen und ich wäre schon weg...aber nicht nur, bis er mich wieder anruft, sondern für immer.

    So, nun verpasst er sich lustig die Breitseite, und genau dann kommst Du wieder ins Spiel.

    Denn es ist typisch für nasse Alkies, halb oder auch ganz zugesoffen jede Menge Redebedarf zu haben.

    Dann ist der CO wieder gut genug, entweder um sich endloses sinnloses Gelaber anzuhören, was für hochtrabende Pläne man doch hat....und blablabla...(aber verlass Dich drauf, NIX davon wird konkret angegangen!).

    Oder aber er ist für anderes gut genug...denn Alkohol ist nun mal auch ein gängiges und viel genutztes Aphrodisiakum, machen wir uns doch mal nix vor.

    Ich entsinne mich, das es sogar mal solche Flachmänner gab, die sich "Dosenöffner" nannten, was wohl genug über die Wirkung von Alk aussagt, und in Maßen genossen wirkt er ja auch so.

    Die Hemmschwelle sinkt, man wird SEHR "anlehnungebsdürftig"... naja.... den Rest erspare ich mir gerade mal... und bei Männern wirkt der Alk auch nicht anders.

    Tja, und gerne wird der CO auch noch benutzt, um sich in Selbstmitleid zu suhlen über die vertrackte Situation, besonders wenn die Folgen hat.

    Versoffener Führerschein, Kündigung wegen Alk am Arbeitsplatz, Unverständnis bei Verwandten (die sich längst abgewandt haben, um sich selbst zu schützen, was ja auch ihr gutes Recht ist) und einige Freunde (nicht zu verwechseln mit den üblichen Saufkumpanen) haben sich auch schon abgewandt.... und, und , und...

    Keeeeiiiiner versteht mich....die Menschen sind alle sooo schlecht und die Welt sooo brutal...buuuuhuuuuhuuuu

    Ja ne is klar... :rolleyes:

    So, ich will es mal hierbei belassen....und wahrscheinlich ist ja auch alles gaaaaanz anders bei Euch, als wie ich es hier beschreibe, nicht wahr? 8);)

    LG Sunshine

    Zitat

    Vor allem hat er es erst mit Nettigkeiten versucht und wie schwer er es doch hat, aber als ich standhaft blieb und meinte ich fahre jetzt, weil es nicht sein kann, dass er mich anlügt, ist seine Stimmung umgeschlagen und es hieß ich brauche weder heute noch morgen auftauchen, „bis irgendwann“. Ich frage mich nur, ist er nicht derjenige, der den Mist baut und sich eigentlich entschuldigen sollte?

    Hallo Becki, Willkommen zurück!

    Dein nasser Alkie wollte Dich nur loswerden, um in Ruhe und ohne Gezeter saufen zu können.

    Denn das nervt nur.

    Es ist völlig egal, was Du sagst oder tust, wie was gemeint war und pipapo, sowas interessiert einen als aktiver Säufer/aktive Säuferin gar nicht.

    Kannst Du Dir also auch sparen.

    Außerdem wird er alles so hinstellen, das Du die Blöde bist...und er auch wieder weiter saufen MUSS in diesem Fall sogar, weil er es anders gar nicht mir Dir aushalten kann.

    So tickt nun mal ne Säuferbirne...

    Alles egal, hauptsache man wird nicht bei seiner Sauferei gestört und andere halten den Mund.

    Zitat

    Während er beim Fest weiter Bier trinkt. Prima. Als ob man gegen eine Wand reden würde. Er versteht es nicht. Und was denkt er?

    Ich sags mal so... vielleicht verstehtst DU auch nicht, weil Du nicht verstehen willst?

    Um nicht handeln zu müssen.

    Du redest bei einem nassen Alkie gegen eine Wand! Und je mehr Du redest, desto dicker wird die auch.

    Was er denkt?

    Wahrscheinlich "Wie werde ich die los, damit ich in Ruhe (weiter) saufen kann?"

