Beiträge von Marie86

    Hallo Ihr Lieben,


    KEIN RÜCKFALL (das zu Allererst..). Danke für Eure Zeilen.

    Am Wochenende hat es richtig geknallt, mein Freund ist ausgezogen und hat mich verlassen.

    Da es sich bereits die letzten Wochen angebahnt hat (ich äußerte mich hier ebenfalls darüber), war dieser Schritt doch ein Krasser für mich. Ich bin ja die "Verlassene"...

    Alkoholtechnisch geht es mir gut, ich bin nüchtern und habe das Glück, diese Woche einen guten Freund zu Besuch zu haben.

    Er trinkt nicht und ist nur positive Ablenkung für mich.
    Das ist der Grund, warum ich mich nicht eher gemeldet habe.

    Ich hoffe, Euch geht es allen gut und entschuldigt bitte nochmal, dass ich mich nicht regelmäßig gemeldet habe/melde, diese Woche its mein Besuch noch da und die Tage davor waren schrecklich. Dennoch gebe ich mir Mühe, mich regelmäßig zu melden.

    Euch allen gute 24h!

    Eure Marie

    Danke für Deine Nachricht, lb. Calida!

    "schön, dass Du so gut an Deine Abstinenz anknüpfen kannst!" Leider weiß ich, wo es sonst endet (Psychiatrie), so wie "immer" und das möchte ich nicht mehr. Ich habe eine Persönlichkeitsstörung (Borderline) und in der Psychiatrie wird natürlich alles rausgeholt, medikamentös behandelt und ich erstmal "ewig" nicht entlassen.
    Die Abstinenz will ich für mich und nur für mich. Wenn ich merke, dass ich wieder in's Straucheln komme, schließe ich auch die Möglichkeit der Einrichtung nicht aus. Aber erstmal ist es nicht soweit.

    Ich denke auch, dass der Abstand meinem Freund und mir gut tut und bin gespannt darauf, wie es sich entwickeln wird.

    Dass sich manche Probleme von selbst lösen, denke ich auch und unter Druck setzen möchte ich mich nicht. Schwierigkeiten mit "warten"/Geduld hatte ich schon immer, aber ich weiß, dass es besser/anders geht...

    Welche Skills hast Du entwickelt, die Dich -gerade in Akutsituationen- weiterbringen?

    Vielen Dank für Deine Gedanken!

    Liebe Grüße
    Marie

    Salut, Ihr Lieben!

    Danke für Eure Nachrichten.

    @ Hartmut:
    "Den "Ersatz " Alkohol wird dir als Alkoholiker immer wieder krankheitsbedingt begegnen, solange du noch Gründe findest das Alkohol ein Lösungsmittel für deine Probleme sind. [...]
    Die Sucht konnte ich auch erst stoppen, als ich erkannte , das es keine Gründe, außer das ich wieder saufen wollte (musste), gibt."

    Alkohol als "Lösungsmittel": es löst den Arbeitsplatz auf, die Beziehung und er-löst vom Führerschein ;) das hat mir einer von den AA's gesagt. Stimmt auch.

    Mein "Grund" bestand tatsächlich darin, wieder SAUFEN zu wollen (innerlich war bei mir im Rückfall nicht die Rede von EINEM Glas).

    Mein Belohnungsmuster ist tatsächlich seltsam. Mein halbes Leben habe ich Alk getrunken (zur "Belohnung"), zeitenweise viel gekifft (zur "Belohnung"), oder zuviel/zuwenig gegessen (zur "Belohnung").

    Ich habe wieder angefangen zu spinnen (Fahrrad fahren), hab meine Wohnung richtig schön gemacht und übe wieder Gitarre. Ich bin dabei, meine "nassen" Muster durch abstinente zu überschreiben. Dass es lange dauert, weiß ich, aber ich habe den willen, nochmal mit der Abstinenz anzufangen und sie länger zu gestalten, als einen Monat...

    Danke auch für Deine Worte, lb. Calida!

    Danke, mir geht's soweit gut!
    Heute Abend hab ich SHG und mein Freund geht heute für einige Zeit in seine Heimtatstadt, was ich sehr gut finde. So bekommen wir etwas Abstand und können unsere (Beziehungs-) Ziele neu überdenken.

    Hoffe sehr, Du bist ebenfalls wohlauf (!?) und wünsche Dir und allen Anderen gute 24 h :)

    Liebe Grüße
    Marie

    Vielen Dank für Eure Antworten, über die ich mich sehr freue :)

    gerne gehe ich auf die einzelnen Punkte ein:

    Vielen Dank für Deine Zeilen, lb. Hartmut! Deine Fragen sind sehr wichtig, daher beantworte ich sie gerne:

    "willkommen auch von mir im Forum. Du schreibst das sich dein "Rückfall" angebahnt hatte. Wie meinst du das und warum hast du dich nicht vorher hier gemeldet ? Woher hattest du den Alkohol ? Wie sieht denn dein alkoholfreies Umfeld aus?"

