Lolli - Coabhängig traurig und voller Hoffnung

  • Du trägst die Verantwortung für deinen Sohn und der Vater muss das auch tun. Von daher machst du das mit dem Unterhalt nicht für dich, sondern für euer gemeinsames Kind, damit er weiterhin durch eine gute Laufbahn gehen kann und es ihm an nichts fehlt.

    Was dein Mann da mit euch macht, zeigt das er keine Verantwortung übernehmen will und gegen euch geht. Lass dir das nicht gefallen, sonst bist du / seit ihr in der Opferrolle. Und das brauchst du / ihr absolut nicht sein. Es geht um eure Zukunft und da benötigt es auch die finanzielle Sicherheit, damit ihr ohne ihn leben könnt und auf eigenen Beinen steht. Und das ist euer Recht, da kann dein Mann sich umdrehen wie er will.

    Liebe Grüße

  • Danke lila77,

    Du hast recht. Ich merke jetzt erst, dass ich mich eigentlich gar nicht so als eigene Person gesehen habe. Es war klar ich mache alles und ich fordere nichts. Das muss ich jetzt lernen. Und ja mein Mann übernimmt überhaupt keine Verantwortung im Gegenteil er geht gegen uns und somit auch gegen seine Kinder. Das muss ich erst mal sacken lassen. Das ist tatsächlich so. Das hilft mir sehr, eine gesunde Wut gegen ihn aufzubauen.

  • Bau eine gesunde Stärke für euch auf und zieh gesunde Grenzen. Wenn er sich auch allem raus zieht und dich mit allem alleine lässt, geht das einfach nicht. Er ist alkoholabhängig, das gibt im aber kein Recht nicht mehr normal zu sein und euch komisch zu behandeln. Du solltest dich klar distanzieren von seinem Verhalten und jetzt sehen wie ihr euch eine positive Zukunft aufbauen könnt. Er lebt grade in einer ganz anderen Realität als ihr. Vielleicht braucht er grade Zeit für sich, ohne Verantwortung, ohne euch, wozu auch immer, aber lass dich davon nicht mehr runter ziehen oder so leiden lassen. Für dich muss klar sein, das es jetzt um dich und die Kinder geht und nicht um sein Verhalten.

    Ich wünsche dir alles Gute!

  • Ja ich glaube da hast du mit allem recht. So muss ich es sehen traurig aber wahr. Wer weiß was die Zukunft bringt. Vielleicht überdenkt er da sein Verhalten in der Therapie. Damit er wieder ein gesundes Verhältnis mit den kindern haben kann. Die Beziehung ist für mich nach 30 jahren nun tatsächlich vorbei. Das entlastet mich gwrade sehr. Habe Das erste Mal wirklich was für mich gemacht und bin mit meine Tochter von unserem Ersparten nach Valencia geflogen. Sind nun 5 Tage hier und es hat mir die Augen geöffnet.
    Ich weiß nur nicht was ich tin soll wenn er von der klinik entlassen wird. Ich denke er wird nach hause kommen. Den schlüssel hat er mir nicht abgegeben. Er sagt das Haus gehört ihm genauso. Da muss noch ein Plan her. Schließlich straft er mich gerade ab, möchte aber alle rechte.

  • Das hört sich wunderbar an mit eurer Reise!

    Ja, vielleicht wird er durch die Therapie anders und reflektierter - aber es kann ein langer Weg sein. Ich hoffe das ihr wieder eine bessere Basis haben könnt.

    Ist es euer gemeinsames Haus? In dem Fall würde ich mich rechtlich beraten lassen, wie du die Trennung gut hinbekommst ohne plötzlich mit Ärger und Streit konfrontiert zu werden. Stelle dich gut auf, dadurch erhälst du eine zutzliche Stärke und bleibst selbstbestimmt - und bist auch rechtlich auf der sicheren Seite.

  • Und ich finde es sehr mutig und stark von dir, das du das jetzt alles für dich planst und das es dir gut geht, wo du Abstand bekommst. Das kann für dich ein wunderbarer Start sein und raus aus der ganzen Belastung.

    Alles Liebe!

  • Hallo Lolli,

    ich komme mal zu dir rüber, sonst verwässert es den anderen Thread.

