Beiträge von Cadda

    Korrigiert mich, aber eine gewisse Struktut im Leben ist doch gerade bei Suchterkrankungen wichtig.

    Das sehe ich etwas anders. Solange ich eine Struktur im Leben habe und mein Alltag für mich geregelt wird, läuft doch alles. Umso weniger merke ich, dass ich dringend etwas ändern muss, um meinem Leben wieder eine Struktur geben zu können, die durch mich selbst erlangt wird.

    Je mehr mein Leben aus den Fugen geraten ist, umso eher bin ich an meinen persönlichen Tiefpunkt gelangt, so dass ich endlich aus der Sucht heraus wollte.

    Ich denke nicht, dass Deine Frau Bedarf sehen wird, dass sie endlich aus der Sucht raus muss. Denn wie gesagt: Der Alltag wird ja geregelt, die Struktur ist durch Dich da. Sie hat ihr Auffangnetz, also kann alles so bleiben, wie es ist. So sehe ich persönlich das als trockene Alkoholikerin und ehemals Co.Abhängige.

    LG Cadda

    es gibt auch Menschen, die keinen Alkohol trinken und unter Depressionen leiden. Dein Beitrag liest sich gerade so, als würden Depressionen ausschließlich vom Alkohol kommen.

    Das war nicht beabsichtigt. Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die Depressionen haben, ohne Alkohol zu trinken. Ich habe sogar Jemanden im engsten Familienkreis.

    Hier ist das aber ja nicht der Fall. Hier spielen Depressionen und Alkohol zusammen. Und da ich hier im Forum schon sehr oft gelesen habe, dass Süchtige zuerst ihre Depressionen in Angriff nehmen wollen, weil sie denken, das Alkoholproblem erledigt sich dann von selbst, habe ich es einfach erwähnt. War vielleicht auch etwas weit vorgegriffen, da ja gar nicht ersichtlich ist, ob es in diesem Fall so begründet wird.

    Hallo los,

    es ist gut, dass Du Dich hier angemeldet hast, denn ich kann total verstehen, dass Du nicht mehr weiter weißt. Du schreibst, dass Deine Frau Depressionen hat. Das wird sich mit Sicherheit auch nicht ändern, da es eine Begleiterscheinung der Alkoholsucht ist. Viele Alkoholiker reden sich ja ein, dass sie trinken, weil sie Depressionen haben und versuchen, zuerst diese in den Griff zu bekommen, um dann die Sucht in Angriff zu nehmen. Nur leider kann das nicht funktionieren, anders herum wird ein Schuh draus.

    Du schreibst nicht, dass Deine Frau aktuell etwas ändern möchte. Ist ja auch recht bequem für sie, da Du Dich um alles kümmerst. Manchmal ist Nichthilfe die bessere Hilfe.

    Hier gibt es sehr viele Geschichten, die Deiner ähneln. Wenn Du Dich gern mit Betroffenen austauschen möchtest, dann fülle doch den Bewerbungslink aus, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Erna,

    ich lese viel heraus, dass die Motivation nicht mehr zu trinken vor allen Dingen daher kommt, dass Du Deinem Sohn das nicht mehr antun möchtest. Doch was ist mit Dir?

    Du hast in Deinem ersten Beitrag geschrieben, dass Du nicht mehr neben Männern aufwachen möchtest, nicht mehr zu viel Geld ausgeben möchtest, dass Du nicht mehr vors Haus kotzen möchtest, dass Du Deiner Chefin oder Kollegen keine peinlichen Nachrichten mehr senden möchtest und so weiter und so fort. Das sind ja im Grunde genommen alles Dinge, womit Du in erster Linie DIR schadest. Das Alles wäre ja auch vorhanden, wenn Du keine Kinder hättest.

    Wären das Dinge, die Du für Dich persönlich ertragen könntest, wenn Du Dich nicht vor Deinem Sohn schämen würdest?

    Die Frage ist ernst gemeint. Es gibt hier ja auch Geschichten von Co.Abhängigen, wo ich mich frage, ob ihre persönliche Schmerzgrenze vielleicht noch gar nicht erreicht ist und sie sich nur trennen, weil sie sich trennen "müssen", schon allein, damit die Kinder nicht mehr weiter leiden. Wie ist das bei Dir? Wenn Du keinen Sohn hättest. Könntest Du mit den oben beschriebenen Beispielen, die Du selbst berichtet hast, leben? Bzw. würdest Du das Deiner Meinung nach ertragen können diese Scham?

    LG Cadda

    Guten Morgen Erna,

    ich glaube, das kann Alex gar nicht mehr groß beeinflussen und wird vermutlich bei Deinem Sohn (vielleicht still und leise) ähnlich sein. Kinder von Alkoholikern bekommen da einen sensibleren Blick drauf, das kommt denke ich ganz automatisch.

    "Den Schaden so gut wie möglich begrenzen", genau darum geht es meiner Meinung nach. Rückgängig machen kannst Du es eh nicht mehr. So geht es mir auch. Aber ich konnte den Schaden so gut es geht begrenzen. Das kannst Du auch. Es liegt in Deiner Hand.

    LG Cadda

    Hallo Beere,

    es ist toll, dass Du Dich entschieden hast, dass Du nichts mehr trinken möchtest. Ein Termin bei Deiner Ärztin hast Du auch gemacht, sehr gut.

    Gerade, weil viele Leute hier mitlesen möchte ich aber anmerken, dass Du Glück hattest, denn ein kalter Entzug, also das plötzliche Absetzen von Alkohol ist gefährlich.