    Über Dich und Eure Beziehung denkt er wohl eher kaum nach, um nicht zu sagen, das ist egal.

    Bisher ging doch alles gut...mehr oder weniger...Du bist noch da...und er kann weiter saufen ohne große Konsequenzen zu befürchten.

    ER hat doch gar kein Problem!

    Aber Du.

    Zitat

    Es ist für mich etwas schwierig, da ich mein Leben immer stark nach einer Beziehung ausrichte. Es ist mir klar, dass das nicht gut ist, aber es passiert immer wieder. Wenn man das Gleiche zurückbekommt, mag es ja vllt halb so schlimm sein. Aber wenn der andere sein Leben so führt wie bisher und den Partner nur in die freien Minuten dazwischenschiebt, der andere aber da sitzt und wartet, bis er wieder mal hin kann, ist das schon blöd.

    Schade, das Du Dich so stark am Partner in einer Beziehung orientierst.

    Weisst Du, wie belastend das auch für den anderen ist?

    Das ist für manch einen sogar unerträglich und man(n) versucht, sich frei zu strampeln, wo es nur geht.

    Für mich wäre eine derartige Konzentration auf meine Person sogar unerträglich, es würde mir jegliche Luft zum Atmen nehmen.

    Und die braucht man auch in Beziehungen.

    "Die Liebe ist ein Kind der Freiheit" sagt man ja....nicht ohne Grund...

    Wie wäre es, wenn Du an Dir arbeitest, anstatt Dich derart auf Deinen saufenden XY zu konzentrieren?

    Zitat

    Ich „überreagiere“ (wie er es nennt) ja nicht ohne Grund. Diesen Grund aber übersieht er.

    Dieser Grund wird mit Absicht übersehen, ignoriert, klein geredet...ein nasser Alkie redet nicht gern über seine Sucht, der Sauferei.

    Er wird alles tun, um das zu vermeiden.

    Denn würde er sein Kartenhaus zusammen brechen lassen, würde man ja ein Handeln seinerseits erwarten.

    Und dazu ist er nicht bereit.

    Ich geb Dir mal n Tipp:

    Lass ihn saufen, kümmere Dich um Dein Leben... kommst Du nicht auch mal ne Zeit ohne Partner klar?

    Allein sein kann auch schön sein...und man kann sich dabei gut sortieren und schauen, wie man sich selbst beziehungs-geeigneter bekommt, um das mal nett auszudrücken.

    Denn so eine Konzentration auf den Partner tut ja letztendlich auch niemanden gut, oder?

    LG Sunshine

    Zitat

    er werde in einem klaren Moment zur Vernunft kommen, dass die Liebe siegt sozusagen?

    Hallo Selene,

    das hört sich für mich irgendwie sehr kitschig an... "der klare Moment, in dem die Liebe siegen wird".

    Ich glaube, das Wort Liebe passt überhaupt nicht in eine Beziehung mit einem Süchtigen.

    Liebe interessiert einen Süchtigen nicht mehr wirklich, mit diesen Worten spielt man nur noch, um seinen CO bei der Stange zu halten.

    Denn Liebe zieht leider bei Frauen immer noch am besten...obwohl die längst nicht mehr im Spiel ist.

    Ein Alkoholiker hat nämlich schon eine große Liebe, und das ist eindeutig die Pulle.

    Wenn Du süchtig bist, dann interessiert Dich nur noch, wo und wann Du wieder trinken kannst, und, falls das noch von Interesse ist,

    wie Du es verheimlichen kannst.

    Aber irgendwann fällt auch diese Schwelle.

    Die Sucht ist eben so, brutal, unlogisch, man wird immer egoistischer, entwickelt immer mehr süchtige Verhaltensweisen und alles andere wird leider immer unwichtiger.

    Familie, Partner, Job, sonstige Verpflichtungen, das alles ist nicht mehr so wichtig, das lässt man einfach immer mehr schleifen.

