Beiträge von Sunshine_33

    Ich überlege gerade was er sonst machen könnte, wenn nicht das Gespräch suchen? Mir fällt nichts ein????

    Dann würde ich es gleich mit einem Gespräch inkl. der Erwähnung von Konsequenzen versuchen, wenn der Kranke sich nicht helfen lässt.

    Keine Vorwürfe oder Drohungen, sondern mit der Klarstellung, das Alkoholismus eine Krankheit ist und keine Willensschwäche. Und das man Hilfe von außen benötigt, um da wieder raus zu kommen.

    Ich schreibe hier ja aus meiner Sicht, Petra.

    Andere mögen anders über die Sache denken und ich höre mir auch gern die Sichtweisen anderer an.

    Mir war das wirklich nicht klar, das ich da allein nicht wieder rauskomme. Und ICH alkoholkrank, nu hör aber auf. Das sind vielleicht andere, aber ich doch nicht! :roll:

    Ich sehe allerdings bei so einem Gespräch mit alkoholkranken Frauen mehr Chancen, sie zu erreichen, als bei Männern. Mag ein Vorurteil sein, aber ich habe das Gefühl, Frauen können eher ärztliche Hilfe annehmen, sie müssen nicht den starken Macker spielen, der alles im Griff hat und niemals alkoholkrank wird. Hat was mit alten Rollenvorstellungen zu tun.

    Ist jetzt aber nur meine persönliche Meinung, Daten und Zahlen kann ich dazu nicht liefern.

    LG Sunshine

    Hallo Spirit

    Nicht jeder schreibt und liest hier jeden Tag. Bezieh das mal nicht auf Dich persönlich.

    Blume schreibt hier einfach nicht so oft, glaube ich, und das ist dann auch okay so.

    Schön, das es DIR so gut geht, DAS ist doch die Hauptsache.

    Alles Gute auf Deinem weiteren Weg

    wünscht

    Sunshine

    Hallo,

    Es wird hier zu Gesprächen geraten...kann man versuchen, Ja.

    Aber jeder CO, der das alles schon x- mal durch hat, weiß, das Gespräche meist nix bringen.

    Ebenso wenig drohen, betteln, weinen, flehen, rumschreien etc.

    Es sei denn, der Alkoholkranke ist schon zu einer Krankheitseinsicht gekommen und ist bereit, sich professionelle Hilfe zu holen. Dann könnte man ihn mit einem Gespräch erreichen und dazu Mut machen...ansonsten: no way

    Irrwitzer, ich hatte auch alles: Eine Tochter, einen Partner, Haus im Grünen, gutbezahlter Job, eigenes Auto vor der Tür, keine finanziellen Sorgen...ich bin trotzdem schwer alkoholkrank geworden.

    Gespräche bezüglich meiner Sauferei fanden zwar mal statt, dann versprach ich, weniger zu trinken, aber das konnte ich längst nicht mehr.

    Mein Mann konnte es wohl auch nicht begreifen, das ich alkoholkrank, süchtig geworden war.

    Und wollte es auch lange nicht wahrhaben.

    Mir fällt immer wieder auf, das CO-Abhängige nicht begreifen können, das man als süchtiger Mensch nicht mehr die Wahl hat zwischen Trinken und Nicht-Trinken, der Alkohol diktiert längst den Tagesablauf.

    Ein CO-Abhängiger muss das aber auch nicht verstehen, wer das nicht selbst erlebt hat, kann es nicht nachempfinden.

    Ich habe soooo viele Versuche gestartet, von dem Zeug loszukommen. Runter trinken, kontrolliert trinken, alles vergeblich.

    Wenn ich auf Entzug kam, begann ich zu zittern, zu schwitzen, danach Herzrasen und Herzstolpern...bis hin zum Panikanfall mit Todesängsten.

    SO ist das leider...und man weiß, was sofort helfen wird...nämlich der nächste Schluck.

    Alles normalisiert sich wieder und man säuft meist gleich weiter.

    Mir war auch zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht klar, das ich keine Chance habe, da wieder allein rauszukommen.

    Dann kam mein körperlicher Totalzusammenbruch, ab auf Intensivstation, eine sehr schwierige Entgiftung folgte...ich hätte sie fast nicht überlebt.

