Beiträge von Carl Friedrich

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hatte auch nichts anderes erwartet. Und das ist gut so.


    Dann hoffe ich mal das die Impfung uns das gibt was sie verspricht. Ein Stück Normalität.

    Danke Hartmut!


    Das hoffe ich auch. Absoluten Schutz gibt's leider nicht. Aber auch das Zeug von der Insel verhindert im Fall der Fälle wenigstens 'ne heftige Erkrankung und das ist auch schon mal was wert.


    Ansonsten können wir nur vorsichtig sein, das ist die halbe Miete. Der Rest ist einfach Glück oder Pech. So wie wir z.B. im Straßenverkehr jederzeit verunfallen können, auch wenn wir noch so gut aufpassen.


    Alles Gute

    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo Hartmut!


    Lange nichts mehr von dir gelesen.


    Auf dem Foto lese ich was vom Impfen? Schon dran gewesen? Ich habe mir Ende März 'ne Dosis Astra geholt. War der einzige Stoff, den ich zu dem Zeitpunkt haben konnte. Ich habe ihn gut vertragen.


    Ansonsten bin ich "unfallfrei" unterwegs.


    Gruß

    Carl Friedrich

    Fortsetzung:


    Da bin ich sehr überrascht über die Renovierung dieses Forums.


    Mein Dank gilt Karsten und seinen Mitstreitern, die sich unermüdlich für dieses Forum eingesetzt und zu dem gemacht haben, was es ist: das beste deutschsprachige Forum zu dieser Krankheit.


    Eine prima Idee ist es, an alte Traditionen anzuknüpfen, und den internen Bereich wieder von der Zahlungspflicht zu entkoppeln und damit mehr Betroffenen die Möglichkeit des direkteren Austauschs zu eröffnen.


    Ansonsten geht es mir den äußeren Umständen der grassierenden Seuche entsprechend. Ich kann das Thema schon nicht mehr hören.


    In einem Hamburger Magazin las ich: "Ich bin in eine neue Pandemiephase eingetreten: den verschont-mich-mit-den-Einzelheiten-Lockdown". Das gefällt mir.


    Gruß

    Carl Friedrich

    Hallo!


    Das schriebst Du an anderer Stelle:


    Sorgen machen mir meine Freizeitgruppen in der Nach-Coronazeit (Skattruppe, Fußball-Oldies). Traditionell immer sehr Alk-Lastig.


    Das ist in der Tat ein Problem.


    Ich rate, in den ersten Monaten Kontakte zu Personen zu meiden, die gerne einen heben.


    Willst Du weiter Fußball spielen, dann wäre eine vernünftige Erklärung angezeigt, warum Du an der anschließenden Bier- und ggf. Schnapsrunde nicht teilnimmst.


    Skatrunde: Ich gehe davon aus, dass während des Spiels gezecht wird. Ob Du an einer saufenden Kartenrunde als Nüchterner überhaupt Spaß hast, wage ich zu bezweifeln. Mir gehen Zecher ab einem gewissen Pegel (mehr als 1 Pulle Bier) auf die Nerven. Da gehöre ich nicht mehr hin.
    Bei mir steht der Selbstschutz klar im Vordergrund. Das führte letztlich dazu, dass meine Kontakte zu früheren Zechkumpanen ganz eingeschlafen sind. Das stört mich nicht.


    Anfangs ist es schon ein sonderbares Gefühl, dass Leute, mit denen einen etwas verbindet, plötzlich eine Gefahr für die eigene Gesundheit darstellen können. Aber wie gesagt, meine eigene Gesundheit hat Vorrang. Ihr ordne ich alles unter, da schließe ich keine wachsweichen Kompromisse.


    Vielleich versuchst Du es mal mit einer analogen SHG und triffst dort auf Mitstreiter, die Spaß am Skat haben. Und dann bewegen sich alle 3-4 auf demselben nüchternen Level.


    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo Iwona!


    Klasse, dass Du weiterhin deinen abstinenten Weg gehst.


    Den richtigen Zeitpunkt für den Übergang in das Rentnerdasein zu finden, ist nicht einfach. Das ist neben der finanziellen, auch eine Frage der persönlichen Identifikation und Zufriedenheit mit der eigenen beruflichen Tätigkeit, als auch der vernünftigen Ausfüllung des Mehr an Freizeit.