    Und ohne Hilfe kommt man aus dieser Nummer auch nicht mehr raus.

    Irgenwie passt in dieses ganze Dilemma das Wort "Liebe" für mich gar nicht mehr rein...verstehst Du, wie ich es meine?

    Für Liebe ist da einfach kein Platz mehr.

    Zitat

    Aber warum hofft man dann immer noch....

    Nicht jede/r hofft immer weiter, sondern viele Nicht-CO`s beenden so eine Sache auch einfach, und gehen.

    Weil sie sehen, was abgeht, weil sie sich selbst was wert sind und keinen Bock haben, sich ihr Leben schrotten zu lassen oder selbst zu schrotten, wie auch immer man das sehen mag.

    Ich halte es auch für besser, lieber ein paar Wochen oder Monate Liebeskummer zu haben, anstatt sich jahrelang für nix und wieder nichts

    durch so eine Abhängigkeitsbeziehung zu quälen.

    Und am Ende selbst dabei auch noch krank zu werden.

    Dieser Preis wäre mir entschieden zu hoch, darüber bräuchte ich nicht mal nachzudenken.

    Außerdem wird niemand für immer allein bleiben, der das nicht ausdrücklich so möchte, daran glaube ich ganz fest.

    Und ich glaube ebenso ganz fest daran, das wir dazu fähig sind, mehrere Menschen in unserem Leben von ganzen Herzen zu lieben.

    Es gibt da draussen viele Männer, die auch ne liebe Frau suchen und die NICHT saufen müssen.

    Kann man auch mal drüber nachdenken, ob man damit nicht besser fahren würde...

    Und noch so aus meinem Erfahrungsschatzkästchen ;) :

    Die Wut, der Liebeskummer und das Leiden wird erst dann vorbei sein, wenn man wirklich losgelassen hat und weiter gegangen ist, und auch aufhört,

    seiner Traumvorstellung weiter hinterherzuweinen, sondern sich einen Plan B ausarbeitet.

    Der Bauch wird dem Verstand folgen... und ich denke, wenn man es zulässt und will, dann werden auch die erlittenen Verletzungen mit der Zeit verheilen.

    Lässt man aber immer wieder Kontakt zu, schürt bei sich auch selbst immer wieder Hoffnung, weil man den Traum partout nicht aufgeben will, macht man es sich sehr schwer und verlängert so auch seine Leidenszeit...vielleicht sogar über eine sehr lange Zeit.

    Und am Ende steht man doch vor den Trümmern...

    Dann wäre mir persönlich immer ein Ende mit Schrecken lieber...

    LG Sunshine

    Hallo Jules,

    Du schriebst:

    Zitat

    Seit gestern Abend steht er 5 km von zu Hause entfernt auf einem Waldparkplatz und trinkt oder schläft. Eine Freundin von uns ( eher von mir) hat ihn da heute Morgen entdeckt . Sie hat mit ihm heute Morgen gesprochen sofern das möglich war. Er war wohl sehr desolat. Heute Abend war sie auf meine Bitte nochmal da und hat ihm seine Medikamente , etwas zu essen und etwas nicht alkoholisches Trinken gebracht

    Also ich würde sagen, da steht er genau richtig!

    Hier könnte sich endlich mal die "Nichthilfe" bewähren, die ja die einzige mögliche Hilfsmöglichkeit für Angehörige bei uneinsichtigen Alkoholikern ist!

    Müsste man dann aber auch mal konsequent durchziehen, und auch keine Freundin oder sonstwen hinterherschicken!

    Auch ein nasser Alkoholiker ist in den allermeissten Fällen erwachsen und auch dann noch für sich selbst verantwortlich.

    Und somit auch dafür zuständig, an seine Medikamente zu kommen.

    Tja...und hättet ihr sie ihm nicht noch hinterhergetragen, hätte er für ein neues Rezept vielleicht auch zum Arzt gemusst?

