Beiträge von Topema

    Ihr seid das einzige Forum das für mich im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert,

    dies meist mit klaren Ansagen....trockenstreicheln hat noch nie funktioniert.

    Guten Morgen Dieter,

    und ab jetzt funktioniert das Forum sicher noch besser mit einer solch tragenden Säule.

    Wouh...wie klasse :)

    Beste Grüße

    Thomas

    empfindlich reagiert und zur Vorsicht mahnt

    Moin Hanseat,

    stimmt genau, da ich weiß welche Nuancen, oder im Kopf doch schon eingeplante Rückfälle zum Absturz führen können, auch nach 10 Jahren Abstinenz, wie in meinem Fall.

    In einem meiner ersten Beiträge antwortete Hartmut, sinngemäß....das der Rückfall im Kopf schon geplant war. Meine Erinnerung war anders...ganz spontan im Sommer 2019 bei 40 ° und Rasen mähen.

    Habe lange darüber nachgedacht und habe meine 10 Jahre Abstinenz durchforstet. Hatte den schleichenden Prozess völlig ausgeblendet, als ich auf den Trichter kam, wie Recht Hartmut hatte. Ca. 2 Jahre vor dem Absturz hatte ich mit Alkoholfreiem Weizen und später Alkoholfreiem Sekt, dazu Eis mit Schwarzwälder-Kirsch, wieder angefangen mich selbst zu "Belohnen" .... nö, zu Betrügen.

    Dazu hatte ich mit eine weitere wichtige Regel gebrochen. Geschenke von Kunden nicht entsorgt...wollte ich irgendwann verschenken....jaaaajaaa

    Mein Suchtgedächtnis (Monster) hatte längst die Augen aufgerissen und fletschte schon die Zähne.....Winfried Lintzen

    Nur macht es das geräuschlos und blind. Der vermeintlich klare Verstand bekommt das kaum mit.

    Daher sehe ich für mich die Aufgabe darin, eine noch größere Sensibilität auf diese Nuancen zu entwickeln und zur Routine werden zu lassen.

    Es sind diese Nuoncen, die Tücken der Sucht, die ich vermitteln möchte bzw. für mich erkannt habe.

    Für mich sind gestern keine Wellen hoch geschlagen. Ich glaube eher, dass genau dieser (kontroverse?) Austausch zum nachdenken anregt.

    Mit Wattebäuschen schmeißen hilft hier niemandem.

    Lass die Bilder Revue passieren...die richtig ekelhaften, stinkigen, hilflosen, dahin siechenden und blutigen etc.

    Bin der Meinung, dass durch gut gemeinte Ratschläge sich hier niemand auf den Schlip´s getreten fühlen sollte.

    Erfahrungsaustausch...dafür bin ich hier und offen für die härteste Kritik, die ich von den Profis bekommen kann.

    Schönen Tag

    Thomas

    Schwieriges Thema

    Der Einstieg ist sicher ein großes Thema, aber was ist beim Stand der Dinge schwierig daran, symbolisch eine Tür zuzuknallen?

    Ok, dann eben leise, da die Nachbarn sonst denken....der ist schon wieder drauf.

    Du weißt was passiert, wenn Du diese Tür öffnest...das Ergebnis hast Du einhundert Mal (wirklich?) hinter dir und planst schon den nächsten Absturz, den Du dir jetzt schon verzeihst !?

    Halte deine Äußerungen/ Gedankengänge/Darstellung für Brandgefährlich und wundere mich über Hartmuts zarte Wortwahl.

    Hab "nur" ca. 15 Entgiftungen hinter mir bis ich 10 Jahre trocken war. Und trotzdem hat es mich wieder "gerissen" bis ich nun hoffentlich und endlich verstanden habe, dass es keine Chance gibt dem für immer süchtigen Hirnstamm zu entgehen oder diesen durch Suchtverlagerung auszutricksen.

    Der Bericht von Winfried Lintzen "Die Tücken der Sucht"...einfach googeln und danach weitere medizinische Abhandlungen

    ( Was passiert genau und wo und warum für immer), haben mir die Augen geöffnet.

