Hallo Pamela 71,
was ich immer nicht verstehe, man wird erniedrigt, veräppelt,
belogen, beleidigt und was weiß ich noch nicht alles.
Entweder ist der Mensch ein Arsch oder ein kranker (alkoholischer)
Arsch. Man sucht allerlei Gründen, Erklärungen, warum das so ist.
Der Mensch hat sich verändert, je mehr du kritisierst, desto
extremer wird es. Wenn einer von beiden nichts ändert, wird es nicht
besser, es wird sogar schlimmer. Man steigert sich immer mehr hinein.
Will man diesen Zustand nicht länger ertragen, muß man handeln,
etwas verändern.
Wer, wie, was ist immer sehr individuell und situationsabhängig.
Wenn einer säuft, wäre es vernünftig mit der Trinkerei aufzuhören,
vernebelt man sein Gehirn mit Marihuana, wäre es auch eine gut Idee
damit aufzuhören.
Tut der Süchtige dieses nicht, wäre es besser mit dem Süchtigen
aufzuhören.
So weit die Logik & die Theorie.
Doch wie macht man`s in der Praxis? Nach 20 ...30 Ehejahren, oder
wenn noch unmündige Kinder im Spiel sind, wenn man ein gemeinsames
Geschäft, Haus, eine Firma hat?
Die Grundfrage bleibt, will ich so weitermachen wie bisher, mit der
Gefahr (Wahrscheinlichkeit?) daß es immer schlimmer wird oder will
ich etwas ändern, etwas für mich, mein Wohlbefinden tun?
Man hat scheinbar die Wahl zwischen zwei Übeln und man weiß noch
nicht, welches das kleinere Übel ist. Was passiert wenn?
Unsicherheit, Selbstzweifel machen sich breit.
Zitat
ich
würde meinem Mann so gerne helfen und auch versuchen es mit ihm
durch zustehen……? aber hier im Forum wird mir täglich bewusst
das bei uns schon viel zu viel kaputt ist……in meinem inneren
möchte ich ihn garnicht mehr…….und ich glaube auch das wenn er
es sich eingestehen würde……würde ich das mit Ihm nicht mehr
wollen…….obwohl ich nicht mehr weiß wie er ist wenn er mal ein
paar Tage nichts trinken würde……?
Er
tut mir einfach nur noch leid……weil jetzt noch soviele Sachen die
er anpackt in die Hose gehen…….er ständig alles vergisst und
liegen lässt……..ich hoffe hier kommt noch nicht so eine kleine
Demenz zum Vorschein ?
Ich
versuche derzeit nur mich selber irgendwie hier raus zuziehen und
nicht soviel von dem was ich mir aufgebaut habe zu verlieren ?
Leider zeigt die Erfahrung, daß du absolut chancenlos bist, wenn dein
Mann weiter trinkt. Wie lange willst du das noch aushalten? Ein ½
Jahr, ein Jahr?
Die Vergesslichkeit wird zunehmen, mit zunehmendem Alkoholkonsum,
auch körperliche Beschwerden.
Nicht alles braucht einen „wissenschaftlichen“ Beweis, es genügt,
was du täglich erlebst und beobachtest. Glaubst du wirklich, es
bessert sich? Er hört auf zu trinken, zeigt Einsicht, Vernunft?
Falls ja, gib die Hoffnung nicht auf.