Beiträge von Alex_aufdemweg

    Guten Morgen Sepp,

    hast Du schon ausgeräumt? Oder kommt das heute an die Reihe?

    Ich hoffe, Du wirst oder hast, Dir jemanden dazu genommen.

    Es ist sehr gut, dass Du Dir das vorgenommen hast. Du stehst gerade am Anfang und ich freue mich schon darauf, die vielen, guten Veränderungen hier mit Dir teilen zu können.

    Wie läuft Dein Wochenende? Gestern war ich Zeitnehmer beim Handball. Mein Kleiner war aber noch nicht fit. Heute geht es in eine Ortschaft in der Nähe und dort werde ich Sekretär machen. Da sollte er hoffentlich schon ein paar Minuten mitspielen. Danach gut Essen beim Chinesen.

    Nächste Woche habe auch ich ein Essen vom Geschäft aus und habe mir vorab meine Gedanken gemacht. Ich werde mich auf alle Fälle einer Person gegenüber setzten, die keinen Alkohol trinkt. Und ggfs. werde ich sehr schnell wieder gehen. Es ist wichtig immer im Hinterkopf zu behalten, dass man jederzeit gehen kann. Egal wie lange man trocken ist, es ist immer Vorsicht geboten. Es hängt so viel davon ab. Weil es da um mein ganzes Leben geht. Es gibt zu viel zu verlieren und ich habe schon so unglaublich viel gewonnen. Und das hast und wirst Du auch.

    Noch ein schönes Restwochenende.

    VG Alex

    Hi Ely,

    bei mir ist es genauso. Habe inzwischen auch Notfallnummern. Und einmal habe ich sie auch benutzt. Das hat es total gebracht.

    Es ist einfach immer gut dort und ich freue mich immer sehr dort hinzugehen.

    So viele Menschen, die einen verstehen und die ich verstehe. Ich kann es nur empfehlen.

    VG Alex

    daran eigentlich nicht so viel ändern will

    Hallo Seb,

    ja, Das merke ich, dass du daran nicht viel ändern möchtest. Am Alkohollager im Keller möchtest du ja anscheinend auch nichts ändern. Deine extreme Anfangs Euphorie, kenne ich sehr gut. Das war bei mir auch nicht anders. So viele positive Veränderungen. Irgendwann wird diese Anfangseuphorie nachlassen und dann ist wichtig, was man bis dahin noch umgesetzt hat.

    Du setzt dich immer wieder einer immensen Gefahr aus.

    verzichten auch mal auf Alkohol

    Das ist keine Konstante. Du möchtest ja auch nicht „auch mal“ auf Alkohol verzichten. Im Umkehrschluss, wird ja auch oft Alkohol getrunken. Ich sehe hier die Gefahr, dass du einmal nicht aufpasst und dann ist es auch schon passiert.

    Ich habe inzwischen schon viele Geschichten gehört, bei denen es genau so passiert ist.

    Ich habe auch gerne Spaß, aber hier muss ich mir die Ernsthaftigkeit der Lage klarmachen.

    Wenn du dauerhaft mit dem Feuer spielst, wirst du dich irgendwann verbrennen.

    Das wurde hier ja jetzt nicht zum ersten Mal geschrieben. Ich glaube nicht, dass meine Worte viel nützen. Aber ich wollte sie auf alle Fälle geschrieben haben.

    Ich bin gespannt was du über die SHG berichtest.

    VG Alex

    Guten Abend Seb,

    aaaah, wenn ich "Bierchen" lese, stellen sich mir die Nackenhaare. Mit diesem "Giftchen" habe ich meine Gesundheit und mein Leben langsam umgebracht. Oder zumindest fast.

    Ich war wegen Corona zehn Tage daheim. Acht davon positiv. Und selbst heute (nach zwei Wochen) bin ich immer noch recht schnell schlapp. Dachte, ich bekomme es gar nicht. War schon stolz darauf, es als "einziger" noch nicht bekommen zu haben. Tja, jetzt kann ich demütig, dankbar sein, dass es endlich vorbei ist. Symptome: Vier Tage frieren, drei Tage ordentlich Gliederschmerzen, dann die üblichen Erkältungserscheinungen. Die waren gar nicht so schlimm. Zum Glück konnte ich die ganze Zeit etwas schmecken. So wurde Essen zum (noch größeren) Highlight.

    Ja, das schwedische Möbelhaus kann was. Habe da gerade sechs Schränkchen zusammen geschraubt. Zu einem riesen Schrank.

    Das die Gedanken nach Bier, gerade dann kommen, wenn man etwas Besonderes geschafft hat, ist gerade bei mir ganz normal. Hm, obwohl. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist das wirklich viel weniger geworden. Ja, es wird definitiv weniger. Das dauert eben einfach eine Weile. Habe dann den Gedanken unterbrochen und weiter gewerkelt. Bringt ja nicht darauf herumzudenken. Ich finde, das machst Du super.

