Beiträge von Cadda
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Es ist ein ziemlich typisches Verhalten, die Schuld fürs Trinken beim Partner zu suchen „Kein Wunder, dass ich trinke….“.
Du sagst, er wird nicht gewalttätig und neigt nicht zu Ausbrüchen.
Aber Du beschreibst, dass sich seine Persönlichkeit verändert hat und er Dich belügt. Das reicht natürlich vollkommen aus, um unglücklich zu sein. Schlimmer geht immer….
Es ist traurig zu lesen, wie sehr Dein Mann sich verändert hat und ich kann vollkommen verstehen, dass es Dir unfassbar schwer fällt, loszulassen

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Hallo Maloeoss,
Heute von seiner Seite der Vorschlag, seinen Alkoholkonsum zu reduzieren.
Wenn das funktionieren könnte, würde das bedeuten, dass er die Kontrolle darüber hat, was als Alkoholiker nicht möglich ist.
Könnte er kontrolliert trinken, wäre er kein Alkoholiker.
Auf meinen Vorschlag, eine Woche lang komplett auf Alkohol zu verzichten kam die prompte Antwort: mache ich nicht.
Was wäre denn der Vorteil gewesen, wenn er sich darauf eingelassen hätte?
Es gibt Alkoholiker, die trinken ein ganzes Jahr nichts oder (wie ich) in beiden Schwangerschaften nicht.
Dadurch wird kein Alkoholiker geheilt.
Ich kenne jemanden, der ein Jahr verzichtet hat, um sich selbst zu beweisen, es würde auch ohne gehen und um dann mit einem „normalen Konsum“ also weniger weiter zu machen. Funktioniert nicht. Er hat bereits nach wenigen Tagen wie vorher gesoffen, Kontrollverlust.
Zeitliche Begrenzung bringt leider gar nichts. Der Wunsch nach lebenslanger Abstinenz muss von ihm selbst kommen, um die Alkoholkrankheit zu stoppen. Das ist leider hier nicht der Fall, was mir wirklich leid tut.
Es geht unendlich vielen so, auch hier im Forum. Du kannst nichts tun, so hart das ist. Jedenfalls nicht für ihn. Nur für Dich.
LG Cadda
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Guten Morgen Berta,
vielen Dank für Deine ehrliche Antwort, was das Trinken des alkoholfreien Bieres angeht. Das ist ein klassisches Beispiel und es zeigt sich, worum es eigentlich geht, wenn wir von alkoholfreiem Bier abraten.
Derjenige, der alkoholfreies Bier trinkt, will meiner Meinung nach das richtige Bier ersetzen, ein ähnliches Gefühl erzeugen. Sieht man daran, dass es dann ein "Problem" gibt, wenn kein alkoholfreies Bier wie in Deinem Fall vorhanden ist.
Da wird dann ein richtiges Bier zur Alternative, anstatt eine Cola/Fanta/Sprite/Selter.
Das Suchtverhalten verschwindet nicht durch das Trinken von alkoholfreiem Bier. Ich kenne es aus meinen Schwangerschaften. Ich habe während der Schwangerschaften nicht getrunken, auch nicht mal "ein Glas Rotwein, das nicht schadet". Gar nicht. ABER: Ich trank eben alkoholfreies Bier bzw. diese Fassbrause, weil das Gefühl, diese Flasche vor sich zu haben, dem richtigen Alkohol-trinken am meisten ähnelte. Es war ein Ersatz und als ich nicht mehr schwanger war, wurde das schnell wieder ausgetauscht in richtiges Bier.
Es ist vom Verstand her einfach - das erste Glas stehen lassen!
Das ist vom Grundsatz her richtig, aber eben nicht ausreichend. Das Umdenken muss halt auch stattfinden. Nicht mehr "Ich darf kein richtiges Bier mehr trinken, also muss es alkoholfreies sein, um dem Gefühl nahe zu kommen". Sondern eben: Ich möchte kein Bier mehr trinken und brauche daher auch kein alkoholfreies Bier mehr trinken, denn es soll dem Verhalten von früher eben NICHT ähneln".
Du bist wieder hier, Berta. Der Austausch findet statt. Du kannst auf dem richtigen Weg weiter machen!
LG Cadda
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6 Wochen ist doch schon mal ein super Anfang!
Wie geht es denn inzwischen mit dem Schlafen? Ist es schon etwas besser geworden?
LG Cadda
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Hallo Liesel.
Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema dorthin verschoben.
Hier geht es nun für Dich weiter.
