Beiträge von Sunshine_33

    Hallo Alex,

    Zitat

    Wie schauts bei euch aus? Habt ihr auch mal so ein feedback bekommen?

    Direkt in so einer Form nicht, oder ich habe es nicht mehr in Erinnerung....

    Aber ich kenne eine ähnliche Story:

    Einem Bekannten wurde der Führerschein abgenommen und er musste, um ihn wieder zu erlangen, in eine SHG gehen, 10x oder so.

    Dort lernte ich ihn auch kennen.

    Er absolvierte seine Pflichtermine, und ich denke, er tat das anfangs nur wegen der Pappe, hatte aber nicht vor, das Trinken komplett aufzugeben.

    Diese Einstellung änderte sich aber mit der Zeit...je öfter er dort war.

    Denn er registrierte auch, wie sich alles in seinem Leben wieder zum Besseren wendete, inbesondere sein Familienleben.

    Er konnte sich endlich wieder seinen Kindern widmen, die das sehr genossen.

    Und mit seiner Frau war es ähnlich.

    An seinem letzten Pflichttermin zog er ein Resümee...und das sein Entschluss stehe, sein weiteres Leben abstinent zu verbringen.

    Wie die Geschichte weiter ging, weiß ich allerdings nicht, denn ich war dann nicht mehr lange in besagter Gruppe.

    Bis dahin kam er aber noch regelmäßig dort hin, obwohl er ja nicht mehr gemusst hätte.

    LG Sunshine

    Zitat

    Mit was soll ich denn drohen? Trennung? Es auf der Arbeit sagen? Es seiner Familie sagen?

    Och, Du kannst ihm gern drohen, und zwar mit allen, was Dir so einfällt...

    Du kannst außerdem weinen, den Alk verstecken, weiter kontrollieren, toben, völlig abticken, am Boden liegend bitten, das er aufhört...und was es sonst noch so gäbe...

    Ändern würde es allerdings nix!

    Ein nasser Alkie MUSS trinken, weil er sonst nicht mehr klar kommt.

    Das ist bei Deinem Säufer ganz offensichtlich.

    Was meinst Du, wie oft ich im Keller verschwand, ebenso hatte ich auch im Auto Weinpullen!

    Ich war derart abhängig, das ich auch gar nicht mehr anders konnte.

    Denn wenn ich auf Entzug geriet, bedeutete das zugleich Panikattacken und Todesangst-Gefühle.

    Ich brauchte so dringend Hilfe....und bekam sie zum Glück dann auch und nahm sie dankbar an.

    Ich kann mir also sehr gut vorstellen, wie es Deinem Säufer geht.

    Der sieht keinen anderen Ausweg mehr als zu saufen, und der Körper spielt verrückt, wenn nicht regelmäßig Stoff nachgeschüttet wird.

    Wir trinken im nassen Stadium bei diesem Grad der Abhängigkeit, weil wir nicht mehr anders klar kommen.

    Nicht, weil wir unsere Partner hassen oder ihnen was antun wollen, das es ihnen schlecht geht.

    Aber der Alk bestimmt das gesamte Handeln....und dann kommt es leider doch dazu! :(

    Zitat

    Zum Schluss werde ich noch als die blöde hingestellt, die ja übertreibt.

    Ja, wirst Du wahrscheinlich.

    Er wird Dich überall schlecht machen, wo es nur geht. Denn Du MUSST die Böse sein!

    Sonst passt es in seiner kleinen Säuferwelt nicht mehr.

    Aber das ist egal. Soll er das doch tun. Du weisst, was wirklich abgeht....das reicht.

    Was andere denken ist uninteressant, Hauptsache Du kommst aus dieser Numemr erstmal wieder raus!

    Lykka, ich merke an beinahe jedem Satz, den Du schreibst, wie sich alles nur noch um ihn dreht.

    Sein Befinden, sein Konsum, sein Verhalten und seine Lügenstorys!

    Ich gebe Dir mal den dringenden Rat, mal mehr auf Dich selbst zu schauen.

    Was Du möchtest!

    Was Du Dir vom Leben wünscht!

    Was Deine Träume sind ! (und ob die sich mit einem abhängig Trinkenden erfüllen können)

    Und was Du Deinen Kindern antust, indem Du sie auch noch dieser Situation aussetzt.

    Sorry, aber Du kannst nicht mehr sagen, das habe ich alles nicht gewusst.

    Du weißt, was los ist.

    LG Sunshine

    Hallo Lykka und Willkommen hier im Forum!

    Wie bei fast allen CO-Abhängigen, die hier aufschlagen, geht es nur um die Säuferin/den Säufer.

    Vom CO-Abhängigen und wie es ihm damit geht, erfährt man erstmal eher weniger.

    Klar, denn es wird ja nur auf den nassen Alkie geschaut, er wird zum Mittelpunkt der Welt.

    Alles dreht sich nur noch um ihn, immer mehr und mehr... merkst Du es?

    Es ist doch völlig egal, was er Dir über seinen Konsum erzählt, DIR geht es schlecht damit, egal wie viel er säuft.

    Mache Dir das bitte erstmal klar.

    Und frage Dich, ob es Dir das wert ist, das es Dir nicht gut geht mit diesem Mann, und bedenke vor allem, das wird nicht besser, sondern schlimmer.

    Das kann ich Dir schon mal versprechen!

    Deinem Säufer können wir nicht helfen, Lykka, er ist nicht hier hergekommen und hat um Hilfe gebeten.

    Aber Dir kann hier beigestanden werden!

    Darum ist es hier letztendlich auch komplett latte, was er sagt, was er tut, wie viel er säuft etc.pp.

    Daran ändert sich eh nix....und wir kennen ja auch alle diese Storys in Dutzenden von Versionen, aber ähneln tun sie sich alle.

    Außer Schnaps in der Wärmflasche und die Strohhalm-Nummer mit dem Auto-Wischwasser... das kannte selbst ich noch nicht. :huh::lol:

    Sorry, das ich mich eines Lach-Smilies bediene, für Dich ist das alles natürlich kein Stück komisch, aber ich habe da seit langem einen schawarzen Humor entwickelt.

    Ich kannte auch sämtliche Möglichkeiten, "heimlich" zu saufen.

    Naja...dachte ich zumindest...man riecht und merkt es doch trotzdem.

    So wie Du es eben auch merkst.

    Dann werden halt alle Register gezogen, vor Lügen wird kein bisschen zurück geschreckt.

    Ich habe auch meinen Konsum verheimlicht, abgestritten, absurde Storys aus dem Hut gezaubert...UND WEITER GESOFFEN.

    Vorher allerdings erstmal wieder gut Wetter" gemacht...wie es auch Chiemgauer hier erzählt.

    Mein Mann war allerdings nie ein CO und ist auch nicht harmoniesüchtig, von daher wurden mir meine Saufgelage eher lange nachgetragen.

    Er wusste allerdings auch nicht wirklich, was er dagegen tun sollte.

    Und ich denke, es war ihm auch sehr peinlich, er wollte es lange nicht wahrhaben, das ich alkoholkrank bin. Das Wort hätte er auch nie benutzt, er hätte höchstens gesagt, das ich ein kleines Alkoholproblem habe.

    Erst als alles komplett den Bach runter ging, ich auf der Intensiv lag und ein Arzt mit ihm sprach, ab da war ihm klar, was wirklich mit mir los ist.

    Ab da konnte ich allerdings auch Hilfe annehmen!

    Und bis heute trocken bleiben. Das war vor ca. 19 Jahren.

    Zitat

    Ich habe auch noch 2 Kinder und die stehen an erster Stelle. Die muss ich ja auch schützen.

    Du musst nicht nur Deine Kinder schützen, sondern ebenso Dich selbst, wenn Du nicht mit vor die Hunde gehen willst.

    Bitte setze Deine Kinder nicht einem nassen Alkoholiker aus, das verursacht Schäden, die Du und kein anderer je wieder gut machen kann!

