Beiträge von Stern

    Das ist ein Prozess den ich etwas langsamer angehen möchte. Das ist mein Weg damit umzugehen. Es wird sich rausstellen, ob ich damit auf die Schnauze fliege. Hoffentlich nicht.

    Das wird sich herausstellen ….?

    Das finde ich jetzt mal eine sehr gewagte Aussage.
    Du lässt dir offen, wie das ausgeht?

    Ich riskiere gar nix, wenn ich auch nur den geringsten Zweifel habe, dass ich mein nüchternes Leben in Gefahr bringen könnte.
    Ein ‚hoffentlich‘ ist mir da viel zu wenig.

    Stimmt eigentlich!

    ‚Eigentlich‘ ist genau so ein merkwürdiges und überflüssiges Wort wie ‚Verzicht‘ und ,Versuch’. Finde ich jedenfalls.

    Vielleicht hilft es, wenn man während der Phasen des Zweifels in der Trockenheit an solche Ereignisse zurückdenkt, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass man so etwas nicht mehr erleben möchte.

    Hilft es auch dir?
    Kommst auch du zu dem Ergebnis, dass du so etwas nicht mehr erleben möchtest?

    Wenn ich mich meine, schreibe ich gern von mir….damit bin ich mir näher als würde ich das allgemeine ‚man‘ beschreiben.

    Das sind Menschen,welche meinen , alles mit ihrem eigenen Willen ohne Hilfe schaffen zu können! In Punkto Alkohol eine völlige Selbstüberschätzung!

    Ich habe einen wirklich starken Willen, und wenn das nicht so überheblich klingen würde, würde ich sagen: Ich bin der Mensch mit dem wirklich allergrößten Willen, den ich kenne.

    Aber bei der Sucht reicht dieser allergrößte Wille nicht. Bei der Sucht geht es auch um die Akzeptanz der eigenen Sucht und um die Einsicht (in die Notwendigkeit des absolut abstinenten Lebens).
    Erst, als ich akzeptieren konnte, dass ich Alkoholiker bin und das auch immer bleiben werde und der Einsicht, dass ich diese Sucht ,nur‘ stoppen kann, niemals heilen, konnte ich nüchtern werden.
    Ich bin auch nach fast 3 einhalb Jahren noch immer täglich hier in meiner Selbsthilfegruppe, weil ich niemals den Bezug zu meiner Alkoholabhängigkeit verlieren möchte. Hier zu lesen und schreiben zeigt mir jeden Tag, was ich nie wieder möchte….und was unweigerlich passiert, wenn ich meine Selbstfürsorge vernachlässige.

    Ich habe noch nicht viel erreicht. Außer das ich endlich zu meinem Problem stehe und mir Hilfe hole!

    Ich finde, du hast schon sehr viel erreicht.
    Du hast dein Problem erkannt und du bist ins Handeln gekommen. Und du hast dich schon gut mit deiner Alkoholsucht auseinandergesetzt, indem du hier am Austausch teilnimmst. Dadurch hast du für dich Erkenntnisse gewinnen können, die dir den nüchternen Alltag erleichtern und du setzt Pläne für dein nüchternes Leben um und du sorgst für dich.

    Ganz wichtig finde ich, dass das Beschäftigen mit der eigenen Sucht nicht vernachlässigt wird. Natürlich wird vieles normal, aber Leichtsinnigkeit und das Vernachlässigen der eigenen Selbstfürsorge hat schon so viele wieder in den Strudel der Suchtspirale gezogen.

    Ich weiß nicht, wie es ist, Quartalstrinker zu sein, ich habe ja immer gesoffen, wenn ich alleine zu Hause war. Aber ich bin sicher, dass es egal ist, wann und wieviel ein Alkoholiker getrunken hat.
    Es muss im Kopf ankommen, dass es keinen Alkohol mehr geben kann, nicht heute, nicht morgen, nicht in 6 Wochen. Nie wieder. Und ‚nie wieder‘ lässt keinen Spielraum. Für mich nicht, für dich nicht….für keinen Alkoholiker, der nicht noch einmal in die Suchtspirale geraten will.

    Nicht quatschen, sondern machen

    👍🏻

    Ich merke, dass es mir gut tut, alles auszumisten. Im Aussen Ordnung zu schaffen ist eine schöne Ergänzung zum Ordnung schaffen im Innen.

    Das habe ich anfangs ganz genau so gemacht: Aufräumen, aussortieren, Platz schaffen …..Platz um mich herum schaffen hat Platz in meinem Inneren geschaffen.

    Mir ist klar, dass ich nie wieder Alkohol trinken will.

    Ob das deinem Suchtgedächtnis auch egal ist? 🤔

    Nicht mehr wollen…das ist etwas ganz anderes als nicht mehr können.

    Ganz früher, also: Vor meiner Alkoholsucht, wollte ich ganz viele Jahre keinen Alkohol trinken. Ich habe aus einer tiefen inneren Überzeugung keinen Alkohol getrunken. Weil ich keinen Alkohol trinken wollte.

