Beiträge von Carl Friedrich

    Sieh es doch mal so: Dein Dorf kennt Dich doch die ganzen letzten Jahre nur als Nichttrinker. Das ist doch nichts Neues für die.


    Das wahre Motiv wurde jetzt nur nachgeliefert. Wirklich "neu" und damit interessant wäre es doch nur, wenn Du bis gestern gesoffen und heute verkündet worden wäre, dass ab sofort Schluss sei.

    Also Kopf hoch, es wird glimpflich ausgehen.

    Die besagte Dame wäre für mich ab sofort "gestorben", aber das ist ein anderes Thema.

    Dies z.K.

    Glückwunsch, Du hast die ersten Schritte schon mal geschafft. Lass viele weitere folgen.


    Und Augen auf in der Weihnachtszeit. Da ist der Alkohol leider viel zu often präsent.

    Wenn es anfängt zu ruckeln, unbedingt hier zeitnah Rückmeldung geben. Hier ist fast immer jemand erreichbar.

    War noch mal schnell in der Stadt was erledigen und habe beiläufig in den Vorraum eines Getränkemarktes geschaut. Bierpreise (die Sonderangebote für sog. Premiummarken Pils) wie vor 10 Jahren, der Kasten 20 x0,5l für 10.99 zzgl. Pfand. Die Dumpingpreise sprechen für sich und bestätigen die zitierte Publikation. Das Zeug ist viel zu billig.

    Und Steuern sind da auch noch drauf, u.a. 19% MWSt.

    du musst nicht von dir auf andere schliessen. eigenverantwortung ist ein begriff?

    Aha, da fühlt sich jemand "angefasst". Ich habe aus freien Stücken vor ca. 14 Jahren, die Qualmerei ad acta gelegt, da hat mich niemand zu gezwungen. Ich hatte es einfach satt.


    Beim Suff gab es anfangs dezenten Druck der Familie, aber auch dieser Druck hat gefruchtet.

    allen ihre lebensweise überhelfen wollen... nee danke Carl Friedrich

    Ich stülpe niemand irgendetwas über. Ich habe im Gegensatz zu Dir wenigstens sachlich einen Lösungsansatz aufgezeigt, Du hast die Ebene der Sachlichkeit schnell verlassen und bist sogleich persönlich geworden.:wink:

    überall rauchen halt ich für ein gerücht.

    Nur mal nachmittags mit offenen Augen und Nase durch die Innenstadt laufen reicht schon.

    So, dann hoffe ich mal auf steigende Drogenpreise, auch wenn es hier nicht jedem gefällt.

    Da stolpere ich über eine Veröffentlichung des Public-Helth-Index des AOK Bundesverbandes in Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszemtrum:

    Deutschland macht zu wenig gegen Alkohol- und Tabakkonsum. In anderen Ländern kostet Alkohol mehr, Hersteller zahlen Abgaben auf gesüßte Lebensmittel.

    Kritik: Alkohol ist rund um die Uhr verfügbar und vergleichsweise günstig. Es gibt begleitetes Trinken ab 14 Jahren.

    Da der Nachwuchs bereits etwas älter als 14 J. ist, spielt die Altersfrage bei uns keine Rolle. Was mir jedoch auffällt: Ich lebe jetzt seit mehr als 10 Jahren alkoholfrei und der Stoff ist in der ganzen Dekade nicht teurer geworden. Gehe ich in den Getränkemarkt, nehme ich ab- und an die Bierangebote optisch wahr. Kein Unterschied zu früher. Wo ist die Inflation geblieben? Nicht bei Bier und Schnaps.

    Tabak: Eine weitere Baustelle, es darf an viel zu vielen Stellen gequalmt werden. Das geht auch besser.

    Gesüßte Lebensmittel: Warum gibt es keine Zuckerampel auf Lebensmitteln, da kann der Verbraucher sofort sehen, was z.B. Cola für ein Dreck ist.

    Was könnte getan werden? Steuern rauf. Auf Alk und Tabak erst mal verzehnfachen und dann jedes Jahr ggf. nachsteuern. Der Deutsche wird bekanntlich nur über den Geldbeutel erzogen.


    Leider wird es so nicht kommen, dafür ist die einschlägige Lobby viel zu stark.

    Na ja, mir soll es egal sein, ich konsumiere und kaufe das Zeug nicht.

    Für mich gibt es einen Unterschied zwischen Abstinenz und Trockenheit.

    Für mich nicht.

    Ich mag den Begriff "trocken" nicht und verwende ihn daher nur sehr selten.


    Übrigens: Trocken bin ich, seit ich nicht mehr in die Windeln mache und nass bin ich unter der Dusche oder im Wasser. ;)

    Ich weiß, dass diese Ansicht hier nicht jedem gefällt, aber wir sind zum Glück verschieden. Alles andere wäre viel zu langweilig, zumindest für mich.

    Ich finde auch den Tipp alkoholfreien Punsch zu trinken gar nicht gut. Sag ich mal ganz ehrlich hier.

    Dieser Gedanke fühlt sich für mich an wie, ich will den Schein, dass ich Alkohol trinke aufrechterhalten. Außerdem kann es granatenmäßig triggern.