    Das ist die ganze Sache ganz sicher nicht wert, glaub mir das!

    Und denke nicht, die merken das nicht, Kinder sind nicht blöd und wissen ganz genau, was los ist. Oder zumindest, das etwas ganz und gar nicht stimmt.

    Lykka, Du wirst eine Entscheidung treffen müssen, denn ein nasser Alkie wird keine treffen!

    Bisher hat für ihn alles gut funktioniert, warum sollte er auch?

    Und er wird Dich auch weiterhin belügen....und wird Dich auch bis jetzt schon viele Male angelogen haben.

    Male Dir da mal nix schön, das machen nasse Alkies einfach so. Das macht auch die Krankheit so, das sind ganz typische Symptome.

    Du musst da aber nicht mitspielen!

    Mit liegt bei so einer Konstellation immer besonders die Lage von Kindern am Herzen, denn der Erwachsene kann und darf für sich selbst entscheiden,

    ob er auch mit in den Sumpf rutschen will, immer tiefer und tiefer...

    Aber Kinder können das noch nicht, die müssen erstmal die Entscheidungen der Eltern hinnehmen, egal wie die ausfallen.

    Bitte tue ihnen das nicht weiter an!

    Und Dir selbst auch nicht!

    Ich wünsche Dir die Kraft, dieses Elendstal mit einem verlogenen Säufer verlassen zu können.

    Es ist nur verbrannte Zeit.

    Denn er zeigt keinerlei Anzeichen von Einsicht, und selbst das bedeutet noch lange nicht, das er was ändern will oder wird.

    Ich habe weiter gesoffen, selbst als ich längst wusste, das ich nicht nur ein kleinen Alkoholproblem hatte, sondern ein Riesengroßes.

    Es musste erst noch viel mehr passieren, ehe ich aussteigen konnte.

    Und ich habe das auch nur mit Hilfe von Außen geschafft!

    Sprich: Eine professionelle Entgiftung im KH, Suchtberatung und engmaschige Begleitung meiner Hausärztin.

    Später kam diese SHG dazu, zwiwchendurch auch noch eine Reale Gruppe.

    Allein kommt man da nicht wieder raus!

    Egal was der nasse Alkie erzählt, es ist Unsinn und dient nur einem: Weiter saufen zu können !!

    Bitte nix mehr davon glauben, sondern handele für DICH und Deine Kinder, liebe Lykka!

    LG Sunshine

    Sag mal Harley, Du kommst derart aggressiv rüber... da fällt es mir schwer zu glauben, daß Du momentan nüchtern bist.

    Ich habe im übrigen nicht vergessen, wie es mir am Anfang meiner Abstinenz ging.

    Zu den anderen Vorwürfen werde ich keine Stellung nehmen, da ich denke, das Du momentan nicht Herrin Deiner Sinne bist.

    Sollte ich mich irren, dann erstaunt mich Deine Aggressivität nur umso mehr.

    Sunshine

    Hallo Harley,

    Keine Schöne Situation, in der Du momentan steckst.

    Ich kann Dir nur von Herzen wünschen, daß Du Deinen Tiefpunkt nun erreicht hast! Auch wenn sich das grausam anhört...so ist es nicht gemeint.

    Wenns schlimmer nicht mehr kommen kann, kann es ja nur noch besser werden. Also wird es nun Zeit für einen kompletten Neustart bei vielem.

    Du hast mehrere Baustellen, da kannst Du jetzt nur eine nach der anderen angehen und abarbeiten.

    Und ein Führerscheinverlust ist auch nicht das Ende der Welt, es ist ja niemand verletzt worden.

    Ich will das sicher nicht verharmlosen, aber verliere jetzt auch bitte nicht völlig den Mut.

    Du hast Mist gebaut und Du wirst die Konsequenzen tragen müssen.

    Sieh es lieber als Endpunkt Deiner Abwärtsfahrt durch den Alk...und fange jetzt ein neues Leben an. Ohne den Drecks-Stoff.

    Du bist hier im übrigen nicht unerwünscht!

    Du benötigst Hilfe und Wissen über die Sucht, und zwar nicht aus irgendwelchen Lehrbüchern oder so, sondern durch Austausch mit Betroffenen.

    Harley, hier sind Leute, die wissen, wie Wege aus der Sucht sein können. Ich rate Dir dringend, da offen zu sein und wünsche Dir, auch Erfahrungen von anderen annehmen zu können, die den Weg schon kennen.

    Wir helfen da gern weiter... aber es gibt hier halt auch gewisse Regeln.

    Die möglich anfangs nicht immer gleich verständlich sein, haben aber doch ihren Sinn.

    Und wenn man hier etwas länger dabei ist, wird man den auch erkennen.

    Also...wieder aufstehen und die Sachen angehen.

    Was gäbe es denn sonst für eine Alternative?

    Und Nein, Deinem kompletten Umfeld würde es nicht besser gehen, wenn Du gar nicht mehr da wärst.

    Das ist doch Unsinn.

    Du hast doch auch ein Kind, was Dich liebt. Und das braucht seine Mama...und zwar ohne Alk im Blut!

    LG Sunshine

    Wenn es hier für Dich so schrecklich ist, und das Forum Dir schon Alpträume beschert, dann ist es sicher hier nicht das Richtige für Dich.

    Warum sich dann hier weiter rumquälen?

    Du willst Dein Leben nicht ändern, soweit ist das wohl klar.

    Berufst Dich auf 1,5 Jahre Abstinenz.

    Als ich so lange abstinent war, fühlte ich mich noch längst nicht stabil.

    Dafür brauchte ich sehr viel länger.

    Und in dieser Zeit bin ich nirgends hingegangen, wo auch nur evtl. Alk konsumiert wird.

    Allein mein Bauchgefühl hat bei solchen Gedanken schon alle Alarmglocken schrillen lassen.

    Dafür brauchte ich nicht mal ne SHG!

    Vereinsamt bin ich übrigens überhaupt nie in meinem trockenem Leben.

    Das ist nur so eine Vorstellung von Menschen, die eh nix an ihrem Leben ändern wollen. Und schon gar nicht ihr Umfeld ändern wollen.

    Dann kommt rasch das Argument von der angeblichen anstehenden Verinsamung und pipapo.

    Isoliert hatte ich mich, als ich noch gesoffen habe.

    Trocken musste ich das nicht mehr tun, sondern mein Freundes-und Bekanntenkreis wuchs eher stetig.

    Allerdings gehört niemand dazu, der in meiner Gegenwart Alk konsumieren muss.

    Ich bin nun seit 19 Jahren trocken. Ohne Veränderungen in meinem Umfeld und an mir selbst wäre ich aber sicher nicht so weit gekommen.

    Nur nicht mehr trinken wird nicht ausreichen, das weiß ich nicht nur von hier, sondern ebenso aus einer realen SHG.

    Eine Therapie hatte ich übrigens nie, bin also im Körbeflechten komplett ungeübt.

    Aber ich mache mich auch nicht lustig über Menschen, die mehr Unterstützung brauchen, auch in Form einer Therapie!

    Rockoma, darf ich fragen, was Du von einem Austausch hier erwartest hast?

    Was hat Dich hier hergeführt, wo Du doch mit Deiner Abstinenz von gerade mal 1,5 Jahren schon ALLES weißt, insbesondere, wo der Weg in ein trockenes Leben lang geht?

    Ich sehe in so einem Fall gar keine wirkliche Grundlage, die einen Austausch möglich macht.

    Wie soll man sich mit jemanden austauschen, für den nur die eigene Meinung gilt?

    Mir kommt es eher so vor wie eine Selbstdarstellung Deinerseits...insbesondere Deiner vermeintlichen Coolheit.

    Für mich ist da einiges allerdings kein bisschen cool, sondern bestenfalls leichtsinnig.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg.

    Würde ihn aber keinesfalls einem Frischling zur Nachahmung empfehlen!

