Beiträge von Twizzler

    Er drückt deine co-knöpfe sehr erfolgreich. Denn du zweifelst.

    Alkoholiker können zu allen möglichen Mitteln greifen um ihren co zu halten. Deiner versucht offensichtlich gerade die mitleidstour.

    Das ist Manipulation und obendrein auch noch emotionale Erpressung. Würde ihm wirklich was daran liegen, dass ihr bleibt, dann würde er sich seinem Problem stellen. Von sich aus, ohne dass du erst dahingehend drängen musst.

    Hallo Hope,

    herzlich Willkommen hier.

    Vielleicht hast du dich ja schon ein wenig durch das Forum gelesen.

    Dann wirst du feststellen, dass Alkoholiker gerne alle Register ziehen, wenn der Co abzudriften versucht.

    Da wird versprochen und geredet. In den meisten Fällen ist es aber nur leeres Gerede. Wenn dein Mann trocken werden will, dann macht er das für sich selber und nicht weil du ihn sonst verlässt. Und dann macht er das auch, obwohl du für eine Zeit nicht mehr zu Hause wohnst.

    Daran wirst du übrigens sehr schnell merken, wie ernst es ihm wirklich ist.

    Wenn du jetzt schon eine Wohnung in Aussicht hast, solltest du überlegen, ob du und er mal unabhängig voneinander zur Ruhe kommen könnten. Dann kann er sich um seine Genesung kümmern und du dich um deine.

    In ein paar Monaten kann man sich dann nochmal zusammen setzen und schauen, an welchem Punkt man steht und wo man hin möchte in der Zukunft.

    Beim Bleiben riskierst du, dass er sehr schnell wieder in alte Muster verfällt, weil er dich um den Finger gewickelt hat und du den Absprung schwerer oder gar nicht mehr schaffst.

    Davon kannst du dutzende Beiträge hier lesen.

    Komm in Ruhe hier an und fühl dich wohl.

    Viele Grüße

    Twizzler

    Hallo Yannick,

    herzlich willkommen hier.

    Ja, das verstehe ich gut, denn mir ging es mal ähnlich wie dir.

    Wann hast du denn das letzte mal getrunken?

    Nicht mehr zu trinken ear für mich eine Entscheidung für das Leben. Dafür habe ich bedingungslos kapituliert und alle Hintertürchen zu gemacht.

    Warst du mal bei deinem Hausarzt? Bei deiner Vorgeschichte finde ich das unglaublich wichtig. Du hast bereits mehrfach dein Leben riskiert.

    Einen ersten Schritt hast du getan. Dir eingestanden, dass du ein Problem hast. Ab einem gewissen Punkt geht die Spirale immer weiter abwärts, wenn wir die Krankheit nicht zum Stillstand bringen.

    Schau dich in Ruhe hier um und komm an. Du wirst viele Geschichten lesen, die deiner ähneln.

    "Aus meinen schönen Rotweingläsern trinke ich abends jetzt immer guten Traubensaft."

    Auf dieses bezogen, möchte ich gerade nochmal meine Erfahrung vom letzten Weihnachten teilen (die, die es schon kennen, dürfen es gerne überlesen :mrgreen: )

    Zu diesem Zeitpunkt war ich etwas über ein Jahr glücklich trocken.

    Die Familie hat mit Sekt angestoßen und ich habe mir zu diesem Anlass mein Lieblingsgetränk gewünscht. Ein Eistee mit wenig Kohlensäure (ich liebe dieses Zeug einfach, vor allem im Sommer wenn es heiss ist).

    Ich wollte es gerne aus der Dose trinken, wie immer. Das hat jemand aus der Familie aber nicht mitbekommen und es in ein Sektglas geschüttet und mir hingestellt.

    Ok, ist ja nur Eistee, habe ich mir gedacht und angestoßen und den ersten Schluck getrunken. Ich war noch nie so schnell am Waschbecken um das Zeug auszuspucken. Oh Mist, das ist Sekt, kein Eistee.

