Beiträge von Cadda

    Der Vorteil ist, dass Du Dir ein Leben aufbauen kannst ohne dieses Drama um Deinen alkoholsüchtigen Mann.

    Du hast Dich hier ja nicht angemeldet, weil Du so zufrieden bist, oder?

    Falls ja und Du sogar bereit wärst, dass Dein Mann trotz der beschriebenen Umstände noch näher an Dich rankommen dürfte, indem er wieder bei Dir einzieht, frage Ich mich, inwiefern Du Dir hier Hilfe erhoffst.

    Das ist nicht böse gemeint, sondern ganz ehrlich.

    Guten Morgen Turtle,

    Deine Situation tut mir unglaublich leid, da es sicherlich nochmal schwerer ist, sich abzugrenzen, wenn jemand mit Selbstmordgedanken spielt bzw. bereits Versuche hinter sich hat.

    Fakt ist, dass Du ihn weder vom Trinken abhalten kannst und wenn wir mal ehrlich sind, auch nicht davon, sich etwas anzutun. Das liegt einfach nicht in Deiner Verantwortung.

    Ich glaube, dass Du einfach gerade nicht viel tun kannst, außer auf Abstand zu gehen und Dir -wie Elly schon sinngemäß schrieb- Dich gut um Dich selbst zu kümmern!

    Ich würde mich der Frage gern anschließen, ob Du Dir vorstellen könntest, in die Heimat zurückzugehen?

    Schratte, Du kannst versuchen, sie vom Alkohol wegzubringen und weitere Jahrzehnte ins Land streichen lassen.

    Denn es wird vermutlich nur beim Versuch bleibt. Du hast ihr Verhalten nicht in der Hand.

    Du hast nur Dein eigenes Verhalten in der Hand.

    Und „Doch! Sie hat das Recht so zu leben, wie sie es gestaltet!“

    Du hast hingegen das Recht, das zu akzeptieren in dem Du bleibst oder es nicht zu akzeptieren und zu gehen.

    Das klingt hart und mag von ihr auch unfair sein, darüber kann man streiten. Bringt aber nichts.

    Du hast die Wahl, wie DU weiter leben möchtest.

    LG Cadda

    Guten Morgen Elizablau,

    das hört sich ziemlich anstrengend an. Anscheinend beteuert er ja, dass es besser wird, doch dadurch, dass Du daran nicht glaubst, sieht man, dass er wohl schon länger mit solchen Versprechen um die Ecke kommt.

    Leider kannst Du ihn nicht ändern, wenn er das anscheinend nicht möchte. Was kannst Du tun, damit es Dir besser geht? Hast Du schon mal darüber nachgedacht, Dich noch ein weiteres Mal zu trennen oder mit ihn darüber gesprochen, dass Du so nicht mehr weiter machen möchtest?

    Falls Du Dich regelmäßig austauschen möchtest, könntest Du den folgenden link anklicken und Dich für den offenen Bereich bewerben, damit wir Dich für den eigentlichen Austausch freischalten können.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    LG Cadda

    Guten Morgen Schratte.

    Das ist für Dich natürlich eine unschöne Situation. Aber so wie sich das liest gefällt es Deiner Frau eben so und sie möchte so leben. Das tut sie ja anscheinend auch seit 40 Jahren schon so und es sieht ja nicht danach aus, als ob sich daran etwas ändert. Das ist ja letztendlich auch ihr gutes Recht.

    Ob ihr das gefällt und warum sie das so macht, das wirst Du nicht herausbekommen. Da kannst Du noch so sehr analysieren. Und selbst wenn Du eine Ahnung hast, ändert sich ja auch nichts an der Tatsache.

    Ich schätze, Du wirst aufhören können, Dich mit ihren Verhaltensweisen zu befassen und Dich fragen: Möchte ich so weiter mit ihr zusammenleben?

    Du kannst leider nur Dein Verhalten beeinflussen. Nicht das Verhalten Deiner Frau.

    Was kannst Du also tun, um Deine Situation zu verbessern?

    LG Cadda

    Und ja, es wird das beste sein, mich mal um mich zu kümmern und mir Hilfe zu holen

    Das hast Du bereits getan!

    Du bist hier. Damit hast Du Dir schon mal Hilfe geholt. Du hast Dich um eine Selbsthilfegruppe bemüht und einsichtig bist Du noch dazu!

