Beiträge von Ste55

    - habe seit einem halben Jahr eine Partnerin mit Kind

    - seit fünf Jahren einen Job auf Leitungsebene

    - Ich trinke nun seit dem 01.05.2021 keinen Alkohol mehr.

    - Ich schreibe gern

    Ich freu mich auf die Zeit hier, denn ich bin fest davon überzeugt, dass ich es ganz allein viel schwerer haben würde...

    Lieber Tellerrand - herzlich willkommen hier!

    Du hast ideale Voraussetzungen für eine vielversprechende Zukunft, falls du weiterhin dauerhaft am Alkohol vorbei kommst. Mit deiner Vorgeschichte ist das keine Kleinigkeit. Trotzdem hast du dich am 1. Mai entschieden, deine Sucht, verbunden mit zeitweiligem Kontrollverlust, einzutauschen gegen

    ein Leben, in vollem Bewusstsein und Perspektive für dich, Partnerin, Familie, Freundeskreis und generell Personen, die dir Nahe stehen.

    Bleib dabei - kein Alkohol - du kannst bestehen, wenn du dich in manch Bodenlosigkeit doch getragen fühlst, durch dein eigenes Wollen!

    Deine Eingangstext wirkt abgeklärt, wohl überlegt und schlüssig - gleichzeitig zeigt er eine Distanz des Verfassers zur beschriebenen Person. Ich vermisse Nähe - wie kommst du generell mit Nähe klar, zu dir selbst und zu anderen Menschen. Magst du die von dir beschriebene Person, oder hast du sie sogar ein wenig gerne? Würdest du bei dieser Person anklopfen wollen, um ein wenig bei ihr, mit ihr, zu leben?

    Auch dein Label „Tellerrand“ ist besonders - lässt sich als Synonym für Grenzgänger interpretieren - passt gut zu deiner Geschichte. Du läufst am Rande eines Abgrundes, ausgestattet mit vielen Talenten im besten Alter, wo noch alles drin ist, wenn du dir Sorge trägst; andernfalls - ja du weißt schon, wo es auch enden könnte mit dir.

    In diesem Forum gibt es so viele unterschiedliche, ehrliche und lebendige Schreiberlinge, die in irgendeiner Weise vergleichbares wie du erlebt haben bzw. erleben und sind dadurch oft eine vortreffliche Stütze auf einem begonnen Weg; vielleicht auch für dich als trockener Alkoholiker.

    Schön, dass du hier beginnst - beste Grüße Ste

    Die Rückfallquote liegt schätzungsweise um die 90% - jeder hat die Chance auf ein trockenes Leben. Viele leben es ja vor.

    Nur sollte man zwischen Wunschdenken und Realität die Grenze ziehen können.

    Hallo Hartmut,

    deine Rückmeldung bedeutet also 10% Hoffnung für Sensual; wenn das kein Steilpass für Sie als CO in ihrem Glauben an ihn ist ... was dann?

    Alkoholismus ist eine knallharte Krankheit und der Süchtige kennt im nassen Zustand nur die Liebe zur nächsten Flasche; das ist Realität, auch für CO.

    Und trotzdem, manchmal erfüllt sich Wunschdenken, jeder Zehnte schafft es angeblich von Nass zu Trocken - scheint auch eine Realität zu sein ...

    • … vielleicht erwecke ich den Eindruck mich selbst aufzugeben…aber ich glaube an diesen Menschen,
    • ich glaube an die Liebe und die Loyalität
    • Ich möchte glauben können, dass alles eines Tages gut wird und ein Bemühen und Kämpfen um einen Menschen sich lohnt …

    Liebe Sensual …der Glaube an einen Menschen wird getragen von Mitgefühl und Liebe - aus ganzem Herzen. Er wird am meisten gebraucht, wenn Derjenige ihn am wenigsten verdient. Dazu brauchst du viel Herz - achte darauf, dass du es nicht komplett für ihn weggibst, es muss auch für dich da sein. Setze bei deinen Bemühungen eher auf Liebe den Loyalität. Loyalität ist grausam, sie erstickt jedes Aufbegehren des Verstandes im Keime; Liebe hingegen ist langmütig und geduldig, auch mit dem eigenen Verstand - und dein Körper wird es dir danken.

