Fortsetzung:
Hallo!
Ich höre und lese immer, jeder müsse seinen eigenen Weg in die Abstinenz finden.
Das klingt für mich danach, sich nicht an bewährte Strategien halten zu wollen, sondern lieber einen riskanten Kurs zu fahren, weil er irgendwie bequemer erscheint.
Wohlgemerkt: Ich kenne nur einen Weg, der sich nicht großartig von dem unterscheidet, den viele Langzeittrockene hier gegangen sind:
1.) Die eigene Abstinenz und somit die eigene Gesundheit und das eigene Leben stehen kompromisslos an erster Stelle. Dem hat sich alles, wirklich alles, unterzuordnen.
2.) Den Alkohol auf Distanz zu halten, ihm nicht noch hinterher zu rennen und das erste Glas stehen lassen.
3.) Das Ganze getragen von der Erkenntnis, dem Alkohol nicht gewachsen zu sein (auch Kapitulation genannt) und zudem nicht den Gedanken im Hirn zu konservieren, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Stoff.
4.) Sich regelmäßig mit der Krankheit zu befassen, egal ob "analog" in einer SHG, "digital" über das www. oder sonst wie.
Wer alle diese Grundsätze beherzigt, kann m.E. so viele Wege ausprobieren wie er/sie will.
Ich habe jedoch gewisse Zweifel, ob das bei jedem, der über die eigenen und vermeintlich besseren Wege berichtet, tatsächlich der Fall ist.
Gruß
Carl Friedrich