    Beste Voraussetzungen liebe Lulu :)

    Vor ihm hatte ich eine 11jährige Ehe in der ich häusliche Gewalt erleben musste, gegen mich und meine Kinder. Es hat mich unsagbar viel Mut und Kraft gekostet, da wegzukommen, aber das ist eine andere Geschichte.

    Und genau das zeigt eben Deine eigene Krankheit, die Co-Abhängigkeit.

    Du bist emotional gebunden und schaffst es nicht rechtzeitig zu gehen, obwohl Du weißt, dass Du Dich und die Kinder schützen solltest. Deshalb ist es gut, dass Du nun hier bist. Dass Du nicht auf Deinen Partner schaust, denn dem kannst Du nicht helfen, sondern eben auf Dich selbst.

    Es sind so viele hier, die Co-Abhängig sind. Nicht alle Partner von Alkoholikern sind co. Viele gehen eben auch, weil sie es sich selbst nicht mehr zumuten möchten. Diejenigen, die eben nicht gehen (können) sollten lernen, was sie tun können, um sich abzugrenzen.

    Co-Abhängigkeit besteht ja auch nicht nur in Bezug zum Alkohol. Co-abhängiges Verhalten ist auch bei Partnern möglich, die nicht trinken, aber eben aggressiv sind (ob verbal oder körperlich) und Dich eben nicht gut behandeln. Grenzen erreichen und für sich selbst sorgen, darum geht es im Kern und da kannst Du nur bei Dir selbst schauen, nicht mehr bei ihm.

    Jedenfalls kannst Du Dich von der Schuld frei machen, ihn im Stich zu lassen, wenn Du gehst.

    Schaue lieber nach der Schuld Dir und den Kindern gegenüber, wenn Du nicht gehst.

    Das ist nicht als Vorwurf gemeint (ich bin selbst zu lange in unerträglichen Situationen geblieben, sowohl als Alkoholikerin damals und auch als Co-Abhängige). Es ist nur als Denkanstoß gemeint.

    LG Cadda

    Guten Morgen Lulu,

    Du musst kein schlechtes Gewissen haben, dass Du ihn fallen lässt. Dein Handeln ist nur eine Konsequenz aus SEINEM Verhalten. Er hat DIch doch im Grunde genommen fallen gelassen, indem er trinkt und sich keine Hilfe holt.

    Es ist schwer, das stimmt. Doch da solltest Du dringend umdenken, denn Dich trifft keine Schuld. Es liegt in seiner Hand, wie Du Dich verhältst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Kloane,

    mir tut es einfach wirklich unendlich leid, was Dir da passiert ist. Ich kann und möchte mir das gar nicht vorstellen, was Eltern in so einer Situation durchmachen.

    Dass Du schreibst, dass zu keiner Zeit die Gefahr bestand, wieder zur Flasche zu greifen, finde ich großartig!!

    Du sorgst Dich um Deinen Schwiegersohn, aber denk immer dran, dass es nicht in Deiner Hand liegt. Wenn er wieder trinken will, dann wirst Du das nicht verhindern können.

    Die Sorgen, wenn man selbst alt wird, dass sich dann niemand kümmern wird, die sind bei mir noch in so weiter Ferne, dass ich darüber erstmal nachdenken musste, als ich Deinen Beitrag gestern las.

    Im ersten Moment dachte ich "Es gibt doch Pflegehilfen, Einrichtungen usw.". Doch das Emotionale ist ja auch nicht zu unterschätzen.

    Wenn ich da meine Oma ansehe, die im Pflegeheim lebt und so gut wie nichts mehr kann. Da kümmern sich die Pfleger natürlich um sie. Aber was ihr Leben wirklich noch lebenswert macht, ist vermutlich meine Tante, die dort mindestens zwei Mal die Woche einguckt oder ich als Enkeltochter. Sie hat ihre andere Tochter auch sehr früh verloren (meine Mutter). Da ist für sie so eine Welt zusammen gebrochen, dass sie seit dem immer weniger sprach und nun gar nicht mehr sprechen kann.

    Anders herum denke ich dann, die zwei Tage, die meine Tante bei ihr ist und sich kümmert, sind auch nur ein so kleiner Bruchteil ihres Lebens.