    Mein Rückfall hat sich angebahnt, als mein Freund für eine Woche in seine "Heimatstadt" gefahren ist und sich der Kontakt extrem schwierig gestaltete. Wir hatten uns nichts zu sagen, ich war sauer und habe mich vernachlässigt gefühlt.

    Lange Rede kurzer Sinn: ich habe mir die Situation als unerträglicher eingeredet, als sie war um mir DEN Grund zu suchen, endlich mal was trinken zu können. Schlicht und ergreifend Unsinn und ich habe meine ganzen sorgfältig erlebten Abstinenztage geopfert.

    Damit erübrigt sich vielleicht auch die Frage, warum ich mich nicht eher hier gemeldet habe. Ich "wollte" in diesem Augenblick, dass es mir schlecht geht - gewusst wie.
    Selbstverständlich würde ich mich in einer ähnlich aufkommenden Situation sofort hier an's Forum wenden. Mein Suchtgedächtnis (Unterbewusstsein) hat das Forum/ die SHG hier, als auch meine "reale" SHG komplett in den Hintergrund gedrängt.

    Woher ich den Alkohol hatte? Den hab ich mir im Laden gekauft. War auch nicht schwierig, ich habe gar nicht mehr darüber nach gedacht. GAR nicht.

    Unser zu Hause ist alkoholfrei, mein Freund trinkt nicht und ich habe schon "damals" alles Altglas entsorgt.

    Salut, lb. Martin!

    Es wär eindeutig das Richtige gewesen, mich sofort hier zu melden. Die Entscheidung hatte ich so derartig im Kopf, dass ich an nichts anderes mehr gedacht und erst mit dem ersten Schluck zufrieden war.

    In einer evtl. kommenden Situation werde ich nicht denselbigen Fehler machen und Euch sofort kontaktieren.

    "An der Vergangenheit kannst Du nichts mehr ändern.
    An der Zukunft umso mehr."

    Danke für diese wichtigen Worte, lb. Correns!
    Es ist manchmal schwierig für mich, Dinge so zu sehen, wie sie sind (radikale Akzeptanz). Ein Therapeut hat mir super Übungen gezeigt, mich wieder in die "Wirklichkeit" zu holen. Leider dauert es noch, bis sie gänzlich "fruchten".

    Die Gegenwart möchte ich gerne gestalten und bin eher erschüttert, wie ich mich durch meinen (momentanigen) Partner definiere. Aber darauf gehe ich später ein.

    "Alkoholnester" habe ich keine, das würde mich viel zu schnell locken...(gerade jetzt noch)

    Danke für Deine ausführlichen Zeilen, lb. Sunshine!

    Ich habe mich nicht im Forum gemeldet, weil ich gedanklich überhaupt nicht darauf kam. Da war ein riesiges *klingelingeling* endlich mal wieder Wein. Ich habe gar nichts gedacht. Die Erschütterung am nächsten Tag darüber war groß, dennoch habe ich sofort wieder begonnen, abstinent zu sein.

    Das Forum sehe ich natürlich als meine weitere SHG an, neben meiner "realen". Das Forum hat mich auch in der kleinen durchstandenen Abstinenzzeit stets unterstützt, wofür ich dankbar bin.

    Alkohol hab ich nie im Haus, weil ich noch labil bin und diesem nciht dauerhaft widerstehen könnte, ich kenne mich..

    Es mag unreflektiert und vllt. stupid klingen, klar habe ich einen Notfallkoffer, aber diesen habe ich bewusst in der Flasche gesehen. Erbärmlich, ich weiß. Alles was ich bisher gelernt und erlebt habe, war für diesen Moment egal.

    Danke auch für Deine Gedanken über meine Partnerschaft:
    "Du bist weder seine Mutter noch seine Erziehungsbrechtigte, Du hörst Dich aber so an
    Seit wann hat man über seinen Partner zu bestimmen, was gut für ihn ist (oder für DICH, denn darum geht es ja meist, nicht wahr) und was nicht?
    Und ich frage mich überhaupt, was es denn für eine Beziehung ist, in der 2 Menschen im Grunde hauptsächlich ihren Süchten nachgehen/nachgingen?
    Du der Sauferei und Dein Freund der Zockerei...
    Bleibt da überhaupt noch was für eine liebevolle und intensive Beziehung? "

    Heute hat er das Gleiche zu mir gesagt, als ich einen weiteren zaghaften - und vergeblichen - Versuch wagte, mit ihm zu sprechen (nachdem ich von meiner Thera kam).

    Du bist sehr reflektiert.. ich wünsche mir etwas von Deiner Gelassenheit und dem Verständnis, selbst meines Glückes Schmied zu sein. Es stimmt auch, dass ich mich (schon sehr früh) durch meinen Partner definiert habe.

    Wir hatten (!) mal eine schöne und intensive Beziehung, die sich sehr zum Negativen verändert hat. Seine Online-Sucht scheint sich in meinem letzten Psychiatrie-Aufenthalt, der etwas länger ging, sehr ins Extreme gewandelt zu haben. Ich werde durch ein Online-Spiel ersetzt, so wie ich ihn durch die Weinflasche ersetzt habe. Dass es so nicht weitergehen kann, ist mir bewusst. Ich bin selbst psychisch angeschlagen und wieder auf dem Weg der Abstinenz. Meine Hilfe habe ich angeboten und mehr kann ich nicht machen.

