Natürlich ist zuerst das ‚nicht wollen. Aber wenn im Kopf nur das ,nicht wollen‘ verankert ist, finde ich das - für mich - nicht ausreichend.
Wenn dir ,nicht wollen‘ ausreicht, passt das doch für dich.
Beiträge von Stern
-
-
Mir ist klar, dass ich nie wieder Alkohol trinken will.
Ob das deinem Suchtgedächtnis auch egal ist? 🤔
Nicht mehr wollen…das ist etwas ganz anderes als nicht mehr können.
Ganz früher, also: Vor meiner Alkoholsucht, wollte ich ganz viele Jahre keinen Alkohol trinken. Ich habe aus einer tiefen inneren Überzeugung keinen Alkohol getrunken. Weil ich keinen Alkohol trinken wollte.
Heute bin ich Alkoholiker. Und selbst wenn ich jemals wieder Alkohol trinken würde wollen, ich kann es nicht. Weil meine Alkoholsucht lediglich durch die Abstinenz zum Stillstand gebracht werden konnte. Stillstand ….nicht mehr und nicht weniger, die Alkoholsucht ist nicht heilbar.
Kinderpunsch ist für mich nichts anderes als heißer Saft, vielleicht noch mit ein paar Gewürzen. Eine Verbindung zum Glühwein hat mein Kopf bisher nicht hergestellt.Ich seh auch nirgends Fallen, ausser vielleicht bei Lebensmitteln. Alles andere ist eigentlich ziemlich berechenbar.
Das halte ich für sehr gefährliche Aussage.
Sucht ist unberechenbar. -
Ich habe eine tolle Familie, tolle Freunde und auch ein tolles Leben. Hatte ich durch mangelnde Selbstfürsorge und Unachtsamkeit vergessen.
Mangelnde Selbstfürsorge und Unachtsamkeit haben ja schon so vielen das Genick gebrochen.
Ich finde das so klasse, dass du sofort wieder aufgestanden bist und jetzt auch aufmerksamer mit dir umgehst.
Ich hab s diesmal so gemacht wie s für mich am besten war und ist. Ich hab mich zurückgezogen, mich rausgenommen. Fühlt sich richtig und wichtig und gut an.
Das hast du absolut richtig gemacht.
Ich gucke auch jeden Tag, dass es mir gut geht, dass es sich richtig und gut für mich anfühlt, was ich mache.
Letzte Nacht habe ich von einem Flug geträumt. Ich hatte Angst abzustürzen. Vorletzte Nacht vom Bergsteigen, Angst abzustürzen. Hängebrücke, Angst abzustürzen. Ich träume gerade sehr intensiv
Ich denke, das ist völlig normal und wird sich auch wieder geben. Du hast so viel zu verarbeiten und das nimmst du jetzt mit in Nacht.
Ich bin sicher, dass du bald wieder von Sonnenstrahlen und Schmetterlingen und ganz vielen anderen schönen Dingen träumen wirst. -
Hallo Perdita,
schön, dass du uns gefunden hast und dich nun auch hier austauschen möchtest.
Super, dass du dich für einen stationären Entzug entschieden hast und nun schon über einen Monat nüchtern bist.
Hier ist dein Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.
Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
-
Das ist gut, dass du dir Unterstützung suchst für die Entsorgung des Leerguts. Und offen reden mit den Leuten, mit denen du die meiste Zeit verbringst, kann dich auch schützen.
Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Du hast dich ja schon sehr ausführlich vorgestellt. Da brauchst du im Link nur ganz was schreiben.
Wir werden dich dann freischalten und dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
-
Hallo Kazik,
herzlich Willkommen in unsere Selbsthilfegruppe und herzlichen Glückwunsch zu nun schon 16 nüchternen Tagen.
Dass du für dich erkannt hast, dass du Alkoholiker bist, ist eine ganz wichtige Voraussetzung, um dauerhaft nüchtern werden zu können. Du schreibst, dass du ab jetzt auch abstinent leben willst. Etwas anderes kann es für einen Alkoholiker auch nicht geben.
