Die Angst vor dem Alleinsein kann ich verstehen … aber du wirst vielleicht - wie ich - überrascht sein, wie herrlich es ist, wenn Frieden, Freude und Feierabend genauso entspannt und glücklich sind, wie du sie dir selbst gestaltest. Keine bösen Überraschungen, keine Enttäuschungen, keine Sorgen … Friede … Ruhe … einfach nur Du und das, was Du selbst für dich geplant hast. Nur Mut! Es wird garantiert besser als das Leben mit einem uneinsichtigen Alkoholkranken.
Beiträge von Lanananana
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Mit meinem Partner spreche ich immer wieder darüber, dass mich die Situation belastet. Auch frage ich ab und an, ob er noch abstinent ist. Ich würde gerne wissen, ob das überhaupt richtig ist nachzufragen?
Wie gut könnt ihr denn reden? Wie reagiert er denn darauf? Ein allgemeingültiges "richtig" oder "falsch" gibt es da glaube ich nicht. Es gibt nur dein und sein "richtig" und "falsch".
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Weil es für ihn so bequemer ist. Aber im Prinzip bringt dich die Fragestellung nicht weiter. Versuch dich auf dein Ziel zu konzentrieren- deine Standards, Werte und Grenzen - damit er dich nicht wieder „belabern“ kann.
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fühle mich aber irgendwie verpflichtet ihm etwas zu Essen zu kaufen. Er hat immense Schulden und kann sich bis Ende des Monats kein Essen mehr selbst kaufen
Du meinst es sicher gut - leider unterstützt du so indirekt seine Sauferei.
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Süchtige suchen immer jemanden, dem sie die Schuld in die Schuhe schieben können. Deshalb: Ja, es ist ein vorgeschobener Grund.
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Mein Vater ist gestorben, da war ich noch sehr jung. Ich frag mich überhaupt nicht, ob ich da was versäumt habe - aber ich hätte mir gewünscht, dass mir viele Verletzungen und Enttäuschungen erspart geblieben wären - und auch das elendige Ende mitzuerleben ist ein Schock, der mir bis heute in den Gliedern sitzt. Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass Rückzug oder angekündigter Kontaktabbruch die einzige Chance ist, Betroffenen und Angehörigen zu helfen, aus dem kranken System auszusteigen und eventuell irgendwann mal neu zu starten. Voraussetzung: Betroffener und Angehörige arbeiten intensiv an sich.
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An Tagen, wo er nichts oder wenig trinkt (wenig sind bis ca. 3 - 4 Bier) ist er der perfekt Mann. Heute war er gut drauf, bis ich ihm dann gesagt habe, dass er langsam ins Bett gehen solle, da er nicht so viel trinken soll (seit Mittag hatte er schon ca. 7 Bier intus und als ich nachgesehen habe waren es bereits 12 Bier, da habe ich aber schon mit ihm diskutiert. Betrunken war er schon, aber er war auch schonmal betrunkener). Er wollte sowieso wegen der Arbeit vorher mal ins Bett gehen.
Für mich klingt das überhaupt nicht nach dem „perfekten Mann“. Täglich 3-4 Bier ist definitiv zu viel - selbst wenn er sich aus Deiner Sicht dann noch nicht daneben benimmt. 12 ist alarmierend - auch weil er so seine Gesundheit ruiniert. Mein Vater hat auch „nur Bier“ getrunken und ist mit nur 50 Jahren an den Folgen sehr elendig verstorben. Und dass du ihm sagst, dass er langsam mal ins Bett gehen soll , wegen der Arbeit, ist aus meiner Sicht ein Zeichen, dass Du bereits ganz schön tief in der Co-Abhängigkeit hängst. Er ist süchtig, er kann nicht anders - wenn er nicht selbst einsieht, dass er ein großes Problem hat. Aber Du kannst was verändern. Geh da weg. Schütz Dich und Deine Kinder und gib ihm die Chance zu erkennen, dass er ein Problem hat. Vielleicht wacht er dann auf. Darauf verlassen würde ich mich allerdings nicht. Viel Kraft!
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Schön, dass Du hier bist- 9Leben - und deine Erfahrungen mit uns teilst!
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Mein Vater hat bis zum Schluss „normal“ gearbeitet und durch die eiserne Mitwirkung meiner Mutter die Fassade nach außen ziemlich gut gewahrt. Für mich war es trotzdem fürchterlich. Aber wie sehr ich gelitten habe, hat sicher auch niemand gemerkt. Mein Vater hat übrigens „nur“ Bier getrunken und ist trotzdem mit nur 50 elendig verreckt. Anders kann man das nicht sagen.
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War bei mir komplett anders.
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Hätte man mich als Jungendlichen mehr sensibilisiert, wäre ich vielleicht nicht zum Alkoholiker geworden.