    "Da ist Dein zockender Freund nicht für verantwortlich, das es DIR gut geht.
    Schieb diese Sache nicht auf ihn ab, es liegt in DEINER Verantwortung."

    Das ist vollkommen richtig. Ich glaube, er würde es genauso sagen. Daher glaube ich, dass unsere räumliche Trennung erstmal sehr förderlich ist. Gerne würde ich wieder zu ihm finden, aber ich bin mir auch zu schade, mein Leben schlafend neben einem süchtigen Zocker zu verbringen.

    Vielen Dank für Deine Worte, lb. Carpenter!

    "Und wir helfen Dir dabei so gut es geht, darauf kannst Du wetten...
    Also, Kopf hoch, weitermachen - niemals aufgeben.."

    Das ist sehr lieb und ich werde mich beim (hoffentlich nicht vorkommenden nächstem Mal) sofort hier an das Forum wenden. Dass "nur" Alkohol weglassen nicht ausreicht, ist mir vollkommen bewusst..

    Merci Calida, ich freue mich sehr über Deine Zeilen!

    Wie es zu dem Rückfall kam, habe ich oben schon näher beschrieben, aber es hat definitiv damit etwas zu tun:

    "Ich muss mich lieben lernen, unabhängig davon, ob mich jemand anders liebt oder nicht. Nur so kann ich Stabilität erlangen und mein Leben leben. Das ist meine Erfahrung und für mich wichtige Voraussetzung, Alkohol oder anderes nicht als Ersatz für etwas ganz anderes zu suchen. "

    Als Single fühle ich mich unvollständig und minderwertig. In meiner Studentenzeit war ich 2 Jahre lang Single und das war grässlich für mich. Ich sehne mich nach Zweisamkeit und (körperlicher) Nähe.
    Dennoch verstehe ich, was Du meinst und kann auch von keinem Anderen erwarten, dass er mir an Liebe schenkt, was mir an (Selbst-)Liebe fehlt. Ich bin dabei, etwas daran zu ändern (der erste Schritt ist die Abstinenz, heute ist mein vierter Tag :))
    Natürlich habe ich mir meine Partner immer gut ausgesucht, ich stehe auf intelligente, aufmerksame und gepflegte Menschen, aber gerade habe ich nur einen Ork vor Augen, der sich durch virtuelle Welten kämpft :/

    Ich setze alles daran, abstinent zu bleiben und bin gespannt, ob meine Beziehung noch eine Chance hat. Erzwingen werde ich nichts.

    Nochmal danke für Eure Nachrichten und allen gute 24h :)

    Liebe Grüße
    Marie

    Vielen Dank für Eure Worte, Ihr Lieben!

    Ich mache es kurz, ich hatte einen Rückfall und das ist auch der Grund, warum ich nicht eher geschrieben habe.

    Es war schlimm und mit Pauken und Trompeten. Heute ist mein dritter abstinenter Tag und ich habe es nicht eher (emotional) geschafft, mich auch schriftlich damit auseinanderzusetzen.

    Morgen früh bin ich gleich bei meiner Therapeutin und Dienstag ist SHG, ich bin also diesbezüglich, als wieder Frischling gut aufgehoben.

    Mir setzt es sehr zu, dass meine Beziehung keine mehr ist. Es ist schon längere Zeit so.
    Er hat zwei Kinder von seiner Exfrau, die in einer anderen Stadt leben (bei seiner Ex). Weil wir eine Woche lang knallhart nebeneinander hergelebt haben, hab ich ihm nun empfohlen, doch mal für eine Weile zu seiner Mutter (sie lebt in der gleichen Stadt wie seine Kinder) zu fahren und sich Gedanken zu machen.

    Ich ertrage diesen Zusand nicht. Ihm geht es seit einer Woche kontinuierlich beschissen und er spricht nicht mit mir. Durch seine Zockerei kommt ihm sein kompletter Rhythmus abhanden.
    Der Rückfall bei mir bahnte sich an, ich habe die Warnsignale ignoriert und wollte es in diesem Augenblick unbedingt. Dass ich für meinen Freund gerade quasi Luft bin (ohne zu wissen, warum, aus meinem Rückfall bin ich wieder raus), kränkt mich sehr.

    Ich habe wirklich alles versucht. Heute war ich bei einer sehr guten Freundin, weil er den ganzen Tag geschlafen hat (hat bis morgens um 9 gezockt und mich ausgelacht, weil ich mich darüber geärgert habe), musste ich einfach raus.

    Weil ich selbst zu Depressionen neige (nehm ja was dagegen), habe ich ein großes Verständnis für die "Rolladen-runter-lass-mich-in-Ruhe" Phase. Aber er redet einfach gar nicht und seine Welt ist mir verschlossen.
    Ich glaube langsam wirklich, es war für ihn einfacher, als ich "einfacher" (und betrunken) war.

    Hier ist ein Suchtforum, und kein Kummerkasten, entschuldigt bitte.

    Dies alles als kleine Erklärung, weshalb ich mich nicht eher gemeldet habe.

