Beiträge von Alex_aufdemweg

    Diese Abkapsel-Programm mit dieser Wut. Und auch deren Kontrolle. Fast alles, was Du geschrieben hast, hat bei mir zugetroffen. Immer wieder faszinierend. Kontrollfreak, was meine Emotionen angeht, bin ich noch heute. Aus dem Grund kann ich mir schlecht verzeihen, wenn mal was mit mir durchgeht. Kann mich auch nicht erinnern, wann ich mal laut geworden bin, in den letzten Jahren.

    Die große Heulerei habe ich mit ca. 30 Jahren beim Tiefenpsychologen hinter mich gebracht.

    Das hat es eigentlich gebracht. Kontrolle heißt nicht, dass da nicht Emotionen sind. Ich kann bei jedem Kinderfilm flennen. Aber es geht ja um für mich noch immer negativ behaftete Emotionen, wie eben Wut.

    Beim Krav Maga z. B. kann ich mich total verlieren. Hinterher sind dann ggfs. die Knöchel offen. Aber da tut es ja (außer mir ein bisschen) keinem weh. ^^

    Und so konnte ich mein inneres Kind (Kinder) sehen. Und habe gelernt wie ich Kontakt aufnehme. Manchmal kann ich Ihm nur übermitteln das ich es sehe. Und manchmal kann ich es auch ein wenig trösten.

    Das ist echt abgefahren. Dazu hatte ich gestern, oder vorgestern gerade etwas bei mir geschrieben. Und jetzt kommst Du genau mit dem Gleichen.

    Ich habe ihm versprochen, es zu hören und für es da zu sein. Damit es nicht mehr alleine ist.

    Als ich frisch aufgehört habe zu trinken, war ich von den vielen Geschichten geplättet, die doch auf ihre Art meiner ähnelten.

    Scheinbar ist jetzt meine EKA Seite an der Reihe.

    Ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag.

    Es triggert mich nichts.

    Ich bin fast schon verwundert.

    Nur kurz. Bin gerade hier drüber gestolpert. Also, mich wundert das auch.

    Ich hatte gerade meinen dritten Trockenheits-Geburtstag und mich triggert ab und zu immer noch etwas. Und ich denke, das bleibt auch so.

    Wahrscheinlich hast Du, nach der kurzen Zeit, noch nicht so den Zugang zu Dir selbst gefunden. Das ist sicher normal. Die ersten drei Monate sitzt auch oft noch die rosa Brille auf der Nase.

    Ich hab ja 25 Jahre mit 5-8 gescheiterten Versuchen hinter mir

    Aus dem Grund rate ich Dir, besonders jetzt zu Beginn, nicht öfters an irgendwelchen "Bierkisten" vorbeizulaufen, um das auszutesten.

    Es ist gut, dass Du Dich stark fühlst. Aber gerade dann, ist große Vorsicht angesagt.

    VG

    Alex

    Ich mache jetzt auch mal langsam


    Die 3G Regel, (war in der Corona Zeit) die ich am Anfang meiner Abstinenz mitbekommen habe, lautet.

    Geduld, Geduld, Geduld.

    Und zwar mit mir selbst. Mit der Nüchternheit ging es ab wie bei einer Schlittenfahrt im Schuss den Berg hinunter. Ist schon toll, aber ab und zu ein bisschen bremsen ist schon sicherer.
    Denn es ist ja auch nicht gut, sich selbst zu sehr unter Stress zu setzen.

    Die Fahrt ging sowieso weiter. Das ließ sich gar nicht mehr aufhalten und das wollte ich auch nicht.

    Heute zum Beispiel auf der Arbeit, fragte mich ein Arbeitskollege, welchen Wein ich gerne trinke..... Dass hat mir als Auslöser schon gereicht.

    Dann ist es, meines Erachtens, wichtig, dass Dein Umfeld weiß, dass Du keinen Alkohol mehr trinkst.

    Wenn Du Dich nicht outen willst, kannst Du sagen. Ich habe ihn nicht mehr vertragen, usw. Noch ehrlicher wäre, ich konnte damit nicht umgehen. Oder, ich habe gemerkt, dass es mir schadet, usw.

    Sonst wirst Du immer wieder mal etwas angeboten bekommen.

    Habe auch schon damals jemanden kennengelernt, der sagte einfach "schmeckt mir nicht". Da konnte ich ja nicht sagen "Doch, schmeckt dir".


    Bei den AAs musst Du gar nichts reden, wenn Du nicht möchtest. Mir war es anfangs wichtig, reale Alkoholiker zu treffen.

    Tatsächlich fehlt mir dort aber ein wenig das direkte Feedback. Also das wovor ich anfangs Angst gehabt habe. Denn das gibt es dort nicht.

    Nach ca. einem Jahr habe ich es dort nicht mehr gebraucht und bin lieber nur noch hier. Weil es hier mehr Austausch ist.

    Ich bin vor Angst fast gestorben, vor dem ersten Mal dort. Aber Du musst Dich dort gar nicht erklären.

    Guten Abend,

    indem Du auf die PN antwortest, die Du bekommen hast. Ggfs. kannst Du ihn auch einfach hier reinschreiben. Wir ändern ihn dann, falls er nicht schon vergeben ist.

    Du bist EKA und als Angehörige eines Alkoholikers hierhergekommen?

    Jetzt trink ich selbst alle paar Tage weil sonst Dreh ich völlig durch

    Das hier klingt aber nach Alkoholmissbrauch. Trinken um eine Wirkung zu erzielen und nicht (mehr) des Genusses wegen.

    Aus diesem Grund ist es gerade schwer zu erkennen, wo der Schwerpunkt bei Dir liegt.

    (ganz schöner Zufall) sagte z.B. ein Teilnehmer,

    Ich sage immer, es gibt keine Zufälle. Wenn sich mir eine Frage stellt, oder ich eine Entscheidung treffe, öffne ich den Blick in diese Richtung. Und dann kommen die Antworten oder Hilfen von ganz von selbst.

    Beispiel. Probleme in der Hüfte. Zufällig eine Fitnesstrainerin vorm Discounter getroffen. Sie sagt, ich muss dehnen. Zufällig von der Krankenkasse eine Fitnessapp kostenlos angeboten bekommen. Zufällig auf einen guten Kurs zum Dehnen gestoßen. Hüfte wird besser.

    Wichtig ist, dass Du offen bleibst. :thumbup:

    Hab ihm dann erklärt was Alkohol leider mit manchen Menschen macht.

    Hierzu noch von mir. Selbst (trockener) Alkoholiker.

    Dieses Verhalten habe ich nie an den Tag gelegt. Denn das ist Charaktersache. Alkohol verstärkt das, was bereits da ist und ist niemals eine Entschuldigung. Aus dem Grund hast Du recht. Was er mit manchen Menschen macht.

    Meine Mutter ist geblieben. Meine Kindheit war eine schwere Zeit. Es macht mich persönlich froh, von Deinem Entschluss zu lesen.

    Ich wünsche Dir und Deinem Sohn, dass Du es gut durchziehst. :thumbup: