Beiträge von Carl Friedrich

    Bringen aber dann ihr Bier selber mit wenn sie mich besuchen.

    Du bist gerade mal 3 Monate dabei. Da wäre es mir zu riskant, wenn meine Freunde Bier, das ich früher auch missbräuchlich gesoffen habe, in meine Bude bringen. Da wäre mir der Versuchung viel zu groß, mich dort zu bedienen bzw. mich einladen zu lassen.


    Wohl gemerkt, das ist meine Meinung. Heute schleppt mir keiner Bier an. Meine Hütte ist bierfreie Zone.

    Hallo!


    Ich musste mich erst mal etwas zu dem C3 Wert einlesen.

    Für Deine weitere Heilbehandlung wünsche ich alles Gute. Vielleicht hast Du das nötige Glück und es findet sich rechtzeitig ein geeignetes Organ. Dafür drücke ich die Daumen.

    Ich weiß nicht, ob es in Deiner Situation sinnvoll ist, sich weiterhin durch die Arbeit unter Druck setzen zu lassen.

    Kannst Du dort nicht loslassen? Krankenschein und anschließend Krankengeld? Bei der Diagnose dürfte es doch naheliegen, dass mit einer Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist. So lässt sich doch sicherlich Zeit gewinnen, die dann bei Berentung mit 45 Beitragsjahren oder Schwerbehinderung zu deutlich niedrigeren Abzügen führt.

    Eine gewisse finanzielle Absicherung hast Du. Dein eigenes biologisches Leben erscheint mir dagegen nicht so abgesichert. Dies dürfte jedoch wichtiger sein als das Finanzielle. Um klar zu kommen und etwas positiver nach vorne zu schauen, wäre sicherlich ein unbelasteter Kopf, ohne beruflichen Stress von deutlichem Vorteil.

    Dies nur als kleiner Denkanstoß auf Deinem schweren Weg.

    Ggf. an den Tipp von Carl Friedrich denken und dafür sorgen, dass beide Hände gut gefüllt sind ...

    Mir drückt keiner mal eben ein Glas Alk in die Hand. Nein heißt nein. Zur Not ließe ich es, ohne es zu ergreifen, zu Boden fallen. Das war aber bislang in den ganzen Jahren noch nicht nötig.


    Heute benötige ich den 2 Hände-Trick nicht mehr. Aber in den Anfangsjahren war es 'ne prima Idee, zumindest für mich.


    Hier - muss ich sagen - hänge ich tatsächlich noch alten Bekanntschaften nach, von denen entweder ich mich oder die sich von mir verabschiedet haben.

    Das ging mir auch so. Das zeigt jedoch, das wahre Bindeglied der Beziehung war der gemeinsame Konsum von Alk. Ohne ihn läuft nichts mehr.


    Lies mal bei Alex auf dem Weg nach. Auf Angebote, mal etwas "ohne" zu machen, wartet er seit Jahren. Es wird voraussichtlich auch keins mehr eintrudeln.


    Ich habe mal zu Beginn meiner Abstinenz im Netz gelesen: "Und dann ist nichts mehr so, wie es einmal war." Daran musste ich mich auch erst mal gewöhnen. Da mein Weg für mich alternativlos ist, habe ich mich da irgendwie "durchgewurschtelt", das trifft es für mich persönlich am besten.


    Heute habe ich nur noch einen sporadischen Kontakt zu genau einem alten Saufkumpanen. Er ist ein netter Kerl, mittlerweile Rentner, Jedoch trinkt er täglich und zu viel. Beim letzten Telefonat im Frühjahr erzählte er, dass er bereits einen Leberschaden habe, aber er werde das Trinken nicht aufgeben. Das war für mich das untrügliche Zeichen, ihn seines Weges laufen zu lassen, auch zu meinem eigenen Schutz. Ich kann nur für mich sorgen oder Rat erteilen, wenn jemand aufhören will. Ich kann nicht meine Umgebung trocken legen.


    Ja, es dauert, bis sich neue Kontakte knüpfen lassen. Die Zeit sollten wir uns nehmen, aber auch zugestehen.

    "Du hast in der letzten Zeit mehr erreicht als die letzten 20 Jahre davor - fängst Du mit der Trinkerei wieder an, dann schießt Du Dich in Deine persönliche Steinzeit zurück." U

    Richtig so.