    Danach kam ich nicht mehr auf Entzug, was für mich wie ein Wunder war, das kannte ich ja gar nicht mehr.

    Erst dann konnte ich meinen Weg in ein trockenes Leben starten.

    Ohne professionelle Hilfe hatte ich keine Chance!

    Vielleicht ist meine Geschichte extrem, aber auch damit bin ich nicht die einzige.

    Gespräche konnten mich sicher nicht vom Saufen abhalten, die habe ich doch auch gar nicht mehr an mich rangelassen.

    Gespräche mit angekündigten Konsequenzen hätten mich VIELLEICHT erreicht, aber die gab es so nicht.

    Vielleicht wären mir aber auch die Konsequenzen latte gewesen...ich weiß es nicht.

    Irrwitzer, ich denke, mit einem netten Gespräch kommst Du nicht weit. Sie wird alles abwiegeln, vielleicht auch Versprechen abgeben, die sie aufgrund der Sucht nicht mehr einhalten kann und das Blaue vom Himmel runter lügen.

    Da würde ich mir vorher selbst überlegen, zu was für Konsequenzen ich greifen kann und will und dabei müsste man dann auch konsequent bleiben.

    Also nicht mit irgendwas drohen, was Du nicht einhalten kannst.

    Denn dann wirst Du schnell nicht mehr ernst genommen.

    Ich hatte übrigens auch Depressionen ...kam von der Sauferei. Die verschwanden, nachdem ich nicht mehr trinken musste.

    Manchmal kommt eben die Depression durch die Sauferei und man säuft nicht nur, weil man depressiv ist. Gibt es aber sicher auch.

    LG Sunshine

    Und ich habe Angst, dass dieses Gespräch zum Katalysator wird, er sich bemühen wird, weniger/gar nxiht zu trinken doch ohne Hilfe wird/muss er scheitern, also wird der druck größer, das Verbieten sorgt ja durchaus dafür dass die Gier danach größer wird... Ja auch das ist nciht meone Verantwortung- das weiß ich und trotzdem fühlt es sich nicht so an

    Hm...das ist nicht nur nicht Deine Verantwortung, sondern das entzieht sich Deinem Einflussbereich.

    Du kannst nicht helfen, liebe Kaffeetante, Du kannst keinen anderen Menschen trocken legen, der trinken will. Dagegen bist Du einfach machtlos.

    Die Gier nach Alk wird sowieso immer größer, das ist nicht von Dir/Euch abhängig.

    Das Gespräch wird wohl eher den Katalysator haben, das er sich richtig die Breitseite verpasst...weil ihr so böse Sachen sagt, das eh nix davon stimmt, ihr völlig übertreibt und ungerecht seid...und bliblablubb...Säufergequatsche halt, da ist man immer die arme Sau, das Opfer.

    Das sind aber jetzt auch alles irgendwie Schüsse ins Blaue...man weiß nicht, wie er wirklich reagiert.

    BTW, ich kenne eine ältere Dame, die auch alkoholkrank geworden ist...schleichend...man traf sich oft mit Nachbars, es wurde Fanta-Korn gesoffen...und irgendwann auch täglich Zuhause.

    Dann wurde ihr Enkelkind geboren und ihre Tochter sagte ihr, das sie ihr das Baby nicht anvertrauen wird aufgrund des Alkoholkonsums, sie hätte einfach Angst vor Stürzen oder das sie das Baby fallen lässt.

    Sie schlug ihr außerdem vor, sie in eine SHG zu begleiten.

    Trotz aller Scham machte sie es dann so...und konnte trocken werden...und natürlich dann auch ihr Enkelkind betreuen.

    Es gibt auch solche Geschichten! Funzt aber halt nur, wenn eine Einsicht bereits da ist und das die Sauferei ansonsten auch Folgen haben wird, die richtig weh tun werden.

    Man weiß bisher nicht, wie Dein Schwiegervater reagiert...das wüsste man ja erst NACH einem Gespräch diesbezüglich.

    Alles andere sind eigentlich bisher nur Mutmaßungen von uns hier.

    LG Sunshine

    Ich sehe das wie Hartmut.

    Und manchmal muss man auch was entscheiden, was dem eigenen Mann nicht gefällt, weil er zu sehr involviert ist.