LG Carina
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Hallo Eldamalu,
es ist so traurig zu lesen, dass Dein Mann Derjenige ist, der entscheiden darf/kann, ob er sich trennt oder nicht. Du bist nur Zuschauerin des ganzen Dramas, kein aktiver Teil, der mit gestaltet, wie es weitergeht. Es liegt alles in seinen Händen. Und das, obwohl er Derjenige ist, der froh sein müsste, dass Du ihn nicht verlässt. Stattdessen weist er sogar Dich von sich, nicht umgekehrt.
Das ist irgendwie doppelt bitter beim Lesen.
Ich wünsche Dir so sehr, dass Du ganz bald Deine Grenze endlich erreichst und handlungsfähig wirst.
LG Cadda
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Hallo maibisjuni,
ich hab Dich freigeschaltet für den offenen Bereich und Dein Thema direkt dorthin verschoben.
Hier geht es nun für Dich weiter

LG Cadda
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Guten Morgen Marli,
als ich eben Deinen Bericht gelesen habe, da hab ich mich richtig gefreut, was für einen super Schritt Du hingelegt hast.
Mein Sohn fragte mich, warum wir bei Oma schlafen. Ich habe versucht es ihm zu erklären, habe das erste mal offen mit ihm geredet. Natürlich kindgerecht. Keine Ahnung, ob das richtig war. Aber anlügen wollte ich ihn nicht. Und traurigererweise wusste er was ich meine, als ich ihm gesagt habe, dass Papa manchmal ja so komisch ist. Sagte mir, dass er das auch gemerkt hat und er das doof findet.
Das hast Du absolut super gemacht. Glaub mir, das ist meiner Meinung nach genau die richtige Art und Weise, auch wenn Dein Sohn noch nicht so alt ist. Er merkt es selbst, das hast Du ja nun sogar von ihm gehört, er findet es doof und er wurde durch das Gespräch durch Dich bestätigt!! Das wird für Deinen Sohn ein gutes Gefühl sein.
Sieh es mal so: Vorher fühlte er sich mit seinen Wahrnehmungen vielleicht allein oder unverstanden, weil ja niemand etwas getan hat.
Du hast gestern etwas getan. Du hast gehandelt, weil Du das Deinem Sohn nicht mehr zumuten wolltest. Dadurch hast Du Dich quasi in sein Team begeben, er wird sich sicherlich durch diese Aktion oder durch das Gespräch nicht mehr so allein mit seinen Wahrnehmungen fühlen. Im Gegenteil. Er hat nun das Gefühl bekommen, dass jemand auf ihn aufpasst und ihn schützen möchte.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Kinder es natürlich nicht toll finden, so eine Reise zu machen, weg von zu Hause, weil es natürlich ungemütlich und unschön ist. Diese Aktion, die Du da gestern gebracht hast, sollten sich aber genau diejenigen mal zum Beispiel nehmen, die zu Hause bleiben würden mit den Gedanken "Ich kann mein Kind doch jetzt nicht aus der Umgebung nehmen.... Ich kann doch nicht einfach mit ihm wegfahren, das ist doch nicht schön. Ich kann ja nichts machen, denn mein Mann geht einfach nicht. Ich möchte nicht, dass mein Kind noch mehr mitbekommt und leidet".
Es wird so viele Mütter mit genau diesen Gedankengängen geben, die dann einfach bleiben und das Kind lieber der Situation aussetzen anstatt zu handeln.
Und das ist falsch!!!!!
Weil es dem Kind mehr schadet, als einen Ausflug zur Oma zu machen, dem Kind zu kurz und kindgerecht (so wie Du) zu sagen, weshalb das nötig ist und ihm damit das Gefühl zu geben, dass die Mutter es schützt!!
Wirklich Marli, sei stolz auf Dich. Du hast im Sinne des Kindes gehandelt und das war großartig.
LG Cadda
Ich hoffe übrigens, dass viele betroffene Mütter das lesen und sich selbst motivieren, wenn sie mal in ähnlicher Lage sind, denn hier wurde wirklich im Sinne des Kindes gehandelt, ohne den bequemen Weg zu gehen.
Ich habe das selbst auch nicht immer getan. Irgendwann hab ich das dann gemacht und auch ich habe damals gemerkt: So ist es richtig. Nicht der bequeme Weg ist der beste Weg für das Kind. Sondern der Weg, der dem Kind das Gefühl gibt "Ich bin da. Ich sehe die Situation. Ich handele."
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Der Vorteil ist, dass Du Dir ein Leben aufbauen kannst ohne dieses Drama um Deinen alkoholsüchtigen Mann.
Du hast Dich hier ja nicht angemeldet, weil Du so zufrieden bist, oder?
Falls ja und Du sogar bereit wärst, dass Dein Mann trotz der beschriebenen Umstände noch näher an Dich rankommen dürfte, indem er wieder bei Dir einzieht, frage Ich mich, inwiefern Du Dir hier Hilfe erhoffst.
