Also sprich mit Hilfe des JA. Aber da bin ich am hin und her überlegen, auf der einen Seite wäre das gut, weil dann endlich was vorwärts geht und auf der anderen Seite eher negativ, weil dann auch er endgültig beim Jugendamt als Alkohol- und Drogenabhängig drin steht und anschwärzen möchte ich ihn eigentlich nicht. Ich weiß nur nicht mehr anders weiter.
Was ist für dich denn für deine Situation und die eures Kindes der bessere Weg?
Es geht hier nicht ums ,Anschwärzen‘, es geht um dich und um euer Kind. Die Fakten sind doch dem Jugendamt längst bekannt.
Das hier ist deine Wohnung, er hat seine eigene.
Ob die für ihn bewohnbar ist, liegt in seiner Verantwortung …. genauso, wie es in deiner Verantwortung liegt, deine Wohnung für dich und dein Kind bewohnbar zu machen. Eine Wohnung, in der sich jemand breit macht, den ich da nicht (mehr) haben möchte, ist für mich nicht bewohnbar.
Wenn das Jugendamt helfen kann und helfen will, würde ich diese Hilfe niemals ablehnen….wie ich auch jede andere Hilfe, die ich kriegen kann, in Anspruch nehmen würde.
Ganz davon abgesehen, dass es auch dich und das Kind schützen kann, wenn das Jugendamt besseren Einblick in die Situation bekommt. ‚Schönreden‘ und verharmlosen halte ich für gefährlich.
Mein Weg wäre: Frist zum Auszug setzen, Hilfe beim Sachenpacken anbieten und direkt ankündigen, dass an diesem Tag 17 Uhr das Schloss in deiner Wohnung gewechselt wird. Danach könne er, wenn er noch Sachen in deiner Wohnung hat, diese gern später abholen lassen, ggf. durch seine Familie. Sein Zugang endet an diesem Tag. Das ist deine Wohnung, da darf er sich nicht gegen deinen Willen aufhalten. Nimm ihm den Schlüssel ab und setze dein Recht, notfalls auch mit der Polizei, durch. Er kann klingeln, wen er rein will. Und wenn du das nicht willst, bleibt die Tür eben zu.
Ich wünsche dir den Mut, das so oder ähnlich zu ihm sagen zu können. Wenn du das nicht hinbekommen oder dir nicht zutraust, lass dir helfen.
Das Jugendamt, ein Anwalt, die Familienberatung sind dann die richtigen Ansprechpartner.