    Es ist nun mal sein Vater. Und normalerweise möchte man doch den Menschen, die man liebt nicht kränken, auch klar. Darum hat wohl auch der Bruder das Gespräch vermieden, man will sowas halt nur sehr ungern ansprechen, so suchte er nach Gegenargumenten.

    Aber hier geht es um die Sicherheit der Kinder!

    Und die geht vor Befindlichkeiten anderer.

    Wie gesagt, wir hatten eine ähnliche Situation.

    Mein damaliger Mann gehörte auch erst zu den "Abwieglern", wollte das auch nicht wahr haben, das sein Vater kein Auto mehr fahren kann.

    Ich konfrontierte ihn dann mit den Fakten.

    Und sagte ihm, entweder er spricht selbst mit seinem Vater, oder ich werde das tun und das Verbot aussprechen. Hätte ich auch gemacht, ich muss niemanden vorschieben, um nicht selbst in Ungnade zu fallen.

    LG Sunshine

    Liebe Hera,

    Hätte mir jemand gesagt, daß er/sie sich Sorgen um mich macht, hätte ich insgeheim noch blöd drüber gelacht :oops: , alles abgewiegelt, und weiter gesoffen.

    Als Einleitung könnte man das aber so sagen, wenn danach klare Worte folgen...

    hätte mein Mann mit mir nicht so klar gesprochen, wäre es bisjetzt und noch ewig so weitergegangen.


    Am Ende des Gesprächs hat er mir ein Foto unserer Kinder hingeknallt und gesagt:

    "Mach es nicht für mich, nichtmal für dich, aber die beiden haben die ganze Scheiße nicht verdient!"

    Das hat gesessen.

    Oha, das hätte bei mir auch gesessen! :(

    Und darüber hätte ich bestimmt auch nachgedacht...

    Ich glaube halt, das nette Umschreibungen nix helfen, klare Worte und Ansagen schon eher.

    Bei Dir war ja auch schon eine gewisse Einsicht da, denke ich. Dann ist man auch wieder erreichbar.

    Und wenn man dann noch bereit ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, hat man die Chance, dem Teufelskreis Sucht nochmal zu durchbrechen.

    LG Sunshine

    Wenn nämlich die Schwiegereltern sagen: Nö, ist gar nicht problematisch. Dann kann es mit dem Argument Bauchgefühl schwierig werden. Solange nicht beide Elternteile sagen: ist uns egal, wir machen das jetzt aber

    Hmmm...es kann einem ja niemand die eigenen Gefühle absprechen. Es geht auch nicht darum, Argumente zur Rechtfertigung zu finden und es handelt sich bei einem Verbot auch nicht um eine Sache, die noch diskutiert werden muss.

    Die Eltern treffen Entscheidungen für ihre Kinder, und nicht die Großeltern!

    Die Großeltern haben das zu akzeptieren und wenn nicht, ist das ihr Problem.

    Die Eltern sind für das Wohl ihrer Kinder verantwortlich und Fahrten mit alkoholisierten Fahrer am Steuer gehen einfach GAR NICHT!

    Man muss auch mal nen Hintern in der Hose haben, und Entscheidungen treffen, mit denen man sich evtl. nicht grade beliebt macht.

    Das Kindeswohl geht aber vor!

    LG Sunshine

    Wir sind igrendwie in so einer Schleife drin, wo wir nach eindeutigen Merkmalen suchen, um unsere Konsequenz zu ziehen... Dabei ist das ja keine riesige Konsequenz, es geht ja nur ums Fahren, er darf weiterhin zu uns kommen, auch verbieten wir ihm das Trinken nicht- allerdings würde ich das, wenn ich wüsste, es würde helfen, das gebe ich zu...

    Die Merkmale sind bereits mehr als eindeutig, liebe kaffeetante.

    Da braucht ihr nicht weiter zu suchen.

    Ihm das Trinken zu verbieten, wird auch nicht funktionieren. Ein nasser Alkoholiker lässt sich das keinesfalls verbieten, aggressive Trinker würden wohl sogar toben über so ein Verbot. Stille Trinker sind so auch nicht dazu zu bekommen, die Sauferei sein zu lassen, die sehen dann halt leiser zu, an den Stoff zu kommen.

    Geheime Lager sind meist bei beiden Varianten üblich, da könnte man also gar nix kontrollieren.

    Da er bei Euch wohl schlecht was horten kann bei einem Besuch, wird er wohl im Auto was haben, ich hatte immer was in meiner Handtasche.

