Beiträge von Carl Friedrich

    Alle Werte, ausser Cholesterin, der ist ganz leicht drüber. Leberwerte top (wie bei einem Baby) meinte der Artzt

    Das ist ja ein gutes Ergebnis. Die Cholesterienwerte dürften medikamentös bearbeitet werden, unterstelle ich jetzt mal. Viel lässt sich da auch mit der richtigen Ernährung bewirken.


    Nach 4 Monaten Abstinenz hat sich die Leber erholt, wenn man sich nicht vorher einen ordentlichen Schaden angesoffen hat. Wie die Werte wohl direkt nach dem Wegstellen der Flasche ausgesehen hätten?:wink:


    Alles in allem sehe ich Dich auf einem guten Weg. Weiter so.


    Gruß von einem, der schon ein paar Jahre im Geschäft der Abstinenz ist.

    Die Chemie in einer Gruppe muss schon passen. Ich habe auch mal eine über 1 1/2 Jahre besucht und es dann aufgegeben. Allerdings war meine Ausgangslage eine andere. Ich habe erst eine ambulante Therapie gemacht, dazu viel Literatur studiert, die analoge SHG besucht und parrallel zu allem dieses Forum hier.


    Jetzt ist nur noch das Forum übrig geblieben. Das reicht mir seit mehr als 9 Jahren.


    Ob Du die Gruppe noch mal aufsuchst, belibt Dir überlassen. Nach einem einmaligen "schlechten" Abend gleich die Reißleine ziehen?

    Ich bin mir sicher, dass das nicht passiert wäre, hätte ich mich öfter dem Forum mitgeteilt und wäre hier am Ball geblieben.

    Genau aus dem Grund bin ich seit 2015 hier. Den erste Schritt in Richtung Rückfall wird gemacht, wenn sich nicht mehr mit unserem Thema befasst wird. Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern wurde mir so von einem erfahrenen Suchtmediziner mit auf den Weg gegeben.


    Ich sehe es inzwischen als Training, so wie ich mehrfach die Woche Sport treibe, rufe ich auch das Forum auf und halte mir allein dadurch mein Problem vor Augen, so dass es nicht aus dem Blick gerät und mein Suchtgedächtnis mir allerlei vorgaukeln kann.

    M.E. geht es um die psychische Hemmschwelle, die vom Betroffenen überwunden werden muss, wenn er wieder zum Glas/zur Flasche greift, da das gesamte Umfeld ja in dem Glauben gewogen wurde, nunmehr abstinent zu leben.


    Wer diese Taktik benötigt, mag sie anwenden, ich gehöre nicht dazu. Bin ich deswegen der eingangs bezeichnete "klammheimliche Schleicher"?:wink:

    Um was für eine Veranstaltung handelt es sich und wird sie im Wesentlichen durch den gemeinsamen ggf. heftigen Konsum von Alk bestimmt? Falls Ja, solltest Du noch mal in Dich gehen, ob Du Dir das antun willst.


    Falls Du teilnimmst noch 2 Tipps:


    1. Fahr selbst, dann bist Du unabhängig und kannst jederzeit flüchten, falls es brenzelig wird.

    2. Und immer schön in beiden Händen etwas halten, damit Dir nicht irgendwer ein Glas zum gemeinsamen Anstoßen in die Hand
    drücken kann.

    Wir raten im ersten Jahr davon ab.

    Das ist mir zu pauschal. Ich bin nach 5 1/2 Monaten in den Urlaub geflogen. Jedoch nicht in ein Hotel, sondern in eine Apartmentanlage ohne Verpflegung. Die Bude war alkfrei. Ab- und an haben wir selbst gekocht und die restlichen Abende sind wir in unterschiedlichen Restaurants essen gewesen. Saufkneipen wurden konsequent gemieden.


    Das ist alles eine Sache der individuellen Festigung und Vorplanung. Suchtverlangen hatte ich nicht. Ich hatte mir im Vorfeld ausgemalt, wann es mich ereilen könnte, ja und dann kam es nicht. So unterschiedlich können Dinge verlaufen.

