Beiträge von Alex_aufdemweg

    Weil ich lebenslang Alkoholikerin sein werde und daran 3 Monate Nüchternheit nichts ändern.

    Da liegt für mich der Unterschied zwischen trocken, oder nass.

    Bald bin ich drei Jahre trocken. Alkoholiker bleibe ich.

    Ich darf ne (schädliche) Flüssigkeit nicht mehr trinken. So what? ^^ Tatsächlich hast Du recht. Es gibt unglaublich viel mehr.

    Ich würde Alkohol nicht mal mehr trinken, wenn ich kein Alkoholiker wäre. Würde die Krise kriegen, wenn ich die Wirkung in meinem Hirn spüren müsste.

    Für mich ist Vorsicht angesagt, klar. Und die Grundbausteine im Blick haben. Aber ansonsten, kann ich das Leben in allen Farben genießen. Oder mich auch über alles Mögliche aufregen. (Macht aber weniger Spaß).

    Jetzt kommen die dritten nüchternen Weihnachten auf mich zu. Da kommen keine Gedanken an Alkohol mehr auf. Na ja. In den Läden wird jetzt mal so richtig Alkohol angeboten. Auch in der Schokolade und mit Weihnachtsmann darauf. Das war im ersten Jahr schon stressiger.

    Jetzt ist es halt so und es interessiert einfach immer weniger. Darum bin ich hier, um nicht zu vergessen, vorsichtig zu bleiben.

    So, und zum Schluss noch. Ich finde, Du verhältst Dich ganz normal. Am Anfang war das bei mir so ziemlich genauso. Und genauso habe ich es auch von allen Seiten hier zu lesen bekommen. ^^

    Wenn ich Dir etwas rate, liegt es nicht daran, dass ich irgendetwas über Dich denke. Sondern ich versuche Dir zu helfen, damit Du schneller und gut den Weg aus diesem anfänglichen Struggle findest. So wie ich ihn gefunden habe.

    Ich reagiere nicht auf Dich, sondern auf das, was Du schreibst. Also tu Dir selbst einen Gefallen und nimm es nicht persönlich gegen Dich. Das zieht Dich nur runter und bringt Dich nicht weiter.

    So. Jetzt aber ins Bett.

    Nach einem Jahr ist die Nüchternheit schon viel gefestigter. Dann ist es nicht mehr so schwer, den Taktikwechsel durchzuziehen.

    Cadda Ich vermute, Dein Freund hat sich das mit (nur) dem Jahr am Ende selbst geglaubt.

    Ich hatte übrigens tatsächlich mit sechs Wochen angefangen. Hatte ich auch so vor. Nach zwei Wochen war es dann ein Jahr und dann ist der Groschen bei mir erst gefallen. Da war das kein Taktikwechsel, sondern tatsächlich so.

    Nach drei Wochen habe ich so ziemlich jedem auf die Nase gebunden, dass ich Alkoholiker bin und mich auch hier angemeldet.

    Vollständiger Kontaktabbruch zu den alten Saufkumpanen.

    Da sehe ich übrigens noch Schwierigkeiten bei Dir, Topi. Für mich wäre das jetzt nämlich auch nichts, bei den saufenden Nachbarn dabeisitzen und mir das anzuschauen.

    Alles Gute zu drei nüchternen Monaten. 💐

    Ich habe mich mächtig über jeden Tag gefreut. Und auch heute bin ich immer wieder froh. Auch wenn es Normalität geworden ist. Aber es ist eine gute Normalität. Es hat sich so viel verändert. Weil ich mich verändert habe.

    Danke Stern. Du schreibst mir aus der Seele. Bei dem Wort "versuchen" kam schon das Stirnrunzeln.

    Du bist gut gestartet, Petra. Und jetzt ziehst Du es durch.

    Sehe es mal so. Ab jetzt wird es nur noch leichter werden.

