Beiträge von Mona

    frag dich einfach mal :

    , wer gibt ihn denn das Recht dich so zu behalten? Wer gibt ihn das Recht mir dir so zu reden? "

    genauso ist es! Twizzlers Rat, sich hier professionelle Unterstützung zu suchen, finde ich auch sehr gut. Das kann helfen, dich schnell wieder von innen zu stärken!

    Lies deinen Text nochmal, Zitronenfalter!

    Wo bist du? Warum dreht sich alles nur um deinen suchtkranken Mann? Wer macht sich denn solche Gedanken um DICH??

    Du musst anfangen Dich und deine Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, sonst geht ihr miteinander unter.

    Ich hab es nicht gemacht, weil ich glaube das auch mein Mann eine gewisse Privatsphäre hat. Ich weiß nicht. Ich denke drüber nach.

    Das ist klassisches Co Verhalten- du schützt nur ihn und seine Sucht damit und machst Dir das Leben schwer, weil du dir selbst dadurch verbietest, Hilfe zu bekommen.

    Hallo Mona ,

    Ich habe Freunde. Sie würden auch das ein oder andere für mich tun. Bestimmt.

    Aber ich habe keine Familie hier. Ich bin damals zu meinem Mann gezogen. Ca. 500 km. Meine Mutter oder Bruder kommen auch zu Besuch, aber niemand der greifbar ist. Die Familie meines Mannes mag mich nicht.

    Wissen deine Freunde vor Ort Bescheid?

    Die Frage, wie man selbst dazu in der Öffentlichkeit steht treibt viele Cos um.

    Da sind so viele Gefühle dahinter:

    -man schämt sich, in diese Situation geraten zu sein

    - man fühlt sich schuldig, denn man hat dem Alkoholiker vielleicht "nur" nicht genug geholfen

    -man will den Partner immer noch schützen

    - man hat Angst vor dem Gerede...

    Das kann wahrscheinlich jeder Co-Abhängige hier voll nachvollziehen.


    Aber schau Dir Mal die Dinge an die ich geschrieben habe:

    Punkt 1- du musst dich für gar nichts schämen! Du und Deine Kinder habt ein Recht auf ein alkfreies Leben, ohne Beschimpfungen!

    Punkt 2: - du hast ihm so oft die Hand gereicht sogar jetzt noch. Er will sie nicht!

    Punkt 3: -Er säuft, das ist seine Entscheidung er hat sie nochmal vor dir bestätigt- er WILL nicht geschützt werden

    Punkt 4:- geredet wird jetzt auch schon, da packt man den Stier lieber an den Hörnern

    Zu deinem Job: ich habe srlbst jetzt nicht die höchste Meinung von kirchlichen Institutionen, aber ich würde, wer auch immer dein Vorgesetzter ist, die Karten auf den Tisch legen. Du lebst mit einem Alkoholiker zusammen, der dir und seinen Kindern schadet. Er will sich nicht helfen lassen, so dass für dich jetzt Selbst Fürsorge und der Schutz deiner Kinder Priorität haben MUSS.

    Ein Arbeitgeber der das nicht einsieht, puh, weiß nicht, wie ich damit umgehen würde....

    Ach eben, Morgenrot hat doch völlig Recht: ER will die Trennung! Gibt es echt kirchliche Träger, die ihre Mitarbeiter auch noch dafür bestrafen???

    Vielleicht irre ich mich oder bilde mir da was ein aber es wirkt halt auch so, dass wäre es umgekehrt und ich eine Frau mit einem alkoholkranken Mann würde man anders sprechen mit mir.

    lieber Alexander, willkommen hier! Schon bevor ich den zitierten Text gelesen habe, hatte ich diese Frage im Kopf: ist Co-Abhängigkeit bei Männern anders? Brauchen sie vielleicht andere Antworten?