    Das sind jetzt so die Erfahrungswerte, natürlich kann ich nicht genau sagen, wie er es macht, um den Alkspiegel zu halten.

    Will Dir damit auch nur sagen, Du/ihr habt keinen Einfluss auf sein Saufverhalten.

    Er müsste schon selbst erkennen, das er süchtig geworden ist und bereit sein, professionelle Hilfe anzunehmen.

    Ihr könnt es nur ansprechen...mehr könnt ihr leider nicht tun.

    LG Sunshine

    Hallo kaffeetante,

    ich antworte Dir mal als trockene Alkoholikerin.

    Als ich soweit war, Flachmänner bei mir zu führen, steckte ich bereits ganz tief in der Sucht.

    Dein Schwiegervater wird das tun, um nicht auf Entzug zu kommen. Ist ganz typisches Alkoholikerverhalten. Auch wenn da irgendwelche Kisten mit alkoholfreien Bier stehen, wird er woanders richtiges haben. Vielleicht hat seine Frau gemeckert und er hat das zur Tarnung gekauft und um Wogen zu glätten.

    Es gibt überhaupt keine Gründe, Likör Flachmänner bei sich zu haben, das ist eindeutig Suchtverhalten.

    kaffeetante, für Dich wird es Zeit, klare Kante zu zeigen, um Deine Kinder zu schützen. Egal, was Dein Mann oder Dein Schwager dazu sagt, denkt oder meint.

    Ich wüsste auch nicht, warum man Worte wie Sucht und Alkoholiker nicht benutzen sollte. Drum herum reden bringt ja auch nicht weiter. Man sollte nicht so tun, als bliebe alles unbemerkt

    Aber es ist andererseits auch nicht Deine Aufgabe, das so direkt anzusprechen.

    Linde hat Dir ja schon geschrieben, was Du sagen könntest. Der Grund sollte schon nicht unerwähnt bleiben.

    Und wenn dann jemand weint wie beispielsweise die Schwiegermama, dann werden das wahrscheinlich nicht die ersten Tränen sein, die sie wegen ihrem Alkoholkranken Mann weint X/

    Klare Worte, die von den Söhnen und der Frau ausgesprochen werden könnten, können einen Alkoholiker wach rütteln...aber meist ist die Sucht stärker.

    Aber es müssen auch nicht alle so tun als sei alles in bester Ordnung...man kann dem Trinker schon ganz klar sagen, das man weiß und auch sieht, was los ist.

    Aber oft ist da auch Angst vor so einem Gespräch, und der Süchtige ist leider oft auch nicht mehr erreichbar, weil er trinken WILL.

    Dann kann man nix machen. Wer trinken will, wird trinken.

    Die Kinder kann man einem aktiv Alkoholkranken Menschen allerdings nicht überlassen, da ist oft noch Restalkohol im Blut, was ja auch nicht ungefährlich ist. Oder es wurde bereits wieder nachgekippt.

    Übrigens, meinen ersten Schwiegervater mussten wir auch klar machen, das er unsere Tochter nicht mehr im Auto mitnehmen darf. Allerdings ohne Alkoholproblematik. Er fuhr mit meiner Tochter im Auto auf einen beschrankten Bahnübergang und die Schranke fiel aufs Dach, er hat die Warnzeichen nicht wahrgenommen. Das wurde aber untern Teppich gekehrt, war ja glücklicherweise nix passiert...bis meine Tochter das erwähnte. Ich fuhr ihm dann auch einmal unauffällig hinterher und er fuhr über rote Ampeln und kümmerte sich um keinerlei Verkehrsregeln. Er war dement geworden. Da gab es dann auch beleidigte Gesichter, als wir das Verbot aussprachen.

    Schwiegermutter sagte sogar noch, sie säße doch immer daneben und passe auf.

    Son Blödsinn, wie wollte sie denn im Zweifelsfall eingreifen.

    Sogar meine beiden Schwager stellten sich gegen uns, es wollte einfach keiner wahrhaben, das der Papa kein Auto mehr fahren kann.

    Später, nach weiteren Vorfällen, waren sie ganz klein mit Hut, und sie sprachen für ihre Kinder das gleiche Verbot aus.

    Manchmal will man einfach erstmal nicht sehen, was wirklich ist.

