Beiträge von Alex_aufdemweg

    Am Ende geht’s doch nur darum, Erfahrungen weiterzugeben, die jemand selbst gemacht hat oder etwa nicht?

    Genau. Und in Wiki lesen sind keine eigenen Erfahrungen. Mir ging es jetzt nicht um die AA. Sondern darum, dass hier Mutmaßungen ohne Erfahrung als gegeben verkauft werden.

    Du brauchst da sicher nicht hingehen R/no. Es ist ja auch eine Frage der Grundeinstellung, bzw. Offenheit.

    das war aber kein Vorwurf bzw. Böse gemeint.

    Danke. Hier ging es mir darum, dass in meinem Namen gesprochen wurde. Egal, um was es da geht.

    Denn wenn jemand schreibt "hier gibt es keinen, der nicht..." bin ich eingeschlossen. Das mag ich gar nicht. Von mir kann ich viel erzählen. Aber ich kann nicht für andere sprechen. Und da ist es ebenfalls egal, was für eine Aussage das ist.

    In beiden Fällen ging es mir also um das Grundprinzip der Selbsthilfe.

    1. Eigene Erfahrungen teilen und kein angelesenes Halbwissen.

    2. Und nicht für andere sprechen, die ich überhaupt nicht kenne.

    Dabei geht es mir nur um die Kommunikation an sich und hat nichts mit der Person direkt zu tun.

    Ich habe ja schon einiges von Dir gelesen R/no und wir haben ja auch schon miteinander geschrieben. Ich finde Deine Entwicklung super und (soweit das nur durch lesen geht) finde Dich sehr sympathisch.

    Du schreibst immer genau das, was Du denkst und redest nicht drumherum.

    Sodele. Das war es von mir zu dem Thema. Außer, Du hast noch Fragen.

    und falls ich mal um Rat gefragt werde ist das etwas was ich NIE empfehlen würde.

    Kannst Du auch gar nicht. Weil Du keinerlei Erfahrung dazu hast. Ich bin übrigens vor 30 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Wieso hat das dann doch auch für mich gepasst? Hm, das ist der Unterschied zwischen Wiki lesen und es selbst erfahren.

    Auch das mit Abstinenzler fand ich komisch, ich bin kein Mensch der nur nach sich schaut. Wenn jemand Hilfe braucht in welcher Form auch immer dann bin ich der letzte der sie verweigert.

    Habe ich da etwas verpasst?

    Hat jemand das "Blaue Buch" der AA gelesen?

    Ja ich. Und zwar bevor ich das erste Mal dort war. Ich lese immer alle Anleitungen. 8)

    womöglich noch ein Streitgespräch angefangen,

    An der Aussage sehe ich schon, dass Du nie dort warst. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sich Meinungen bilden, ohne irgendwelche Erfahrungen gemacht zu haben.

    Wenn ich die Anleitung von einem Auto lese, weiß ich auch nicht ob mir das Fahren später Spaß macht.

    ich bin ohne großes suchen auf dieses Forum gestoßen

    Ich auch. Es war das Erste, was ich gefunden habe. Ein großes Glück.

    Ich sagte Schluss jetzt,

    Das ist schon mal gut. Liest sich nicht nach Diskussion.

    Hätte nicht gedacht das an Tag 10 das Suchthirn mich schon wieder ärgert.

    ? Eher verwunderlich. Gerade am Anfang hat es sich mehrmals am Tag bei mir gemeldet. Sobald eine Situation anstand, bei der ich normalerweise getrunken habe. Und das waren nicht wenige.

    Vielleicht erkennst Du die Suchtstimme erst jetzt richtig. Von daher sehe ich das eher positiv.

    Als ich noch nass war, wusste ich gar nicht, dass es diese Stimme in mir gibt. Ich habe einfach getrunken. Erst mit der Nüchternheit ist sie mir bewusst geworden. Aber das war auch wichtig. Denn ab da wusste ich auf was ich aufpassen muss.

    Kein Notfallkoffer, nicht aktiv werden nur mit dem Saufhirn hin und her zu diskutieren ob es sich lohnt, ob ichs machen soll

    Guten Morgen. Damit bringst du es genau auf den Punkt.
    Da ich Alkoholiker bin und nie wieder trinken werde, diskutiere ich niemals mit meinem Suchthirn. Meine Methode ist grundsätzlich gedanklich drauf klopfen.

    Wenn es besonders hartnäckig wurde, aus der Situation rausgehen. Ich bin aufgestanden und habe zum Beispiel fast 1 l Wasser auf Ex getrunken.
    Gegebenenfalls, am besten ohne Geldbeutel aus der Wohnung rennen und spazieren gehen, hat mir auch mal den A. gerettet.

    Die gute Nachricht. Die Suchtstimme kommt nur noch extrem selten hervor. Weil ich sowieso nicht zuhöre. Und die Dauer der Abstinenz bringt es auch.

