happynewlife1987 - Vorstellung

  • Hallo an alle,

    Heute ist mein 6ter Tag ohne den Alkohol. Ich habe heute Nacht sehr gut geschlafen und fühle mich erholt. Gestern war ich nochmal beim Arzt wegen dem Entzug aber es ist alles im grünen Bereich zum Glück.

    Es ist so schön ohne den Alkohol keinen Kater, wieder mehr Lust raus zu gehen und nicht mehr die Gedanken wo ich den nächsten Stoff besorgen, das ganze Leergut entsorge...Aber ihr kennt das ja. Keine Angst mehr betrunken am Steuer von der Polizei angehalten zu werden und den Führerschein zu verlieren.

    Es ist einfach ein Gefühl von "Befreiung ". Ich kann wieder über mich selbst bestimmen. 😃

    Gestern war ich noch im Second Hand Laden shoppen und danach 3km im Wald spazieren. Da wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich beispielsweise die Natur liebe und was ich durch meine Sucht alles vernachlässigt habe.

  • Stern

    Ich glaube auch nicht das jemand aus meinem Umfeld ein Problem damit wird wenn es keinen Alkohol gibt:)

    Nayouk24

    Danke für deine Antwort. Ich stelle auch gerade fest, das der nüchterne Weg sehr befreiend ist und ich mit jedem Tag ein kleines Stück voran komme. Die letzten Tage habe ich hier auch viel gelesen nicht nur bei Alkoholikern sondern auch Angehörigen und mir ist bewusst geworden, was ich eigentlich meiner Mutter und Schwester mit meiner Sucht zumute.:(

  • Hallo an alle,

    ich wollte mich mal wieder melden und falle gleich mit der Tür ins Haus, das ich rückfällig war.

    Heute bin ich 4 Tage wieder trocken. War auch jetzt Donnerstag vor 2 Wochen bei der Suchtberatung und ich hab beschlossen eine qualifizierte Entgiftung zu machen. Diese geht 6 Wochen .Am 13.11.2024 ist der Termin mit dem Psychiater wegen der Entgiftung.

    Habe auch eine reale Selbsthilfegruppe (Guttempler)und mich heute getraut anzurufen um meinen Rückfall zu beichten. Mittwoch kann ich dahin und über meinen Rückfall sprechen.


    Liebe Grüße

  • Klasse, daß du das auch hier in der SHG sagst wie es ist. Nimm dir alle Hilfe die du jetzt brauchst.

    Wie kam es zu deinem Rückfall? War noch Alkohol griffbereit im Haus?

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo happynewlife,

    Respekt, dass Du Dich hier gemeldet hast.

    6 Wochen, das heißt Entgiftung und Entwöhnung. Weißt Du schon, ob stationär oder ambulant?
    Ich war 4 Wochen stationär und ich habe dem absolute Priorität gegeben. Da war nix, was mich hätte ablenken können, das war sehr hilfreich für mich.
    Wie Du es auch machst, es muss das Wichtigste für Dich sein.
    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Linde66

    Wie kam es dazu?

    Mehrere Umstände. Nummer 1 Trauer. Mein Lebensgefährte war Anfang Oktober 2 Monate tot.;( Nummer 2 ich habe keine sozialen Kontakte außer meiner Selbsthilfegruppe zu der ich jetzt aus Scham 4 Wochen nicht gegangen bin.:| Ich bin vor zwei Jahren wegen der Liebe her gezogen, hatte vorher aber auch keine sozialen Kontakte außer meiner Familie.

    Bin eine Person ,die schwer auf Menschen zugehen kann. Der Alkohol war immer ein Mittel um Gespräche zu beginnen X/. Dritter Punkt unzufrieden mit mir selbst. Schon mein Leben lang auch als Kind.

    Wenn ich reflektiere war der Alkohol immer mein " Problemlöser" seit ich mit 14 das erste mal betrunken war:cursing:

  • Nayouk24

    Die Entgiftung wird stationär sein. Da ich momentan von Bürgergeld lebe, was mir ebenfalls unangenehm ist passt das mit einer stationären Entgiftung. Das jobcenter weiß von meiner Alkoholsucht und das vereinbarte Ziel ist die Sucht zum Stillstand zu bringen. Alles andere hätte kein Sinn eine Beschäftigung anzunehmen solange ich rückfällig werde.🤨🤨

  • Das tut mir sehr leid, dass Du diesen Verlust verarbeiten musst und das gerade am Anfang Deiner Abstinenz.
    Du sagst es selber, Kopf in den Sand stecken (und trinken) hilft nicht, es macht es nur noch schlimmer.

