Beiträge von Cadda

    Dachte nur, wenn er aus eigenen Stücken eine Therapie macht, würde ich ihm helfen.

    Aber das tut er doch gar nicht. Er möchte seinen Führeschein wieder haben und Dich eventuell auch zufriedenstellen.

    So wie er redet hört sich das nicht danach an, als ob er von sich aus aus tiefstem Herzen trocken sein möchte und für den Rest seines Lebens auf Alkohol verzichten möchte.

    Es gibt übrigens etliche Alkoholiker die eine lange Trinkpause ohne Probleme hinbekommen. Ein Bekannter von mir hatte gerade etwas über ein Jahr nichts getrunken, weil er sich beweisen wollte, dass er kein Alkoholiker ist. Hat gut geklappt. Eine Woche nach seinem ersten Bier ist er wieder voll drauf gewesen.

    Ich habe in den Schwangerschaften keinen Tropfen angerührt. Ich war nüchtern. Aber trocken? Nein. Ich wusste ja, dass ich bald wieder mit feiern kann.

    Wegen eines verlorenen Führerscheins haben doch auch schon etliche aufgehört. Eine Therapie gemacht, um besser da zu stehen.

    Hast Du bei seinen Verhalten wirklich das Gefühl, dass er aus tiefstem Herzen den Wunsch hat, frei zu sein, vom Alkohol loszukommen?

    Es liest sich jedenfalls nicht so.

    LG Cadda

    Hallo Paul,

    bei Dir im Thread ist es witzig, ich glaube hier bleibe ich :mrgreen:

    aber mal ganz ehrlich, morgens aufzuwachen und KEINEN kater zu haben und kein unglaublich peinliches gefühl , was man wieder für schrott erzählt/gemacht hat, das ist doch schon ganz schön viel wert

    Das war auch ein ganz wichtiger Punkt für mich und ist es auch jetzt noch. Nicht mehr für etwas schämen müssen. Ich habe oft Dinge gesagt oder gemacht, was nüchtern niemals der Fall gewesen wäre.

    Über das eigene Handeln wieder die Kontrolle zu haben, einen klaren Kopf zu behalten, ist mir unendlich viel wert.

    LG Cadda

    Wenn ich hier, nachdem ich ganz verzweifelt bin, Nägel mit Köpfen mache, mich trenne und scheiden lasse und es hier mitteile, bekomme ich bestimmt hunderte von Likes etc. Traurig, aber wahr.

    Das wäre nicht traurig, sondern zu Recht.

    Weil es bedeuten würde, dass Du Dich von einem Leben frei machst, indem Du ganz offensichtlich unglücklich bist (verständlich an der Seite einer saufenden Person) und Dein Glück vom Verhalten Deiner Frau abhängig bist.

    Hoffen?? Na dann hoffe mal weiter. Die Zeit und Chancen ein glücklicheres Leben zu führen läuft dann in der Zwischenzeit an Dir vorbei.

    Hallo Berni.

    Wenn es mir besser geht, geht es meiner Partnerin besser, geht es ihr besser, geht es auch mir besser. Und die letzten Tage waren wirklich wie im Paradies. Schneespaziergänge, ein Thermenbesuch, ein Konzertbesuch am Abend, mal essen gegangen.

    Alles Dinge, die von ihrer Nüchternheit abhängig sind.
    Das ist der falsche Weg.

    Es geht darum, dass Du auch ohne ihr Zutun Dir Gutes tun kannst.

    LG Cadda

    Hallo Kintsugi,

    ich finde es klasse, dass Du das hier lässt. Du bist ein gutes Beispiel, dass es sich lohnt, den Weg loszugehen! Mutig zu sein, für sich und seine Kinder in eine bessere Zukunft zu gehen, ohne genau zu wissen, wie und wohin genau es geht.

    Aber mit dem Wissen: Es geht weiter!

    LG Cadda

    Dieser Tag hat so intensive schöne Gefühle bei mir hinterlassen, dass ich wohl noch ein paar Tage davon zehren kann. Ich bin sehr dankbar, dass ich mir keine meiner Gefühle mehr mit Alkohol versauen muss! Dass Gefühl frei zu sein ist unbeschreiblich schön.

