Beiträge von Cadda

    Richtig bitter wird es dann natürlich, wenn man anfängt gegen die Katererscheinungen anzutrinken.

    Das ist gar nicht selten bei Alkoholikern. Ich bin damals liebend gern zu einem Frühschoppen gegangen oder zum Sektfrühstück, um das Katergefühl vom Vorabend loszuwerden.

    Später hab ich mich nicht gescheut, mir Sekt in den O-Saft zu kippen. Ein Glas und es wurde (erstmal) erträglicher.

    Ich wette, das machen mehr Alkoholiker, als sie zugeben.

    Und Du hast Recht: Die Tatsache, gegen seinen Kater antrinken zu müssen ist wirklich sehr bitter.

    LG Cadda

    Hallo nochmal,

    ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema auch direkt dorthin verschoben. Den Betreff habe ich mal um Deinen Usernamen erweitert, damit Du besser gefunden werden kannst.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch. Es ist gut, dass Du hier bist :)

    LG Cadda

    Guten Morgen Zitronenfalter,

    schön, dass Du hier her gefunden hast. Mir tut Deine Situation sehr leid und ich weiß, wie schwer es ist, wenn man zusehen muss und nicht helfen kann. Du schreibst am Ende Deiner Vorstellung, dass Du Dich nun getrennt hast und es für Dich und Deine Kinder durchziehen willst. Das ist absolut das Richtige, so wie Du die Situation oben beschreibst. Ich kann Dich nur bestärken, dabei zu bleiben.

    Damit Dir das "leichter" fällt, könntest Du Dich hier austauschen, wenn Du möchtest. Es gibt hier so viele Geschichten, die Deiner ähneln. Falls Du für den offenen Bereich freigeschaltet werden möchtest, bewirb Dich doch kurz über den nachfolgenden link.


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    LG Cadda

    Hallo liebe Biffi,

    hat mich gefreut, Dich im Chat getroffen zu haben. Das wollte ich vorhin schon schreiben, aber dann ist es noch gesendet worden.

    Was noch wichtig ist:

    Du bist bereits freigeschaltet und kannst Dich sehr gern mit Anderen austauschen. Wenn Du woanders bei Jemandem im Thema etwas schreiben möchtest, klicke unten in das Schreibfeld und auf Antworten. Genau wie bei Dir selbst im Thema auch.

    LG Cadda

    Meine Frau gibt mir jedoch oft das Gefühl, dass ich ja mal wieder normal trinken könnte.

    Sie meint zu besonderen Anlässen wäre das doch voll okay.

    Wenn das funktionieren würde, dass Du normal trinken könntest und nur zu besonderen Anlässen, dann wärst Du ja nicht hier. Das wirst Du sicherlich schon oft versucht haben in der Vergangenheit. Und was damals nicht funktioniert hat, weil die Grenze zur Sucht überschritten wurde, wird auch nach einer Trinkpause nicht funktionieren. Denn nichts anderes wäre es ja, wenn Du es wieder vergeblich versuchen würdest: Eine Trinkpause.

    Denkt Deine Frau, eine Alkoholsucht wäre heilbar? Sprich, wenn Du eine lange Zeit nichts getrunken hast, würdest Du mit Deinem Trinkverhalten quasi von vorne anfangen? Dem ist nicht so. Es würde da weitergehen, wo es aufgehört hat. Vielleicht solltest Du ihr das mal bewusst machen, anstatt ihr nur zu sagen, dass Du auch mit Fanta anstoßen kannst, damit sie das nachvollziehen kann, weshalb Du abstinent leben möchtest.

    LG Cadda

    Die Motivation muss von ihr kommen.

    Genau so ist es. Anders geht es absolut nicht.

    Bei mir kam die Motivation nicht aus der Situation heraus, dass mir geholfen wurde und mir die Dinge, die ich nicht geschafft habe, abgenommen wurden. Bei mir kam die Motivation eher da heraus, dass ich alles machen musste, was das Mutter-Sein von mir abverlangt hat und ich einfach immer weiter nach unten abgerutscht bin, weil ich es kaum noch geschafft habe. Wenn jemand mir die ganzen Sachen, die ich durch mein Betrunken-Sein und Kater-Ausschlafen nicht machen konnte, abgenommen hätte, dann wäre es für mich auf jeden Fall erträglicher gewesen und ich hätte wohl noch länger gebraucht, um meine eigene Motivation zu finden.

    Dass es schwierig für Dich ist, weil Du natürlich auch für Deinen Sohn die größtmögliche Normalität erhalten möchtest, das verstehe ich total. Wobei das, was ihm da vorgelebt wird, ja sicherlich auch nicht schön für ihn ist. Es ist wirklich eine verzwickte Situation.