    Heute bin ich Alkoholiker. Und selbst wenn ich jemals wieder Alkohol trinken würde wollen, ich kann es nicht. Weil meine Alkoholsucht lediglich durch die Abstinenz zum Stillstand gebracht werden konnte. Stillstand ….nicht mehr und nicht weniger, die Alkoholsucht ist nicht heilbar.

    Kinderpunsch ist für mich nichts anderes als heißer Saft, vielleicht noch mit ein paar Gewürzen. Eine Verbindung zum Glühwein hat mein Kopf bisher nicht hergestellt.


    Ich seh auch nirgends Fallen, ausser vielleicht bei Lebensmitteln. Alles andere ist eigentlich ziemlich berechenbar.

    Das halte ich für sehr gefährliche Aussage.
    Sucht ist unberechenbar.

    Ich habe eine tolle Familie, tolle Freunde und auch ein tolles Leben. Hatte ich durch mangelnde Selbstfürsorge und Unachtsamkeit vergessen.

    Mangelnde Selbstfürsorge und Unachtsamkeit haben ja schon so vielen das Genick gebrochen.

    Ich finde das so klasse, dass du sofort wieder aufgestanden bist und jetzt auch aufmerksamer mit dir umgehst.

    Ich hab s diesmal so gemacht wie s für mich am besten war und ist. Ich hab mich zurückgezogen, mich rausgenommen. Fühlt sich richtig und wichtig und gut an.

    Das hast du absolut richtig gemacht.

    Ich gucke auch jeden Tag, dass es mir gut geht, dass es sich richtig und gut für mich anfühlt, was ich mache.


    Letzte Nacht habe ich von einem Flug geträumt. Ich hatte Angst abzustürzen. Vorletzte Nacht vom Bergsteigen, Angst abzustürzen. Hängebrücke, Angst abzustürzen. Ich träume gerade sehr intensiv

    Ich denke, das ist völlig normal und wird sich auch wieder geben. Du hast so viel zu verarbeiten und das nimmst du jetzt mit in Nacht.
    Ich bin sicher, dass du bald wieder von Sonnenstrahlen und Schmetterlingen und ganz vielen anderen schönen Dingen träumen wirst.

    Hallo Perdita,

    schön, dass du uns gefunden hast und dich nun auch hier austauschen möchtest.

    Super, dass du dich für einen stationären Entzug entschieden hast und nun schon über einen Monat nüchtern bist.

    Hier ist dein Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Das ist gut, dass du dir Unterstützung suchst für die Entsorgung des Leerguts. Und offen reden mit den Leuten, mit denen du die meiste Zeit verbringst, kann dich auch schützen.


    Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du hast dich ja schon sehr ausführlich vorgestellt. Da brauchst du im Link nur ganz was schreiben.

    Wir werden dich dann freischalten und dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Hallo Kazik,

    herzlich Willkommen in unsere Selbsthilfegruppe und herzlichen Glückwunsch zu nun schon 16 nüchternen Tagen.

    Dass du für dich erkannt hast, dass du Alkoholiker bist, ist eine ganz wichtige Voraussetzung, um dauerhaft nüchtern werden zu können. Du schreibst, dass du ab jetzt auch abstinent leben willst. Etwas anderes kann es für einen Alkoholiker auch nicht geben.
    Wir können unsere ja lediglich zum Stillstand bringen, Alkoholiker bleiben wir trotzdem. Ist dir das so bewusst?

    Es ist gut, dass du nun auch bald einen Termin bei deiner Hausärztin hast. Da kannst du richtig durchgecheckt werden und ihr könnt besprechen, wie es nun weiter geht.

    Konntest du hier schon einiges lesen? Hier findest du eine wahre Schatzkiste an Erfahrungen.
    Das wichtigste ist erstmal, dass dein Haus alkoholfrei ist. Sonst wäre die Versuchung viel zu groß. Hast du alle Flaschen entsorgt?

    Hab mal eine Frage, Wer kann sagen, was ihn wann getriggert hat,und wie er mit dieser Situation umgegangen ist? Ob es gut ging

    oder der Alkohol leider wieder die Oberhand gewonnenen hat?

    Die fünfundzwanzigtausenddreihundertsiebenundzwanzig verschiedene Antworten werden dir weder weiterhelfen noch schützen sie dich vor einem Rückfall. Weil du einzigartig bist und dir nur deinen ganz persönlichen Notfallkoffer packen kannst….aus deinen eigenen Erfahrungen und aus deinen eigenen Lebensumständen.

    Der Alkohol konnte jahrelang nur gewinnen, wenn ich gegen ihn kämpfte. Ich kämpfe nicht mehr. Weil ich nicht gewinnen kann.
    Als ich aufhörte, gegen den Alkohol zu kämpfen, war er auch kein Gegner mehr.

