Beiträge von Cadda

    Das möchte ich aber nicht. Ich kann mir das aktuell nicht vorstellen mind. die nächsten 12 Wochen da jeden Tag hinzugehen.

    Ich habe die komplette Rückfahrt geweint.

    Es gibt keinen Grund über die Einschätzung zu weinen. Du entscheidest ganz allein, was Du möchtest bzw. nicht möchtest.

    Sie meinte relativ schnell, dass sie mich eher in einem Tagesambulanten Setting sieht, also 9 - 16 Uhr auf Station und dann abends nach Hause.

    Welche Alternative stand denn im Raum?

    Entschuldige bitte, ich habe es nicht ganz in Erinnerung und auf die Schnell auch in Deinem Buch nicht gefunden:

    Was für eine Therapieform möchtest DU denn? bzw. was kannst Du Dir vorstellen?

    LG Cadda

    Das ist klasse, dann hast Du ja schon einiges unternommen!

    Die Freischaltung in den offenen Bereich kann nach der Entgiftung in ein paar Tagen stattfinden.

    Solange kannst Du aber gern hier im Vorstellungsbereich bleiben und Dich schon mal weiter in den Geschichten umschauen.

    Guten Morgen Sykylar,

    erst einmal ist es toll, dass Du direkt Hilfe suchst und Deinen Rückfall unterbrechen willst, um nüchstern weiter zu machen.

    20 Jahre ist eine Hausnummer! Es zeigt, wie wichtig es ist, zu verinnerlichen, dass man auch nach langer Zeit rückfällig werden kann, wenn man sich aus den Augen verliert.

    Ich möchte Dir noch einmal einen Artikel mit auf den Weg geben, auch wenn Du das vielleicht selbst weißt: Ein kalter Entzug ist wirklich gefährlich, selbst wenn Du denkst, Du bist vielleicht schon über dem Berg.

    Was wäre so schlimm, sich einmal vom Arzt durchchecken zu lassen?

    LG Cadda

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Guten Morgen.

    Wie Du wahrscheinlich gelesen hast, gehöre ich zu den Kontrollverlustrinkerinnen. Ich konnte 1-2 Wochen ohne Alkohol leben, aber wenn ich getrunken habe, kam es fast immer zum totalen Blackout.

    So war es bei mir auch. Kontrollverlust während des Trinkens.

    Doch dort beginnt der Kontrollverlust ja nicht erst.

    Der Kontrollverlust beginnt ja schon dann, wenn mein Wille allei nicht ausreicht, gar nichts mehr zu trinken. Wenn ich mir vornehme "diese Woche nicht" oder "ab jetzt nur noch 2 Gläser" und es dann anders endet.

    Bin auch übervorsichtig, hab ja die letzten Jahre schon stark reduziert und mich auf diesen Moment vorbereitet!

    Dieses stark reduzieren gelang mir nur phasenweise. Das unterscheidet uns. Ich habe daher bis zum Schluss wirklich viel und oft gesoffen.

    "Auf diesen Moment vorbereitet"... Das wiederum war bei mir genau so. Ich hatte ich bereits Jahre lang im Forum mitgelesen, war sogar schon mal angemeldet, bin aber im Vorstellungsbereich quasi gescheitert, als mir geraten wurde zum Arzt zu gehen. Ich wollte heimlich trocken werden. Da ging es dann noch eine Runde weiter.

    Aber ich wusste irgendwann, dass ich nie wieder in meinem Leben etwas trinken werde, wenn es soweit ist, dass ich aufhöre. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich mich mit dem "nie wieder" konsequent angefreundet hatte. Ich hab also ein paar Jahre mit dem Wissen, dass ich Alkoholikerin bin und bald aufhören werde, weitergemacht.

    Als es dann soweit war, nach einem i-Tüpfelchen, da war ich durch meine Vorbereitung hier so entschlossen wie nie zuvor.

    Kein Kontrollverlust mehr, meine Freiheit zurück....

    LG Cadda

    Hallo zusammen,

    seit Anfang des Jahres habe ich mir vorgenommen, hier im offenen Bereich auch mal wieder etwas zu schreiben. Nun habe ich gerade einen Nachmittag am PC am Wickel und habe mein Tagebuch im offenen Bereich gesucht - und gefunden... und sehe, dass ich bereits im August angekündigt hatte, "demnächst" mal wieder etwas mehr zu schreiben :)

    Tja, die Zeit rennt würde ich mal sagen....