    Ich glaube, ich würde ihr Schritt für Schritt klar machen, dass es so auf Dauer nicht weitergehen wird und Du Dich nicht mehr um alles allein kümmern wirst. Dass Du als erstes auf Deinen Sohn achtest, ist klar. Aber ich würde alles an Bequemlichkeit aus der Sache rausnehmen, damit die Motivation zu Handeln überhaupt kommen kann.

    Das ist nur das, was ich persönlich machen würde, weil ich selbst weiß, dass sich die Schlinge immer weiter zugezogen hat, umso unbequemer es wurde. Wie Du reagierst, musst Du letztendlich selbst aus der Situation heraus entscheiden.

    Vielleicht nimmst Du Dir die Zeit und liest Dich hier mal ein wenig durch die Themen. Oftmals gehen einem da schon ein paar Lichter auf oder Gedanken werden in Gange gesetzt.

    LG Cadda

    Hallo Yellow,

    ich habe Dich freigeschaltet und Dein Thema direkt in den offenen Bereich in den Angehörigenbereich verschoben. Vor den Betreff habe ich zur besseren Übersicht Deinen Usernamen gesetzt.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch, Schön, dass Du hier angekommen bist, das wird Dir bestimmt helfen.

    LG Cadda

    Korrigiert mich, aber eine gewisse Struktut im Leben ist doch gerade bei Suchterkrankungen wichtig.

    Das sehe ich etwas anders. Solange ich eine Struktur im Leben habe und mein Alltag für mich geregelt wird, läuft doch alles. Umso weniger merke ich, dass ich dringend etwas ändern muss, um meinem Leben wieder eine Struktur geben zu können, die durch mich selbst erlangt wird.

    Je mehr mein Leben aus den Fugen geraten ist, umso eher bin ich an meinen persönlichen Tiefpunkt gelangt, so dass ich endlich aus der Sucht heraus wollte.

    Ich denke nicht, dass Deine Frau Bedarf sehen wird, dass sie endlich aus der Sucht raus muss. Denn wie gesagt: Der Alltag wird ja geregelt, die Struktur ist durch Dich da. Sie hat ihr Auffangnetz, also kann alles so bleiben, wie es ist. So sehe ich persönlich das als trockene Alkoholikerin und ehemals Co.Abhängige.

    LG Cadda

    es gibt auch Menschen, die keinen Alkohol trinken und unter Depressionen leiden. Dein Beitrag liest sich gerade so, als würden Depressionen ausschließlich vom Alkohol kommen.

    Das war nicht beabsichtigt. Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die Depressionen haben, ohne Alkohol zu trinken. Ich habe sogar Jemanden im engsten Familienkreis.

    Hier ist das aber ja nicht der Fall. Hier spielen Depressionen und Alkohol zusammen. Und da ich hier im Forum schon sehr oft gelesen habe, dass Süchtige zuerst ihre Depressionen in Angriff nehmen wollen, weil sie denken, das Alkoholproblem erledigt sich dann von selbst, habe ich es einfach erwähnt. War vielleicht auch etwas weit vorgegriffen, da ja gar nicht ersichtlich ist, ob es in diesem Fall so begründet wird.

    Hallo los,

    es ist gut, dass Du Dich hier angemeldet hast, denn ich kann total verstehen, dass Du nicht mehr weiter weißt. Du schreibst, dass Deine Frau Depressionen hat. Das wird sich mit Sicherheit auch nicht ändern, da es eine Begleiterscheinung der Alkoholsucht ist. Viele Alkoholiker reden sich ja ein, dass sie trinken, weil sie Depressionen haben und versuchen, zuerst diese in den Griff zu bekommen, um dann die Sucht in Angriff zu nehmen. Nur leider kann das nicht funktionieren, anders herum wird ein Schuh draus.

    Du schreibst nicht, dass Deine Frau aktuell etwas ändern möchte. Ist ja auch recht bequem für sie, da Du Dich um alles kümmerst. Manchmal ist Nichthilfe die bessere Hilfe.

    Hier gibt es sehr viele Geschichten, die Deiner ähneln. Wenn Du Dich gern mit Betroffenen austauschen möchtest, dann fülle doch den Bewerbungslink aus, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Erna,

    ich lese viel heraus, dass die Motivation nicht mehr zu trinken vor allen Dingen daher kommt, dass Du Deinem Sohn das nicht mehr antun möchtest. Doch was ist mit Dir?