    Soziale Kontakte sind sehr wichtig auch für Deine zukünftige Abstinenz.
    Ein Gedanke:
    Es gibt auch SHGs für Trauerbewältigung. Dort lernst Du auch Menschen kennen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ja nach Trauergruppen suche ich auch noch. Aber die sind soweit weg. 60km hin und zurück. Ich weiß ich habe gesagt ich würde alles tun um meine Sucht zum Stillstand zu bringen, aber mir fehlen gerade die finanziellen Mittel. Habe zwar ein PKW und Führerschein aber auch noch Schulden auf meiner Kreditkarte und bei einem Versandhaus welche ich abbezahle. Da bleibt nicht viel Geld über um diese Summe zusätzlich aufzubringen. PS ich warte auf einen Termin für den amtsarzt seit 4 Monaten. Ich möchte gerne wieder arbeiten. 😊

  • Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.

    Geh nüchtern durch die Trauer. Du kannst jederzeit hier auch darüber schreiben. Gibt einige Menschen hier, die auch Angehörige verloren haben.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich habe gerade bei meinem Nebenjob angerufen und alles offen gemacht(Jobcenter weiss bescheid) der Job ist angemeldet. Jedenfalls waren die sehr verständnisvoll und sagten ich solle mich um meine Sucht kümmern. Ich könne jederzeit wieder zu Ihnen kommen, wenn ich dazu in der Lage bin.

    Mit diesen Nebenjob habe ich total Glück. Die meisten würden Alkoholiker wahrscheinlich verurteilen, wegen unzuverlässig und Diebstahl.

    Ich habe mich mehrmals bedankt, denn das ist keine Selbstverständlichkeit.

    Aber jetzt bin ich erstmal sehr erleichtert

  • Das finde ich richtig stark von Dir. Respekt.
    Du gibst Dir mit Deiner Alkoholkrankheit Priorität und Du hast den Kopf frei, da dies geklärt ist.
    Wie gestaltest Du Deinen Alltag? Was tust Du für Dich?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich werde immer Mittwoch von 18.30uhr bis 19.30uhr zur selbsthilfegruppe gehen. Am 13.11.24 habe ich einen Termin für ein Gespräch mit einem Psychiater für eine 6 wöchige qualifizierte Entgiftung. Bin gespannt solange werde ich weiter meiner Beschäftigung nachkommen.

    Falls diese abgelehnt wird weiter zur Suchtberatung und versuchen eine Therapie zu beantragen.

  • Bezüglich meines Alltags ist es schwieriger, da ich momentan vom jobcenter abhängig bin. Ich bin eine Person die nicht so offen ist ,daher fällt es mir schwer neue Kontakte zu knüpfen. Momentan nur meine Familie (Schwester und Mutter, und die Schwester und Mutter vom verstorbenen Lebensgefährten).

  • Hallo happynewlife

    herzliches Beileid zum Verlust deines Lebensgefährten.

    da ich momentan vom jobcenter abhängig bin.

    ich weiß, dass es in manchen Jobcentern auch Ansprechpartner für psychosoziale Themen gibt. Frag einfach mal nach. In unserer Region haben dort dann Psychologen gesessen. Vielleicht könnte dir das weiterhelfen.


    Bezüglich der Trauergruppen kannst du auch mal bei Rettungsorganisationen anfragen, hier bei uns bieten z. Bsp. die Johanniter ein Trauercafè an. Könnte mir auch vorstellen dass die Malteser so etwas anbieten.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Es ist ein ständiger Kampf gegen die Sucht aber den Kop in den Sand stecken ist keine Lösung X/

    Du führst einen Kampf gegen die Alkoholsucht? Den kannst du nur verlieren.

    Gegen etwas anzukämpfen, was immer da bleiben wird, ist ein Kampf, der nur Energie zieht und niemals gewonnen werden kann. Die Alkoholsucht wird immer bleiben, sie geht nie wieder weg. Da kannst du dich noch so anstrengen.

    Ich habe akzeptiert, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass ich das auch immer bleiben werde.
    Ich konnte die Sucht mit absoluter Abstinenz zum Stillstand bringen und ich werde sie nur solange ruhig halten können, wie ich keinen einzigen Schluck Alkohol trinke. Ich lebe mit der Alkoholabhängigkeit….weil sie zu mir gehört.

    Ich finde es ganz stark von dir, dass du hier von deinem Rückfall berichtet hast und dass du dich wieder auf den nüchternen Weg gemacht hast.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo

    mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Ich bin nach wie vor immernoch nüchtern Gott sei dank (Tag 18):)

    Mein Termin für das Gespräch wegen der qualifizierten Entgiftung ist greifbar. Am Mittwoch ist es so weit.

    Am 21.11. habe ich eigentlich einen Termin beim jobcenter wegen meiner beruflichen Situation aber auch gleichzeitig einen wichtigen Termin beim Frauenarzt, den ich aus gesundheitlichen Gründen unbedingt wahrnehmen möchte.

    Natürlich war letzte Woche beim jobcenter niemand erreichbar also diese Woche nochmal versuchen. Ich muss dort auch nur hin, weil seit dem Tod meines Lebensgefährten jemand neues für mich zuständig ist.

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