Beiträge von Stern

    Herzlich Willkommen in unserer SHG und herzlichen Glückwunsch zu nun schon 15 nüchternen Tagen.

    Du schreibst, dass das noch nicht viel ist. Ich finde, das ist schon ganz viel.

    Das ist dein Start in dein nüchternes Leben. Und das ist ganz großartig. 👍

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Hallo MarLe,

    du hast ein Alkoholikerforum gesucht und uns gefunden. Das ist doch schon mal ein erster wichtiger Schritt.

    Deine Angst kenne ich nur zu gut.

    Alkoholsucht ist eine Krankheit. Und eine Krankheit gehört in die Hände von einem Arzt.

    Ich hatte zu der großen Angst auch ein wahnsinnig schlimmes Schamgefühl. Schließlich habe ich mich selbst in die Sucht gesoffen. Aber Angst und Scham sind keine guten Begleiter auf dem Weg in ein nüchternes Leben.

    Mein Arzt hat mich ernst genommen und mich sehr respektvoll aufgefangen.

    In diesem Forum erkannte ich, dass ich gar nicht so alleine bin wie ich immer dachte. Es sind so viele Alkoholiker hier. Niemand muss Angst haben oder sich schämen.

    Niemand muss in der Suchtspirale gefangen bleiben.

    Es gibt einen Weg aus der Suchtspirale. Du kannst den auch gehen.

    Gehe zum Arzt, lass dir dort die ersten Schritte zeigen und dann wirst du deinen Weg auch gehen können.

    Ich wünsche dir den Mut, jetzt loszulaufen. Du kannst nur gewinnen.

    Gut, das Treffen auf dem Campingplatz war ein kleiner Test von mir selber.

    Vielleicht ist das aber auch einfach nur das Leben.

    Alkohol wird immer da sein und die Welt um uns wird nicht trockener, nur weil wir nüchtern sind.

    Pass gut auf dich auf, ‚teste‘ nicht zu viel und gehe weiter deinen Weg. Du hast schon so viel für dich geschafft. Das ist großartig.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Urlaub.

    Ich habe beruflich nix verändert.

    Würde ich aber so richtig doll unzufrieden sein in meinem Job, würde ich mir vermutlich was anderes suchen ….unabhängig von meiner Alkoholsucht.

    Ich schreibe ‚vermutlich‘, weil das ja auch oftmals gar nicht so einfach ist, einen ‚besseren‘ Job zu finden und natürlich auch noch einige andere Faktoren mit rein spielen.

    Arbeit macht selten immer nur Spaß. :roll:

    Von daher schaue ich mir gern die Vorteile meines Jobs an.

    Super 👍🏻

    Und ehrlich gesagt bin ich darauf ein bisschen Stolz, auch wenn ich noch am Anfang stehe.

    Da kannst du auch ruhig stolz sein.

    Ich bin stolz auf jeden einzelnen nüchternen Tag, auch, wenn ich das nicht mehr täglich so denke. ‚Danke‘ sage ich jeden Abend.

    Natürlich stehst du noch am Anfang, aber nichts geht vorwärts, wenn man nicht anfängt und du hast dein nüchternes Leben angefangen zu leben. Pass gut drauf auf.

    Und ich bin froh und dankbar, dass ihr mich unterstützt!

    Am meisten unterstützt du dich ja selbst.

    Wir können nur lesen und da sein. Deinen Weg musst du alleine gehen …und den gehst du gut.

    Hier zu lesen, wie andere ihren Weg gehen, hat mir gerade am Anfang den Mut gegeben, loszugehen und immer weiter zu gehen …jeden Tag ein Stückchen.

    Ich finde, es kommt gar nicht so sehr darauf an, ob der Weg links lang geht oder rechts lang. Wichtig finde ich nur, seinen Weg regelmäßig zu überprüfen. Und dabei helfen mir die Erfahrungen der Anderen….auch die der rückfällig Gewordenen.

    Herzlichen Glückwunsch zum halben nüchternen Jahr. 🌻

    Deine neuen Freunde gefallen mir. 😀

    Ich weiß, dass ich eine nicht zu heilenden Krankheit habe. Ich und nur ich kann diese stoppen, in dem ich keinen Alkohol mehr in mich reinschütte.

    ‚Reinschütten‘ fängt bei uns Alkoholikern ja schon mit dem kleinsten Schluck an. Deshalb ist es gut, dass du neue Freunde hast.

