Mein "Problem" ist ja, dass mir der Alk noch bis kurz vor der Abstinenzentscheidung geschmeckt hat und ich keine schlimmen Abstürze oder andere Erfahrungen hatte, die abschreckend wirken könnten. Da kann das Suchthirn wohl gut andocken ...
Und, wie sich das für mich liest, tut es das ja auch gerade.
Ich habe (hoffentlich) auch keine besonderen bleibenden Schäden davongetragen. Aber es hätte nicht mehr lange auf sich warten lassen und es ging mir dann schon recht schlecht. Aber ich sehe das heute so.
Erstens bin ich froh und brauche das auch nicht. Ich habe genug bei anderen gesehen, wo es hinführt. Auch bis zum Tod. Oder ein Leben als Zimmerpflanze - wie mein Vater.
Zweitens brauche ich mir nicht überlegen, wie besch... es mir ging. Oder was das für ein Stress war. Vom Verheimlichen, bis zum fehlenden Selbstwertgefühl.
Ganz am Anfang, war es vielleicht wichtig für mich. Bis ich endgültig nicht mehr mit dem Suchthirn argumentiert habe. Mir überlegen, wie schlecht es mir ging, ist doch eigentlich schon wieder mit dem Suchthirn argumentiert.
Das Leben wird nach vorne gelebt und nach hinten verstanden. Und nach vorne geht es nur ohne Alk. Sonst wird es sch...ße.
Und damit ist das Ganze für mich nicht mehr komplex. Grundbausteine so gut es geht einhalten. Auf Risiken achten. Besonders, wenn ich denke es geht mir so gut, dass es mir nichts ausmacht.
Hm, da bekommt "Dem gehts wohl zu gut" eine ganz andere Dimension. 
dass der Alk tief in mir drin anscheinend immer noch mit Genuss verknüpft ist
Und trotz meiner Rede gerade, murmelt auch bei mir da die Suchtimme auch mal aus dem Nichts was, wenn es gerade besonders schön ist.
Von mir wird sie aber nicht aufmerksam beobachtet. Sondern - wie Nayouk schreibt - in die Ecke gestellt. Oder bei mir eher angesch...en.
Soll nicht rum nerven. Ich trinke sowieso nichts.
Gut ist, dass Du das hier niedergeschrieben hast. Für Dich und auch für mich. Danke.