Beiträge von Ste55

    Ich weiss, dass ihn manche Sachen wirklich triggern und wenn er dann Alkohol getrunken hat, ist die Hemmung weg.

    Wie es ausschaut ist seine erste Wahl der Alkohol und du vielleicht nicht mal die zweite. Das heisst für dich höllisch aufpassen, wie er gerade drauf ist, wenn du etwas sagst oder tust bzw. nicht tust; es könnte ihn möglicherweise triggern und er würde dich wieder misshandeln. Wenn‘s passiert, wirst du denken: „Meine Schuld, dass er mich verprügelt, ich habe seinen Zustand blöderweise falsch eingeschätzt und so ist es nur folgerichtig, dass er ausflippt.“

    Merkst du nicht, wie krank das ist, wie weit du schon gegangen bist; bis zur Selbstaufgabe. Stoppe das, in ständiger Angst leben zu müssen vor ihm.

    Lass dich nich kaputt machen - ich meine das in Liebe für dein Leben, du hast nur dieses … Ste

    Ich selber schlafe immer mal wieder ein um dann aufzuwachen, weil die Rippen so weh tun. Ich kann es gar nicht schaffen, morgen bzw. nachher etwas zusammenzu packen.

    Unverzichtbar ist heute Sonntag der Gang zum Notfall - das mit den Rippen musst du zeigen, behandeln und dokumentieren lassen. Andernfalls machst du dich komplett klein und wirst Komplizin seiner Gewalttaten gegen dich; du senkst so für ihn immer weiter die Hemmschwelle für wiederholtes Zuschlagen und dein Wert sinkt noch mehr in seinen Augen.

    Und so hoffe ich fast, dass das mit der Ferienwohnung nichts wird und er doch noch zur Besinnung kommt, dass sich etwas änderen muss. Er hatte letztes Jahr 2 Termine bei der Caritas wegen seinen Problemen, den in diesen Jahr hat er sausen lassen, wollte sich aber darum kümmern.

    Enttäusche dich nicht, gehe nicht in die x-te Wiederholung bis nichts mehr da ist von dir, insbesondere Selbstwertgefühl und Selbstachtung vor dir selbst

    Wenn er mit dem Alkohol aufhören würde, hätte er sich mit Sicherheit besser unter Kontrolle. Ich weiss, dass ihn manche Sachen wirklich triggern und wenn er dann Alkohol getrunken hat, ist die Hemmung weg. Ich habe ihn gefragt, ob er nicht mit dem Alk aufhören möchte, weil der alles kaputt macht, er hat weder ja noch nein gesagt.

    Liebe ZoeZoe, er macht dich kaputt, psychisch wie physisch (wie Rippe zeigt)

    Bin einfach nur das Allerletzte

    Wenn dem so wäre, würde hier Keine/Keiner mehr nur eine Zeile schreiben!

    Eigentlich bleibt dir nur eins - es ist jetzt 20:30

    • Tasche packen
    • 21:15 spätester Zeitpunkt - das Haus zu verlassen
    • Auf dem Notfall das mit deinen Rippen klären und versorgen lassen, kann unter Umständen gefährlich werden
    • wenn sie dich nicht gleich dort behalten über Nacht, kurzfristige Übernachtung buchen
    • Schlafen, wenn möglich
    • Am Sonntag deinen erster Tag im neuen Leben nutzen, um kommende Tage zu planen; ohne ihn!

    Herzliche Grüße Ste

    Er ist immer noch in der Halle mit den Hunden.

    Das Ist die Gelegenheit, Tasche packen und weg - du kennst sicher ein Hotel oder Pension für‘s Erste. Aus der Distanz und ohne ständige Angst ist vernünftig denken eher möglich.

