Beiträge von Alex_aufdemweg

    Was meinst du denn mit 3 und nen halben Döner?

    Guten Morgen Bobby. Wenn Du das isst, entspricht das den Kalorien von 12 Bier. Wenn Du sie nicht getrunken hast, ist das als hättest Du an dem Tag 3 1/2 Döner weniger gegessen. Weil Du 2.500 kcal eingespart hast.

    Bei den meisten entspricht das übrigens schon dem Tagesbedarf an Kalorien.

    Habe aber sehr schnell Süßigkeiten für mich entdeckt. Aber das ist dann ein anderes Thema.

    Lustig finde ich vor allem, dass das ja fast meine Geschichte ist. ;)

    Youtube habe ich tatsächlich schon länger nicht mehr geschaut. Früher praktisch jeden Abend. Ging besser als Lesen. Da musste ich manchmal ein Auge zuhalten, weil ich doppelt gesehen habe.

    Jetzt würde ich am liebsten drei Sachen auf einmal machen, abends. Wer hätte gedacht, dass ich nach neun Uhr noch ein Sudoku machen kann. ^^ Und nicht das vom Kindergarten.

    Übrigens sagt mir mein trockenes Hirn auch gerade, dass ich ins Bett gehöre.

    Schön, dass Du Dich nach der langen Zeit gemeldet hast. Ich finde, dass immer etwas Besonderes.

    Mein Bier hatte 210 kcal die Flasche. Mal 12 sind über 2.500 kcal.

    Das entspricht ca. 3 und ein halber Döner. Die Du alleine an einem Tag weggelassen hast.

    Ich habe am Anfang knapp 20 kg abgenommen. Das war dann schon zu viel. War ja gewöhnt, fast nichts zu essen. Weil ich wusste, dass ich sonst zu dick werde.

    Als ich dann "normaler" gegessen habe, hat es sich wieder reguliert. 10 kg weniger sind es aber geblieben.

    Übrigens ist man, besonders nach größeren Mengen Alkohol eher dehydriert. Weil wirklich alles wieder herauskommt. Der "Brand" morgens ist auch dem Wassermangel geschuldet.

    und ich hatte auch Vorbehalte

    Ja und? Aus welchem Grund bist du dann hin?
    Was ist dir dein Leben wert?

    Ich bin dann alleine zu Hause

    Das klingt für mich wie eine Ausrede deines Suchthirns. Das bereitet jetzt schon den Suchtddruck vor und reibt sich die Hände. Du erwartest ihn ja schon.

    Andere Menschen können dir deine Sucht nicht abnehmen. Immerhin meine ich sehen zu können, dass deine Einstellung sich schon etwas gewandelt hat. Auch wenn Handlungen wie das Volksfest gerade dagegen sprechen.

    Ich bin jetzt 32 Monate trocken und würde mir noch sehr gut überlegen, ob ich da hin wollte. Erst kommt mein Leben und meine Trockenheit und dann der „vermeintliche“ Spaß. Der, wie du selbst festgestellt hast, gar keiner war.

    Ich kann dir nur das raten, was mir geraten wurde. Und auch mir ist es schwer gefallen umzusetzen. Wenn du Vorbehalte hast, dann setz dich durch. Du darfst dir das wert sein.

    Du wirst sehen, wer Interesse an Dir als Mensch hat.

    Wenn ich mich jetzt mit jemandem treffe, wissen wir anschließend mehr voneinander, als bei 10 Treffen vorher mit den anderen.

    Ich nehme dann was mit im Kopf. Und nicht nur Promille.

    magische Grenze….

    So magisch ist das nicht. Wahrscheinlich war Deine Kampfkraft erschöpft.

    Aus dem Grund ist die Einstellung so wichtig.

    Ich hatte praktisch keinen Kampf, wegen Saufen wollen.

    Eher um Verständnis und Rücksichtnahme. Z. B. wegen alkfreiem Zuhause. Meine damalige Partnerin hat mich nicht unterstützt. Wollte vor meiner Nase trinken usw.

    Das läuft bei Dir schon viel besser. :thumbup:

    Nur war ich danach kurze Zeit sehr geknickt, fragt mich nicht warum….

    Wenn ich nichts mehr zum Trinken daheim hatte, hatte ich auch kein gutes Gefühl.

    Deinem Suchthirn schwimmen die Felle davon. Du hast eine Tür zugeschlagen. Dazu gehört Mumm :thumbup:

    Es fällt etwas weg, in Deinem Leben. Und auch wenn es etwas Schlechtes ist, ist es doch das, was Du gekannt hast.

    Aber es gibt keinen Zweifel. Es ist der richtige Weg. Manche Veränderungen, waren für mich auch erst mal nicht so angenehm. Und das waren wirklich, sehr viele. Hätte ich nie gedacht.

    Doch hier und jetzt kann ich Dir sagen, es war mega gut und wichtig. Ich bin zufrieden mit meinem Leben. So wie es jetzt ist. Hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sein werde.

    Mir sind am Anfang die Alkoholregale auch mehr aufgefallen. Es war auch extrem unangenehm an einem vorbei zu laufen. Aus dem Grund habe ich es auch nicht gemacht.

    Nach einem Jahr habe ich sie dann dafür fast gar nicht mehr gesehen. Das ist Gewohnheit. Da es da ein Jahr lang nichts für mich gab, habe ich das Interesse verloren. Und nach dem zweiten Jahr weiß ich nicht mal ob ich an einem vorbeigelaufen bin oder nicht.