    Meine Tür habe ich doppelt verschlossen, zugenagelt und unter Strom gestellt. Bin dabei sie zuzumauern..mit Hilfe des Forums hier.

    Drücke dir die Daumen

    Topema

    Anti-Alk-Literatur

    Das konnte ich in meiner nassen Zeit nicht lesen und vor allem verstehen.

    Eindrucksvoller waren da eher Filme z.B Harald Junke in Der Trinker (?) und so viele mehr, die auch bei Entgiftungen gezeigt werden.

    Jeder Zeit auf youtube zu finden.

    Letzendlich hat in der nassen Zeit alles nicht geholfen, gut zureden schon garnicht.

    Ich wusste ja auch lange schon, dass etwas passieren muss, bzw. eine Entscheidung fallen muss diesen Prozess einzuleiten. Nur die Scham und Peinlichkeiten sich zu outen haben es verdrängen lassen. Klar und der ständige Ruf des klappernden Körpers.

    Diese größte Hürde hast Du hinter dir.

    ich mich auch von Unfällen nicht mehr auf meinem Weg aufhalten lasse. Meine Entscheidung, abstinent zu leben, ist gefallen.

    Würde versuchen diese Tür gedanklich nicht so offen stehen zu lassen. Knall sie mal zu im wahrsten Sinne des Wortes.

    Viel Glück weiterhin

    Topema

    Ich hoffe, das ist nicht zu ausführlich alles und ok es so aufzuschreiben. Bin gerade selber überrascht, dass ich so viel schreibe.

    Hallo Pepita,

    auf keinen Fall zu ausführlich. Habe es verschlungen, auch durch die Tatsache, dass mir nichts davon fremd ist.

    Klasse geschrieben, auch aus der Position der Fachfrau. Das Gift macht vor keinem Intelligenzgrad halt.

    Freue mich auf weiteren Austausch

    Schönen Tag

    Topema

    Jeder hat eine Chance verdient. :mrgreen: Geht ja um Menschenleben.

    Hallo junges Reh,

    ja, sehe ich auch so. Finde, die Foren passen auch sehr gut zusammen.

    Gerade ein neues Beispiel: LKW Fahrer ohne jegliche Verkehrsauffälligkeiten (wenns dann stimmt) bei Ehestreitigkeiten, volltrunken, ruft der Nachbar die Polizei. Atemalkohol 3,+++ Mitteilung der Polizei an das Straßenverkehrsamt reichte. Alles verloren, Job, Ehe etc.

    Promille 3,+++

    Ich glaube, ich kann gerade deine Gedanken lesen. Kann nicht sein, dass der ansonsten nüchtern unterwegs war.

    Nur jede 500. Fahrt wird entdeckt.

    Brauch eine neue Tastatur....schreibe wohl zu viel oder zu heftig :)

    Schönen Restmontag

    Thomas

    Hast Du inzwischen eine andere Gruppe gefunden?

    Hallo Cadda,

    mir geht es gut, danke der Nachfrage. Habe immer viel zu tun, auch wenn meine Firma jetzt schon fast zwei Jahre geschlossen ist. Dazu gibt es ja weitere Tätigkeiten als Hausverwalter, Hausmeister, Gärtner, Sanierer und obendrein bediene ich noch weiter die netten Kunden (davon gab es mal über 1000) auf privater Basis. Alle 5 teilweise Existenzbedrohenden Rechtsstreitigkeiten habe ich mit mehr als einem blauen Auge beendet. Recht haben und bekommen oder vor Gericht und auf hoher See....kennst Du vielleicht. Meine Gesundheit steht auf auf meiner To do Liste an erster Stelle.

    Besonders eine toxische, 6-jährige ( on off x 60 ?) Beziehung zu einer chinesischen Lebensgefährtin scheint gefühlt überwunden.

    Finde es steht mir auch nicht mehr, mit bald 64 noch an der Leine geführt zu werden. Und sei die "Hundeführerin" noch so hübsch und jung.

