Beiträge von NIKA.

    Es sind jetzt über vier Wochen, dass ich wieder nüchtern und klar im Kopf bin.

    Gestern war ich beim Zahnarzt, da bekam ich die doppelte Dröhnung, ein Zahn musste raus.

    So wichtig für alle Alkoholiker Unter uns 😉: sagt unbedingt dem Zahnarzt, dass ihr Alkohol konsumiert habt, da sich das Schmerzempfinden verändert. Die „normalen Spritzen“ wirken nicht so stark.

    Der nächste Aha Punkt, jedenfalls bei mir gestern. Als ich da halbgesichtig betäubt war und raus aus der Praxis war, bekam ich Suchtdruck. Die HALT Regel ging nicht, ich durfte nichts essen nichts trinken.
    Die Suchtstimme wurde lauter, sie versuchte mir klar zu machen, dass ich jetzt mit Alkohol desinfizieren muss. Dass, die Schmerzen, die ich da ja noch gar nicht hatte, nach einigen Litern Bier, dann sicher nicht so schlimm wären usw.

    Ich habe dann hier geschrieben, viele Beiträge gelesen, irgendwann bin ich eingeschlafen, als ich aufwachte (hatte übrigens einen Sauftraum), ging’s mir wieder gut.

    Gleich mal gegessen und getrunken.

    Ich war nicht vorbereitet, daß durch ein Betäubungsmittel, meine Suchtstimme aufwacht.

    Vielleicht hilft dies ja dem einem oder anderem.

    Auf was willst du raus?

    Dein Alles

    Hey, erste Radler mit 16. das erste Bier mit 18.. dann bis 19 ab und an, nur am Wochenende.

    Bis 25 gar keinen Alkohol mehr, oder nur mal auf einem Fest oder so. Dann etwa bis 28 deutlich zu viel: Abends so 3 Flaschen Bier.

    Ab 28 bis Anfang 30 unregelmäßig, ab 30 bis 35 deutlich zu viel, täglich. Am Ende sogar bis zu 7 Flaschen am Wochenende. 3 Jahre stopp bis 39 und eben dann bis letztes Jahr. Seitdem wieder stopp.


    Nach der Scheidung mit 31 wurde es abends mehr. Einsamkeit, Frust. In den 20er war es einfach Arbeit und am Wochenende mal die Sau rausgelassen.


    Ich habe immer gemerkt, Alkohol beruhigt mich ungemein, obwohl ich ihn selber nicht vertrage. Übelkeit, Kater, übergeben.

    Ist doch von Vorgestern.

    Schau nach vorne.

    Warum, wieso, weshalb analysiere mit deinem Therapeuten, aber du trinkst nicht mehr, also Abmarsch ins Neue. Ist doch gut!

    Deine, was sind deine Vorstellungen von Partnerschaft usw. Ich kenn sie nicht, und ist auch egal.

    Ich wollte nur erklären einem alkoholabhängigen, sind Wünsche von außen einfach egal.

    Da gibts nur einen der Recht hat, die Suchtstimme.

    Aber ich bin hier wieder raus, und sorry wenn es hart ist.

    Ja ich habe diese wunderbaren Eigenschaften, aber wenn ich soff war mir alles jeder egal. Und ich habe auch ein Kind. Im Alkoholkopf war das alles egal. Du wirst einen Alkoholiker niemals durch deine Wünsche, Träume was auch immer dazu bekommen zu sein wie du ihn haben willst, oder es dir vorstellst. Er muss den Weg finden, du kannst und sollst es auch nicht tun. CO.

    War es so oder nur der Wunsch? Er hat ja da schon getrunken, und der Wunsch war dennoch da, dein Wunsch nämlich es muss funktionieren, weil..

    Mit einem Alkoholiker an deiner Seite wird es das nicht, dass was du du dir wünscht.

    Ich schreibe dir hier als Alkoholikerin und ich hatte auch Partner, die Alkohol soffen.

    Uh, was könnte ich dir da alles erzählen. Bei mir hat die Mutter mehr gesoffen, als mein Vater, er war arbeiten und sie hatte „Saufzeit“. Sie hat sich auch im Vollrausch suizidiert.

    Das habe ich lange mit mir mitgeschleppt und Alkohol verteufelt, tja bis ich 13 wurde.

    Naja umsonst bin ich nicht hier im Forum.

    Aber auch ich kann die Vergangenheit nicht ändern, sondern ändern was mir gut tut.

    Du bist ja auch Frau, nicht nur Mutter.

    Und auch als Frau solltest du für dich entscheiden, ist es das was ICH will, unabhängig von den Kindern.

    Ich verstehe nicht, dass ich meinen Ex , jedenfalls die schöne Zeit mit ihm , so vermisse, obwohl er mir insgesamt nicht gut tat.

    Ich denke du vermisst nicht ihn, sondern eine Vorstellung, wie es schön sein kann.

    Laut deinem Bericht ist er es nicht.

    Lg

    Du hängst echt voll in der Vergangenheit, so wirst du nicht weiter kommen, nicht glücklich werden können.

    Du hast keine Macht die Vergangenheit zu ändern, aber du solltest lernen sie zu akzeptieren, mit all dem schei.., aber auch mit guten Dingen.

    Und das bringt auch nichts

    mein "altes" Leben wieder Stück für Stück aufbauen.

    Was hindert dich ein neues aufzubauen?

    Sabine+++++ ich verstehe was du meinst und auch Elly . Langjährige Abstinenz und 8 Wochen. (Gratuliere dir dafür.)
    Du wirst es noch erkennen, was das bedeutet. Die Normalität sollte von vornherein ohne Alkohol sein, Alkoholiker haben ihre eigene „Normalität, Realität“ was auch immer.

    Das war für mich anfangs enorm schwer, ich musste andere Handlungsstrategien entwickeln. Zb. Bei mir war normal, fürs kochen, Haus putzen usw. Brauche ich Alkohol, ist doch normal?

    Nein ist es nicht in meiner damaligen Realität, aber schon, also war’s für mich auch normal. Ich hab diese „Normalität“ auch vorgelebt bekommen, ich bin ja auch EKA. Also alles normal - Nein. Das anders zu betrachten, das Gehirn umzupolen, das dauerd, lass dir die Zeit.

    Und jede Realität, Normalität macht sich jeder selbst, wenn die Erkenntnis da ist.

    Das kenne ich nur zu gut, ich mach das nicht mehr. Gut ich hatte Nachtdienst, DH. 3-4 Stunden Schlaf, danach noch mal 16 Stunden arbeiten und dann konnte ich nach Hause fahren.
    Ja, ich habe sehr gut verdient und meinen Weg aber verloren und hab wieder angefangen zu trinken.

    Naja der Rest steht eh bei mir.

    Vergiss nicht, nicht durchhalten oder aushalten, sondern ändere etwas, damit es dir gut/besser geht, und du zufrieden mit dir selbst bist.

    Vielleicht gibt es ja auch in deiner Firma interne Wechselmöglichkeiten?

    glg und Glüchwunsch zu den 47