    Sunshine

    Hallo Neram, oder Maren?😉

    Willkommen hier im Forum.

    Hier geht es ja darum, seine Abhängigkeiten zu stoppen.

    Egal ob Alkoholiker oder CO.

    Dabei können wir helfen und Wege aufzeigen.

    Wer sein Suchtmittel, bei Co-Abhängigen ist das ja der kranke Partner, nicht loslassen will, dem kann man aber eigentlich nicht helfen.

    Wer nicht bereit ist, Veränderungen in seinem Leben vorzunehmen, auch nicht.

    Das gilt natürlich ebenso für Alkoholiker.

    Du schreibst sehr deutlich, das eine Trennung für Dich nicht in Frage kommt.

    Tja, dann bleibt als Alternative ja nur, das Du so weiter machst, was sonst?

    Dein nasser Alkie wird nix ändern an seinem Verhalten , warum auch?

    Läuft doch alles bestens.

    Und wenn nicht mehr, ersetzt man halt den nicht mehr so gut funktionierenden CO durch einen neuen...und fertig.

    So handhaben das zumindest wohl viele, wenn ich den Ausführungen in diesem Forum Glaube schenken darf.

    Ist Dir eigentlich aufgefallen, das Du über Deinen Trinker wie über (D)ein Kind schreibst?

    Bist Du seine Muddi oder seine Partnerin?

    Es ist doch seine Sache, wie er ins Bett kommt.

    Du musst da nix regeln, er ist erwachsen und Du bist da für gar nix verantwortlich .

    Ich finde so ein Verhalten übrigens nicht nur bemutternd, sondern auch für eine Art Übergriffigkeit.

    Man hat sich nicht derart in das Leben eines anderen ERWACHSENEN Menschen einzumischen, auch nicht, wenn es der Partner ist.

    Dein Typ bekommt keine wirklichen Konsequenzen seines Tuns zu spüren.

    Denn Du federst ja alles ab für ihn.

    Und sorry, genau so trägt man auch noch dazu bei, den anderen in seiner Abhängigkeit zu halten.

    Es werden ja keine ernsthaften Grenzen aufgezeigt, worüber der andere vielleicht auch nur mal nachdenken könnte.

    Bisschen Rumbrüllerei streift man als nasser Alkie übrigens sehr schnell wieder ab. Um nicht zu sagen, man peilt sich n Ei drauf.

    Warum auch nicht?

    Der CO beruhigt sich ja auch schnell wieder .

    Oder meinst Du, ein Alkoholiker würde nicht die üblichen CO- Knöpfe kennen (und auch skrupellos benutzen, wenn's hilft)?

    Und dabei spielt ganz oft die Harmoniesucht des COs eine große Rolle.

    Ebenso die Angst vor Beziehungsverlust und daraus evtl. resultierende zeitweilige Einsamkeit.

    Dieses Nichtloslassen-Können oder Nicht

    -Wollen...was für eine ideale Manipulierungsmöglichkeit!!

    Das lässt sich kein Säufer entgehen...das ist ja geradezu wie ne Einladung, an diesen Strippen zu ziehen.

    Denn der Erfolg ist ja geradezu garantiert .

    Kurzum, solange Du mitspielt, ändert sich weder was für Dich, noch für ihn noch in dieser Beziehung .

    Deine Entscheidung , ob Du wirklich so ein Leben möchtest ...besser wird das übrigens nicht ...nur schlimmer mit einem nassen Alkoholiker an der Seite.

    Dieser Aufzug führt nur bergab...nie bergauf.

    Ich wünsche Dir die Kraft, ihn doch gehen zu lassen. Alles andere kostet nämlich viel zu viel von derselbigen.

    Es gibt da draußen genug andere Männer, die nicht saufen müssen.

    Die sich allerdings auch in keine Kinderrolle drücken lassen würden.

    Weil sie die Verantwortung für ihr Leben selbst tragen wollen.

    Damit müsste man dann auch schon klar kommen können als Partnerin ;)

    LG Sunshine (Alkoholikerin, seit 19 Jahren trocken)

    Hallo Hoffnung ,

    Ich habe auch gerade herzlich lachen müssen nach der ersten Irritarion mit dem Bett bei der Psychologin! :/:D:D

    Mir sind auch schon solche Patzer bei WhatsApp passiert, wo ich dachte" oh mein Gott, die/oder derjenige muss mich ja für völlig bekloppt halten" :rolleyes:^^

    Nun ja...Lachen ist ja bekanntlich gesund und oft auch befreiend... :wink:

    Also alles gut! ;)

    LG und Danke für diese Belustigung am Abend, ich liege nämlich Dank 6 stündiger Zeitverschiebung schon im BETT ;) ...bin

    im Urlaub.

    Sunshine

    Merkwürdig...ich habe seit vielen Jahren eine Hotmail addie, und noch nie Probleme gehabt, das E-Mails nicht ankamen. Höre bzw. lese das auch das erste Mal, Alex.

    Nun bin ich hier ja bereits angemeldet, würde aber auch nicht meine jahrelange Mail Adresse ändern wollen. Und eine "Wegwerfaddie" soll ja auch nicht genommen werden?

    Vielleicht Mal nachhaken, warum die Mails von Euch nicht weitergereicht werden?

    LG Sunshine

    Zitat

    Mittwoch habe ich entdeckt, dass er (wieder) auf einer Singleplattform angemeldet ist. Habe ihn natürlich darauf angesprochen. Woher ich das wüsste. Er wollte mir mal zeigen, wie das ist. Ich wüsste gar nicht, wie verletzt er wäre. Ich würde ihn nicht respektieren, solle endlich mal an mir arbeiten, meine Eifersucht in den Griff kriegen, meine Fehler erkennen. Habe dann gesagt, wofür ich das alles noch tun soll, wenn er doch eh seine Sachen geholt hat. Ich solle endlich aufwachen, mit jedem Streit würde ich mehr kaputt machen.

    Leyla, ich frage mich immer, was denn noch alles passieren muss, wenn ich sowas lese ?(

    Für so einige Alkoholiker ist es geradezu typisch, sich so schnell wie möglich einen neuen Co zu suchen, wenn der alte anfängt, rumzuzicken.

    EIn Vorteil davon ist auch, das der neue CO erstmal besser am Ball gehalten werden kann und erstmal nicht so viel rummeckert.

    Aber dabei bleibt es ja nicht... die rosa Brille wird einem sicher schneller runter gerissen, als einem lieb ist.

    Rechne also damit, das er wirklich auf der besagten Plattform schon nach einem neuen Co Ausschau hält, es wäre jedenfalls nichts außergewöhnliches.

    Und dann noch diese Frechheit, zu behaupten, das er Dir damit was zeigen wollte...

    Er will sich doch damit nur rausreden, sorry. Das ist doch wirklich dummes Zeug.

    Und Du würdest mit jedem Streit alles noch mehr kaputt machen?

    Ach komm, das ist ebenso Bullshit... er will nur in Ruhe saufen und Du sollst gefälligst dazu die Klappe halten, so siehts doch mal aus.

    Zitat

    Der Gedanke, ihn mit einer anderen Frau zusammen zu sehen (und dann vielleicht sogar nüchtern), den ich nicht ertragen kann.

    Es ist sehr unrealistisch, das er mit oder gar durch eine andere Frau das Saufen aufgibt.

    Er macht doch keinerlei Anstalten dazu, und daran ändert ein neuer Partner auch nichts.

    Ich persönlich bin grundsätzlich nicht besonders eifersüchtig, das war ich nur zu Saufzeiten.

    Von daher würde mir eine neue Frau nur echt leid tun, denn ihr stünde das gleiche bevor, was Du dann schon hinter Dir hast.

    Das gleiche Elend, das gleiche Leiden, die gleiche Traurigkeit, das Alleinsein, wenn der andere sich wegbeamt, und der ganze restliche Dreck, den die Sauferei anrichtet.