    LG Sunshine

    Hallo Hartmut,

    Ich kann das nicht so bestätigen, bei mir entstand dieser Saufdruck tatsächlich von jetzt auf gleich.

    Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch meine Selbstfürsorge bezüglich unserer Krankheit nicht vernachlässigt, im Gegenteil, ich nahm zu dem Zeitpunkt noch an meiner realen SHG aktiv teil...zusätzlich zu unserer SHG.

    Alte Gewohnheiten hatte ich auch nicht angenommen.

    Es sei denn, dazu zählt ein heruntergelassenes Autofenster bei Sonnenschein und Musik. ;)

    Wäre es anders gewesen, würde ich das hier auch schreiben, aber es war nicht so.

    LG Sunshine

    So sehe ich das auch, Hanseat.

    Und habe es auch selbst so erlebt. Mein Suchtberater war sehr kompetent und auch hilfreich.

    Als ich beim Neurologen wegen meiner Polyneuropathie war, ergab sich auch dort ein sehr gutes und interessantes Gespräch bezüglich meiner Alkoholkrankheit, womit ich so gar nicht gerechnet hatte.

    Ich hatte das Glück, auf 2 wirklich kompetente Leute zu treffen.

    Nur leider lese ich hier immer wieder mal, daß das auch ganz anders laufen kann... X/

    Sollte eigentlich nicht so sein!

    Und wenn doch, bitte nicht gleich aufgeben, sondern anderweitig nach kompetenter Hilfe suchen!

    LG Sunshine

    Hallo Petra,

    Ich finde diese Ablehnung der Therapeutin richtig und auch ehrlich. Respekt!

    Man muss einfach bedenken, daß Therapeuten auch ganz normale Menschen sind.

    Und somit auch wirklich in einen Neutralitäts/Interessenkonflikt geraten können.

    Erwähnenswert finde ich auch, daß der Begriff Therapeut nicht geschützt ist, im Grunde kann sich jeder so nennen.

    Psychologe ist wieder ne andere Sache...und ich glaube, zum Psychotherapeuten braucht man auch ne spezielle Ausbildung.

    Von daher sage ich es mal so, wie meine erste Schwiegermutter es wohl nennen würde:

    "trau, schau, wem"

    Erstmal sich über die Qualifikation informieren, das wird ja wohl erlaubt sein, ehe man sich anvertraut.

    Es wird keinem CO helfen, wenn der Berater, Therapeut whatever nur Wissen über Stoffliche Süchte hat, denke ich mal.

    MaBees Suchtberater scheint ja mehr Interesse am ihrem XY zu haben als an ihr, so kommt mir beinahe vor.

    Oder will der eine Art Paarberatung machen?

    Dann würde ich allerdings als erstes nachfragen, welche Qualifikationen er in diesem Bereich hat!

    In nett und freundlich...solche Nachfragen müssen einfach erlaubt sein,

    Die zweite Frage wäre dann, ob man überhaupt eine Paarberatung möchte?

    Ich halte es für zielführender, erstmal ne Einzeltherapie zu machen...und mit einem nassen Alkoholiker eine Paartherapie anzustreben ist ja auch komplett sinnlos, was sollte dabei schon positives rauskommen?

    Jeder sollte doch erstmal für sich "trocken" werden, oder?

    Gerne auch mit therapeutischer Unterstützung.

    DANACH könnte man dann mal über ne Paartherapie nachdenken, wenn nötig.

    Denn nur allein nicht mehr zu saufen, wird nicht ausreichen...da muss normalerweise erheblich mehr aufgearbeitet werden.

    Ich spreche da natürlich auch aus eigener Erfahrung als Alkoholikerin, es war nicht gleich alles wieder gut, nur weil ich nicht mehr saufen musste.

    Es gab viele Gespräche mit meinem Mann, auch eine 2jährige Trennung, ein wieder aufeinander zugehen, und sich letztendlich noch einmal neu füreinander zu entscheiden.

    Unsere Beziehung ist heute eine andere...obwohl wir auch immer noch die Menschen sind die wir immer waren, im innersten...

    Ich muss dazu sagen, mein Mann ist kein CO gewesen und psychisch relativ robust. Der hat bestimmte Aggressionen von meiner Seite aus gar nicht so an sich ran gelassen. Er hat mit mir nicht gesprochen, wenn ich besoffen war und sich notfalls auch einfach weggeschlossen.