Wir können unsere ja lediglich zum Stillstand bringen, Alkoholiker bleiben wir trotzdem. Ist dir das so bewusst?Es ist gut, dass du nun auch bald einen Termin bei deiner Hausärztin hast. Da kannst du richtig durchgecheckt werden und ihr könnt besprechen, wie es nun weiter geht.
Konntest du hier schon einiges lesen? Hier findest du eine wahre Schatzkiste an Erfahrungen.
Das wichtigste ist erstmal, dass dein Haus alkoholfrei ist. Sonst wäre die Versuchung viel zu groß. Hast du alle Flaschen entsorgt? -
Hab mal eine Frage, Wer kann sagen, was ihn wann getriggert hat,und wie er mit dieser Situation umgegangen ist? Ob es gut ging
oder der Alkohol leider wieder die Oberhand gewonnenen hat?
Die fünfundzwanzigtausenddreihundertsiebenundzwanzig verschiedene Antworten werden dir weder weiterhelfen noch schützen sie dich vor einem Rückfall. Weil du einzigartig bist und dir nur deinen ganz persönlichen Notfallkoffer packen kannst….aus deinen eigenen Erfahrungen und aus deinen eigenen Lebensumständen.
Der Alkohol konnte jahrelang nur gewinnen, wenn ich gegen ihn kämpfte. Ich kämpfe nicht mehr. Weil ich nicht gewinnen kann.
Als ich aufhörte, gegen den Alkohol zu kämpfen, war er auch kein Gegner mehr. -
Es ist gut, dass alle Bescheid wissen und dir keinen Alkohol angeboten haben.
Dennoch warst du ja mitten in dieser alkohollastigen Umgebung. Bedenke bitte, dass solche Erlebnisse auch sehr häßlich nachwirken können. Das Suchthirn ist noch so präsent und auch noch Tage später kann es sich melden.
Die ,Anfangseuphorie‘ kann sehr schnell dem Leichtsinn weichen.
Das Lesen hier hat mir sehr viele Erkenntnisse geschenkt, aber erst der Austausch hier mit anderen Alkoholikern hat mich für im Alltag gefestigt. -
In meinen Augen ist es eine schwache Psyche, die Menschen in die Sucht treibt, und die kann man stärken, wenn man es denn versucht.
Oder sehe ich da was falsch?
Das siehst du falsch.
Mich hat keine schwache Psyche in die Sucht getrieben. Meine Psyche wurde erst schwach als ich alkoholabhängig wurde und keinen Ausweg aus der Suchtspirale gefunden habe. Und meine Psyche wurde erst wieder stark, als ich meine Alkoholsucht akzeptieren konnte und dann endlich nüchtern werden konnte.
Und wenn, dann würde er ja auch eure Antworten dazu lesen, also, umso besser, da müßte er sich ja schon wieder reflektieren, was er immer vermeidet.
Ist das deine Hoffnung?
Willst du ihn damit trocken bekommen?
Das hier sollte doch deine Selbsthilfegruppe sein.Ich lebe eine sehr offene Kommunikation in meiner Beziehung, sonst würde ich das gar nicht aushalten, bzw. eine Beziehung, in der man nicht offen kommunizieren kann, wäre für mich sinnlos.
Diese offene Kommunikation bringt dich ja, so mein Empfinden, nicht so wirklich weiter.

Ehrlich gesagt finde ich es überhaupt nicht hilfreich, wenn ein uneinsichtiger Alkoholiker die Beiträge seiner co-abhängigen Partnerin hier liest. Den einzigen Sinn für ihn sehe ich darin, dass er dich noch noch besser manipulieren kann.Du bist doch für dich hier. Wobei genau können wir dir helfen?
Konntest du aus den Beiträgen hier schon für dich etwas mitnehmen? -
Hallo Lightlive,
schön, dass du uns gefunden hast und nun auch nüchtern leben willst. Das nüchterne Leben ist um so viel schöner, um so viel reicher.
Du bist noch ganz am Anfang deines nüchternen Weges. Und du schaust so selten hier vorbei. Dabei hast du uns doch gesucht, um auf deinem nüchternen Weg nicht so alleine zu sein.