    Nein, sowas würde ich wirklich niemanden wünschen, auch keiner neuen Frau.

    Für die könnte ich nur hoffen, das sie eher die Kurve kratzt und somit weniger Lebenszeit verbrennt.

    Ich möchte auch noch klar stellen, das man alle Alkoholiker/innen nicht komplett über einen Kamm scheren kann.

    Die Verhaltensweisen sind sich sehr ähnlich, ganz klar.

    Aber nicht jeder Alkoholiker wird auch verbal ausfallend, anderweitig gewalttätig und schiebt die komplette Schuld auf den Partner ab.

    Ich habe das auch wirklich nie gemacht, weil das total unfair ist, und das war mir selbst auch noch in der besoffenen Birne klar.

    Ich war aber verbal aggressiver als heutzutage, habe mir selbst alles so zurecht gelegt, das es meine Sauferei rechtfertigt.

    Und ich habe dafür auch so manchen Streit vom Zaun gebrochen.

    Und es gibt auch noch die Alkoholiker, die sich im stillen Kämmerlein die Birne zuknallen, depressiv werden und keinen grossen Krawall machen.

    Dafür müsste man schon die Anlage mitbringen, denke ich. Also für den Krawall jetzt.

    Zitat

    Und, was am Schlimmsten ist: Die Hoffnung, dass ja vielleicht doch alles noch gut werden könnte.

    Und wie lange willst Du Dich noch daran klammern?

    Während andere sich ein schönes Leben einrichten und es nach Herzenslust genießen?

    Und zwar JETZT und nicht irgendwann am St. Nimmerleinstag.

    Leyla, ich glaube, Du klammerst Dich an was, was längst vorbei ist...was es vielleicht nicht mal wirklich gab.

    Ein Trinker interessiert sich nicht wirklich für den Partner, der interessiert sich viel mehr dafür, wo er den nächsten Schluck herbekommt,

    den nächsten Rausch...dann kommt noch so einiges....und dann....ganz hinten...da kommt VIELLEICHT der Partner, falls sich der nasse Alkoholiker überhaupt noch an ihn erinnert.

    Du musst für Dich entscheiden, ob Dir das reicht.

    Und ich denke, vor Einsamkeit haben wir alle irgendwo Angst. Ich auch.

    Ich werde in den nächsten Tagen 60, und habe auch Angst davor, zu vereinsamen, sollte mein Mann vor mir sterben.

    Ich kenne Einsamkeit auch aus den letzten Jahren sehr gut, denn ich war es auch mitunter.

    Das ist wirklich ein sehr bedrückendes Gefühl und ich leide dann auch darunter.

    Alleinsein bedeutet aber nicht austomatisch auch Einsamkeit.

    Nicht, wenn man seine Zeit mit dem füllt, was man gerne macht. Wenn man sich nicht isoliert, sondern Kontakte pflegt.

    Sich vielleicht auch für irgendwas ehrenamtlich engagiert.

    Aber eigentlich kennen doch alle auch das Gefühl der Einsamkeit, vermute ich.

    Denn ganz tief drinnen bleibt man doch auch mitunter einsam, egal mit oder ohne Partner.

    Ist man in Endeffekt nicht immer irgendwo auch allein und fühlt sich manchmal auch einsam?

    Ich halte das für einen ganz normalen Vorgang, es ist nun mal nicht immer alles supi im Leben, und man muss auch lernen, negative Gefühle auszuhalten.

    Das ist für mich auch ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens.

    Mir wäre es trotzdem dennoch lieber, mich ab und an mal einsam zu fühlen, als mein Leben mit einem Trinker zu teilen.

    Zumal es auch gar nicht so ist. Mit einem Trinker kann man sein Leben nicht mal teilen, das funzt ja auch nicht wirklich.

    Zitat

    Er ist auf seine Weise eine verletzte Persönlichkeit, ich bin es auf meine Weise. Beide mit Ursachen in der Kindheit. Jeder mit einer anderen Strategie, damit umzugehen. Ich dachte immer, wir könnten uns gegenseitig „retten“. Irrglaube.

    Ach weißt Du, man hört ja meist nur die eine Seite...

    Dann sind da "ach so schwere Kindheiten", Mobbing im Job und wer weiß was...das man ja gar nicht anders kann als zu saufen.

    Merkwürdig ist doch aber, das bei anderen auch nicht immer alles klasse lief, man schlechte Erfahrungen machte...aber diese ebenso Betroffenen saufen ja auch nicht alle.

    Also gibt es doch scheinbar andere Strategien, um auch mit sowas irgendwann fertig zu werden, oder?

    Und irgendwann ist man auch kein Kind mehr, sondern erwachsen.

    Ich für meinen Teil finde es zu einfach, alles auf eine bestimmte Sache zu schieben.

    Denn ich denke, das soll auch oft die Sauferei rechtfertigen. Und dazu ist leider fast alles recht.

    Retten können sich 2 Kranke sicher nicht gegenseitig. Aus zwei Kranken wird ja kein Gesunder, nicht wahr?

    Das funzt also auch nicht.

    Da zieht man sich eher noch gegenseitig immer mehr runter.

    Warum versuchst Du nicht, allein zu gesunden, gerne auch mit professioneller Unterstützung?

    Deinen Trinker kannst Du eh nicht retten.

    Aber Du kannst was FÜR DICH tun!

    LG Sunshine

    Zitat

    Ich kenne das eigentlich nur so. Wenn man „funktioniert“, wird man geliebt.

    Es ist unglaublich traurig, wenn Du bisher nur solche Erfahrungen machen konntest.

    Aber so ist es nicht, man wird auch geliebt, wenn man nicht funktioniert. Oder manchmal auch gerade dann!

    Allerdings nicht von einem nassen Alkoholiker, denn der kann das nicht mehr, da ist schon zu viel kaputt und verschütt gegangen im Laufer der Säuferkarriere.

    Ich erinnere gerade, was meine Oma antwortete, als ich sie mal fragte, ob sie ihre Kinder immer alle gleich dolle liebte?

    Sie hatte 4 an der Zahl, 3 Stiefkinder und ein eigenes. Mir ist allerdings nie aufgefallen, das sie da jemals Unterschiede gemacht hätte.

    Ihre Antwort auf meine Frage war: "Ich liebte immer das Kind am meissten, was es gerade am schwierigsten hatte oder am schwierigsten war."

    Es gab keine Bedingungen für ihre Liebe.

    Auch ich fühlte mich von meinen eigenen Eltern immer bedingungslos beliebt, wir Kinder mussten dafür nichts tun.

    Auch nicht besonders artig sein, um mehr Liebe zu bekommen.

    Es gab zwar Konsequenzen für unmögliches Verhalten, aber wir wussten immer, das wir trotzdem geliebt werden.

    Und wenn es wirklich eng wurde, hatten wir unsere Eltern immer auf unserer Seite.

    Hast Du die Erfahrung, um Liebe kämpfen zu müssen, schon in Deiner Kindheit gemacht, Leyla?

    Denn sowas prägt ja sehr.

    Und wäre es dann nicht an der Zeit, auch mal positive Erfahrungen diesbezüglich zu machen, nämlich, das man nicht um Liebe kämpfen muss,

    sondern sie einfach geschenkt bekommt?

    Aber wie schon oben beschrieben, ist das mit einem Trinker nicht möglich, denn der ist viel zu sehr in seiner Sucht gefangen.

    Da kannst Du also vieles einfach nicht mehr erwarten, das ist dann schon zu sehr "kaputt gesoffen".

    LG Sunshine

    Hallo Leyla,

    warum warst Du denn lange nicht hier?

    Weil Du Dich nicht weiter mit der Situation auseinander setzen wolltest, und vor allem keine Konsequenzen ziehen wolltest?

    Und /oder weil Dein XY Dir wieder ein paar Bröckchen zugeworfen hat, die neue Hoffnung schürten?