    Und hätte dort dann auch die Chance gehabt, um Hilfe zu bitten!

    Jules, Du tust weder ihm noch Euch was Gutes, wenn Du jetzt nicht loslässt und ihn da gewähren lässt!

    Helfen tust Du ihm keinesfalls damit, Du hältst ihn so auch mit in der Sucht.

    Wenn Du wirklich und ehrlich helfen willst, dann tust Du jetzt ÜBERHAUPT NICHTS mehr!

    Denn wie ist es denn, so mutterseelenallein auf einem Waldparkplatz zu stehen, wo es nun auch schon kühler und herbstlicher wird?

    Zuhause konnte er ja weitaus muggeliger saufen, oder? Und nun steht er da, allein, nachts wird es schon kalt und unangenehm und wie toll ist es wohl, in einem AUTO zu campieren?

    Und wie lange er da stehen wird, ist auch fraglich, die Polizei wird evtl. auch bald darauf aufmerksam gemacht...

    Auch das wäre wieder eine Chance, das Kartenhaus zusammen brechen zu lassen, was er sich durch die Sauferei aufgebaut hat.

    Ich sag Dir mal was...hätte ich da einsam auf einem Waldparkplatz gestanden, die Familie verloren, rausgeschmissen worden zu sein vom Partner, und mit der Pulle im Arm.... MICH hätte das sicherlich sehr nachdenklich gemacht.

    Denn so dauerbesoffen ist man eher selten, das man nicht mal mehr ein paar Lichtblicke hat.

    Und weißt Du was, in Nachhinein habe ich mir manchmal gewünscht, das mein Partner mich vor die Tür gesetzt hätte, das hätte meine Saufzeit vielleicht enorm verkürzt.

    Ich gebe ihm aber keine Schuld, so nicht. Aber hätte er konsequenter gehandelt, wäre es für mich vielleicht auch besser gewesen... aber das ist bei mir gar kein Thema mehr, ich erwähne es nur mal so, weil ich dir damit sagen möchte, das die "Nichthilfe" besser ist als immer weiter helfen zu wollen und dabei selsbt am Ende noch bei kaputt zu gehen.

    Von daher, lass ihn da mal stehen in seinem Selbstmitleid...aber dann auch wirklich ganz allein.

    Soll er zusehen, woher er Essen und was zu Trinken bekommt.

    Sorry, aber er selbst hat sich doch in diese Lage gebracht durch sein Suchtverhalten.

    Vielleicht wird er wach und sieht, was er durch die Sauferei angerichtet hat?

    Auch Bockigkeit geht ja mal irgendwann vorbei...und dann sieht man ja irgendwo doch, das man vor den Trümmern seines Lebens steht.

    Und wenn das immer noch kein Grund zur Umkehr ist...dann wird es wohl nie einen geben?

    Vielleicht findet er aber auch irgendwo anders Unterschlupf, wenn er genug jammert...und entschließt sich fürs Weitersaufen.

    Man weiß es einfach nicht...

    LG an Dich und viel Kraft beim Konsequent-Bleiben!

    Sunshine

    Hallo Leo,

    die Situation ist wirklich schwierig und natürlich ebenso traurig.

    Es ist immer schrecklich, wenn der Alkoholkranke nicht nur sich selbst schädigt, sondern auch sein Umfeld.

    Und eine Katastrophe, wenn eine Schwangerschaft dazu kommt, wo das wehrlose Ungeborene geschädigt werden könnte.

    Und diese Gefahr ist ja wirklich real vorhanden.

    Zwangseinweisung...ich denke, das kann man vergessen.

    Erstmal, weil es überhaupt nichts ändert an der Situation. Was hilft es, für kurze Zeit zwangseingewiesen zu sein, das legt ja niemanden trocken.

    Im blödesten Fall gibt man sich danach tagelang die komplette Breitseite, weil man ja was "nachzuholen" hat.