    Mir erklärte mal ein Polytox, der Schmacht auf einen Joint hatte: "Gebe ich jetzt nach, dann fängt die ganze Schei... wieder von vorne an."

    Du kannst nur auf Dich selbst achten, andere, die nicht unserer Fakultät angehören, verstehen zumeist nichts von der Krankheit. Sie denken einfach, nach ein paar Monaten sei man wieder auf null gestellt und könne wieder wie ein Normaler mal etwas trinken. Das ist grob falsch und oftmals das klassische Einfallstor für einen Rückfall.

    Alles Gute.

    Alkohol war schon immer präsent, in meinem Elternhaus. Es war ganz normal täglich zu trinken.

    Aus dem Grund kann ich heute auch nicht sagen, ab wann ich genau abhängig wurde.

    Kenne ich von mir auch. Ich habe mal mit meinem Therapeuten versucht, den genauen Grund für mein Abgleiten zu ermitteln. Es ist uns nicht gelungen.

    Hier im Forum habe ich mehrfach gelesen: "Zu viel gesoffen und den Absprung verpasst." Das trifft es genau.

    Es beschäftigt mich aber auch nicht, da es ja eh egal ist. Jetzt ist es so.

    Dem kann ich nur beipflichten. Es ist wie es ist und genau damit komme ich klar. Es hat aber schon ein Weilchen gedauert, bis sich das bei mir gesetzt hatte.

    ich als Alkoholiker kann, wenn es um Alkohol geht, meine Festplatte nicht überschreiben oder das "fehlerhafte" Programm löschen. Nicht jetzt, nie mehr.

    Das formuliere ich für mich etwas anders: Mein Suchtgedächtnis lässt sich nicht deinstallieren oder löschen, jedoch in dem Sinne überschreiben, dass auf die alte eine neue Software aufgespielt wird. Diese neue Software bestimmt von nun an das Handeln, jedoch zickt die alte Software ab- und an schon mal herum und schüttelt das System auch mal kräftig durch.


    Diese Schüttelattacken der alten Software lassen mit der Zeit immer mehr nach und tauchten bei mir nur noch sporadisch mal auf. Ich habe damit meinen Frieden gemacht. Es zeigt mir, dass die Krankheit noch da ist und in mir lediglich ruht. Ansonsten käme ich womöglich noch auf die Idee, ich sei geheilt und genau das wäre fatal.

    Damit kann und konnte ich für mich am meisten anfangen.

    Du machst es richtig, auf Dich zu schauen, was für Dich zur Zeit möglich ist. Sicherheit geht vor.

    Mit weiterem Zeitablauf sind auch für Dich Lockerungen drin, dass Du Getränke auf anderen Tischen kaum noch wahrnimmst. Der frisch Abstinente hat halt noch den typischen Alkoholikerblick d.h. Augen und Hirn sind leider immer noch sehr alkoholfixiert.

    Zu Beginn meiner Zeit hätte ich sogar aufsagen können, wer an den Tischen im Lokal z.B. ein Weißbier stehen hatte. Heute nehme ich das allenfalls beiläufig wahr. Heute berührt und animiert es mich nicht (mehr).

    Wenn Du Dir bei Tiramisu nicht sicher bist, dann lass das Zeug einfach weg.


    Früher habe ich es auch gerne beim Italiener gegessen. Heute nasche ich an dem von meiner Frau, sofern sie es vorgekostet und für unbedenklich befunden hat.


    Und wenn tatsächlich mal was Alk in meinem Dessert oder Essen drin war, ja und? Ich will gar nicht wissen, ob und ggf. wie oft ich schon etwas Alk serviert bekommen habe, von dem ich trotz meiner grundsätzlichen Vorsicht nichts wusste. Schmecke oder rieche ich ihn, dann beende ich sofort den (weiteren) Verzehr. Mit dieser Vorgehensweise komme ich prima klar.

    R/no So mache ich es schon von Anfang an. Mir ist auch Essig wurscht, es sei denn er stinkt oder schmeckt nach Wein.

    Die Klassiker des Alkoholververpanschung habe ich auf dem Schirm, im Restaurant schau ich genau hin, ob Wein oder Schnaps rein gekippt werden.

    Mit der Zeit schleift sich das alles ein.