Ich habe anfangs täglich ganz viel Zeit hier verbracht, habe mich durch die Beiträge derer gelesen, die schon so viel weiter waren als ich. Ich habe mich jeden Tag mit diesen Leuten gefreut und ich habe mich jeden Tag für mich gefreut, dass ich jetzt endlich den Ausgang aus der Suchtspirale gefunden habe. Den Ausgang finden ist das Eine, das Leben ‚da draußen‘ neu zu entdecken und es für mich zufrieden gestalten zu können, ist etwas ganz Anderes.
Nur das Glas stehen lassen reicht nicht. Das ist der Satz, der in ganz vielen Beitrzu lesen ist. Ich musste lernen, dass ich selbst einiges verändern muss und ich durfte erfahren, dass sich vieles auch von selbst verändert hat.
Und ich habe ganz schnell gelernt, dass es wichtig ist, mich mir meiner Sucht auseinanderzusetzen und mich mit meinem neuen nüchternen Leben auseinandersetzen. Wenn es anders werden soll, muss ich es anders machen.
Als ich hier dann oft merken musste, dass die Leute hier gar keinen Austausch suchen, selten hier sind, nicht so wirklich ihren Alltag überdenken….und auch oft ganz schnell wieder ‚verschwunden‘ sind, wusste ich: Hier geht mein Weg lang: Mich mit anderen Alkoholikern austauschen ist der beste Weg, mich in meinem nüchternen Leben zurechtzufinden, es zu meiner Zufriedenheit gestalten zu können und so meinen nüchternen Weg gehen zu können.
Und was ich hier auch gelernt habe: Ich werde immer Alkoholiker bleiben, ich habe meine Sucht lediglich zum Stillstand gebracht. Hier zu lesen und zu schreiben ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden….es festigt meine nüchterne Gedanken, es festigt mein nüchternes Leben.
Ich wünsche dir schöne und vor allem nüchterne Feiertage. -
Hallo Leonie,
wann war denn dein Rückfall? Und wie geht jetzt für dich weiter?
Ich fange erneut bei null an.
Das tust du nicht.
Bereits Erlerntes kannst du jetzt wieder anwenden und optimieren. -
Hallo Cambrina,
auch von mir noch herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe und herzlichen Glückwunsch zu 5 nüchternen Wochen.
Du hast schon super viel für dich erreicht und geht’s einen wirklich tollen Weg.
Wenn du dich noch zusätzlich hier austauschen möchtest. klicke bitte den folgenden Link an und schreibe kurz etwas dazu.https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Danach wirst du für das offene Forum freigeschaltet und dein Thema wird in den Bereich zu den "Erste Schritte für Alkoholiker" verschoben.
-
aber als trockene Alkoholikerin brauch ich die Beschäftigung mit Alkoholkonsum, mit Menschen, die auc gegen den Suchtstoff kämpfen
Ich habe jahrelang gegen den Alkohol gekämpft. Immer wieder. Und immer wieder habe ich verloren.
Weil es unmöglich ist, diesen Kampf zu gewinnen. Niemand kann den Alkohol besiegen. Die Sucht wird immer stärker sein. Als mir das klar wurde, habe ich angefangen, mit meiner Alkoholsucht leben zu lernen. Die Alkoholsucht gehört jetzt zu mir, sie geht ja nie wieder weg.
Du hast die Alkoholsucht auch zum Stillstand bringen können. Kannst du sie als Teil von dir akzeptieren?
Ich musste erst akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin. Und dass ich das auch immer bleiben werde. Gewusst habe ich das schon lange. Und mindestens genauso lange wollte ich auch mit dem Saufen aufhören. Gelungen ist mir das nicht, trotz täglichem Kampf. -
Das klingt nach einem guten Start in den Tag,
Ich finde das auch so schön, mit genau diesen Gedanken in den Tag starten zu können.
Hab‘ auch einen schönen Tag. -
Dann hast du dir ja schon gute Vorraussetzungen geschaffen.
Ist, das mein Freindeskreis dem Alkohol nicht abgeneigt ist!Ich möchte meinen Freundeskreis nicht missen.Auch meine Frau trinkt
Wichtig ist, dass dein Haushalt alkoholfrei ist. Dein Zuhause sollte deine sichere Burg sein.
Kannst du das irgendwie organisieren?
