Beiträge von Alex_aufdemweg

    Einfach normal ohne Alkohol weitermachen. Das dachte ich auch, als ich aufgehört habe. Aber so funktioniert das nicht auf Dauer.

    Vielleicht definiert jeder "ein bisschen soziales Leben" anders. Eine große Familienfeier ist für mich nicht ein "bisschen".

    Du bist am Anfang des ersten Jahres.

    Wenn es dir z. B. schwer fällt sich mit angetrunkenen zu unterhalten, bist du schon lange fehl am Platz.

    Immerhin gehst du "irgendwann" aus der Situation raus. Aber da bist du dann schon drin gewesen. Besonders am Anfang ist das zu meiden. Denn du nimmst jedes Mal etwas mit.

    Die Nummer mit dem Sekt ist Futter für das Suchthirn. Nix passiert. Geht doch. usw.

    Na ja. Jetzt habe ich es geschrieben. Damit ist es für mich durch. Viel Glück.

    Ich ziehe für mich gerade die Notbremse!

    Ich habe es gelesen. Es ist gut. Das ist das Einzige was du tun kannst.

    Der Tiefpunkt ist für jeden Menschen individuell.

    dass ein Alkoholiker aufhört?

    Ich bin ein Alkoholiker und habe viel früher aufgehört. Aus dem Grund schreibe ich auch bei jedem "Menschen". Alkoholiker können, wie alle anderen Menschen nicht über einen Kamm geschert werden.

    Ich kenne auch Alkoholiker für die der Tiefpunkt erst 2 Meter unter der Erde erreicht war. Die Grenze ist für jeden anders.

    Es ist tragisch. Aber es ist so.

    so die KI

    So auch ich. Das wird ja nicht umsonst so genannt .

    Habe mich damit jetzt nicht mehr beschäftigt. Einmal hat gereicht.

    Es gibt sehr viel anderes zu trinken. Allerdings hat das "Trinken" irgendwann auch nicht mehr so einen hohen Stellenwert. Ich trinke etwas wenn ich Durst habe.

    Meistens dann Sprudel und wenn es kühler ist gerne Tee.

    Anfangs habe ich aber auch alles durchprobiert. War erstaunt wie viel unterschiedliche Geschmäcker es doch gibt. Kannte nur Biergeschmack und Kaffee. ;) Ja ok, natürlich auch Tee oder Sprudel über den Tag.

    Kann man die z.B. Fassbrause nicht in ein Glas geben?

    Wenn ich mich recht erinnere habe ich mal von einem Sohn eine geschenkt bekommen. Er meinte aber schon, dass er sie trinken würde, wenn es nichts wäre. Ich habe probiert und sie hat total malzig geschmeckt. Was mich sofort stark an Bier erinnert hat. Aus dem Grund hat er dann den Rest getrunken.

    Da würde in ein anderes Glas umfüllen jetzt nicht viel nützen. Der Geschmack war Bier zu ähnlich.

    Also trocken werden und bleiben ist nicht leicht,

    Wenn du es dir so schwer machst nicht. Für mich ist es nicht schwer.

    Da ich nie wieder trinken werde, ist es auch egal was für ein Tag heute ist.

    Wenn ich mir fünfmal sage "es ist ein normaler Tag", dann glaube ich es auch nicht mehr. Das ist wie "Denke nicht an den rosa Elefanten".

    Im Prinzip hast du die fünfmal gesagt, dass ein besonderer Tag ist.

    Ich sitze ja jetzt gerade auch nicht auf der Couch und erzähle mir, dass ein normaler Tag ist. Das wäre unlogisch. Und wozu sollte ich mir das erzählen?

    sonst gäbe es ja nicht Therapien und Selbsthilfe etc.

    Tatsächlich habe ich mich schon öfters gefragt, ob das nicht sogar von manchen als Ausrede, dass es schwer ist, genommen werden kann. Jetzt brauche ich mich das nicht mehr fragen. Das es so ist, lese ich gerade bei dir.

    "Wenn es so viel Unterstützung gibt, muss es ja schwer sein."

    Sieh es mal so. Millionen Kinder müssen in die Grundschule. Wirklich ALLE. Dennoch ist es dort nicht wirklich schwer. (Das kommt ggfs. dann später ;))

    Ja, der Weg ist nicht so leicht.