    Kurios an der Geschichte ist, es war tatsächlich nur Eistee. Aber dieses Glas hat mich sooo sehr an den Geschmack von Sekt erinnert, dass mein Hirn das direkt mal total verwurschelt hat. Ich habe das Glas dann in die Spüle gekippt und den weiteren Abend nur noch aus der Dose getrunken.

    Das Suchtgedächtnis ist wirklich soo wahnsinnig erfinderisch. Das war mal wieder ein Lerneffekt für mich. Und es hat mich nachhaltig sogar noch zwei bis drei Tage ganz leicht getriggert.

    Letztendlich bin ich nur froh, dass ich an diesem Abend keinen Alkohol im Mund hatte, auch wenn mein Gehirn mir das gerne einreden wollte.

    Und sowas kommt bei mir nicht mehr vor. Keine Gläser oder Flaschen, die mich in irgendeiner Form an Alkohol erinnern.

    Obwohl ich alle Skills zur Hand habe und alle Verhaltensweisen runterbeten könnte...Warum tue ich das dann nicht??

    Ich kann da jetzt nur von mir und meiner immer währenden krankheit alkoholismus reden.

    Wenn ich nicht kontinuierlich an meiner Krankheit bzw Genesung dranbleibe, dann laufe ich Gefahr zu vergessen.

    Zu vergessen wie schlimm es war als ich noch getrunken habe, zu vergessen warum ich aufgehört habe und zu vergessen wie ich trocken bleibe.

    Irgendwie ähneln sich die Krankheiten Alkoholismus und co-abhängigkeit ja sehr.

    Es ist super, dass du dich so viel informierst, hier liest und schreibst. Das ist "dein dranbleiben" an deiner Krankheit. Deine anderen skills kannst du auch wieder häufiger nutzen. Aber erinnere dich dran, dass es sie gibt und du sie immer mal wieder zur Hand nehmen musst um sie umzusetzen.

    Es ist, genau wie der Weg in die Trockenheit, ein langer und oft nicht sehr einfacher Prozess.

    Du lebst quasi jetzt aus, was du bei deiner Mutter in der kompletten Kindheit gelernt hast. Suchst dir womöglich genau diese Männer, an denen du dein erlernten Verhalten ausleben kannst.

    Ich habe es jetzt gerade nicht auf dem Schirm: hast du kinder?

    Falls ja, wiederholt sich gerade alles. Dann lernen deine Kinder gerade das gleiche von dir wie du von deiner Mutter. Das ist ein Teufelskreis, bis er durchbrochen wird.

    Es ist übrigens gar nicht ungewöhnlich, dass so st so co-abhängige frauen bei ihren Partnern in anderen Bereichen richtig tough sein können. Das habe ich in meinem persönmichem Umfeld schon sehr oft so erlebt.

    Käme es für dich nochmal in Frage eine Therapie zu beginnen?

    Lebt eigentlich deine Mutter noch? Und wenn ja, wie ist euer Verhältnis heute?

    Das wäre auch ein sehr guter Aspekt, das mit in die Therapie zu nehmen. Diese Beziehung hat dich immerhin sehr nachhaltig bis heute geprägt.

    Es ist im Grunde völlig egal, ob er sich seinen Verstand weggesoffen hat oder nicht.

    Ich leise bei dir nur er, er, er.

    Er ist aber nicht hier. DU bist hier. Wo bleibst du bei der Sache? Wann ist dein tiefpunkt erreicht. Wie lange möchtest du weiter hoffen u d zurück stecken für etwas, was keinen Sinn mehr ergibt.

    Was möchtest du für dich tun, damit es dir besser geht? Was sind deine Gefühle dabei?

    Ich denke nicht, das der Alkoholiker der Kranke ist und sein CO der Gesunde.

    Da stimme ich dir 100% zu.

    War heute morgen nich etwas früh, als ich meine Antwort verfasst habe.

    @ Zitronenfalter: natürlich ist co-abhängigkeit auch eine Krankheit, eine Abhängigkeit.

    Nur möchte dein Partner dir eine Art von Krankheit einreden. Das ist lediglich Ablenkung von sich selber.