    Er hat da eindeutige Grenzen gezogen und auch nie für mich gelogen oder irgendwo mein Verhalten entschuldigt oder so.

    Hätte ich das verlangt, hätte er mir einfach nen Vogel gezeigt.

    Trotzdem mussten wir erst wieder zueinander finden...und das hat nicht Wochen gedauert, eher Jahre.

    Ich stelle mir das Ganze auch noch schwieriger vor, wenn der eine säuft und der andere CO ist.

    Da hat doch meiner Meinung nach ne Paartherapie erstmal gar nix zu suchen, sondern jeder müsste doch erstmal an sich selbst arbeiten, um die eigene Abhängigkeit zu stoppen.

    Danach kann man dann mal weiter schauen...

    Das sind jetzt mal so meine Gedanken dazu, ich kann damit natürlich auch falsch liegen, denn ich habe persönlich keine Erfahrungen mit Psychotherapeuten.

    Nur mit der Suchtberatung meines ehemaligen Arbeitgebers und meinem Neurologen, der aber auch über eine psychologische Ausbildung verfügt.

    Diese sehr guten Gespräche haben mir eigentlich gereicht.

    Und ich habe hier ja außerdem meine SHG :)

    LG Sunshine

    jedoch: An den meisten Tagen nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, an einem strahlend blauen Sommertag, an dem alles perfekt läuft, einfach aus dem Nichts überfallartig wieder zu saufen.

    Und genau DA hat mich der Suchtdruck das letzte mal gepackt...ist allerdings schon Jahre her...

    Ich war auf einem beruflich sehr fordernden Lehrgang, und endlich war Freitag!

    Ich stieg in mein Auto, strahlender Sonnenschein, alle Scheiben runter, Radio an, es lief ein alter Song...uuund Wochenende!

    Promt hatte ich von jetzt auf gleich Saufdruck! Absolut nicht damit gerechnet. =O

    Was habe ich gemacht?

    Ich bin weder zum Wochenendeinkauf in den Supermarkt noch bin ich gleich nach Hause gefahren. Ich fuhr stattdessen in den nächsten Möbelmarkt und kaufte mir Bilderrahmen, die ich eh brauchte.

    Raus aus der Situation...schnell was anderes machen in einem sicheren Umfeld.

    Der Saufdruck verging und alles war wieder gut.

    LG Sunshine

    Liebe MaBee,

    Leider ist es so, daß nicht jeder Suchtberater in Sachen CO-Abhängigkeit kompetent ist, mitunter sind die mit dem Thema sogar kaum vertraut.

    Ich spreche da aus Erfahrung, einem guten Freund von mir wurde vorgeschlagen, als Suchberater zu arbeiten, als er arbeitslos war. Ein abgebrochenes sozialpädagogisches Studium reichte wohl als Qualifikation, dazu bisschen Schulung...frag mich nicht, wie das da gelaufen ist.

    Er hat keine große Ahnung von CO-Abhängigkeit, sein Wissen bezieht sich eher auf stoffliche Abhängigkeit.

    Wie ich gesehen habe, kann man eine Suchtberater Ausbildung auch bereits online machen.

    Hmmm...

    Dieser Suchtberater, bei dem Du warst, scheint ebenfalls keinen großen Plan von CO-Abhängigkeit zu haben. Also ist es schlichtweg der falsche für Dich.

    Sein Interesse für Deinen XY scheint mir auch merkwürdig, Du bist doch wegen Dir dort hingegangen oder nicht? Um Dich beraten zu können braucht er doch nicht den XY?

    Oder MaBee, hast Du wirklich neue Hoffnung geschöpft?

    Und war es wie eine Erleichterung, das Du nun sozusagen einen offiziellen Anlaß hattest, Deinen XY wieder zu kontaktieren?

    Das ist dann so wie ne Art Suchtdruck, den man verspürt und loswerden will, und ein Kontakt mit dem Suchtmittel verschafft kurzzeitig Linderung.

    Vielleicht musst Du wirklich noch ein oder mehrere Runden drehen, ich weiß es nicht.

    Mir kommt es so vor, als steckst Du in einem Rückfall.

    Das blöde ist, es verlängert nur das Leid in den allermeisten Fällen.