    Nun geht es für mich darum, wieder die ersten (kleinen) Stufen der Abstinenztreppe hochzugehen.

    Die dritte habe ich geschafft!

    Ich danke für Euer Verständnis und für Euer Zuhören.

    (Und bitte keine Verurteilungen, ich habe wirklich lange gebraucht, um mir darüber klarzuwerden, ob ich mich offenbaren soll. Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden und werde es auch meiner Thera+SHG sagen.
    Es war ein blöder Rückfall, der mich daran erinnert, demütig zu sein.)

    Auf gute 24 h :)

    Liebe Grüße
    Marie

    Danke lb. Calida und Carpenter :)

    Ich habe Euch und das Forum natürlich nicht vergessen.

    Entschuldigt bitte, dass ich mich länger nicht gemeldet habe. Ich bin gerade etwas im Zeitdruck und emotional ging es mir auch schon besser. Ihr wisst ja selbst, wie gefährlich das ist.

    Nacher gehe ich wieder arbeiten und bin froh drum, das lenkt ab ;) ich melde mich schnellstmöglich ausführlich.

    Herzliche Grüße und gute 24 h
    Marie

    Vielen Dank für Eure Nachrichten, lb. Calida und lb. Sunshine!

    "Wie gehts einem Co, wenn der Partner aufhört zu trinken? Fühlt er sich nicht mehr gebraucht?" (Calida)

    Keine Ahnung, weil ich was Co-Abhängigkeit betrifft nicht sonderlich informiert bin. Er kennt es eben schon sehr lange, dass Frauen in seinem Umfeld (zu) viel Alkohol trinken, daher habe ich mich auch schon gefragt, ob er sich vllt. deshalb in mich verliebt hat, weil seine Mutter auch so ne olle Saufnase ist...
    es ist lächerlich und es macht mich wütend, wenn sie jedem mit ihrer Weinflasche in der Hand angetrunken erklärt, dass SIE auf keinen Fall ein Alkoholproblem hat. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Mein Freund merkt, dass ich eigenständiger werde, mein Auftreten ein anderes wird/ist, ich fühle mich von Tag zu Tag besser und dachte eigentlich, dass er sich für mich freut.

    "Desweiteren gibt es CO`s, die einen auch in einen Rückfall treiben können.
    Um das alte Beziehungsgefüge wieder herzustellen." (Sunshine)

    Das Gefühl habe ich auch, dass er es gerne hätte, wenn ich wieder trinke. Wenigstens ab und zu mal besoffen bin. Ich habe keine Ahnung, warum sich das jemand wünscht.
    Fakt ist, dass ich zeitnah mit ihm spreche, wenn er wieder hier ist (er ist diese Woche nicht da).

    Mir gefallen auch einige andere Dinge nicht (auch schon in meiner nassen Zeit) und es ist denke ich wirklich an der Zeit, dass wir unsere Beziehung neu definieren.

    Ich danke Euch sehr für Eure Zeilen und wünsche allen gute 24 h :)
    Liebe Grüße
    Marie

    Vielen Dank für Deine Zeilen, lb. Calida!

    Über Alkoholismus weiß er sehr gut bescheid, da er durch seine Mutter bereits als kleines Kind involviert war und allgemein viel mitbekommen hat.

    Danke für Deine Wünsche, wenn er zurückkommt, werde ich in Ruhe mit ihm sprechen.
    Reden ist auch für mich ganz wichtig. Ich glaube, für ihn war es einfacher, als ich noch getrunken habe. Dann konnte er stundenlang zocken und ich hab nichts gesagt (schlechtes Gewissen wg. des Trinkens meinerseits).

    Aber Du hast vollkommen recht, Spekulieren und Mutmaßen hilft nicht wirklich weiter.

    Das Gespräch findet ja demnächst statt und ich werde mich gut darauf vorbereiten.
    Meine Ziele formuliere ich auch ganz klar, damit er sie kennt. Ich wünsche mir von ihm, dass er anerkennt, dass ich Alkoholiker bin und dementsprechend handelt.

    Einen schönen Abend wünsche ich!

    Liebe Grüße
    Marie

    Vielen Dank für Deine Nachricht, Andreas :)

    Dass Konturen klarer erscheinen und ich Dinge bewusst reflektiere, gelang mir in meiner nassen Zeit tatsächlich nicht.

    Gestern war ich sehr enttäuscht.

    Mein Freund weiß von meinem Alkoholproblem, er ist selbst als Co-Abhängiger großgeworden (Mutter ist Alki und streitet es bis heute ab).
    Da ich, wenn ich Suchtdruck habe, relativ gestresst bin (was aber weniger wird), sagte er allen ernstes, ich soll doch mal ein Glas Wein zur Entspannung trinken.

    Ich war platt und wusste nicht was ich sagen soll. Das geht so weit, dass ich meine ganze Beziehung hinterfrage. Er ist diese Woche nicht hier und das ist gut so. Eigentlich freue ich mich nicht auf ihn.

    Es nervt mich so sehr, mit meinem Alkoholismus von ihm nicht ernst genommen zu werden.

