Schön, dass du etwas von dir schreibst.
ich nehme an, das war nicht der erste Abend, an dem so etwas passiert ist?
Bei mir mussten auch erst einige Faktoren zusammenkommen.
Beiträge von Alex_aufdemweg
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Zeiten der Abstinenz
Die Anfangszeiten. Die werden vorbeigehen. Das Hirn arbeitet jetzt eben auf, was ihm vorher nicht möglich war.
Übrigens klingt der Satz an sich nicht sehr dauerhaft. „Zeiten der Abstinenz“ klingt wie Trinkpause. Ich nehme an das war so nicht beabsichtigt. -
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war ich wieder einmal bei einem Treffen.
Ich nehme an, eine SHG?
Bei mir im Ort gibt es keine. Und die im Nachbarort ist super. Bzw. die Leute da. Aus dem Grund war ich fast nur dort. Einmal die Woche im ersten Jahr. Konstant.
Mit dem Rad sind es so 20 Minuten bis da hin.
Gehst du einigermaßen regelmäßig? Da du dich hier praktisch nicht mitteilst. Irgendwo ist Austausch mit anderen Alkoholikern wichtig finde ich.
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ehrlich reden
Bevor Du da anfängst ist es wichtig, dass du erst voll hinter deinen Worten stehst. Es innerlich bei Dir angekommen ist. Sonst wird das nichts.
Noch bin ich nicht genervt.
Das kenne ich sehr gut. Ich war in einer ähnlichen Situation vor über vier Jahren.
Ich meinte: "Es stört mich schon ein bisschen." Und es wurde mir gesagt: "Das wird dich bald noch viel mehr stören."
Es kam so. Und nicht nur das war es dann. Da kam noch einiges dazu, das ich vorher nicht sehen wollte.Es arbeitet in Dir und was Dir jetzt klar wird, kann Dir schon keiner mehr nehmen. Bei mir war sehr bald der Moment erreicht, wo es einfach nicht mehr ging. Dazu musste mir hier gar nicht mehr viel geschrieben werden. Tatsächlich ging es sogar eine Weile um andere Themen.
Und dann war ich "reif". Ab dem Moment änderte sich mein ganzes Leben erst richtig. Heute ist es ein Anderes. Ein sehr viel besseres Leben.
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Das kann ich gerade so unterschreiben Carl Friedrich
Dein Beitrag bringt es genau auf den Punkt.
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sowohl das Umfeld als auch die Umgebung haben das begünstigt.
Aber auf alle Fälle. Ich bin jetzt 4 1/2 Jahre trocken und würde mich nicht mit Leuten in einen Biergarten setzen. Und ich fühle mich mega stabil.
Ich verstehe auch, dass am Anfang dieses Feingefühl für die Gefahren noch fehlt. Aus dem Grund ist es wichtig einfach das zu tun was hier geraten wird. Ich habe das so gemacht und leben ein zufriedenes, trockenes Leben.
ich kann immer vorbei kommen, ohne verurteilt zu werden.
Das denke ich mir. Wäre ja auch seltsam. Schließlich gibt es die SHG ja genau aus dem Grund. Ich war im ersten Jahr jede Woche dort. Vor dem ersten Mal bin ich vor Angst bald gestorben. Ist eigentlich so gar nicht mein Ding. Anschließend bin ich voller Energie und motiviert raus gelaufen. Und das dann jedes Mal. Es tat vor allem gut, sich nicht verstecken zu müssen und festzustellen, dass man damit nicht alleine ist.
So, dann viel Glück. Ein neuer Tag beginnt.
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Andere sagen, dass es ihn vielleicht ‚aufweckt‘, wenn er ein Kind hätte.
Da haben "Andere" aber sowas von keine Ahnung.
Ich durfte unter einem Alkoholiker aufwachsen. Da ist bei ihm nichts aufgewacht. Das war dann auch meine Kindheit.
Und dann auch noch "vielleicht aufweckt". Ein Kind ist doch kein Testballon.
Das kann ich mir so überhaupt nicht mehr vorstellen
Ein Glück. Es ist doch schon mal gut, dass noch keine Kinder im Spiel sind. Weil die bald sehr darunter leiden würden. Das macht es jetzt um einiges einfacher.
So geht es erstmal "nur" um dich und du kannst in Ruhe nachdenken.Es wird sich so oder so vieles verändern. Am Ende wird aber etwas besseres herauskommen. So war und ist das jedenfalls bei mir.