    Das sind meist die Hauptgründe, warum man sich hier wieder zurück zieht.

    Ist außerdem auch erstmal bequemer so.

    Denn schließlich soll der böse Alkie sich ändern! Und nicht etwa man selbst!

    Zitat

    Lügen „unsere“ alkoholkranken Partner uns an und manipulieren uns? Wissen sie, welche Knöpfe sie bei uns drücken müssen, dass sie wieder als das arme, bedauernswerte Wesen dastehen, das sie sein wollen? Besitzen sie so viel böse Energie?

    Hmmm... Co-Abhängige stellen sich aber auch sehr gern als Opfer dar.

    Der Alkie suhlt sich in seiner "ich arme Sau-Rolle", denn irgendwas ist ja immer schuld, das man saufen mußte.

    Passt also.

    Der CO suhlt sich parallel in seiner Opfer-Rolle. Aus der er ja auch aussteigen könnte.

    Leyla, dieses ganze kranke Beziehungsgefüge kann derart nur zwischen einem Alkoholiker oder anderweitig Süchtigen und einem CO funktionieren.

    EIn Nicht-CO macht sowas erst gar nicht mit.

    Wenn ich hier lese, was sich CO-Abhängige so antun lassen und dabei auch noch mitwirken, indem sie immer noch bleiben, obwohl es schon LANGE Zeit gewesen wäre, zu gehen, dann sträuben sich mir oft wirklich die Nackenhaare.

    Ich bin Alkoholikerin, mein damaliger Partner und heutiger Mann ist nie ein CO gewesen.

    Mit dem hätte ich diverse Sperenzchen überhaupt nicht machen können, da hätte der mich garantiert vor die Tür gesetzt, das ist mal sicher.

    Mein Mann ist auch nicht harmoniesüchtig, so gab es sehr oft Streit wegen meiner Sauferei und den Folgen.

    Da habe ich dann ganz kleine Brötchen gebacken nach meinen Saufereien, um nicht rauszufliegen.

    Heute wünschte ich mir, das mein Mann mich doch mal vor die Tür gesetzt hätte, dann hätte ich vielleicht eher einen Weg in ein trockenes Leben einschlagen können.

    So aber gab es zwar immer wieder Ärger, aber den konnte ich mir ja auch wieder wegsaufen und Fertich.

    Aber ich mache ihn natürlich nicht verantwortlich für meine Sauferei. Das habe ich allerdings auch während meiner Sauferei nicht gemacht.

    Niemand hat mich gezwungen oder derart getriezt, das ich hätte saufen müssen.

    Das ging ganz allein auf mein Konto....und das war mir auch in meiner nassen Zeit so bewußt. Die Alkoholsucht trieb mich zur Sauferei, und kein anderer Mensch!

    Es ist aber auch so, das ein funktionierender CO einen Säufer auch in seiner Rolle halten kann, er tut also damit auch für den Abhängigen nichts gutes.

    Und es haben sich schon so manche CO`s gewünscht, das der trocken werdende Partner wieder saufen möge, denn so war er oft doch leichter händel-und auch berechenbar.

    Denn ein Alkoholiker, der trocken wird und dem dazu bewußt wird, das das allein noch nicht reichen wird, verändert sich und sein Leben stark.

    Und damit kommen viele CO`s erstmal überhaupt nicht klar.

    Sollte so eine Beziehung weiterhin funktioneren, dann müssten BEIDE intensiv an sich arbeiten, sonst geht das eh in die Hose.

    Zu Deiner anderen frage, ob Alkoholiker so viel böse Energie besitzen?

    Hm, also ich denke, alle Menschen haben auch ihre Schattenseiten...unangenehme Charaktereigenschaften und so.

    Ich halte das für menschlich und kann auch damit leben, wenn mich das nicht selbst mitschädigt. Wird es zu arg, gehe ich lieber.

    Aber Alkohol verändert auch zusätzlich noch das Wesen negativ. Oder verstärkt die negativen Charaktereigenschaften sehr stark.

    So würde ich das sehen.

    Aber Alkohol hat auch nicht die Kraft, einen Menschen komplett zu verändern. Das Negative muss auch schon irgendwo da sein, denke ich.

    Böse Energien? Hmmmm....

    Ein Alkoholiker sucht oft Gründe, wieder saufen zu "müssen", und dazu muss auch oft der Partner herhalten.

    Wennman den beschimpft, dann wird er höchstwahrscheinlich verärgert reagieren und das auch zeigen und sagen.

    Prima, man pickt sich dann nur das heraus als Saufgrund.

    Das man diese Reaktion selbst so hervorgerufen hat, um wieder saufen zu können, das verdrängt man lieber sofort.

    Ansonsten hätte man ja keinen wirklichen Grund zum Saufen, und das soll so ja nicht sein.

    Ergo.... der andere ist an allem schuld.

    Der kann im Grunde auch gar nix mehr richtig machen, egal was er macht...oder auch nicht macht.

    Selbst etwas nicht zu machen kann den Säufer verärgern...auch gut, auch ein Saufgrund. :rolleyes:

    So läuft es nun mal.

    Und solange keiner aus dem Drama aussteigt, wird es auch immer weiter so laufen.

    Du musst selbst entscheiden, ob Du Dein weiteres Leben so wegwerfen willst, an der Seite eines nassen Alkoholikers?

    Das wird niemand anderen für Dich tun (können).

    Ein Austausch hier kann allerdings bei der Entscheidung hilfreich sein. Könnte aber auch mal zwischendurch unangenehm werden, denn da müsste man auch mal auf sich selbst und das eigene Verhalten schauen.

    Hier sich mal alle paar Wochen ausheulen, sich den Frust von der Seele schreiben und dann doch so weiter machen wir bisher, ist allerdings nicht der Weg aus der Misere.

    Da muss man auch schon selbst dann mal in die Hufe kommen, wenn sich das eigene Leben wieder zum Besseren wenden soll.

    Das nur mal so allgemein.

    LG Sunshine

    Zitat

    Nun verfalle ich auch heute hin und wieder von einem Extrem ins andere und das in allen Bereichen. War früher vor meiner Alkoholsucht als Kind nicht anders. Mutter sagte. "Ich wüsste nie, wann ich aufhören soll.

    Bestimmte Fragen kann ich auch nicht beantworten, lieber Hartmut :lol:

    Ich kenne das auch gut, das ich in Extreme verfallen kann...und ich finde das auch gar nicht immer soooo selbstschädigend.

    Das wird es ja erst, wenn es anfängt, einen einzuschränken, wenn auch erstmal nur im Kopf.

    Ansonsten kann man das Verfallen in Extreme vielleicht auch mal ganz gut nutzen ;)

    Ich halte das also nicht immer für das krasseste Suchtverhalten, was NUR schädigt und sonst nix.

    Manche Extreme machen ja auch voll Spaß ^^

    Hmmmm....das ich nicht wusste, wann ich aufhören muss, das kenne ich jetzt nicht so aus früherem Verhalten vor der Alkoholsucht.

    Jedenfalls ist mir das nicht so bewußt....aber ich kann auch nicht beschwören, das es nie so war. Ich weiß es einfach nicht mehr, wenn es so war. :lol:

    Ich grabe aber auch nicht so tief in meiner Vergangenheit wie DU neuerdings ! 8o:lol::lol::lol:

    Zitat

    Mein „vor der Sucht Verhaltensmuster“ ist ja nach meiner Sucht auch nicht verschwunden.

    Nö, glaube ich auch nicht.

    Weder im Guten noch im Schlechten ;)

    Ich glaube ja auch nicht dran, das mit der Trockenheit aus einem Saulus ein Paulus wird.

    Oder wie es mal ein Bekannter formulierte, allerdings etwas deftiger:

    "Wer besoffen n Ars..*loch ist, der ist es auch nüchtern."

    Auch wenn ich das nicht ganz so sehe, denn der Alkohol verursacht oder begünstigt zumindest ja auch Wesensveränderungen, das muss man ja auch in dem Zusammenhang sehen.

