Beiträge von Alex_aufdemweg

    Mein "Problem" ist ja, dass mir der Alk noch bis kurz vor der Abstinenzentscheidung geschmeckt hat und ich keine schlimmen Abstürze oder andere Erfahrungen hatte, die abschreckend wirken könnten. Da kann das Suchthirn wohl gut andocken ...

    Und, wie sich das für mich liest, tut es das ja auch gerade.

    Ich habe (hoffentlich) auch keine besonderen bleibenden Schäden davongetragen. Aber es hätte nicht mehr lange auf sich warten lassen und es ging mir dann schon recht schlecht. Aber ich sehe das heute so.

    Erstens bin ich froh und brauche das auch nicht. Ich habe genug bei anderen gesehen, wo es hinführt. Auch bis zum Tod. Oder ein Leben als Zimmerpflanze - wie mein Vater.

    Zweitens brauche ich mir nicht überlegen, wie besch... es mir ging. Oder was das für ein Stress war. Vom Verheimlichen, bis zum fehlenden Selbstwertgefühl.

    Ganz am Anfang, war es vielleicht wichtig für mich. Bis ich endgültig nicht mehr mit dem Suchthirn argumentiert habe. Mir überlegen, wie schlecht es mir ging, ist doch eigentlich schon wieder mit dem Suchthirn argumentiert.

    Das Leben wird nach vorne gelebt und nach hinten verstanden. Und nach vorne geht es nur ohne Alk. Sonst wird es sch...ße.

    Und damit ist das Ganze für mich nicht mehr komplex. Grundbausteine so gut es geht einhalten. Auf Risiken achten. Besonders, wenn ich denke es geht mir so gut, dass es mir nichts ausmacht.

    Hm, da bekommt "Dem gehts wohl zu gut" eine ganz andere Dimension. :)

    dass der Alk tief in mir drin anscheinend immer noch mit Genuss verknüpft ist

    Und trotz meiner Rede gerade, murmelt auch bei mir da die Suchtimme auch mal aus dem Nichts was, wenn es gerade besonders schön ist.

    Von mir wird sie aber nicht aufmerksam beobachtet. Sondern - wie Nayouk schreibt - in die Ecke gestellt. Oder bei mir eher angesch...en.

    Soll nicht rum nerven. Ich trinke sowieso nichts.

    Gut ist, dass Du das hier niedergeschrieben hast. Für Dich und auch für mich. Danke.

    Da Du bei Tag acht bist, bist Du körperlich aus dem Gröbsten raus. Empfehlen würde ich Dir dennoch mal einen Check zu machen. Damit Du Dein neues Leben mit der Sicherheit starten kannst, dass auch alles bei Dir in Ordnung ist.

    Vor allem ein großer Blutcheck sagt einiges aus.

    Das trinken im Keller, kenne ich auch noch gut. Oder sich irgendwo mal "abseilen". :rolleyes:

    Ich merke aber selbe wie mir im kopf immer Ideen umher schwirren wie ich wieder trinken kann

    Ja, das ist die Suchtstimme. Die habe ich auch erst wahrgenommen, als ich aufgehört habe. Vorher hat sie mich einfach machen lassen.

    Hier gibt es einige Tips, wie Du sie, mit der Zeit, zur Ruhe bringen kannst.

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Guten Abend Chris,

    es ist gut, dass Du Dir Gedanken über Dein Trinkverhalten gemacht hast. Dein Hausarzt scheint sich ebenso wenig mit dem Thema auszukennen, wie es meiner damals hat. Mit mal eben "die Hände hoch halten" ist es nicht getan.

    Gründlich durchchecken und ein begleiteter Entzug wäre angesagt gewesen.

    Hier tauschen sich Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Siehst Du Dich als Alkoholiker und findest Dich da wieder?

    sind leider ein paar Etagen vom Kartenhaus zusammengefallen.

    Dann wünsche ich Dir, dass aus Deinem "Kartenhaus" mit der Zeit, ein Solides Haus aus Stein wird. ;)

    Ansonsten habe ich auch jede Menge Probleme wie alle anderen Menschen auch.

    Jupp. Und wenn eines gelöst ist, kommt das nächste. Aber es relativiert sich auch.

    Bei mir sind alle Probleme im Rahmen. Meine Existenz ist nicht bedroht. Ich bin gesund. Hatte nur mal Männerschnupfen.

    Und die letzten 50 Jahre, bin ich auch durchs Leben gekommen. Und das sogar sehr lange nass.