    Neben den vielen verschiedenen Tätigkeiten die mich auf Trab halten, treibe ich Sport, speziell wenn die Waage, wie zur Zeit, mal wieder erschreckende Meldungen anzeigt und der Gürtel nach dem neuen Loch schreit...dank Eis, Nüssen und Lakritz

    Darüber hinaus lebe ich fast wie ein Mönch und fühle mich immer wohler dabei. Vor ein paar Jahren noch undenkbar. Zu sehr war ich mit Umsatz, Erfolg, Ängsten, auch gesundheitlichen Problemen etc. in einem Hamsterrad gefangen. Über die insgesamt 45 Jahre Selbstständigkeit hatte ich mich zu einem Roboter entwickelt. Urlaub...keine Zeit und wenn, der Kinder wegen. Der Kopf, die Gedanken waren immer in der Firma. Auch wenn ich auf einem Gletscher zum Ski fahren war.

    Das drösel ich nun alles auf, in beschleunigter Form, ausgelöst durch den Fühererscheinverlust bzw. den Rückfall.

    Desaster oder Chance...unter diesem Motto lese und schreibe ich in einem MPU Forum.

    Suche keine andere Gruppe, fühle mich hier wohl und gut aufgehoben.

    In meinem letzten Beitrag in dem MPU-Forum von Freitag und Samstag, habe ich Werbung für dieses Forum hier gemacht.

    Das MPU Forum ist sehr ähnlich wie hier aufgebaut und die Moderatoren führen durch den MPU Dschungel....kostenlos..während semi-professionelle, überwiegend selbst ernannte Berater mehrere tausend Euro verlangen.

    Einige Teilnehmer dort sind bekennende Alkoholiker mit den uns bekannten Umständen und dramatischen Abläufen.

    Habe mir erlaubt dieses Alkoholiker Forum zu empfehlen. Hoffe das ist OK?

    Da Alex mir schon eine Teilnehmerbescheinigung ausgestellt hat, bzw. eine aktuelle zum Zeitpunkt meiner MPU in Aussicht stellt, werde ich mit dieser auch zur Prüfung antreten. Denke Du meinst das, oder?

    Beste Grüße

    Thomas

    Ich bleib dran. Heute, ausgeruht und ausgeschlafen

    Schön zu lesen....fühlte sich für mich nach einer bevorstehenden Kurzschlusshandlung mit Ansage an.

    Vielleicht bin ich ja hier der jüngste wieder Trockene mit 14 Monaten und habe den Absturz, nach 10 Jahren Abstinenz, mit allen Details noch zu gut in Erinnerung. Saufdruck verspüre ich nicht....aber genau das lässt mich achtsam/wach bleiben....nach meinen Erfahrungen.

    Aber immer wieder: Schön, dass es dieses Forum gibt und Du so offen den Saufdruck, eine nicht nur scheinbar immer wieder kehrende Gefahr, schilderst. Entnehme dem viel und signalisiere meinem "Monster" immer deutlicher: OK, die letzte Runde ging an dich aber jetzt nehme ich Trainerstunden....hier im Forum und weiteren Institutionen.

    Schönen Sonntag

    Thomas

    In wenigen Momenten ist der Gedanke zu trinken präsent. Insbesondere, wenn die innere Anspannung nach Ausklinken ruft.

    Hallo kamarasow,

    tue es nicht...bitte, bitte <X

    Beschäftige dich...lies hier im Forum, trinke Wasser...oder schau Videos...lenk dich ab.

    Ist mir ähnlich ergangen, nach 10 Jahren Abstinenz....würde einiges dafür geben es rückgängig zu machen.

    Bleib stark...bitte.

    Beste Grüße

    Topema

    irgendwo einen Winkel in meinem Gehirn

    Hallo Hanseat,

    der Winkel nennt sich Suchtgedächtnis, sitzt im Hypothalamus bzw. Stammhirn und ist für immer geprägt.