    Dazu noch Uneinsichtigkeit und Bockigkeit gegen diese Maßnahme...neee, also das sehe ich überhaupt nicht als möglichen Weg.

    Desweiteren kenne ich keinen Fall, wo es aufgrund von Alkoholismus als einzigen "Tatbestand" zu einer Zwangseinweisung kam.

    Da müsste schon mehrmalige körperliche Gewalt gegen andere vorliegen...oder man müsste sich sonstwas zuschulden kommen lassen.

    Aber so? Ich glaube, das wird nix. Und ich finde es auch nicht okay, einen suchtKRANKEN Menschen wegzusperren,

    der braucht nicht Ausgrenzung, der braucht HILFE...und zwar von außen.

    Also wäre es wesentlich besser, an einer Krankheitseinsicht zu arbeiten, bzw. da anzusetzen.

    Was würde ich tun, als Angehörige (und natürlich auch mit meinem Wissen als selbst Betroffene)?

    Ich würde den Alkohokranken konkret auf sein süchtiges Verhalten ansprechen, auf die Vorfälle und das man sich nichts mehr vormachen oder schönreden lassen wird.

    Ich würde dem Betroffenen aber auch klar machen, das er nicht an einer Willensschwäche leidet, sondern an einer leider weit verbreiteten KRANKHEIT.

    Jeder, der regelmäßig Alk konsumiert, kann zum Alkoholkranken werden. Das ist auch kein Grund, sich zu schämen.

    Man wird ja nicht vorsätzlich alkoholkrank!

    Und ich würde dem Betroffenen klar machen, das er HILFE braucht, ihr oder ihm vielleicht auch eine erstmalige Begleitung zum Arzt oder in eine SHG anbieten, wenn er Angst hat, da allein hinzugehen.

    Sollte aber nicht zum Dauerzustand werden, denn der Alkoholkranke ist selbst für seine Erkrankung und dem Umgang damit zuständig.

    Aber so als erstmalige Unterstützung würde ich es wohl trotzdem anbieten.

    Das wäre jetzt erstmal die "nette Tour". Die aber leider ohne Krankheitseinsicht nicht sehr erfolgreich sein wird.

    Meist wird alles weiterhin verharmlost, man wird auf taube Ohren stoßen, die nix von alledem hören wollen.

    Das ist aber auch ein typisches Krankheitssymptom. Und die Betroffenen wissen auch zumindest insgeheim, das sie ein Problem haben.

    Würde man das aber zugeben, würde auch eine Handlung von einem erwartet, die will man aber als Betroffener absolut nicht einleiten, denn der Alk hat einem derart fest im Griff, das man tatsächlich denkt, man könne ohne nicht mehr weiter leben.

    Mitunter sind Entzugssymptome so stark, das man um sein Leben bangt, der Kreislauf spielt komplett verrückt, es wird einem schwindelig und schlecht, das Zittern beginnt, und bei mir kamen zuletzt immer wieder Panikanfälle dazu.

    Das will man einfach um jeden Preis vermeiden, also schüttet man wieder nach.

    Ob man will oder nicht! Die Entzugssymptome können wirklich sehr beängstigend sein.

    So, wie wäre nun die "unnette Tour"?

    (Die ich persönlich übrigens für wirkungsvoller als die nette halte ;) )

    Man spricht den Alkoholkranken auf den Alkoholismus an und droht mit Konsequenzen, wenn er sich keine Hilfe holt.

    Drohen allein wird aber nix bringen, denn das ist in den allermeissten Fällen schon mehrmals so praktiziert worden.

    Man muss also die Konsequenzen unbedingt auch durchziehen, nicht nur ankündigen.

    Man nennt das auch "Hilfe durch Nichthilfe".

    Es wird kein Schönreden mehr akzeptiert.

    Man unterstützt den Alkoholkranken NULL bei seinem Tun.