    Ich nehme mir das so heraus dir das so zu sagen, weil ich in meinem Freundeskreis auch so einen Frauenschläger habe. Unter uns Männern ein durchaus patenter Kerl, der meint, seine Freundinnen zu schlagen sei sein Vorrecht und Privatsache, auch wenn jetzt seine ehemalige Partnerin behindert ist und er einen Prozess am Hals hat - „selber Schuld, sie hat mich provoziert und sie hätte ja gehen können, Gelegenheit dafür hätte sie ja gehabt - sie wollt es so“, sein Kommentar, als ich ihn letztmals getroffen habe.

    Ich weiß nicht mehr weiter und leider habe ich wie gesagt keine Freunde mehr, die mich unterstützen könnten. Ich bin wie gelähmt.

    Viele Grüße, Zoezoe

    Liebe Zoezoe, sehr gut, bist du hier angekommen, hier findest du Freunde … die dir vielleicht helfen können 👍

    Bei Zeilen wie die deinen schäme ich mich für mein Geschlecht, das es zu oft nicht besser weiss und letzte Grenzen überschreitet. Da ist keine Liebe mehr und es wird auch keine mehr daraus neu entstehen!

    Wenn ein LG Einem mit Gewalt begegnet - nichts wie weg von ihm, so wie Lanananana und Ely schreiben, bring dich sofort in Sicherheit.

    Ich hoffe du schaffst das umgehend, gehe Heute noch - koste es was es wolle, solange du noch kannst - herzliche Grüsse Ste

    Liebe Dagmar - finde darauf kaum Worte, was und wie du schreibst - würde dir gerne mit etwas TRÖSTLICHEM antworten und so fällt mir nichts besseres ein, als dir meinen TROST-SONG zu schenken und da er nur in Schweizer Mundart existiert; für und auf dich zu übersetzen.

    Der Song heisst „Casch Mers Gloube“ zu deutsch, „du kannst mir das glauben“ von Hanery Amman

    Casch Mers Gloube

    Ich sehe gerade, wie es es um dich steht, glaubst du wirklich das, was du schreibst?

    Es ist doch keine Schande, wenn du nur noch heulen kannst und

    du trotzdem mit Mühe und Not dein Leid sogar erträgst!

    Der morgige Tag kann besser sein und heisst es nicht,

    die Zeit heile doch irgendwie alle Wunden;

    komm, das hältst du doch schon aus,

    Casch Mers Gloube

    „Jetzt reicht mir aber mal“, habe ich auch schon oft gesagt und

    habe nicht mehr geglaubt an meine Träume;

    bin fast ertrunken in meinem Selbstmitleid und

    hab den Wald nicht mehr gesehen vor lauter Bäume.

    Kaum wollte ich endgültig „springen“, zeigte sich die Sonne,

    Casch Mers Gloube

    Versuch’s doch noch mal, vielleicht klappt es diesmal,

    wenn es sein muss - ganz von Vorne,

    Komm gib jetzt nicht auf, du kannst nicht einfach so raus, als hättest du verloren;

    wenn du realisierst, was abgeht, ist die Hälfte schon geschafft,

    wenn es blitzt und donnert muss es Einem ja nicht gerade treffen,

    Casch Mers Gloube

    Wenn du versuchst Gefühle von dir fernzuhalten, dir einredest, „es geht mir gut“ und

    in dir alles kalt und dunkel geworden ist - kein Feuer mehr brennt; kann ich gut verstehen,

    doch wenn man darin stochert findet sich immer noch etwas Glut und

    wenn du meinst diese Welt geht unter - dann sind die Sterne immer noch da.

    Versuch’s doch nochmal, vielleicht klappt es diesmal,

    wenn es sein muss - ganz von Vorne,

    Komm gib jetzt nicht auf, du kannst nicht einfach so raus, als hättest du verloren;

    du kannst dein Schicksal nicht erzwingen, aber führen allemal,

    wenn es heute nicht gelingen will, dann vielleicht schon morgen;

    Casch Mers Gloube … Casch Mers Gloube … Casch Mers Gloube … Casch Mers Gloube


    Ich wünsche dir ein guten Start in den heutigen Tag - ❤️‍🩹 - Casch Mers Gloube

    Hallo Lapislazura

    Du schreibst, dass du dich darum sorgst, was mit dir passiert, wenn du in der Klink unfreiwillig in deiner Vergangenheit graben musst.