    Hallo Hartmut,
    ich hätte mal eine Frage an dich: ich verstehe es eigentlich so, dass bei der Trennung jeder seine Verantwortung übernimmt, besonders wenn Kinder in die Trennung mit einbezogen sind und Haus und Hof, und auch noch ein Hund.
    meinst du ein Alkoholiker kann das nicht oder möchte es nicht?
    mein Mann war jetzt acht Wochen in einer Entzugsklinik und hat dort nicht getrunken sonst hätten sie ihn ja hinaus geworfen. Hat er dann schon trockenes Denken? Weil nun wird er eigentlich erst richtig blöde mir gegenüber und böse…. Eigentlich müsste er ist doch klar sehen oder genügen die acht Wochen dazu nicht?

    Diese Fragen beschäftigen mich gerade

    Nein trocken ist er noch lange nicht und Verantwortung zu übernehmen liegt nicht immer an der Sucht, das hat viel mit Charakter oder der eigenen Einstellung zu tun. Es reicht ja nicht aus, das Glas wegzustellen und 8 Wochen das Saufen wegzulassen. Das schafft auch so mancher nasser Alkoholiker in einer Trinkpause.

    Nun, da ziehe ich den Hut, hast du die richtigen Schritte für dich und deine Kinder getan und die Beziehung zumindest im Kopf schon beendet. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen und alle mögliche Rechte anwaltschaftlich einzufordern. Du hast da sehr viel Möglichkeiten von Prozesskostenhilfe und vieles mehr.

    Und mal ehrlich, wenn er jetzt schon wegen des Unterhaltes des 18-Jährigen herumzickt, darfst auch nicht auf eine vernünftige Reflexion von ihm erwarten. Auf ihn zu hören würde falsche Hoffnung erwecken und die Enttäuschung auf dem Fuß folgen lassen.

    Der Unterschied zum Unterhalt Minderjähriger ist, dass der 18-Jährige auch was zu seinem eigenen Unterhalt beitragen muss. Aber lass dich beraten und gut ist.

    Übrigens, ich schreibe nie um den heißen Brei, sondern meist sehr direkt. Erschrecke mal nicht.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,
    du warst mir gleich sympathisch. Ich bin auch sehr direkt und ebenso Vertrage ich es sehr gut wenn Menschen mit mir direkt umgehen. Ich glaube das rettet mich nun in dieser Situation auch etwas. Ich kann Tatsachen ganz gut ins Auge sehen und ich glaube du auch.

    Darf ich fragen, bist du Alkoholiker?


    Deine Antwort hat mich sehr nachdenklich gemacht und auch etwas traurig.

    Mein Mann tut mir nach wie vor leid, weil er glaube ich nicht auf seine Haut kann. Mein Sohn tut mir aber auch leid, weil er jetzt als ein Kind vor Gericht den Unterhalt einklagen muss. Ich habe zu ihm gesagt er muss es nicht wir kommen irgendwie über die Runden, aber er ist nun doch verärgert, dass dein Vater so auf ihn reagiert und möchte es.

    alles nicht so einfach das Leben!

  • Nein trocken ist er noch lange nicht und Verantwortung zu übernehmen liegt nicht immer an der Sucht, das hat viel mit Charakter oder der eigenen Einstellung zu tun. Es reicht ja nicht aus, das Glas wegzustellen und 8 Wochen das Saufen wegzulassen. Das schafft auch so mancher nasser Alkoholiker in einer Trinkpause.

    Meiner hat es ja 2 Monate ohne geschafft und dann kams zur bekannten Mega Eskalation! Also 8 Wochen nicht trinken hat bei ihm alles verschlimmert. Zumindest kommt es mir so vor

  • Mein Mann tut mir nach wie vor leid, weil er glaube ich nicht auf seine Haut kann. Mein Sohn tut mir aber auch leid, weil er jetzt als ein Kind vor Gericht den Unterhalt einklagen muss. Ich habe zu ihm gesagt er muss es nicht wir kommen irgendwie über die Runden, aber er ist nun doch verärgert, dass dein Vater so auf ihn reagiert und möchte es.

    Dein Sohn tut mir echt leid, erstens macht es was mit ihm, dass er seinem Vater nicht wichtig genug ist, dass er für ihn zahlt (zumindest könnte ich mir vorstellen, dass es sich für ihn so anfühlt) und zum zweiten ist das echt nicht so toll seinen Vater mit 18 klagen zu müssen. Das zerstört die Beziehung total. Was für ein Mist.