    Kennst Du schon unsere Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    LG Cadda

    Hallo Uwe,

    schrecklich und schuldig fühlen… das kann ich zwar aus eigener Erfahrung verstehen, aber Du änderst damit nicht die Vergangenheit.

    Sieh es mal so: Du hast nun die Möglichkeit, es besser zu machen!!! Du hast es selbst in der Hand, wie Du Dich nun verhältst. Wenn Du auf Deinem Weg bleibst, bist Du frei und kannst wieder selbst Entscheidungen treffen. Du hast sicherlich die Möglichkeit, vieles wieder gut zu machen.

    LG Cadda

    Hallo Just for life,

    ich bin mal ehrlich: Als ich neulich Deinen Bericht hier gelesen habe, hab ich mich wirklich gefragt, warum Du Dir das antust, dort hinzuziehen.

    Klar verstehe ich die vielen Vorteile, aber der Nachteil stellt irgendwie alles Andere in den Schatten, finde ich.

    Es ist Deine Sache, das ist ganz klar. Aber Deinen Gedanken, wieder in Deine Stadtwohnung zurückzukehren halte ich . was Deine Trockenheit angeht - für den absolut richtigen Gedanken.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    es spielt letztendlich ja überhaupt gar keine Rolle, ob es nun wirklich Narzissmus ist oder nicht. Mir ist aufgefallen, dass eigentlich fast jedem, mit dem man selbst nicht zurecht kommt, diese Persönlichkeitsstörung vorgeworfen werden kann.

    Bei manchen mag es stimmen, aber was ändert das letztendlich? Warum versuchen viele immer eine Begründung für schlechtes Verhalten eines Menschen zu finden? Wie gesagt, es ändert ja nichts. Fakt ist: Ich komme mit einem Menschen nicht zurecht. Das ändert sich ja auch nicht, wenn ich die Begründung dafür suche oder finde.

    Wenn jemand ständig versucht, sich zu erklären, warum ich Alkoholikerin wurde, dann ändert das für meinen Gegenüber ja gar nichts.

    Erst wenn ICH vielleicht versuche, mir selbst zu erklären, warum ich Alkoholikerin bin und dann etwas an meiner Art ändere, dann kann es funktionieren, aber nicht mal dann ist das gesagt.

    Worauf ich hinaus will: Selbst bei gefundener Erklärung für ein Verhalten bleibt das Verhalten meines Gegenübers für mich komplett unverändert.

    LG Cadda

    Guten Morgen Panama,

    Dein Mann ist krank, er ist Alkoholiker. Du bist krank, weil Du co.-abhängig bist. Ich habe hier öfter von Betroffenen etwas gelesen, was ich absolut für richtig halte: Zwei Kranke können nicht gemeinsam gesund werden.

    Wenn Dein Mann aufhören will zu trinken, dann ist das toll. Das sollte er aber unabhängig von Dir.

    Er wird Dich in der Vergangenheit schon oft enttäuscht haben, sonst wärst Du wohl hier nicht gelandet. Ich würde für Abstand sorgen und dafür sorgen, dass Du Dein Leben meisterst, ohne davon abhängig zu sein, ob er trinkt oder nicht.

    Wenn er dann trotzdem aufhört zu trinken und das auch dauerhaft einhält, dann kann es nach einer längeren Zeit ja immer noch wieder dazu kommen, dass ihr Euch annähert.

    Ich würde mich nicht wieder in die Position begeben, in der Du enttäuscht werden kannst. Sondern ich würde mich an Deiner Stelle in eine Situation begeben, in der Du höchstens positiv überrascht werden kannst.

    LG Carina

    Hallo Panama,

    im Grunde genommen war der Tip des Arztes doch sehr gut, Dich an eine Selbsthilfegruppe zu wenden. Und Du bist hier auch schon in Einer gelandet :)

    Zum Thema Therapie. Ich finde es immer erstaunlich. Der eigentlich kranke Mensch säuft und der Gesunde "muss" deshalb eine Therapie machen. Da läuft ja was verkehrt. Das ist zumindest mein erster Gedanke. Ich kenne Dich nicht und vielleicht ist es ja auch so, dass Du unabhängig von Deinem Mann verschiedene Baustellen hast, weshalb Du eine Therapie für Dich für notwendig hältst. Dann ist das natürlich eine gute Sache. Aber in Therapie zu gehen, um mit der Krankheit Deines Mannes sozusagen umgehen zu können?! Ich will Dir das nicht unterstellen, wie gesagt hast Du ja vielleicht ganz andere Gründe. Aber das war so das Erste was mir aufgefallen ist: "Er trinkt und sie geht in Therapie, verkehrte Welt".

    Es ist schön, dass Du hier bist. Möchtest Du Dich denn hier regelmäßig austauschen? Hier kannst Du wirklich viel von Betroffenen lesen.

    LG Cadda

    Ich kann das verstehen, Ely. Aber mal angenommen, Du würdest eine Kundin oder einen Kunden bei der Suchtberatung treffen. Was denkst Du, warum er oder sie dort sein könnte?

    Und ob er oder sie nicht dann genau so denkt?? „Oh nein, die Verkäuferin, die mich kennt…“ :)

    Guten Morgen Ely,

    ich war damals bei der Suchtberatung und in dem Zuge musste ich an Gruppengesprächen teilnehmen. Das war dort Voraussetzung, nur deshalb hab ich das gemacht. Wollte das gar nicht so wahnsinnig gern. Am Ende waren es dann die Gruppentreffen, auf die ich mich am meisten gefreut habe.

    Du könntest es ja ausprobieren und wieder lassen, falls es Dir nicht gefällt.

    LG Cadda