Ein Austausch mit anderen Alkoholikern hier wird dir sicher eine gute Stütze sein.Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an und schreibe kurz was dazu.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
-
Neun nüchterne Tage sind schon ein guter Anfang.
Warst du schon beim Arzt und hast dich mal richtig durchchecken lassen? -
Hallo Bono,
Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Da ich in höheren Alter den Kreislauf von der Sucht endlich brechen möchte, befinde ich mich jetzt hier im Forum
Für ein nüchternes Leben ist nie zu spät. Und so hoch ist dein Alter ja noch gar nicht.
Dass du erkannt hast, dass du Alkoholiker bist, ist schon mal das Wicntigste. Dann weißt du vielleicht auch, dass du auch immer Alkoholker bleiben wirst. Aber du kannst diese Krankheit mit absoluter Abstinenz zum Stillstand bringen.Wann hast du das letzte Mal Alkohol getrunken?
-
Hallo Emmi,
schön, dass du uns gefunden hast und jetzt dein nüchternes Leben beginnen möchtest.
Den Anfang hast du schon mal super hinbekommen.
Schreibe hier soviel wie du willst.
Mir hat das Schreiben hier gerade am Anfang sehr geholfen, meine Gedanken zu sortieren. Das war auch wichtig, denn ich war so voller Scham wegen meiner Alkoholsucht, dass ich mich draußen schon gar nicht mehr getraut habe, geradeaus zu gucken.
Ich habe mich vor über 3 Jahren mit genau deinen Gedanken hier angemeldet.Grund: ganz klar Schuldgefühle - und auch ein wenig Wut, dass es allen Gut geht nur ich nichts auf die Reihe kriege.
Du bekommst doch so viel auf die Reihe. Du hast all deinen Mut zusammengerafft und hast dir Hilfe gesucht. Das ist doch nicht nichts.
Ich konnte meine Schuldgefühle ablegen, als ich erkennen konnte, dass ich nicht schwach bin, nicht charakterlos, nicht willensschwach, nicht unfähig, meine Ziele auch konsequent zu verfolgen….Ich durfte hier erkennen, dass ich krank bin. Und dass all das, was ich ,nicht auf die Reihe‘ bekommen habe, meiner Krankheit…meiner Alkoholsucht, geschuldet ist. Das sind alles Auswirkungen meiner Krankheit.
Hier durfte ich von ganz vielen Frauen lesen, die auch Alkoholiker geworden sind. Ganz normale Frauen. Kranke Frauen. Sie konnten ihre Sucht zum Stillstsnd bringen.
Das hat mir so viel Kraft geschenkt. Und ich konnte erstmals sagen: Das schaffe ich auch.
Ich stellte mir das Nüchternwerden und vor allem das Nüchternbleiben sehr schwer vor. Aber ich konnte mich selbst davon überzeugen, dass ich meinen nüchternen Weg gehen werde. Das Forum ist mir eine große Hilfe….aber meinen Weg gehen muss ich alleine.
Ich wünsche dir ganz viele helfende Erkenntnisse und einen guten und hilfreichen Austausch. -
Hallo Dan,
auch von mir noch ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Kennst du schon unsere Grundbausteine?Sie wurden von Langzeittrockenen zusammengestellt und können dir den Weg in dein nüchternes Leben erleichtern.
https://alkoholiker-forum.de/article/3-grundbausteine-für-ein-nüchternes-leben/ -
Ich hoffe der freie Platz kommt vor Weihnachten
Dafür drücke ich dir die Daumen.Bis dahin kannst du hier schon im großen Erfahrungsschatz unserer Selbsthilfegruppe lesen und vielleicht auch schon einiges für dich mitnehmen.
Der eigentliche Austausch beginnt dann mit Beginn deiner begleiteten Entgiftung.
Bitte schreibe hier auch nichts von Feiern oder Weihnachtsmärkten, die du - jetzt noch trinkend - besuchen willst. Das könnte für gerade nüchtern Gewordene schwierig werden.
Unsere Grundbausteine möchte ich dir auch schon mal ans Herz legen. Sie stellen eine Sammlung aus den Erfahrungen der Langzeittrockenen dar und können dir einen guten Start in dein nüchternes Leben bieten.
https://alkoholiker-forum.de/article/3-grundbausteine-für-ein-nüchternes-leben/