Das Suchthirn ist individuell. So wie Du.
Es versucht natürlich das, was ihm am erfolgversprechend scheint. Und das weiß es. Weil Du es weißt.
Bei mir ist es das Belohnungszentrum. Je besser der Moment, desto gefährlicher war es. Bei Frust komme ich nicht mal auf die Idee. Wenn Du Dir Kummer weggesoffen hast, ist das mit dieser depressiven Stimmung absolut logisch. Im Prinzip bringt es Dich sogar dazu, diese Musik aufzulegen.
Ich habe damals auch Evanescence, Deine Lakaien, Night Wish, Wolfsheim und weiß nicht was gehört. Dazu gesoffen, bis mein Hirn ein schöner, dumpfer Brei war. Ich finde die Musik heute noch gut.
Aber das hat sich mit der Trockenheit auch geändert. Ist mir einfach zu frustig geworden. Was aber auch nicht heißt, dass ich jetzt ständig Spaßmusik höre.
Wenn ich in ein Restaurant komme kann ich dir nach Sekunden sagen, wer was trinkt.
Auch im Supermarkt sehe ich die Alloholiker.
Das war bei mir im ersten Jahr auch besonders. Ich dachte, das wird immer so bleiben. Wäre ja auch egal gewesen.
Doch mein Hirn hat wohl das Interesse daran verloren. Nach ca. 2 Jahren sah ich z. B. im Restaurant da gar nichts mehr.
Beim Einkaufen schon. Das liegt aber daran, dass ich mir sowieso immer die Menschen genau anschaue. Das ist die Hälfte des Spaßes beim Einkaufen. Dann versuche ich nicht zu auffällig zu glotzen, wenn ich einen Alibi-Einkauf sehe.
Vieles entwickelt sich einfach ganz von selbst.