    Ob es sich lohnt, für ihn so zu kämpfen? - Liebe fragt nicht, der Verstand schon …

    • Er war in den letzten Jahren mehrmals im Entzug und hat eine LZT hinter sich. Er hat in unserer Zeit immer wieder Rückfälle gehabt …
    • Vllt ist es bekloppt, aber ich glaube auch weiterhin an diese Beziehung. Ich möchte einen Weg finden …

    Wenn bei Frau Herz und Verstand uneinig sind, wird Frau letztlich ihrem Herz folgen - ein Naturgesetz :)

    Erst wenn dein Herz ihn nicht mehr mag, mag es nicht mehr deinen Verstand ignorieren …

    Er wird mir immer fremder. Selbst Redensarten und gewisse Verhaltensweisen kenne ich so rücksichtslos von ihm nicht. Er war nicht mal in der nassen Zeit so. Ich möchte nur verstehen, ob es wirklich so ist, wie man liest, dass von dem Menschen „nichts“ mehr überbleibt, bzw. er zu sich zurückfindet…

    Hallo Sensual

    Speranza schrieb dir gerade eben "Er macht gerade eine starke Wandlung durch" - ich glaube, auch du machst gerade eine starke Wandlung durch.

    Auch wenn, wie du hoffst, er zu sich zurückfindet… wärst du dann bereits an einem anderen Ort und wärst nicht mehr dieselbe, denn es gibt für euch beide kein Zurück, nur ein Vorwärts. Es würde an ein Wunder grenzen, wenn sich eure zwei Seelen, in solch starkem Wandel, nochmals finden würden.

    Bewege dich weiter auf deinem ureigenen Pfad - für dich und deine Zukunft - und du wirst spüren, was dich zurückhält und finden, was dir gut tut - davon bin ich überzeugt.

    Gruss Ste

    Heute weiß ich gar nicht ob ich mit ihm noch zusammen bleiben will, auch wenn er es schafft aufzuhören zu trinken..

    Ich denke tatsächlich stehe ich mit meiner Ehe vor einer Wand.

    Und es tut weh, dass auf seiner Seite so viele neben ihm stehen und ich auf meiner Seite alleine bin.

    Aber ganz ganz ganz langsam gewöhne ich mich an den Gedanken, es alleine zu schaffen.

    Liebe Owline

    Was Morgenrot schreibt, das hat was!

    Ein guter Freund und seine liebe, aufrechte Frau, beide kenne ich seit meiner Kindheit, trennten sich sehr überraschend und irritierend für mich. Sein drittes Kind, mit einer anderen, 25 Jahre jüngeren Frau unterwegs - das war kurz darauf die Erklärung - verständlich und logisch. Trotzdem hoffte ich noch ein wenig, dass sich die beiden irgendwie wieder finden würden. Ich mag Beide - vor allem als aufgestelltes Paar … und nun das! Darauf angesprochen erwartete man allgemein von mir, jetzt werde ich mich wohl für ihn entscheiden als Freund und Fußballkollege im gleichen Team - seit Jahrzehnten, obwohl ich regelmäßig versicherte, sie sei mir ebenso wichtig.

    Das ist nun schon ein paar Jahre her, mittlerweile geschieden, wohnen Beide weiterhin, wenn auch 1500 Meter auseinander, im gleichen Dorf. Ich sehe sie einzeln ab und zu, aber schon „Hallo - wie gehts“ fühlt sich blöde an und Gespräche wie damals sind nicht mehr möglich. Wenn ich sie treffe, erinnere ich sie regelmäßig an ihn und an eine Zeit, die sie hinter sich lassen will und bei ihm steht „wie konnte er nur“ für mich immer noch im Raum.

    Ich wünschte mir, es wäre immer noch wie früher und ich hätte so nicht beide irgendwie verloren - geht aber leider nicht …

    Owline, ich schreibe dir das alles wegen deiner Zeile „es tut weh, dass auf seiner Seite so viele neben ihm stehen und ich auf meiner Seite alleine bin“.

    Ich hoffe rückblickend, dass ich damals zu allem Elend nicht noch für ihn Partei ergriffen habe. In der Zeit der Trennung sagte sie mal spontan aus einem ganz anderen Zusammenhang „ich fühle mich so gedemütigt, verletzt und alleingelassen, trotz meiner zwei Kinder“ … das werde ich nicht los!

    Verrückt, er hat etwas mit einer Anderen, sie wird einfach auf die Seite gelegt und im Dorf überwiegt die Meinung „sie hat ihn verlassen“.

    Ob jetzt diese Geschichte oder diese mit deinem Mann und seinem geliebten Alkohol; mir scheint - regelmäßig werden zuerst die Frauen von ihren Männern verlassen, bevor sie es sichtbar durchziehen - konsequent und notwendig für ihr eigenes „Über“-Leben. Gleichwohl werden diese Frauen oft als Täterinnen gehandelt und fallen gelassen.