    Um die Zusammenhänge auch ohne vorheriges Medizinstudium zu verstehen gibt es einen interessanten Bericht von Winfried Lintzen, Psychotherapeut "Der süchtige Hirnstamm"...einfach googeln

    Schnell wird klar, dass es Kontrolliertes Trinken für uns Alkoholiker nicht mehr gibt.

    Bei Saufdruck würde ich zusätzlich in den Notfallkoffer packen: Sofort hier anmelden und lesen....rund um die Uhr erreichbar, besser geht es nicht.

    Ich bin leider erst viel zu spät ( Rückfall nach 10 Jahren Abstinenz) auf dieses Forum aufmerksam geworden bzw. hielt es auch für unmöglich das sich Betroffene so offen austauschen. Für mich die Beste Nachsorge die ich mir vorstellen kann.

    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg bzw. stabile Abstinenz

    Topema

    PS: Den hier dringend empfohlene Arztbesuch hatte ich voraus gesetzt. Lebensgefährliche Entzugserscheinungen nach 77 Tagen wird es vermutlich nicht mehr geben. Der offene Umgang mit dem Thema Alkoholisms bei einem Arzttermin wird deinen Entschluss festigen.

    "Ok, stell dir vor jemand verspricht dir 100.000 EUR Preisgeld falls du einen Boxkampf gegen Mike Tyson gewinnst.

    Du probierst es und scheiterst. Dann wird das Preisgeld erhöht und du probierst es noch mal, und nochmal und nochmal...

    Irgendwann musst du einsehen dass du den Kampf nicht gewinnen kannst also lass die Finger davon... und mach genau dasselbe beim Alkohol. Denn du kannst nicht gewinnen."

    Ich mag solche "Eselsbrücken" die die Machtlosigkeit der Sucht gegenüber verdeutlichen.

    Nach dem ich einen Bericht von Winfried Lintzen Psychtherapeut über den süchtigen Hirnstamm entdeckt hatte und dieser von einem grinsenden Monster schrieb, habe ich für mich die Story vom Bär im Winterschlaf konstruiert.

    Der Bär fährt im Winterschlaf (Abstinenz) alle Funktionen auf ein Minimum herunter. Ist aber immer noch wach genug um sich gegen Feinde (Alkohol) blitzartig zur Wehr zu setzen. Also immer schön darauf achten, dass die Höhle (Wohnung/ Lebensraum) weiträumig von Feinden frei gehalten wird, damit der Bär in Ruhe weiter schlafen kann. Keine Chance...wenn das Viech (Suchtgedächtnis) wach wird und Nahrung (Alkohol) riecht.

    Schön kitschig....aber entspricht exakt den Abläufen bei einem Rückfall.

    Bin jetzt quasi Bärendompteur

    Beste Grüße

    Topema

    Ich hoffe es geht Dir wieder gut und bedanke mich für deine Antwort.

    Danke der Nachfrage.

    Ja, es geht mit seit über 14 Monaten wieder gut. Besonders auch durch dieses Forum hier. Wann immer Zeit ist, lesen oder schreiben, ist für mich die beste Nachsorge die ich mir zur Zeit vorstellen kann.

    Beste Grüße

    Topema

    Ist stelle mir schon manchmal dir Frage ob es langzeit Abstinenzler gibt die aber trotzdem noch mit sich kämpfen um nichts zu trinken.

    Hallo Daniel,

    während meiner 10 jährigen Abstinenz war kein Gedanke mehr an Alkohol vorhanden. Ich fühlte mich sicher und glücklich.

    Meine Nachsorge Gruppe bestand aus gelegentlichen Telefonaten und Treffen mit zwei befreundete Ärzten, die leider verstorben oder sehr schwer erkrankt sind. Ich war mir sicher, dass es nun auch ohne weitere Nachsorge weiter geht, mit meinem abstinenten Leben.

    Eine trügerische Selbstsicherheit aus heutiger Sicht. Ich hatte schleichend Grundregeln missachtet. Alkoholische Getränke nicht entsorgt oder weiter gegeben, sondern stehen lassen....Kistenweise. Kann mir nichts mehr anhaben, da war ich felsenfest von überzeugt.