    Ich greife mal auf, was ich ab- und an hier so lese, diesmal den Begriff "Ausrutscher".

    Er wird gebraucht, um einen tatsächlichen Rückfall kleiner zu machen als er war.

    Mir ist auch klar, dass im Straßenverkehr ein Parkplatzrempler mit Beulen in Stoßstange und Kotflügel weitaus weniger gravierend als ein Frontalcrash auf der Landstraße ist.

    Aber auch der "Rempler" ist nichts anderes als ein Unfall.

    Der Ausrutscher, sprich der recht kurzzeitige Konsum von Alkohol, ohne gleich in alte und schwer saufende Verhaltensmuster zurückzufallen, mag als weniger schwer wiegend einzustufen sein.

    Jedoch sollte das Kind letztlich seinen wahren Namen behalten. Unfall = Unfall und Rückfall = Rückfall.

    Bei PKWs mit überschaubarem Sachschaden, mag eine Bagatellisierung noch angehen (sie stört mich nicht), bei einer lebensgefährlichen Erkrankung wie dem Alkoholismus sehe ich das entschieden anders.


    Ein sog "Ausrutscher" ggf. auch "Vorfall" genannt, ist für mich nichts anderes als eine Verniedlichung und Verharmlosung eines in Wahrheit gefährlichen Tuns. So manch einer hat sich schon ins Jenseits "vorgefallen"= zu Tode gesoffen, weil er vor lauter "Vorfällen" den Weg zurück nicht mehr gefunden hat. Wie heißt es so schön: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin (womöglich) um."

    Der Begriff des "Ausrutschers", im Rheinland lässt sich daraus prima ein "Ausrutscherchen" machen, dient m.E. nur dazu, zukünftige weitere "Ausrutscher/Vorfälle" im Vorhinein schönzureden.


    Geradezu klassisch wird es, wenn dann vom Rückfälligen noch ergänzt wird: "Ein Rückfall gehört einfach dazu." Nein, dem ist nicht so. Nicht jeder Langzeitabstinente ist ein Rückfälliger. Es geht auch "ohne".


    So, genug "gemeckert". ;)

    Ist für mich die typische Denke von Anfängern. Das legt sich mit der Zeit. Heute bevorzuge ich Wasser (mit und ohne Blubber) Kaffee und Tee. Ab- und an mixe ich mir 'ne Schorle, meine Favoriten Apfel und Johannesbeere. ggf. noch was Minze und Ingwer rein und schon habe ich einen "Drink". Den genieße ich jedoch nicht, um mir was Besonderes vorzugaukeln wie früher im Biergarten bei den ersten beiden Weißbieren, sondern weil mir genau einer davon gut schmeckt.

    wie gesagt ich suche nicht nach einer Prüfung.

    Ich hoffe mal, dass Du gut vorbereitet bist und Dich abgesichert hast, falls sich plötzlich Trinkverlangen einstellt. Nicht, dass Du dann auf dem falschen Fuß erwischt wirst und spontan zugreifst.

    Für einen, der noch relativ neu und frisch im Geschäft der Abstinenz unterwegs ist, bist Du sehr nahe am Alkohol dran. Nicht, dass Du Dich über- und die Gefahren unterschätzt.


    Ich selbst gehöre auch nicht zur Fraktion der Ängstlichen, die hinter jeder Ecke gleich den nächsten Rückfall befürchten, aber eine Grundvorsicht unter Beibehaltung einer gewissen Distanz zum Stoff sollte schon gegeben sein.

    Ich wollte bloß anmerken das ich ohne Familie nicht so ohne weiteres in den Urlaub gefahren wäre.

    Ich tippe mal auf Schulferien und mein Einwand resultierte aus meiner eigenen persönlichen Geschichte.


    Zum Thema Urlaub werden hier verschiedene Auffassungen vertreten. Ich bin das erste Mal nach 5 1/2 Monaten gefahren bzw. geflogen. Es war für mich eine Frage der Vorbereitung und Selbstvorsorge.

    Alk-Träume hatte ich schon öfter, mal habe ich ihn getrunken, mal nicht. Mittlerweile verbinde ich nichts mehr mit ihmem, weder die Verheißung eines Rückfall, noch die Bestätigung meines Kurses.


