Beiträge von Alex_aufdemweg

    dass Du neben ihr oft einsam bist,

    Da klingelt es bei mir besonders laut. Denn das kenne ich gut. Einsam zu zweit.

    Als ich dann in meine Wohnung gezogen war, war ich auch mehrere Monate unter der Woche alleine.

    Es war einfach nur eine Erleichterung. Endlich kein Alkohol mehr im Haus zu haben. Und so ist das doch auch bei Dir. Diese drei Wochen ist endlich mal nichts direkt greifbar. Und Du musst Dir auch keine Gedanken über ihren Konsum machen und wie dann die Stimmung ist, usw.

    Zu diesem Zeitpunkt war ich alleine daheim. Aber weit entfernt von "einsam".

    Ich habe so viele Gedanken in meinem Kopf, dass ich manchmal selbst kaum hinterherkomme. Viel vornehmen musste ich mir nicht. Der Tag füllte sich ganz von selbst. Das ist übrigens wie bei meinem Umzug. Ich habe sehr wenig mitgenommen. Aber die Schränke füllen sich auch, wie von selbst. Ich bin sehr froh, dass es da jemanden gibt, der mich ständig einbremst. :saint:

    Ich hatte z. B. auch ein Buch und ggfs. eine Netflix-Serie. Aber dazu bin ich praktisch kaum gekommen.

    Sonstige Tips hast Du ja auch schon bekommen.

    Sieh dem ganzen positiv entgegen. Es wird schön werden. :thumbup:

    Schuld sehe ich da erst mal bei keiner Seite.

    Es ist absolut unerheblich wer schuld ist.

    Egal was ist, oder war. Hier stellt sich die "Beziehung", wie sie gerade läuft, als Belastung dar.

    Brandgefährlich für einen frisch Abstinenten. Und auch auf Dauer nicht haltbar.

    Die Situation muss sich ändern. Aus dem Grund hagelt es hier eben Tipps.

    Ich mache mir Gedanken und möchte zur Selbsthilfe beitragen. Anderen geht es genauso und aus diesem Grund kann das schon mal, in kurzer Zeit, in einem Thread recht viel werden.

    Diese Beiträge zeigen aber Wertschätzung und eine gewisse Anteilnahme. Wäre das nicht so, wäre ich hier mit einem einzigen Klick wieder aus dem Faden raus und hätte mir das Lesen und Tippen gespart.

    Ja, und da schwingen eben auch Emotionen mit. Als ausgebildeter Psychologe hätte ich das sicher besser drauf. Aber ich bin "nur" ein ganz normaler Alkoholiker, der zufällig etwas sehr Ähnliches erlebt hat. Aus diesem Grund spricht mich das hier besonders an.

    Gestern war noch kurz der Mann ihrer Freundin da

    Ich nehme an "kurz", weil es keinen Alkohol mehr zu trinken gibt? Seit dem lässt er sich doch nicht mehr blicken. Wenn ich mich recht erinnere.

    ich hab ihm die Misere mit dem Nachtisch erzählt, er hat auch gelacht

    Tja, und diese Reaktion passt auch genau dazu.

    Da hast Du Dir den Falschen ausgesucht, um darüber zu reden.

    Ihm ist Alkohol genauso wichtig, wie Deiner Frau. Da wirst Du keine Unterstützung finden.

    Die Frage musste ja kommen.

    Ja, natürlich. Dafür bin ich ja hier. :)

    Von daher tatsächlich DAS Kriterium für mich.

    Mein Kriterium fängt da an, wenn es nach Alk schmeckt. Alkohol, nicht für mich. Egal, wie viel ich mir da ausrechne. Stehe ich auf den Geschmack, habe ich ein Problem.

    Bei Deinem Kriterium sind dann Weinbrandbohnen, usw. unbedenklich?

    Und wie sieht das mit 0,0 Bier aus? Oder will ich das lieber nicht wissen?

    Ich habe eine Frage zu dieser Aussage.

    Ich müsste drei Kilogramm Tiramisu essen, um auf eine Alkoholmenge zu kommen, bei der früher bei mir der Kontrollverlust eingesetzt hat.

    Bedeutet das, dass bei Dir ein Rückfall erst dann als solcher gilt, wenn Du Deinen Kontrollverlust erreicht hast?

    Denn das liest sich für mich nach "Ein Bier geht schon. Da bin ich ja noch weit vom Kontrollverlust entfernt."

    er hat mich auch gefragt ob ich nie wieder Alkohol trinken will darauf hin hab ich das bestätigt und gefragt ob er das schlimm findet, die Antwort war nein.

    :/ Sag mal. Hast Du Deinem Kind gegenüber, ein schlechtes Gewissen, weil Du nicht mehr säufst?

    Stolz kannst Du darauf sein. Mächtig stolz.

    ich frag sie heute Abend aber auf jedenfall warum er das wollte.