    Die Struktur des Tages erfährt einen völligen Bruch. Ich weiß noch nicht, ob ich mich darauf freuen soll, aber ich habe ja noch ein paar Jährchen. Die verbleibenden Jahre sind schon einstellig.


    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo!


    Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. So erging es mir in der Anfangszeit. Und genau da knüpfst Du an. Du bist Dir bewusst, dass sich vor und an den Feiertagen Suchtdruck einstellen kann. Jetzt noch eine Strategie, um ggf. aufkommenden Druck aus dem Weg zu gehen, dann wirst Du schon über die Runden kommen. Nach in etwa einem Jahr Abstinez wird es erfahrungsgemäß leichter, weil Du dann alle Herausforderungen im Laufe eines Jahres bereits einmal gemeistert hast. Da stellt sich dann eine gewisse Routine ein, auf die Du bauen kannst.


    Alles Gute wünscht
    Carl Friedrich

    Heute Nachmittag gönne ich mir ein großes Stück Torte, ist ja auch was und freue mich schon total drauf :mrgreen:


    Dann mal guten viel Vergnügen. Ich achte darauf, dass ich keine klassichen Alk-Torten bestelle, die zuvor in Schnaps getränkt wurden. So ein Stück Torte könnte dann mächtig triggern.


    Früher habe ich mich am Sonntag auf das nachmittägliche Weißbier gefreut, heute auf ein gutes Stück Kuchen. So ändern sich halt die Zeiten.


    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo!


    Die ersten Monate sind am schwierigsten. Das neue abstinente Leben sucht noch die richtige Fahrspur. Der Blick ist noch zu alkoholzentriert. Ich nehme heute nach knapp 6 Jahren den Alkohol in fremden Körben oder Wagen nur noch beiläufig wahr. Es dauerte aber seine Zeit.


    Dieser Gedanke wird durch das Suchtgedächtnis befeuert. Man sieht nur die angeblich schönen Seiten am Trinken und nicht, dass ein Alkoholiker im Gegensatz zu einem Normalo, nicht nach einem Glas einfach aufhören kann. Nennt sich Kontrollverlust.


    Es ist viel leichter für mich gar nicht zu trinken, als nach1 Glas aufzuhören.


    Mir hat mal ein cleaner Polytox erläutert: "Wenn ich jetzt nachgebe, dann fängt die ganze Schei... wieder von vorne an." Recht hat er.


    Je länger Du abstinent lebst, desto leichter fällt es dir.


    Vielleicht kannst Du damit was anfangen.



    Gruß
    Carl Friedrich


    Gerade der Hunger war und ist für mich immer besonders gefährlich.


    Hallo!


    Ja, er kann durchaus Trinkverlangen auslösen. Auch helfen regelmäßige Malzeiten dabei, das eigene Gewicht zu regulieren. Sozusagen 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. :wink:


    Zu den Malzeiten immer noch ausreichend Wasser und schon stimmt das Tagesfundament.


    Es sind so einfache Dinge, die uns weiter helfen.



    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo Twizzler!


    An deinen Namen kann ich mich noch erinnern.


    Ich lebe jetzt seit knapp 6 Jahren unfallfrei abstinent. Wenn ich in der ganzen Zeit eines gelernt habe, dann dass es unterschiedliche Wege aus dem Griff des Alkohols gibt, so wie es verschiedene Gründe für ein Abgleiten in die Sucht existieren. Die Schwierigkeit besteht halt darin, den geeigneten zu finden.


    Für mich wären die AA nichts, bei dir scheint's ja zu passen. Dann hast Du für dich alles richtig gemacht.


    Vielleicht warst Du bei deinen früheren Versuchen einfach noch nicht so weit.


    Alles Gute wünscht
    Carl Friedrich

    Kleiner Nachtrag: In heutigen Corona-Zeiten haben es Neueinsteiger schon schwer. Ich konnte damals wenigstens noch die ambulante Therapie in Gruppenform nebst vorheriger Vorgruppe besuchen. Das dürfte momentan schwierig sein.