    Du hast in Deinem ersten Beitrag geschrieben, dass Du nicht mehr neben Männern aufwachen möchtest, nicht mehr zu viel Geld ausgeben möchtest, dass Du nicht mehr vors Haus kotzen möchtest, dass Du Deiner Chefin oder Kollegen keine peinlichen Nachrichten mehr senden möchtest und so weiter und so fort. Das sind ja im Grunde genommen alles Dinge, womit Du in erster Linie DIR schadest. Das Alles wäre ja auch vorhanden, wenn Du keine Kinder hättest.

    Wären das Dinge, die Du für Dich persönlich ertragen könntest, wenn Du Dich nicht vor Deinem Sohn schämen würdest?

    Die Frage ist ernst gemeint. Es gibt hier ja auch Geschichten von Co.Abhängigen, wo ich mich frage, ob ihre persönliche Schmerzgrenze vielleicht noch gar nicht erreicht ist und sie sich nur trennen, weil sie sich trennen "müssen", schon allein, damit die Kinder nicht mehr weiter leiden. Wie ist das bei Dir? Wenn Du keinen Sohn hättest. Könntest Du mit den oben beschriebenen Beispielen, die Du selbst berichtet hast, leben? Bzw. würdest Du das Deiner Meinung nach ertragen können diese Scham?

    LG Cadda

    Guten Morgen Erna,

    ich glaube, das kann Alex gar nicht mehr groß beeinflussen und wird vermutlich bei Deinem Sohn (vielleicht still und leise) ähnlich sein. Kinder von Alkoholikern bekommen da einen sensibleren Blick drauf, das kommt denke ich ganz automatisch.

    "Den Schaden so gut wie möglich begrenzen", genau darum geht es meiner Meinung nach. Rückgängig machen kannst Du es eh nicht mehr. So geht es mir auch. Aber ich konnte den Schaden so gut es geht begrenzen. Das kannst Du auch. Es liegt in Deiner Hand.

    LG Cadda

    Hallo Beere,

    es ist toll, dass Du Dich entschieden hast, dass Du nichts mehr trinken möchtest. Ein Termin bei Deiner Ärztin hast Du auch gemacht, sehr gut.

    Gerade, weil viele Leute hier mitlesen möchte ich aber anmerken, dass Du Glück hattest, denn ein kalter Entzug, also das plötzliche Absetzen von Alkohol ist gefährlich.

    Kennst Du schon unsere Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    LG Cadda

    Hallo Uwe,

    schrecklich und schuldig fühlen… das kann ich zwar aus eigener Erfahrung verstehen, aber Du änderst damit nicht die Vergangenheit.

    Sieh es mal so: Du hast nun die Möglichkeit, es besser zu machen!!! Du hast es selbst in der Hand, wie Du Dich nun verhältst. Wenn Du auf Deinem Weg bleibst, bist Du frei und kannst wieder selbst Entscheidungen treffen. Du hast sicherlich die Möglichkeit, vieles wieder gut zu machen.

    LG Cadda

    Hallo Just for life,

    ich bin mal ehrlich: Als ich neulich Deinen Bericht hier gelesen habe, hab ich mich wirklich gefragt, warum Du Dir das antust, dort hinzuziehen.

    Klar verstehe ich die vielen Vorteile, aber der Nachteil stellt irgendwie alles Andere in den Schatten, finde ich.

    Es ist Deine Sache, das ist ganz klar. Aber Deinen Gedanken, wieder in Deine Stadtwohnung zurückzukehren halte ich . was Deine Trockenheit angeht - für den absolut richtigen Gedanken.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    es spielt letztendlich ja überhaupt gar keine Rolle, ob es nun wirklich Narzissmus ist oder nicht. Mir ist aufgefallen, dass eigentlich fast jedem, mit dem man selbst nicht zurecht kommt, diese Persönlichkeitsstörung vorgeworfen werden kann.

    Bei manchen mag es stimmen, aber was ändert das letztendlich? Warum versuchen viele immer eine Begründung für schlechtes Verhalten eines Menschen zu finden? Wie gesagt, es ändert ja nichts. Fakt ist: Ich komme mit einem Menschen nicht zurecht. Das ändert sich ja auch nicht, wenn ich die Begründung dafür suche oder finde.

    Wenn jemand ständig versucht, sich zu erklären, warum ich Alkoholikerin wurde, dann ändert das für meinen Gegenüber ja gar nichts.

    Erst wenn ICH vielleicht versuche, mir selbst zu erklären, warum ich Alkoholikerin bin und dann etwas an meiner Art ändere, dann kann es funktionieren, aber nicht mal dann ist das gesagt.

    Worauf ich hinaus will: Selbst bei gefundener Erklärung für ein Verhalten bleibt das Verhalten meines Gegenübers für mich komplett unverändert.

    LG Cadda