    Ich sehe sie als kleine Erinnerung an meine Krankheit und genau damit komme ich klar. Alles andere wäre für mich eine Überinterpretation. Meine Träume knüpfen nunmal auch an mein bisheriges Leben an und zu dem gehört auch die Phase des süchtigen Trinkens.


    Also die Sache bitte etwas tiefer hängen.

    Der Vergleich, das ich sterbe, wenn ich einmal wieder rückfällig werde, ist etwas weit hergeholt. Ganz so schlimm steht es um mich nicht, dann würde es aber wieder von vorne anfangen und ich wäre sehr enttäuscht von mir selbst.ich weiß schon, würde ich schwach, wären es 4 bis 5 Bier am Tag, davon sterbe ich ja nicht.

    Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber auf mich wirkst Du, als redest Du Dir einen Rückfall im Vorhinein schön, da Du ihn bagatellsierst.

    Dies nur als kleiner Denkanstoß.

    Übrigens die Lösung Deines Besuchsproblems wurde schon gegeben:

    wenn der Besuch Dich in Deiner Phase gerade sehr anstrengen wird, dann verschiebt Euer Treffen.

    Und zum alkfreien Radler wurde auch schon das Erforderliche geschrieben.


    Kleiner Merksatz: "Alles, was aussieht wie Alk, riecht wie Alk und schmeckt wie Alk ist tabu." Denn es kann enorm triggern.


    Wenn Du erst mal beim Radler bist, wir auch schnell ein richtiges Bier draus, weil es halt besser schmeckt.

    Danke für die Ausführungen.


    Nein, bei mir ist nicht alles glatt und toll verlaufen, es ruckelte in den ersten Monaten mitunter ganz schön heftig, vor allem, bis ich mal verstanden hatte, dass eine Heilung nicht möglich ist.


    Anfangs dachte ich, nach 1-2 Jährchen sei alles wieder auf null gestellt und dann könne ich mal wieder was trinken. Ich nenne es den geheimen Trinkvorbehalt. Es dauerte schon eine Weilchen, bis ich den ad acta legen konnte. Ich hoffe, er bleibt dort für immer, aber ich kann es leider nicht garantieren. Es wird eine Lebensaufgabe für mich sein, der ich mich gerne stelle, denn sie ist alternativlos, genauer, die Alternative heißt Totsaufen im Sinne des elenden Verreckens. Dafür lebe ich viel zu gerne. Ich habe mich dank gütiger Unterstützung meiner Familie für das Leben im Sinne von lebenswert entschieden und das soll so bleiben.

    Dazu kommt noch das mich manche ( Carl Friedrich ), um nur einen zu nennen, regelrecht dazu anspornen besser zu schreiben, was mir leider noch nicht immer gelingt, aber es hat sich ja um Welten verbessert, finde ich zumindest.

    Da Du mich direkt ansprichst: Ich habe ein einziges Mal (!) Kritik geübt, als Du zu einem verbalen Rundumschlag ausgeholt hast. Dein vorangegangener Beitrag wurde anschließend editiert. Das besagt alles.

    Ich bin schon reichlich verwundert, dass Du nach mehr als einem halben Jahr plötzlich darauf anspringst und ausschließlich mich direkt ansprichst.

    Ich schreibe hier mit 2 Fingern "old school" ohne Einschaltung von KI, um authentisch zu bleiben. Daher schleichen sich auch bei mir hier und da im Eifer des Gefechts mal kleine Fehler ein, so wie bei vielen anderen auch. Ich sage stets, wer Schreibfehler findet, darf sie behalten. Daher mokiere ich mich nicht über Schreibstile, die nunmal verschieden sind. Auch sporne ich andere nicht an, weil das nicht meine Aufgabe ist und ich deshalb auch nicht hier bin. Ich bin hier aktiv, weil ich Alkoholiker bin und mich austausche, um abstinent zu bleiben.

    In diesem Sinne einen schönen Tag noch.

    Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker da muss ich für mich Egoistischer werden.

    Egoistisch ist ein negativ klingender Begriff. Ich achte auf meine Gesundheit und der wird alles andere untergeordnet. So einfach ist es.


    Du warst jahrelang clean, da müsstest Du doch genau wissen wie es geht;)


    Oder geisterte bei Dir in der letzten Zeit vor dem Rückfall der Gedanke durchs Hirn, Du seist geheilt und könntest mal wieder in Maßen was trinken?