    Wichtig ist, dass ich mich nicht in zu nasse Situationen bringen.
    Ich würde mich jetzt nicht in den Biergarten setzen. Auch nicht nach fast vier Jahren.

    aber wenn meine Frau mich nicht angesprochen hätte wäre das wahrscheinlich still und leise versandet.

    Du musst ihr ja nicht gleich alles erzählen. Aber ein "Danke, dass Du mich erinnert hast." Kommt immer gut. Sie sieht Dir die Dankbarkeit ja nicht an.

    Mir rutscht auch gerne mal ein "Ja ja. Hatte ich ja sowieso vor." raus. Aber da kann man(n) immer noch o. g. Satz hinterherschieben.

    Dann mit meinem "Aber" am Anfang".

    überhaupt nichts ausgemacht hat. In den ca. 2 Std. die wir uns in der Lokalität aufhielten, wurde auch nur 1 Bier konsumiert

    Da hast Du aber gut aufgepasst.

    Dafür, dass es Dir gar nichts ausgemacht hat. ;)

    Ich finde mich in dem, was Du schreibst, total wieder. Genau so ging es mir am Anfang auch. Mein Kleiner zieht mich heute noch damit auf, dass ich (angeblich) dem Ober so laut ein "nein" ins Gesicht geschmettert hätte, als er mit dem Ouzo kam. :saint:

    Ich selbst war nur so verwundert, wieso mich alle anschauen und der arme Mann so gequält guckt.

    Auch heute kann ich Dir nach einem Restaurantbesuch noch sagen, wer was gegessen hat. Aber tatsächlich hat das mit den Getränken irgendwann extrem nachgelassen. Hätte ich selbst nicht gedacht. Da muss die Person mir schon gegenüber sitzen.

    Jedenfalls liest sich das bei Dir heute genau so, wie ich es auch kennengelernt hatte.

    Es kam dann der Ekel vor mir selber noch dazu.

    Für mich ist erstmal das Wichtigste, dass ich mich selbst mag. Ich kann nur geben, was ich auch für mich fühle.

    Wie es so schön heißt "Liebe den Nächsten wie dich selbst".

    Mit der Trockenheit habe ich jeden Tag mehr gelernt, mich selbst zu lieben. Mich selbst zu akzeptieren.

    Das strahle ich aus und das sehen und spüren die anderen Menschen. Mir ist aufgefallen, dass mir Menschen offener begegnen. Das muss der Spiegeleffekt sein.

    Lärm, Hektik, all das nervt mich. Trinkende, Betrunkene, da wird das noch unerträglicher für mich. Ich bin eine ziemlich eklige Misantrophin geworden.

    Hm, wenn das so ist... wo kann ich mich da anstellen?

    Ich nehme an, dass mich das stört, weil es mein früheres Ich spiegelt. Außerdem wäre es nicht gut für mich in solchen Kreisen aufzuhalten.

    Also, habe ich so zusätzlich eine gute Ausrede um schön daheim zu bleiben. Mir geht es gut dabei. Und wenn es Dir so gefällt, ist doch alles in Ordnung.

    Du bist der Welt nicht schuldig, Dich da in irgendein Getümmel zu stürzen, das Dich nur stresst. Glaube mir, die "tümmeln" auch ohne Dich weiter.

    dazu haben Alex und ich mMn auch den besten Tag erwischt.

    Auf jeden Fall einen guten. Die machen immer alle einen riesigen Aufstand für meinen Trockenheitstag. Mit Feuerwerk und so. 8)

    Die ganze Welt zählt mit mir runter. Das hat schon was.

    Es ist ein gutes Gefühl sich morgens die Zähne zu putzen ohne einen Würgereiz zu bekommen,

    Ich bin auch hier, um genau so etwas nicht zu vergessen. Wie ich das kenne. Und dann aber möglichst leise würgen, damit es keiner mitbekommt.

    Es ist jetzt nicht so, dass ich ständig daran zurückdenken möchte. Und das tue ich auch nicht.
    Aber die Erinnerung löst in mir jedes Mal aufs neue Dankbarkeit aus. Für meinen neuen Weg und mein neues Leben.

    Dankbarkeit ist ein gutes Gefühl.

    Bahn fahren und Prosecco trinken

    Ich saß in der Bahn meistens nur im Speisewagen, mit Weizen vor mir. Eigentlich hätte ich meinen eigenen Sitz kaum gebraucht.

    Ist doch schade, wenn sie sich den Stoff an ihr Gepäck hängen muss. Es trübt die Wahrnehmung ein und - was mir früher nicht klar war - die Fahne stinkt auch noch die anderen Fahrgäste voll. ;)

    Ich habe ja jeden Tag getrunken. Wieso soll trinken in der Bahn auf einmal etwas "besonderes" sein? Das ist nur eine Suchthirn-Einflüsterung.