    Anfangs ist, aus dem Weg gehen, immer gut. Konfrontation ist da nicht förderlich.

    Soll ich einfach sagen was Sache ist oder diese Leute einfach ignorieren?

    Es ist ja eine dauerhafte Sache. Weg ignorieren wird nicht für immer funktionieren. Es wird dir auch negativ ausgelegt. Wahrscheinlich würdest Du es auch nicht so prickelnd finden, wenn Du einfach ignoriert wirst.

    Von daher, finde ich, sollte eine Begründung her. Sonst geht die Fragerei weiter, bis sie dann endgültig beleidigt sind.

    Hierzu wurde schon sehr viel geschrieben. Gibt die Offensiven, wie mich. Es waren "meine Leute". Also habe ich ihnen direkt gesagt was Sache ist. Sie waren dann damit beschäftigt sich selbst zu hinterfragen. Mit dem Ergebnis, dass sie noch heute weiter saufen und sich nicht mehr gemeldet haben.

    Dann gibt es "für den Anfang" noch das breitgefächerte Angebot an Ausreden. Nehme Antibiotika, usw. Das kommt dann aber irgendwann raus. Ich persönlich finde, die Zeit des Lügens ist ja jetzt vorbei.

    Also, "aus persönlichen Gründen", oder "ich vertrage es nicht mehr". Oder "Ich habe gemerkt, dass es mir nicht mehr guttut" usw. ist auch eine Möglichkeit.

    Habe mal zu einem alten Freund gesagt "es wurde immer mehr und da habe ich die Reißleine gezogen". Er meinte "Mehr? Ja mehr als zwei Radler am Abend?"

    Ich sagte: "Ja, mehr. Viel mehr."

    Damit war das Thema dann aber auch durch.

    Ich denke, Du wirst noch ein paar andere Tipps bekommen. Weg ignorieren kannst Du vielleicht die ersten Tage machen. Aber nicht auf Dauer.

    Ich habe meine Saufkontakte lieber durch klare Aussagen verloren. Dann hat sich auch keiner etwas übelgenommen. Denn natürlich habe ich sie nicht mehr. Und ich vermisse sie keinen Tag. Denn ich brauche sie nicht mehr.

    Ach ja. Meine klare Aussage war tatsächlich "Ich bin Alkoholiker und werde jetzt trocken leben. Und ich kann und will euch nicht beim Trinken zuschauen."

    Nur die Therapie allein reicht nicht aus. Es muss im Zuge der Zeit die innere Einstellung zum Alkohol und zum Trinken verändert werden.

    Da gehe ich voll und ganz mit. Eine Therapie ist in meinen Augen eine gute Bereicherung. Ich selbst hatte bereits zwei. Die nicht direkt mit dem Alkohol in Verbindung standen. Ich war ja kein Alkoholiker ;) Bei der zweiten, hatte ich das Thema aber mit aufgenommen.

    Hat aber nichts gebracht. Siehe "innere Einstellung" und es mir selbst eingestehen, dass ich Alkoholiker bin.

    In meinen Augen könne fast jeder mal eine gescheite Therapie gebrauchen. Und wenn es nur ist, um nicht die ganze Zeit so unreflektiert durch die Weltgeschichte zu rennen.

    Aber die Einstellung zum Alkohol ist das a und o.

    Mir ist schon oft aufgefallen, dass so mancher Alkoholiker hier hereinkommt und panisch nach Therapie schreit.

    Dann, die Wartezeiten, keiner greifbar, zu weit weg, etc.

    Tatsächlich wäre dann Dein Beitrag sehr hilfreich.

    Bei Cadda #365 (wie die Tage im Jahr)

    Gerade nachgeschaut. Immerhin steht es schon mal im offenen Bereich.

    Er sollte hier irgendwo bei der allgemeinen Wissenssammlung für Co's angeheftet werden.

    Und auch für Alkoholiker. Wie eben von mir beschrieben. Erst mal selbst an seiner Trockenheit arbeiten und dann in Ruhe ggfs. nach einer Therapie schauen. So wird ein Schuh draus. Ich hätte diesen Beitrag schon öfters schicken können. Wäre er denn schon da gewesen.

    Danke dafür.

    Willkommen zurück.

    Viele Erkenntnisse hast Du gewonnen. Jetzt "nur" noch umsetzen.

    In Deinem sehr langen Comeback-Text habe ich wieder sehr viel über Deinen Mann gelesen. Auch die vielen Erklärungen, die Du für ihn und sein Verhalten suchst.

    Ob Du richtig liegst, wieso er sich so verhalten hat und noch verhält, ist aber eigentlich nicht sehr wichtig.

    Du hast die Erkenntnis, Du willst die Scheidung. Das kann ich absolut nachvollziehen. Damit sind doch die anderen Fragen schon obsolet.

    Ich weiß. Nicht so einfach. Sag ja, umsetzen ist schwer.

    Weiter geht es nur, wenn ich den Blick nach vorne richte. Beim Gehen ständig nach hinten schauen, ist keine gute Idee.

    Also. Ich habe es jetzt vielleicht überlesen. Warst Du beim Anwalt. Wie geht es mit der Scheidung voran? Und was treibst Du denn jetzt so? Hobbys, Freunde, usw. Urlaub? Was hast Du denn jetzt in der nächsten Zeit vor? Wie geht es weiter, für DICH. :)