    Ein frisch Abstineter, der noch tapsig und unsicher unterwegs ist, hat auf Karnevalsveranstaltungen, Rosenmontagsumzügen, einfach auf alles, was mit Karneval zu tun hat, nichts verloren. So einfach ist es.


    ich bin jetzt bald 10 Jahre dabei, aber ich bin seitdem bei keinem Karnevalsevent mehr gewesen. Warum? Weil Karneval einfach mit dem besonders heftigen Konsum von Alk verbunden ist. So etwas halte ich im Kopf nicht mehr aus und nicht, weil ich gefährdet wäre. Da gehöre ich einfach nicht mehr hin.

    Lasst Euch etwas einfallen, da gibt's mehrere Möglichkeiten von angeblicher Erkrankung bis hin zum totalen Outing, ein Alki zu sein.

    Das war ein fetter Gruß vom Suchtgedächtnis. Da müssen fast alle Neulinge mal durch. Mir schrieb damals ein erfahrener User, dass jede Triggerabwahr mich für die Zukunft stärker macht. Recht hatte er.


    Du hast jetzt selbst erfahren, dass so ein Druck nicht ewig dauert und Du ihn aushalten kannst, auch wenn es Dir schwer fiel. Um diese konkrete Erfahrung bist Du jetzt reicher.


    Mir hat immer geholfen, mich abzulenken und raus in die Natur zu gehen oder das Rad zu schnappen und ordentlich zu kurbeln. Dazu darauf achten, genügend zu essen und zu trinken und zwar viel Wasser. Ist der Magen erst mal gründlich gewässert, verlangte er nicht nach weiterer Flüssigkeit in alkoholischer Form.

    Du liest Dich erfreulicher Weise deutlich strukturierter als zuletzt.


    Ich habe auch jahrelang gesoffen, da war es nicht zu erwarten, dass alles gleich gleich besser und gut wird., nur weil ich die Pulle weggestellt habe.


    Der Ausstieg aus dem aktiven Teil der Trinkerei ist ein Lngstreckenlauf und kein Sprint. Das dauert und fordert viel Geduld.


    Ich habe nächste Woche einen Termin beim Arzt um ein großes Blutbild zu machen

    Richtig so. Vergiss den PSA Wert nicht, der wird leider nicht automatisch überprüft.


    Ich habe auch alles checken lassen. Sprich den Doc mal auf ein Ultraschall aller Organe an, ich lasse das jählich machen.

    Dann bist auch Du im Bilde.

    versuche die saufbrüder links liegen zu lassen.

    Das ist anfangs schwierig und kann zu Nachfragen führen. Leg Dir schon mal etwas im Vorhinein zurecht. Du schuldest den Burschen keinerlei Erklärung oder gar Rechtfertigung.


    Alles Gute und weiterhin viel Geduld. Du bist in die richtige Richtung losgelaufen.

    Dann einen herzlichen Glückwunsch zum ersten Jahr.

    Immerhin sehe ich mich jetzt betr. Abstinenz nicht mehr als Frischling, sondern, um im Tierreich zu bleiben, als Jährling. Und der hat manchmal noch Flausen im Kopf ...

    Das erste Jahr ist das schwerste, jetzt gilt es am Ball zu bleiben. Manche nennen es Trockenarbeit, ich nenne es Training. Abstinenz ist für mich sinnbildlich wie eine Sportart, vernachlässige ich das Training, geht die Form flöten und es wäre für mich der erste Schritt in Richtung Rückfall. Deshalb bin und bleibe ich hier, nicht unbedingt täglich, jedoch regelmäßig. Nur im Urlaub lege ich mal Forumspause ein.


    Weiterhin alles Gute.

    Ich bin seit ca. 15 Jahren nikotinfrei. Ich hatte einfach die Schnauze gestrichen voll, um es einfach mal salopp zu formulieren. Es ist mir dasmals sehr leicht gefallen.


