Beiträge von Florian73

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
    Zitat von Hartmut

    Hier tauschen sich bekennende trockene Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Eigentlich ein banaler Satz. Aber er schickt mich auf eine kurze gedankliche Reise.


    Denn ich habe mich eigentlich noch nie irgendwo dazu gezählt. Fühlte mich stets als Aussenseiter, als Randgruppe, als "nirgendwo wirklich dazugehörig", wenn es um Gruppen / Ansichten etc. geht. Als Gast, quasi.


    Das ist hier vielleicht zum ersten mal in meinem Leben anders. Ich fühle mich dazugehörig, als einen Teil von denen hier da. Von "uns".

    Ich glaube, das bin ich auch. Ein Teil dieses "uns"'es...


    Und das ist schön so. Fühlt sich wundervoll an. Ich bin gerne hier.

    Also da gibt es ja Parallelen zwischen Alkoholabhängigkeit und Co-Abhängigkeit. Mir fehlt da die "psychologische Erfahrung", der Weitblick, insofern weiss ich jetzt gar nicht, ob es gut ist, wenn ich das folgende jetzt sag'. Ich sag's aber trotzdem.


    Wärst Du Alkoholikerin, würde Deine Geschichte - übersetzt - so aussehen:


    Du kommst hier im Forum an, teilst mit, dass Du Alkoholikerin bist. Du beschreibst, schilderst äusserst blumig und "lesenswert", dass Du so nicht mehr weiter willst. Dann werden Dir Ratschläge erteilt, mal besser, mal weniger gut, aber doch aufrichtig, und so ziemlich alle hier drücken dasselbe aus. Du sollst nicht mehr saufen, geh zum Arzt, mach' ne Entgiftung. All das unbequeme, "neue", anstrengende Zeug halt.

    Und was tust Du: Du findest "Ja, wenn ich das jetzt aber so und so mach', dann ist mein Zustand doch wieder erträglich.... ich ändere einfach meine Strategie"... aber wirklich ändern tust du das, worauf's ankommt, nicht. Du säufst weiter. Und schreibst dann wieder, wie leid Dir das tut, wie blöde Du bist, wie beschissen die Situation doch ist.

    Wärst Du Alkoholikerin, hätte man Dir dies längst mitgeteilt, dass Du wiederkommen sollst, wenn Du Dich dazu entschieden hast, etwas wirklich angehen zu wollen. Da nunmal die Teilnahme am Forum an eine Trockenheit / ernsthaft angestrebte Trockenheit gebunden ist.


    Wärst Du Co-Abhängig, würde Deine Situtation so aussehen:


    Du kommst hier im Forum an, teilst mit, dass Du einen Alkoholiker als Mann hast. Du beschreibst, schilderst äusserst blumig und "lesenswert", dass Du so nicht mehr weiter willst. Dann werden Dir Ratschläge erteilt, mal besser, mal weniger gut, aber doch aufrichtig, und so ziemlich alle hier drücken dasselbe aus. Du sollst Konsequenzen ziehen. Da Dein Mann weder Einsicht noch dauerhaft Besserung erfährt, gehen diese Konsequenzen halt leider genau dorthin, wo Du Dich nicht hinhaben willst. All das unbequeme, "neue", anstrengende Zeug halt.

    Und was tust Du: Du findest "ja, wenn ich das jetzt aber so und so mach', dann ist mein Zustand doch wieder erträglich. Ich ändere einfach meine Strategie"... aber wirklich ändern tust du das, worauf's ankommt, nicht. Du lässt weitersaufen, und lebst Deine Opferrolle weiter. Und schreibst dann wieder, wie leid Dir das tut, wie blöde Du bist, wie beschissen die Situation doch ist.

    Wärst Du Co-Abhängig, hätte man Dir dies NICHT mitgeteilt. Man würde Dir nicht sagen, dass Du wiederkommen sollst, wenn Du Dich dazu entschieden hast, etwas wirklich anzugehen. Weil man so mit Co-Abhängigen nun mal nicht umgeht. Nein.... die können bleiben, und im Grunde ihre Jahre in den Boden texten, ohne was zu ändern. ABER ES IST DEINE ZEIT, die Du da verschwendest.