    In fast jedem Thread ist von " Saufdruck" die Rede. Ganz normal hier. Jeder weiss worum es geht.


    Aber könnt Ihr mal beschreiben wie genau da die Empfindungen sind? Wie äussert sich " Saufdruck " eigentlich? Wie geht es los... im Kopf? Im Bauch? Unruhe, körperliche Symptome?

    Ich bin sehr dankbar, dass ich das so nicht mehr erfahren habe (seit ich ich aufgehört habe zu saufen).

    Beunruhigt hat mich das anfangs schon hin und wieder (dass ich das gar nicht ….wird hier doch so oft davon berichtet, dass es den Eindruck erweckt, Saufdruck gehöre dazu.

    Als ich noch gesoffen habe, habe ich ja jeden Tag Saufdruck gehabt….nervös werden, schlecht gelaunt …ungerecht meinen Mitmenschen gegenüber…die innere Stimme hat richtig laut geschrien: Du musst jetzt saufen ….sofort ….

    Ob das das Gleiche ist, was hier mit Saufdruck beim Nüchternbleiben oft beschrieben wird ….ich will es gar nicht rausfinden.

    Dieses ‚drüber nachdenken‘, was andere hier im Forum schreiben, hat mir sehr geholfen, meinen Weg zu gehen. Auch heute noch.

    Nicht immer passt alles für mich, aber um das entscheiden zu können, muss ich ja erstmal drüber nachgedacht haben. 🤪

    Und dann nehme ich mir, was mir nützlich erscheint und den Rest lasse ich liegen.

    Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern. Sie gehört zu mir und meinem Leben dazu. Ich bin nicht stolz darauf aber ich lerne, das Vergangene anzunehmen.

    Das ist so. Die Vergangenheit kannst du nicht ändern.

    Zu lernen, das Vergangene anzunehmen, ist ja auch Akzeptanz.

    Ich habe für mich akzeptiert, dass ich Alkoholiker geworden bin. Und ich habe akzeptiert, dass es für mich unmöglich ist, auch nur einen einzigen Schluck Alkohol zu trinken. Dass Alkohol bei nix hilft und nix einfacher macht, weiß ich ja schon lange. Du weißt da ja auch.

    Letztendlich war das auch gar nicht mehr der Grund, warum ich gesoffen habe. Ich habe nur noch gesoffen, weil ich saufen musste….weil ich alkoholabhängig geworden bin.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag 9. 😀

    Entweder man WILL es schaffen, ein glückliches abstinentes Leben zu führen oder eben nicht. Und ich will und werde das schaffen.

    Schaffen wollte ich es sehr viele Jahre …dieses glückliche abstinente Leben. Viele Jahre …jeden Tag. Und doch habe ich es nicht geschafft …viele Jahre.

    Wollen alleine hat mich nicht einen Millimeter vorwärts gebracht.

    Ich war so tief in der Sucht gefangen, so tief in meinem verlogenen Leben drin und so voller Verzweiflung, weil ich das Gefühl hatte, dass ich es nie schaffen kann, mit dem saufen wieder aufzuhören. Auch nicht ganz arg schlimme Bauchschmerzen über Tage und Nächte, keine Übelkeit den ganzen Tag lang und auch kein unbeschreibliches Ekelgefühl vor Alkohol haben gereicht, um mit dem Saufen aufzuhören.

    Mit dieser Verzweiflung habe ich mich hier angemeldet.

    Hier habe ich überhaupt erst erfahren, dass es möglich ist, sich aus dieser Suchtspirale wieder zu befreien. Hier wurde mir bewusst, dass ich krank bin. Nicht schwach, nicht verkommen, nicht charakterlos, nicht der versoffene Mensch, der keine Chance mehr hat.

    Dass ich Alkoholiker bin, war mir schon ganz lange bewusst. Aber Alkoholiker sind doch diese Penner, stinkend, ohne Arbeit, verkommen ….und genau das bin ich auch …nur habe ich nicht gestunken (zumindest nicht, wenn ich das Haus verlassen habe) und ich ging auch arbeiten (meistens jedenfalls)….

    Erst die Erkenntnis, dass ich krank bin …alkoholkrank, und vor allem, dies auch voll und ganz zu akzeptieren, haben mir die Gewissheit gegeben, dass ich es auch schaffen werde, ein nüchternes Leben zu leben.

