Beiträge von Stern

    zwischendurch konnte ich "normal" trinken

    Kein Alkoholiker kann zwischendurch ‚normal‘ trinken.
    Ein Alkoholiker trinkt immer süchtig.

    Weil ich bislang auch überlebt habe.


    Zufall? Glück?

    Meinst du ich würde alles in mich reinschütten, bis zum Exitus? Quasie "nachholen" wollen!? Also der Gedanke jetzt macht mir zumindest Angst und ich kann e nicht ausschließen.


    Das meine ich nicht. Das ist so.
    Angst will ich dir nicht machen. Angst ist kein guter Ratgeber.

    Über den Rückfall nachzudenken und hier zu erläutern... Gute Idee, keine gute Idee...? Ich weiß es nicht.

    Das weiß ich nicht.

    Ich denke nicht über einen Rückfall nach. Er kann kommen. Das weiß ja keiner.
    Aber für mich ist es sinnvoller, dass ich gucke, wo sind Risiken, was meide ich besser, wo verschwinde ich lieber wieder….

    Ich habe aber keine Reha gemacht, auch keine Therapie. Von daher kann ich nur schreiben, was ich aus den Beiträgen in diesem Forum für mich mitgenommen habe und was mir mein gesunder Menschenverstand sagt.

    Ich wünsche dir gute Gedanken für die Nacht. Und gute Gedanken sind kein Rückfall.
    Morgen ist ein neuer Tag..ein neuer nüchterner Tag, und wenn du gut auf dich aufpasst, wird es auch ein guter Tag …. ohne Rückfall.

    Ich denke euch, man sollte es nicht als Freikarte sehen. Aber eben, wenn es passiert, auch nicht als Weltuntergang und im Fall der Fälle ist das Ziel, den Konsum zu stoppen, es nach dem ersten Schluck zu beenden, bzw. so schnell es geht.

    Ich finde das sehr gefährliche Gedanken.

    Das Ziel muss doch die lebenslange Abstinenz sein. Nur so kann die Alkoholsucht gestoppt werden.
    Warum machst du dir Gedanken, was du nach einem Rückfall machen kannst?

    Ein Rückfall ist nicht nur ein unschönes Ereignis, nach dem das nüchterne Leben einfach so weiter geht.
    Ein Rückfall kann Jahre dauern oder auch für immer.

    Mir ist es so furchtbar schwer gefallen, nüchtern zu werden, den Ausgang aus der Suchtspirale zu finden. Ich kann einen Rückfall nicht ausschließen, aber für mich wäre das eine unvorstellbare Katastrophe, dir ich mit allem, was mir zur Verfügung steht, verhindern will.
    Ich bin mir sicher, dass mein Rückfall mein Todesurteil wäre, denn nochmal würde ich den Ausgang nicht finden.

    Was macht dich so sicher, dass du einen Rückfall überlebst?

    Ein Rückfall ist ein Weltuntergang.

    Vielleicht ist es hilfreicher, deine Gedanken in das Heute zu lenken…und Wege zu finden, die einen Rückfall möglichst gering halten?

    Ich habe auch weitere Vorstellungen gelesen und fand da vor allem heftig, trockene Alkoholiker von sich sprechen zu "lesen", weil ich diese Art der Einsicht und Aufarbeitung von meinem Mann nicht kannte. Der war dazu einfach nicht in der Lage, die Sucht hatte ihn viel zu fest im Griff.

    Nun ist ja so, dass die, die den Weg hier her finden, sich zumindest schon mal mit ihrer Sucht auseinandergesetzt haben, im günstigsten Fall erkannt haben oder hier dann erkennen, dass sie Alkoholiker geworden sind und nur die lebenslange Abstinenz die Sucht zum Stillstand bringen kann.
    Das sind ja nur ganz Wenige. Die Welt da draußen ist ja eine ganz andere, leider.

    Ich weiß nicht ob da auch die "Art" des Alkohols eine Rolle spielt (Alkohol ist natürlich im Grunde immer gleich, nur die Stärke variiert je nach Getränk), aber mein Mann war kein Wein- oder Biertrinker, für ihn musste es das ganz Hochprozentige sein.

    Nein, das tut es nicht.
    Ich habe ,nur‘ Sekt und Wein getrunken und bin sehr schnell abhängig geworden. Andere hier waren ,nur‘ Biertrinker, Sucht ist Sucht, egal, welcher Alkohol da ursächlich war.
    Es fällt niemandem leicht, den Ausgang aus der Suchtspirale zu finden.
    Ich habe jahrelang den Ausgang nicht gefunden, obwohl ich wusste, dass ich Alkoholiker geworden bin und mir nichts sehnlicher gewünscht habe als nicht mehr trinken zu müssen.

    Was ich mir erhoffe, vielleicht Kontakt zu Menschen, die eine ähnliche Erfahrung durchleben mussten oder gerade müssen.


    Das wünsche ich dir und hier einen guten und hilfreichen Austausch.

    Ich weiß, wie Labskaus aussieht und kann mir diese Mischung Corned Beef-(sauer eingelegtem) Fisch absolut nicht an meinem Gaumen vorstellen. :roll:
    Aber so, wie du das anpreist, würde ich deinen Labskaus sofort probieren. 😀


    Schön, dass du so viel Zeit hast und sie mit Dingen füllst, die dir Freude machen.

    Hallo Mine,

    du hast alles richtig gemacht.

