Beiträge von Carl Friedrich

    Ich ziehe mich mal für ein paar Tage in südliche Gefilde zurück. Ein Ferienhäuschen mit SV und kein AI-Saufschuppen, in die es ja immer wieder Neulinge hier im Forum zieht, weil es da ja früher immer so schön feucht-fröhlich war, als rund um die Uhr Druckbetankung angesagt war. Dazu noch ein paar trinkfeste Mitreisende im Gepäck und schon hat das Suchtgedächt Gelegenheit, vor lauter Freude Kapriolen zu schlagen.

    Jeder ist halt seines eigenen Glückes Schmied und sei es, dass -wie in so Fällen standartmäßig üblich- die eigenen Fähigkeiten massiv über- und die Gefahren der Sucht ebenso unterschätzt werden.

    Macht's gut, bis in ein paar Wochen.

    Ich werde nie mehr Alk trinken.

    Ich habe es mal hierher gezogen.


    Eine mutige Ansage. ich traue mich das nicht. Ich kann nicht sicher ausschließen, jemals wieder zu trinken.


    Ich mache jedoch alles in meiner Macht stehende, damit es nicht soweit kommt. Und genau deshalb bin ich hier, seit über 11 Jahren unfallfrei unterwegs.


    Meine Sucht steckt tief in mir drin, sie ist komatisiert, aber sie ist noch da und geht nie mehr weg.


    Alles Gute

    Beim Gassigehen im Wald merkte ich wie Gedanken ans Trinken aufkamen. Vor 1 1/2 Jahren wäre ich den ganzen Abend rauchend und trinkend auf der Terrasse gesessen und hätte die "Gelegenheit ausgenutzt"

    Das war ein dezenter Gruß vom Suchtgedächtnis. Es ist noch da und wird niemals so ganz weg sein.


    In den ersten Jahren kamen mir Trinkgedanken, wenn ich in Situationen kam, die früher eng mit dem Trinken verbunden waren. Diese Verknüpfung musste erst gelöst werden. Hatte ich mich im Vorfeld darauf vorbereitet, blieb anschließend zumeist alles ruhig

    Wir diskutieren in unserem Forum nicht über „kontrolliertes Trinken“.

    Wer kontrollieren kann, hat keinen Kontrollverlust. Letzteres ist das Kennzeichen des Alkoholismus. Alles klar?

    Fazit: Das KT eignet sich allenfalls für Leute, die zu viel, jedoch noch nicht abhängig trinken, die noch vor(!) dem Kippunkt zum Alkoholismus stehen. Die sich hier austauschenden User haben diesen Punkt schon lange(!) hinter sich.

    Ob mir so ein Programm vor ca. 25 Jahren etwas gebracht hätte, weiß ich nicht und ich werde es auch nie erfahren. Ich bin zufrieden wie es jetzt ist. Mir fehlt nichts, erst recht kein Alkohol.

    Meinen Führerschein habe ich gestern für die 30 Tage Sperre an die zuständige Behörde per Post versendet

    Lass es Dir als Mahnung dienen, dann hat die Maßnahme ihren Zweck erfüllt. Es ist zwar ärgerlich und auch mal beschwerlich, die Karre stehen lassen zu müssen. Hättest Du damals mehr getankt, wärst Du nicht mit 1 Monat davon gekommen. Von daher Glück im Unglück gehabt, den Monat, vor allem mit Urlaub, bekommst Du zügig herum.

    Viel Spaß und Freude in Rom. Sollten mal Trinkgedanken oder gar Suchtdruck aufkommen, zögere nicht, Dich hier zeitnah einzubringen. Allein das Aufrufen dieser Seite und das Mitteilen nimmt schon mal Druck aus dem Kessel.

    Mein Glückwunsch zum 3-jährigen.

    Warum sprichst Du noch vom Teufel? Solche Beschreibungen nach mehreren Jahren sind zumindest ungewöhnlich.

    Ich sehe es wie folgt: Der Alkohol ist völlig passiv, er tut mir absolut nichts, sofern ich mich nicht aktiv auf ihn zubewege und ihn mir selbst einflöße. Von daher ist er für mich kein Teufel, sondern einfach nur ein Zell- und Nervengift, das ich viel zu lange konsumiert habe und das ich schon seit Jahren komplett links liegen lasse.


    Weiterhin alles Gute

    Hallo!