    Ich freue mich jedes Mal wieder von Dir zu lesen. Dieses Glücksgefühl steckt an. :)

    VG Alex

    Hallo Seb,

    genauso war es auch bei mir. Mein Sohn hatte da von seiner Geburtstagsparty einen Schrank voll angefangener Flaschen im Keller stehen. Ich meinte auch, dass mich das nicht stören würde. Aber ich habe ihn auf Anraten von hier gebeten, es wegzuräumen. Und ich bin mir sicher, dass es mich inzwischen mächtig stören würde.

    Es ist ja so, dass man bald den ganzen Tag nicht mehr daran denkt und gerade recht zufrieden ist. Da stört es mich dann schon, wenn ich plötzlich vor diversen Flaschen stehe.

    Sowas ist einfach eine tickende Zeitbombe. Bisher hatte ich keinen Suchtdruck. Aber was weiß ich? Und wenn es dann zuschlägt und ich "weiß", dass da was im Keller steht... Warum also nicht jetzt entschärfen? Habe ja eh nicht vor, es jemals zu trinken. Also weg damit. :thumbup:

    Hallo Seb,

    die wird es mit Sicherheit geben.

    Ich nehme doch stark an, dass Dein Sohn fröhlicher war. Erstens hast Du ihn und alles andere besser wahrgenommen und zweitens machen sich die Kinder auch ihre Sorgen um die Eltern.

    Mir wurde auch mit jedem Tag klarer, dass es nur abstinent funktioniert. Tatsächlich habe ich die ersten zwei Wochen den Zeitraum, in dem ich nicht trinken wollte, auch immer weiter nach hinten geschoben. Bis mir klar wurde, dass das so nicht funktioniert. Klingt vielleicht komisch. Aber diese Erkenntnis hatte etwas Befreiendes. Da gibt es keinen Zeitraum, keine besonderen Anlässe. Es geht einfach gar nicht. Ist eigentlich einfacher.

    Es gibt aber schon Gefahren und die sollte man minimieren.

    Ist bei Dir aller Alkohol schon aus dem Haus raus?

    Erfolgserlebnisse zu Verzeichnung und war voll gut Gelaunt

    Guten Morgen Seb,

    das ist bei mir auch der Trigger Nr. 1. Bisher kam der Gedanke meistens dann auf, wenn der Tag besonders gut war. Das Suchthirn will damit die gute Gefühlslage noch steigern. Wie das dann innerhalb kurzer Zeit wieder endet, wissen wir ja.

    Gut ist, den Gedanken zu erkennen. Ich schiebe ihn dann weg und nach kurzer Zeit ist er vergessen. Aber auch diese Gedanken werden mit der Zeit immer weniger. Oder wenn, sind sie immer kürzer vorhanden. Geduld und Übung.

    Es ist schön, wie es Dir jeden Tag besser geht. Da ist noch lange nicht das Ende erreicht. Du wirst sehen. Ich freue mich für Dich.

    einige Dinge nicht eingestehen

    Hallo Pamela,

    da melde ich mich auch mal kurz. Und nur zu dieser Aussage.

    Habe mich schon sehr oft aufgeregt. Vor nicht langem meinte sogar jemand - frei übersetzt - ich hätte keinen A... in der Hose.

    DAS wollte ich nicht hören. Aber die Umstände, und es ist so schwer, und die haben leicht reden, usw.

    Erst mal abkühlen lassen und mich dann gefragt, aus welchem Grund ärgert mich das so?

    Weil es gestimmt hat *grummel*

    Und dann ist es passiert und ich habe endlich etwas getan. Und genau z. B. diesen, eigentlich unfreundlichen Satz hat es wohl gebraucht.

    Also, ohne auf alles hier einzugehen. (Mein Vater war übrigens gewalttätig) Warum regt mich der eine oder andere Satz auf? Wäre gar nichts dran, würde ich mich gar nicht ärgern.

    Einfach mal sacken lassen. Emotionen brauchen immer etwas Zeit.

    Erst mal Glückwunsch. Du hast Deine nüchternen Tage, seit der Anmeldung bereits verdoppelt. :thumbup:

    Du hast Dein "Trinkbude"-Problem gut erfasst und steuerst mit gezielten Maßnahmen dagegen an.

    Das wäre mir garantiert auch genauso gegangen, wenn ich da erst mal drin gesessen wäre. Wenn Du da rein gehst, ist alles zu spät.

    Was machst Du denn für einen Sport? Meiner heißt gerade Quarantäne :|

    Ja, ich verstehe das sehr gut. Ich heiße sogar wie Du und habe auch drei Kinder. Es ist gut, dass Du "aufgewacht" bist.

    Das zu sehen, hat unangenehme Gefühle in Dir hervorgebracht. Das wird eher mehr werden. Dazu kommt, dass es sehr gefährlich ist, sich in diesem Umfeld zu bewegen. Auch noch die Tage danach. Weil einem das nachhängt.

    gut das ich das jetzt ändere

    Ja, Du bist auf dem Weg.

