Nur meine innere Stimme ist da die ständig fragt.... "Bin ich undankbar? Verlange ich zu viel? Sehe ich das alles zu eng, denn es geht ja auch schlimmer..?"
Hallo Fabienne,
ich hab deine Geschichte ebenfalls verfolgt und möchte dir nun ein paar Gedanken dalassen.
Dein Gefühl hat dir schon längst gesagt, dass da etwas in deiner Beziehung nicht stimmt. Von außen betrachtet wage auch ich zu behaupten, dass an deiner Beziehung, so wie du sie schilderst, etwas nicht stimmt. Auf jeden Fall stimmt sie nicht für dich und darauf kommt es letztlich an, egal, ob dein Mann und deine Schwiegereltern die Situation für normal halten oder nicht.
Dass du zwischendurch Schuldgefühle hast und dich fragst, ob du undankbar bist oder zu viel verlangst, ist nachvollziehbar, schließlich hat er dir geholfen, als du in Not warst. Doch, was auch immer er für dich getan hat, rechtfertigt nicht, sich dieser Situation, in der du dich ganz und gar nicht wohl fühlst, anpassen zu müssen.
Am Wochenende hast du eigentlich nichts von ihm, da er bei seinen Eltern abhängt, und wenn er dann da ist, ist er reichlich alkoholisiert. Mit den Kindern irgendwohin fahren, kann er nicht, denn er ist ja alkoholisiert.
Und dann kommt dazu noch die Situation mit den Schwiegereltern, die mit im Haus leben. Was du über deine Schwiegermutter erzählt hast, klingt überhaupt nicht wertschätzend, im Gegenteil wirst du offenbar auch noch abgewertet.
Was du über den Alkoholgeruch, die Augen, die Körperhaltung schreibst, erinnert mich daran, wie ich das bei meinem Vater erlebt habe. Es war fürchterlich und ich habe sehr darunter gelitten. Deinen Kindern wird es möglicherweise ähnlich gehen, ohne dass sie darüber sprechen.
Und dann kommt ja auch noch dazu, wie sich Alkoholmissbrauch und die Krankheit Alkoholismus entwickeln, wenn keine Einsicht eintritt und damit weiter gemacht wird. Das ist alles andere als gut, weder für deinen Mann, noch für dich, noch für die Kinder.
Und so, wie das bei euch zu laufen scheint, besteht überhaupt keine Einsicht.
Es ist eine mutige Entscheidung von dir, dich und deine Kinder dem nun endlich zu entziehen. Leicht ist das gewiss nicht und auch nicht bequem, aber stell dir vor deinem geistigen Auge nur mal vor, was es mit dir und den Kindern macht, wenn du das z.B. noch 10 Jahre lang mitmachst. Wie fühlt sich dieser Gedanke für dich an?
Viele Grüße
AufderSuche