Ich dachte nicht, dass ich ein so glücklicher Mensch werden kann.
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Hallo Gaarder,
als ich nüchtern wurde haben mich die Ereignisse auch ein wenig überholt.
Du hast ja bereits einiges in die Wege geleitet und es geht jetzt voran. Es ist 10 Mal besser sich mit der Erkenntnis Alkoholiker zu sein zu melden und Schritte zu unternehmen. Als zu saufen und sich gegen die Wahrheit zu verschließen.
Ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie es gehen soll, dass der Partner nichts davon weiß. Nicht nur wegen dem Alk, der aus der Bude muss.
Auch später. Ihr geht auf einen Geburtstag, usw. Sie muss verstehen was Sache ist. Wenn Du spontan gehen musst, weil das Suchthirn klingelt.
Es wird sich einiges Ändern. Ich dachte auch nur nichts trinken reicht. Ist aber nicht so. Es ändert sich vieles. Das muss es.
Heute bin ich jedoch glücklicher als jemals zuvor. Es lohnt sich.
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Aber ich glaube fest daran, dass Taten hier viel mehr zeigen als Worte
Das ist so. Mit ihnen zu reden, würde eher aus deinem schlechten Gewissen heraus kommen. Weil du gerne Absolution möchtest.
Kinder haben sehr feine Antennen. Sie werden die Veränderungen sehr genau bemerken. -
Guten Morgen Sunflower,
wie ist es Dir inzwischen ergangen? Wo drückt der Schuh?
VG
Alex -
Guten Morgen Hannah,
damals habe ich gleich gelernt, dass man im ersten Jahr keine tiefgreifenden Veränderungen vornehmen soll.
Also auch Beruflich und in der Beziehung.
Was die Beziehung angeht habe ich mich absolut nicht daran gehalten.
Es ist aber auch so, dass mit der Nüchternheit die reale Sicht auf die Dinge wieder kehrt. Außerdem habe ich meine Gefühle wieder stärker wahr genommen.
Also blieb mir gar nichts anderes auf als mich dran zu machen Dinge zu verändern die mich dauerhaft belasten. Habe halt versucht einigermaßen langsam zu machen

Ich habe es bis heute nicht bereut.
Außerdem wollte ich Dir noch meinen Respekt aussprechen, für das was Du täglich leistest.

VG
Alex -
Es kommt mir manchmal schon vor, als ob er einen Streit künstlich erstellt..
Wenn ich versucht habe weniger zu trinken war ich auch schnell gereizt. Und Streit ist ein "Grund" zum trinken.
Ich nehme an du "störst" ihn beim trinken. Ob du das nun beabsichtigst oder nicht.
Du steckst da in einer schwierigen Situation.
da habe ich aber sehr an meiner eigenen Wahrnehmung gezweifelt!
Im Nachhinein frage ich mich, ob ich mir das immer einreden lassen habe…Als ich aufgehört habe fing ich schnell an das "Zusammenleben" so zu sehen wie es eigentlich ist. Meine damalige Partnerin (ja Vergangenheitsform) hat nicht aufgehört Alkohol zu sich zu nehmen. Bald dann nicht mehr vor mir und wahrscheinlich auch nicht viel. Aber Alkohol war im Haus und wenn ich den Kühlschrank aufgemacht habe, war da welcher vorhanden. Und gerochen habe ich es auch. Das geht auf Dauer gar nicht. Alkohol musste aus meinem Leben raus.
Es wird der Moment kommen, an dem du siehst an welcher Stelle du stehst. Wenn er denn Alkoholiker ist. Ich möchte keine Schlüsse ziehen.
Leider vermute ich bei meinem Freund auch eine Leberzirrhose..
Dann wird bald von selbst eine Veränderung anstehen.
Als ich aufhörte zu trinken, dachte ich alle würden sich freuen. Jubeln und mich beglückwünschen. "Alle" meine Freunde haben massiv Alkohol getrunken und ich habe keinen Kontakt mehr. Wir hatten auch keine Themen mehr und ich würde sie beim Trinken stören. Außerdem gebe ich mir das nicht und es wäre noch dazu gefährlich. Aber ich vermisse sie nicht, weil ich feststellen durfte, dass da gar nichts ist. Sie waren nur Beiwerk zum trinken. Und ich ebenfalls für sie.