    Genauso groß wie meine Verzweiflung war auch meine Entschlossenheit, das jetzt auch zu schaffen.

    Alkohol ist immer da ….überall wird Alkohol getrunken, selbst auf Kindergeburtstagen…..

    Ich musste trotzdem einen Weg für mich finden. Ich habe akzeptiert, dass es immer und überall Alkohol geben wird…außer: bei mir zu Hause. Und da auch nicht für Gäste.

    Niemand wird im Supermarkt das Weinregal abbauen, wenn ich einkaufen will und niemand wird im Restaurant am Nebentisch ein Wasser bestellen, nur, weil ich das mache…

    Nur in mir drin kann ich was verändern und das habe ich gemacht….vor 27 Monaten und seitdem überprüfe ich meinen Weg, meine Gedanken, mein Umfeld. Nicht mehr jeden Tag, aber doch hin und wieder. Ich passe gut auf mich auf, verwöhne mich und ich belaste mich nicht mehr mit Dingen (und auch Menschen), die mir nicht gut tun.

    Ich werde immer Alkoholiker bleiben, und ich werde immer mit den Beinen baumelnd am oberen Rand der Suchtspirale sitzen, ab und zu hinunter schauen und mich an schlimme Zeit da unten erinnern, aber wenn ich nie wieder auch nur einzigen Schluck Alkohol trinke, bleibe ich da oben auch sitzen ….ansonsten falle ich da runter …und schaffe es vermutlich nicht noch einmal, da wieder rauszukommen.

    Diese Gedanken hatte ich gerade so für mich, als ich bei dir gelesen habe.

    Ich wollte diese Gedanken erst in meinem Buch (im geschlossenen Bereich) lassen, aber vielleicht sind sie hier im offenen Bereich auch ganz gut aufgehoben.

    Es ist nichts Positives daran. Kein Genuss. Es schmeckte nicht. Es war reines Abschiessen.

    Draußen immer schön den Kopf hochgehalten und alleine daheim gesoffen als gäbe es kein Morgen mehr.

    Vielen Dank für diese Worte.

    Für andere mag das ja ‚nur‘ eine Feststellung zu deinem Erlebten sein, aber mich berührt das gerade so sehr, dass ich weinen muss. Da kommt gerade ganz viel hoch bei mir und trotzdem empfinde ich gerade eine tiefe Dankbarkeit. Ich bin nicht alleine mit meinem Erlebten.

    Ich wünsche dir eine ganz schönen 8 nüchternen Tag.

    Hallo Leonie,

    schön, dass du hier bist.

    Ich war heute bei Bekannten, die Alkohol getrunken haben. Das stört mich nicht im Geringsten wenn ich außer Haus bin. Da ekelt es mich teilweise sogar regelrecht an. Wahrscheinlich weil ich nie was getrunken habe, die letzten Jahre, wenn ich unterwegs war.

    Nur daheim im stillen Kämmerlein. Heute ist alles gut.

    Ich war auch so eine, die ausschließlich alleine zu Hause gesoffen hat. Verzeih meine Wortwahl, aber für mich zeigt dieses Wort ‚saufen‘ mit aller Deutlichkeit, wie schlimm das war.

    Ich dachte auch immer, dass mir das nix ausmacht, wenn wir weg waren und dort dann Alkohol getrunken. Hat es für den Moment auch nicht. Aber, wenn ich dann wieder alleine zu Hause war, habe ich so viel Alkohol in mich reingeschüttet, als würde morgen ein Verkaufsverbot verhängt werden. Rückblickend sage ich deshalb: Und sehr wohl hat es mir was ausgemacht.

    Pass da besonders gut auf dich auf. Die Sucht bleibt ja.

    Tag 7 ist eigentlich gar nichts und doch zählt jeder Tag nüchtern.

    Tag 7 ist eigentlich gar nichts? :shock:

    Tag 7 ist eine ganze nüchterne Woche. Tag 7 ist der Anfang von für immer.

    Herzlichen Glückwunsch zu einer ganzen nüchternen Woche. 💐


    Es ist ein Kampf, der alles andere als leicht ist.

    Ich habe auch erst gedacht, dass es ein schwerer Weg wird. Das war vor 27 Monaten.

    Aber das ist nicht so.

    Als ich für mich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker bin und mir bewusst gemacht habe, dass ich aus dieser Spirale nur aussteigen kann, wenn ich keinen Alkohol trinke ….. egal, was passiert….war es gar nicht mehr schwer.

