Ich kenne diese erwähnten Begriffe und weiß, was sie bedeuten.
Ach so, noch ein Begriff: "Kapitulation vor dem Alkohol." Leider wird er wider dem klaren sprachlichen Verständnis gebraucht. Wer vor dem Alkohol kapituliert, unterwirft sich ihm, so dass er mit ihm nach Belieben verfahren kann.
Gemeint ist jedoch das Gegenteil: "Sich nicht auf ihn einzulassen, weil ich ihm nicht gewachsen bin." Das nenne ich Respekt vor dem Alkohol und nicht Kapitualtion. Hätte ich kapituliert, hätte ich mich wohl schon zu Tode getrunken.
Es reicht schon zu denken, mir macht es nichts aus, wenn neben mir jemand ein Glas Wein trinkt. Ich verharmlose somit die Situation.
Das sehe ich anders. Wenn im Restaurant z.B. meine Frau oder sonstige Begleiter am Tisch einen Wein trinken, dann lässt mich das schon seit viele Jahren kalt. Es berührt mich nicht im Geringsten. Warum auch? Verharmlose ich? Stehe ich vor einem Rückfall? Meine klare Antwort: Nein. Meine Denke ist nicht mehr wie früher alkoholfixiert.
Die verwendete deutsche Sprache unterscheidet sich durchaus in den einzelnen gesellschaftlichen Schichten, vom eleganten Sprachgebrauch bis hin zu grober Ausdrucksweise.
So sehe ich es auch mit gewissen und von mir nicht gemochten Begriffen. Damit verharmlose ich nichts.
Ich sehe mich auch nicht vor einem Rückfall, nur weil sie mir nicht
gefallen und ich sie nicht für mich verwende. Warum sollte ich auch?
Ich beschäftige mich seit Jahren mit unserem Problem und weiß inzwischen
doch genau, wie ich mich zu verhalten habe. Damit sich mein Respekt vor
dem Alkohol und dem Suchtgedächtnis nicht verwässert oder gar in
Wohlgefallen auflöst, befasse ich mich regelmäßig mit meinem Problem, z.B. hier, auch wenn's nicht jedem gefällt.