    Noch ein paar Fachbücher: "Lieber schlau als blau" von Lindenmeyer; "Alk" von Borowiak. Ich halte die beiden Werke gerade für den Anfänger als sehr geeignet. Ich würde mit dem Borowiak beginnen.

    Was hast du dann gemacht, wenn dein Sucht Gedächtnis Belohnung bzw. Betäubung durch Alkohol gefordert hat? Was war dein Ersatz?


    Anknüpfen an Dinge, die mir vor meiner Saufzeit Freude bereitet haben, um mich abzulenken. Dazu habe ich in der Anfansgzeit viel gelesen, hier im Forum, als auch in Büchern aus Therapeuten- und Patientensicht. Daneben habe ich eine ambulante Therapie besucht.


    Mir wurde zum Glück schon sehr rasch vermittelt, dass solche Trigger zum Trinken nur kurz andauern.
    Folgende Punkte haben mir geholfen:


    Erst mal inne halten. Evt. sind es ganz ganz profane Dinge wie Hunger oder Durst. Gegen Hunger hilft essen und gegen den Durst Minaralwasser, am besten mit viel Kohlensäure. Haut man sich davon einen 3/4 l zügig rein, ist zumindest das unmittelbare Verlangen nach Alk erst mal gebannt.


    Das sofortige Befassen mit Beschäftigungen, die einem Spaß machen.


    Ggf. ein sofortiger Ortswechsel. Eine andere Umgebung setzt erst mal neue Reize und man verlässt die Gefahrenzone.


    Kontaktaufnahme mit Vertrauensperson: Partner; Freund; Teilnehmer einer analogen SHG, das Forum.


    Laufschuhe an und raus in die Natur, rennen, joggen, zügiges Gehen, aber nicht in Richtung der nächsten "Tränke". Alternativ auf's Fahrrad und anständig kurbeln.


    Bei mir ganz nützlich, mich selbst innerlich zur Ordnung rufen, indem ich mir sage :"Halt! Stopp! Da stimmt was nicht, denn ich will saufen!"
    Ich halte mir selbst vor: "Gebe ich jetzt nach, fängt die ganze "Sch..." wieder von vorne an."


    Suchtdruck dauerte bei mir nie stundenlang, sondern war meist binnen einer Stunde, meist in weniger als 30 Minuten verflogen.


    Nur beim allerersten Mal wurde ich einen ganzen Nachmittag lang gleich mehrfach gepiesackt. Das war bislang jedoch ein Einzelfall.


    Soweit ich informiert bin, wurde bislang fast jeder abstinente Alki irgendwann mal von Suchtdruck heimgesucht. Bei mir vornehmlich dann, wenn ich in Situationen komme, in denen ich früher getrunken habe. Aber auch das legte sich mit der Zeit. Habe ich mir vor der Situation z.B. einem Restaurantbesuch oder dem ersten abstinenten Urlaub genau ausgemalt, dass Druck sich aufbauen kann, ja dann kam er erst gar nicht vorbei.


    Schlimmer ist es in den Anfangsmonaten, als ich ein paar Male unvorbereitet überrascht wurde. Da half mir nur ein sofortiger Ortswechsel.


    Gruß
    Carl Friedrich


    Heute zum Beispiel war ich bei schönstem Wetter den ganzen Tag draußen und hab viel geschafft. Und prompt kommt der Gedanke "da hast du dir heute Abend den Wein aber wirklich verdient". Aaargh!! Dieses Sucht Gedächtnis!


    Hallo!


    Das Belohnungstrinken ist mir nur zu gut bekannt, genau so wie das Stress-Trinken. Einen Grund habe ich immer gefunden.


    Das Suchtgedächtnis verband halt schöne Situationen immer mit dem anschließenden Genuss von Alkohol. Diese Verknüpfung gilt es zu durchbrechen. Das dauert eine Weile und geht nicht von jetzt auf gleich.


    Das Suchtgedächtnis funktioniert wie ein Art Software, die in unserem Hirn aufgespielt ist. Leider ist sie in einem Teil des Hirns gespeichert, der sich mit dem Willen allein nicht immer steuern lässt. Diese Software läst sich auch nicht deinstallieren, sondern muss durch ein anderes und besseres Programm überschrieben werden. Dennoch zuckt die alte Software ab- und an und bringt das neue Programm ins Ruckeln.