    Sie hat wirklich einen großartigen Bezug aufgebaut (obwohl sie nicht sprechen kann) zu den Angestellten, die dort tagtäglich sind. Zu anderen Bewohnern und sogar unter den Besuchern kennt man sich inzwischen und auch die lernen sich untereinander kennen.

    Was ich damit sagen will: Sie ist nicht allein und sie wäre auch nicht allein, wenn meine Tante oder ich nicht oft da wären.

    Das Kümmern übernehmen tolle Menschen, die sich das Kümmern zum Beruf gemacht haben.

    Das alles, was ich jetzt geschrieben habe, ist selbstverständlich NULL Trost zu Deinem Verlust. Das möchte ich überhaupt gar nicht damit sagen. Das Vermissen, die Trauer um Deine Tochter, das kann Dir niemand abnehmen und das wollte ich mit meinem Text auch nicht versuchen zu mildern.

    Lediglich Deine Sorge um das "Kümmern im Alter" wollte ich Dir ein wenig nehmen.

    Schreib doch gern ab und zu einmal, wie es Dir so ergeht.

    LG Cadda

    Gute Morgen Esmeralda,

    Es ist immer richtig, offen und ehrlich mit seinen Kindern zu sein, was das Thema angeht. So staut sich bei ihnen nichts an und sie haben das Gefühl, alles sagen zu können, was sie bedrückt.

    Meine Söhne waren 9 und 10, als ich aufhörte zu trinken und wir kurze Zeit davor auch beim trinkenden Ex ausgezogen waren. Ich habe damals direkt mit ihnen gesprochen. Das zieht sich bis heute. Wir reden jetzt nicht ständig darüber, aber so phasenweise kommt das Thema mal mehr, mal weniger auf. Sie sind jetzt 16 und fast 15 und gerade haben wir wieder öfter solche Gespräche, weil sie selbst in einem Alter angekommen sind, wo Alkohol eben Thema ist.

    Es ist sogar jetzt immer noch manchmal der Fall, dass sie mir Dinge erzählen, an die sie sich erinnern, wo ich innerlich zusammenzucke und es mir leid tut, bzw. ich mich schäme.

    Aber wie Du schon sagst, bringt es nichts, nach dem Motto "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" zu handeln und es nicht wissen zu wollen. Es ist ja eh passiert und in den Köpfen der Kinder drin. Ich sehe es eher so, dass es sicherlich Erleichterung für sie schafft, wenn sie von ihren Erlebnissen von damals eben erzählen können und Verständnis dafür bekommen bzw. eine Bestätigung, dass sie sich nicht getäuscht haben oder dass sie mit ihren Empfindungen richtig liegen. Ich denke, ihnen hilft das am meisten.

    Das ist mit Sicherheit besser, als es im Nachhinein klein zu reden. Ich muss auch nicht anfangen zu heulen, wenn es um damals geht und jedes Mal erneut um Verzeihung bitten. Aber mich hinterher hinstellen und sagen: "Ja, das war halt so, weil das und das....."(ähnlich hier schon mal gelesen im Forum) und eine Begründung für das damalige Verhalten finden... DAS hilft den Kindern mit Sicherheit nicht weiter.

    Ich wünsche Dir einen schönen Start in den Alltag. Meiner geht auch gleich los :)

    LG Cadda

    Hallo Luna,

    ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken. Wenn er das könnte, dann wäre er kein Alkoholiker.

    Lebenslange Abstinenz ist die einzige Möglichkeit die Sucht zu stoppen.

    Selbst Jahre lange Abstinenz führt nicht dazu, dass der Alkoholiker irgendwann wieder bei Null anfangen- und „normal“ trinken kann.

    Ist eine Grenze erst einmal überschritten, gibt es kein Zurück mehr.

    Daher sind das Hoffen und Tricks erfinden, besser mit dem Alkohol umzugehen völlig sinnlos.

    Das hört sich hart an, aber so ist es leider.

    LG Cadda

    Hallo Luna,

    darauf zu hoffen, dass er wach wird ist definitiv nicht die Lösung, denn es gibt etliche, wirklich etliche Alkoholiker die bis an ihr Lebensende süchtig bleiben und trinken

    Die Zeit rennt dann in der Zeit an einem vorbei und von dem Schaden, den die Kinder in so einem Umfeld erleiden, mal ganz zu schweigen.

