Beiträge von Alex_aufdemweg

    Ich glaube den meisten Menschen wird es egal sein

    Ja klar. Nur weil ich es als wichtig, oder schlimm empfinde, müssen das andere in Bezug auf mich nicht so sehen.

    Wenn ich jetzt auf der Kaiserstraße (die Einkaufsstraße von Karlsruhe) stolpere und hinfalle. Dann springe ich auf und schaue, ob es irgendwer gesehen hat. Und was der dann denkt. Die denken doch alle "Man ist der bekloppt." Du lieber Himmel, wie peinlich.

    Weil es MIR so peinlich ist. Den anderen entlockt das vielleicht ein müdes Lächeln.

    Was hilft, ist es von der anderen Seite zu sehen. Wenn ich da lang laufe und irgendwo stolpert einer und steht gleich darauf sofort wieder auf.

    Dann denke ich "hat sich nix gemacht, ok". Und das denke ich nur, weil ich auch Sanitäter bin. Sonst würde ich wohl gar nichts denken.

    Man ist bei weitem nicht so interessant, für den Rest der Welt, wie man denkt. ^^ ("man" bin auch ich)

    zumindest könnte ich mir vorstellen, dass es sich für ihn so anfühlt

    Aber ich glaube schon, dass es mit einem Kind was macht gegen den Vater klagen zu müssen


    Nun ja. Ich war 14 und da kam der Brief vom Anwalt meines Vaters, dass er auf einmal bezweifelt, dass ich sein Sohn bin und nichts mehr zahlt.

    Natürlich hat der Anwalt meiner Mutter geantwortet. Aber einen deutlichen Brief habe ich ihm auch geschrieben.

    Also weiß ich zumindest, wie sich das für mich angefühlt hat. Ich bin heute noch darauf stolz, dass ich ihm damals gezeigt habe, was ich von ihm halte.

    Aus dem Grund finde ich die Reaktion von Lollis Sohn gut.

    Kann mich nur schwer reindenken

    Da ist "denken" sowieso nicht so angesagt. :mrgreen:

    diskutiere ich gar nicht mehr mit mir, so wie früher jeden Nachmittag in der nassen Zeit. Ich saufe nichts mehr und Ende der Diskussion.

    Wenn es nicht schon da stände. Ich hätte es geschrieben.

    Auch hier gibt's nicht viel zu denken. "Ich saufe nicht" Ende.

    Ich wüsste jetzt auch nicht, was ich denn jetzt noch denken oder diskutieren soll.

    es lässt Dich annähernd wieder so fühlen, wie Du von der Natur gedacht bist.

    Ich bin nicht selbst betroffen. Habe mich aber aufgrund von damals nahe stehenden Menschen, viel darüber informiert

    Aus dem Grund meine Frage, ob ich das richtig verstanden habe.

    Die Gedanken laufen in Angstschleifen, bzw. sehr negativen Bahnen. Alles wird damit bemessen. Die wiederkehrenden Gedanken benutzen Wege, die sich im Gehirn irgendwann gefestigt haben. Auch wenn sie kurz verlassen werden, kehren die Gedanken oft und schnell wieder auf ihre alten, ausgetretenen "Pfade" zurück.

    Durch das Medikament werden neue Wege im Gehirn benutzt. Positivere Wege, angstfreie Wege. Diese werden über längere Zeit benutzt und die Pfade werden ausgetreten und verbreitern sich, während (hoffentlich) die alten Pfade überwuchern.

    Wenn es dann so weit ist, wird das Medikament aus geschlichen. Dann sollten die Gedanken von selbst, weiterhin die neuen, guten und bereits ausgetretenen Pfade benutzen und nicht wieder die alten.

    Das Medikament ist also eine Unterstützung für die neuronalen Bahnen. Erst mal ganz davon losgelöst, was psychologisch hinter dem ganzen steht.

    Habe ich das richtig verstanden?

    Sicher wäre ich auch extrem vorsichtig, wegen der Nebenwirkungen. Aber wenn es eine Lösung auf Dauer darstellt... Auch, wenn es irgendwann wieder abgesetzt wird.

    Natürlich ist es auch eine Frage des Leidensdruckes. Aber auch der klaren Frage, klappt es ohne, oder eben nicht?

    In blöden Situation habe ich mir schon oft im Kopf den Text für das Forum formuliert.