    Ich bin eigentlich kein Brechstangen-Typ, und nicht wirklich Fan von harten Worten.

    Aber in Deinem Fall mache ich da - wenn auch ungerne - eine Ausnahme. Denn Dein "Fall", Deine Geschichte, die ist dermassen eindeutig für mich, dass es als Lesender beinahe weh tut. Sogar einem Alkoholiker tut das weh.


    Darum, ganz kurz: Bist Du Co-Abhängig?


    (hier abhauen gilt nicht, gell.. schon gar nicht wegen meinen Worten. Das täte mir SEHR leid. Denn hier ist ein guter Ort, mit dem korrekten geistigen Material um Dir zu helfen.)

    Ich habe das Gefühl, als würde ich heimlich planen. Tu ich das?

    Nein. Du stehst still und suchst nach Wegen, mit dem Ist-Zustand umzugehen. Also so liest's sich zumindest, was Du schreibst.

    Aber verständlich. Man muss ja irgendwie überleben.(Ist ja nicht gerade ein hoher Anspruch an Deine restliche Lebenszeit, grad mal so zu überleben. Da wäre mehr. Tic-tac...tic-tac..)


    Ich wünsch Dir viel Kraft, gesundes Selbstwertgefühl und ein besonnenes Köpfchen.


    Nachtrag: Guck mal den Faden hier von Kiwi an.....



    So geht Freiheit erkämpfen. Meinen tiefen Respekt an dieser Stelle sei ausgedrückt. Bravo.

    Um in einer großen und lauten Gesellschaft nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, befeuchte ich einfach die Lippen und stelle das Glas beiseite. Wenn der Gästekreis eng ist oder dies aufgrund bestimmter Umstände nicht möglich ist, sage ich ein klares „Nein“ und versuche, die Aufmerksamkeit auf das Geschehen zu lenken – auf das Gericht der Gastgeberin etc.

    Dh in grossen Gesellschaften verbirgst du es?

    wenn ich den link mit rechter maustaste kopier, und irgendwohin paste, dann steht da:

    https://beispiel.rocks/www.ard…1iOTZlLTA1MzEwN2ZmNWZkNA/


    wegen dem "beispiel.rocks/ lande ich auf https://beispiel.rocks/ anstatt auf http://www.ardmediathek.de/vid…e-alkoholiker/brbalblabla..


    d.h. die forensoftware formatiert beim abspeichern dieses links den eingegebenen link in das hier um: https://beispiel.rocks/www.ard…1iOTZlLTA1MzEwN2ZmNWZkNA/


    da anderen dies nicht passiert, ist ggf. die browser-wahl entscheidend, oder so... keine ahnung. ich benutze "chrome".

    Cayenne... Du sagst "wir müssen weiter daran arbeiten".


    Frage: Wen meinst Du mit "wir"?


    Für mich sieht das eher nach "ICH muss weiter daran arbeiten" aus. D.h. es wird darauf hinaus laufen dass Du Dich selber kaputt machst. Weil ER säuft.


    Das ist kein Leben, Cayenne.... Und Du weisst das.


    Sei unbequem! Ziehe Deine Konsequenzen. Du darfst jetzt mal an DICH DENKEN. (und dementsprechend handeln)


    Ich gehe davon aus dass Dir Dein Psychiater/Psychologe dasselbe sagen wird.


    Einfach soviel (meine Meinung zumindest):

    Wenn Dir vorgeschlagen wird ,deswegen irgendwelche Medikamente einzunehmen, damit Du's aushältst:

    RENN WEG! GANZ SCHNELL!

    Weil das kann's nicht sein. Du würdest nur DEIN Leiden erträglicher machen. Dann leidest Du nur ein wenig weniger, damit ER ungehindert weitersaufen kann, und musst ebenso Substanzen zu Dir nehmen, die sich u.a. auf die Lebenserwartung auswirken.