    Erst mal ist es super, dass du hierher gefunden hast und dich austauscht. Ich bin/war (keine Ahnung ob man da je voll raus kommt) Co eines seit 2Jahren trockenen Alkoholikers. Mein Mann und ich haben für uns erkannt, dass man immer nur sich selbst helfen kann sprich: er kümmert sich darum trocken zu bleiben, ich kümmere mich darum, meine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und mich bei mir selbst an erste Stelle zu stellen (etwas, das gerade weibliche Co-Abhängige komplett vernachlässigen)

    Natürlich sind wir füreinander da, und für unsere Kinder, aber es ist uns beiden völlig klar dass, falls er rückfällig wird und nicht aus eigenem Antrieb raus kommt, unsere Beziehung beendet ist und er auszieht. Da siegt mein Selbstschutz.

    So, lange Vorrede zur Lage der Nation- nun zu Dir:

    Es gibt auch viele Co-Männer- allein die Anzahl trockener Alkoholikerinnen hier zeigt das. Doch nur wenige suchen Hilfe, so scheint mir. Insofern wirklich toll, dass du dich hier öffnest.

    Die Ratschläge bleiben gleich, denn die Alkoholsucht bleibt gleich.

    Du wirst Deine Partnerin NICHT trocken machen können. Das kann nur sie. Und was du schilderst zeigt, dass sie da nicht ist- und ob sie da überhaupt hin will- kann niemand wissen.

    Als Co musst du dich um dich selbst kümmern. Du hast den ersten Schritt getan, du hast festgestellt, dass dich das Verhalten deiner Partnerin nicht glücklich macht. Nun ist die Frage: möchtest du so weiter leben, oder nicht? Dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich ändert, das liegt nicht in Deiner Hand. Du kannst NUR entscheiden, wie du DEIN Leben Leben willst.

    Wenn du dich entscheidest bei ihr zu bleiben muss es dir klar sein, dass die Sucht euer Begleiter wird. Ich sage gerne, es ist als ob die Partnerin ganz offen einen Geliebten mit an den Tisch setzt und sagt: der bleibt ab jetzt hier, gewöhn dich dran. Würdest du das akzeptieren? Alkohol wird ihre Priorität bleiben, sie wird lügen, sie wird dir sagen dass du spinnst, irgendwann wird sie dich als Grund für ihre Sucht nennen. Das sind, alles Verhaltensweisen nasser Alkoholiker, die sie zur Aufrechterhaltung ihrer Sucht ausspielen. Und das wirklich schlimme: solange man als Co dabei ist, stärkt man dieses Verhalten, man ermöglicht die Sucht, bereitet ihr geradezu das Nest. Alles aus dem Motiv, den Partner unterstützen zu wollen. Perfide, oder?

    Das ist also die eine Möglichkeit.

    Die andere ist, zu gehen. Ganz hart! Denn nur so kannst du das was dich gerade unglücklich macht hinter dir lassen. Du kannst nur dich und deinen Weg ändern. Als liebender Partner ist es das was am wenigsten verständlich ist und was am meisten weh tut- aber es ist die Wahrheit. Die Erfahrung vieler Cos hier im Forum belegt das- und auch die Beiträge der Mitglieder, die es nicht geschafft haben.

    Bitte Stelle dich an erste Stelle und Frage Dich, wie du Leben möchtest, mache innere Inventur.

    Und dann gehe den nächsten Schritt.

    Wieviel er mit dir machen darf entscheidest letztendlich nur du. Indem du die Tür hinter dir zu machst und nicht wieder öffnest zB.

    Er hat dir deutlich gezeigt, dass er momentan kein Interesse hat etwas zu ändern. Jetzt ist es an dir, eine Entscheidung zu fällen- deine Kinder und dich wieder zu Co-Abhängigen machen oder in eine Zukunft gehen, die für Euch frei von Alkohol, Aggression und verletzenden Kommentaren ist.

    liebe Zitronenfalter, es bricht mir immer etwas das Herz wenn ich Schilderungen wie Deine lese. Was machen diese Alkoholiker mit uns, sie machen uns so kaputt, dass wir an uns selbst zweifeln und uns selbst völlig vergessen, uns komplett hinten anstellen und auch gar nicht mehr erwarten, dass man beim Partner doch zumindest mal vorne sein sollte.