    Durch die Abstinenz bekomme ich ein besseres Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, was ihm vielleicht nicht passt.

    Ja die Vergangenheit kann man nicht ändern, das stimmt wohl. Dennoch befasse ich mich öfter damit, als ich sollte.

    Geduld wünsche ich mir auch ;) damit bin ich leider nicht gesegnet.

    Gestern war ich in der SHG und es war wiedermal richtig klasse! Ohne meine Gruppe würde ich es nicht so gut schaffen.

    Hoffe, Du bist wohlauf und wünsche Euch allen gute 24 h!

    Liebe Grüße
    Marie

    Ein gutes neues Jahr, liebe Thalia und liebes Forum!

    Hihi, ja das hätte ich mir denken können, dass der Therapeut den "Zweck" meinte...im Herzen bin ich blond :)

    Silvester war richtig schön, ich hoffe, bei Dir/Euch ebenfalls!

    Am Silvesterabend war ich im Theater und im Anschluss bei Tee und Kerzenlicht daheim, herrlich.
    Auch das Weihnachten 2016 ist so angenehm gewesen. Wahnsinn, dass ich seit ca. 15 Jahren das erste Mal Weihnachten und Silvester nüchtern verbracht habe. Und es war wunderbar :)

    Ich glaube, meine Familie bemerkt auch, dass ich nicht mehr trinke. Zwar ist es noch nicht lange, aber ich freue mich noch viele weitere 27 Tage dranzuhängen und bin stolz auf die kleine Strecke, die hinter mir liegt.

    Wahrscheinlich merkt das (nähere) Umfeld genauso gut, dass jemand nicht trinkt, wie es umgekehrt der Fall ist..

    Komischerweise überfällt mich eine gewisse Form der Senitmentalität oder Melancholie, gepaart mit einer Portion Selbstvorwürfe, oder des Bedauerns, die Vergangenheit betreffend
    (wieso, weshalb, warum habe ich nicht...)

    Vielleicht habe ich bisher nicht gelernt, die Gefühle "nüchtern" so zu ertragen, wie sie sind. Ich trauere Vielem in meinem Leben hinterher und habe unwiderrufbare Fehler gemacht.

    Es fällt mir manchmal schwer, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Die "radikale Akzeptanz" von Gegebenheiten, die mir nicht gefallen, gelingt mir theoretisch, aber nicht subjektiv.
    (Ich spreche hier nicht von meiner Alkoholsucht.)

    Hoffentlich drücke ich mich nicht zu kompliziert aus.

    Heute Morgen war ich bei der Blutabnahme, mal sehen, was meine Werte so machen. In den ersten Tagen meiner Abstinenz hab ich den Blutabnahme-Termin als "Anhaltspunkt" gesehen, so á la "danach kann ich mir ja nochmal die Kante geben", heute denke ich mir, dass ich meine Abstinenztage nicht opfern möchte. Ohnehin, weil ich nicht gut drauf bin und die ersten vier Tage nicht nochmal überstehen will..

    Ich hoffe sehr, dass es Dir gut geht, lb. Thalia und freue mich darauf, wenn ich mal so weit bin, wie Du und die anderen Foris, die schon lange trocken sind!

    Alles Gute und auf die nächsten 24h!

    Viele Grüße
    Marie

    Hallo, Ihr Lieben alle :)

    Danke für Eure Beiträge, über die ich mich sehr freue!

    Merci Frank, ich fühle mich ebenso geehrt, dass ich Deine Überschrift nehmen darf! Es ist ein schöner Titel, der sehr passend ist.

    Es ist mein festes Vorhaben, im Forum zu sein und zu bleiben, und ich freue mich, über einen gemeinsamen Austausch :)

    Auch Dir wünsche ich einen angenehmen Übergang in das neue Jahr 2017, der so wird, wie Du es Dir wünschst!


    Deine guten Wünsche, lb. Thalia, kann ich nur zurückgeben :) Auch Dir wünsche ich einen glücklichen Jahreswechesel, viel Kraft und Muße, auch im neuen Jahr!

    "Mir hat mal ein Suchtherapeut gesagt: fragen Sie sich nicht, warum, sondern wozu Sie getrunken haben."
    Darf ich fragen, was Du ihm geantwortet hast?

    War das "wozu" auf den "Anlass" speziell bezogen? Zum Essen, beim Geburtstag, o.ä.? Wenn ich an meine schrecklichen Absturzzeiten denke, hätte ich mit "immer" geantwortet...aber wahrscheinlich war ich auch schon ganz schön auf dem Weg der Abwärtsspirale..


    Auch Dir einen guten Jahreswechsel, lb. Correns!

    Die Vorstellung, eines langen Weges mutet auf den ersten Augenblick (für mich) so negativ an, in dem Zusammenhang, wie Du ihn schilderst wünsche ich mir, dass er so lange wie nur möglich wird :)

    "Es ist durchaus nicht der Normalfall, dass die neuen Leute dran bleiben.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Dranbleiben.
    Die Hauptrolle dabei spielst DU!"