    Ich weiss von dieser Sorge aus meiner momentanen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in vergleichbarer Situation wie du und möchte dir dazu folgendes mit auf den Weg geben:

    Sprich zuerst darüber, dass du dich fürchtest davor, das du Angst hast dem gewachsen zu sein, gut verschlossene Türen auf fremdes Verlangen in dir aufzubrechen und weggesperrten Gespenster deiner Vergangenheit womöglich wieder Raum und Macht über dich zu geben.

    Manchmal muss es dem Therapeuten im Moment genügen, ihm zu beschreiben, dass du über solche Türen weisst, die aber im Moment für dich geschlossen bleiben müssen, um dich vor dir selbst zu schützen und so die Kontrolle zu behalten.

    ÜBRIGENS - du machst schon Vieles richtig gut und wächst an dir, so habe ich mindestens den Eindruck, während ich deinem Faden folge :thumbup:

    Willkommen hier, liebe unsicher92

    - um überhaupt eine Chance zu haben, dein grosses Dilemma irgendwie zu ermessen, mache ich das was ich immer mache, ich versuche zu reduzieren auf das für mich Wesentliche. Darum habe bitte etwas Nachsicht für meinen Zusammenzug deiner Worte oben, entfremdet sollten sie deswegen nicht sein … nun:

    Als könnte es als Frau und Mutter nicht anders sein, finden du dich in einer ohnmächtigen Zerreißprobe wieder, ähnlich Goethes Faust hintergründigem Sinn „Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust“. Bei ihm der verhängnisvolle Widerspruch der hellen und dunklen Mächte, ist es bei bei dir die Liebe zu deinen Kindern und deinem Mann. Und so wie es nun ist wie es ist - nicht vereinbar.

    Du wirst dich entscheiden müssen, wie viele vor dir hier, leider. Die Kinder oder er - und du wirst dich letztendlich für die Kinder entscheiden, das weisst du - es bleibt nur die Frage, wie lange du in deinem Elend dafür brauchst …. Aber du wirst für deine Kinder wählen, sie haben nämlich keine Wahl - er hätte eine. Die muss er alleine treffen, du kannst ihm dabei nicht helfen, wie du hautnah erlebst.

    Auf zum Start - nimm Abschied und beginne - mach’s gut!

    LG Ste55

    Ich habe die Entscheidung getroffen trocken zu bleiben. Es geht auch nicht anders ich verliere sonst vermutlich meine Ausbildung.

    Ich konnte mich bei beiden Rückfällen glücklicherweise stoppen.

    LG

    Vermutlich würdest du noch viel mehr verlieren, zum Beispiel deine Selbstachtung; würdest du dein Spiegelbild auf Dauer noch ertragen?

    Mittlerweile merke ich schon das bei mir keine tieferen Gefühle mehr da sind. Ich vermisse ihn nicht in meinem Alltag, ich vermisse ihn auch nicht körperlich. Es ist nur der Gedanke das wir die "guten Zeiten" nie wieder miteinander haben werden. Die wenigen harmonischen Wochenenden und die Urlaube. Das tut noch weh. Diese Erinnerungen werden wahrscheinlich immer schmerzen.

    Durch deine Texte erscheinst du mir ob deiner Trennung klein und vor allem sehr enttäuscht.

    Die Enttäuschung, die wir an uns selbst erleben, schmerzt am meisten. Aber wenn sie gründlich und endgültig genug ist, bedeutet sie auch ein grosser Schritt vorwärts, der befreit und der dich nach und nach wieder wachsen und dich neu erfinden lässt.

    Mir scheint, unten angekommen bist du - ab jetzt gehts aufwärts mit dir!

    LG Ste55

    Gratuliere Lapislazura!