    Hast du mal über eine Therapie für dich nachgedacht? Damit DEINE Seele wieder heilen darf. Ich finde es wirklich sehr bedenklich, wie sehr seine Versuche dich zu manipulieren bei dir wirken.

    Bedenklich für deine gesundheit.

    Statt nach toxischen Beziehungen zu googeln und diese komplett auf dich zu beziehen, solltest du lieber hier im forum bei den Co's lesen und dass dein alkoholiker sich kein bisschen von anderen unterscheidet. Diese "Gehirnwäsche" kannst du hier sehr oft nachlesen.

    DAS ist krank. Nicht du.

    Was ist daran auf Augenhöhe, wenn dein Partner dich soo klein halten will?

    Du solltest nicht vergleichen, du hast Probleme mit dem Trinken eines Angehörigen,

    Genau das kam mir auch gerade in den sinn.

    Es ist völlig egal, was andere "ertragen" oder wo bei ihnen die Schmerzgrenze liegt.

    Hier geht es um dich und deine Gefühle. Und wenn die trinkerei deines Mannes für dich zu viel und nicht mehr aushaltbar ist, dann hast du jedes Recht der Welt dich und deine Kinder davor zu schützen.

    Das ist ein ganz typisches Verhalten. Die Schuld auf dich abwälzen, dich klein halten. Nicht bei sich selber hinsehen. Lies dir mal verschiedene Themen hier durch. Genau das gleich findest du dutzendfach.

    Wie du siehst, der Alkohol ist ihm wichtiger.

    Ist das Liebe? Bist du dir selber nicht mehr wert als vor ihm zu kriechen und um seine Liebe zu betteln? Ich stelle es jetzt ganz bewusst überspitzt da. Letztendlich ist es aber genau das was da gerade zwischen euch abläuft. Du kommst ihm entgegen und er tritt das mit Füßen. Du möchtest Zugeständnisse über Zugeständnisse machen, wirst aber letztendlich für alles alleine verantwortlich gemacht. Und handlungsbedarf bei sich selber sieht er gar nicht.

    Ich liebe ihn... und die Kinder ihn auch.

    Oft ist es schwer auszumachen, was Liebe und was Abhängigkeit ist. Vor allem für die Betroffenen selber.

    Bitte nicht falsch verstehen: ich Maße mir nicht an, das eine oder das andere von dir zu behaupten.

    ich frage mich wie ich Ihn dazu bringen kann das er Einsicht hat und Hilfe holt.

    Gar nicht. Das ist alleine seine Sache und von ihm alleine muss die Einsicht und der Wille vorhanden sein. Du kämpfst gegen Windmühlen, wenn du das versuchst. Für dich wird es immer im Frust enden, wenn er es nicht will. Denn dann wird versprochen, gelogen etc, nur um den Partner ruhig zu stellen.

    ist es nicht meine Aufgabe als Ehefrau auch so etwas auszuhalten/ welche Limits sind ok..

    Das ist alleine deine entscheidung. Da kommtbder persönliche tiefpunkt ins spiel. Ich persönlich denke, den braucht ein alkoholiker genau wie ein co um selber ein umdenken in gang zu setzen. Es heisst "persönlicher tiefpunkt", weil der für jeden anders aussehen kann.

    Wenn du deinen tiefpunkt noch nicht erreicht hast, verlangt keiner von dir dich zu trennen. Jedoch verläuft die Spirale Alkoholismus kontinuierlich nach unten. Es wird eher schlimmer als besser. In einem Jahr kommen die beleidigungen vielleicht nicht mehr alle drei monate, sondern alle zwei. Dann jeden monat und irgendwann mehrfach die woche. Muss nicht so sein, ist aber absolut nicht unrealistisch.

    Ist es nicjt meine Aufgabe richtig zu helfen?

    Du kannst nicht helfen. Höchstens indem du ihn schneller an seinen tiefpunkt bringst. Solange alles gut für ihn läuft, wird er keine gründe finden aufzuhören.


    Was würdest du deiner besten Freundin raten, wenn sie sich genau wegen deines Problems bei dir ausweinen würde? Oder was würdest du deinen Kindern raten, wenn sie eines Tages vor genau deinem Problem stehen würden?