    Es geht mir gut. Das letzte Thema, welches ich hier behandelt habe, war meine Zuckersucht. Es ist besser geworden, seit meiner Erkenntnis, dass ich das nicht mehr witzig finden möchte, weil es suchtartige Verhaltensweisen hat. Aber weg ist es nicht. Ich hab immer noch mal Tage zwischendurch, an denen es mir plötzlich egal ist und ich einfach nur Lust habe auf dem Sofa zu sitzen und Chips/Schokolade zu essen, bis es leer ist. Das nervt mich weiterhin extrem, aber ich möchte mich auch nicht zu sehr schuldig fühlen. Ich trinke nicht mehr, ich rauche nicht, ich mache viel Sport, gehe mehrmals die Woche joggen, meine Werte sind gut, mein Gewicht ist so, wie ich es haben möchte... So rede ich mir das einfach mal zwischendurch wieder schön. Wie das halt so ist, wenn man Suchtverhalten an den Tag legt: Schön reden :)

    Ändern tut es an der Sache an sich trotzdem nichts: Dass ich etwas mache, was ich eigentlich nicht will. (Wo wir wieder bei der Willenstärke angekommen sind, die nachlässt, sobald es suchtartig ist, denn mein Wille ist eigentlich immer sehr stark, hier nicht).

    Ansonsten gehts mir aber wirklich gut. Ich gehe nach wie vor sehr gern zur Arbeit, wir sind ein super Team, ich bin gern dort. Privat habe ich in den letzten Jahren ja einiges an Veränderungen durch, die auch Trauer mit sich gebracht haben. Gerade in der Weihnachtszeit hat sich das wieder etwas mehr bemerkbar gemacht. Meine Eltern fehlen mir sehr.

    Doch ich sehe natürlich auch, was ich habe und bin unendlich dankbar dafür. Ich habe meine Söhne, meine Schwester, meine Schwiegerfamilie und meine engsten Freunde. Und ich kann die Zeit einfach gerade sehr genießen, nach wie vor nüchtern und dankbar, es geschafft zu haben, vor guten sechs Jahren mein altes Leben hinter mir zu lassen, in dem Partys und Saufen die Hauptrolle spielten. Das ist nicht mehr mein Leben und ich bin immer noch unendlich froh darüber. Das Gefühl von Freiheit habe ich nach wie vor genau so stark in mir, wie ganz am Anfang. Ich werde auch alles dafür geben, mir das zu erhalten :)

    Mehr fällt mir tatsächlich nicht ein, was ich hier berichten könnte. Ihr lest mich ja auch eh so quer durchs Forum, so dass ihr auch ohne mein Buch etwas von mir hört. Ich werde mir trotzdem Mühe geben, auch hier mal wieder öfter ein paar Zeilen zu lassen und es nicht wieder ein paar Monate in der Versenkung verschwinden zu lassen. Mal sehen ob es klappt :)

    LG Cadda

    In der nassen Zeit zeigt es sich im Kontrollverlust. In der trockenen Zeit ist es nicht anders. Die Krankheit ist nur gestoppt und der Kontrollverlust zum Schlummern gebracht.

    Jedoch werden statistisch gesehen weit über 90 % aller Alkoholiker wieder rückfällig. Warum? Ist ein Rückfall nicht auch ein Kontrollverlust? Das Hauptmerkmal der Krankheit und der Beweis, dass der Wille alleine nicht ausreicht?

    Ja, ich sehe das auch so, dass das der Beweis ist.

    Ab Alkoholiker, ob erkannt oder nicht erkannt. Ab Alkoholiker ist es vorbei mit dem Willen alleine.

    Auch da stimme ich Dir zu. Worüber ich mir in meinem Beitrag davor Gedanken gemacht habe ist: Ab wann handelt man denn nicht mehr nur mit dem bloßen Willen?

    Also jemand, der z.B. aufhören möchte zu trinken und sagt, dass er es aus seinem Willen allein heraus schafft, würde ja demnach scheitern.

    Es gibt aber ja einige Alkoholiker, die es ohne Entzugsklinik oder Therapie schaffen.