    Es ist gut, dass alle Bescheid wissen und dir keinen Alkohol angeboten haben.
    Dennoch warst du ja mitten in dieser alkohollastigen Umgebung. Bedenke bitte, dass solche Erlebnisse auch sehr häßlich nachwirken können. Das Suchthirn ist noch so präsent und auch noch Tage später kann es sich melden.
    Die ,Anfangseuphorie‘ kann sehr schnell dem Leichtsinn weichen.

    Das Lesen hier hat mir sehr viele Erkenntnisse geschenkt, aber erst der Austausch hier mit anderen Alkoholikern hat mich für im Alltag gefestigt.

    In meinen Augen ist es eine schwache Psyche, die Menschen in die Sucht treibt, und die kann man stärken, wenn man es denn versucht.

    Oder sehe ich da was falsch?

    Das siehst du falsch.

    Mich hat keine schwache Psyche in die Sucht getrieben. Meine Psyche wurde erst schwach als ich alkoholabhängig wurde und keinen Ausweg aus der Suchtspirale gefunden habe. Und meine Psyche wurde erst wieder stark, als ich meine Alkoholsucht akzeptieren konnte und dann endlich nüchtern werden konnte.

    Und wenn, dann würde er ja auch eure Antworten dazu lesen, also, umso besser, da müßte er sich ja schon wieder reflektieren, was er immer vermeidet.

    Ist das deine Hoffnung?
    Willst du ihn damit trocken bekommen?

    Das hier sollte doch deine Selbsthilfegruppe sein.


    Ich lebe eine sehr offene Kommunikation in meiner Beziehung, sonst würde ich das gar nicht aushalten, bzw. eine Beziehung, in der man nicht offen kommunizieren kann, wäre für mich sinnlos.

    Diese offene Kommunikation bringt dich ja, so mein Empfinden, nicht so wirklich weiter. :roll:

    Ehrlich gesagt finde ich es überhaupt nicht hilfreich, wenn ein uneinsichtiger Alkoholiker die Beiträge seiner co-abhängigen Partnerin hier liest. Den einzigen Sinn für ihn sehe ich darin, dass er dich noch noch besser manipulieren kann.

    Du bist doch für dich hier. Wobei genau können wir dir helfen?
    Konntest du aus den Beiträgen hier schon für dich etwas mitnehmen?

    Hallo Lightlive,

    schön, dass du uns gefunden hast und nun auch nüchtern leben willst. Das nüchterne Leben ist um so viel schöner, um so viel reicher.

    Du bist noch ganz am Anfang deines nüchternen Weges. Und du schaust so selten hier vorbei. Dabei hast du uns doch gesucht, um auf deinem nüchternen Weg nicht so alleine zu sein.
    Ich habe anfangs täglich ganz viel Zeit hier verbracht, habe mich durch die Beiträge derer gelesen, die schon so viel weiter waren als ich. Ich habe mich jeden Tag mit diesen Leuten gefreut und ich habe mich jeden Tag für mich gefreut, dass ich jetzt endlich den Ausgang aus der Suchtspirale gefunden habe. Den Ausgang finden ist das Eine, das Leben ‚da draußen‘ neu zu entdecken und es für mich zufrieden gestalten zu können, ist etwas ganz Anderes.

    Nur das Glas stehen lassen reicht nicht. Das ist der Satz, der in ganz vielen Beitrzu lesen ist. Ich musste lernen, dass ich selbst einiges verändern muss und ich durfte erfahren, dass sich vieles auch von selbst verändert hat.
    Und ich habe ganz schnell gelernt, dass es wichtig ist, mich mir meiner Sucht auseinanderzusetzen und mich mit meinem neuen nüchternen Leben auseinandersetzen. Wenn es anders werden soll, muss ich es anders machen.

    Als ich hier dann oft merken musste, dass die Leute hier gar keinen Austausch suchen, selten hier sind, nicht so wirklich ihren Alltag überdenken….und auch oft ganz schnell wieder ‚verschwunden‘ sind, wusste ich: Hier geht mein Weg lang: Mich mit anderen Alkoholikern austauschen ist der beste Weg, mich in meinem nüchternen Leben zurechtzufinden, es zu meiner Zufriedenheit gestalten zu können und so meinen nüchternen Weg gehen zu können.
    Und was ich hier auch gelernt habe: Ich werde immer Alkoholiker bleiben, ich habe meine Sucht lediglich zum Stillstand gebracht. Hier zu lesen und zu schreiben ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden….es festigt meine nüchterne Gedanken, es festigt mein nüchternes Leben.

    Ich wünsche dir schöne und vor allem nüchterne Feiertage.

    Hallo Cambrina,

    auch von mir noch herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe und herzlichen Glückwunsch zu 5 nüchternen Wochen.

    Du hast schon super viel für dich erreicht und geht’s einen wirklich tollen Weg.
    Wenn du dich noch zusätzlich hier austauschen möchtest. klicke bitte den folgenden Link an und schreibe kurz etwas dazu.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    Danach wirst du für das offene Forum freigeschaltet und dein Thema wird in den Bereich zu den "Erste Schritte für Alkoholiker" verschoben.