    Stattdessen müsste bzw. muss der Co ebenso wie der Trinker - mit ggfs. professioneller Hilfe - versuchen herauszufinden, warum er da reingeraten ist , warum er sich leer fühlt und warum es so schwer scheint, wieder rauszukommen.

    Ich stimme dir da absolut zu. Nicht selten wird sonst vom co der eine suchtstoff durch den nächsten ersetzt. Heisst, es ist nicht unwahrscheinlich, dass der nächste partner wieder eine suchtproblematik hat.

    Co-Abhängige sind ja ebenso süchtig, wie der Alkoholiker selbst.

    Alkoholiker nach ihrem Alkohol und Co´s nach ihrem Alkoholiker.

    Viele Alkoholiker leben nach dem "Nur-für-heute-Prinzip".

    Nur für heute (oder auch kürzer: nur für die nächste Stunde) trinke ich keinen Alkohol.

    Für Co-Abhängige könnte das ja evtl. auch ein Schritt sein.

    Nur für heute lebe ich ohne meinen Alkoholiker.

    Nur eine kleine Anregung für euch. :)

    Fassbrause ist etwas, was ich nicht mehr trinken würde.

    Auch wenn definitiv kein Alkohol enthalten ist, erinnert die Flasche doch an mein altes Getränk und das Zischen beim Öffnen ebenfalls.

    Selbst nach über zwei Jahren möchte ich nicht riskieren, dass es mich evtl. triggern könnte.

    Meiner Meinung nach, machst du dir das Leben damit unnötig schwer bzw. steuerst jetzt evtl. schon auf das Ende einer Trinkpause zu. Trigger können entweder sofort kommen, aber auch noch Tage später.

    Und dann kommt vielleicht der Mega-Suchtdruck.

    Das klingt doch gut.

    Suchtberatung oder evtl. Hausarzt können dir dabei helfen.

    Der Hausarzt sollte dich auf jeden Fall auch mal durchchecken. Jeder Rückfall bedeutet auch erstmal wieder einen kalten Entzug.

    Das kann einige Male gut gehen und dann plötzlich nicht mehr.

    Von daher wäre es gut, wenn du das mal mit deinem Arzt besprichst.

    Dann bist du hier ja goldrichtig.

    Nur, wirst du irgendwas anders machen müssen. Die bisherigen Strategien waren ja nicht so erfolgreich.

    In diesem 3/4 Jahr hast du ja schon ganz gut für dich gesorgt wie ich gelesen habe.

    Für mich war es sehr wichtig, wirklich alle Hintertürchen zuzumachen.

    Ich kann nicht kontrolliert trinken und wenn ich auch nur ein Glas in die Hand nehme, bin ich ganz schnell wieder da wo ich aufgehört habe.

    Hast du denn evtl. mal über eine Langzeit nachgedacht? Dort bekommst du wichtige Skills mit an die Hand und kannst auch Ursachenforschung betreiben was das Trinken angeht.

    Für mich heisst es übrigens: Ein Leben lang an meiner Genesung zu arbeiten. Ähnlich wie ein Diabetiker. Der kann auch nicht nur dreimal sein Insulin spritzen und ist danach geheilt. So ähnlich ist es mit unserer Krankheit auch. Dranbleiben ist total wichtig. Nur nicht trinken führt in den wenigsten Fällen zum Erfolg.

    Hallo Sannibiene,

    siehst du dich denn inzwischen als Alkoholikerin?

    Seit deinem letzten Beitrag sind ja wieder zwei Monate vergangen.

    Ich denke, hier alle paar Monate mal aufzuschlagen um vom Ende einer Trinkpause zu berichten, ist nicht zielführend.

    Die große Frage ist, was willst du?

    Möchtest du gerne ab und an mal trinken? Möchtest du gar keinen Alkohol mehr anrühren? Möchtest du weitermachen wie bisher und hoffen, dass es besser wird?

    Was genau dein Ziel ist, ist für mich nicht wirklich erkennbar.