Hallo Peter,
dass Du selbst in eine Gesprächstherapie gehst, finde ich einen guten Anfang. Man weiß als Partner ja manchmal selbst nicht mehr, ob man noch "richtig" wahrnimmt oder nicht. Ich habe da noch einen Tipp: Ich hatte zu Zeiten der Gesprächstherapie immer ein kleines Notizbuch parat, da habe ich akute Fragen hineingeschrieben. Das half dann, diesen Gedanken "aufzuschieben" und mir nicht Knoten in´s Hirn zu denken.
Die Persönlichkeitsveränderung habe ich bei meinem Ex (auch Bierkonsument) auch erlebt. Reizbar, launisch, seine Ruhe haben wollend. Ich knabbere noch heute daran, ob ich der Reizanlass war. Tu Dir den Gefallen, und mache es anders.
Was hier bereits geschrieben wurde, möchte ich unterstützen:
Du bist nicht für die Beschaffung von Alkohol und Zigaretten zuständig, da darfst Du konsequent sein. Wenn sie soviel herumhängt daheim. dann kann sie sich alles ohne viel Zeitaufwand selbst beschaffen auf dem Weg.
Insgesamt kann man Dir nur zu klaren Ansagen mit Konsequenz raten. Darauf kommen, dass es Zuviel ist, das muss sie selbst.
Ich glaube auch nicht, dass Diskutieren hilfreich ist. Wenn SIE genervt ist, wird es wenig nützen, wenn Du Deinen Unmut entgegenhältst. Ich weiss nicht, wie Du sie wahrnimmst .... ich fand meinen Ex zumindest nicht mehr attraktiv und auf körperliche Annäherung verzichtete ich irgendwann gern. Dies mürrische Gesicht allein war schon nicht zum Küssen ,-(
Hast Du - parallel zur Gesprächstherapie - schon einmal an den Besuch einer örtlichen SHG für Angehörige gedacht? Auch da ist der persönliche Austausch im Gespräch sicher hilfreich. Denn auch Du bist ja enttäuscht und sicher oft verletzt durch ihre Art des Umganges.