    Was ist bei denen zur ersten Person, die es nur mit dem eigenen Willen allein schaffen will, anders? Also wo fängt es an sich zu unterscheiden?

    In dem Moment, wo zusätzlich zum eigenen Willen ein Hausarzt besucht wird? In dem Moment, wo zusätzlich zum eigenen Willen eine SHG besucht wird? Oder ist das nicht von diesen "Taten" abhängig, sondern reicht da die von Dir angesprochene Erkenntnis, die Kapitulation nicht im Kampf mit dem Alkohol zu stehen?

    LG Cadda

    Hallo Hartmut.

    Hätte dieser Wille ausgereicht, wäre dann irgendjemand überhaupt Alkoholiker geworden? Willentlich?

    Ich denke bei starkem Missbrauch hätte der Wille noch ausgereicht. Aber wenn eine Grenze erst einmal überschritten ist und ich in der Sucht drin stecke, dann ist es eben zu spät. Weil ja gerade das Schönreden Merkmal der Alkoholkrankheit ist. Bis ich dann irgendwann erkannt hatte, Alkholikerin zu sein, hat der Wille allein nicht mehr ausgereicht.

    Ich bin sehr willensstark. Aber es hat etliche Male nicht funktioniert.

    Wer es mit Willen allein schafft, nie wieder was zu trinken, ist oder war kein Alkoholiker.

    Das sehe ich so, ja. Wobei ich mich natürlich frage: Wo hört das "mit Willen allein" auf? In dem Moment, wo ich mich bei jemandem geoutet habe? In dem Moment, wo ich mich bei einer SHG, z. B. hier im Forum anmelde? Oder schon in dem Moment, wo ich etwas in meinem Alltag ändere, z. B. mein Umfeld ändere?

    Der Wille ist erstmal grundlegend meiner Meinung nach, um es überhaupt angehen zu können. Ich wusste nämlich lange, dass ich Alkoholikerin bin, wollte aber trotzdem (noch) nicht aufhören.

    Der Wille gepaart mit einer Veränderung. So würde ich es beschreiben, um aufhören zu können.

    Wer nur Missbrauch betreibt, muss sicherlich keine Veränderung herbeiführen. Da könnte der Wille allein reichen. Oder?

    LG Cadda

    Es wäre nur toll, wenn Du auch ohne ihn etwas positives für Dich finden könntest.

    Wir können Dir doch nicht sagen, wie es in ihm aussieht.

    Was ist denn, wenn er gar nicht mehr will und die Pause nur verlangt hat, weil er sich nicht getraut hat, Schluss zu machen?
    Das muss nicht so sein, aber wenn, dann muss es doch auch weitergehen. Dann solltest Du Dich doch auch um Dich kümmern können, dass es DIR gut geht, unabhängig von ihm.

    Stell Dich Deiner größten Angst und mache Dir einen Plan B für Dich ganz allein. Das wäre mein Gedanke.

    Vielleicht brauchst Du den nicht, weil ihr nach der Therapie wieder zueinander findet.
    Aber man sollte seine Zufriedenheit niemals von einem Anderen abhängig machen, sondern sehen, dass es einem selbst gut geht.

    Versuche Dich mal mit Dir auseinander zu setzen.

    LG Cadda

    Wann habe ich denn ein gutes Grundgerüst?

    Wenn ich zufrieden trocken bin.

    Das hängt tatsächlich nicht von den Jahren ab meiner Meinung nach. Deshalb ist Deine Frage auch berechtigt. Sicherlich ist so manch frischer abstinent lebender weniger gefährdet, wenn er glücklich mit seiner Entscheidung ist, als ein langjähriger abstinent lebender Mensch, der nur mit der Faust in der Tasche „trocken“ ist.

    Aber die Wahrscheinlichkeit ist vielleicht größer, schon eine Zufriedenheit und Stabilität erlangt zu haben, wenn man länger trocken ist.

    Ich kann es nicht genau sagen, ob es so ist, da fehlt mir die Erfahrung. Ich war von Anfang an zufrieden und fühlte mich stabil.

    Wenn ich mich hier im Forum umschaue, kam das aber bei einigen erst mit der Zeit, der Entwicklung nach zu urteilen.

    Liebe Evelin, ich möchte Dein Buch nicht zerschießen, ich hoffe es war ok, dass wir uns weiter über Dein von Dir angesprochenes Thema ausgetauscht haben. Falls nicht, sag Bescheid, dann verschieben wir es.