    Trotzdem wird er nicht komplett unseren Charakter verändern, so eine Macht hat er ja auch wieder nicht.

    Auch wenn so mancher CO-Abhängige das gern so sehen möchte...ich glaube nicht dran, das sich jemand, der sich besoffen unter aller Kanone benimmt, nüchtern der reinste Engel ist.

    Und ich persönlich habe auch meine Schattenseiten (behalten), die ich auch schon vorher hatte, bevor ich alkoholkrank wurde.

    Die sind ja auch nicht davon weg, nur weil ich nicht mehr saufe.

    ich gestehe mir aber auch diese Seiten zu, sie sind auch ein Teil meiner Persönlichkeit und es muss nicht alles "negative" an mir "ausgemerzt" werden, um zu einem perfekten Menschen zu mutieren.

    LG Sunshine

    Hallo Hartmut,

    ich bin sicher schon in Suchtverlagerungen rein gerutscht, ist keine Floskel gewesen.

    Auch wenn einige darüber schmunzeln werden ;) , ich bin mal in eine Reiswaffel-Sucht gerutscht. :x

    Wie sich das äußerte?

    Ich wurde unruhig, wenn diese Reiswaffeln zur Neige gingen. Musste immer einen bestimmten Vorrat haben.

    Irgendwann meckerte mein Mann, weil die ganze Microwelle schon voller Packungen stand.

    Da habe ich heimlich welche in meinen Kleiderschrank versteckt ! :huh:

    Als ich das tat, bin ich allerdings hellwach geworden.

    Habe keine Packungen mehr nach gekauft und auch eine ganze Weile gar keine mehr gegessen.

    Das habe ich ohne irgendwelche Hilfe wieder in den Griff bekommen.

    Und heute knäuspere ich gerne mal mit den Enkelkindern zusammen ein paar Reiswaffeln, die mögen die nämlich auch gern.

    Ebenso bin ich mal in eine Sportsucht gerutscht. Auch da gab es dann irgendwann eindeutiges Suchtverhalten.

    Habe das dann total runter gefahren und bin auch da wieder allein raus gekommen.

    Funzt aber nur bei absoluter Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und kritischer Selbstbeobachtung, und die Bereitschaft zum Verändern der Situation.

    Es war jedes Mal auch eine Art Loslassen...und das gar nicht mal so gern. X/

    Bei der Alkoholkrankheit hatte ich allerdings überhaupt keine Chance mehr, das selbst in den Griff zu bekommen.

    Bin aber viele Jahre dem großen Irrtum aufgesessen, es doch irgendwie alleine schaffen zu können... schaffen zu müssen.

    "Ich kann doch nicht so eine Versagerin sein, das ich nicht aufhören kann mit der Sauferei!"

    Das waren meine damaligen Gedanken.

    Mir war zu dem Zeitpunkt gar nicht klar, das ich alkoholKRANK geworden bin, das ich wirklich eine Krankheit habe!

    Das ich viel zu viel gesoffen habe, war mir natürlich schon seit langem klar!

    Aber das es wirklich eine Krankheit ist und ICH daran erkrankt bin (und nicht nur andere!), das war mir nicht so bewußt.

    Als mir das aber klar wurde, natürlich auch durch meinen langen Krankenhausaufenthalt inkl. Intensivstation, denn dort ist keiner aus Spaß, ab da konnte ich dann auch Hilfe annehmen.

    Ich begriff damals endlich, das ich allein gar keine Chance mehr hatte, die Alkoholsucht zu stoppen, denn ich war ja körperlich schon komplett abhängig.

    Wenn ich heute merke, das ich beginne, irgendwas zu "exzessiv" zu machen, dann stoppe ich das.

    Ich bin offenbar eine Suchtpersönlichkeit, und muss da einfach deshalb sehr auf mich aufpassen.

    Meine beiden Suchtverlagerungen haben mir zwar körperlich nicht geschadet, aber sie machten mich unfrei.

    Hauptsächlich im Kopf. Und das mag ich nicht.

    Habe nicht mit dem Saufen aufgehört, um nun anderweitig Einschränkungen durch eine Suchtverlagerung einzufahren. :rolleyes:

    LG Sunshine

    Hallo Leyla,

    Du schreibst:

    Zitat

    ...habe ich ganz stark das Gefühl, dass er immer mehr braucht, um nichts mehr zu spüren, was ihn so sehr quält.

    Das man immer mehr Alkohol braucht, um sich wegbeamen zu können, liegt daran, das der Körper eine gewisse Toleranz entwickelt.

    Was ihn so sehr quält?

    Ich denke, das einen was "quält", ist auch eine sehr bequeme Ausrede für die Sauferei.

    So nach dem Motto: "Oh ich arme Sau, ich habe es sooo schwer im Leben, schwere Kindheit, Mobbing im Beruf und dieses und jenes, da MUSS ich ja saufen, was soll ich denn sonst tun? Ich kann ja gar nicht anders!"

    Hmmmm...andere haben aber auch schwere Kindheiten gehabt beispielsweise, wurden ebenfalls im Job gemobbt, aber sie saufen deshalb nicht alle!

    Weil sie bessere Strategien entwickelt haben, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.

    Wir sind doch alle nicht völlig ohne Blessuren durch unser bisheriges Leben gegangen, oder?

    Leyla, das ist typisches nasses Alkie-Gelaber...das einen etwas quält oder man es sooo schwer ist. Nass ist man nun mal voller Selbstmitleid. Was zugleich auch wieder ein sehr guter Vorwand für das nächste Saufgelage ist.

    Quälend und Probleme bereitend ist doch auch ganz stark die eigene Alkoholsucht und ihre Folgen!

    Aber es liegt in unserer Hand, dieses Elend zu beenden. Trocken muss man nicht mehr unter dem Suff leiden und könnte Probleme sehr viel besser angehen als nass.

    Und einige lösen sich auch von ganz allein, wenn man die eigene Sauferei stoppen kann.

    Viele wollen das aber gar nicht! Die WOLLEN trinken...und müssen es auch oft schon aufgrund körperlicher Abhängigkeit.

    Mit all dem hat aber ein Partner NICHTS zu tun.

    Der hat das nicht "verschuldet" und ist auch keinesfalls dafür verantwortlich zu machen.

    Es ist aber einfacher, den anderen zu beschuldigen, anstatt da hinzuschauen, was man selbst denn gerade Schlimmes anrichtet. Was man sich selbst mit der Sauferei antut, und ebenso den Angehörigen.

    Neee, lass mal....lieber nicht! Denn die Realtität tut weh, und ist sehr sehr unangenehm. Lieber weiter beide Augen fest zukneifen, anderen die Schuld in die Schuhe schieben und vor allem WEITER SAUFEN!

    Du kannst selbst entscheiden, ob Du das immer weiter so mitmachen möchtest!

    Für alles der Sündenbock sein möchtest.

    Zum Ausstieg aus der kranken Beziehung gehört sicher auch Mut.

    Und es ist auch sehr unschön, wenn die eigenen Träume platzen, die geplante Zukunft gerade den Bach runter geht.

    Und ist außerdem noch eine CO-Abhängigkeit vorhanden, wird man sich auch damit noch befassen und auseinander setzen müssen, auch das wird unbequem und kann auch schmerzhaft werden.

    Ist aber besser, als sich an den nächsten Säufer zu hängen und das ganze Elend von neuem mitzuerleben.

    Höre besser auf, auf ihn zu starren, all Deine Gedanken ihm zu widmen...und was hätte sein können, und was vielleicht irgendwann sein könnte und bliblablubb.

    Lenke Deine Gedanken lieber auf Dich selbst und schaue, wie es DIR wieder besser gehen kann. Und dann komme FÜR DICH bitte in die Handlung.

    Denn für ihn kannst Du nichts tun, egal was Dir auch einfallen würde. Er kann nur selbst erkennen, was los ist und ob er Hilfe annehmen möchte.