    Möglicherweise hat sie auch bei mir das Gefühl, dass ich sie im Stich gelassen habe - ich wollte mich nicht zu sehr einmischen; aus Bequemlichkeit, Überforderung? Das ist mir mit deinem Text nun vollends bewusst geworden und werde dies angehen … auf sie zugehen.

    Was nützt mein ganze Getextete dir? Nun, es ist ein zaghafter Versuch an meinem Beispiel aufzuzeigen, warum sich die Umgebung so schwer tun kann, wenn zwei sich trennen. Da ist auch Schmerz, Trauer und Überforderung, die Distanz schafft und Frauen wie dich in der Situation alleine lässt.

    In guter Hoffnung schließe ich mich Lütte an „Ich finde den Kommentar von Morgenrot sehr gut und du bist ja nicht allein. Du hast hier ein ganzes Forum mit dem Du dich austauschen kannst und das in seinem Rahmen für Dich da ist“. Hier im Forum sind welche da, und zwar besser als ich es vermutlich für diese Frau in meiner Erzählung war.

    Liebe Grüße Ste

    Es ändert sich nichts, wenn ich es nicht ändere. Ich zähle weiter leere Flaschen …

    Es dreht sich grad im Kreis und ich wäre froh, wenn schon wieder Montag wäre …

    Habe ich Angst? ja. Keine Ahnung

    War meine Zeit mein Zeit? … dieser Frage hat Hugo Loetscher (ein Schweizer Schriftsteller) sein letztes Buch gewidmet. Man kann sich diese Frage so oder ähnlich immer mal wieder stellen, nicht erst am Lebensende, wie zum Beispiel „Lebe ich oder werde ich gelebt?“ Wenn „ gelebt werden“ überwiegt, ist Angst gewiss ein gewichtiger Begleiter, der einem zurückhält, beschränkt, lähmt und klein macht.

    … auch nur so ein Gedanke - wenn ich Passagen von dir lese … Gruss Ste

    Das erschreckt mich eigentlich, früher war ich so ein selbstbewusster und eigenständiger Mensch..

    Heute lass ich meine Gedanken von meinen Sorgen leiten, mit dem ersten Gedanken an die Sucht meines Mannes.

    Mit diesem Gedanken steh ich auf und geh ich schlafen.

    Ich mach mir wirklich Sorgen, dass ich nicht mehr zu meinem selbstbewussten Ich zurückkehren kann.. Komisches Gefühl!

    Es gibt kein zurück - nur ein vorwärts hin zu deinem neuen selbstbewussten Ich und mir scheint, du bist auf gutem Weg!

    • Mein Mann hat eigentlich gegen mich keine Chance.
    • Im Prinzip bedient er mich mit seiner Sucht, macht sich klein und hilflos und ich kann voll in die Presche springen - eine Win-Win Situation

    Macht es nicht besser und löst es nicht. Erklärt mir gerade nur vielleicht warum ich solche Schwierigkeiten habe, loszulassen.

    Der Gedanke kam mir eben nur so.

    Auch ein Gedanke ...

    Leiden und Schmerz sind immer der Anfang umfassender Erkenntnis, die uns hilft, sich zu öffnen und uns erst ermöglicht, mit viel gutem Willen, diese Erkenntnis anderen freundlich zu eröffnen. Es ist ein großes Abenteuer - mit offenem Ausgang. Dieses Abenteuer bedeutet Bewegung bis tief ins eigene Herz und es können nur diejenige bestehen, die sich in der Bodenlosigkeit doch getragen fühlen. Es ist ein gewaltiges Wagnis und nennt sich Veränderung und bedeutet Loslassen von alten Beständen.

    Guten Morgen Cayenne

    • meine Angst ist es immer nur noch gestresst zu sein und wenig Energie für meine Kinder zu haben. Ihnen nicht gerecht zu werden oder sie einen ganzen Tag Fremdbetreuen zu lassen, sie nur zum Abendessen zu sehen, ihnen nicht bei Hausaufgaben helfen zu können, keine Zeit zu haben mir ihre Sorgen anzuhören
    • tatenlos in meiner Ehe zu sitzen und zuzusehen, wie mein Mann sich und uns kaputt macht, macht mir unheimliche Angst

    Liebe Owline - ich bin nochmals aufgewacht und habe die Zeit mit deinem Text verbracht ... und da kam mir folgender Gedanke ...