    Gut gemacht - bewerte die Tatsache, dass du nach deinem „Rückfall“ umsichtig und fürsorglich für dich gehandelt hast, als Erfolg. In dir steckt etwas, das für dich kämpft, aus einem Scheitern kein echtes Desaster werden zu lassen. Weiter so, bleib mit dir und deiner Umgebung im Gespräch - das ist wichtig und heilvoll für ALLE.

    Ich kenne es auch anders; momentan als externer Berater in einem vergleichbaren Bildungswerk tätig, habe ich Vergleichsmöglichkeiten - auch mit jungen Erwachsenen, wo nicht mal mehr ihre Gesichter sprechen bzw. etwas ausdrücken, geschweige den Worte finden - da bleibt einem als Aussenstehender und Unterstützer höchstens ein seelisches frösteln, ohne etwelche Handhabe in irgend eine Richtung.

    Du bist nicht so, auch wenn dein 2. Oktober 2022 nicht gerade super gelaufen ist; du kommunizierst trotzdem bewusst und wie es scheint auch mit den Richtigen. Damit gibst du dir selbst eine Zukunft … so sehe ich das.

    LG Ste55

    Sorry das ich mich so lange nicht gemeldet habe aber irgendwie habe ich mich auch ein wenig geschämt.

    Lieber mollyfisch

    Was es von dir heute zu lesen gibt ist alles stimmig und nachvollziehbar, ausser "Sorry ... ich habe mich auch ein wenig geschämt."

    Brauchst du nicht - du kannst Stolz auf dich sein, dass du die Fantasie und Energie aufbringst, jetzt an deiner eigenen Zukunft zu bauen; das ist etwas besonderes - du bist etwas besonderes - Gratuliere!

    Viel Erfolg - Ste55

    Freitag 23:45: Aber was ist wenn ich alleine bleibe? Was ist wenn ich dann noch trauriger bin?

    Als ich diese Sätze von dir gelesen habe ist mir der Song - Bird of Sorrow - von Glen Hansard durch den Kopf und vielleicht gibt er dir in dieser dunklen Zeit etwas Licht und Richtung - ich würde mir es wünschen.

    Bird of Sorrow - Vogel der Trauer

    Die Liebe wird dich wiederfinden, sei besser bereit dafür.

    Du bist viel zu lange in der Dunkelheit gekniet

    Du hast auf den Funken gewartet, aber er kommt nicht

    Also rufe ich dir zu, bitte steh vom Boden auf

    Ein gutes Herz wird dich wiederfinden

    Ein gutes Herz wird dich wiederfinden, sei nur bereit dafür.

    Zu einem Vogel des Schmerzes gekettet

    Eine Stimme, die in einer Höhle begraben ist

    Du gibst dich der Selbsttäuschung hin

    dein gekrümmtes Niederwerfen würde nicht weggehen

    Du hast mehr vergeudet als du leihen konntest

    Du hast deine Freude auf alle kommenden Tage verwettet

    Für die Hoffnung auf irgendeine Rückkehr

    Während alles um dich herum brennt

    Komm, wir müssen raus, raus aus diesem Durcheinander, das wir gemacht haben

    Und immer noch haben wir Angst vor all unseren Gesprächen.

    Werden wir das also dem Zufall überlassen, wie wir es mit allem machen?

    Die Liebe wir uns wiederfinden

    Die Liebe wird uns wiederfinden, dann sollten wir bereit sein ...

    Meine Geschichte ist sehr lang... um alles aufzuschreiben bräuchte ich bestimmt Millionen von Seiten.

    kann das nicht akzeptieren wie ich bin, was passiert ist und ich hänge ziemlich oft in der Vergangenheit, ich habe wie viele Menschen einen gossen kleinen Kritikier in mir …

    … ich finde niemanden der mich versteht oder verstehen möchte, kein offenes Ohr, ich höre mir alles an, ich bin wie ein Schwamm, ich sauge die Probleme anderer Menschen auf und versuche wo ich kann zu helfen, aber ihr kennt das ja bestimmt, ich habe das gefühl niemand hört mich oder hört mir zu. man fühlt sich unter so vielen Menschen, sei es Familie oder Freunde , so alleine....

