Hallo Tabsi,
herzlichen Dank für deine Hilfe.
Hallo Tabsi,
herzlichen Dank für deine Hilfe.
Hallöchen,
ich habe jetzt 6 Wochen trockenzeit hinter mir. Bin allerdings viel am grübeln. Meine Mutter ist im März verstorben und ich und muss oft an Sie denken. Aber das ist eben der Lauf der Dinge. Trotzdem fühle ich mich im Moment stark und zuversichtlich. Habe keinen Suchtdruck. Ich weiß, er kann kommen, ist gerade bei mir gefährlich ( Quartalstrinkerin). Habe aber meinen Notfallkoffer schon gepackt.
Ich hoffe, das ich jetzt mal in meinem Thread geschrieben habe.
VG Sabine
Trauer kommt in Wellen, Sabine.
Mein Beileid zu Deinem Verlust.
Es ist normal, dass Du wegen Deiner Trauer und auch wegen der Abstinenz mehr ins Grübeln kommst.
Du bist erst am Anfang Deiner Abstinenz, wobei 6 Wochen schon sehr gut sind! Weiter so!
Dein Beitrag ist völlig richtig hier in Deinem Thread gelandet, alles gut!
Auch von mir, mein Beileid.
Das ist hart, wenn man jemanden verliert. Bleib trotzdem immer bei dir. Und auch wenn es mal "schwer" sein sollte oder Gedanken kommen:
Was mir geholfen hat, war meine Therapeutin, die mich fragte: "Was ändern Sie an der Situation, wenn Sie trinken? Nichts! Sie können es nicht ändern, die Situation wird gleich bleiben, aber Sie haben sich verändert und keinem geholfen."
Diese Denkweise hat sich so eingebrannt, als wenn ich sie zum ersten Mal gehört hätte und vorher immer was anderes dachte.
Wünsche dir weiterhin viel Kraft!
Seit ich trocken bin musste ich auch schon Verluste erleiden und hatte wirklich harte Zeiten. Aber weißt du was? Die Trauer war echter, sie war da, weil ich sie zugelassen habe. Ich hab sie nicht weggedrückt bzw. weggespült wie früher. Und ich bin jedes Mal stärker aus der Situation raus.
Hallöchen,
heute bin ich 7 Wochen ohne Alkohol. Mir gehen natürlich noch viele Sachen durch den Kopf. Gestern war ich bei einer Freundin im Garten. Habe mich dort mit viel Unkraut beschäftigt und konnte damit auch gut abschalten. Das Vögelzwitchern und der Duft des Sommers haben mir richtig gut getan. Das nur kurz zu meiner jetzigen Lage.
VG Sabine
Mir gehen natürlich noch viele Sachen durch den Kopf
Der hat bei mir anfangs auch kräftig gerattert. Der „Alkohol“sand im Getriebe war ja jetzt weg.
Gehen dir Dinge in Bezug auf Alkohol durch den Kopf?
Vergangenheit, oder Zukunft?
Hoffentlich auch viel „jetzt“. 👍🏼
Es ist weniger der Alkohol, ja mehr die Vergangenheit. In die Zukunft blicke ich positiv. Ich bin ein Grübel- Mensch. Schon immer. Ich hätte gerne mit meinen Eltern noch einiges geklärt. Mit meinem Vater ging das nicht, er ist dann schnell wütend geworden. Meine Mutter war dann zu krank dafür. Und dann war es einfach zu spät dafür. Ja, nun sitze ich hier mit offenen Fragen, die mir keiner mehr beantworten kann. Aber ich bleibe tapfer.....
VG Sabine
heute bin ich 7 Wochen ohne Alkohol
Herzlichen Glückwunsch für Deine 7 Wochen Freiheit. ![]()
LG
Bibi
Und dann war es einfach zu spät dafür.
Mein leiblicher Vater ist auch tot. Am Alkohol gestorben. Väter allgemein sind eine längere, besch...eidene Geschichte bei mir. Pauschal kann ich sagen, ich hatte zwei und doch keinen.
Meine Mutter ist nass und hat uns Kinder nicht geschützt. Wäre ich nicht Alkoholiker, könnte ich im EKA-Bereich einziehen.
Ich hätte mir das anders gewünscht. Aber jetzt ist es so. Und es wird sich nicht mehr verändern. Dennoch kam als sich abstinent wurde alles hoch. Ich kann dir nur raten, es nicht unnötig fest zu halten. Dann geht es irgendwann weitgehend wieder.