    Das ist ein richtig toller Absatz. Du hast etwas gemacht, was Du so richtig genießen konntest, weil der Kopf klar war.

    Das Gefühl frei zu sein, ist einfach unglaublich toll. Sich das immer wieder mal vor Augen zu führen auch so wichtig.

    Mich freut es, dass es Dir gut geht und ich wünsche Dir auch einen guten Start in die Woche.

    LG Cadda

    Guten Morgen.

    Was genau hält sich davon ab, mit Deiner Mutter zu sprechen? Hast Du Sorge, dass sie Dir nicht glauben könnte oder dass sie denkt, Du würdest überdramatisieren? Das ist ja manchmal leider der Fall, dass Menschen um einen herum des lieben Frieden Willens so reagieren, dass es heißt, "ach so schlimm ist es vielleicht gar nicht, das bekommt ihr schon wieder hin".

    Oder wovor hast Du Angst?

    Seit Samstag steigert sich diese Panik immer mehr. Nicht weil ich Angst vor der Trennung habe sondern vor seiner Reaktion. Auch diese MPU (ja sie betrifft mich nicht direkt und liegt nicht in meiner Verantwortung) macht mich zusätzlich fertig. Denn ich mache mir ja trotzdem Sorgen um seine Existenz - die eben auch am Führerschein hängt.

    Seine Reaktion sollte Dir keine Angst machen, also wenn er Dir Vorwürfe macht, nimm sie nicht an. Es liegt in seiner Verantwortung, dass es dazu überhaupt kam.

    Wenn er diese MPU nicht besteht, hat er wenigstens einen Anreiz sein Saufen zu überdenken. Wenn er weiter als Alkoholiker seinen Führerschein riskiert, indem er z. B. besoffen fährt, dann mache ich mir eher Sorgen um die Existenz anderer Straßenverkehrsteilnehmer, die dann eben auch von seinem Führerschein abhängt.

    Er hat den Mist gebaut. Also ist er auch dafür verantwortlich wie es ausgeht. Ob er besteht oder nicht, hat nichts mit Dir zu tun sondern mit seinem Verhalten. Wenn er nichts geändert hat, wird er auch nicht bestehen, darauf kannst Du Dich schonmal einstellen.

    Ach Mensch wenn alles so einfach wäre, immerhin habe ich mich einer Freundin anvertraut, leider wohnt sie sehr weit weg.

    Das ist schon mal ein guter Punkt. Auch wenn sie weit weg wohnt, darüber zu reden ist schon mal gut.

    Aber wie gesagt: Was hält Dich bei Deiner Mutter ab, um Hilfe zu bitten?

    LG Cadda

    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema dorthin verschoben.

    Du kannst überall schreiben, außer bitte in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich nicht.

    Ich mag Menschen nichts unterstellen, anhängen unberechtigt-

    Wie ich oben auch schon in meinem Beitrag vorhin geschrieben habe. Nachdem was Du beschrieben hast sind Deine Wahrnehmungen richtig, also unterstellst Du auch nichts oder wirst es unberechtigt vor.

    LG Cadda

    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema dorthin verschoben.

    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, aber bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.


    Ich hoffe, dass der Austausch Dir gut tut. Du bist ja wirklich in einer schwierigen Situation.

    LG Cadda

    Hallo Ava.

    Abend ausgeklungen, ins Bett schlafen gegangen, Gespräch/Konflikt mit großer Anspannung bei ihm entstanden. Mit den Worten “Jetzt habe ich Durst, ich hole mir noch mal was zu trinken” aufgestanden und in die Küche gegangen. In meiner Welt wäre das nach geputzten Zähnen spät schon im Bett ein Glas Wasser oder Tee, sogar noch ein Schluck Cola, Apfelschorle gewesen. Stattdessen Mikrowelle und nochmal -wenn auch wenig- Glühwein.

    Merkst Du, wie Du eine wirklich richtig, richtig krasse Situation verharmlost? Er ist nochmal aufgestanden, obwohl ihr schon im Bett ward und hat wegen seiner Anspannung Alkohol gebraucht! Daran gibt es rein gar nichts zu verharmlosen.