    Da ich keinen Thread im blauen habe, schreibe ich gleich mal hier drunter. Heute habe ich das wieder gemacht. Denn auch nach 2 1/2 Jahren gibt es Situationen, bei denen sich das Suchthirn meldet. Aus dem Grund kann ich es erneut nur empfehlen, das so zu machen. Auch heute hat das super geholfen.

    Hallo nochmal ZH1,

    ich habe Dich freigeschaltet und in den richtigen Bereich verschoben.

    Du darfst jetzt überall schreiben. Nur bitte nicht, in den ersten vier Wochen, im Vorstellungsbereich.

    Vielleicht liest Du Dich schon ein bisschen ein. Es ist schon recht spät heute. :)

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Alex

    Trotzdem dreht sich bei ihm noch viel um Alkohol. Er sagt immer, dass es seine einzige Freude im Leben war, alles ist scheise seit er nicht nehr trinkt und er hätte ja nur für uns darauf verzichtet. Er hat seinen gesamten Freundeskreis nach der Entgiftung aufgegeben.

    Er ist mit Willensstärke nüchtern. Schon beachtlich lange. Aber irgendwann bricht das in sich zusammen.

    Mit der Einstellung muss das ja ein einziger, langer Kampf sein.

    Ich liebe ihn ja!

    Ja, hier sind sehr viele, die ihren Partner lieben, oder geliebt haben. Oder den Familienangehörigen. Das hilft leider nichts, wenn er trinken muss. Es hat auch nichts mit Dir zu tun.

    Ich kann ihn doch nicht einfach im Stich lassen!?

    Du kannst ihn nicht retten. Es ist so. Tut mir leid.

    Spar Dir die Energie für Dich und vielleicht auch für Deine Mutter.

    Hallo Marie,

    Du bist freigeschaltet und in den offenen Bereich für die EKAs verschoben.

    Ich selbst bin EKA und Alkoholiker. Aus dem Grund kenne ich beide Seiten. Diese Frage, ob ich meinen Wahrnehmungen selbst trauen kann, oder ob alles gar nicht so schlimm ist, kenne ich leider auch sehr gut.

    Bitte stelle Dich noch etwas vor, damit wir Dich besser kennenlernen können.

    VG Alex

    Hallo Marie83,

    schön, dass Du hierher gefunden hast.

    Unsicherheit und meine Schuldgefühle haben mich mein ganzes Leben begleitet. Du hast schon erkannt, dass Du bei Dir ansetzten kannst.

    Wenn Du Dich mit den anderen Angehörigen austauschen möchtest, klicke bitte auf den folgenden Link und bitte um Freigabe.

    Dann können wir Dich in den offenen Bereich des Forums verschieben, in dem der Austausch stattfindet.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele Grüße

    Alex

    Ich habe von Anfang an diese Gedanken gestoppt. Dass sie zu nichts führen.

    Vielleicht hat mein Sucht Gedächtnis aus diesem Grund sehr früh weiträumig aufgegeben. Ich muss mich praktisch so gut wie nie mit solchen Gedanken mehr rumschlagen.
    Versuche es mal mit Bolles Tipp. Genau so habe ich es auch gemacht und mache es noch.

    Ärger dich nicht über deine Gedanken. Lass sie ziehen und hake es ab. Dann wird es mit der Zeit von selbst weniger.

    Das ist sehr ehrlich.

    Wenn du es nicht für dich, sondern für die anderen tust, ist es ein immer währender Kampf.

    Du kannst stolz sein, dass du ein Jahr hinter dich gebracht hast. Das muss enorme Willenskraft gekostet haben.

    Mein Selbstwertgefühl hat sich mit der Nüchternheit gesteigert. Mit jedem Tag. Ich tue das jetzt in erster Linie für mich. Der Kampf ist seit dem vorbei und jetzt ist es ganz einfach.
    Ich muss nur aufpassen und mich daran erinnern, was ich bin. Alkoholiker.

    Wenn du auf Dauer glücklich sein möchtest, dann geht das nur ohne Alkohol. Du möchtest doch glücklich sein, oder? Du kannst stolz und glücklich für dich sein.

    Ein Mensch, der für sich nüchtern und zufrieden ist, beeindruckt mich mehr, als wenn er für mich nüchtern wäre.

    Du sagst, du würdest trinken. Aus welchem Grund? Das verstehe ich im Augenblick nicht so ganz.