    Oh je, ich wäre auch eine prototypische Abbrecherin gewesen, hätte ich vorher Kontakt zu diesem Onlineforum gehabt.
    Ich hatte schon nach dem ersten Psychiatrie-Aufenthalt 2012 vor, nicht mehr zu trinken, drei Selbstmordversuche und unzählige Abstürze später, bin ich doch etwas weiter. Für jeweilige 24h.

    Es ist kein Wunder, dass mir keine (Sucht-)therapie bisher was gebracht hat, weil ich mir dachte "gut, solang hältste durch, danach trinkste eh wieder..".
    Die "Betreuung" war auch nicht wirklich vorhanden, was mich dazu gebracht hat, in der Geschlossenen zu kiffen, ich wollte gar nicht dort hin und war trotzig.

    Jetzt bilde ich mir ein, dass es mit meiner Abstinenz anders ist, weil ICH es will. Die SHG, hier und in "real", habe ich mir selbst gesucht, wie ich zuvor den Kontakt zu meiner Therapeutin herstellte.

    Ich würde mich noch lange nicht als "safe" betrachten, eher wie ein Schiffchen im Meer.., allerdings mit dem Bonus, dass ich die Segel stellen kann, wie ich will.

    Hab einen schönen Tag und gute 24 h (auch wenn Du gar nicht mehr daran denkst ;))


    Allen einen glücklichen Jahreswechsel!!

    Liebe Grüße
    Marie

    Guten Abend zusammen,

    vielen Dank für Eure Beiträge.

    "die Einschätzung von Linde teile ich nicht.
    Dein Threadtitel ist schlicht und ergreifend eine Kopie des meinigen [...]."

    Entschuldige bitte Correns, mir war nicht bewusst, dass Du Dich dadurch gestört fühlst.
    Deinen Titel habe ich unwissentlich "kopiert", bevor ich richtig in das Forum schaute. Ich denke, viele haben unsere tausend Versuche ebenfalls hinter sich ;), daher ist der Titel den Alkohol betreffend naheliegend.

    Ich bitte die Moderation, den Titel zu ändern.


    Salut Linde,

    danke für Deine Worte!

    Keine Sorge, den Titel hat Correns gewählt und ich verstehe, wenn er das als "seinen" Forentitel betrachtet; mir würde es vllt. auch so gehen.

    Könnt Ihr den Titel bitte in "Am Anfang eines langen Weges" ändern?

    "garcia (Frank)" hat mir "seinen" Forentitel angeboten, was ich sehr lieb finde und so fühlt sich niemand gekränkt.


    Danke, lb. Frank!

    Für Deine Worte und "Deinen" Titel, den ich sehr gerne übernehme! (Irgendwie ist ja jeder Epigone ;))

    Am Anfang, das stehe ich wohl wirklich und ein langer Weg wird es auch. Ich glaube, ein anstrengender und auch schöner Weg. Am 3.1. bin ich wieder bei meiner "realen" SHG und freu mich. Irgendwie brauche ich das jetzt auch wieder.

    Super, dass Du es schon länger geschafft hast, Du bist ja schon etliches weiter, auf diesem Weg und die positiven Seiten überwiegen ausschließlich..

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und nochmal danke für Deinen Titel :)


    liebe Grüße
    Eure Marie

    Salut, liebe Calida,

    danke für Deine Zeilen, freu mich sehr :)

    "Ich find die Frage schwierig, warum man anfängt zu trinken.[...]Die Übergänge zur Sucht sind dann fließend und am Ende musst Du nur noch."

    Mir geht es ähnlich mit dieser Frage, warum trinkt man? Ein Alki findet tausend Gründe, ich habe zumindest immer einen gefunden. Weil Mittwoch war, die Wand grün ist, mir der Tag allgemein nicht passt, blablabla.

    Daher fand ich die Frage vom Neuro-Doc interessant. Er meinte, auf den Gründen, die den Ausstieg bei mir bewogen hat, soll ich aufbauen und mich daran erinnern.

    Ich muss ihn regelmäßig konsultieren; vor ein paar Jahren hatte ich einen schweren Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma, anschließendem Koma und über ein Jahr Reha. Daher stehen bei mir alle 2 Jahre ohnehin das CT, MRT und EEG an. Der Neurologe verschreibt mir auch mein Antidepressivum und ich habe regelmäßige Gesprächstermine bei ihm; er hat die Qualifikation als Psychotherapeut zu arbeiten. Ohne den Unfall überbewerten zu wollen, hat er doch einiges in meinem Leben und in meinem Kopf verändert. Daher die regelmäßigen Termine.

    Oh merci Calida, Wasser in der Handtasche ist ein super Tip, den ich sehr gerne annehme! In der Pause gibt es genausoviel Antialkoholisches, ich werde einfach Orangensaft statt Sekt trinken.

    Mein Freund ist auch mit dabei, und er trinkt nicht. Wir sehen die Operette "Der Bettelstudent" und ich freue mich sehr!

    Euer Silvester klingt sehr gemütlich und heimelig. Eure Kinder fühlen sich sicher pudelwohl in der Atmosphäre und Du bestimmt auch!
    Gute Besserung wünsche ich Dir vor allem, dass Du den Jahreswechsel etwas genießen kannst..
    Super, dass Du wieder so lange trocken bist.