    Das in uns nur etwas schlummert, dass wir bei aller mentalen Kraft nicht im Griff haben, wurde mir am 25.07.2019 schmerzhaft deutlich.

    Voraus gegangen waren jahrelange Rechtstreitigkeiten, Wasserschäden, eine nicht freiwillige Firmenaufgabe, Probleme in der Partnerschaft, Schlaflosigkeit und weitere Vorkommnisse, die mich an den Rand des Ruins getrieben haben.

    Alles zunächst trocken ausgefochten, bis zum heißesten Sommertag (41°) am 25.07.2019. Musste ja unbedingt in der Hitze 700 m2 Rasen mähen...mit anschließendem heftigstem Sonnenbrand....Sonnenstich???

    Trinken...viel Wasser trinken..bis das kühl gestellte Wasser ausgetrunken war. Da gabs ja noch im Keller, kühl......die Geschenke.

    Kann mich beim besten Willen nicht erinnern, was ich gedacht habe in diesem Moment aber der Griff zum "Stoff" dauerte nur wenige Augenblicke und es folgte, was in den meisten Fällen folgt. Kein Ausrutscher (Laps oder Lapsus) sondern der fatale Absturz in die schlimmsten Zeiten.

    Wo waren die Fehler?

    Die trügerische Selbstsicherheit

    Die verloren gegangene Nachsorge

    Alkoholfreies Umfeld schaffen...und halten. Habe dabei deine Situation..Partner trinkt moderat... auch erlebt und trocken überstanden. Aber ein Spiel mit dem Feuer. Für mich, eines der schwierigsten Themen im Hinblick auf eine stabile, glückliche und lebenslange Abstinenz.

    Eine ähnliche Situation/Partnerschaft während meiner neu gewonnen Abstinenz habe ich aus genannten Gründen beendet. Nach meinem Rückfall weiß ich, hoffentlich endgültig, dass die Kraft des Suchtgedächtnisses stärker ist als der hoffentlich bald vorüber gehende Herzschmerz.

    Soll kein Ratschlag und schon gar keine Leitlinie sein. Es ist eines meiner Ergebnisse nach intensivster Aufarbeitung der Geschehnisse.

    Danke für das Thema

    Topema

    Darunter fällt auch sich aktiv und immer wieder über das Thema auszutauschen.

    Brilliant, besser kann man das für mein Verständnis kaum in Worte fassen.

    Auch nach 10 Jahren Trockenheit, meldet sich das Suchtgedächtnis wieder, wie in meinem Fall.

    Die Zeit heilt alle Wunden..... Bei Alkoholismus können die Sucht- spezifischen, körperlichen Wunden gern verheilen.

    Das Suchtgedächtnis bleibt präsent, ein Leben lang.

    "ES" ist ja auch nicht kaputt...."ES" funktioniert, für immer.

    Nur durch den permanenten Austausch in einer Gruppe oder in einem Forum wie hier, kann das Suchtgedächtnis in den Schlaf, bestenfalls in den Tiefschlaf versetzt werden. Es ist nicht nur eine Floskel.... nie mehr...ein Leben lang. Leider habe ich das erst nach erneuten, heftigsten Abstürzen kapiert und feiere seit wenigen Tagen meinen ersten, neuen trockenen Geburtstag.

    Sei es durch das Lesen der tragischen Abläufe von "Neuen" und somit Erinnern, an die eigene vergeudete Lebenszeit, mit entsprechenden Folgen für Angehörige und Umfeld, oder die Ausführung von Langzeit-trockenen Alkoholikern.

    An der Stelle einen großen Dank an die Moderatoren, die mit Vorschlägen, Ratschlägen, Lebenshilfe und als Wegbereiter zur weiteren Vorgehensweise, diese Zeit und Energie aufbringen. Kostenlos und uneigennützig...wo gibt es das noch?

    Chapeau und größten Respekt.

    Einen schönen Sonntag

    Topema

    Hallo zusammen,

    habe mich bei allen geoutet, die in meinem engeren Umfeld kreisen, leider auch einigen, die versucht haben die Situation auszunutzen.