    Zum Beispiel versuche ich, auch, diesen Vorfall positiv zu sehen.

    Ja, immer aufpassen angesagt. Und dennoch hatte ich dann auch mal was mit Alkohol im Mund. DAS war was. Es ging mir auch mächtig schlecht. Sicher war es Symptomatisch. Was aber nichts daran geändert hat. Jetzt passe ich noch besser auf. Und wenn es irgendwann doch mal passieren sollte. Ausspucken, oder ins Glas zurück, usw. Zähne putzen und sonst was und dann wahrscheinlich eine Weile nicht gut fühlen. Aber ich werde es überstehen.

    Und das hast Du auch.

    dass Du neben ihr oft einsam bist,

    Da klingelt es bei mir besonders laut. Denn das kenne ich gut. Einsam zu zweit.

    Als ich dann in meine Wohnung gezogen war, war ich auch mehrere Monate unter der Woche alleine.

    Es war einfach nur eine Erleichterung. Endlich kein Alkohol mehr im Haus zu haben. Und so ist das doch auch bei Dir. Diese drei Wochen ist endlich mal nichts direkt greifbar. Und Du musst Dir auch keine Gedanken über ihren Konsum machen und wie dann die Stimmung ist, usw.

    Zu diesem Zeitpunkt war ich alleine daheim. Aber weit entfernt von "einsam".

    Ich habe so viele Gedanken in meinem Kopf, dass ich manchmal selbst kaum hinterherkomme. Viel vornehmen musste ich mir nicht. Der Tag füllte sich ganz von selbst. Das ist übrigens wie bei meinem Umzug. Ich habe sehr wenig mitgenommen. Aber die Schränke füllen sich auch, wie von selbst. Ich bin sehr froh, dass es da jemanden gibt, der mich ständig einbremst. :saint:

    Ich hatte z. B. auch ein Buch und ggfs. eine Netflix-Serie. Aber dazu bin ich praktisch kaum gekommen.

    Sonstige Tips hast Du ja auch schon bekommen.

    Sieh dem ganzen positiv entgegen. Es wird schön werden. :thumbup:

    Schuld sehe ich da erst mal bei keiner Seite.

    Es ist absolut unerheblich wer schuld ist.

    Egal was ist, oder war. Hier stellt sich die "Beziehung", wie sie gerade läuft, als Belastung dar.

    Brandgefährlich für einen frisch Abstinenten. Und auch auf Dauer nicht haltbar.

    Die Situation muss sich ändern. Aus dem Grund hagelt es hier eben Tipps.

    Ich mache mir Gedanken und möchte zur Selbsthilfe beitragen. Anderen geht es genauso und aus diesem Grund kann das schon mal, in kurzer Zeit, in einem Thread recht viel werden.

    Diese Beiträge zeigen aber Wertschätzung und eine gewisse Anteilnahme. Wäre das nicht so, wäre ich hier mit einem einzigen Klick wieder aus dem Faden raus und hätte mir das Lesen und Tippen gespart.

    Ja, und da schwingen eben auch Emotionen mit. Als ausgebildeter Psychologe hätte ich das sicher besser drauf. Aber ich bin "nur" ein ganz normaler Alkoholiker, der zufällig etwas sehr Ähnliches erlebt hat. Aus diesem Grund spricht mich das hier besonders an.

    Gestern war noch kurz der Mann ihrer Freundin da

    Ich nehme an "kurz", weil es keinen Alkohol mehr zu trinken gibt? Seit dem lässt er sich doch nicht mehr blicken. Wenn ich mich recht erinnere.

    ich hab ihm die Misere mit dem Nachtisch erzählt, er hat auch gelacht

    Tja, und diese Reaktion passt auch genau dazu.

    Da hast Du Dir den Falschen ausgesucht, um darüber zu reden.

    Ihm ist Alkohol genauso wichtig, wie Deiner Frau. Da wirst Du keine Unterstützung finden.

    Die Frage musste ja kommen.

    Ja, natürlich. Dafür bin ich ja hier. :)

    Von daher tatsächlich DAS Kriterium für mich.

    Mein Kriterium fängt da an, wenn es nach Alk schmeckt. Alkohol, nicht für mich. Egal, wie viel ich mir da ausrechne. Stehe ich auf den Geschmack, habe ich ein Problem.

    Bei Deinem Kriterium sind dann Weinbrandbohnen, usw. unbedenklich?

    Und wie sieht das mit 0,0 Bier aus? Oder will ich das lieber nicht wissen?