    ... es ist Angst, die dir bzw. uns Menschen Grenzen setzt, im Denken und in der Bewegung - Stillstand und Festhalten sind Ursprung all unserer Probleme.

    Vergänglichkeit ist oft schwer zu ertragen und so klammern wir uns verzweifelt an Dinge, die nie mehr so sein werden wie sie mal waren. Es macht uns Angst diese Dinge loszulassen und entscheiden uns dadurch gegen das eigene Leben. Denn sein eigenes Leben leben bedeutet stetiges Loslassen - seinen eigenen Weg gehen. Festhalten bedeutet vor allem Kontrollverlust und führt uns zu dem Schmerz, der uns klein macht.

    Gute Nacht - Ste

    Aber kann so ein Leben gut funktionieren?

    Kann ich es akzeptieren, dass er immer wieder so viel trinkt?

    Ich weiß es einfach nicht.. Ich denke ich bin gerade noch ziemlich am Anfang, wenn ich andere Beiträge hier lese, denke ich immer: Wow wie sicher sich hier viele einfach sind, dass bin ich noch so gar nicht..

    Danke fürs lesen!

    Hallo - deine Frage ist berechtigt! Aber zuerst herzlich willkommen hier !

    Es ist erst mal ein gutes Zeichen, dass du aktiv bist und es nicht einfach geschehen lässt! Wie du selber festgestellt hast, gibt es hier einige Geschichten, die Parallelen aufweisen, aber meist weiter fortgeschritten sind. Diese Geschichten zeigen leider eine deutliche Tendenz, dass Alkoholiker schwer belehrbar sind und häufig immun sind auf Hilfe und Zuspruch vom Ehepartner.

    Ich bin kein Experte und es hat hier sicher mehrere Frauen, die dir substanzieller schreiben können - nur eines: Schau primär für dich und deine Kinder - es muss für euch stimmen, egal was du tust, IHR SEID DAS WICHTIGSTE und gehe mit deinen Kräften haushälterisch um.

    Alles Gute - Ste

    Hallo Marli - herzlich willkommen hier - cool, dass du dich gemeldet hast!

    • Gerade fühle ich mich unfassbar beschädigt, und schäme mich dafür ...

    Das oben war Dienstag, wie fühlst du dich Heute?

    Übrigens - beschädigt sind wir alle in irgendeiner Form;

    manche nennen es einfach Lebenserfahrung, andere wiederum versuchen es mit etwas mehr Tiefgang und sprechen von ihren persönlichen Lebenslinien. Es gibt keinen Grund sich dafür zu schämen - zumal ein guter Teil davon nicht „selbstverschuldet“ ist.

    Zu Beginn unseres Lebens werden uns die meisten Erfahrungen sowieso von außen aufgedrückt, erst nach und nach versuchen wir eigene Erfahrungen bzw. Verletzungen zu sammeln - was auch dann noch äußerst schwierig ist, da bei den vielen fremdbestimmten, eingeschliffenen Verhaltensmustern aus unserer Kindheit das „Eigene“ häufig auf der Strecke bleibt.

    Du berichtest von einer ganzen Palette von Schwierigkeiten mit denen du tagtäglich zu kämpfen hast. Okay - aber immerhin, du kämpfst und gibst dich nicht einfach geschlagen! Das ist doch schon mal viel - du möchtest deine Situation verbessern und organisierst dir die nötige Hilfe dazu - Bravo!

    Du siehst dich viel zu negativ; ich jedenfalls bin überzeugt, da ist viel Schönes an dir. Nur schon dein Mut, deine Offenheit, deine Ehrlichkeit und Freundlichkeit lassen viel positive Kraft in dir erahnen. Sei deiner Seele einfach ein guter Gastgeber - wärme sie, wenn sie friert - tröste sie, wenn sie weint - freue dich, wenn sie lacht - und sie wird es dir dein Leben lang danken.

    Liebe Grüße Ste

    Liebe Aram

    „Genug - mir reicht es jetzt mit dir“!

    Ich glaube, du kommst nicht drum herum, deinem Mann die rote Karte zu zeigen. Er muss aus dem Spiel bzw. deinem Leben, bevor er es dir oder gar dich kaputt macht.

    Verpasse nicht den Moment für deinen Absprung. Organisiere umsichtig und zieh gleich durch - jetzt; nicht nochmals eine Chance - fertig lustig - ich sehe keine wirkliche Alternative - siehst du eine?