    Als ich die dämliche Quslmerei einstellte, ging ich davon aus, dass ich eines Tages das Saufen genau so leicht aufgeben könne, das erwies sich als fataler Irrtum. Meine Erkenntnis lautet: Die einzelnen Süchte haben zwar Ähnlichkeiten, sind jedoch zu verschieden, um von der einen auf die andere schlussfolgern zu können.


    Das Einzige was ich meiner Frau, die zum Glück nach jahrzehntelanger Qualmerei endlich frei von dem Dreck ist, mit auf den Weg geben konnte, wie ich Saufdruck ins Lerre laufen lasse. Daraus konnte sie etwas ableiten und für sich verwenden, nämlich Ablenken, Ortswechsel und Befassen mit Tätigkeiten, die Freude machen und der Druck ist nach einer Weile verschwunden.

    Daher Bono, bleib beim Nichtrauchen, es ist besser für alle.

    Erfolge werden halt gerne begossen, Misserfolge runtergespült, das weiß auch Dein glänzend funktionierendes Suchtgedächtnis. Da ist noch eine Verknüpfung zwischen dem Ereignis(Erfolg/Misserfolg) und dem Griff zur Flasche. Diese gilt es aufzulösen, den ersten wichtigen Schritt dazu hast Du heute getan.

    Das Suchtgedächtnis funktioniert wie eine alte Software, die sich nicht deinstallieren, sondern nur überschreiben lässt. Und dann zuckt es halt ab- und an, insbesondere, wenn Du in Situtationen kommst, die früher mit einem Griff zur Flasche verbunden waren.


    So wurde es mir seinerzeit und recht anschaulich erklärt. Vielleicht kannst Du damit etwas anfangen, mir hat es geholfen.

    Wenn ich mich dagegen schon im Vorhinein auf mögliche Trinkgedanken vorbereitet hatte, blieben derartige Trinkgelüste meist aus. Daher sage ich immer: "Gute Vorbereitung ist die halbe Miete." Jedoch lässt sich nicht alles im Vorfeld checken und dann gilt es, ins Notfallprogramm zu schalten.


    Mein bewährtes Notfallprogramm, das ich mir zurecht gelegt habe, ist hier vermerkt: Strategien gegen Suchtdruck.

    Ich bin von Deinen Ausführungen etwas überrascht:

    aber ich weiß nunmal besser über meine Ärzte bescheid und brauche von denen keine anderen Gifte, es sind einfach nur edit !

    Die Wortwahl ist nicht nur bedenklich, sondern schlichtweg eine strafbare Beleidigung (§185 StGB). Dies nur mal so am Rande. Wird die Diktion beibehalten, dürfte es einen reichlich sonderbaren Austausch mit Dir geben. Bin mal gespannt, wem Du als nächsten einen überbrätst. Ich kann Dir nur anraten, Dich verbal zu mäßigen.

    Bei uns ist immer noch Alkohol im Haus und das macht mir wirklich nichts aus, bloß vorher haben meine Hände gezittert das es nicht mehr schön war.

    Na ja, dann hast Du wohl gezittert, weil Dir kalt war.

    es verändert sich viel, wenn ein Partner keinen Alkohol mehr trinkt.

    Das ist zutreffend, insbesondere wenn der Partner dem Aussteiger aus der Sucht etwas vortrinkt, wird es eine gewaltige Aufgabe.

    Hast Du es mal Kontakt mit der Suchtberatung aufgenommen?

    Die Abstinenz ist ein Prozess und bedarf ständiger Aufmerksamkeit.

    In den ersten beiden Jahren sicherlich. Dann hatte sich bei mir die Abstinenz eingeschliffen und ich wusste, was ich kann und was ich besser meide. Mittlerweile bin ich routiniert unterwegs und muss nicht ständig scannen, wo Gefahren lauern könnten.

    Ich halte noch mal fest, was ich nicht nur in meiner Therapie gelernt habe: Ein gewissen Abstand zum Alkohol und zu heftig trinkenden Leuten halten. Wenn dann noch der Gedanke aus dem Hirn verbannt werden kann, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Alkohol, ich nenne es einen geheimen Trinkvorbehalt, dann ist das schon ein richtig gutes Stück auf dem Weg in eine dauerhafte Abstinenz.