    Die Befürchtung vor Repressalien von Versicherungen, Krankenkassen und Ärzten ist so allgemein nicht zutreffend.

    Das Problem mit so manchem Arzt ist schlichtweg, dass sie sich selbst auf dem Gebiet der Sucht nicht gut auskennen.

    Beim beabsichtigten Abschluss neuer privater Lebens-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherungen kann es zumindest Nachfragen geben.

    Deiner Krankenkasse ist es schlicht egal, die haben Tausende von Mitgliedern, darunter auch andere Alkis.

    Wen Du alles einweihst, entscheidest allein Du. ich habe den Kreis der Informierten sehr klein gehalten, andere verfahren insoweit deutlich großzügiger. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen, ein Patentrezept gibt es m.E. nicht .


    Du arbeitest zur Zeit nicht, da hast Du schon mal insoweit einen Vorteil, was den Kollegen ggf. zu erzählen ist, insbesondere, wenn jemand, der nie ins Glas spuckte, plötzlich nur noch sein Wasser schlürft.

    Lies Dich hier im Forum ein, studiere die Grundbausteine, drucke sie ggf. aus und häng sie z.B. an den Kühlschrank, dass Du sie oft ganz konkret im Blick hast.


    Hier findest Du reichlich praktische und auch tatsächlich funktionierende Vorschläge. Sie sind alle kein Hexen- oder Wunderwerk, sondern haben sich oftmals bewährt.

    Ich wünsche alles Gute.

    Sind es wirklich die Jahreszeiten und deren typische Getränke, die triggern? Ist es nicht eher die Sucht, die nach ihrem flüssigen Futter verlangt?


    Ich habe rund ums Jahr gesoffen, die jeweiligen Gepflogenheiten waren mir wurscht, Hauptsache ich bekam den Stoff. Dann habe ich auch mal zum Warmtrinken zu einem Glühwein, Federweißer, Longdrink, Prosecco oder einem Glas Wein bzw. was es da noch so alles gab, gegriffen, um anschließend auf meinen Stoff umzuschalten und mit dem weiter zu trinken.

    Es war nur die Sucht, nicht mehr und nicht weniger. Mit dem Rest wie Zwiebelkuchen habe ich mir nur einen vorgemacht, es ging nur ums Saufen. Denn ich war süchtig und musste trinken. Um so besser, wenn ich dies mit Essen kaschieren und anderen sowie mir einen vorgaukeln konnte, damit der Suff vermeintlich nicht auffällt.

    Ich will weder in einer Entzugsanstalt landen, noch am Saufen sterben!

    So ging es mir seinerzeit auch. Ist gar nicht so schwer: Setz die Grunbausteine um und befasse Dich mit Deinem Problem, z.B. duch den regelmäßien Austausch hier.


    Allein das nahezu tägliche Aufrufen der Hompage spiegelt mir automatisch mein Problem, so dass es für mich nicht verblasst und womöglich in den Hintergrund tritt. Denn das wäre fatal und das Einfallstor für die Sucht, mal wieder einen neuen Anlauf zu wagen, mich an die Flasche zu bringen.

    Werde neuen Job suchen müssen.

    Aber ich bin es endlich angegangen, habe es angesprochen und gesehen, dass ich mit meinem Problem nicht durchkomme.

    Wer weiß, wofür es gut ist. Schließt sich die eine Tür, öffnet sich womöglich ein anderes Türchen.


    Alles kein Grund zum Saufen. Nüchtern lässt sich so ein Jobwechsel besser und erfolgreicher angehen, sofern es wirklich dazu kommen sollte und heute nicht erst mal "Dampf ablassen" angesagt war.

    Ich war eine Frustdrinkerin.

    Aha, und gute Laune und Erfolge wurden wohl ausschließlich mit Wasser begossen?:)

    Das klingt mir etwas nach Ausrede. So habe ich auch mal anfangs gedacht, um mir meine Sicht schön zu reden und zu denken. War ein Fehler. Ich habe immer gesoffen, den Frust runtergespült und die Erfolge gefeiert.


    Nicht der äußere Anlass war entscheident, sondern meine innere Sucht. Sie schrie nach ihrem Tribut und musste bedient werden.

    Du hast schon mal gute Startvoraussetzungen. Das ist allerdings kein Selbstläufer, nur weil die Ausgangslage günstig erscheint. Aber es erleichtert den Ausstieg ungemein. Da gibt's hier im Forumganz andere Beispiele, insbesondere von Partnern, die einem einen vortrinken.