    Was erhoffst Du Dir davon? Sie wird nicht sagen, "Ich habe das gekauft, damit du wieder säufst"

    Also wird sie wahrscheinlich lügen. Dann sagst Du, der Sohn hat es aber so und so gesagt. Dann regt sie sich auf und Du auch.

    Ich sehe folgende Fragen. So zum Mitnehmen, für Dich:

    • möchtest du, dass ich wieder trinke und wieso? (sagt sie nein, die nächste Frage)
    • Du weißt, dass sie intelligent genug ist, um zu wissen, dass da Alkohol enthalten ist. Aus dem Grund siehst Du keine Unterstützung, sondern nur Sabotage.
    • "Hab dich nicht so" kann auf Deinem Grabstein stehen, wenn du wieder säufst
    • Liebst Du mich noch und willst Du weiterhin eine Beziehung mit mir?
    • Vorher solltest Du Dir überlegen, wie das eigentlich bei Dir aussieht
    • Wie sieht denn die Lösung für sie und Dich aus?
    • Sie kann gerne mal mit überlegen. Und wer weiß, was für Antworten kommen.

    Es war ein Fehler das ich das Tiramisu thematisiert habe,

    Wenn dieses Forum für etwas gut ist, dann genau für das hier. Dir wurde sehr viel geschrieben, was Du jetzt mitnehmen kannst.

    genauso war es ein Fehler es zu essen

    DAS war ein Fehler ;)

    Ich würde Dir jetzt raten. Das alles später nochmal zu lesen und auf Dich wirken zu lassen. Zieh die Fakten, die Dich weiterbringen, für Dich raus.

    Ich hatte ja kein Problem damit das er im gleichen Schrank steht, mir geht nur die frage durch den Kopf wieso er ganz vorne steht und nicht mehr versteckt

    Für mich sieht das aus, als wollte sie, dass Du wieder trinkst. Sie ist sicher nicht doof und das mit dem Tiramisu war mit Absicht. Hat auch gut geklappt.

    Du bist ihr zu unbequem geworden. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Und das wirst Du nicht wegdiskutieren können. Liebe kann auch nicht herbeidiskutiert werden. Wenn Du ihr wichtig wärst, würde sie sich anders verhalten.

    Meine Sicht als Außenstehender.

    Dein Gartenhaus ist auch nur eine Flucht. Ich hoffe Du ziehst es bald durch. Was "es" ist, weißt Du. Bei mir hat es auch etwas gedauert. Aber ich habe es hinter mir. Im Nachhinein kann ich gar nicht mehr glauben, was ich mir habe gefallen lassen.

    Und bitte lass das auf Dich wirken und antworte jetzt nicht darauf.

    Da passt auf alle Fälle was beim Mindset noch nicht.

    Für mich wäre extra Alkohol zu mir nehmen, egal in welcher Form, ein Rückfall.

    Das mag jeder für sich anders sehen. Du scheinst noch eine sehr geringe "Hemmschwelle" zu haben.

    Echt gut finde ich, dass Du es gleich geschrieben hast. :thumbup:

    Ich habe mit meinem Kleinen neulich Tiramisu im Discounter gecheckt. 1,7 % Alkohol stand auf der Packung.

    Interessant wird es dann, wenn die gute Laune vorbei ist.

    Aus welchem Grund? Keine gute Laune ist auch kein Grund zum Saufen.

    Wenn Du das als Grund ansiehst, rufst Du den Suchtdruck geradezu herbei.

    Wenn die Laune schlechter wird, ist das eine gute Motivation herauszufinden, wieso sie im Keller ist. Und dann anfangen, dagegen vorzugehen. Dafür gibt es sehr viele Möglichkeiten.

    Gift in den Körper schütten, gehört nicht dazu. Nie mehr. Aus dem Grund gibt es da für mich auch keinen Kampf, bzw. Suchtdruck.

    Ich bin Alkoholiker. Saufen geht nicht und ich will auch nicht. Deshalb hatte ich nie wirklich Suchtdruck. Nur Versuche vom Suchthirn. Die immer spärlicher wurden. Bis es nur noch ein jämmerliches Piepen war. ;)

    Und so soll es bleiben.

    Und noch was ist neu und würde mich interessieren ob es bei euch auch so ist: ich suche weniger Bestätigung im Außen.

    Jetzt, wo Du es schreibst. Ich habe derzeit eine ehrenamtliche Tätigkeit vollständig eingestellt.

    Auch bei anderen Dingen bin ich zurückgefahren. Ich bin mit mir und meinem Leben soweit zufrieden. Irgendwelche Verbesserungen und Aufgaben stehen ja immer an. Aber im Großen und Ganzen.

    Wenn ich mit Menschen rede, bin ich gleich auf Betriebstemperatur. Aber ich brauche es nicht.