    Du kannst noch aus dem Rückfall aussteigen, indem Du nun alles ruhen lässt, keinen gemeinsamen Termin bei diesem merkwürdigen Suchtberater ausmacht und weiter Deinen Weg gehst. Und das gerne auch mit professioneller Hilfe, aber bitte nur mit Therapeuten die sich wirklich mit dem Thema CO-Abhängigkeit auskennen.

    Dein XY weiß ja nun, wo ER Hilfe finden kann. Soll er da nen Termin machen, falls er wirklich interessiert ist.

    Er hätte aber auch ohne Dich und dem Suchtberater rausfinden können, wo man Hilfe bekommt, dazu reichen 2 Klicks im Internet.

    Ich wünsche Dir wirklich, daß Du nicht noch weitere Runden drehen musst.

    Und ich finde auch Deine Offenheit hier bewundernswert.

    LG Sunshine

    Zu Deinem letzten Beitrag:

    Ich gratuliere zu Deiner Wunderheilung innerhalb von 10 Tagen!

    Dir geht es blendend, und falls es doch kippen sollte, fährst Du in die Klinik.

    Weil, da wartet man auch nur auf Dich...komisch, andere haben da wohl weniger Glück.

    Mensch, an Dir sollte man sich ein Beispiel nehmen...was für Lappen, die sich mit Saufdruck rumquälen...sich mit ihren ambivalent Gefühlen auseinandersetzen müssen, sich überlegen, wem sie sich outen möchten und wem nicht und denen es körperlich nicht so blendend geht wie Dir!

    Schaut euch Jean an, der weiß, wie der Hase läuft.

    Und das alles nach 10 Tagen!

    Erstaunlich.

    Hallo Jean,

    Nach 9 Tagen ist niemand trocken, sagen wir mal, Du bist seit 9 Tagen abstinent.

    Aber ich denke, Du hast Dich hier nicht wegen Deiner Alkoholproblematik angemeldet.

    Du möchtest lieber im Forum rumschwirren und allen Deine Beratungen mit psychologisch- therapeutisch Ansätzen zukommen lassen.

    Und da meintest Du wohl, hier eine Plattform gefunden zu haben.

    Nu läuft das aber nicht so wie gedacht, und es gibt Gegenwind...tja

    Mir ist auch unangenehm aufgefallen, daß Du bei anderen sehr eindringlich schreibst.

    Ist es Dir wichtig, Einfluss auf andere Menschen nehmen zu können?

    MadMax hast Du den Vorschlag gemacht, ob er vielleicht in Briefform alle seine innersten Gefühle aufschreiben sollte und zwar hier im Forum.

    Aha...soll er sich noch nackiger machen als eh schon?

    Mir scheint da eher Deine persönliche Neugier hinter zu stecken und die Hoffnung, noch mehr Potential für Deine Beratungen zu finden.

    Dir wurde nun hier schon x mal geschrieben, daß Du erstmal bei Dir bleiben sollst.

    Entweder hast Du nicht begriffen, was damit gemeint ist oder es is Dir einfach nur latte...

    Dein "erstmal still mitlesen" hat gerade mal einen Tag gedauert...und schon begannen wieder Deine Beratungen bei anderen.

    Zu Deiner eigenen Alkoholproblematik, falls überhaupt vorhanden, liest man wenig.

    Alles läuft easy bei Dir, Du hast sofort alle Ratschläge umgesetzt und blablabla...

    Wenn das so ist, dann ist ja alles gut.

    Nur glaube ich persönlich nicht dran, mir kommt einiges einfach zu merkwürdig vor.

    Wie gesagt, ich denke nicht, das Du für Dich hier hergekommen bist.

    Denn Dein Verhalten hier spricht dem komplett entgegen.

    Also, falls Du es immer noch nicht begriffen hast, wir hier sind kein Übungsmaterial für Deine psycho- Beratungen, und stehen auch nicht für die Auslebung (D)eines Helfersyndroms zur Verfügung.

    Kümmere Dich um Deine eigene Problematik und Du brauchst hier auch keine Deals vorzuschlagen oder schnippisch zu werden, Dir wurden hier eindeutige Ansagen aus der Forenleitung gemacht, und das hat seine Gründe, die in DEINEM VERHALTEN hier begründet liegen.

    Gruß Sunshine