    Wird denn auf der Arbeit getrunken, z.B. Feierabendbier? Dann brauchst Du eine vernünftige Erklärung, warum Du nicht mehr mit von der Partie bist.

    Hallo und willkommen.


    Dieses Forum ist ei bunter Quell an Informationen, wie der Ausstieg aus der Droge Alkohol gelingen kann.


    Allerdings gilt es in den ersten Monaten erst mal festen Boden unter die Füße zu bekommen. Dazu passt Folgendes sicherlich nicht.

    Ich war sogar mit meiner Frau, die keinen Alkohol trinkt, gestern bei einer Gartenparty und konnte zum ersten Mal so ein Fest nüchtern erleben, was sehr interessant war, da einfach jeder dort Alkohol konsumierte.

    So eine Veranstaltung, bei der viele heftig bechern, kann einen Anfänger überfordern, da das Suchtgedächtnis enorm getriggert wird.

    Auch kann so etwas nachwirken. Auf dem event ist es erst mal scheinbar harmlos, anschließend kann dennoch enormer Suchtdruck aufkommen.


    Daher empfehlen viele hier, an so was bis auf Weiteres nicht mehr teilzunehmen.

    Deine Frau trinkt keinen Alk, welch ein Segen, auch für Dich. So hast Du eine weitere Stütze.

    Hast Du noch Alkohol im Haus?

    Das mit dem Belohnungstrinken hat bei mir immer prima geklappt, die Stimmung war halt wesentlich besser als beim Frusttrinken. Aber egal welcher Anlass, ich habe immer gesoffen. Einen wirklich äußeren Anlaß benötigte ich nicht, denn der saß bereits tief in mir drin, nämlich meine Sucht.


    Bei Suchtdruck rate ich, sofern umsetzbar, einen sofortigen Ortswechsel an. Eine neue Umgebung setzt gleich neue Reize, das lenkt ab. Wenn das noch mir Dingen verbunden ist, die Freude bereiten, verschwindet der Druck umso schneller.


    Also alles richtig gemacht.

    Traum gehabt, in dem ich Trinke

    Das kam und kommt bei mir öfter vor. Kein Grund zur Sorge. In Träumen wird halt ein Stück weit das eigene Leben verarbeitet. Ich habe viel gesoffen, warum sollte mein Hirn das plötzlich komplett ausblenden.

    Vom Tabak träume ich nicht

    Kenne ich, dürfte bei Dir noch kommen.

    Miss dem Ganzen bloß keine negative Bedeutung bei. Das wäre ein Fehler.


    Ich sehe es als kleinen Fingerzeig, dass da noch was ist, nämlich die Krankheit. Von all dem gesunden Leben könnte ich mich sonst noch für geheilt halten. ;) Nee, kleiner Scherz.


    Aber so ein gelegentlicher Anstubser kann mir nicht schaden, sei es in Träumen oder durch einen der selten gewordenen Trinkgedanken.


    Ich komme damit gut klar.

    Ich bin wohl ein paar Jährchen älter und habe seinerzeit viel Sport getrieben, u.a. viel gelaufen. Da habe ich mir eine fiese Arthrose am Sprunggelenk eingehandelt. Bin froh, wenn ich halbwegs schmerzfrei gehen kann, was nicht täglich der Fall ist.

    An Ballsportarten oder Sport mit raschen Richtungswechselns ist da nicht zu denken. Geht nicht mehr.


    Daher kommt mein sehr offenes Auge für gelenkschonendes Verhalten und wenn bei mir Warnsignale angehen.

    Kleines Beispiel. Ich bin jetzt über 11 jahre clean. Dennoch nehme ich nicht an unserer Abteilungsweihnachtsfeier teil, die seit 2 Jahren aufgrund der guten Küche stets in einem bestimmten Brauhaus stattfindet.

    Der Einwand, mit der Abteilung habe man jeden Tag zu tun, zieht bei mir nicht. Ein Brauhaus ist für mich der falsche Ort. Ich saß mal im Außenbereich eines solches Ladens bei einer Apfelschorle. Die Toiletten befanden sich drinnen. Ich musste an den Braukesseln vorbei, das löste sogleich ein mulmiges Gefühl bei mir aus. So was brauche ich nicht mehr.


    In ein normales Restaurant gehe ich selbstverständlich, jedoch nicht mit trinkfreudigen Tischpartnern zusammen.