Das ist nicht böse gemeint, sondern ganz ehrlich.
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Guten Morgen Turtle,
Deine Situation tut mir unglaublich leid, da es sicherlich nochmal schwerer ist, sich abzugrenzen, wenn jemand mit Selbstmordgedanken spielt bzw. bereits Versuche hinter sich hat.
Fakt ist, dass Du ihn weder vom Trinken abhalten kannst und wenn wir mal ehrlich sind, auch nicht davon, sich etwas anzutun. Das liegt einfach nicht in Deiner Verantwortung.
Ich glaube, dass Du einfach gerade nicht viel tun kannst, außer auf Abstand zu gehen und Dir -wie Elly schon sinngemäß schrieb- Dich gut um Dich selbst zu kümmern!
Ich würde mich der Frage gern anschließen, ob Du Dir vorstellen könntest, in die Heimat zurückzugehen?
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Schratte, Du kannst versuchen, sie vom Alkohol wegzubringen und weitere Jahrzehnte ins Land streichen lassen.
Denn es wird vermutlich nur beim Versuch bleibt. Du hast ihr Verhalten nicht in der Hand.
Du hast nur Dein eigenes Verhalten in der Hand.
Und „Doch! Sie hat das Recht so zu leben, wie sie es gestaltet!“
Du hast hingegen das Recht, das zu akzeptieren in dem Du bleibst oder es nicht zu akzeptieren und zu gehen.
Das klingt hart und mag von ihr auch unfair sein, darüber kann man streiten. Bringt aber nichts.
Du hast die Wahl, wie DU weiter leben möchtest.
LG Cadda
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Guten Morgen Elizablau,
das hört sich ziemlich anstrengend an. Anscheinend beteuert er ja, dass es besser wird, doch dadurch, dass Du daran nicht glaubst, sieht man, dass er wohl schon länger mit solchen Versprechen um die Ecke kommt.
Leider kannst Du ihn nicht ändern, wenn er das anscheinend nicht möchte. Was kannst Du tun, damit es Dir besser geht? Hast Du schon mal darüber nachgedacht, Dich noch ein weiteres Mal zu trennen oder mit ihn darüber gesprochen, dass Du so nicht mehr weiter machen möchtest?
Falls Du Dich regelmäßig austauschen möchtest, könntest Du den folgenden link anklicken und Dich für den offenen Bereich bewerben, damit wir Dich für den eigentlichen Austausch freischalten können.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
LG Cadda
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Guten Morgen Schratte.
Das ist für Dich natürlich eine unschöne Situation. Aber so wie sich das liest gefällt es Deiner Frau eben so und sie möchte so leben. Das tut sie ja anscheinend auch seit 40 Jahren schon so und es sieht ja nicht danach aus, als ob sich daran etwas ändert. Das ist ja letztendlich auch ihr gutes Recht.
Ob ihr das gefällt und warum sie das so macht, das wirst Du nicht herausbekommen. Da kannst Du noch so sehr analysieren. Und selbst wenn Du eine Ahnung hast, ändert sich ja auch nichts an der Tatsache.
Ich schätze, Du wirst aufhören können, Dich mit ihren Verhaltensweisen zu befassen und Dich fragen: Möchte ich so weiter mit ihr zusammenleben?
Du kannst leider nur Dein Verhalten beeinflussen. Nicht das Verhalten Deiner Frau.
Was kannst Du also tun, um Deine Situation zu verbessern?
LG Cadda
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Herzlich Willkommen Steffi,
Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben.
Hier geht es also weiter

LG Cadda
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Hallo Steffi,
Du wirfst seiner Mutter vor, mit schuldig zu sein, weil sie ihn unterstützt.
Dich Du tust Dich genau das gleiche, nur in anderen Bereichen.
Wie könntest Du Dich besser abgrenzen?
LG Cadda
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Und ja, es wird das beste sein, mich mal um mich zu kümmern und mir Hilfe zu holen
Das hast Du bereits getan!
Du bist hier. Damit hast Du Dir schon mal Hilfe geholt. Du hast Dich um eine Selbsthilfegruppe bemüht und einsichtig bist Du noch dazu!
Beste Voraussetzungen liebe Lulu

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Vor ihm hatte ich eine 11jährige Ehe in der ich häusliche Gewalt erleben musste, gegen mich und meine Kinder. Es hat mich unsagbar viel Mut und Kraft gekostet, da wegzukommen, aber das ist eine andere Geschichte.
Und genau das zeigt eben Deine eigene Krankheit, die Co-Abhängigkeit.