    Ich habe das Zeug 2-3 mal probiert. Es ist nicht meins. Getriggert hat es nicht, ein gescheiter Früchtetee wäre und ist mir lieber. Und da es den an den Buden zumeist nicht gibt, schlage ich dort nicht auf.

    Falls mich ein Neuling fragt, ob er den alkfreien Punsch trinken könne, rate ich zum Vorschlag von Alex und sage: "Finger weg."

    Das macht mich wütend ja.

    Das ist der Punkt. Du bist wütend, weil Du diese schlecht beleumundete Krankheit hast.

    Diese Wutphase gilt es zu durchschreiten, sie dauert nicht ewig an, sondern vergeht mit der Zeit. Die Zeit solltest Du Dir nehmen und auch geben.

    Übrigens, die Krankheit geht nie mehr weg, sie bleibt für immer, auch wenn Du noch so "sauer" bist. Ich habe meinen Frieden mit ihr gemacht.

    Ansonsten befasse Dich mit Dingen, die Dir Freude machen. Und power Dich mal körperlich aus. Geh irgendwo trainieren, im Fitnesstudio oder zieh die Laufschuhe an und laufe oder nimm das Fahrrad und kurbel ordentlich, jedoch nicht gen nächster Tränke.

    Denk mal darüber nach, in den nächsten Wochen bis nach Neujahr auf solche Restaurantbesuche und Veranstaltungen zu verzichten. Deine Denke ist noch schwer alkohollastig. Du scannst alles ab und spornst Dein Suchtgedächtnis förmlich an, Dich zu piesacken.


    Warum der Rat? Mein Eindruck von meinen Restaurantbesuchen ist, dass momentan dank Weihnachtsessen und -feiern die Lokale besondersgut ausgelastet sind und dort mehr als sonst getrunken wird. Mich lässt es nach all den Jahren kalt, ich bekomme es nur beiläufig mit, wenn wir ausgehen.

    Ein Neuling mit seiner alkoholfixierten Denke wird da ganz anders provoziert, siehe Dein Anstarren anderer Personen, die etwas trinken.

    Setz andere Prioritäten: Deine Abstinenz an erste Stelle und die ist auch nicht verhandelbar. Alles andere gibt sich dann mit der Zeit. Und genau die benötigt das Reifen der Abstinenz und Du wärst gut beraten, sie auch Dir zuzugestehen.

    Vielleicht ist genau das das, was ich lernen muss: mir vorübergehend einzugestehen, dass ich darauf temporär "verzichten" muss, weil ich die Abstinenz an erste Stelle setze. Langfristig möchte ich natürlich wieder auf Konzerte und ins Stadion gehen können. Aber dafür ist es einfach noch zu frisch. So denke ich heute darüber, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe.

    Früher bin ich auch öfter im Stadion gewesen. Seit ich nüchtern durch die Gegend laufe, nicht mehr. Warum? Ich fühle mich da nicht mehr hingezogen. Mein Blickwinkel und meine Sichtweise auf viele Dinge im Leben haben sich nicht nur durch mein voranschreitendes Alter, sondern vor allem durch meine Abstinenz enorm verändert. Fußball kommt da nur noch am Rande vor, dafür reicht mir dann TV.


    Schlaf 'ne Nacht und schau mal, wie es morgen für Dich ausschaut.

    Wen Du alles informierst, ist Dir überlassen. Dafür gibt es keine Patentrezepte. Die einen binden es halt vielen auf die Nase, die anderen, zu denen ich gehöre, haben den Kreis der Informierten bewusst sehr eng gehalten. Ich fahre mit meinem Kurs gut und behalte ihn bei.

    Mir ist der Ausstieg aus dem aktiven Teil der Sucht erst gelungen, als ich bereit war, meine Gesundheit und somit meine Abstinenz an erste Stelle zu setzen und ihr alles andere unterzuordnen.

    Karten für ein Konzert oder Fußballspiel sind demgegenüber minder bedeutsam.

    Wäge wohl ab, was Dir wichtiger ist, das Gegröle von irgendwelchen Suffköppen oder Deine Gesundheit und damit Dein Leben.

    Also ich weiß, wie ich mich in so Situationen entscheide. Da muss ich gar nicht erst nachdenken.

    Und das ist genau der Grund, warum bestimmte Leute hier im Forum seit vielen Jahren unfallfrei unterwegs sind. Das nennt sich Risikominimierung.

    Ich wünsche Dir die nötige Erkenntnis, die richtige Entscheidung zu treffen.

    Hallo!


    Wie schaut es mit körperlichen oder gar sportlichen Aktivitäten aus, die Dich fordern und Dich abends müde werden lassen? ich denke da ans Fitnesstudio oder ein paar Runden laufen, gehen oder Radfahren.

    Dazu gesunde Ernährung, ab einer gewissen Uhrzeit am Nachmittag kein Koffein mehr, das hat bei mir den Schlaf ruckzuck reguliert.