    Meine Partnerschaft habe ich beendet...auch wenn es schwer fiel.

    Dazu selbstverständlich meinem Arzt anvertraut. Zahnarzt wird noch folgen.

    Aus drei Sportvereinen bin ich ausgetreten. In Restaurants bestelle ich nur Gerichte (Steak) die nicht mit Alkohol zubereitet werden.

    Bei Salatsoßen frage ich mit welchem Essig zubereitet wurde. Bei Getränken bestelle ich nur Wasser oder Apfelschorle.

    Achte auf den mäßigen Einsatz von Cremes,Lotionen, sowie ausschließlich Alkoholfreies Rasierwasser.

    Auch überreifes Obst ( Bananen) esse ich nicht mehr, da ich ein Jahr Abstinenz, mit 6 Urinkontrollen nachweisen muss. Hier wird sehr genau der EtG-und Creatinin Wert ermittelt.

    Einem Nachbarn habe ich mich anvertraut, der mit großer Sicherheit alle anderen informiert hat, sofern diese sich durch diverse Notarzt-Einsätze nicht sowieso ihren Teil gedacht haben.

    Kann mir mittlerweile nur Recht sein bzw. ist mir Egal.

    Schließe mich den Aussagen von Cadda an...bin Stolz die Sucht nach Rückfall, wieder im Griff zu haben, schäme mich nicht mehr.

    Mögen alle Anderen das Leben besser meistern. Ich gönne es ihnen.

    Beste Grüße

    Topema

    Mittlerweile hat sich die Situation weiterhin zum noch schlechteren verändert.

    Guten Morgen Wunder,

    Du hast alles getan was in deiner Macht steht um deinem Vater zu helfen. Da ist nichts "fies" daran, im Gegenteil.

    Ist doch alles positiv verlaufen und wer weiß, wie sich dein Vater erholt und neue Lebensenergie schöpft.

    Beste Grüße

    Topema

    Ich glaub jetzt ist kein Funken Kraft mehr in mir und ich will nur schlafen.

    Hallo Harley,

    an so einem Punkt war vermutlich jeder hier schon einmal/mehrmals. Da ist noch viel mehr Kraft vorhanden als Du dir im Moment vorstellen kannst.

    Krönchen auf.....und weiter geht`s. Nur in eine neue Richtung. Das hast Du doch alles schon richtig in die Wege geleitet.

    Wenn Du es dir erlauben kannst und schlafen kannst....dann höre auf deinen Körper.

    Die Entzugsproblematik ist dir bekannt, vermute ich.

    Beste Grüße

    Topema

    Mein Verstand gibt mir ein klares Zeichen

    Guten Morgen Bluezone1,

    so ist es und dazu hast Du strukturiert die Dinge beim Namen genannt bzw. aufgeschrieben.

    Das wird dir weiter helfen, die Dinge und das Gefühlschaos zu sortieren.

    Ja, die Angst vor dem allein sein und das Gefühl in der Magengrube kenne ich nur zu gut.

    Wenn es nicht mehr auszuhalten war, bin ich Nachts spazieren gegangen.

    Der Schritt vor die Tür, an die frische Luft, brachte schon Erleichterung und siehe da, um 3-4 Uhr morgens trifft man Leute, die freundlich Grüßen. Ob es denen wohl ähnlich ging?

    So ging es Schritt für Schritt bei mir weiter und immer klarer wurde das Ziel vor Augen.

    Nach über 1,5 Jahren Trennung meldet sich die Magengrube aber immer noch, scheint auch so eine Art Suchtgedächtnis zu sein. Völlig überraschend steht meine Ex-Traumfrau vor der Tür, mehr oder weniger sprachlos. Diesen Vorgang gab es in den vergangenen 7 Jahren ca. 100 mal.

    Mittlerweile reicht der Gedanke an meine Aufzeichnungen um auf Überraschungsbesuche mit: Nein, danke, machs gut, zu antworten.

    Beste Grüße

    Topema