    Wenn Du Dich austauschen möchtest, klicke doch einmal den Link an, den Elly Dir gesendet hat, dann können wir Dich freischalten.

    LG Cadda

    Hallo Luna.

    Ich war von Anfang an ehrlich und habe ihm gesagt das ich mir eine Beziehung nur vorstellen kann wenn er die Sucht behandeln lässt, allein schon weil ich 2 Kinder habe die bei mir leben. Er war einverstanden und machte einen Entzug, mir war natürlich klar das es Rückschritte geben wird und es nicht bei diesem einem Versuch, davon los zu kommen bleiben wird.

    Und das ist schon der Knackpunkt.

    Wenn ein Alkoholiker nicht von ganz allein aufhören WILL, dann wird das schwierig.

    Normalerweise ist es nicht klar, dass Rückfälle passieren. Sie gehören nicht zwangsläufig dazu.

    Ich hab alles mit ihm durch, Dilier, Krampfanfälle, Entzug,hab ihm immer zur Seite gestanden

    Das ist schlimm. Für Dich und die Kinder.

    Es ist gut, dass Du hier bist. Du bist nicht allein!

    Was kannst Du tun, um Dir und den Kindern zu helfen?

    Ihm kannst Du leider nicht helfen, so traurig das auch ist.

    LG Cadda

    Hallo Lulu,

    das hört sich grässlich an. Ich glaube, so möchte kein nicht abhängiger Mensch sein Leben verbringen.

    Das Problem ist dabei: Du kannst noch so viele Ideen haben (nur in der Woche usw), das bringt nichts.

    Selbst wenn er diese Ideen selbst hätte, wäre es genau so sinnlos, denn so wie Du Deinen Partner beschreibst, ist er bereits über eine gewisse Grenze hinaus und Alkoholiker können leider nicht kontrolliert trinken.

    Was kannst Du tun,damit es Dir und den Kindern besser geht?

    Was liegt in Deiner Macht sozusagen?

    Was Dein Mann tut, kannst Du wohl nicht beeinflussen.

    Falls Du Dich regelmäßig austauschen möchtest, lass ich Dir mal den Bewerbungslink für den offenen Bereich da.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Die Augen nicht mehr vor der Realität zu verschließen und in den Spiegel zu sehen.

    Ist das für Gemeinsamkeit?

    Ich glaube die Gemeinsamkeit ist der tiefe Wunsch nach Veränderung/Besserung der Situation, oft ausgelöst durch einen Tiefpunkt.

    Die Augen vor der Realität hatte ich schon lange nicht mehr verschlossen und den Blick in den Spiegel konnte ich auch nur noch schwer ertragen.

    Dennoch brauchte ich noch eine Zeit, bis ich handeln konnte.

    Das war beim Aufhören mit dem Saufen der Fall und bei der Trennung.

    Der einzige Unterschied war:

    Als Alkoholikerin:

    Beim Aufhören zu saufen ging es nach dem Prozess im Kopf von jetzt auf gleich, denn das gibt es nur Ganz oder gar nicht, nass oder trocken.

    Als Co.Abhängige:

    Bei der Trennung zog es sich, da hab ich mich nach und nach abgenabelt bis zum Kontaktabbruch.

    Im Nachhinein gesehen war das falsch. Da hätte ich mir auch direkt „Ganz oder gar nicht“ sagen sollen und den Kontakt zum (Ex)-Partner sofort abbrechen sollen, so wie ein Alkoholabhängiger eben auch nicht weniger trinken kann, sondern eben gar nicht mehr.

    Eine abrupte Trennung mit keinerlei Rumgeeier hätte mir eine Menge Leid und Zeit gespart.

    LG Cadda

    Ich sollte doch aus der Verantwortung heraus den Kindern, die an mich herantreten, es auch erklären und nicht abbügeln

    Absolut! Das ist sogar extrem wichtig. Wenn ich es abbügeln würde, dann würde ich es mir verdammt einfach machen, was wieder zu Lasten der Kinder gehen würde.

    Hier würde dann auch wieder das Wort „egoistisch“ ins Spiel kommen, denn das fände ich egoistisch und nicht im Sinne der Kinder.

    Aber beginnt denn nicht jede Selbsthilfe erstmal auch mit einem Vorwurf? Entweder nach außen oder an sich selbst?

    Für mich ganz klar: Ja!