    Meine Kindheit ja. Als ich alt genug war und auf Abstand gehen konnte wurde es sehr viel einfacher.

    Vieles ist gar nicht so schwer, wie ich dachte.

    Aber lieber zu dir. Habe nicht alles gelesen. Hast du z. B. schon überlegt, was du morgen machst? Ist für mich ja so ein typischer Ausredentag fürs offizielle Saufen gewesen.

    aber die Gesundheit ist nunmal wichtiger, wenn Menschen einem schaden.

    Ja, so sehe ich das auch. Aus dem Grund habe ich auch Abstand gehalten. Als ich es dann konnte.

    Noch ein allgemeiner Tipp. Was mir bisher aufgefallen ist.

    Du brauchst nicht (außer du willst) immer gleich auf einen Post zu antworten. Der Vorteil am Forum ist auch Dinge sich erst mal setzen zu lassen und ggfs. etwas später etwas zu schreiben.
    Ich habe auch schon Dinge einfach stehen lassen. Ggfs. konnte ich später etwas damit anfangen.

    Das ist nur ein Tipp, damit du dich nicht stresst. Das kann schon mal schnell sehr viel Input hier werden. :)

    und an meinem Stolz von 8,5 Monaten festhalten.

    Das kannst du auch. Schließlich hast du es nicht gewusst.

    Hatte mir auf der Seite davor schon das hier markiert.

    Hatte ein alkoholfreies Bier

    und

    hört das irgendwann auf oder wird das für immer bleiben?

    Die Antworten darauf hast du ja jetzt erhalten.

    Die Suchtstimme wird mit der Zeit immer seltener werden. Weil neue Verknüpfungen im Gehirn gelegt werden. "Trockene" neue Wege sich ausbilden und durch immer wieder darüber gehen sich verfestigen und breiter werden.

    Du stellst genau die richtigen Fragen. :thumbup:

    Ach ja. Auch wenn 0,0 Bier keinen Alkohol enthält. Es schmeckt bierähnlich und es zu trinken ist "nasses" Verhalten und wird gerne mit Suchtdruck und ggfs. Rückfall "belohnt".

    Ich denke Du hast es richtig erkannt und beschrieben

    Wahrscheinlich hast du das jetzt erkannt.

    Ich habe nur beschrieben wie es bei mir war und was ich bisher bei einigen anderen Alkoholikern gehört habe. Ich habe dann gesehen, dass ich kein Einzelfall bin.

    Wie auch bei vielen anderen Dingen was Alkohol betrifft.

    Trotzdem denke ich das der Alkohol meine Wahrnehmung beeinträchtigt hat,

    Dazu wurde ja jetzt bereits etwas geschrieben. So war das bei mir definitiv. Aus dem Grund habe ich ja auch (die Betonung liegt auf auch) getrunken. Um nicht hin zu sehen. Nur wusste ich das selbst nicht.

    Was ist passiert, was ich in meinem Nebel nicht gesehen und bemerkt habe.

    Das habe ich dann mit der Nüchternheit gesehen. Wir hatten schon lange keine Beziehung mehr. Ohne Alkohol hätte ich mich wohl schon zehn Jahre früher getrennt.

    Alkohol kann auch helfen in schlechten Lebensumständen zu verharren. Im Prinzip sogar beiden.

    Nüchtern war dieser Zustand nicht länger auszuhalten. Annäherung war auch nicht mehr erwünscht. Es musste sich etwas ändern.

    Ich kenne viele Alkoholiker, die sich mit der Abstinenz getrennt haben. Oder der/die Partner/in, weil eine "richtige" Beziehung gar nicht mehr vorhanden war.

    dann heißt es er könne gelegentlich was trinken verspricht mir es diesmal nicht wieder zu übertreiben aber das klappt einfach nicht .

    Richtig. Ich, bzw. mein Suchthirn hat jahrelang gedacht: "Kein Alkohol? Darauf kann ich nicht verzichten. Das muss auch anders gehen."

    Ich habe alles versucht um zu reduzieren. Das Bier z. B. in den Keller. Dann war ich nur noch am Rennen und habe schon unten eins auf ex gezogen (und zwei mit hoch genommen), damit ich weniger rennen muss.

    Es war dann auch eine Sammlung an Problemen. Und auch Schlüsselerlebnisse. Sehr negative Schlüsselerlebnisse. Vor denen ich schlecht die Augen verschließen konnte.