    Das neue Programm beinhaltet, dass schöne oder stressige Situationen nicht zeitnah mit Alk belohnt oder betäubt werden. Durch die ruckelige Übergangsphase musste ich auch durch. Da war ich beileibe kein Einzelfall.


    Gruß
    Carl Friedrich

    Herzlichen Glückwunsch!


    Leider wird das Gesamtbild für mich durch die andere gefährliche Sucht etwas getrübt. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es Herrschaften gelingt, sich vom Alkohol zu befreien, nicht jedoch vom Nikotin.


    Mir fiel das Aufgeben der Qualmerei um ein Vielfaches leichter, als die Finger vom Alk zu lassen. Eines Abends habe ich mir, nachdem auch der letzte Glimmstängel aufgequalmt war, beschlossen, es ab sofort sein zu lassen. Bin da nur einmal an einem Abend rückfällig geworden und das war es dann. Ist jetzt schon ungefähr 9-10 Jahre her.


    Hast Du denn vor, noch mal einen Angriff zu starten?


    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo Cadda!


    Dein Versuch der Zuckerabstinenz erinnert mich an meine frühreren Saufpausen. Nach ein paar Wochen habe ich dann umso heftiger wieder gesoffen.


    Einen vergleichbaren Rückfall befürchte ich, falls ich ebenfalls auf komplette Zuckerabstinenz umschalte. Mit dem moderaten Zuckerkonsum fahre ich momentan gut und es funktioniert.


    Gruß
    Rekonvaleszent


    Ich esse definitiv zu viel Zucker. Früher übrigens nicht, als ich noch getrunken habe. Ist wohl eine Art Suchtverlagerung.


    Hallo!


    Dein Körper ist von dir voll auf Zucker programmiert worden. In der Saufzeit hat er die Mengen Alkohol erst mal in Zucker verstoffwechselt. Und genau nach dem verlangt jetzt dein Körper. :wink:


    Du bist beileibe kein Einzelfall. Das geht und ging mir genau so. Auch habe ich es von vielen Mitstreitern gehört und gelesen.


    Was mache ich jetzt dagegen: Ich habe ihn reduziert. Kuchen und Süßigkeiten gibt's nur noch als Ausnahme, also eine Art Kontrolliertes Schlemmen. Bei Süßigkeiten gelingt es mir, beim Alkohol gelang es mir nie.


    Gruß
    Carl Friedrich

    Hallo Thena!


    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.


    Ich habe in deinem Alter noch keinen Gedanken über meinen zu hohen Alkoholkonsum verschwendet und noch jahrelang weiter gesoffen. Von daher bist Du heute viel weiter als ich damals war.


    Gruß
    Carl Friedrich


    Ich habe große Angst, wieder in dieses "Hamsterrad" aus Überforderung und Stress zu geraten, denn dann wird der Drang, Alkohol zu trinken, stärker werden. Und ich will nicht mehr trinken ... nie wieder. Ich brauche Strategien, damit es nie wieder so weit kommt.


    Hallo Mari!


    Eine für alle gültige Strategie, nicht mehr zu trinken, kenne ich nicht. Es dürfte sie auch nicht geben, da wir alle nun mal unterschiedlich sind. Wer bei Stress gerne zur Flasche griff, um sich zu beruhigen, der sollte andere Rituale zum Runterkommen finden, z.B sich mal besinnen, was einem wirklich Freude bereitet und Ablenkung und Zerstreuung bietet.


    Mir hat es bei Stress immer geholfen, die Natur aufzusuchen. Da gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. :wink: Zu Beginn meiner Abstinenz habe ich mir gerne meine Fahrrad geschnappt und bin 'ne Stunde kräftig gestrampelt. Oder aber regelmäßig zum Training gehen. Ein paar Übungen lassen sich auch daheim erledigen und dann 'ne große Runde durch die Gegend drehen (nur nicht in Richtung der nächsten Tränke, an der man sich früher eingedeckt hat). Mich bringt das immer runter.


    Ein kluger Kopf hat mal zutreffend formuliert: "Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht." Da steckt alles drin, auch für dich Mari.


    Gruß
    Carl Friedrich