    Distanziert sich komplett, wenn er wieder besoffen ist. Das können auch Partner tun, irgendwo wird man sich schon hin verdrücken können. Selbst wenn es keine Familie oder Freunde mehr gibt, gibt es da trotzdem immer Möglichkeiten.

    Man muss sich von seiner CO-Abhängigkeit verabschieden, denn die veranlasst einen ja auch dazu, immer wieder helfen zu wollen.

    Viele CO-Abhängige haben ein Helfersyndrom, und das wiederum hält auch den Süchtigen mit in seiner Sucht.

    Also braucht der CO auch Hilfe von Außen.

    Und das ist auch noch ganz wichtig, es braucht bei der Alkoholkrankheit Hilfe von AUSSEN!

    Angehörige können nicht helfen, sie sind persönlich viel zu involviert.

    Selbst die beste psychologische oder sonstige Ausbildung in der Suchtproblematik hilft nicht, wenn ein Angehöriger betroffen ist.

    Ich kenne das leider auch selbst so aus dem erweiterten Familienkreis.

    Angehörige können aber später wirklich gut unterstützen...gar keine Frage.

    Aber das halt erst, wenn sich der Alkoholkranke auch selbst (und auch selbstverantwortlich!) auf den Weg gemacht hat in ein trockenes Leben.

    Vorher muss man dieses Feld einfach anderen überlassen, die über genug innerer Distanz und natürlich auch fachliche Kompetenz verfügen.

    Lieber Leo, das ist nun lang geworden.

    Ob es Dir/Euch helfen kann, weiß ich nicht.

    Könnt ihr Angehörigen Euch vielleicht auch mit dem Mann der Betroffenen kurz schließen und ihn auf Eure Seite der "Hilfe durch Nichthilfe" ziehen? Er müsste dann auch sehr konsequent sein.

    Dem Betroffenen muss unbedingt klar gemacht werden, das man seine Spiele nicht mehr mitspielt und er auch unglaubwürsig geworden ist aufgrund der Vorfälle.

    Und dann kann man nur hoffen, das der Betroffene merkt, was er angerichtet hat...und er darf drüber nachdenken, ob er sein Leben so haben wollte?

    Mehr kann man, glaube ich, leider als Angehöriger nicht tun, tut mir leid.

    Eine Zwangseinweisung kann also echt nicht der Weg sein. Für mich zumindest nicht.

    LG Sunshine

    Was mir gerade noch so durch den Kopf ging...

    Vielleicht geht es manchmal auch gar nicht darum, mittrinken zu wollen?

    Also um den puren Alk-Konsum mit erwünschten einsetzenden Rausch.

    Vielleicht geht es auch manchmal darum, nicht mehr "dabei zu sein", "anders" zu sein und das ein Lebenskapitel sozusagen zu Ende gegangen ist?

    Das kann ja auch traurig machen.

    Besonders, wenn man sich noch keine Alternativen erarbeitet hat und/oder noch in einer Art Orientierungslosigkeit steckt.

    Lebt man aber schon länger das trockene Leben und war bereit, Veränderungen am bisherigen vorzunehmen,

    dann verliert sich dieses Gefühl immer mehr...so war es zumindest bei mir.

    Ich sehe mich heute gar nicht als "anders" als andere Leute an.

    Hat natürlich auch damit zu tun, das ich kein trinkendes Umfeld mehr habe.

    Wenn es für das Umfeld normal ist, keinen Alk zu trinken oder nur sehr wenig, dann fühlt man sich da ja auch nicht "unnormal".

    "Unnormal" fühlt man sich wohl eher in nassem Umfeld, oder?

    Und wenn man ein Kapitel eines Buches durch hat, darf man getrost auch ein neues aufschlagen!

    Sachen anders machen, sich neue Bekannte und Freunde suchen, und sich in einem Umfeld aufhalten, wo Alk kein Thema ist...

    Das alles geht ja auch...aber verlangt halt auch Eigeninitiative. :wink:

    Die Neugestaltung des Lebens nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen sozusagen...das wäre supi, denke ich.