    Ich habe im Moment eine sehr dunkle Zeit und hoffe jemand da draussen kann das irgendwie verstehen.. es ist nicht einfach das Leben zu stemmen und ich versuche auch immer wieder positiv und stark zu sein, nur kann ich mich nicht wertschätzen. Danke fürs lesen

    Liebe Melli - herzlich willkommen,

    gute Entscheidung, dass du die Türe zu diesem “Raum“ für dich aufgestossen hast … hier wo du du sein kannst und auf Schreiberlinge triffst, die auch mit sich zu kämpfen haben oder hatten. Das ist ein gemeinsamer Nenner, der uns verbindet und uns hilft, mit anderen und sich selbst liebevoller umzugehen, egal ob sich unsere Geschichten ähneln oder nicht - mindestens empfinde ich es so.

    Auch wenn du darauf verzichtet hast, in deiner Vorstellung alles aufzuschreiben, ist es ein wahrer Schwall an Informationen, der da aus dir herausbricht und mir auch nach wiederholtem lesen vor allem zeigt, wie stark du dir Druck machst und wie extrem du darunter leidest. Auf die Schnelle kann ich das Ganze nicht wirklich fassen und dir vernünftig antworten, so gerne ich es täte; trotzdem habe ich ein paar Punkte herausgepickt, auf die ich dir kurz antworten möchte.

    kann das nicht akzeptieren wie ich bindas ist ein Dilemma, wenn du es nimmst wie der nachfolgende landläufige Spruch:

    „Ich bin so wie ich bin, mit meinen Stärken, Fehlern, Eigenheiten und Schwächen! Wer das nicht akzeptiert hat mich nicht verdient, denn ich akzeptiere andere so wie sie sind.“

    Gemäss dir gilt für dich nur „ich akzeptiere andere wie sie sind“ indem du viel Verständnis und Mitgefühl für andere zeigst „ich bin wie ein Schwamm, ich sauge die Probleme anderer Menschen auf und versuche wo ich kann zu helfen“.

    Es gehört aber auch zwingend der erste Teil dazu, der beginnt mit „Ich bin wie ich bin …“, um komplett zu sein und dieser Teil verweigerst du dir; gegenüber dir verschliesst du dich - stösst dich weg.

    Suche doch erst mal einen Waffenstillstand mit dir, auch wenn noch weit weg von innerem Frieden, wäre das der erste Schritt in die richtige Richtung. Sei ein bisschen gnädig mit dir, es kann doch nicht alles an dir so schlecht sein, dass du zu einer Aussage kommst, kann das nicht akzeptieren wie ich bin

    ich hänge ziemlich oft in der Vergangenheit … HALLO - dieser Ausspruch ist etwas für alte, sehr alte Menschen und nicht für eine wie du mit 29!

    „Im Wissen meiner Vergangenheit im Moment leben, um meine Zukunft zu bauen“ wäre eine passendere Aussage für dein Alter!

    man fühlt sich unter so vielen Menschen, sei es Familie oder Freunde , so alleine … ist allgemein eine Aussage von Menschen, die an emotionaler Einsamkeit leiden und in deinem Text sind weitere Hinweise in diese Richtung wie Angst, mangelndes Selbstbewusstsein und auch das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Aus dieser Ecke kommt niemand so einfach alleine raus; ein bisschen Selbstreflexion genügt da nicht und ich finde wie Aurora , „Es ist gut, dass du psychologische Hilfe hast,“; bleib da dran - oder intensiviere sie, wenn möglich und sinnvoll.

    Ich habe im Moment eine sehr dunkle Zeit und hoffe jemand da draussen kann das irgendwie verstehen. … Du hast schon länger als einen Moment eine dunkle Zeit, oder mindestens kämpfst du schon länger mit dir und deinen Schatten - manche Zeilen von dir schmerzen beim lesen und auch wenn ich das Ganze nicht fassen kann, geschweige verstehe, mein Mitgefühl hast du und ich bin mir sicher, da und dort wirst du hier etwas finden, was hilft.