    Für Kinder nicht zu zahlen ist echt das letzte, aber wie ich hier gelernt habe, man darf den Alkoholiker nicht mit Normalo Maßstäben messen

  • Darf ich fragen, bist du Alkoholiker?

    Ja,17 Jahre trocken.

    Mein Mann tut mir nach wie vor leid, weil er glaube ich nicht auf seine Haut kann

    Kann er nicht oder kann er aus deiner Sicht nicht ?

    Der Co ansich ist ja für einen nassen Alkoholiker leicht zu manipulieren um den nötigen Freiraum für sein Saufen zu haben. Und ihr wart jahrelang zusammen und so ein Bild von ihm hat sich eingeprägt.

    Aber ich kann dich beruhigen, wenn er es nicht kann, muss er es eben lernen.

    Wichtig ist es in solchen Situationen , Emotionen von der Realität zu unterscheiden. Abschalten kannst sie zwar nicht aber je weniger du dich auf seine Zipperleins einlässt ,je einfacher wird es.

    Unterstützung findes du hier zu Genüge .

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • zumindest könnte ich mir vorstellen, dass es sich für ihn so anfühlt

    Aber ich glaube schon, dass es mit einem Kind was macht gegen den Vater klagen zu müssen


    Nun ja. Ich war 14 und da kam der Brief vom Anwalt meines Vaters, dass er auf einmal bezweifelt, dass ich sein Sohn bin und nichts mehr zahlt.

    Natürlich hat der Anwalt meiner Mutter geantwortet. Aber einen deutlichen Brief habe ich ihm auch geschrieben.

    Also weiß ich zumindest, wie sich das für mich angefühlt hat. Ich bin heute noch darauf stolz, dass ich ihm damals gezeigt habe, was ich von ihm halte.

    Aus dem Grund finde ich die Reaktion von Lollis Sohn gut.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ja,17 Jahre trocken.

    Kann er nicht oder kann er aus deiner Sicht nicht ?

    Hartmut.… du hast meinen großen Respekt, Junge!! 17 Jahre und stellst dich diesem Forum. Toll.
    die Frage die du gestellt hast hat mich echt um die hab ich mir so noch nicht gestellt. Stimmt, ich stell mich immer auf die Seite von meinem Mann also doch noch ziemlich viel Co in mir.
    kann er aus meiner Sicht nicht. Warum eigentlich Denke ich so? Ganz einfach um ihn zu entschuldigen….

  • Der Co ansich ist ja für einen nassen Alkoholiker leicht zu manipulieren um den nötigen Freiraum für sein Saufen zu haben

    Ist das wirklich so das man absichtlich manipuliert wird? Ich meine hat mein Mann das wirklich mit Vorsatz gemacht und nicht verstanden was ist mit mir tut?

  • Wichtig ist es in solchen Situationen , Emotionen von der Realität zu unterscheiden.

    Ja, da zerbreche ich mir auch gerade mein hübsches Köpfchen, was nun die Realität ist. Ich war 30 Jahre mit einem Menschen zusammen, der nun etwas ist, was ich nie gesehen habe. Das ist wie in so einem Psychothriller, wo plötzlich der Film eine Wendung nimmt.

    Meinst du nicht, dass man irgendwann auf einem Normalniveau wieder miteinander sprechen kann?

    jetzt mal ne andere Frage, wenn ich zu direkt bin, sag mir das einfach. Du hast ja mit Sicherheit auch, ich weiß gar nicht wie ich das jetzt sagen soll, ich sag mal“ Scherben“ hinterlassen, oder? Eventuell auch eine Familie oder Ehe?

    Siehst du das nach 17 Jahren anders dein Verhalten?

  • Also weiß ich zumindest, wie sich das für mich angefühlt hat. Ich bin heute noch darauf stolz, dass ich ihm damals gezeigt habe, was ich von ihm ha

    Das hatte ich geprägt so scheint mir. Ja, durch das Handeln merkt man, dass man nicht ohnmächtig und klein ist. Da kann man stolz darauf sein für sich einzutreten, egal in welchem Alter. Und das gegenüber hat es ja eigentlich in der Hand

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