    Heute morgen habe ich die Beziehung beendet, mit klarer Erklärung, warum. Es schmerzt. Früher hätte ich die 99% gesehen, die so toll passen- das tun sie- und wäre geblieben. Heute sehe ich das 1%, das dafür sorgt, dass ich nicht in dieses Traumabonding will, nicht in eine Beziehung aus Rechtfertigen, Kontrollversuche, ungute Gefühle, Co-Abhängigkeit im Verhalten.

    Nach allem was Du in Deinem bisherigen Thread schreibst, passen da überhaupt nicht ansatzweise 99 %. Das ist wieder ein Schön-Reden Deinerseits.

    Ich fühle mich gerade irgendwie veräppelt, warum ich schon wieder jemanden mit dem Thema in mein Leben bekomme.

    Du hast Dich leider selbst veräppelt, denn Deine Warnzeichen waren da. Du hast sie hier niedergeschrieben und alle haben Dich gewarnt, dass Deine Wahrnehmungen richtig sind und dass sein Verhalten alles andere als ein normales Trinkverhalten ist. Trotzdem bist Du die Beziehung mit ihm eingegangen.

    Ava, bitte nimm mir meine harten Worte nicht übel, ich möchte Dich einfach aufwecken aus dem Traum der Verharmlosungen. Sein Trinkverhalten ist absolut aussagekräftig. Daran gibt es nichts zu rütteln.

    Sei froh, dass Du auf Deinen Bauch gehört- und es beendet hast. Und nun würde ich mir für Dich wünschen, dass Du Dir das nicht so hinredest, als ob Du übertrieben hättest mit Deinen Wahrnehmungen. Das hast Du nämlich ganz und gar nicht, im Gegenteil.

    LG Cadda

    Hallo Tina,

    schön, dass Du hier bei uns gelandet bist. Deine Situation ist unendlich schwierig. Sich emotional vom eigenen Kind abzugrenzen wohl schlicht und ergreifend unmöglich.

    Ich finde es toll, dass Du in einer Eltern-Kind-Gruppe bist und die Hilfe einer Therapeutin in Anspruch genommen hast.

    Und nun hast Du einen Schritt hier her gewagt, in eine Selbsthilfegruppe.

    Wenn Du nachfolgenden Link anklickst, können wir Dich für den offenen Bereich freischalten.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Danke Cadda, diese Worte haben mich zu Tränen gerührt und mich bestärkt. Ich habe mir schon lange so einen Ablauf überlegt wie ich den Schritt Richtung Trennung starten kann. Und ich denke jemandem die Wahrheit sagen, ist der erste Schritt. Riesige Angst habe ich vor dem Tag an dem ich es meinem Mann sage und wie ich das anstelle, damit es meinen Kindern gut geht. Ich lese sehr viel in den anderen Beiträgen.

    Eines nach dem Anderen. Komm erstmal hier an :) Dein Gedanke, Dich anzuvertrauen ist sehr gut. Mit Menschen als Rückhalt ist doch so vieles leichter.
    Du hast nun eine Selbsthilfegruppe, Du bist hier nicht allein! :)

    Und wenn Du in Deinem echten Umfeld noch Unterstützung suchst, indem Du Dich anvertraust, wird Dich das stärken.

    Gerade wenn Du Kinder hast, ist ein freies Leben ohne dieses Drama sehr wichtig.

    LG Cadda

    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben.

    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, bitte aber nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich.


    Ich finde es gut, dass Du Dich Deiner Mutter anvertrauen willst. Das ist auch ein wichtiger Schritt aus der Co-Abhängigkeit heraus: Sich nicht mehr zu verstecken, den Alkoholiker nicht mehr zu schützen.

    Deine Wahrnehmungen sind richtig und Du bleibst auf der Strecke, wenn Du Dich versteckst und Deine Gefühle unterdrückst, um ihn zu schützen.

    Du sagst selbst, Du hast Dich frei gefühlt, als er weg war. Ja, es ist ein krasser Schritt, aber ein Leben in Freiheit ist die Belohnung. Du hast schon am Rande mitbekommen, wie sich das anfühlen kann. Das könntest Du noch freier haben und zwar auf Dauer.

    Wie gesagt, dass Du Dich jemandem anvertrauen möchtest, finde ich gut als ersten Schritt. Bzw. hast Du ja schon einen ersten Schritt gemacht, indem Du Dich hier angemeldet hast :)