    Dein ‚Heute trinke ich nicht‘ gefällt mir.

    Ist es nicht schön, abends ins Bett zu gehen und sagen zu können: Heute habe ich nicht getrunken und der Tag war gut und morgen trinke ich auch nicht.

    Ich schenke mir regelmäßig eine ‚Belohnung‘ ….irgendetwas, woran ich mich erfreuen kann …ein schöner bunter Blumenstrauß, ein duftendes Schaumbad, ein leckeres Eis…. Und dann freue ich mich darüber, wie gut es mir geht und das ich das nüchtern erleben darf.

    Es ist gut, dass du dir Hilfe gesucht hast.

    Ich hätte da noch eine Frage: Meine Suchttherapeutin meinte, dass ich nicht mehr trinken darf, wüsste ich ich.

    Aber der Rückfall zeigt, dass es noch nicht wirklich im Kopf verankert ist. Wie gesagt, ich bin ohnehin Theoretikerin und weiß an sich alles rund um die Alkoholsucht. Meine Frage wäre also: Wie kann ich es erreichen, dass es sich in meinem Kopf wirklich innig verankert. Ich bin ehrlich etwas ratlos. :/

    Wie DU das innerlich verankern kannst, weiß ich natürlich auch nicht.

    Aber ich kann dir verraten, wie ICH das verinnerlicht habe: Zu wissen, dass ich Alkoholiker bin und dass ich keinen Alkohol trinken sollte oder dürfte, war mir schon viele Jahre klar. Geändert hat sich nix, ich habe mir weiterhin den Alkohol gekauft und auch getrunken. Nicht mal schlechte Leberwerte zwischendurch und eine ziemlich schmerzhafte Bauchspeicheldrüsenentzündung haben mich abhalten können. Obwohl ich wusste, dass ich keinen Alkohol trinken darf.

    Mit diesem Forum lernte ich zu akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin.

    Diese Akzeptanz, dass ich alkoholkrank bin, hat mir geholfen, mich mit mir und meiner Sucht zu versöhnen. Ich bin krank…nicht schwach, nicht runtergekommen, nicht charakterlos…ich bin krank.

    Dürfen tue ich alles. Dürfen tue ich sogar Alkohol trinken.

    So ein kleines Wort wie ‚kann‘, hat bei mir viel verändert (An dieser Stelle: Danke, Hartmut.)

    Egal, was andere könne


    Ich trank immer nur aus einem bestimmten Grund: Mehr Selbstbewusstsein, Mut und Lockerheit.

    Mehr Selbstbewusstsein, Mut und Lockerheit….wie hast du das in deinen 2 langen Trinkpausen empfunden?

    Mir gibt mein Nüchternsein Selbstbewusstsein, Mut und Lockerheit. Vor allem Mut und Lockerheit, aber auch mein Selbstbewusstsein ist wieder da, wo es vor meiner Sucht war.

    5 und 7 Jahre nüchtern sein …. Davon kann ich nichts berichten.

    Bei mir sind es jetzt 27 Monate, die ich nüchtern sein darf. Ich will mir nicht vorstellen, wo es endet, wenn ich wieder saufen würde ….ich tue es trotzdem hin und wieder. Einfach, damit das Nüchternsein nicht zu selbstverständlich wird. Denn Nüchternsein war mich nur selbstverständlich, als ich noch nicht süchtig war und einfach nur keinen Alkohol trinken wollte.

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ein Nichtsüchtiger gar nicht über Sucht nachdenkt und sich auch keine Gedanken darüber darüber, was andere trinken.

    Dass dein Mann dir anbietet, auch nix mehr zu trinken, finde ich ganz toll. Ein schlechtes Gewissen musst du da gar nicht haben. Du ‚erwartest‘ nichts, es wurde dir angeboten. Super, dass du das annehmen kannst.

    Naja, ich kann mir vorstellen, auch aus eigener Erfahrung, so einfach ist es eben für viele doch nicht

    Was ‚für viele’ nicht so ganz einfach ist, ist doch nicht mein Maßstab. Meinen Maßstab setze ich mir selbst.

    Ein ‚danke, für mich ein Wasser‘ ist meine Lebensversicherung.

    Rina

    Dein Freund hat zusammen mit dir aufgehört zu trinken. Ist er auch Alkoholiker oder trinkt er keinen Alkohol mehr, um es dir leichter zu machen?