    LG Cadda

    Ich wurde dort wohl mal wieder als "nicht so schlimm" eingestuft und bin wegen einer Tagesklinik auf der Warteliste

    Ich bin der Meinung, dass die Einstufung danach erfolgt, je nachdem, was Demjenigen der einstuft, berichtet wird.

    Ich wurde mal so eingestuft, als hätte ich wohl eine schwierige Phase und würde nur deshalb zu viel trinken.
    Klar. So hab ich es wohl auch rübergebracht.
    Die Wahrheit war, dass ich da schon richtig tief in der Sucht war.

    Als ich beim Hausarzt ankam und ohne Zweifel selbst berichtete, dass ich Alkoholikerin bin, wurde ich jedenfalls nicht mehr „eingestuft“.

    Die Einstufung kann nämlich nur ein einziger Mensch vornehmen:

    Ich selbst.

    Guten Morgen Evelin,

    Und ich denke viel darüber nach, ob ich tatsächlich nie mehr in einen Club gehe, was ja heißen würde, ich würde mich entscheiden nie mehr tanzen zu gehen. Ich habe für mich noch keine Antwort gefunden und momentan ist es auch nicht relevant für mich. Aber auch wenn im Club immer etwas eine Rolle spielt, ist es denn nicht entscheidend, ob es für mich eine Rolle spielt?

    Ich weiß, wie Du das meinst. Nur weil die Anderen um mich herum trinken oder etwas nehmen, muss ich das ja nicht auch tun und kann trotzdem dort tanzen. Das stimmt auch. Die Hand voll Menschen in einem Club, die da nur zum tanzen hingehen, ohne irgendetwas zu konsumieren, mag es ja auch geben und wenn Du irgendwan mal Lust hast, das zu tun, wenn Du gefestigter bist, dann ist das ganz allein Deine Sache.

    Wer mein Tagebuch gelesen hat, weiß, dass ich am Anfang sogar noch mehr zu Veranstaltungen gegangen bin, als im Laufe der späteren Zeit, jetzt fast gar nicht mehr. Das war ein Prozess. Ich möchte es hier nur einfach nicht raten, denn es ist schon Fakt, dass das was mit einem macht!

    Ich selbst habe mich zu keinem Zeitpunkt rückfallgefährdet gefühlt, alle die um mich herum waren, wussten zu 100%, dass ich Alkoholikerin bin und aufgehört habe zu trinken. MIr hätte niemand von meinen Leuten ein Getränk angeboten, im Gegenteil sie haben mich immer mit meinen alkoholfreien Getränken versorgt. Hätte ich plötzlich Suchtdruck bekommen und getrunken, dann hätte ich quasi einen Rückfall vor all meinen Freunden gehabt, das wäre sicherlich ein zusätzlicher Schutz gewesen, WENN ich denn mit den Situationen nicht zurecht gekommen wäre.

    Aber, jetzt kommt das große Aber: Im Nachhinein betrachtet, kann ich nur sagen, dass es definitiv etwas mit einem macht, wie oben beschrieben. Auch wenn es für MICH keine Rolle gespielt hat etwas zu trinken, für alle anderen um mich herum aber schon und diese Atmosphäre die springt über, ob man will oder nicht. Die kann dann mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit eben dazu führen, dass das Suchthirn anspringt. Und selbst wenn das nicht der Fall ist und man keinen Suchtdruck bekommt, was übrigens nicht nur auf der Veranstaltung der Fall sein muss, sondern auch einige Zeit später aus dem nichts kommen kann, weil das Gehirn einfach das Erlebte verarbeitet, dann ist es zumindest in den Gedanken. Man erlebt ja nun mal den alkoholgetränkten Abend, egal ob man selbst trinken möchte oder nicht und der Kopf ist dabei und das Unterbewusstsein.

    Nun kann ich für mich rückblickend sagen, dass es mir nicht in dem Sinne gefährlich geworden ist, dass ich jemals den Gedanken hatte, ob ich vielleicht mal wieder etwas trinken könnte. Aber habe ich es mir dadurch leicht gemacht? Sicherlich nicht.