    Liebe Grüße Ste

    Herzlich willkommen - was Xlausi schreibt stimmt 100% - hier bist du richtig!

    • Er trinkt, und ist immer gereizt. Und dann trinkt er mehr.
    • Zur Zeit ist es die Hölle.

    Diese zwei Punkte oben lassen wenig Perspektive für dich. Wenn du dich durch deinen Partner zunehmend aus der Bahn geworfen fühlst, ist es an der Zeit die Weichen für dein Leben neu zu stellen, bevor es dir abhanden kommt und zur Hölle wird.

    Liebe ist Freundschaft, die Feuer gefangen hat - dein Partner ist kräftig am löschen ... es scheint, er macht das gründlich und du kannst kaum etwas dagegen tun. Lese dich hier ein und du wirst auf Geschichten stossen, die deiner im Ansatz auf die eine oder andere Weise gleichen - du bist nicht alleine.

    Auch deren weiteren Verlauf oder Ende wirst du hier finden und lassen für dich nichts Gutes erahnen, wenn der Alkohol übernimmt.

    Ich wünsche dir viel Kraft - mutig bist du und sich aufgeben scheint für dich keine Option, sonst hättest du dich nicht hier gemeldet.

    Liebe Grüsse Ste

    ich bin jetzt erst hier im thread gelandet, liebe kiwi ..du schreibst alles wie ich es auch erlebe und fühle.

    Oh man...du bist sehr viel weiter....

    Meine Denkspirale möchte das Verhalten noch verstehen..

    Was man wahrscheinlich nicht kann...daz u müsste man wohl genauso krank sein.

    Mir laufen die Tränen, und gleichzeitig hilft es ungemein alle Beiträge zu lesen und es stärkt meinen Entschluss, nicht einzuknicken bei Kontakt, der auch bei mir noch kommen wird.

    Liebe Manu,

    Wenn dein einstmals liebevoller Freund dir wieder einmal so richtig den Schmus bringt, sorgt du dich einzuknicken - mit gutem Grund!

    Einknicken ist ein stark geschönter Begriff für etwas viel gravierenderes, wenn du nur die dazugehörigen Synonyme studierst:

    >>> sich verbiegen / nachgeben / zusammenbrechen / zurückgehen / aufgeben / untergehen / seine Gesinnung wechseln / Zugeständnisse machen / sich bekehren / seinen Standpunkt aufgeben / usw.

    Verstehst du, was ich meine?

    Gruss Ste

    Liebe Manu - schön, dass du da bist.

    Ich hoffe ich bekomme es hin, nicht einzuknicken ...wenn er heulend vor der Tür steht 🙏

    Du erinnerst mich an meine Schwester, die hat es in vergleichbarer Situation nicht hinbekommen - sie war eingeknickt.

    Am Anfang ihrer Ehe schien bei ihr alles gut. Doch all die Liebesversprechen, Träume und Wünsche haben sich mit der Zeit verdünnt und schließlich ganz im Alkoholkonsum ihres Mannes aufgelöst. Bei ihr blieb Unverständnis für ihren Mann (wieso macht er das) und eine Ehe in Scherben zurück, an denen sie sich immer wieder verletzte. Gleichwohl hinderte sie irgendetwas daran, die Scherben wegzuräumen. Sie hoffte darauf, sie eines Tages wieder zusammensetzen zu können. Dies gelang ihr nach und nach halbwegs, unter großen persönlichen Opfern versuchte sie möglichst viel zu kitten, bis alles endgültig zerbrach, auch meine Schwester. Diese persönliche Niederlage, wie sie es betitelte, war für sie nicht zu verkraften.

    In ihr war etwas definitiv kaputt gegangen und sie lässt niemanden mehr nur ansatzweise in ihre Nähe und das schon seit mehr als 25 Jahre.

    Mach es ihr nicht nach, es ist schon hart genug als Zuschauer das zu erleben, okay?

    Liebe Grüße Ste

    Ich habe gestern meinen Sommerurlaub gebucht. Meiner Tochter ihren Geburtstagswunsch mit einem Kurztripp Wellness in den Bergen erfüllt, indem ich ein verlängertes Wochenende gebucht habe. Ich werde mich nicht verkriechen! Ich will endlich wieder das Leben mit vollen Zügen genießen!

    Ich kann nur sagen, dass ich mich seltsamerweise gut fühle.

    LG Kiwi

    Soooo cool Kiwi - das ist ein Versprechen - ich freue mich sehr für dich und deine Tochter - liebe Grüße Ste