    Mir war damals auch klar. Jetzt hat es sich aus gesoffen. Da gab es für mich nicht viel zum Kämpfen. Die Option Alkohol ist für mich gestorben. Also, öffnete ich den Blick für alles andere. Und da gibt es viel. Schau nach vorne. Vor Dir liegt ein guter Weg.

    Und wenn er am Anfang etwas steinig ist. Gegen den Trampelpfad vorher ist er jetzt schon viel besser.

    Dann muss ich noch mal Snacks auf die einkaufsliste schreiben

    Müssen, musst Du gar nichts. 8)

    Ich hatte z. B. immer Gummi-Zeugs in der Nähe.

    ich idiot

    Und zu den großen Geboten der Nüchternheit gehört, dass ich mich nicht selbst beschimpfe ;) (sollte es jedenfalls)

    Ich habe Gedanken ans Trinken, sofort unterbrochen. "Ich trinke nicht mehr, also höre ich jetzt auf, daran zu denken."

    Und dann natürlich an etwas anderes Denken. Nur "nicht denken" funktioniert nämlich nicht.

    Es wird auf alle Fälle einfacher werden. Alkohol wird unwichtig werden. Ich komme unter anderem hier her ins Forum, um nicht zu vergessen.

    mit was belohnt ihr euch?

    Etwas trinken ist jetzt nicht so die Belohnung für mich. Ich trinke etwas, wenn ich Durst habe.

    Anfangs habe ich aber auch literweise Tee und Wasser getrunken. Hauptsache, der Magen war voll. Bis mein Hirn gemerkt hat, das bringt nichts. Dann hat der "Durst" immer mehr nachgelassen.

    Also, wenn es eine Belohnung braucht, würde ich etwas fernab von einem Getränk suchen.

    Ich habe dann Süßes und Salziges gegessen. Abgenommen habe ich dennoch. Bier hatte ne Menge Kalorien.

    Dann bist Du hier richtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass Du Probleme bekommst. Du startest ja praktisch jedes Mal einen kalten Entzug. Das ist gefährlich.

    Übrigens

    weil er mir irgendwie die fehlende Energie gibt

    Er unterdrückt Dein natürliches Müdigkeitsgefühl. Ich habe dann nicht mehr gespürt, wie es mir eigentlich geht.

    Deine Bewerbung ist angekommen. Wir haben da jedoch erst noch ein paar Fragen.

    Wann hast Du denn zum letzten Mal Alkohol getrunken?

    Guten Morgen Blaues Pferd,

    ich habe Dich in den Angehörigenbereich verschoben. Du bist jetzt freigeschaltet und kannst überall schreiben. Bitte in den ersten vier Wochen nicht bei den anderen Neuankömmlingen im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche Dir weiterhin einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Alex

    ein Gefühl als hätte ich 10 Espresso getrunken

    Das mag auch einfach daran liegen, dass Dein Körper auf einmal einen Energieüberschuss hat.

    Ich habe ja die ersten Stunden erstmal den Alkohol abbauen müssen, bevor sich der "richtige" Schlaf einstellen konnte.

    Jetzt geht die Erholung bereits mit dem Einschlafen los. Ich bin die erste Zeit extrem früh wach gewesen. War aber genauso, bzw. fitter als zuvor.

    mich am Einkaufswagen festgekrallt und bin schnell vorbei.

    Ja, ich kann mich auch erinnern, dass ich mich im ersten Jahr am Einkaufswagen festgekrallt habe, wenn ich zu dicht am Alk vorbei bin. Teilweise steht der ja, im Angebot, direkt nach der Eingangstür. Also muss man da vorbei.

    Aber ich hatte nicht das Gefühl, zugreifen zu müssen. Es war einfach zu dicht, und mir unangenehm.

    Das wird nachlassen. Ich weiß nicht mehr, was das Bier jetzt kostet. Ich weiß ja auch nicht, was die Windeln kosten. Ich brauche beides nicht mehr. Da verliert es sich aus dem Blick.