    Dein Mann ist ja alleine (ohne ärztliche Begleitung) in den kalten Entzug gegangen. Im Krankenhaus ist er jetzt unter Beobachtung. Das ist gut.

    Ich wünsche deinem Mann, dass er dies als seinen persönlichen Tiefpunkt erkennen kann und seine Konsequenzen draus ziehen kann. Sein nüchternes Leben muss er nämlich selbst wollen und sich selbst die notwendigen Hilfen dafür suchen.

    Und dir wünsche ich, dass du gut auf dich und die Kinder aufpassen kannst.
    Auf deinen Mann kannst du nicht aufpassen, dass muss er ganz alleine tun.

    Hallo cornwall,

    Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Es tut mir Leid, dass dein Mann so jung sterben musste.
    Und es tut mir so Leid, dass du jetzt diesen Scherbenhaufen zusammenfegen musst.

    Hast du hier schon in einigen Beiträgen lesen können?
    Was erhoffst du dir für dich von diesem Forum?

    Hallo Merle,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich war auch die, die immer heimlich und für sich alleine getrunken hat. Und Unmengen Vorräte angehäuft hat, um die Weinflaschen auf dem Band etwas zu verdecken oder 3 Pizzen bestellt hat, damit 2 Flaschen Wein nicht so blöd aussehen…..

    Die neu gewonne nüchterne Zeit zu füllen, scheint erstmal schwierig. Fand ich anfangs auch und weil ich nicht so wirklich Hobbys hatte und jetzt auch nicht die Ambitionen hatte, zur Sportskanone zu mutieren, habe ich angefangen, mir meine Wohnung wieder schön zu machen….die Schränke aufräumen, wo ich jahrelang immer nur alles reingestopft hatte, war mir eine große Hilfe, die erste nüchterne Zeit sinnvoll zu füllen.
    Und ich konnte meine Erfolge jeden Tag sehen. Naja, das war nicht so schwer….Erfolge zu sehen, wenn man ,einen Schweinestall ausmistet‘, aber was mir viel wichtiger war: Das hat mir gezeigt, dass ich lebe. Und das war etwas sehr wertvolles für mich. Und so habe ich weitergemacht….jeden Tag ein Stückchen Schrank…bis jedes Ding in meiner Wohnung, was ich nicht weggegeben oder entsorgt hatte, seinen Platz gefunden hat. Dann konnte auch ich meinen Platz finden.

    Ich wünsche dir, dass du viele hilfreiche Berichte in diesem Forum findest und ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Nein, freuen kann ich mich nicht. Es ist eher eine Flucht. Und ein mir-beweisen-wollen, dass ich das alleine kann.

    Du kannst das alleine.

    Ich wünsche dir, dass du im Urlaub Ruhe findest….. diese schöne innere Ruhe für dich.
    Und ich wünsche dir Frieden mit der Erkenntnis, dass du nichts für ihn tun tun kannst….egal, wo du bist.

    Du ziehst gerade aus, richtest dir dein neues Jump-Paradies ein und planst dein neues Leben.
    Dein Mann komm besoffen heim, denkt nicht daran, mit Saufen aufzuhören.
    Du willst weg von ihm ….das hat ja seinen Grund.

    Da stelle ich mir auch die Frage: Warum denkst du über einen gemeinsamen Urlaub nach? 🤔

    Herzlichen Glückwunsch zu 10 nüchternen Monaten.

    Wo du kreative Ideen herbekommen kannst, kann ich dir nicht sagen. Aber wo du sie ganz sicher nie wieder herbekommen kannst, das weiß ich ziemlich genau ….und du ja auch.
    Ich wünsche dir, dass du deine Kreativität wieder findest. Vielleicht wird sie auch eine ganz andere …..

    Hallo Berliner,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema wurde dorthin verschoben.
    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.


    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Durch das Forum und das Schreiben kann ich mir das jetzt aber sozusagen aus der Dritten Person, von außen, betrachten. Das hilft so ungemein, weil ich nicht mehr nur "drin stecke", sondern es ansehe und dadurch eine innere Distanz herstelle. Und die brauche ich um ins Handeln zu kommen, anstatt immer nur atemlos von Insel zu Insel zu schwimmen.

    Mir hat dieses ,sozusagen aus der Dritten Person, von außen, betrachten, eine Perspektive auf mich gezeigt, die ich anders für mich nicht hätte erkennen können.

    Ich habe auf mich geschaut, als würde ich auf sehr gute Freundin schauen….ehrlich. kritisch und schonungslos….so wie ich auf eine sehr gute Freundin schauen darf, ohne davon gejagt zu werden.

    Ich finde es so klasse, dass du ins Handeln gekommen bist.
    Inseln sind toll….wenn sie aber keine Heimat werden können, ist das Festland die bessere Wahl.

    Ich freue mich mit dir über deine neue Wohnung und wünsche dir dort ganz viel inneren Frieden.

    Herzlichen Glückwunsch zu 50 nüchternen Tagen und herzlichen Glückwunsch zu dieser wundervollen Erkenntnis:

    Und auch, wenn ich erstmal scheiterte, war diese erste nüchterne Etappe die Vorbereitung auf ein nun hoffentlich dauerhaft abstinentes Leben.

    Du bist gefallen ….und du bist wieder aufgestanden. Du hast gelernt und du lernst weiter.

    Leider auch nicht die große Liebe, aber wir sehen uns am WE nochmal.

    Es gibt sie auch …. die Liebe auf den 3. Blick. ;)