    Sollte das der Fall sein, weiß heutzutage auch jeder, wo die entspechenden Hilfsangebote zu finden sind. Auch dabei brauchts keine Hilfe, die letztendlich ja doch keine ist, nicht sein kann.

    Denn der Wille zu einem trockenen Leben kann nur vom Betroffenen selbst kommen.

    Unterstützen können Angehörige erst ab dann, wo jemand wirklich ein trockenes Leben leben will, wieder die Verantwortung für sein Leben tragen will und sein trockenes Leben zur Prio 1 macht.

    Auch die eigene Trockenheit vor den Partner stellt....denn alles weitere im Leben wird genau darauf aufbauen, auch eine Beziehung.

    Wenn dem so ist, dann kann der Partner auch eine echte Unterstützung sein, alles vorherige ist vergebliche Liebesmüh.

    Obwohl...das Wort Liebesmüh ist eigentlich auch völlig unangebracht in diesem Zusammenhang, denn um Liebe geht es nicht in Abhängigkeitsbeziehungen. Sondern um Abhängigkeiten, wie das Wort ja auch schon sagt.

    Meine Meinung nach gibt es hier auch nicht DAS Opfer und DEN Täter, sondern Beide "profitieren" in einer gewissen Form von einer Abhängigkeitsbeziehung.

    Hört man aber als Angehörige nicht so gern, nicht wahr?

    Das man auch eigene Anteile an der kranken Beziehung trägt...

    LG und viel Kraft wünscht Dir

    Sunshine

    (trockene Alkoholikerin)

    Zitat

    Ich glaube es lag daran, dass ich mein Muster überhaupt nicht erkannt hatte. Also dieses radikale Trennen bringt auch nur was, wenn man die innere Arbeit macht, will ich damit nur sagen ...

    Nun kennst Du ja Deine Muster, liebe Lea ;)

    Du versuchst aber trotzdem die Trennung auf Teufel komm raus rauzuschieben, nicht wahr?

    Man kann die "innere Arbeit" ja auch NACH einer radikalen Trennung machen, was mir auch viel logischer erscheint.

    Dann hat man wenigstens die Ruhe dazu und nicht mehr den Säufer anner Backe.

    Sorry, wenn ich es so deutlich schreibe.

    Aber vorher wird man erstmal sicher eine Trauerphase durchmachen müssen, bin auch nicht so naiv, um nicht zu wissen,

    das auch diese Phase kommen wird, die durchlebt werden muss.

    Aber die "innere Arbeit" läuft einem auch nicht weg ;)

    Damit darf man sich befassen, wenn es soweit ist und man die Kraft dafür hat.

    Zitat

    Jetzt käme es mir gar vor, dass ich kurz vor der großen Veränderung in seinem Leben den Absprung mache. Er sagt selbst, dass er spürt, dasss er vor einem großen Wandel steht ...

    Ja klar sagt er das.

    Das ist allerdings Alkoholiker-Geschwätz, was keinen Pfifferling wert ist.

    Dient meist dazu, den CO in seiner Rolle zu halten.

    Ebenso ist es Alkoholikergeschwätz, das man bald aufhören wird mit der Sauferei...wenn dieses und jenes eintritt.

    Blödsinn, damit macht man sich nur selbst und anderen was vor. Um Zeit zu schinden, in der man weiter saufen kann und die anderen den Mund halten müssen, weil sie sonst dran schuld sind, wenn es mit der "großen Veränderung" doch nix wird.

    Zitat

    * er bald aufhören wird, da er bald etwas Geld erbt, dann finanziell stabiler und zufriedener ist (andere Jobwahl, finanzielle Spielräume etc)

    * er nochmal ins Ausland geht (teilweise mit mir zusammen) und dort intensiv sein Kampfsport Training machen wird

    Geld ändert nix, außer das man wieder lustig neuen Stoff einkaufen kann, ohne auf den Cent achten zu müssen.

    Geld macht einen nassen Alkoholiker nicht zufriedener, das ist ein völliger Trugschluss.

    Ins Ausland zusammen mit einem Trinker?

    Gott bewahre!

    Mein Mann und ich haben die letzten Jahre halb im Ausland und halb hier in D gelebt.

    Es war eine tolle Erfahrung und eine Lebensbereicherung für mich, die ich keinesfalls missen möchte.

    Aber...wir waren in dieser Zeit mehr auf einander angewiesen als je zuvor und mussten uns auch auf den anderen verlassen können.

    Das kannst Du doch mit einem nassen Alkie komplett knicken, das wird eher die Hölle auf Erden, als alles andere.

    Und Du kannst dann nicht mal einfach weg...was sehr unschöne Folgen haben kann.

    Lea, sei nicht so dumm und glaube den Geschwätz eines nassen Alkoholikers, es ist nichts wert und es wird nichts davon eingehalten werden.

    Weil Alkoholismus eine KRANKHEIT ist und keine Willensschwäche.

    Wenn man abhängig säuft, KANN man nichts mehr einhalten, was man mal versprochen hat.

    Das ist dann uninteressant, wenn man auf Entzug kommt, dann interessiert nur der nächste Schluck, der nächste Rausch, und sonst gar nix.

    Und dem hat sich alles andere unterzuordnen, auch der Partner!

    Möchtest Du dieses Elend auch noch im Ausland mit ihm zusammen erleben? =O

    Du versuchst alles, um eine Trennung hinauszuschieben, das merkt man ja sehr deutlich.

    Uns hier brauchst Du allerdings keine Märchen erzählen, wie schön vielleicht doch alles noch werden wird.

    Dazu besteht momentan keinerlei Chance, und wir Alkoholiker hier wissen das auch.

    Weil wir das alles selbst erlebt haben. Selbst allerlei versprochen haben und nicht einhalten konnten.

    Selbst immer weiter gesoffen haben, ohne auch nur den Hauch von Rücksicht auf den Partner zu nehmen.

    Und wenn wir sowas vortäuschten, war es nur Makulatur.

    Bis zum nächsten Rausch...bis zum nächsten Schluck, DAS ist bei abhängig Trinkenden das einzig wichtige.

    LG an Dich...und Mut wünsche ich Dir ebenfalls, um Dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und nicht von einem nassen Alkoholiker abhängig zu machen.

    Sunshine

    Hallo Lea,

    Du fragst:

    Zitat

    Er kann trinken, aber völlig losgekoppelt von mir. Funktioniert das? Es triggert mich einfach zu sehr...

    Kurze Antwort:

    NEIN, es wird nicht für einen Menschen funktionieren, der sich selbst auch nur noch einen Pfifferling wert ist!

    Meine Frage an Dich:

    Ist es Dein Ziel, Dich von einem Partner abgrenzen zu müssen, anstatt die Gemeinsamkeit zu suchen und zu finden?

    Dann halte an Deinem Säufer fest. Denn das wirst Du tun müssen.

    Der Preis ist allerdings sehr hoch.

    Du wirst sehr wahrscheinlich dabei noch kränker, als Du eh schon bist durch Deine aktiv ausgelebte CO-Abhängigkeit.

    Wenn es Dir das wert ist...

    Muss jeder selbst wissen.

    Ansonsten gäbe es auch noch ein anderes Leben "da draussen"....bunt und lebendig...und ohne einen Säufer an der Seite, der einen wie ein Klotz am Bein hängt, und so immer schwerer belastet.

    Zitat

    Zukunftspläne wie heiraten würde ich auch erst machen, wenn er eine Abstinenz zumindest aktiv ANSTREBT. Dass das nicht so einfach ist, es Rückfälle geben kann etc ist mit klar.

    Allein vom Zulesen wird mir schon ganz schlecht. Abstinenz anstreben... wie süß. Habe ich auch jahrelang "angestrebt", ist leider nix draus geworden.

    Ich hatte übrigens nie einen Rückfall, der gehört nicht zwangsweise zu einem trockenen Leben.