    Ich sehe das wie Twizzler: auch die Co-Abhängigkeit ist eine Sucht. Und man muss sie genau so angehen, wie die Alkoholsucht- man muss bei sich selbst bleiben, und nur da, sonst wird das nichts.

    Ich lese bei dir noch raus, dass du hoffst, ihn durch die, Trennung dazu zu bringen, sich zu besinnen.

    Das sollte NICHT deine Motivation sein!! Die Trennung musst DU wollen für DICH UND DEIN SEELENHEIL. Und an zweiter Stelle für deine Kinder- ich bin selber erwachsenes Kind eines Alkoholikers (EKA), lies doch mal die Schilderungen im EKA Unter Forum durch. Auch für Kinder ist die Trennung mit Sicherheit das beste- vor allem weil er ja auch aggressiv wird.

    Lies mal im Co-Forum- es gibt so viele Geschichten die deiner ähneln. Und gerade wenn Aggressivität und Gewalt dabei ist gilt, so schnell wie möglich das Weite zu suchen- für sich selbst. Ich wünsche dir alles Gute!

    Hallo Veru- ich bin hier eher stiller Mitleser, Hartmuts Post hat aber einen Gedanken geweckt.

    Auch wenn der Vergleich natürlich nich 100% stimmt, dennoch ein Gedanke für Frau und Freunde:

    Lungenkrebs, der Tumor ist entfernt- würden die alle ernsthaft neben dir weiter rauchen bzw Dich dazu auffordern mitzurauchen? Obwohl sie wissen, dass dadurch die Gefahr eines Rückfalls drastisch erhöht wird? Wenn ihre Antwort darauf auch „ist doch nicht so schlimm“ ist, würde ich mich nach einem neuen Freundeskreis umsehen.

    Letztendlich kommt es immer zum selben zurück- dem Großteil unserer Gesellschaft ist nicht klar, wie gefährlich Alkohol ist und wie krank es einen machen kann.

    hallo Alectos und willkommen!

    Auch ich lebe mit einem trockenen Alkoholiker zusammen, der nach mehreren gescheiterten Anläufen nun mehr als zwei Jahre trocken ist.

    Du schreibst, dein Partner hatte auch in der Abstinenz "Ausrutscher"- dann war er faktisch noch nie " Trocken im Kopf".

    Auch dass er die jetzt die Verantwortung für sein trocken bleiben aufbürdet, bestätigt das.

    Der Unterschied zwischen meinem Mann heute und "damals" Ist, dass er mich eben nicht mehr um Hilfe bittet, das sogar ablehnt (auch um mich zu schützen).

    Das trocken sein und trocken bleiben ist seine Aufgabe, ich habe damit nichts zu tun. Und das ist auch der einzige Weg, mMn, wie eine Beziehung mit einem Alkoholiker funktionieren kann.

    Will heißen: wenn dein Partner sich nicht aus eigenem Willen dazu entscheidet, seine Trockenheit anzugehen und sich selbst Hilfe sucht, kann ich dir nur raten, schnell das Weite zu suchen. Das Forum ist voll mit Geschichten, in denen gerade Frauen sich bis zur Selbstaufgabe in ihre Aufgabe als Co geben- keine davon ist glücklich und sie alle kommen in ihrem eigenen Leben immer erst an zweiter oder dritter Stelle.

    Gleichzeitig haben wir viele Frauen (und Männer) welche sich, nach vielen vielen Gesprächen und nachdem sie verstanden haben, dass sie sich selbst an erster Stelle setzen müssen, für den Absprung entschieden haben. Viele von ihnen sagen heute, dass sie zu lange gewartet haben. Ließ dich mal etwas hier ein. Lg

    ohh, annelui, das muss eine schräge Situation sein und mit Sicherheit bist du sehr verletzt.