    Ich halte mich immer noch ein bisschen an dem einen Glas auf, das Du getrunken und nicht weitergemacht hast, was ich sehr beachtlich finde... noch wäre ich so drauf, dass ich nach dem Glas weitertrinken würde. (Daher hilft mir der Leitsatz "Das erste Glas stehen lassen")

    Danke Calida, ich finde es auch schön, in diesem Forum zu sein, dass ich so gut aufgenommen werde und dass Du und die anderen Lieben mir schreiben :)

    Das trägt sehr zu meiner Abstinenzfestigung bei.

    Danke.

    Hab gute 24 Stunden und einen angenehmen Tag!

    Ganz liebe Grüße
    Marie

    Hi, lb. Calida,

    das kann ich mir vorstellen, dass Du nicht mehr zählst :)
    hm, ich brauche das grade irgendwie noch, so als inneren "Motivationsschub" und weil es mich ein klein wenig mit stolz erfüllt. Da können die Trockenen bestimmt nur drüber schmunzeln, aber ich glaube das ist gerade anfangs wichtig.

    Ich war so frei und habe das mit Deinem Rückfall nachgelesen. Chapeau, wie Du damit umgegangen bist! Und dass Du den Konsum gleich stoppen konntest.

    Für gewöhnlich wurde ich gefragt, aus welchen Gründen ich angefangen habe, zu trinken. Der Neurologe, den ich schon länger kenne fragt mich, weshalb ich wieder aufgehört habe.

    Find ich recht spannend, dass er nach dieser Richtung fragt. Die Gründe, die ich anführte, erwähnte ich ja bereits in meinem Anfangsbeitrag (Labilität durch Alkohol, schlechtes Gewissen, Filmrisse, Unzurechnungsfähigkeit).. Ich freue mich, dass ich ihm beim nächsten Termin erzählen kann, dass ich nüchtern geblieben bin. Dieser ist ja in vier Tagen und wg. Silvester habe ich überhaupt keine Bedenken.
    Weder bin ich in einem trinkenden Umfeld, noch habe ich keine Beschäftigung: hier liegen die Theaterkarten für den Abend :)

    Wie verbringst Du Silvester?

    Liebe Grüße und schlaf schön!

    Auf die nächsten 24 h :)
    Marie

    Salut, liebe Calida!

    Ja, das liebe Selbstwertgefühl...das ist auch mein Knackpunkt. Weil meines ohnehin nicht gut ist, kam das natürlich in meiner "Trinkzeit" fast ganz abhanden. Wie man sich verkatert psychisch fühlt, weißt Du ja selbst am Besten.

    Bestimmt ist Deine Selbstachtung um etliches gestiegen, seitdem Du trocken bist.

    Ich verstehe, wenn Du im offenen Bereich nicht darüber schreiben möchtest.

    Dennoch sei mir eine Frage gestattet: zählst Du heute auch noch die abstinenten (trockenen) Tage :) ? Oder hast Dir den Punkt gemerkt, an dem Du aufgehört hast?

    Die Nüchternheit gefällt mir, und das jeden Tag. Am 2.1. werden meine Werte gemessen, ich bin gespannt und hoffe, dass sie in einem angemessenen Bereich liegen. Mein Neurologe hat die Blutabnahme gewiss mit Absicht auf dieses Datum gesetzt ;)

    Hab einen schönen Tag mit guten Gedanken und viel Sonne!

    Gute 24 h

    liebe Grüße
    Marie

    Hallo miteinander und vielen Dank für Eure Antworten :)

    freue mich sehr darüber.

    Heute ist mein 21. abstinenter Tag und ich fühle mich gut.

    Martin : danke für Deine offenen Worte.
    Du hast wirklich viel mitgemacht und erleiden müssen. Respekt an Dich, dass Du wieder aufgestanden bist! Und Dein Leben nüchtern zu schätzen weißt und lebst.

    Danke für Deine lieben Zeilen @Thalia, sie machen mir Mut. Ich wünsche mir, dass es mir ähnlich ergeht. Bis auf den (nüchternen) Weihnachtsmarkt war ich auf keiner Veranstaltung mehr. Ich will es auch gerade überhaupt nicht, weil meine Abstinenz oberste Priorität hat.

    Carl Friedrich :
    "Übrigens: Das hast Du genau richtig gemacht. Und Klasse, dass sich deine Freundin ohne Alk mit dir treffen will."

    Dankeschön :) ich freu mich auch, dass sie so großartig reagiert hat. Mein "Geständnis" vor ein paar Wochen hat sie ernst genommen und seither dementsprechend gehandelt. Der Kaffee mit ihr wird doppelt so gut schmecken, wie sonst.

    Nun gut, Alkoholismus ist eine Krankheit, also erschließt sich mir die Bedeutungsherkunft, danke!