    Einer der ersten Sätze, die ich hier gelesen habe, war "nur nichts trinken reicht nicht". Ich habe nicht verstanden, wie das gemeint ist. Ich dachte, ich trinke nichts mehr und gut ist. Und ich dachte, ich muss das dann eben ertragen, dass alle um mich herum trinken.

    Nein, das muss ich nicht. Du musst Dich diesem unangenehmen Gefühl nicht mehr aussetzen. Es ist schlecht für Deine Nüchternheit. Es fördert Gedanken wie "Jetzt ein Bierchen" zutage.

    Dieses "Bierchen" ist das Zellgift, dass Dich abhängig gemacht hat. Das Dir und Deiner Familie schadet.

    Wenn Du Dich mit ein paar Leuten treffen kannst, die keinen Alkohol trinken, wirst Du einen großen Unterschied bemerken. Wenn das möglich ist, versuche es. Das machen auch nur Freunde, denen Du wichtig bist.

    Ich war nach über einem halben Jahr ohne Alkohol auf eine Betriebsfeier. Nach dem Essen ging es dort los. Die Stimmung veränderte sich und mir wurde klar, dass ich da nichts mehr verloren habe. Ich habe gespürt, wie es mir schadet. Und weg war ich. Es muss immer eine Möglichkeit geben, zu gehen.

    Übrigens ist das gar keinem aufgefallen. Die waren beschäftigt.

    Eigentlich zum Glück ist der Sommer ja praktisch vorbei. Ich kann Dir nur raten, Dich in der nächsten Zeit von so etwas fernzuhalten.

    Das gehört zum "ändern" dazu. Und später wirst Du es nicht mehr wollen. Weil Du lernst zu spüren, was Dir schadet.

    Danke Bolle

    Das ist jetzt ein halbes Jahr her und für ihn gab es wohl keine andere Option. Inzwischen hat sich viel getan und es wurde geredet. Er käme jetzt nicht mehr auf die Idee. Was ich damit sagen wollte ist, dass man aber erst mal nicht mit wirklichen "Verständnis" rechnen kann.

    Wie Du sagst, muss man das schon erst mal genau erklären.

    Dazu muss man aber erst einmal selbst erkennen, was einen triggert.

    Einige in meinem Umfeld haben sich angepasst. Oder sie sind nicht mehr in meinem Umfeld. (z.B. Schlappen und Rumlieger)

    Hallo Siegrid,

    vielen Dank fürs Nachdenken :) Ich denke es ist schon mal gut, dass solche Treffen nicht so oft sind.

    Und nein. Umziehen musst Du sicher nicht. Ich habe auch nicht vor, auf irgendeinen Berg zu ziehen. ^^

    Für mich macht es einen großen Unterschied, ob ich an den Bier und Aperol Trinker/inen vorbeigehe, oder mit ihnen an einem Tisch sitze. Da Du alleine die Auswirkungen spürst, kannst nur Du für Dich alleine entscheiden, ob Du dieses Risiko eingehen möchtest.

    Es gibt aber sicher noch andere Möglichkeiten

    Damit meine ich andere Dinge, die nicht so alkohollastig sind. Man kann auch andere Dinge zusammen unternehmen. Das Erste, was mein bester Freund mir vorgeschlagen hat, nachdem ich mal wieder rauswollte, war Biergarten. Obwohl er genau Bescheid weiß. Da lag es an mir etwas anderes vorzuschlagen. Ist einfach nur ein Vorschlag. Müssen, musst Du nichts. :thumbup:

    VG Alex

    Hallo Siegrid,

    schon 86 Tage :thumbup:

    Diese Melancholie kommt auf, weil Du Dich mitten unter das bechernde Folk begeben hast. Das wirkt sich nicht nur in diesem Moment aus.

    Dann kann ich mir gut vorstellen, dass diese zweifelnden Gedanken immer wieder hochkommen. Das nimmt man dann ja mit.

    Ich kann gut nachvollziehen, dass Du gerne Kontakt möchtest. Wer will das nicht? Es gibt aber sicher noch andere Möglichkeiten als sich in so etwas zu begeben.

    Ich persönlich würde das nicht wollen und es wäre auch viel zu gefährlich.

    Vielleicht fallen Dir ja noch andere Optionen ein? Es ist doch auch nicht schön, sich so oft mit Zweifeln auseinanderzusetzen.

    Ach ja. Mir ist übrigens egal, wie viel mein Gegenüber trinkt. Mir wurde tatsächlich mal das Angebot von einem Ex-Kumpel gemacht, dass er ein paar Bier weniger trinken würde. Das macht keinen Unterschied. Und wenn der den ganzen Abend an nur einem Bier, vor meiner Nase nuckelt. Er trinkt.

    Bitte nimm den Vorschlag mit. Dein neues Leben ist viel zu wertvoll.

    VG Alex