    .... ist es möglich, einen Moment zu treffen, in welchem er noch nicht getrunken hat? Ein solcher Moment wäre gut, um das mal anzusprechen.


    Mach' Dir erst mal klar, was DU willst. (realistische Ziele)

    Sinne nach Möglichkeiten, wie die Erreichung dieser Ziele vonstatten gehen könnte.

    Diskutier' das mit Deinem Mann.

    Wenn er dabei ist, und das Problem einsieht: klasse, es kann los gehen.

    Wenn er es nicht einsieht: klasse, es kann losgehen.


    Wenn Du es nicht einsiehst: shit, da geht gar nix los.


    Du siehst: Du bist derzeit die einzige, die Dein eigenes Schicksal in die Hände nehmen kann und wird. Ändern willst Du sowieso was.


    Fragt sich nur noch: Wann wirst Du was auf welche Weise ändern?

    Salü Sunnyday


    Willkommen hier im Forum.

    Deine Geschichte liest sich so wie viele hier. Gut, hast Du Dich hier registriert.

    Es hat hier einige Betroffene, und ein Austausch mit ihnen, aber auch mit "uns" abstinenten/trockenen Alkoholikern kann Dir einige Fragen beantworten oder Sichtweisen aufzeigen sowie bestätigen.


    Du hast dies mit Deinem Mann thematisiert. Gut.


    Da er ebenso zu leiden scheint: Habt ihr schon mal das Thema Therapie angesprochen? Also professionelle Hilfe? Wie hat er darauf reagiert?

    Was denkt er, wo er steht?

    Ich frag' das alles, weil ein Alkoholiker ohne Einsicht zu gar nichts zu bewegen ist - alles leider Zeitverschwendung, getränkt in SEHR viel Leiden. (Beiderseits)


    Lieber Gruss


    flo

    Gibt es denn hier im Forum auch Leute, bei denen es auch ohne Trennung geklappt hat?

    Ich hab von einem einzigen Fall gelesen hier, ja. Das gib't tatsächlich. Allerdings war's nicht ein Betroffener, sondern ein Alkoholiker, der das erzählt hat. Er ist immer noch mit seiner Partnerin zusammen, wenn ich das richtig gelesen habe.

    ABER: er war einsichtig. ER hat das geändert, er hat sich seine Sucht eingestanden und DANN NICHT AUFGEGEBEN, sondern dies als (guten) Grund gesehen, sofort damit aufzuhören. Er hat's geschafft. (ich glaub es ist sogar jemand von den LZT's hier... ggf. wird er sich ja melden)


    Was aber wohl nirgendwo zu finden ist: Ein nicht-einsichtiger Alkoholiker, der offenkundig Alkoholiker ist, und der seinen Konsum nachhaltig in eine geordnete Bahn lenken konnte. Das wär auch für mich ein absolutes Novum.


    Darum: Gehe davon aus, dass Du die räumliche Trennung an die bereits geistig vollzogene Trennung anpassen musst. Die Emotionen werden es Dir schlussendlich zeigen dass Du richtig gehandelt haben wirst.


    Hast Du ihm schon gesagt, dass Du nicht so weiter machen möchtest/kannst?

    Also so unmissverständlich, sodass er gewusst hat, dass er jetzt die Beziehung auf's Spiel setzt?

    "ich nehm lieber ne Cola"

    "ja trinkst du denn gar keinen Alkohol?"

    "nein"

    "warum nicht"?

    "weil der Alkohol und ich keine Freunde sind - wir mögen uns nicht"

    "aha"... (dieses "aha" liebe ich so... hihi)


    das ist ein Beispiel, wie das bei mir jetzt ablaufen kann.

    Mache aber eher die Erfahrung, dass ich kein Aufsehen damit errege, da - so scheint mir - vermehrt viele Leute merken, was der Alkohol so bewirkt und kaputt macht.