    Die Verzichtsgefühle scheinen anfangs normal zu sein. Ich nahm mir vor, nicht so streng mit mir zu sein, meine Gefühle zu reflektieren und dementsprechend mit ihnen umzugehen. Weil ich ein sedierendes Antidepressivum bekomme (schon seit 2015) habe ich 10 kg zugenommen :( , daher kommen mir meine Skills "Crosstrainer" oder "Fahrradfahren"sehr entgegen, sonst fühle ich mich allmählich wie eine Wurst in der Pelle :D

    @Calida: "Für mich bedeutet es: es mangelte mir an etwas und deshalb würde ich süchtig. Ich habe versucht, den Mangel mit Alkohol auszugleichen."

    Bei mir war es auch so :( Mangelndes Selbstwertgefühl, das durch den Dopaminschub scheinbar wie weggeblasen war. "Der Moment tut so gut, nur nacher tut es wieder weh...".
    Möchtest Du sagen, was Du als Mangel für Dich definiert hast?

    "Gut, dass Du nicht zu der Party gegangen bist! Das Bad war doch sicher auch schön. Und Du hattest den Luxus, nur Zeit mit Dir zu verbringen. Nüchtern, so wie Du bist."

    Dankeschön :) manchmal find ich mich auch ganz okay und verbringe die Zeit gern mit mir. Seit ich abstinent bin, fühle ich mich eigentlich sogar jeden Tag "ganz okay", das Gefühl kenne ich so gar nicht. Meine längsten Abstinenzzeiten hatte ich sonst immer in der Psychiatrie..

    Euch allen einen schönen Tag mit viel Sonne :) und gute 24 h!

    Liebe Grüße
    Marie

    P.S. "Abstinenz wird als Mangel, als evidenter Verzicht auf etwas Angestammtes gesehen." Carl Friedrich

    Kürzlich erst habe ich gelesen, dass das Wort "Sucht" im Althochdeutschen "Mangel" bedeutet.
    Fälschlicherweise nehmen viele an (ich auch), dass Wort käme von "Suche", oder "Sehnsucht".

    "Mangel" erschließt sich mir in dem Sucht-Zusammenhang, ich weiß nur nicht so genau, wie es zu interpretieren ist.

    Ob Abstinenz als Mangel angesehen wird (gesellschaftlich), kann ich nicht beurteilen. Ich kenne etliche Menschen, die nichts trinken und keine schlechten Reaktionen darauf bekommen.

    Danke für Deine Antwort Carl Friedrich!

    "Abstinenz wird als Mangel, als evidenter Verzicht auf etwas Angestammtes gesehen."
    Du hast recht, auch wenn ich es nicht gerne zugebe.
    Dennoch habe ich die für mich richtige Lösung entschieden.

    Vielleicht erwecke ich den Eindruck, als ginge ich zu infantil an die Sache ran..

    Ich will vielleicht zu schnell zuviel und vergesse, dass mein Hirn erstmal umschalten muss....die Hälfte meines Lebens habe ich Alkohol getrunken, was keine Entschuldigung ist, aber das Gewohnheitsmuster verdeutlicht.

    Meine Suchterkrankung nehme ich sehr ernst, dennoch ist es für mich Neuland, weil ich mich bisher immer mehr oder minder erfolgreich durchgemogelt habe.

    Eigentlich bin ich nur mit der einen Freundin, die heute auch geladen hat, eng befreundet und sie sehe ich genauso gerne nüchtern. Und hat mich (das habe ich in einem anderen Beitrag gelesen) "lieber am Tisch sitzend, als unter ihm liegend" bei sich.

    Sie unterstützt meine Abstinenz. Sie hat meine Absage sehr respektiert und mich zu meiner Entscheidung beglückwünscht. Die tolle Reaktion zeigt mir, dass ich auf sie zählen kann. Wir haben uns zum Kaffee trinken verabredet ;)

    Mir ist bewusst, dass ein langer Weg vor mir liegt.

    Danke für Deine Wünsche!

    Vielen Dank für Eure Zeilen, Karsten und Sunshine!

    Natürlich gehe ich nicht auf die Feier, das erstmal vorneweg.

    Hm Karsten, ich verstehe durchaus, was Du mit "alkoholschwangerem" Umfeld meinst.
    Dennoch wäre es schön gewesen, alte bekannte Gesichter zu sehen. Natürlich liegt es mir fern, etwas daran schönzureden.

    Ich gehe nicht hin und lasse mir ein Bad ein..

    Danke für Deine ausführliche Nachricht, lb. Sunshine!

    Klasse, dass Du schon so lange trocken bist, Glückwunsch!

    Lebensgefährliche Situationen konnten mich nie vom Trinken abhalten, daher weiß ich um die Hinterlistigkeit des Alkohols. Ich wollte ihn trotzdem. Trotz des schweren Unfalls vor Jahren konnte mir keiner nach der Zeit in der Reha den Alkohol versagen.

    Aber jetzt bin ich abstinent, weil ich es will und ich erlebe soviel Positives seitdem, sei es an Reaktionen oder Unterstützung (v.a. durch meinen Freund und die "reale" SHG, natürlich auch in diesem Forum).

    Danke für den Tip Sunshine, das mit dem privaten Forum überlege ich mir noch.

    Euch allen einen guten Abend :)
    Auf die nächsten 24 h..!
    Liebe Grüße
    Marie