Es hat sich unglaublich viel in meinem Leben geändert. Von wegen, nur nichts mehr trinken.
Aber um mal zu spoilern. Ich bin heute so glücklich wie noch nie. Hätte nicht gedacht, dass dieses Leben das noch mal für mich bereithält.
Es lohnt sich voll. Außerdem gibt es keine andere Option. Wenn ich Gift in mich rein schütte geht es bergab langsam oder schnell. Unaufhörlich.
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Alles Gute zum ersten Jahr 🍀
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fünf rote, fünf weiße, fünf blaue…. von jeder Farbe fünf Stück, schön sortiert.
Und für was stehen die Kugeln? In drei Farben und genau fünf.
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Dein "Ich möchte keinen Alkohol trinken" wird anscheinend als Diät abgetan.
Und "Weil es mir nicht gut tut" ist auch nicht das gleiche wie "ich bin Alkoholiker'in".
Den gut tut Alkohol niemandem. Er löst bei jedem Lebewesen die Zellwände auf.
Du bist Alkoholikerin und möchtest trocken werden.
Und als dein Partner, dem es wichtig sein sollte wie es dir geht, sollte dich dabei unterstützen. Das kannst du ihm auch durchaus sagen. -
Ich halte mich da einfach ganz raus. Sie kann ja bestellen. Oder jemand anderes fragen. Trocken legen, kam mir dabei gar nicht in den Sinn.
Aber gießen tue ich sie auch nicht.Mein Vater ist durch alles gestorben, was man durch Alkohol bekommen kann. Der Arztbrief war mehrere Seiten lang.
Er war in einem Heim untergebracht. In der geschlossenen Abteilung.
Ich war einmal dort, war. Da habe ich dann gesehen, was mit meinen Genen passiert, sollte ich jemals weiter trinken.
Ich hätte es nicht gebraucht, aber ein Motivationsschub war es dennoch.Wir haben uns im guten verabschiedet. Beziehungsweise ich, denn er konnte bereits nicht mehr sprechen.
Circa ein Jahr später war er tot. -
kennt das jemand?
Ich kann mich noch daran erinnern, als ich mich das erste Mal, nach mehreren Monaten Abstinenz, mit zwei Freunden getroffen habe.
Wir waren Currywurst essen, und die beiden haben sogar ebenfalls Cola getrunken.
Ich hab total aufgedreht und hatte praktisch von null auf 100 den Zustand erreicht, für den ich normalerweise weiß Gott wie viel Bier gebraucht hätte.
Als wir uns ein paar Wochen später erneut getroffen haben, stellte dann einer der beiden fest. Heute bist du wieder normal. Das letzte Mal warst du doch etwas aufgedreht.
Ups.
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Herzlichen Glückwunsch zu vier Monaten.
so standhaft bleibe
Das klingt nach Verzicht. Fühlt es sich für dich danach an?
Ansonsten kann ich dir nur raten hier öfters zu schreiben. Das hilft auch eventuelle Veränderungen frühzeitig zu entdecken. Zum Beispiel Gedankengänge, die in die falsche Richtung laufen, oder so.
Ich hab da jetzt nicht so aufgepasst, ich hoffe, dieses Beziehungsproblem ist inzwischen schon geklärt? Wie auch immer.
Dieses nach außen verstellen, habe ich als Alkoholiker bald mein ganzes Leben gemacht. Es ist sehr erleichternd, wenn man das nicht mehr muss. -
Tatsächlich hab ich mir schon überlegt ihr den Stoff einfach hinzustellen.
Damit sie nicht irgendwo auf der Straße stürzt und liegt.
Das klingt für mich nach Unterstützung dabei sich tot zu saufen.
Hat noch keiner der Therapeuten mal das Thema "Hilfe durch Nichthilfe" angesprochen? Wenn ihr alles nachgetragen, bzw. sie gleich noch selbst getragen wird, gibt es sicher kein Umdenken bei ihr.
Und
Das ist eine hochgradig Überlastung, es nimmt dir Energie und Lebensfreude.
Also für beides Seiten das Falsche.
Ich kann mich jedenfalls nicht mit dem Gedanken anfreunden einem Alkoholiker auch noch den Alk hinzustellen. Ich kaufe z. B. meiner Mutter nichts.
Na ja. Das ist der eine Grund. Der andere ist, dass ich ja selbst trockener Alkoholiker bin und niemals Alkohol kaufen würde.