    Ich sehe das, worauf ich im Kopf eingestellt bin. Habe vor knapp zwei Jahren ein anderes Auto gekauft. Jetzt sehe ich die Marke überall herumfahren und stehen.

    So habe ich im Laden alle Einkaufswagen gescannt und im Lokal gewusst, wer was und wie viel getrunken wurde.

    Ich denke, das gehört zum Prozess dazu. Irgendwann lässt das dann nach. Na ja. Alibi-Einkäufe sehe ich dann immer noch. So, zwei Packungen Nudeln, aus dem Angebot und die Schnapsflasche dazwischen. Oder auch mal (direkt vor meiner realen SHG gesehen) den Einkauf mit Karte bezahlt und dann noch den Alk hinterher in Bar. Versuche dann nicht zu auffällig zu glotzen. Am liebsten hätte ich gesagt "Komm doch gleich mit, wir haben gleich Meeting." ;)

    Was mich sehr erstaunt hat, dass viele Leute gar keinen Alk kaufen. Nix im Wagen. Ich hatte immer mindestens drei Sixer Bier drinnen und fand das ganz normal.

    Bin gespannt was noch alles kommt…

    Ich auch :)

    Oh je- das tut mir leid. Sowohl für dich als auch für ihn!

    Danke. Aber das muss es nicht. Ich habe mich einmal mit ihm getroffen. Wir sind um einen See spaziert. Ich habe gemerkt, dass er eigentlich lieber woanders wäre. Am Biertisch.

    Es war vorher auch immer so, dass ich gesprochen habe. Oft das Gleiche. Er war damit zufrieden, sich "berieseln" zu lassen. Eine win win Saufsituation.

    Nüchtern habe ich aber ein Problem, wenn da gar nichts zurückkommt. Und ihn stressen dann meine Fragen.

    Das Bindeglied Alkohol ist halt weggefallen. Ich vermisse ihn nicht.

    werde auf jeden Fall auch alkoholfreies Getränk mitnehmen

    "Auch" alkoholfreie Getränke bringt ja jetzt nichts. Das ist als würde ich zum Bier auch noch ein Wasser trinken.

    "gescheites" zum Trinken mitbringe ("gescheit" aus Sicht der anderen)

    Bist Du Dir da sicher? Ich lese schon heraus, dass für Dich etwas "gescheites" auch Sekt wäre.

    Du aber weißt, dass das ja für Dich schlecht wäre. Aus dem Grund fragst Du um Rat.

    Es wäre gut erst die Erkenntnis zu gewinnen, dass alkoholfreie Getränke durchaus auch "gescheit" sein können. Denn das strahlst Du nämlich auch aus. Wenn Du ein schlechtes Gefühl hast, weil es "nur" alkoholfrei ist, spüren das auch die anderen.

    Oh oh. Da hast Du leider nicht richtig gelesen.

    Ich habe mindestens 25 Jahre getrunken

    Trocken werden es jetzt erst drei. Oder schon? Das ging so schnell. Da habe ich noch viel aufzuholen. Und das mache ich auch gerne.

    Damit wollte ich nur hervorheben, dass ich nach sehr langer "nasser" Zeit, dennoch ohne Rückfall aufgehört habe. Denn ich will nicht mehr trinken. Und auch nicht, wenn ich es "normal" könnte.

    Es hat mir sehr geschadet. Mich in einem schlechten Umfeld verharren lassen. Und Alkohol ist giftig und von der Natur sicherlich nicht zum Trinken vorgesehen.

    Das wusste ich schon vorher. Aber ich habe es ignoriert. Jetzt bin ich da raus und will nie mehr dahin zurück.

    Ich brauche da keinen großen Willen dazu. Bzw. ich muss nicht kämpfen. Ich will einfach von selbst nicht. Ich muss mich nicht zum "wollen" zwingen, wenn Du verstehst, was ich meine.