    Ich möchte Dir und anderen Mitlesern ein Beispiel nennen: Ich bin im letzten Sommer 6 Jahre trocken gewesen und habe mich nie auf wackeligen Beinen gesehen. Für mich steht zu 100 % fest, dass ich nie wieder in meinem Leben trinken werde. Meine Interessen haben sich verändert, ich gehe selten zu Veranstaltungen. Im letzten Sommer war ich auf einer Veranstaltung, wo eine Vertraute meiner Familie quasi die Hauptrolle spielte und bei sich zu Hause abgeholt wurde. Dort wurde gefeiert und ich war mit dabei, weil sie mir wichtig ist und weil ich auch Lust dazu hatte. Ich war mittendrin zwischen den Feierwütigen und die Stimmung war bombastisch gut. Alle kennen mich, jeder weiß, dass ich nicht trinke, wir hatten trotzdem Spaß, wie immer wäre niemand auf die Idee gekommen mir was anzubieten. Im Gegenteil, auch nach all den Jahren bekomme ich immer noch gesagt "ich bin stolz auf Dich, weiter so, ich finde es klasse, dass Du nicht trinkst".

    Der Tag war toll. Irgendwann wurde es mir zu viel, ich ging nach Hause und legte mich auf meine Terrasse und bekam ein unfassbar mulmiges Gefühl. Als hätte ich einen Kater. Leicht depressive Verstimmung würde ich mein Gefühl beschreiben. Es ging mir nicht gut. Ich hatte aber keinen Grund, dass es mir nicht gut ging.

    Kurze Zeit später rief mich jemand Anderes aus meiner Familie an, der ebenfalls nichts mehr trinkt und auch auf dieser Feier war. Er fragte mich, wie es mir geht. Ihm würde es irgendwie nicht so gut gehen, er wollte reden. Nach dem Gespräch, in dem wir uns darüber austauschten, dass die Feier eigentlich toll war, aber es irgendwie trotzdem ein blödes Gefühl hinterlässt ging es uns beiden besser.

    Aber ich war wirklich erstaunt, was das Unterbewusstsein mit einem anstellt.

    Das war nicht nach jeder Veranstaltung oder Feier so, auf der ich war. Ich war Monate zuvor mit meinen Söhnen auf einem open air, weil dort DJs auflegten, die ich mega finde. Dort war ich auch und habe stundenlang getanzt. Danach hat sich nichts bei mir gemeldet, es ging mir wunderbar und es sprang auch nichts an.

    Was ich damit sagen will, auch Anderen, die hier mitlesen: Natürlich kann es sein, dass ihr ein Weggehen als einen tollen Abend verbuchen könnt. Aber fühlt Euch nicht zu sicher, wenn das so sein sollte. Es kann beim nächsten Mal ganz anders aussehen und auch viel später.

    Ja und da muss dann eben erstmal ein gutes Grundgerüst vorhanden sein, um eben damit auch umgehen zu können mit diesen Gefühlen, die dann auftreten können.

    Deshalb raten wir eben in der ersten Zeit davon ab und es ist einfach - egal wie man das Blatt dreht und wendet - sicherer, sich aus diesem Umfeld fern zu halten.

    Oft ist es dann auch so, dass sich der Wunsch von selbst erledigt. Denn wenn man nicht nur einfach die Zeit abwartet und ansonsten nichts verändert, bis man endlich wieder in einen Club oder sonst wo hingehen "darf", dann wird das nichts bringen.

    Wenn man aber etwas an seinem Umfeld ändert, etwas an seinen Gewohnheiten ändert. Dann wird der Drang automatisch eh nachlassen, weil die Interessen ganz andere sind.

    "Nur nicht trinken" reicht nicht. Und wenn man sich dann einen anderen Alltag geschaffen hat, als zu Saufzeiten dann wird der Drang so etwas zu erleben auch automatisch weniger. Und vor allem wird die eigene Stabilität und Sicherheit größer, so dass man eben gefestigter ist und besser mit manchen Situationen umgehen kann.

    Auch das ist natürlich keine Garantie, aber so ist zumindest meine Erfahrung.

    Und wenn der Drang zu tanzen so riesig ist, dass man es kaum aushält: Mucke aufreißen, laufen gehen, im Wohnzimmer in Sportsachen abdancen was das Zeug hält zu lauter Musik. Hilft auch manchmal :mrgreen:

    LG Cadda