    In den ersten Monaten nach Wegstellen der Flasche ist das Hirn und somit die eigene Denke noch alkoholfixiert. Daher wird der Alkohol, insbesondere der, den andere trinken, schnell erfasst. Zu Beginn wanderten meine Augen beim eines Cafes herum und erfassten sogleich, wer Alkohol auf dem Tisch stehen hatte. Dies als kleines Beispiel.


    Der Körper ist recht entgifet, aber mit dem Oberstübchen dauert es halt etwas länger, bis das alkoholfixierte Denken sich auflöst. Auch bei mir dauerte es eine Weile.


    Wir waren gestern Abend aus essen. Beim Betreten des Lokals habe ich nach unserem Tisch Ausschau gehalten und nicht nach den Getränken anderer Leute, weil deren Getränke mich einfach nicht mehr interessieren.


    Nicht umsonst heißt es häufig, so auch hier im Forum, das erste Jahr ist am schwersten. Anschließend hast Du alle Herausforderungen eines Jahres gemeistert und weist, wie Du Dich wann und wo zu verhalten und zu bewegen hast.

    Gib Dir die nötige Zeit, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es sind vor allem Geduld und Ausdauer gefragt.


    Viel Erfolg

    Ich trinke nach wie vor Kaffee, 4-5 Tassen pro Tag. Das war in den ersten Jahren der Abstinenz mehr, bis es sich jetzt auf dem Niveau eingependelt hat. Ich trinke ihn ausgesprochen gern und sehe mich als Genusstrinker.

    Ich habe schon mehrfach, auch in diesem Forum, davon gelesen, dass dieser Spruch 'Rückfälle gehören dazu' offenbar in der Therapie Anwendung findet

    Nein, in meiner Therapie nicht und die Langjährigen hier schwadronieren so einen "Blödsinn" auch nicht.


    Was mir in all den Jahren, die ich jetzt dabei bin immer wieder auffällt: Hat der Rückfällige überhaupt jemals rückhaltlos zu seiner Abstinenz gestanden, ohne dass irgendwo im Innersten seines Hirns noch der Gedanke herumspukte, "irgendwann gehe vielleicht doch noch mal was mit dem Alk"? Ich nenne es den geheimen Trinkvorbehalt. Ist der Gedanke noch da, dann ist es logisch, dass Gelaber wie "Rückfälle gehören dazu" das Suchthirn beflügeln, irgendwann in der Zukunft wieder zuzulangen.

    Es gilt, sich von diesem späteren Trinkgedanken zu verabschieden. Es hat mich mehrere Monate gekostet, bis ich so weit war, diesen späteren Trinkvorbehalt über Bord werfen zu können. Anschließend galt es, ihn ja nicht wieder an Bord der Abstinenz klettern zu lassen. Letzteres gilt für Rückfällige, die nach vielen Jahren plötzlich dachten, sie könnten doch noch mal was probieren, da sie nach der langen Zeit geheilt seinen. Das ist fatal.

    Das Suchtgedächtnis ist für immer da, denn es ist leider in einem Teil des Hirns verankert, in dem die Automatismen wie Gehen, Laufen, Schwimmen oder Fahrrad fahren abgespeichert sind. Das dahin darbende Suchtgedächtnis samt Sucht warten nur auf eine Befeuchtung, um wieder ihre tödliche Frucht gedeien und wachsen zu lassen. Denn die Sucht will nur eins, uns wieder an die Flasche bringen. Die Sucht geht niemals weg.

    Als ich mir darüber im Klaren war, hatte ich es einfacher.

    Apropos Bücher: Ich habe einige gelesen, sowohl aus Therapeuten- als auch Betroffenensicht. ich habe mir das aus ihnen entnommen, was schlüssig und nahtlos zu dem passte, was ich hier im Forum und meiner Therapie gelernt habe. Dieser 3-Klang von verschiedenen Sichtweisen, die völlig unabhängig voneinender dasselbe aussagten, bestärkte mich, auf dem richtigen Weg zu sein.

    Daher rate ich, die "Bücher" praktisch zu sehen, ihnen aber nicht blindlings hinterher zu rennen.

    Ich halte den besagten Spruch für nicht nur für falsch, sondern auch für "gefährliches Geschwätz". Er ist nichts anderes als ein Schönreden des Rückfalls, zugleich dient er schon vorab als Ausrede, alsbald wieder Alkohol zu trinken.

    Aus dem Spruch dröhnt die ganze Heimtücke der Sucht.

    Ob der Rückfällige anschließend überhaupt noch mal zurück in die Spur der Abstinenz findet, bleibt völlig offen. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich der Betreffende dann zu Tode säuft.

    Gruß CF, mehr als 10 Jahre unfallfrei clean.

    Auf dieser befindet sich also immer noch mein Suchtgedächtnis. Aber es schweigt und ruft sich gerade nicht auf.

    Auf meiner Festplatte im Oberstübchen befindet sich eine neue Betriebssoftware, leider lässt sich die alte nicht deinstallieren und sie zuckt halt ab- und an mal vor sich hin (=Suchtgedanken). So stelle ich mir mein Suchtgedächtnis vor. Mir hat diese Verbildlichung weiter geholfen, um zu verstehen, weshalb sich das Suchtgedächtnis nicht ganz abschalten lässt.