    Gruss Ste

    Es stört mich die Reaktion die er hat wenn ich ihn auf den Alkohol anspreche. Er fühlt sich sofort angegriffen. Macht meine Argumente nieder. Usw usw. Das kenne ich von ihm so nicht … Nur beim Alkohol scheint die Grenze zu sein. Da besteht er drauf...... Leider neige ich krankheitsbedingt zu Depressionen. Was die ganze Sache nicht einfacher macht. Denk ich zu negativ gerade oder ist die Situation negativ......

    die Situation ist negativ …

    Du beschreibst deinen Mann als willensstark; wenn er etwas will zieht er es durch und lässt mit sich reden. Nur beim Thema Alkohol ist es nicht so, da fühlt er sich sofort angegriffen, weil ihm die Kontrolle darüber abhanden gekommen ist. Das ist sein wunder Punkt, das weiss er im Innersten sehr genau, er der sonst alles im Griff hat, und da braucht er nicht noch seine Liebste, die in dieser Wunde herumstochert.

    Du irrst dich, wenn du glaubst, er sieht sein Alkoholproblem nicht. Für ihn ist es schlicht und ergreifend ein zu großes Zeichen persönlicher Schwäche, einem Gesichtsverlust gleich, sich eingestehen zu müssen, dass er ein Alkoholproblem hat und eigentlich auf Hilfe von außen angewiesen ist, um da raus zu kommen. Aber solange ihm sein Stolz im Wege steht, wird er diese einfache Wahrheit nicht ertragen können und ist für dich kaum zu erreichen. Es würde persönliche Demut bedingen, Schwäche zu zeigen und Hilfe anzunehmen; etwas, das für viele Männer traditionell fremd ist - leider.

    Auch wenn du in der vordersten Reihe sitzt, bist und bleibst du Zuschauerin in diesem Drama; du kannst nicht viel bewirken in dieser negativen Situation. Er bestimmt den Lauf des Spiels und wenn er nicht selbst über die Bücher geht, bleibt dir einzig die Entscheidung, wie lange du sitzen bleibst und dem Treiben zuschaust oder aufstehst und das Theater verlässt.

    Danke, Ste55. Genau so ist es!

    Der Titel "Thailand statt Therapie" gilt ironischer Weise genauso für mich, ich hätte mich in dieser Zeit auch um eine Platz in einer Klinik kümmern können. Rede schon ewig von einer 12 Schritte Klinik im Allgäu und Kriegs nicht geregelt ... stattdessen fahr ich in die Sonne.

    Denn diese "Schmerz-Sucht" ist definitiv vorhanden. So, als würde ich mich selbst "ritzen" aber eben psychisch ...

    … als würde ich mich selbst "ritzen" aber eben psychisch ... eine stimmige Analogie die du da aufgreifst - in dir toben offensichtlich widersprüchliche Empfindungen, mit denen du nie gelernt hast umzugehen und egal wo du bist, sie sind in deinem Gepäck. Du scheinst tatsächlich eine Selbstverletzerin zu sein, mit geringem Selbstwertgefühl und einer gehörigen Portion Selbstverachtung.

    Vielleicht kannst du ja deinen Titel wandeln in „Thailand als Therapie“, da du ja jetzt dein „Liebling“ so siehst wie er wirklich ist und ihn auch so nimmst. Achte aber auch darauf was es mit dir macht, was das für ein Gefühl sein wird auf dieser etwas anderen Ebene - wie du schreibst.

    Wenn du bei den Begegnungen mit ihm auf die nächste Verletzung hoffst und der erste Schmerz sich bei dir einfach nur gut anfühlt, dich erleichtert und du es nur schön findest, irgend etwas so intensiv zu spüren, um so wenigstens über deinen Schmerz die Kontrolle zu haben, dann brauchst du professionelle Hilfe oder du gehst allmählich zugrunde mangels Eigenliebe - die ich so sehr bei dir vermisse.