    Und dabei nicht so sehr nach rechts und links schauen, wie andere denn ihr Leben gestalten.

    Ich hatte wohl nur ganz wenige Situationen, wo ich wirklich Saufdruck hatte. Und wenn, ist das schon sehr lange her, ich erinnere da eigentlich gar nichts konkretes in dieser Richtung.

    Bei mir war es eher so, das mich schöne Situationen triggerten, beispielsweise waren mein Gefahrenpunkt keine Krisensituationen, sondern eher schöne Situationen, wie lustige und angenehme Beisammensein mit Freunden, die ich mit Alk noch toppen wollte.

    Da musste ich lernen, mit umzugehen. Aber scheinbar geht das, denn heute kenne ich das nicht mehr so.

    Das fiel mir gerade noch so spontan ein...ob es hier her passt, keine Ahnung...aber jetzt steht es hier. :lol:

    LG Sunshine

    Hallo Seeblick,

    Ich möchte mich erstmal den Worten von Cadda und Elly anschließen!

    Apropos Geburtstagspartys und ähnliche Anlässe:

    Ich habe an keinen solchen Events in den ersten 1,5 Jahren meines abstinentes Lebens teilgenommen, wo auch nur evtl. Alk konsumiert werden könnte.

    Aber an Geburtstagen mit Kaffeerunde habe ich gern teilgenommen.

    Außerdem habe ich Leute, die in meiner Anwesenheit trinken müssen, aussortiert aus meinem Leben.

    Das waren aber gar nicht allzu viele.

    So ergab sich dann mit der Zeit automatisch ein etwas anderer Freundeskreis, aber einsam bin ich durch solche Entscheidungen nie geworden.

    Zugleich habe ich anderes für mich getan, was letztendlich genau das Gegenteil von Isolation bedeutete.😉

    Ich aktivierte wieder mein früher ausgeübtes Hobby Fotografie, dem ich saufend nur noch wenig nachging.

    Die digitale Fotografie hatte Einzug gehalten und eröffnete viele neue Möglichkeiten. Ich entdeckte dabei meine Liebe zur Natur neu, insbesondere zu Tieren.

    Alsbald ging ich das erste Mal in eine NABU-Hütte zum Tiere fotografieren. Den Tipp hatte ich von meinen Mann bekommen, der sagte, an der Hütte stehen doch immer Autos und Leute mit Kameras und Stativen steigen aus.

    Also bin ich da auch mal hin gefahren ...und seitdem bin ich im Grunde auch in dieser losen Fotogruppe dort...seit ca. 10 Jahren.

    Ich lernte neue Leute kennen mit dem gleichen Hobby, man tauscht sich aus und der Spaß kommt auch nie zu kurz :lol:

    Und es ergaben sich im Laufe der Zeit auch Freundschaften.

    Es kommt halt drauf an, was man aus seinem trockenen Leben macht!

    Du kannst entweder abstinent mit der Faust in der Tasche den anderen beim Trinken zuschauen und vielleicht auch traurig dabei sein, das dieses Kapitel für Dich vorbei ist.

    Oder Du gehst mal ganz neue Wege...öffnest Dich Unbekanntem und gestaltet Dein Leben so, das Du dem Alk nicht mehr heimlich hinterher weinst oder traurig sein musst, das Du zu solchen Runden nicht mehr dazu gehörst.

    Isoliert bleibt nur der, der es so will und in einem Jammertal leben möchte, weil er nicht mehr saufen "darf".

    Ansonsten ist das echt kein Argument...das meist eh nur darauf beruht, weil man es noch gar nicht anders ausprobiert hat :wink:

    Ansonsten, wenn ich doch mal auf so einer Feier lande, wo Alk konsumiert wird, halte ich es auch so, das ich zusehe, das ich jederzeit gehen kann.

    Ich fahre zu solchen Feierlichkeiten auch grundsätzlich immer mit dem eigenen PKW.