Kann gut damit leben. Ein bisschen Bedauern bleibt eben. Eigentlich schade drum. Denn es ist vorbei.
Mit der Zeit habe ich besser gelernt mein Hirn einzubremsen. Das ist anfangs ungewohnt und braucht Zeit. Daran, dass eben mehr im Oberstübchen los ist, konnte ich mich gewöhnen. Tatsächlich möchte ich es nicht mehr anders haben.
Hallöchen,
heute sind es 8 Wochen nüchternheit. Es viel mir nicht schwer, bin aber trotzdem nicht happy. Aber das hat andere Gründe. Ich habe mir 2 Bücher bestellt, was das Thema Alkohol angeht. Eins davon habe ich schon fast durch. In manchen Zeilen erkenne ich mich auch wieder. Aber ich glaube, das es für mich nicht gut ist solch Literatur ständig zu lesen. Man wird ja doch jeden Tag mit dem Thema konfrontiert. Das 2.Buch werde ich noch lesen, dann ist erst mal Schluss damit. Ich bleibe natürlich tapfer, trocken zu bleiben.
VG Sabine
Ist es wirklich so eine grosse Tapferkeit, die Du aufbringst abstinent zu bleiben, Sabine?
Ist es nicht eher die Normalität keinen Alkohol zu trinken? Vielleicht kannst Du es so sehen und Dir einiges erleichtern.
Ich denke für Alkoholiker ist es keine Normalität. Ich bin noch Frischling, aber die Zeit wird noch kommen wo es zur Normalität kommt.
Sabine+++++ ich verstehe was du meinst und auch Elly . Langjährige Abstinenz und 8 Wochen. (Gratuliere dir dafür.)
Du wirst es noch erkennen, was das bedeutet. Die Normalität sollte von vornherein ohne Alkohol sein, Alkoholiker haben ihre eigene „Normalität, Realität“ was auch immer.
Das war für mich anfangs enorm schwer, ich musste andere Handlungsstrategien entwickeln. Zb. Bei mir war normal, fürs kochen, Haus putzen usw. Brauche ich Alkohol, ist doch normal?
Nein ist es nicht in meiner damaligen Realität, aber schon, also war’s für mich auch normal. Ich hab diese „Normalität“ auch vorgelebt bekommen, ich bin ja auch EKA. Also alles normal - Nein. Das anders zu betrachten, das Gehirn umzupolen, das dauerd, lass dir die Zeit.
Und jede Realität, Normalität macht sich jeder selbst, wenn die Erkenntnis da ist.
Danke Nika, ich weiß was du meinst. Mal was anderes...... Meine Eltern haben auch getrunken. Mein Vater mehr als meine Mutter. Wir mussten, also mein Zwillingsbruder und ich jeden Sonntag mit meinem Vater zum Frühschoppen. Da waren wir so 4 Jahre alt. Mein Vater war dann voll, und der Sonntag war gelaufen. Manchmal schlugen Sie sich noch. Also ist ja da eine genetische Disposition da. Ich denke oft an diese Zeit, aber negativ.
VG Sabine
Uh, was könnte ich dir da alles erzählen. Bei mir hat die Mutter mehr gesoffen, als mein Vater, er war arbeiten und sie hatte „Saufzeit“. Sie hat sich auch im Vollrausch suizidiert.
Das habe ich lange mit mir mitgeschleppt und Alkohol verteufelt, tja bis ich 13 wurde.
Naja umsonst bin ich nicht hier im Forum.
Aber auch ich kann die Vergangenheit nicht ändern, sondern ändern was mir gut tut.
So haben wir alle unsere eigene Vergangenheit, ich schaue nach vorne, und das ist für mich wichtig.
Hallo Sabine,
ich gratuliere Dir für Deine 8 Wochen Freiheit. ![]()
LG
Bibi
Und dennoch lässt sie uns nicht ganz los.
So haben wir alle unsere eigene Vergangenheit, ich schaue nach vorne, und das ist für mich wichtig
Ich habe angefangen zu verzeihen.
Ich habe angefangen zu verzeihen.
Da bist du mir dann wohl voraus.
Mit der Trockenheit hängt das bei mir aber nicht zusammen. Gegebenenfalls war die Chance, Alkoholiker zu werden, auf diese Weise größer.
Aber das Kind ist ja sowieso schon in den Brunnen gefallen.
Glückwunsch zu acht Wochen.
Nicht trinken wird ganz sicher irgendwann so Normalität. Bei mir ist es schon so.
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!