    Wahrscheinlich hast du die letzten Jahre um eure Beziehung gekämpft, wolltest ihm helfen usw. Ich kann verstehen, dass du nun enttäuscht bist, dich verarscht fühlst.

    Umso seltsamer mag es sein, dass wir hier alle "feiern" - denn im Endeffekt ist es wohl das Beste, was dir passieren konnte. Du hast dich wieder, du hast die Möglichkeit, die Beziehung abzuschließen und ihn ganz hinter dir zu lassen. Das ist etwas Gutes!

    Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen- hör gar nicht auf das, was aus Richtung deines Ex kommt, alles blabla eines gekränkten Egos. Du kannst dir endlich wieder Flügel wachsen lassen um ganz weit von ihm wegzufliegen- da wo DU hin willst.

    Du sagst es- ins Handeln kommen!! Genau das ist es!

    Mache Dir einen Plan: was möchtest du bis zum Wochenende getan haben? ZB eine Familienberatung finden und einen Termin machen. Oder eine Anwältin) Anwalt suchen und anrufen. Oder dich einer Freundin anvertrauen. Fange damit an, DIR ein Stützgerüst zu bauen, Stück für Stück.

    Was möchtest du bis Ende nächster Woche gemacht haben?

    Usw...

    Ihr starken Frauen hier: KEINE VON EUCH HAT VERSAGT! Ihr steht mitten im Leben, habt es selbst in die Hände genommen! Für Euch, für Eure Kinder!

    Das ist das Gegenteil von versagen- vergesst das niemals!

    dann liegt alles vei mir. Ich halte alles aufrecht irgendwie

    Ja und Nein.

    Es ist halt sehr verzwickt- dadurch dass DU nichts änderst, kann er bequem so weitermachen.

    Das heißt aber NICHT, dass du die Verantwortung für seine Sauferei trägst und es heißt auch NICHT, dass er sich ändert wenn du was änderst.

    Du hast es hier ja schon vor 1,5 Jahren gelesen: du kannst die Situation nur für Dich und deine Kinder besser machen. Und das solltest du auch tun-sonst bleibt alles, wie jetzt

    Er meint, es fällt ihm hier viel leichter, weil er hier eine Struktur hat und viel mehr Möglichkeiten (aktuell lebt er aus dem Koffer, hat nur wenige Sachen dabei, hat keine Küche, kann keine Freunde einladen etc.).

    da klingeln bei mir die Alarmglocken! Zum trocken werden gehört auch, alte Strukturen und Gewohnheiten aufzugeben. Sehr oft sind Alkoholiker und Co ein "eingespieltes Team" - das bedeutet leider häufig, dass sie beide schnell in alte Muster zurück fallen. Ich betone: Beide! Aus dem Grund wäre ich sehr vorsichtig, ihn wieder zurück zu lassen, um Euer beider Willen

    Liebe Mimose, von mir gibt es hier auch klare Worte: Normalerweise bist du für DEIN Leben verantwortlich, er für seins.

    In eurer Beziehungen habe ich eher das Gefühl, dass du für sein Leben verantwortlich bist- und das war es. Er nimmt keine Verantwortung für sich wahr und du auch nicht für dich.

    Das ist jetzt natürlich überspitzt und füttert sich aus deinen Beiträgen, aber bei mir entsteht dieser Eindruck.

    Durch dein Verhalten ermöglichst du sein Verhalten- ich Rede nicht vom Trinken sondern davon, dass er damit nicht aufhört. Ihr habt euch beide in dieser kaputten "Komfortzone" eingerichtet und wenn keiner von Euch ausbricht, bleibt das so.

    Und ändern kann man immer nur sich selbst- du bist deine einzige Chance.