    Du nimmst ihn schon in Kauf, ohne das es überhaupt konkrete Hinweise gibt, das Dein Säufer das Saufen überhaupt aufgeben möchte.

    Warum eigentlich?

    Nur um ja nie und nimmer den Traum von gemeinsamen Leben aufgeben zu müssen?

    Ach komm, der is doch längst geplatzt...sieh mal genau hin. Auch wenn es weh tut.

    Sich alles selbst noch schön zu reden und so hinzulegen, das es doch noch passt, ist doch auch keine Alternative.

    Stell Dich lieber der Realität.

    Und zieh Deine Konsequenzen daraus.

    Ich hoffe sehr für Dich, das das nicht erst am St.Nimmerleinstag soweit ist. Denn die verbrannte Zeit mit einem Säufer gibt Dir auch niemand zurück.

    Ebenso wenig wie mir meine verbrannte Zeit mit der Sauferei.

    Ist leider so.

    LG Sunshine

    Zitat

    Eigene massive Vorwürfe „Wie konnte ich nur…“ sind nicht angebracht, wenn man etwas aus Liebe gemacht hat. Die Antwort weißt du ja schon: „Ich habe das alles gemacht, weil ihn liebte und und auf eine gemeinsame Zukunft hoffte.“

    Das sehe ich etwas anders... ;)

    Man sollte sich schon fragen, wie man in so eine Situation geraten konnte?

    Nicht in Form von Selbstvorwürfen, Vorwürfe sind eh irgendwie lausig, finde ich, egal in welcher Art.

    Sondern das Hinterfragen des eigenen Verhaltens durch kritische Selbstreflektion wäre eher angebracht.

    Hier wird oft von Liebe geschrieben, aber das ist mitunter auch nur ein nettes Deckmäntelchen, um die eigene

    Abhängigkeit zu kaschieren, die man zu einem bestimmten Menschen entwickelt hat.

    Außerdem ist "die große Liebe" auch ein Totschlagargument, gegen das andere kaum ankommen können.

    Was sollte man dagegen denn auch sagen? Da ist man als Außenstehender realtiv machtlos.

    Und sauer ist man als CO meist, weil durch den Alkoholabhängigen auch die eigenen Lebensträume mitgeschrottet wurden.

    IST ja auch ärgerlich, keine Frage. Denn man hat da ja auch Energien reingesteckt und sich alles so schön ausgemalt...und auf einmal

    muss man feststellen, das nichts davon funktionieren wird.

    Aber ich glaube, sowas kann einem auch in anderen Beziehungen passieren...niemand ist ja vor einer Beziehungspleite gefeit.

    Das gehört für mich auch zum Leben dazu und ist etwas, wo man lernen sollte, als erwachsener Mensch mit fertig zu werden.

    Nur wird der Nicht-CO beim nächsten Mal besser hinschauen...während sich ein (noch) aktiver CO wohl eher in die nächste

    Abhängigkeitsbeziehung begeben wird.

    Denn ein CO hat auch immer was davon...auf die ein oder andere Art ;)

    Was ist jetzt aber besser in der akuten Situation mit einem Säufer an der Seite?

    Immer weiter hoffen, das doch noch alles gut wird?

    Hmmmm....es kann Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis ein nasser Alkoholiker was gegen seine Abhängigkeit unternimmt.

    Ich war da ebenso. Selbst als ich längst wusste, das ich alkoholsüchtig geworden bin, habe ich noch lange nicht gehandelt.

    Manch einer säuft sich auch schlicht und ergreifend zu Tode... leider ist das so X/

    Die Alternative ist, sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen, einen Plan B zu entwerfen und den dann auch in die Tat umsetzen.

    Dabei ist man nicht von einem anderen Menschen abhängig, auf den man immer ängstlich schauen muss, was er wohl als nächstes wieder anstellt? :roll:

    Um nochmal auf die kritsche Selbstreflektion zu kommen...ich denke, die wird nötig sein, wenn man nicht wieder in eine ähnliche Situation rutschen will.

    Denn dann steht der nächste Reinfall, wenn man es mal so nennen will, direkt vor der Tür.

    Ein CO wird ja nicht un-CO, nur weil man den Säufer eliminiert hat.

    Zitat

    Wenn bei Frau Herz und Verstand uneinig sind, wird Frau letztlich ihrem Herz folgen - ein Naturgesetz :)

    Erst wenn dein Herz ihn nicht mehr mag, mag es nicht mehr deinen Verstand ignorieren …

    Sorry, aber das hat für mich beinahe etwas sexistisches... es stempelt Frauen zu Menschen ohne Verstand ab, wo angeblich nur das Herz regiert.

    Nur mal als Hinweis: Frauen sind durchaus in der Lage, logisch zu denken, verfügen ebenso wie Männer über einen wachen Verstand (oder eben auch nicht, je nach Veranlagung) üben technische Berufe ebenso gut aus (ich komme selbst aus einem technischen Beruf und weiß das also!) und und und...

    Nur für die Leute, bis zu denen sich das noch nicht rumgesprochen hat. :roll:

    Solche Sprüche gehören für mich in die 50ger Jahre, wo Frauen eine bestimmte Rolle zugedacht war.

    Aber nicht in unsere Zeit.

    Liebe und Verstand schließen sich für mich also nicht aus! ;)

    Ich kann jedenfalls nur dringend raten, seinen Verstand einzusetzen in einer Beziehung mit einem Akoholkranken.

    Das Herz wird hinter kommen!

    Oder warum lese ich hier immer wieder mal von Frauen, die im nachhinein froh waren, sich vom Trinker getrennt zu haben, obwohl

    das Herz NEIN schrie?

    Es kommt also offensichtlich hinterher. ;)

    Und last but not least...

    Es gibt genug tolle Männer auf dieser Welt, die nicht trinken, mit denen man Pläne machen und sie vor allem auch verwirklichen kann,

    die zuverlässig sind und wirklich liebesfähig.

    Aber bei denen fehlt dann vielleicht der Nervenkitzel (die Unberechenbarkeit bei Saufexzessen beispielsweise), auf den CO-Abhängige evtl. so stehen? 8o

    Mir persönlich ist jedenfalls ein Mann, auf den ich mich verlassen kann und der mich aufrichtig liebt, lieber als jemand,

    der mir x romantische Versprechungen macht, was aber nur Gesäusel im Wind ist.

    Mein Mann wechselt mir die Winterreifen und kocht für mich mal was, und bügelt meine Blusen :)

    Das ist MIR Liebesbeweis genug :lol:

    LG Sunshine

    Gut gemacht, Cayenne!

    Auch wenn der Typ sehr direkt war...ist ja auch nicht soooo angenehm.

    Aber es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung...

    Ich finde es gut das Du das gemacht hast, und Ja....es ist noch Mal ne andere Sache, Dinge direkt von Angesicht zu Angesicht auszusprechen.

    Dazu gehört auch Mut!

    Mit dem von mir angesprochenen Triggern anderer CO meinte ich übrigens nicht das Jammern. Aber das erläutere ich später genauer was ich meinte.

    Schreibe Dir gerade auf meinem Smartphone aus Russland, wo ich gerade unterwegs bin....darum nur ein kurzer Text.

    Jammern tut ja jeder mal....und das ist auch völlig okay. Mache ich auch öfters... schlecht ist nur wenn das zur Dauerschleife wird und man sich als Opfer darstellt, obwohl man sein Leben aus eigener Kraft ändern könnte.

    So mal meine Meinung...

    Es gibt genug Länder, wo Frauen wirklich Opfer aufgrund kompletter Fremdbestimmung sind.

    In unserem Land ist das aber nicht so!

    Hier gibt es Möglichkeiten und Wege. Man muss sich nur bewegen und bereit sein, seine Komfortzone zu verlassen.

    Super auch, das Du mit Deinem Kind sprechen willst :thumbup:

    LG Sunshine