    Und ich gehe auch wirklich, wenn ich merke das die ersten einen sitzen haben.

    Sowas tue ich mir echt nicht an, mich langweilt angesoffenes Gequassel auch nur...und ich will dann immer nach Hause...denn da habe ich es dann viel muggeliger und kann das machen was ich wirklich will :lol:

    LG Sunshine

    Hört sich gut an, Eismann !

    Zitat

    Ich war neugierig/ besorgt ob sich verstärkt Suchtgedanken einstellen nach dem Motto 'Merkt ja eh keiner...'

    Beim lesen von dem hier kam bei mir kurz die Frage auf, willst DU denn ein trockenes Leben oder machst Du das für andere?

    Horche da mal bitte genau in Dich rein...denn gewisse Gedanken gehen einem Rückfall sehr oft voraus.

    Wenn Du wieder säufst, merkst DU das ja...und die Frage ist, willst DU da hin zurück?

    Denn sobald Du wieder Alkohol zu Dir nimmst, bist Du früher oder später (meist früher) wieder im alten Saufstrudel.

    Ich für meinen Teil habe mir da nie Hoffnungen gemacht, das ich nochmal so trinken könnte, das ich es unter Kontrolle habe.

    (Wobei die zweite Frage gleich wäre, hatte ich es denn je wirklich unter Kontrolle?)

    Warum sollte ich irgendwas können, was Millionen andere erneut in den Suff führte?

    Nöööö, so großkotzig bin ich dann auch wieder nicht.

    Zitat

    Völlig selbsorganisiert, viel für mich getan. Ich hab mich nicht eingeigelt, war aber aufmerksam. Kritische Momente gab es nicht.

    Das hört sich sehr gut an! So als ob Du gut für Dich gesorgt hast. Dann weißt Du nun schon, was Du machen musst, damit es Dir auch gut geht, wenn Du ganz allein auf Dich gestellt bist.

    Zitat

    Mir ist nochmal richtig bewusst geworden, dass ich ganz allein für meine Abstinenz verantwortlich bin. Gedanklich habe ich meine Frau aus der Aufpasser- Rolle entlassen, die ich ihr da wohl ganz unbewusst untergeschoben habe.

    Ja genau, Du bist allein dafür verantwortlich, ob Du wieder säufst oder trocken bleiben kannst.

    Der Partner hat damit nix zu tun. Man will es sich nur einfach und bequem machen, wenn man den Partner da mit rein zieht, das ist zumindest meine Meinung.

    Und wenn man rückfällig würde, kann man ihn auch noch mit beschuldigen, nicht gut genug aufgepasst zu haben.

    Sowas geht einfach GAR NICHT!

    Gut, das Du erkannt hast, das Deine Frau nicht Dein Aufpasser sein kann.

    Hoffentlich kommt sie auch mit der neuen Rolle klar, auf so eine Art nicht mehr gebraucht zu werden?

    Das ist leider nicht immer so, manche Partner können den trocken Werdenden einfach nicht loslassen, fühlen sich nicht gut damit, wenn der Partner sein Leben wieder in die eigenen Hände nimmt.

    Bei meinem Mann war es zum Glück nicht so, der konnte wieder gut loslassen, was ich ihm alles zu Saufzeiten so aufgedrückt hatte.

    Er hat mich immer dazu ermutigt, wieder alles allein zu regeln.

    Trotzdem kann ein Partner eine tolle Unterstützung sein auf dem Weg in die Trockenheit und der späteren Abstinenz!

    Wenn er denn auch gut mit der neuen Rolle klar kommt...

    Deine Frau hat Dich dieses WE allein gelassen, um an einem Lehrgang teilzunehmen.

    Das spricht ja sehr dafür, das sie auch wieder loslassen kann...denn ansonsten hätte sie das kaum gemacht und Dich stattdessen lieber kritisch beäugt und kontrolliert.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg, Eismann

    LG Sunshine