Du bist emotional gebunden und schaffst es nicht rechtzeitig zu gehen, obwohl Du weißt, dass Du Dich und die Kinder schützen solltest. Deshalb ist es gut, dass Du nun hier bist. Dass Du nicht auf Deinen Partner schaust, denn dem kannst Du nicht helfen, sondern eben auf Dich selbst.
Es sind so viele hier, die Co-Abhängig sind. Nicht alle Partner von Alkoholikern sind co. Viele gehen eben auch, weil sie es sich selbst nicht mehr zumuten möchten. Diejenigen, die eben nicht gehen (können) sollten lernen, was sie tun können, um sich abzugrenzen.
Co-Abhängigkeit besteht ja auch nicht nur in Bezug zum Alkohol. Co-abhängiges Verhalten ist auch bei Partnern möglich, die nicht trinken, aber eben aggressiv sind (ob verbal oder körperlich) und Dich eben nicht gut behandeln. Grenzen erreichen und für sich selbst sorgen, darum geht es im Kern und da kannst Du nur bei Dir selbst schauen, nicht mehr bei ihm.
Jedenfalls kannst Du Dich von der Schuld frei machen, ihn im Stich zu lassen, wenn Du gehst.
Schaue lieber nach der Schuld Dir und den Kindern gegenüber, wenn Du nicht gehst.
Das ist nicht als Vorwurf gemeint (ich bin selbst zu lange in unerträglichen Situationen geblieben, sowohl als Alkoholikerin damals und auch als Co-Abhängige). Es ist nur als Denkanstoß gemeint.
LG Cadda
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Guten Morgen Lulu,
Du musst kein schlechtes Gewissen haben, dass Du ihn fallen lässt. Dein Handeln ist nur eine Konsequenz aus SEINEM Verhalten. Er hat DIch doch im Grunde genommen fallen gelassen, indem er trinkt und sich keine Hilfe holt.
Es ist schwer, das stimmt. Doch da solltest Du dringend umdenken, denn Dich trifft keine Schuld. Es liegt in seiner Hand, wie Du Dich verhältst.
LG Cadda
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Guten Morgen Kloane,
mir tut es einfach wirklich unendlich leid, was Dir da passiert ist. Ich kann und möchte mir das gar nicht vorstellen, was Eltern in so einer Situation durchmachen.
Dass Du schreibst, dass zu keiner Zeit die Gefahr bestand, wieder zur Flasche zu greifen, finde ich großartig!!
Du sorgst Dich um Deinen Schwiegersohn, aber denk immer dran, dass es nicht in Deiner Hand liegt. Wenn er wieder trinken will, dann wirst Du das nicht verhindern können.
Die Sorgen, wenn man selbst alt wird, dass sich dann niemand kümmern wird, die sind bei mir noch in so weiter Ferne, dass ich darüber erstmal nachdenken musste, als ich Deinen Beitrag gestern las.
Im ersten Moment dachte ich "Es gibt doch Pflegehilfen, Einrichtungen usw.". Doch das Emotionale ist ja auch nicht zu unterschätzen.
Wenn ich da meine Oma ansehe, die im Pflegeheim lebt und so gut wie nichts mehr kann. Da kümmern sich die Pfleger natürlich um sie. Aber was ihr Leben wirklich noch lebenswert macht, ist vermutlich meine Tante, die dort mindestens zwei Mal die Woche einguckt oder ich als Enkeltochter. Sie hat ihre andere Tochter auch sehr früh verloren (meine Mutter). Da ist für sie so eine Welt zusammen gebrochen, dass sie seit dem immer weniger sprach und nun gar nicht mehr sprechen kann.
Anders herum denke ich dann, die zwei Tage, die meine Tante bei ihr ist und sich kümmert, sind auch nur ein so kleiner Bruchteil ihres Lebens.
Sie hat wirklich einen großartigen Bezug aufgebaut (obwohl sie nicht sprechen kann) zu den Angestellten, die dort tagtäglich sind. Zu anderen Bewohnern und sogar unter den Besuchern kennt man sich inzwischen und auch die lernen sich untereinander kennen.
Was ich damit sagen will: Sie ist nicht allein und sie wäre auch nicht allein, wenn meine Tante oder ich nicht oft da wären.
Das Kümmern übernehmen tolle Menschen, die sich das Kümmern zum Beruf gemacht haben.
Das alles, was ich jetzt geschrieben habe, ist selbstverständlich NULL Trost zu Deinem Verlust. Das möchte ich überhaupt gar nicht damit sagen. Das Vermissen, die Trauer um Deine Tochter, das kann Dir niemand abnehmen und das wollte ich mit meinem Text auch nicht versuchen zu mildern.
Lediglich Deine Sorge um das "Kümmern im Alter" wollte ich Dir ein wenig nehmen.
Schreib doch gern ab und zu einmal, wie es Dir so ergeht.
LG Cadda