Das irritiert mich jetzt - ich denke, du bist selbst mit einem alkoholkranken Vater aufgewachsen.
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Ach verdammt, es ist einfach eine ätzende situation…
Du kannst sie beenden!
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War das richtig? Oder hätte ich da sein müssen, wenn er alleine ankommt und reden will?
Du hättest nicht für ihn da sein sollen - aber du solltest ihm aus meiner Sicht auch keine falsche Hoffnung machen.
und mich irgendwann mal wieder melde.
Und auch Klartext reden und nicht eine Ausrede bemühen
Ich hab ihm gesagt, daß ich momentan selber sehr viel Stress habe
Du willst ihn doch vor allem deshalb nicht treffen, weil er wieder trinkt und nicht weil du keine Zeit hast oder habe ich das falsch verstanden?
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kann es sein, dass ich es ihm aufgrund meines Verhaltens erschwere, trocken zu werden?
Nein! Es ist nämlich nicht deine Verantwortung. Wenn er will, findet er einen Weg. Wenn nicht, sucht er eine Schuldige.
Wenn du mich fragst, lebt ihr (zumindest derzeit) keine Partnerschaft auf Augenhöhe. Ich kann nicht beurteilen, inwieweit der Alkohol euer Problem verstärkt hat oder ob das ganze eher etwas Grundsätzlich es ist … aber aktuell saugt er wirklich nur deine Energie und bremst dein Leben aus.
Ich würde tatsächlich überlegen, ob ihr mal über einen längeren Zeitraum getrennte Wege geht. Dann habt ihr beide die Chance, euch wiederzufinden und in Ruhe darüber nachzudenken, ob da überhaupt noch eine realistische Chance auf eine gemeinsame Zukunft ist.
Du musst dich nicht für ihn opfern. Er ist ein erwachsener Mann.
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Er sagte zu mir, dass es ihm wehtut, dass er es so schade findet, das ich ihm nicht sage: gut gemacht! Ich bin stolz auf dich! Mach weiter so!
Mir kommt das seltsam vor. Dir nicht? Wenn er es für sich macht, sollte ihm sein Erfolg doch reichen. Wenn er es für Dich macht, verstehe ich, dass er auf deine Bestätigung wartet - dann bin ich allerdings auch skeptisch, dass er es langfristig schafft, abstinent zu leben.
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Wenn er will, wird er Hilfe finden. Professionelle Hilfe. Er ist ein erwachsener Mann. Du bist nicht in der Verantwortung für ihn zu sorgen. Vermutlich ist seine Handlungsmotivation sogar höher, wenn er weiß, dass er selbst aus dem Quark kommen muss, wenn er nicht untergehen will.
Wenn er nicht will, wird er auch mit Deiner Hand und Unterstützung untergehen - und Dir dabei aber deine Energie rauben. Die Vorwürfe wirst Du Dir dann trotzdem machen - oder eben erst recht.
Bleib auf deinem Weg. Sorg bestmöglich für Dich und deine Kinder. Viel Kraft!
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Ich sehe immer die Kinder
Wenn das so ist, geh. Es ist unbeschreiblich belastend so aufzuwachsen!
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Darf ich ihn es klar sagen oder ist es für den heilungsprozess schädlich wenn ich ihn zeige das ich nicht an ihn glaube?
Klar kannst du ihm das sagen - aber an der Situation ändert das nichts.
Ich hatte meinen Mann vor dem letzten Vorfall eine Frist gesetzt. Der 1.12. nun ist ihm ja bewusst geworden das ich ernst mache. Ich bekam ja gestern die Ablehnung der Wohnung und muss jetzt mit der Suche wieder neu beginnen.
Was macht die Wohnungssuche?
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Wenn Du doch schuld bist an seinem Trinken, dann solltest Du ihn von Deiner Gegenwart
erlösen, meinst Du nicht auch?
Liebe Elly - vermutlich meinst Du es nur gut … aber dieser Satz kann nicht unkommentiert und diesem Forum stehen bleiben: NIEMAND IST SCHULD, dass ein anderer trinkt! NIEMALS!!!
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Frauenhaus oder ähnliches geht nicht wegen Hund.
Der braucht dich aber am Stück und nicht kaputtgeschlagen.
Ich habe dann den Fehler gemacht zurück zu schimpfen, es fiehlen böse Worte auf beiden Seiten.
Wie kommst du darauf, dass das ein Fehler ist?
Ich habe dann noch eine Nachricht bekommen, dass ich sein Haus verlassen soll, weil er mich sonst hinaus prügelt.
Ich bin echt entsetzt, dass Du trotzdem dort bleibst. Ich finde das ist lebensgefährlich und Du brauchst dringend Hilfe. Lass Dir helfen und geh da weg! Sofort!